Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 10 (1936-1937)
- Issue
- Heft 594 (6.11.1936)
- Date
- 1936-11-06
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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m; I -i , 'S : vt. i Ml'; jj£ ■; m . UP : Uli : Cf| j \.U Hivo t r;/ i g. Hfr Professor Frankfurter 80 Jahre alt Am 9. November feiert Bundeskulturrat Hofrat Prof. Dr. Salomon Frankfurter seinen 80. Geburtstag. Das jüdische Wien wendet sich mit aufrichtigen Wünschen dem verdienten Manne zu, der sich in allen Kreisen ohne Ansehen der politischen Richtung der größten Beliebtheit erfreut. Von Seiten verschiedener jüdischer Institutionen werden für Hofrat Frankfurter besondere Ehrungen vorbereitet. * Salomon Frankfurter wurde am 8. November 1856 in Preßburg geboren. Im Jahre 1884 trat er in den Dienst der Wiener Universitäts-Bibliothek. Im Jahre 1919 würde er Direktor dieses Instituts. Hofrat Frankfurter ist einer der Gründer des Vereines der Freunde des Humanistischen Gym nasiums, Präsident des Jüdischen Museums und Präsident des Kuratoriums des Chajes- Realgymnasiums in Wien. Im November 1934 wurde er als Bundeskulturrat in das Haus der Bundesgesetzgebung berufen. Hofrat Frankfurter hat sich auch auf literarisch-wissenschaftlichem Gebiet erfolgreich betätigt. Im Jahre 1906 veröffentlichte er eine Arbeit über „Hebräische BücherMtel“ und 1910 über „Das altjüdische Erziehungswesen im Lichte moderner Bestrebungevf‘. Außerdem hat er Werke aus dem Gebiet der Archäologie und Epigraphik, der Pädagogik und der Geschichte herausgegeben. Streng rituell i m uh BADEN, ROLLETTfiASSE 7 Ganzjährig geöffnet, Zentralheizung, fließendes Kalt- und Warrawasser. Telephon 856/U ü! klNIWR-STIAMiti Vortrag Kurt Blumenfeld-Jerusalem Am Donnerstag, den 12. d. M., hält Kurt Blumenfaid hm Offenbach-Saal (Porrhaus — Karlsplatz) einen Vortrag „Schicksal und Gestaltungeine Rede über das Judentum unserer Tage. Kurt Blumenfeld, der durch viele Jahre der Organisator und anerkannte Führer des deutschen Zionismus war, ist jetzt als Direktor des Keren Hajessod tätig, in dessen Auftrag er für die Sonderaktion „Mifal Bizzaron uwitachon“ für Sicherheit und Befestigung des jüdischen Jischuw wirkt. Sooft Kurt Blumenfeld, der auch Mitglied des Aktionskomitees ist, am Vortragspult erscheint, bedeutet seine Darbietung einen hohen geistigen Genuß, denn noch keiner seiner Zuhörer hat sich der Gewalt seiner Argumente, der inneren Wahrhaftigkeit seiner aus dem Geiste und Stoffe seiner Themen geschöpften Bilder und der Grazie seiner Darstellung entziehen können. Deshalb lenken wir die Aufmerksamkeit unserer Leser auf diesen Vortrag und empfehlen ihnen, sich den Eintritt rechtzeitig zu sichern. Jüdische Kulturstelle I., Franz-Josefs-Kal 3, Tel, R 28-2-36. Kunststelle. Neuanmeldungen für die diesjährige Spielsaison werden ganztägig entgegengenommen. Die Mitglieder erhalten ermäßigte Karten für sämtliche Privat-, Bundestheater und Konzerte. Jüdische Volkshochschule. Montag. F. Jonas: Englisch für Wenigvorgeßcbrittene, 7 bi» 9 Uhr. Dr. L. Brüll: Hebräisch für Anfänger, 7 bis 9 Uhr. Dienstag, Dr. H. Weinstein: Hebräisoh für Wenigvorgeschrittene, 7 bis 9 Uhr. E. Feldmann: Englisch f. Vorgeschrittene, 7 bis 9 Uhr. JUtbe ICundec! Dieses Mal war ich sehr zufrieden mit unserer gemeinsamen Arbeit. Nun möchte ich euch aber bitten, daß jeder von euch folgende Sachen mitbringt: Schere, Nade 1 und Faden, Bleistift, Zeichenbla t fc, eine große Pappschachtel (und — wer es hat — Laubsäge und Sperrholz). Auch wer nicht selbst sägt und zeich net, kann diese Sachen einem Neuankommenden leihen. * Sonntag kamen mit zahlreichen Spenden: Adler Ilse und Lili, A n k i e t Leo, Auswachs Ruth, Bick Alma und Paul, Deutsch Fritz und Selma, Engländer Ilse, Fried mann Gerti und Georg, F i n a 1 y Eva und Hanne, Fürst Paul, Frächter Edith, G o 1 d b e r g Hilda, G r ü n w a 1 d Helene, Hirsch Liselotte, I n f e 1 d Lydia, Kant Egon, Klaus Hanne, Körner Grete und Hedwigr Linde n m a n n Hanna, Leider Fritz, Mehl Heinz, Schnapp Erika, S c h w e i t Erna und Willi, S t a r e r Fritz, Stein Edith. Als Helfer standen uns die Damen A n k i e r, Austern, B i c k, Blau, F inaly, Friedmann, Stein und Weiß zur Seite. * Die Staberl'Olympiade vom vorigen Sonntag (Sportbericht der „Kinder-Stimme“.) Unter großer Beteiligung fand Sonntag die Fortsetzung der ersten Prügel-Olympiade statt. Die große Anzahl der Teilnehmer machte es notwendig, eine weitere, dritte Fortsetzung für den nächsten Sonntag anzusetzen, da auch vergangenen Sonntag nicht alle Bewerber drankommen konnten. n- Es erhielten Preise: Hanne FFnaTy, 1. Preis (zwei Hände voll Bonbons); 2. Preis: die Geschwister Adler (je eine Hand voll Bonbons); und 3. Preis: Paul Fürst und Erika Schnapp (auch Bonbons). — Am Schluß wurde die Olympia-Siegerin Hanne Finaly unter allgemeinem Jubel auf die Schultern gehoben und den Gästen und Teilnehmern einstookhooh gezeigt. Kommenden Sonntag, 3 Uhr, WIZO, Schottenring Nr. 25. * Wovon sprechen die Kinder in Erez Israel? Der kleine fünfjährige Moses, Sohn eines Beamten in Jerusalem, hat einen Luftballon geschenkt bekommen. Der macht ihm viel Spaß; schließlich fliegt er ihm davon. Das schmerzt ihn sehr. Lange Zeit sieht er dem Ballon nach. Endlich tröstet er sich mit den Worten: „Macht nix, wird sich der liebe Gott freuen...“ Die Kindergärtnerin von Kfar Ohassidim erzählt: „Von unserem Tempel ist nur noch eine einzige Mauer erhalten (die Klagemauer). ,Das ist gut!4 schreit Jonathan (viereinhalb Jahre alt) voller Freude, ,d a braucht man nur drei Mauern machen, um ihn wieder aufzubauen4...“ Frei nacherzählt aus dem Buche „Das Kind an Erez Israei“ von Gitel Meisel, Tel- Aviv.) Nachdruck verboten! Wie sfUeiett und lernen dabei etwas Hebräisch 7. Spiel: Kommando Kisch! Wir sitzen um den Tisch. Einer ist der Kommandant. Wenn er sagt: Kommando Kisch! Hämmern wir alle mit den Zeigefingern auf die Tischplatte. Die andern Kommandos müssen wir auch jeweils befolgen. Der Kommandant kann uns dabei aber foppen, indem er zum Beispiel sagt: Kommando tief und dabei die Hände hoch hebt. Manche irren sich lind heben die Hände hoch. Die müssen ein Pfand geben.! Text T1I Text II Text I Kommando Kisch p’kudah kisch „ flach „ schatüach „ krumm „ akkom „ hoch „ l’mälah - tief „ 1’mSttah Das große Preisrätsel: Dies ist das achte Bild des großen Preisrätsels. Schreibt darunter den Namen der Person, die dargestellt ist, und zwar links mit deutschen, rechts mit hebräischen Lettern und sendet dann alle 15 an die „Kinder- Stimme“, I., Marc-Aurel-Straße 5. In jeder weiteren Nummer der „Kinder-Stimme“ erscheint ein weiteres Bild. Wer die richtigen Lösungen von allen (15) Bildern einschickt, kann einen schönen Preis gewinnen: 1. Preis: Ein Photoapparat 2. Preis: Ein Buch. 3. Preis: Schallplatte mit dem Emek-Lied. 4. Preis: Ein Quartettspiel: Große Männer des jüdischen Volkes und noch viele Trostpreise. T :.TnpB t1 : mTTDB T1 : »[Df ••D'Tlp? bTTlpfS nia^bTTjps Rätselecke Biblisches Rätsel Etwas für unsere bibelfesten Kinder zum Nachdenken Welcher Vater verurteilte seinen eigenen Sohn zum Tode? Scherzrätsel Rieht Turn * Auflösung des biblischen Rätsels aus der vorigen Nummer: JAKOB Briefkasten Herrn Dr. F. Or net ein und Herrn Paul Proßnitz: Wir öind mit Ihnen ganz einer Meinung und bedauern das Mißverständnis. — Hannah Pollaok, Löwengaese: Die letzten Zeilen deines Gedichtes „Dort werden wir pflügen die alten Schollen — es ißt kein Märchen, wenn wir nur wollen!“ gefallen mir. Schicke uns demnächst einige kürzere Gedichte. Hebräisch für Vor- Kupfer: ßeh konz Realbüro Ing. M. Mühlbauer äau| und Verkauj von Realitäten, Hypotheken I., II. und lll Sätze, Bau- und Zwisdienkredile Gebäudeverwaltung Büro« Franz-Josejs-Kal 11 lei. R-26-0-44 Wohnung II* Vorgarfenslr 150. lei R-4t-8-88 Mittwoch. Dr. L. Brüll: geschrittene, 7 biB 9 Uhr. Donnerstag. Prof Dr. K. Kupfer: Alltags¬ und Festtagsgebräuohe im Judentum, 7 bis 8 Uhr. Prof. Dr. M. Papo: Jüdische Kulturgeschichte in Zeit- und Charakterbildern, 8 bis 9 Uhr. Jüdisches Kulturtheater. Der Großerfolg des Jüdischen Kulturtheater, das jüdische Gegenwartsdrama „Die Grenze“ von Cederlund und Dahlberg wird alternierend mit dem Volksstück „Der Sänger seiner Trauer“ von Ossip Dymow gegeben. Beginn: Täglich, 20 Uhr. Sonntag, 15 Unr 30, bei kleinen Preisen, „Die Grenze“. Führung. Sonntag, 8 d. M., 10 Uhr 30: Gräflich Harrachsche Gemäldesammlung. Leitung: Hugo Friedmann. Treffpunkt: I., Freyung 3, Jüdischer Liederabend. Lonja Rates singt Sonntag, 8. d. M., 18 Uhr, im Jüdischen Kulturtheater jüdische Lieder. Mitwirkend: Emmi Neutnanu (Rezitation). Am Flügel: Kapellmeister Dr. Weiß. Zion. Sektion Pratei, Stuwerstraße 1. Freitag, 6. Novomber, HS Uhr abends, Onegg Sabbath; Vortrag Dr. Abraham Groß. Rabbiner Dr. Chiel Bahrer: „Weltgeschichte und jüdische Geschichte“. Gesänge des Luser Intrator-Ohor des Polnischen Tempels, Solist: Schwarz. Gäste herzliohßt willkommen. Zionistische Bezirkssektion Wien-Margareten, IV., Hauslabgasse 2. Freitag, den 6. November, Onegg Sabbath. Kantorale Gesänge: Bernhard Lahis, Staatsopernsänger. — Samstag, den 7. November, entfällt im Hinblick auif die Wahlen der Bridgeabend. Dagegen haben sämtliche Mitarbeiter die Pflicht, zwecks Berichterstattung im Heime zu erscheinen. Ab 5 Uhr wird ununterbrochen im Heime gearbeitet! — Montag, den 9 November. Zusammenkunft der WIZO-Mitgüeder um 7 Uhr. Zusammenkunft der Mitglieder der Sektion um H9 Uhr. — Dienstag, den 10. November, Jugendgruppe: Zusammenkunft der Mitglieder GROSSFLE'SCHHAUERE> IIEGN. KORNMEHL ZENTRALE, IX., BERGGASSE NUMMER 19 rELEPHQNNUMMEK A 17-3-99 unri A tfi-9-34 Lieferant für Heilanstalten Abteilungen t. n^-Fleisch untei Aufsloht des Ehrwürdigen Rabbi na ts der Israelitischen Kultusgemeinde Wl6n Autozustollung Kostenlot IX.,Bergga88e 15, XVIII.,Währingeratraöe 71 Schüierhort Individuelle Schulnachhilfe, Zentral Sprachen, TABORSTRASSE 8B Sport, Spiel 1. STIEGE TELEPHON: U14-908 um K9 Uhr. — D o n n e r s t a g, den 11. November: Hebräischkurs für Anfänger und Fortgeschrittene ab H8 Uhr. J. Segall-Rosenbach beim Onegg Sabbath der zionistischen Bezirkssektion Leopopldstadt. Konzert- und Radiosänger J. Segall-Rosenbach hat sich uneigennützig für den am Freitag, den 6. d. M., 8 Uhr abends, stattfindenden Onegg Sabbath zur Verfügung gestellt. Hebräischkurse der Sektion VIII/IX. Die Kurse haben unter bewährter Leitung oben begonnen und finden statt: Für Anfänger Dienstag und Donnerstag von H8 bis H9 Uhr, für Vorgeschrittene Montag und Mittwoch von HS bis H10 Uhr. Anmeldungen täglich, außer Freitag, von 7 bis 9 Uhr abends im Sektion,sbeim, IX., Währingorstraßo 6—8 (Eingang Hörigasse 2), Telephon R 52-0-12. gibt es Kein Datum kann ln Deutschland kein Jude Arzt, Rechtsanwalt, Apotheker, Angestellter werden Minderheltenrecht! Darum »erden ln Deutschland die Jüdischen Geschäfte enteignet Die Union bekämpft das Minder heltenrecht! m vJSS*/-}-