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Die Stimme · 1936-09-30 · Heft 584 (30.9.1936) · page 6

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Journal
Die Stimme
Volume
10 (1936-1937)
Issue
Heft 584 (30.9.1936)
Date
1936-09-30
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seit« n Dil tTIMMI Nr. 584 — Wien, Mittwoch, 80. September löfi® Von 0r. E. M. Zweig, Jerusalem Pie Schaffenskraft des Jisehuw ist ungebrochen. AI« ein Beleg mehr hiefür wurde soeben von der Palestine Publishing Co. Ltd. in Tel-Aviv für das neue Jahr 5097 eie vortrefflicher Wandkalender herausgebracht — „während der Unruhen 1936“, wie es im Vorwort bedeutungsvoll heißt. Wohl scheint das Thema., unser Aufbauwerk bildlich darzustellen, vertraut; doch einzigartig bleibt, wie ee der Redakteur J. Cal Es er verstanden hat, den Stoff zu durchgeistigen und das beste, durchwegs originelle Bildmaterial, und zwar in technischer Vollkommenheit, darznbieten. Dieser Gal E s e r hieß übrigens einmal als Mitglied der Wiener Studentenverbindung Ivriah Glaeeer und kam noch vor dem Weltkrieg nach Erez Israel, wo er sich seit Jahren beim Keren Hajessod als Helfer der Propaganda ausgezeichnet bewährt. Schon das Titelblatt des Kalenders mit d#n Jn Reih’ und Glied anmarschierenden ChaJuzxm, strammen Burschen und Mädels, gibt auf den Anschlag zersfcörnngswütiger Feinde die klar Antwort des Jisehuw. Sie wird noch verdeutlicht durch die Illustration zum Vorwort: ein Bübchen plaudert mit dem Gaffir, welcher auf der Mauer seiner Moschawah Posten bezog, getreu der Parole aus Nehemia: „Sie helfen uns in der Na-cht als Wache und am Tage am Werk.“ Und so ist jeder Woche des Jahres — in Iwrith, deutsch und englisch ein tröstlicher Bibelspruch gewidmet, je dazu ein entsprechendes Bild aus dem pulsierenden Leben des palästinensischen Alltags. Wie jungkräftig dringt uns da das alte Schrifttum in Kopf und Herz, und wie erglänzt der Alltag von edelster Patinal In unvergeßlichen Charakterköpfen zeigt der Künstlerphotograph Z. L e r s k i Juden aus Buchara, Marokko und Jemen, die sich mit all den andern zur Einheitsfront des Jisehuw zusammenschließen und das Wort Jesaias’ wahr machen: „Dem Norden >eage ich: gib her! und dem Süden: halte nicht zurück!“ Noch eine Schar ausgezeichneter Phot-ographe®, voran Z. Kluger aus Tel-Aviv, und Gal Es er selbst, teilt eich in den Ruhm, uns Volk und Land recht nahe zu bringen. Wir bewundern die Landschaft — in Stadt und Dorf. Als Symbol Jerusalems reckt sich die Zitadelle mit schlanken Zinnen ins Gewölk, wie damals, als König Salomo seine Liebste besang: „Dein Hals ist wie Davids Turm, mit Brustwehr gebaut.“ Es ist, als riefe der Turm den Getreuen, welohe dort am Gräberfeld des Ölbergs auf den Messias harren, zu, es sei bald an der Zeit, aufzustehen und die Tränen jener Alten zu trocknen, welche an der Westwand des Tempels um die versunkene Größe trauern. Denn schon breitet sich ein Tel-Aviv aus, auf das nicht übel die Verkündung Jesaias’ paßt: „An jenem Tage wird im Lande Juda gesungen — eine große Stadt haben wir.“ Und vom Strande sieht man unsere Chaluzim durch Karawanen — „die Menge der Kamele wird dich bedecken“ — den Sifsif holen, um daraus stets neue Straßen'und Häuser aufzumörteln. Ja, vor unseren Augen ersteht jene Landungsbrüoke, auf welohe, als den künftigen Hafen Tel-Avivs, sich das Prophetenwort beziehen mag: „Des Meeres Menge strömt dir zu, und mächtige Völker kommen heran.“ Daneben wiegt siob im Jarkon ei® Segelboot als Urzelle von Salomos und Hirams wiedergeborener Flotte. Was hier aber erst Plan und Hoffnung ist, in Haifa wurde es bereit« zur Wirklichkeit. Und aus dem schwarzen Rahmen einer Anachoretenhöhle auf dem Karmel blicken wir hinaus auf die helle Ferne der See und auf den wohlumhüteten, von stattlichen Dampfern erfüllten Port. Dann lassen wir uns von dem braven Kalender au« dem Trubel der Städte entführen. Nach dem Emek Jesreel, wo im Morgenroth unsere Jugend durch wogende Blumen zur Arbeit schreitet, nach En Charod, wo die aus Hitlers Kerker geretteten Judenkinder jubelnd Horra tanzen, und weiter hinauf ins Galil bis zum Hulesee. wo sich die bodenständigen Büffel im Schlamme wälzen, noch ahnungslos, daß bald auch hier unsere erstarkte Hand neues Kulturland erschließen wird. Und nun nach Süden zurück, wo durch die Ebene Pflug und Traktor tiefe Furchen ziehen, um den Schnitter mit goldenem Weizen zu lohnen. Die üppigen Orangengärte® und die wimmelnden Hühnerfarmen Sehomron« ziehen an uns vorbei, und schließlich in Judea der Palmenhain von Mikwe Jisrael und das Bergland, wo noch heute die schönsten Trauben glühen. Überall Leben und überall Arbeit. Ob nun hier, wo drei jüdische Zyklopen sich hämmernd um den Amboß der flammenden Schmiede mühen, oder dort, wo wir am Kurdaniteich dem reichen Fischzug beiwohnen, erwartungsfroh, da doch Levifcicus verstattet: „Alles, was Flossen und Schuppen hat im Wasser, in Meeren oder Flüssen, dürft ihr essen.“ „Arbeite und bete!“ Ja, ihr Splitfcerriehter, auch gebetet wird hier zu Lande, und sicher mehr als anderwärts. Nicht nur bei Exoten, wie jenen Bueharen, welche dem Peseacb so würdig ihren Kidduschbecher entgegenheben, sondern auch bei gewöhnlichen Aschkenasen. Da gleich ein Prachtbild aus dem Kibbuz Rodges des Misracbil Jugendliche Olim, frisch .aus Deutschland, beugen eich bei der Morgenandacht, talisumwallt und teffiliinbewehrt, über die heilige Rolle, denn: „Ein Baum des Lebens ist die Lehre denen, so sie erfassen.“ Religiöse und Volksfeste, hier verschmilzt beides zu lebensquellender Einheit. Wie stolz tragen am 15. Schwat unsere Schulkinder die Setzlinge herbei, um die von den arabischen Vettern vernichteten Pflanzungen doppelt, und dreifach zu ersetzen! Und dort in Haifa werden am Nationalfondsfest zu Schwuoth die Erstlingsfrüchte aus Flur und Garten — wie einst, dem Schöpfer zu Lob und Dank — eingebracht. Dort wieder, in Tel-Aviv, tollt der Purim-Aufzug der Adlojadah durch die Straßen. Und allenthalben Ist die Jugend obenauf. Die läßt sich gewiß nicht unterkriegen. Schaut euch nur den lieben Kerl an, der, ins Feld gehockt, sich eins zur Ziehharmonika singt, und dem Psalm die Ehre gibt. „Da füllte eich unser Mund mit Lachen und unsere Zunge mit Jubel!“ Und gar erst auf dem anderen Blatt die Kleinen, die eich bananenlutschend im Gras wälzen, und hier der Säugling, der am Arm der beglückten Mutter nach der Sonne hascht. Doch „mit den Jungen und den Alten!“ Denn auch der Greie noch kommt in Erez zu seinem Recht. So jener, den unser Kalender behaglich auf der Waldbank sitzen läßt, um den nächsten Bus zu erwarten und der dabei über den Possuk aus Jasaia klärt: „Und eine Bahn wird da sein und ein Weg... Befreite werden darauf wandeln.“ (Was die Fonds der Zionistischen Organisation zur Erschließung dieses Weges beigetragen haben und wie diese zehn Millionen Pfund im einzelnen verwendet wurden, liest, man beigehefteten Blättern voll Interesse ab.) Nein, sie werden uns diesen Weg nicht verlegen, nicht mit Schüssen noch Bomben, und auch nicht mit Schlich und Kniff! Da« verspricht uns der Wandkalender pro 5697, und daran wollen wir uns halten. Die kulturelle Entwicklung Palästinas Von Dr, Josua Horowitz Palästina hat in den ersten Epochen seiner Geschichte' keine selbständige Kultur besessen. Palästina lag eingekeilt zwischen den beiden großen Kulturländern der Alten Welt, Babylonien und Ägypten. Auf den Straßen, die, durch Palästina Mndurchgehend, die beiden großen Kulturzentren verbanden, drang auch die fremde Kultur ein. Drei Kulturkreise waren es, unter deren Einfluß Palästina seit ältester Zeit stand: der hetitisebe, der babylonische und der ägyptische. Diese Kulturen sind aber alle einer Wurzel entsprossen; sie haben eine gemeinsame Grundlage an der gemeinsamen altorientalischen Geisteskultur. Dieselbe orientalische Kultur hat sich am Euphrat und am Nil in zwei Hauptstämmen verschieden entwickelt. Den tiefgehenden Einfluß babylonischer Kultur in Kanaan haben die Funde von Teil el Amarna in Ägypten gezeigt. Die im Jahre 1887 dort gefundenen Tontafeln aus dem Staatsarchiv der beiden Pharaonen Amenophis HL und Amenophis TV. beinhalten Briefe kanaanitisoher Kleinfürsten und ägyptischer Statthalter in Kanaan an die pharaonisohe Staatskanzlei. Sie sind in babylonischer und in Keilschrift geschrieben. Auffallend ist es, daß ägyptische Beamte in der Korrespondenz mit dem Pharao sich der babylonischen Sprache bedienten. Man muß also annehmen, daß die babylonische Schrift die allgemein verbreitete Schrift war. Daß diese Sprache und Schrift auch im Gebiete der Hetiter gebräuchlich war, zeigten wieder die Funde von Boghazköi in Kleinasien. Es ist nun klar, daß mit Sprache und Schrift die Gesamtkultur Babyloniens ins Land kam. In der jahrhundertelangen Periode babylonischer Herrschaft hat Syrien in solchem Ausmaß babylonisches Gepräge angenommen, daß dieser Einfluß auch in der Ära ägyptischer Herrschaft nicht aufhöite. Den Einfluß der verschiedenen Kulturen kann man am leichtesten bei den Astartebildern feststellen. Auch aus Elam sind jetzt Kulturemfltisse nachweisbar. Die Keramik des vorderen Orients erhielt aus Elam starke Anregungen, wie die Ausgrabungen in Susa zeigten. Die Ägypter drangen nach Kanaan um 2700 v. Chr. vor. In ihren Feldzügen fuhren sie in ihren Schiffen bis in den „Norden des Landes der Beduinen“. Die Ausgrabungen in Byblos (Dschebel) haben Reste eines ägyptischen Tempels aufgedeckt. Viele Momente legen die Vermutung nahe, daß ein ausgedehnter Verkehr zwischen Ägypten und Syrien bestand, und dieser rege Verkehr brachte es mit sich, daß Palästina viel von der hochentwickelten ägyptischen Kultur annabm. In Gezer und im Süden hat man ägyptische Inschriften und Statuetten, ägyptische Götterbilder und Amulette gefunden. Der ägyptische Einfluß war im Süden stärker als im Norden, was natürlich durch die geographische Lage bedingt ist. Der Einfluß der hetitischen Kultur in Kanaan äußerte sieh in der Metallbearbeitung, Kriegskunst (Kriegswagen) und Baukunst. Manche Motive der religiösen Kunst weisen auf hetitisehes Kulturgut zurück. . < Die Kultur der Kanaaniter hatte bis zu der Zeit, da die Juden in das Westjordan-' land vordrangen, schon eine gewisse Höhe erreicht. Ihre Grundlagen bilden Viehzucht, Ackerbau und Gartenbau. In politischer Beziehung stand das vorisraelitische Kanaan noch auf einer ziemlich tiefen Stufe. Aus den Amarna-Briefen kann man ersehen, daß schlimmste Zerfahrenheit im Lande herrschte. Ein größeres Staatswesen gab es nicht, nur eine Menge kleiner Stadtstaaten unter einem König, die sich fortwährend befehdeten. Diese kleinen Residenz6D waren auch die kulturellen Zentren. Man kann bereits ein hohes Lebensniveau beobachten, und dank der Errungenschaften auf den verschiedensten Gebieten ist das Leben bereits verfeinerter. Auf der berühmten alten Handelsstraße, die vom Euphrat über Damaskus durch das Hügelland zum Karmel und von da der Küste entlang nach Ägypten lief, herrschte lebhafter Verkehr. Die syrischen Erzeugnisse wurden nach Ägypten exportiert, während wieder ägyptische Waren und Kunstgegenstände nach Kanaan kamen. Alle diese Kulturednflüsse vom Norden, Süden und Osten vereinigten sich in Palästina und erhoben sich zu einer ungeahnten Sythesis. Der kulturellen Durchdringung des Landes folgte dann die politische. Eine spezifisch palästinische Kultur hat es in diesen ersten Anfängen nicht gegeben, wie auch die politische Geschichte des Landes durch mannigfache fremde Faktoren bedingt war. Mitten drin liegend zwischen mächtigen Staatengebilden, bildete ja Palästina den Zankapfel der großen vorderasiatischen Staaten. Einerseits der Mittler und die Brücke zwischen diesen Kulturen, wurde anderseits diese Schlüsselstellung Palästina doch verhängnisvoll. Es hatte seine Selbständigkeit nicht zu wahren verstanden und ging dann letzten Endes im Trubel der politischen Ereignisse unter. Die große Bedeutung des Prinzips der Kulturautarkie, besondere für einen kleinen Staat, darf nicht übersehen werden, wenn man auch dieses Prinzip nicht überspannen darf. Palästinas Kultur und Geschichte war von Anfang an von exterritorialen Faktoren abhängig und bestimmt; das war das große Verhängnis. Ist es nicht auch das Verhängnis der Juden der Diaspora? Am 8. November wählen die luden Wiens eine neue Gemeindevertretung jeder Zionist stellt sich bei seiner Sektion oder Im Zentrel-Wahlkomltee zur Wahlerbelt zur Verfügung» Keiner darf passiv bleiben, Jeder muß das Seins zum siea baiftraaen I Ossi Lewin: Die j töM&UükU Ist die Hütte leicht gezhnmert, spärlich nur die Sonne schimmert durch des Dächleins Nadellaub; und beherbergt ihre Gaste zu dem Mahl’ der frohen Feste: Jtid\ sei hoffnungsfroh und glaub7 In der Zukunft nächster Feme seh' ich blinken Zions Sterne durch der „Suka,c Schattenzelt; und des Galuth grauer Himmel, ewig feindliches Gewimmel, hat für immer sich erhellt! Kann das ew'ge Band zerreißen, das uns knüpfet, gottverheißen, an der Väter heiliges Land? Hat der Feind ms wild umwoben, Stürme uns entgegentoben, doch uns führet Gotteshandl Ausgrabung der alten Stadt Mizpa Augenblicklich wurden die Ausgrabungen in Tel-El-Nizba bei Atarot (auf dem Wege von Jerusalem nach Sichern) beendet. Bei diesen Ausgrabungen wurden die Ruinen des alten Mizpa, entdeckt, das in der jüdischen Geschichte aus der Zeit des Propheten Samuel und der Ermordung Gedalias bekannt ist* Die Ausgrabungen begannen 1926, und in der letzten Zeit ist es vor allem gelungen, einen Teil der Stadt freizulegen, der zu der „Periode Israels“ gehört. Jetzt, liegt bereits der Gesamtplan der Stadt vor, so wie sie in der Zeit der Könige von Judäa bis zur Zerstörung des zweiten Tempels bestand. An einigen Stellen wurden ganze Wände in Höhe von einigen Metern gefunden. Ferner wurden Brunnen, verschiedene Arbeitsplätze und eine Färberei mit allen dazu gehörigen Werkzeugen entdeckt. Außerdem wurden Gewichte mit jüdischen Aufschriften und einige Gegenstände mit der Inschrift „Jehad“ (Jehud) gefunden. Diese Aufschrift ist, nach der Heb trahg der Archäologen, in der Zeit der per*!« soheh Herrschaft als Bezeichnung für Palästina. gebraucht worden. Ferner wurde eine ganze Anzahl von irdenen Gefäßen, Münzen usw. außgegraben. Die archäologischen Arbeiten wurden unter Leitung Professor Bades aus Kalifornien durchgeführt* Die meisten ausgegrabenen Gegenstände werden in Palästina bleiben und nur ein kleiner Teil wird nach Kalifornien überführt werden. Ein Jeremias-BuA Franz Werfels Seit vier Monaten arbeitet Franz Werfel a«z einem neuen Roman, der in einer Rahmenhandlung die Laufbahn eines biblischen Propheten behandelt. Ein Zeitgenosse, ein englischer Schriftsteller, erlebt die Zeit des sechsten Jahrhunderts vor Christi Geburt. Auf einer Gesellschaftsreise in Palästina kommt ihm auf dem Tempelplatz in Jerusalem die Inspiration des Propheten Jeremias. Der Engländer, ein Halbjude, erlebt das Leben des jüdischen Propheten wie in einer Vision, und zwar in dem gleichen Augenblick, in dem er, der zur Fallsucht neigt, einen epileptischen Anfall befürchtet. Statt daß ihn nun die heilige Krankheit — wie man die Epilepsie nannte — änflele, überfällt ihn in der gleichen Sekunde, da der Anfall sozusagen fällig war, die Erscheinung des biblischen Propheten und setzt ihn in den Stand, die Lebensgeschichte Jeremias in einem Zug niederzuschreiben. Der Anfall hat sich in diese Manifestation sublimiert und mit der Vollendung seines Werkes empfindet der Engländer auch die Erlösung von der Krankheit und seelisch-geistiger Qual. Mit dem Propheten identisch, schrieb er im Grunde sein eigenes, vor Jahrtausenden gelebtes Leben auf. Denn er selbst ist ein antiker Mensch, der in unserer Zeit wieder auferstanden ist* Der Dichter will sein neues Werk „Der Go 1 d* scheider“ nennen, nach dem Mann, der im Schmelztiogel das Gold vom Erze scheidet. Wir machen unsere geech. Leser auf das Inserat der renommierten Buchhandlung Rath & Cie, U., Taborstraße 20a, besonders aufmerksam. Unsere geschätzten Leser werden auf die jüdische Buchhandlung Hermann Tuchner (siehe Inserat!) besonders aufmerksam ge* macht, wo für alle Lehranstalten sämtliche Schulbücher erhältlich sind. Reichhaltiges Lager antiquarischer Lehrbücher zu sehr ermäßigten Preisen Leihbücherei eröffnet. Gebühr 10 „Groschen pro Tag. Keine Neben« «rebühren! Für Anfragen Tel. R44-4-20.

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