Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 10 (1936-1937)
- Issue
- Heft 585 (7.10.1936)
- Date
- 1936-10-07
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Dü ITlMMk Nr. 565 — Wien, Mittwoch', 7. Oktober 1996 Sotto 10 Wedgwood und Prof. Guy: Jüdische Wehrmacht notwendig London, 5. Oktober. (JTA.) Bei einer Veranstaltung der British Labour Party in Newcastle hielt der Abgeordnete Colonel Josiah C. W e d g w ooji eine Ansprache, in der er Araber bestehe darin, daß die Juden zu viel Boden gekauft hätten. Es gebe aber genug Boden für Araber und für Juden in Palästina. Die Araber brauchen nicht mehr scharfe Kritik an Haltung und Taktik der j Boden, sondern eher weniger Boden und englischen Verwaltung in Palästina übte. Er statt dessen Kapital, um ihre Wirt,schaferklärte, die Palästinaverwaltung! ten auszu,gestalten. Dieses Kapital bekomhabe seit jeher in ejnem G e g e n s a t z | men sie gerade durch den Bodenverkauf an zur Londoner Regierung gestanden und einseitig mit den Arabern sympathisiert, die jedoch diese Freundschaft für ein Zeichen der Schwäche gehalten hätten. S omit sei in letzter Linie die Palästinaverwaltung an der gegenw ä r t i g e n L ag e im Lande schuld Juden. Die zweite Beschwerde der Araber beziehe sich darauf, daß die Einwanderung von Juden zu groß sei. Aber gerade in den letzten drei Jahren verstärkter Einwanderung habe sich das Wirtschaftsleben des Landes a ti ß e r o r d e n 11 ic h e rweitert, die Arbeitslosigkeit, sei unbe- Die Politik der Beamten in Palästina, sagte | deutend und die Zahl der von Juden be- Wedgwood, hat Schiffbruch gelitten. In der, schäftigten Araber wächst, besten Absicht haben diese Beamten die j Auch Guy sprach sich für die Auf- Araber als Freunde gewinnen wollen, sie je-! s t e 11 u n g einer ständigen jfididoeh statt dessen zu Verächtern und Feinsehen VV ehrmacht unter dem den Englands gemacht. Nun haben englische Kommando englischer und j ii- Soldaten den Fehler wieder gutzumachen. jdischer Offiziere aus. Alle Juden, die Aber diese Soldaten, fuhr Wedgwood fort, I in diese Wehrmacht cintreten, würden gern hätte man nicht gebraucht, wenn man! der Mandatarmacht den Treueid leisten und d i e 350.000 Juden Palästinas b ehalten. Zwischen Juden und Arabern solle waff.net hätte, damit sie sich und die [absolute politische Gleichheit hergestellt für ihre Sicherheit lebensnotwendige Verbin-j werden, so daß keiner der beiden Volksdung Palästinas mit England verteidigen.! stamme den anderen beherrscht. Für die Sie wurden nicht bewaffnet, weil die, Wahrung dieses politischen Gleichgewichts arabis'chenFühreres nicht w o 11-1 zu sorgen, sollte die Aufgabe der Mandat e n. I tarmacht sein. Professor G u y, der seit vierzehn Jahren Das der Versammlung vorgclegte Dankesin Palästina als Archäologe gearbeitet, hat,! Votum für die beiden Redner wurde mit befiihrte aus. eine der Hauptbeschwerden der geisterter Zustimmung an genommen. JÜDISCHER SPORT Sport vom Sonntag. In einem äußerst fairen Kampfe besiegten die H a k o a h-K i » g e r die Mannschaft des Sportklubs mit 4:18 Schlechtpunkten. Die Hakoahner erfochten. Schultersiege durch Salzmann, Hofer, Pelzmann, Birnbaum und einen Punktesieg durch Bruckner. Der Sportklub war lediglich im Federgewicht erfolgreich. Im Hockey spielte die Hakoah gegen Hockeyklub 1:1 (0:0), wobei sie erst in letzter Minute' durch Lehrfeld den ausgleichenden Treffer erzielen konnte. Die Reserve unterlag 1:0. Die Damen gewannen gegen Kritzendorf mit 4:0. Torschützen: Schreiber (2), Überall und Pick. Die Handballer konnten ihre Siegesserie nicht fortsetzen und unterlagen nach hartem Kampfe gegen Hauptwerkstätte mit 4:2 Toren seit achtundzwanzig Jahren an der Anstalt tätig ist, besonderer Dank und Anerkennung ausgesprochen. Das jüdische Lied, der palästinensische (Horrah) Tanz, der synagogale Gesang, jüdische Künstler von Weltruf, hären Sie auf unseren Schallplatten in Ihrem Heim. Aus dem bekannten Musikhaus „Exeelsior“, I., Franz- Josefs-Kai 15. Eine besondere Überraschung bieten die ersten Tanzplatten mit neuhebräischem Text. Unser Motto: „Die jüdische Kunst, jüdische Musik im jüdischen Heim.“ Medizinalrat Dr. Max Berliner hat als dirigierender Arzt die Leitung des Sanat o r ium s Hütteldorf -Haeking übernommen. Dr. Berliner, der sich in allen Fachkreisen großen Ansehens erfreut, ist Mitglied der Verbindung „Unitas“ und hat seit seiner Jugend sich stets als guter und eifriger Förderer der zionistischen Sache bewährt. Mensa academica judaica. Der Küchenbetrieb der Mensa academica judaica, IX., Läzarettgasse 6, wurde wieder eröffnet. Speisezeit von A12 bis A3 Uhr. Professor N. H. Ehrlich erteilt in und außer Haus Unterricht in: Klavier- und Orgelspiel, Theorie, Harmonielehre, Kontrapunkt, Instrumentation und Blattsingen. Übernimmt auch Klaviere zu stimmen. Wien, II., Krumm bäum - gassc 10/14. Simchath-Thora-Feier der Sektion X. Sonntag, den 11. Oktober. 8 Uhr abends, veranstaltet die Sektion —, Hasengasse 38, eine große S i m c h a t h-T hör a-F e i e r, verbun den mit der Überreichung der Goldbucheintragung an Rabbiner Dr. Albert, W einer. Festrede: Rat der Stadt Wien Dr. Jakob Ehr- ] i c h. Mitwirkung bekannter Künstler. Die Alt-Herren-Verbände der Z. M. V. Am 30. September fand unter dem Vorsitz des Herrn Siegfried M e h 1 e r (Z. M. V. Giskala) die angekündigte allgemeine informative Besprach und der A.-H. der österreichischen Z. M. V. statt. Diese Sitzung war vom Großteil der bestehenden und suspendierten Z. M. V., durch Delegierte beschickt. Am Freitag, den 9. d. M., wird in den Räumen des Ringes der Alt-Herren-Verbände der jüdischakademischen Verbindungen Österreichs, T.. Kohlmarkt 8—10, linke Stiege, Tür 23, aus den anwesenden Alten-Herren ein engeres Komitee gebildet,, werden, welches die Aufgabe haben wird, die Bildung eines Ringes der Alten- Herren der Z. M. V. .Österreichs vorzubereiten, und alle A.-H. der Z. M. V. zu erfassen. Der Ring der Alt-Ilerren-Verbände der jüdisch, akademischen Verbindungen Österreichs hat dieser neuzugründenden Organisation seine Unterstützung in jeder Hinsicht zugesagt. Die Alt-Herren nachstehender Z. M. V. wer- SchwlinmSest Im Dianabad An Stelle des traditionellen internationalen Schwimmfeste«, das die Hakoah alljährlich durchführt, sieht sich der Schwiramklub veranlaßt, heuer wegen der Sperre seiner Besten einrinternes Meeting zu veranstalten, das Sonntag, den 11. Oktober um 19 Uhr im Dianabad äbgehalten wird. Gerade dadurch hat. die Hakoah Gelegenheit^ zu zeigen, daß ihre Kraft nicht nur im. großen Können einiger weniger liegt, sondern, daß ihre Stärke vor allem in den außerordentlich hohen Durchschnittsleistungen ihrer Mitglieder, vor allem ihrer Jugend hegt. Sonntag werden nicht weniger als 200 meist jugendliche Schwimmer und Schwimmerinnen an den Start gehen, und es ist dafür gesorgt, daß trotz der großen Anzahl von Bewerben das Meeting in knapp zweieinhalb Stunden abgewickelt sein wird. Im Programm sind nicht nur Konkurrenzen in allen Schwimmarten vorgesehen, sondern den Besuchern wird auch Gelegenheit geboten werden, die Hakoah-Springer und Wasserballer zu bewundern. Das Wiener Judentum hat die Haltung der jüdischen Schwimmerinnen anläßlich ihrer Stellungnahme zum Start im Dritten Reich voll zu •würdigen gewußt. Sonntag ist der Tag, an dem es Gelegenheit haben wird, dem Schwimmklub Hakoah durch zahlreichen Besuch dieses Festes für die bewußt jüdische Erziehung seiner Mitglieder zu danken! * Karten sind zum Preise von 50 g (Stehplatz) und 80 g (Sitzplatz) im Sekretariat der Hakoah, I., Wiesingerstraße J8 und am Abend der Veranstaltung im Dianabad zu haben. KIN0PI30GR AM ME Vom 6. bis 12. Oktober KREUZ KINO URAUFFÜHRUNG Dick Foran in .,Der Kampf um die Barbee-Farm" Ab 9. Oktober: Franchot Tone in »Der letzte Gangster“ Beginn. 4. *«H. * sr\ »lti Uln ROTEHTURM Uraufführung Freddie Bartholcmew in Der kleine Lord" Beginn: ‘<«4. 1«6. 1 »8. ‘ *10 KINO TEGETTHOFF im Planetarium am Praterstern Tel. R 41 0-26 Erstu. Alleinaufftihrung für Prater u. Leopoldstadt Shirley Temple in „Der kleine Rebell" In deutscher Sprache. — Jugendliche haben Zutritt Wochenlaf's: > <. iMJhr SonniagB: 2, J',4. ‘/jfi. V,8. '/,J0 Uhi ff ELITE-KINO _ Uraufführung (4. Woche) William Powell, Louise Rainer Myrna Loy in „Der König der Frauen" Bei diesem Film nur 2 Vorstellungen: 4 und 8 Uhr. IMPERIAL-KINO I.. Rotenturmstraße 19 Telephon : U22-1-12 Uraufführung Der groBeKorda-Fllm nach dem Roman vonH. O.Wells .Der Hann, derWunder wirkte* F.cü Astalre, Ginger Rogers in „Die Matrosen kommen" Beginn : ‘/»4. ‘/»6. b«8. */*10 Uhr KINO KERN im Prater Dir. Kern & Perlmann - lelephon K 40-0-40 Erstu. Alleinaufführung für Prater u. Leopoldstadt Ab 9. Oktober SCHÄFFER-K1N0 ff1 VI., Mariahilterstraße 3< Telephon B 20-203 6. bis 8. Oktober Luxuskabine 50 B" Ab 13. Oktober: Shirley Temple in Der kleine Rebell" Begum * ,4. %6, ‘'4b. ‘ *10 Uhr STAFA-KIHO VII.. Mariahilferstraße 120 Telephon B 33-0-68 Uraufführung Der grolle Korda-Fllm nach dem Roman vonH. G.Wells .Der Hann, der Wunder wirkte* Ab 9. Oktober: Fred Aslairay feingar Rogers in „Die Matrosen kommen" Beginn: ‘/24. '/«ti. <. ti Uhr UotivporK-Kino ^T eie p h 0 d” 8-3-96 * Uraufführung Der groBe Korda-Fllm nach dem Roman von H. G.Wells .Der Nann, derWunder wirkte* Ab 9. Oktober: Fred Astalre, Ginger Rogers in „Die Matrosen kommen" Beginn: */*4. ‘/a6. */a8. 9M Prof. Krauß — Rektor der Theologischen Lehranstalt Prof. Dr. Samuel Krauß, der fielt dem Ableben des Rektors Hofrat Schwarz Vorsitzender des Lehrerkollegiums an der Jüdischen Theologischen Lehranstalt in Wien ifit, wurde, von dem Kuratorium zum Rektor ernannt. Prof. Dr. Krauß, einer der bedeutendsten jüdischen Gelehrten der Gegenwart, war vor kurzem anläßlich seines 70. Geburtstage« Gegenstand vielfacher Ehrungen seitens der jüdischen und nichtjüdiechen Gelehrtenwelt. An der Wiener Jüdischen Theologischen Lehranstalt wirkt er seit dreißig Jahren. Anläßlich der Ernennung de« neuen Rektors wurde von dem Kuratorium auch dem Prof. Dr. Viktor Aptowitzer, ebenfalls ein Gelehrter von internationalean Ruf, der Dick Foran in „Der König der Prärie" (Der Kampf um die Barbee-Farm) Wochentues: ft. 7 9 Uhr SonntaßB: 2. */,4, */«<>. ‘/«S. */.I0 Uln KRYSTALL-KINO 11.. Prater, strafte de* t Mai rir. 4ü Telephon R 48-2-75 Uraufführung für den Prater Auf vielseitiges Verlangen die zwei boeten Filme der Saison t). und 10. Oktober „Skandal In Rom" mit Eddie Cantor 11. und 12. Oktober „CARIOCA“ mit Ginger Rogers, Fred Astalre ftocneniafls; 0. 1. b Uhi tonnu. leiert»«: •<,*. ■/,n, '/(l«Uh, LEOPOLDSTÄDTER- VOLKSKINO £Ä'7a Telephon R 49-0-23 Wochentags: ‘/,6, ‘/*8, 74° Uhr Sonntags und Feiertage ab ‘/»4 Uhr Bezugsbedingungen: Monatlich S 1.50, vierteljährlich S* 4.20, ganzjährig S 16.—. Für das Ausland: Deutschland vierteljährlich RM 3.—, Tschechoslowakei vierteljährlich Kö 24.—, Jugoslawien vierteljährlich Dinar 40.—, Polen vierteljährlich Zloty 6.50, Ungarn vierteljährlich Pengö 4.20, Rumänien vierteljährlich Lei 120.—, übriges Ausland vierteljährlich Schweizer Franken 4.50. Postscheck Konti: Österreich Nummer D 113.546, Polen Nr. 191.190, Tschechoslowakei Nr. 500.230, Jugoslawien Nr. 40.879. Redaktion und Administration: Wien, I., Marc- Aurel-Straße 5. Tel.: U 22-3-91. Redaktlonsschluß Montag und Mittwoch vormittags. Eigentümer, Verleger und Herausgeber: Zio nistiöcher Landesverband für Österreich. Wien. 1., Marc-Aurel-Straße 5. — Verantwortlicher Redakteur: Alfred Oswald Rosegg, Wien, I., Marc-Aurel-Straße 5. — Druck: Vernay A. G., Wien, IX., Canisiuegasse 8—10. den ersucht, .am Freitag, den 9. d. M.. pünktlich um 19.30 U.ltr, im neuen Heim des. Ringes der Alt-Herren-Verbändo der jüdisch-akademischen Verbindungen zu erscheinen und die'tunlichst vollständigen Listen der Mitglieder ihrer Alt- IIerren-Verbändo mitzubringen: Giskala, Hyrcania, Massada, Hasmonea, Mattathia, Neltemia, Jordan ko, Awoda, Jeremia, Jung-Juda, Davidia, Haschachar, Barissia, Sicaria, Gamalah, Maccabea-G raz, Maccahoa-Krems, Balföura, Tiiberia, Jedidea, Emunali, Mattathia-Mödling, Nettre Jehuda, Neure Maceabca, Mitteilungen der Isr. Kultusgemeinde Predigten in den Gemeinde- und Bezirkssynagogen am Laubhüttenfeste. Am Schemini Azereth-(BeschIuß-)Fes<e werden in nachbenannten Gemeinde- und Bezirkssynagogen Predigten 'abgehalten, und zwar: Am Mittwoch, den 7. Oktober 1936, Vorabend des Schemini Azereth-(Beschluß )Festes, Beginn des Gottesdienstes 5.20 Uhr abends: IX., Bezirk, Müllnergasse 21: Rabbiner Dr. A. Z. Schwarz; am Donnerstag, den 8. Oktober 1936, Schemini Azereth-(Beschluß-)Fest, Beginn des Gottesdienstes 8 Uhr früh: I.. Seitenstettengas.se 4: Oberrabbiner Dr. I. Taglicht; II., Tempeigasse Nr. 5: Rabbiner Dr. M. Rosenmamr, III., Untere Viaduktgasse 13: Rabbiner Dr. K. Kupfer; V., Siebenbrunnengasse 1a: Rabbiner Dr. M. G. Mehrer; VI., Sehmalzhofgasse 3: Rabbiner Dr. J. Drobinsky; VIII., Neudegget'gasse 12: Rabbiner Dr. M. Baue»'; X.. Humbokltgasso 27; Rabbiner Dr. A. Weiner; XITT., Eitelbergerga.sse 22: Rabbiner Dr. M. Lewin: XV., Turnergasse 22: Dozent. Dr. H. J. Zimmels; XVI., Hubergassn 8: Rabbiner Dr. J. M.: Bach; XVIII., Schopenhauerstraße 39: . Rabbiner Dr. A. Z. Schwarz: XIX., Doltinergasse 3: Rabbiner Dr. A. Frankfurter; XX.,- Tviuckygaisso 11: Rabbiner Dr. B. Murmelstein: XXL, Holzmeistergasse 12: Rabbiner Dr. M. Landau. FILME ~ ~ FÜmfe ohne Arier-Paragraph Luni-Park. — Chikago-Gangster. — Kein Weg zurück. — Singing Kid. — Rosemarie. — Metropolitan. — Bankräuber in U. S. A. — Sie heiratet ihren Chef. — Kaiser Jones. — Die Insel der Haifische, -r- Romeo UmT Julia, t- Liebe vor dem Frühstück. — Der König der Frauen. — Under two Flags. — Der Liebling der Frauen. — Die Botschaft an Gärzia. — Amateur-Gentleman. — Mr. Deeds geht in die Stadt. — Ein Schrei in der Nacht. — Luxuskabine 50 B. — Der kleine Rebell. — Peter Ibbetson. — Schwester Florence. — Fräulein Lilli. — Küß nicht im Kino. — Der chinesische Spürhund. — Taraß-Bulba. — Hel6ne. — Der Kampf um die Barbee-Farm. — Der Mann, der Wunder wirkte. — Der kleine Lord. — Silhouetten. — Die Matrosen kommen. — Der letzte Gangster. Keine Gnade. Keine Gnade ist die Parole der verwegenen amerikanischen Gangster in ihrem erbitterten Kampf gegen die Polizei und „Keine Gnade“ muß auch, so unmenschlich es klingen mag, das Losungswort der Detektive in diesem aufreibenden Kampf sein. Keinen bezeichnenderen Titel konnte daher Regisseur Jame« Flood für seinen neuen in der Unterwelt von New York spielenden Sensationsfilm wählen, als eben „Keine Gnade“. Dieser RK.0- Radio-Film erscheint demnächst in Wien. Der Brand der „Mochado“. Einer der Höhepunkte des neuen Kriminalfilms „Der letzte Gangster“, welchen die Metro-Goldwyn-Mayer Freitag im Opern- und Kreuz-Kino herausbringt, iet der Brand eines Schiffes, bei welchem Gangster ihre Hand im Spiele haben. Die Geschichte dieses Brandes stützt sich auf eine wahre Begebenheit. Die Hauptrollen spielen Franchot Tone, Joseph Calleia, Stuart Erwin uncl Madge Evans. Shakespeare — der modernste Filmautor. In letzter Zeit wurde eine Reihe von Werken William Shakespeares verfilmt, unter andern „ßommernachtstrauin“ „Romeo und Julia“ und zuletzt das Lustspiel „Wie es euch gefällt“, wobei die Hauptrolle des letzteren. Films von Elisabeth Bergner gespielt wird, die ivi dieser Komödie auf den Bühnen Europa« Triumphe gefeiert hat. Die Inszenierung leitete wieder Paul Cziuner. Die Bergner spielt in dem Film eine Verkleidungs- und Hosenrolle, die an ihren unvergeßlichen Stummfilm „Der Geiger von Florenz“ gemahnt. „Wie es euch gefällt“, ein Film der 20th Century . Fox, wird Mitte dieses Monats in Wien erscheinen. Die Matrosen kommen. Ab Freitag, den 9. Oktober, gelangt im Burg-, Imperial-, Stafa- und Votivpark-Kino die lustige Ausstattung«- komödio „Die Matrosen kommen“ zur Uraufführung, die in den Hauptrollen Fred Astaire, den Wundertänzer des amerikanischen Films, und die bezaubernde Ginger Rogers bringt. Freitag: Walter Reischs „Silhouetten“ Ini Apollo, Selten wurde ein Film mit solcher Spannung erwartet wie der vorläufig letzto Wiener Film von Walter Reisch, „Silhouetten“,' der Freitag im Apollo zur Uraufführung gelangt. Es i«t ein Thema . aus dem Leben unserer Tage, die Inszenierung bringt viele Überraschungen und vor. allerp ist die Besetzung sensationell: Waltor Reisch Jigitte den Mut, die Hauptrollen neuen Darstellern .anzuvertrauen: Lisi Handl, die in „Maskerade“ noch eine von 600. war, .in oEpi^ode“ ein kleine« Röllchen hatte (Stubepmädel Sophie) und jetzt als Star hervortritt, Ltilli vpn Hohenberg, die man bisher nur am Theater kannte, Fred Hennings von Burgtheäter, der hier «eine erste Filmrolle spielt. Annio Markart, Lilli Marberg und viele andere. Auch Fritz Imhöff ist hier ganz anders eingesetzt als in seinen sonstigen Filmen. /