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Die Stimme · 1936-10-23 · Heft 589 (23.10.1936) · page 6

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Journal
Die Stimme
Volume
10 (1936-1937)
Issue
Heft 589 (23.10.1936)
Date
1936-10-23
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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Seit«» 6 DÜ ST1MMI Nr. m — Wien, Freitag, 23. Oktober 1680 Der „Radiosänget" prolongiert Wegen des großen Erfolge?, den „D c r Radiosänge r‘- mit. David 8 eidermann in der Titelrolle bei Presse und Publikum er rungen hat, hat sich die Direktion der J ü d i sehen K ii n s 11 e r s p i e 1 e entschlossen, das Stück bis inklusive Donnerstag, den 29. d auf dem Spielplan zu lassen. Die Operette wird täglich um halb 0 Uhr abends in der Premieren besetzurg gespielt, überdies Sonntag, den 25. d., auch nachmittags halb 4 Uhr bei klei nen Preisen. Bei dieser Sonntagnachmittagsvorstellung hat die Direktion der Jüdischen Künstlerspiele für die Kinder eine besondere Überraschung vor, indem jedes Kind bei Lösung seiner Eintrittskarte ein Geschenk erhält. Da die letzten Vorstellungen ausverkauft waren, empfiehlt, es sich, Karten an der Tageskasse, II., Praterstraße 34 (auch telephonisch R 45-4-94), zu sichern. A\ A\ s KIKIIEK-STIAUIB David Seidermann, 'der in den Jüdischen Künstler spielen, II., Praterstraße 34, zur Zeit mit sensationellem Erfolge auftritt, wurde von einer großen Firma für eine Reihe von Schallplattenaufnahmen verpflichtet. Markus-Herschko witz-Abend Dienstag, den 27. Oktober, wird in den Jüdischen Künstlerspielen, II., Praterstraße 34, außer der Schlageroperette „Der Radiosänger“ mit David Seidermann und Chana Lerner noch der dritte Akt von Gordins „Zurück von Sibi rien“, mit M. Herschkowitz m der Hauptrolle gegeben. Der Jüdische Buch-Klub hat soeben für das zweite Quartal das neue Werk von Josef Kastein, „Jerusalem, die Geschichte eines Landes“, an seine Mitglieder ausgegeben. Es ist Pflicht jedes jüdischen Menschen, der an kulturellen Bingen interessiert ist, seinen Beitritt zum Jüdischen Buchklub anzumelden, weil der Jüdische Buchklub seine Aufgabe, das jüdische Schrifttum zu erhalten und zu pflegen, nur dann erfüllen kann, wenn er sich auf die Zustimmung u td Beteiligung aller Juden stützen kann, denen das jüdische Buch ein Akt kultureller Selbsthilfe bedeutet, Für den Mitgliedsbeitrag von 8 Schilling vierteljährlich werden Bücher in fast doppel tem Wert geliefert. Dazu nimmt jedes Mitglied an außerordentlich interessanten Vorträgen und an einer Buchlotterie teil. Prospekte und Werbeschriften durch den Jüdischen - Buchklub, Wien, /., Fleischmarkt 1, Telephon R 21-4-25. mnuiniimimiminnfiiniiimiiimniijmninnnininiinniiiiimiiiiimirrimimimniiiniiininiiimumimniniijmmn- „In memoriam Artur Schnitzler" ln unserer Ausgabe vom 20. Oktober haben wir aus Anlaß der fünften Wiederkehr des Todestages Artur Schnitzlers ein Gedicht veröffentlicht. Infolge eines technischen Versehens ist der Name des Autors ausgeblieben. Das Gedicht ist von Oskar Bendiener verfaßt. »rmiiiiiiimmmiiiiiiiiiiunmuiiimiinniiiiiiiiniiimtmimmiiiiminmiuiniiiHmmnimnimiimi' Sichere Existenz. Antiquitätengeschäft (Trödlereikonzession und Gewerbeschein für neue Kleider und Schuhe vorhanden) wird unter günstigen Bedingungen verpachtet. 53jähriger Bestand. Zuschriften an S. Spiros Witwe, Linz, Altstadt 2. Ein vielseitiger Hausfreund ist Diana- Eranzbranntwein mit Menthol. Gleichviel, ob man ihn zur Mund- und Zahnpflege gebraucht oder als Haarwasser oder als Zusatz zum Wa«ch- und Badewasser, ob er zu Massagen (Einreibungen) verwendet wird, immer leistet er die besten Dienste. In überaus vielen Haushalten mag man Diana nicht mehr missen, denn wer ihn nur einmal erprobt hat, bleibt ein treuer, weil zufriedener Freund. In allen besseren Geschäften erhältlich. Bitte aber ausdrücklich Diana zu verlangen. Es geht um Ihr kostbarstes Gut, „Ihre Augen!“ Lassen Sie sich fachmännisch unverbindlich beraten von Optiker Karl Seidner, I., Franz-Josefe-Kai 33, und U., Hollandstraße Nr, 7» (Siehe Inserat,) Liebe Oodah Lilli! loh habe durch die „Kinder-Stiinifne“ erfahren, daß Du uns Kinder zu einer Arbeit rufst, durch welche wir ein so großes Werk erfüllen können. Nun will ich Dir auch für den herrlichen Sonntagnachmittag, den wir in der WIZO verbrachten, herzlich danken. Es war so schön und so lustig, mit so vielen Kindern zusammen zu basteln und zu denken, daß wir Kinder so schöne Sachen machen werden. Es ist meine erste Arbeit, mit der ich als mit etwas Eigenem ein gutes Werk tun kann. Und so ungewöhnlich lustig war nachher die Wettblas-Olympiade, bei der ich den dritten Preis gewann. Ich bin schon sehr neugierig, welches neue Spiel der Herr Doktor erfinden wird. Leo A n k i e r, 9K Jahre. * Unsere nächste gemeinsame Arbeit für den Mifal Bizaron ist So nnta g u m halb 10 U hr vor mittags in der WIZO, /., Schottenring 25. * Mit vielen und schönen Materialspenden hatten sieh eingefunden: Auswachs Ruth, Ankier Leo, Alma und Paul B i c k, Fritz Deutsch, Selma Deutsch, Theodor E 11 b o g e n, Ilse Engländer, Rita Finkelblau, Gerti Friedmann, Ilse Groß, Helene Grün w a 1 d, Sylvia Heller, Lieselotte Hirsch, H u s s e r 1 Robert, Grete und Hedwig Körner, Hanne Klaus, Fritz Leider, Hanna Lindenmann, Fritz S t a r e r, Edith Stein, Ernst W i 11 n e r. Als Helfer standen uns zur Seite die Damen A n k i e r, B i c k, Blau, Klaus, Stein, Weiß und Herr D r e ß 1 e r. Die Blas-Olymplade vom vorigen Sonntag (Sportbericht der „Kinder-Stimme“.) Das Ende der Arbeitsstunden unserer Mifal-Biizaron-Aktion wurde durch eine großartige Blas-Olympiacle gekrönt. Unter der fachmännischen Leitung unseres getreuen Mithelfers, des Sportredakteurs der „Stimme“ Herrn D r e ß 1 e r, der sich in liebenswürdiger Weise z-ur Verfügung gestellt hatte, wurde eine Mannschaft aufgestellt, die sich der Aufgabe zu unterziehen hatte, ein auf den Fußboden gelegtes Stückchen Papier von einem Ende des Saales zum anderen — ohne mit der Hand oder sonstwie nachzuhelfen — zu blasen. Derjenige Teilnehmer, der diese schwierige sportliche Leistung in der kürzesten Zeit vollbrachte, sollte olympischer Sieger im Papierblasen sein. Am Ziel saß der Zielrichter mit strenger Miene und der Uhr in der Hand und kontrollierte genau die Blasdauer eines jeden einzelnen unserer „Kinder-Stimme“-Kinder. Einige hatten Pech, weil ihnen ihr Papierl unter die Sessel flog oder ganz aus der Zielrichtung flatterte, was für die Zuschauer ein sehr komischer Anblick war. Andere wieder bliesen und spuckten auf ihr Papier, so daß es sich nicht von der Stelle rührte ... Die besten Zeiten hatten: Ilse Engländer (13)4 Sekunden), Fritz Deutsch (14 Sekunden), Leo A n k i e r (15 Sekunden) und Rita F i n k e 1 b 1 a u mit 17 Sekunden. Nachdem der letzte Teilnehmer wettgeblasen hatte, zog sich das olympische Komitee zurück und verkündete nach kurzer Pause unter feierlicher Stille der Zuschauer und Teilnehmer vom Podium herunter die Namen der Sieger. Hernach wurden die Siegespreise verteilt. Erster Preis (Engländer) war ein herzlicher Händedruck, zweiter Preis (Deutsch) ein freundschaftlicher -Scbulterklopfer und der dritte Preis (Ankier) ein •herzlicher Schopfbeutler. Unter großem Applaus und Lachen der Zuschauer nahmen die Olympiasieger der „Kinder-Stimme“ ihre Preise in Empfang. Bei unserer nächsten Veranstaltung am kommenden Sonntag werden wir ein paar besserschmeckende Preise verteilen. iiiimiiiiiiiiiiiiuiiiiiimimmniiiiiiniimmiitmiiimmimtmmnmiimmiiimiiiimiiMiiiiiimimiiiii Nachdruck verboten! Ifliz sfUela* und lernen dabei etwas Hebräisch 5 Spiel: Bestemm Du, der Spielleiter, sagst zum Beispiel: „Ich liebe“ und zeigst dabei auf einen beliebigen Mitspieler, der sofort das Gegenteil sagen muß. Weiß er es nicht gleich, so muß er ein Pfand hergeben. Text III. Ich liebe Text II. ani ohew Ich hasse Ich schreie Ich flüstere Ich bin fleißig Ich bin faul Ich bin gesund ani bari Ich bin krank ani choläh am ssonej ani zoejk ani mitlachesch ani charuz ani azejl Ich weine ani bochäh Ich lache ani zochek Ich esse ani ochejl Ich faste ani zam Ich bin ein Held ani gibbor ani pachdan Ich bin ein Feigling Ich bin ein Weiser Ich bin ein Dummkopf Ich wache Ich schlafe Mir ist kalt Mir ist warm ani chacham ani tippesch ani er ani jaschen kar li cham Ii Text I. ani# pm tfnbrip pnrr .. r . -. Kna nbm rote 'jk v •: pnft bpi« •ntej rjj s *"i *■$ •b b orj Der Storch baut Getreide Fast in allen guten Getreidejahren ko nun t im Spätsommer aus südlichen Landstrichen die Nachricht, daß sich Störche in Horsten, die dicht mit großen Getreidobtteoheln umwachsen waren, eingenistet haben. Wozu dient dieses Getreide dem Storch? Als Futter für die Jungen kommt es nicht in Betracht, da der Storch von Jugend auf ein Fleischfresser ist. Diese sonderbare Anpflanzung, die in Volkswagen als ein Ausdruck der Dankbarkeit des Storches für die menschliche Gastfreundschaft erklärt wurde, hat eine viel ©wohnlichere Ursache: Die Getreidekörner befinden sich nämlich an oder in den Beutotieren, die der Storch seinen Jungen zugetragen hat. Es handelt sich hiebei hauptsächlich um Mäuse und Hamster. Bekanntlich ist der Hamster ein erstklassiger Drescher. Mit den Vorderfüßen biegt er die Halme um, beißt die Ähren ab und fisrasibt fite mMm £tea Bfo.t@n so g^j schickt, daß die Körner unbeschädigt in seine Baakentaschen gleiten. Diese nützlichen Taschen, die bis zu 50 Gramm Ladung fassen können, sind allerdings auch unter Umständen des Hamsters Verhängnis, Sind sie nämlich gefüllt, und der Hamster will sich mit seinem Schatz in seinen Bau begeben, so wird or gerade in diesem Zustand vom Storch am leichtesten überrascht. Mit leeren Taschen würde der Hamster leicht mit diesem Gegner fertig. Aber die gefüllten Backentaschen hindern ihn jetzt am Beißen, und der Feind hat leichtes Spiel mit dem Hamster, den er mit einem Schnabelhieb tötet. Nun trägt der Sieger dio fette Beute mühsam zu seinem Horst und zerlegt sie hier für soino Jungen nach allen Regeln der Kunst. Durch das heftige Rütteln und Schütteln des Hamsterkadavers fallen dabei natürlich die für den Storchenschnabel wertlosen Getreidokörner aus den Taschen nach recht« und links in das Reisig, und geraten allmählich bi« auf dio untere Humuserde, wo sie bei günstiger Witterung bald keimen uud », Rätselecke Das große Preisrätsel: Dies ist das sechste Bild des großen Preisrätsels. Schreibt darunter den Namen der Person, die dargestellt ist, und zwar links mit deutschen, rechts mit hebräischen Lettern und sendet dann alle 15 an die „Kinder- Stimme“, I., Marc-Aurel-Straße 5. In jeder weiteren Nummer der „Kinder-Stimme“ erscheint ein weiteres Bild. Wer die richtigen Lösungen von allen (15) Bildern einsohickt, kann einen schönen Preis gewinnen: 1. Preis: Ein Photoapparat. 2. Preis: Ein Buch. 3. Preis: Schallplatte mit dem Emek-Lied. 4. Preis: Ein Quartettspiel: Große Männer des jüdischen Volkes und noch viele Trostpreise. 1 Biblisches Rätsel (Etwas für unsere bibelfesten Kinder.) Welches war der stärkste Mami ms dem Stamme Dan? •b Scherzrätsel Wohl manchem fällt’s zu zahlen schwer in diesen Krisenzeiten, am Schiffe regt’s sich hin und her und tut’s durch Ströme leiten... * Magisches Quadrat 1. Brudermörder. 2. Fluß in Italien. 3. Ureinwohner Perus. 4. Bewohner der Arche. * Auflösung der Rätsel aus der vorigen Nummer 1. Simsons Weib, Delila. 2. Der Zaunkönig. 3. Brot — Ruiho — Ohne — Teer. ' * Briefkasten L a n d e s k o in i t e e: Vielen Dank für dio schönen Rätsel. Warum anonym? — Uso E n g 1 ä ii d e r: Sonntag früh nicht an die Nähmaschine und Nadel vergessen! — M. G a v r i o 1, J o r u s a I e m: Ich freue mich, daß die „Kinder-Stimme“ auch dort Freude * macht. Ausführliche Antwort folgt. Beiträge von Jeladhn Ivrim erbeten. —- Menazeacih, Tel-Aviv: Napbtall, die „Kinder-Stimme“ erwartet .dieine Mitarbeit,

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