Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 9 (1935-1936)
- Issue
- Heft 554 (9.6.1936)
- Date
- 1936-06-09
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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um Nr. 554 — 9. Juni 1936 DIE STIMME Seite 5 Herzl-Grabgang Der heurige Herzl-Graibganig findet Sonntag, den 14. Juni, statt. Das Polizeipräsidium hat den Grabgang jedoch nur in dom Umfange bewilligt, wie er im Vorjahre stattgef linden hat. Es ist daher das Tragen von Uniformen ausnahmslos verboten. Ebenso ist mit Rücksicht auf das bestehende Ajufmarschverbot der geschlossene Marsch zum Friedhof nicht gestattet. Die Teilnehmer begeben eich in losen Gruppen zum Friedhof durch die Hartäckerstraße zum Vorbeimarsch zum Grab Theodor Herzls. Die Teilnehmer sammeln sich im Raume Hartäckerstraße laut beigeschlossenem Zeitplan. Der Zug setzt sich um präzise 10 Uhr beim Friedhof stör in Bewegung. Nach den Weisungen der Polizei miuß der Grabgang, so wie in den früheren Jahren, in vollkommener Ruhe und Disziplin vor sich gehen. Es wird daher ersucht, während des Grabganges alle Privatunterhaltungen zu vermeiden und stillschweigend zu marschieren. Nach dem Verlassen des Friedhofes müssen die Teilnehmer in losen Gruppen auseinandergehen. Jede Gruppe wird ersucht, aus ihren eigenen Reihen einige Personen zu bestimmen, die für Ordnung und Ruhe der Gruppe zu sorgen haben. Außer diesen Gruppenordnern werden Mitglieder des Sportvereines „Haganah“, die durch weißblauo Armbinden kenntlich sein werden, während der ganzen Zeit des Grabganges den Ordnerdienst versehen und ist den Weisungen derselben unbedingt Folge z u 1 e i s t e n. , Leiter des ganzen Aufmarsches ist Herr Br. F. P i c k h o 1 z, sein Standort ist bis 10 Uhr Hartäckerstraße—Friedhofstor. Den Ordnerdionst am Grabe Herzls leitet Herr Akim Lewit. Zeitplan des Aufmarsches: 9 Uhr bis J410 Uhr: Zionistische akademische (Verbindungen und Vereine, Gesamtverband jüdischer Hochschüler Österreichs, „Judäa“, Landoskoniitee, Präsidium, der Kultusgemeinde, Kultusvorstoher, auswärtige Delegierte, Mitglieder der Delegiertenkonferenz, Keren Hajeseod und Keren Kajemeth. ' - >00 Uhr bis 10 Uhr: Mitglieder der dem Zionistischen Landesverband für Österreich ungegliederten Vereinigungen, Körperschaften und Sonderverbände (Bezirkssektionen, WIZO, .Ortsgruppen und Jugendverbände). 10 Uhr bis VAX Uhr: Radikale Zionisten, Binjan Haarez und Hechaluz. %ii Uhr bis 11 Uhr: Misrachi, Judenstaatspartei, Brlth Hakanaim, Revisionisten, Bettar und sonstige Vereinigungen. »Gebet aus der Tiefe« Unter diesem Titel erschien soeben der neue \Gedichtband des jungen Lyrikers Alfred Werner im Verlüg der Buchhandlung Fritz Sußmann (herausgegeben von der Vereinigung zur Fflege der Kleinkunst „Das blaue Kabarett“). Der Gedichtband enthält zahlreiche aus dem jüdischen Milieu und der jüdischen 'Überlieferung geborene Verse und ist mit Holzschnitten des Malers und Graphikers Hans F. Kraus geschmückt. Weltkongreß jüdischer Frontkämpfer In der Zeit vom 27. Juni biß 4. Juli findet ln Wien der vom „Bund jüdischer Frontsoldaten östcrreiclus“ als Zentralstelle sämtlicher jüdischer Fro n bs old;vt e n o rgan isatio neu der Welt durchzuführende H. Weltkongreß jüdischer Frontkämpfer statt. An diesem Kongreß nehmen die Organisationen folgender Staaten teil: Ägypten, Belgien, Bulgarien, Tschechoslowakei, England, Frankreich, Italien, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, Ungarn, .Vereinigte Staaten von Amerika und Südafrika. Im Rahmen de# Kongresses findet Mittwoch, den 1. Juli, im Großen Mnsikvoreinssaalo ein Festkonzert dos Symphonie Orchesters des Bundes statt, bol wolehern Jaromir Weimhergor sein neuestes Werk, „Hebräische Gesänge44, persönlich leitet. (Welturaufführung.) * Dor Wiener Jüdische Gesangverein wird bei dom großen Festkonzert im Rahmen des Weltkongresses der Jüdischen Frontsoldaten, an dem die Vertreter aller europäischen und einiger überseeischer Staaten anwesend sein werden, zusammen mit dem Orchester des Bundes Jüdischer Frontsoldaten im Großen Musikveremssaal am Mittwoch, den 1. Juli 1936, A9 Uihr abends, mitwirken. Bei diesem Konzort gelangt nebst dem 42. Psalm und einigen anderen kleinen Werken, das Work „Hebräische Symphonie“ von Jaromir Woinborger zur Aufführung, dem berühmten Komponisten, welcher sieh bereit erklärt hat, zu diesem Konzept. nach Wien zu kommen und sein JKierfc persönlich zu dirigieren. Das übrige Programm des Festkonzertes dirigiert Kapellmeister Dr. Kurt P a h 1 e n. Proben finden jeden Dienstag, um 7 Uhr abends, ira Konzorthaus (Holländer-Saal) statt. Letzte Aufnahme 16. Juni 1936, SalsoHseMü|5 in du Hc&kezs&cetßt Die jüdischen Künstler der Siegler-Truppe verlassen Wien. Diese Woche geben sie ihre Abschiedsvorstellungen, dann begeben sie sich auf eine Tournee und nachher auf Urlaub. Ob sie nach Wien zurückkommen, steht noch nicht fest. Es wäre ein ernster und bedauerlicher Verlust, wenn wir Sevilla Pastor und ihre Kollegen im Herbst nicht wiedersähen. Man muß hoffen, daß eine gewisse Verstimmung, die im Lauf der Saison bei ihnen Platz gegriffen hat, während des Sommers, wenn sie sich amgeruht und ihre Nerven entspannt haben, doch wieder weicht und daß sie zu uns zurückkommen. Die Verstimmung ist, das muß man zugeben, nicht unberechtigt, das Publikum der Künstlerspiele ist nicht so, wie wahre Künstler und — wir fügen es gleich hinzu — wie auch wir es haben möchten. Dieses Publikum verlangt Konzessionen, zu denen sich der echte Künstler und der echte jüdische Künstler nur schwer entschließt. Es will sich mehr mit der Posse und der Grimasse als mit der Kunst unterhalten lassen. Es kommen dabei geradezu peinliche Dinge heraus. Stücke, wie etwa „Scha, scha, der Rebbe fuhrt“ dürften nie gegeben werden. Sie sind kompromittierend für die Künstler -— und für das Publikum. Gerade mit einem Ensemble, wie es das Sieglersche ist, dürfte man keine Konzessionsprogramme machen. Es hat, wenn es einmal seinen eigenen künstlerischen Willen richtig durchsetzen konnte, gezeigt, daß es mit der Kunst einem verständigen Publikum ungeheuer viel m bieten imstande wäre. Da waren die zwei Revuen von A. Meiseis „Ohne Zertifikat nach Palästina“ und „Hallo, hallo, Mer Radio Jerusalem“, die wirklich nicht nur Kunst im höheren Sinn, sondern auch die Unterhaltung boten, die man dem 'Publikum ja gar nicht vorenthalten will. Unvergeßlich bleiben auch die Leistungen der Siegler-Truppe m dem Drama „Urke Nechalnik“. Gegen Schluß der Saison zeigten sie noch mit „Skotzl kimmt“, daß sie es in cdlermodernster Literatur, die cm Pirandetto und „Dreigroschenoper“ heranreicht, mit den besten Theatern auch im internationalen Maßstab aufnehmen können. Aber „Urke Nachalnik“ mußte nach zwei oder drei Aufführungen wieder abgesetzt werden, um eben jenem Stück „Scha, scha, der Rebbe fuhrt“ den Platz zu räumen. Mit „Skotzl kimmt“ wagten sie überhaupt von vornherein nur zweimal zu kommen. Sie haben Veranlassung zur Klage, das sieht fest. Aber das heißt noch nicht, daß sie auch dds Reckt haben, Wien einfach den Rücken zu kehren. Das Theater hat auch Erziehungsarbeit zu leisten und, Erziehungsarbeit gelingt nicht von heute auf morgen. Mit den zwei Revuen, die ihre künstlerischen Ambitionen befriedigen körnten, haben die jüdischen Schauspieler doch auch den großen Publikiimserfolg gehabt. Auch andere Stücke, die sie nicht ungern gespielt haben, haben Anklang gefunden. Sie sollen nur ruhig zurückkommen, dm Wiener Publikum ist crziehungsfählg. Man wird sich vor allem überlegen müssen, ob man, statt dem Geschmack eines recht engen Stammpublikums Konzessionen zu machen, nicht den Versuch machen soll, durch konzessianslose Kunst ein breiteres Publikum heranzuziehm. Das wäre die loirkliehe Lösung und es liegt kein Grund zu der Annahme vor, daß diese Lösung. unmöglich wäre. Wir erwarten die Siegler-Truppe doch bestimmt wieder im Herbst in Wien. Es wird schon gehen. —- ri —• Jüdische Kulturstelle I., Franz-Josefs-Kal 3, R 28-2-36. In dor Jtidisohen Kunststelie (an die österreichische Runststelle angeechloßsen), I„ Franz- Josofs-Kai 8, R 28-2-36, erhalten die Mitglieder Karten für alle Bundes- und Privattheater sowie Konzerte zu ermäßigten Preisen. Neuointretonde sind zum Bezug der Kunststellonkarten bis zum Jahresende berechtigt. Die Zionistische Sektion undWIZO-Prater sprechen Herrn und Frau Dr. Nachman Frey anläßlioh deß Ablebens ihres Onkels Direktor David Melon ihr herzlichstes ßoilcid aus. Jüdisches Kulturtheater I., Framz-Josefs-Kal 3, R 28-2-36. Donnerstag, 11. Juni, 17 Uhr, Nachmittagsvorstellung bei kleinen Preisen: „Die Grenze“. Spenden für die «Aktion „Rettet die Jugend" Herr Dr. Leo Kurzberg antwortet auf die Aufforderung des Herrn Dr. Goldstern mit S 3.— und lädt zu Spenden, ein: Ludwig Eisner; S. H. Goldstein; Josef Jolles; Wilhelm Otto; Jakob Ocbshorn; Guido Sohönhof. Herr Norbert Robinsohn antwortet auf die Aufforderung des Herrn Dollinger mit 5 8.— und lädt zu Spenden ein: Schiko Torczyner; Heinz Dresdner; Ba.ruoh Friedländer; Bernhard Robinsohn; Ing. Max Habermann; cancl. Ing. Erich Frisch; Fritz Deutscher; Kurt Rosenblatt. Herr Hermann Tb.au antwortet auf die Aufforderung des Herrn Max Hübler mit S 3.— und lädt zu Spenden ein: Josef Samuel; Michael Landwirth; Josef Bernstein; Sigmund Zelinger; Leo Just; Markus Deresiewicz. Agdern Oskar 5.—; Brüder Bänder 5.—; J. Buxhauim 5,—; Mark. Bronner 2.—; Dr. Samuel Berger 5.—; Dr. Gustav Baur 6.—; Rudolf Böhmer 5.—; Leopold Drill 5.—; Dr. Deutsch 5.—; Bernhard Dollinger 3.—; Dr. Fritz Donath 5,—; Wilhelm Dietzl 5.—; P. Eichenwald 5.—; Eisinger A. 2.—; Dr. B. Ebner 2.50; H. Edlitiz 3.—; A Friedmann 5.—: Dr. Martin Freud 3.—; Hans Feßler 20.—; Dr. A. Fleoischmann 5.—; Ing. W. Fimgerhut 3.—; Dr. Paul Gewürz 5.—; Dr. Adolf Gero 5.—; J. Goldfinger 3.-—; Siegfried Glück 1.—; Leopold Goldner 5.—; Hasz 6 Co. 5.—; Brüder Hausmann 3.—: Dr. J, Handl 2. -—; Stella Hochstimm 5.—; Dr. Manfred Himmer 5.-—; Dr. Heinrich Hammer 5.—; Josef Hohenberg 5.—; Paul Herrmiann 3.—; Feinwascbamstalt Habsburg 2.—; Dr, Nathan Korn 3. —; Direktor E. Kleimmann 5.—; Dr. Emil Krasny 4.—; Kultusgemeinde St. Pölten. 20.—; Kultusgemeinde Klagenfurt 5.—; Frau Direktor Rroo 2.—; Samuel Kenniisoh 3.—; Ing. Geza Katz 5.—; Da-. L. Kurzberg 3.—; Alfred Kraushaar 1.—; Richard Kohn 2.—; Max Koppe 5.—; Ing. Kirsch bäum 3.—; Samuel Landau 4.—: Oskar Lichtenberg 2.—; Mag. Ig. Landau 3.—; T. Lederer 3.—; Arnold Löwy 1.—; Moses Lehr 2.—; Mendel & Schönaich 5.—; Erwin Morbach 5.—; Mandl Otto 3.—; Dr, Philipp Menzel 8.—; Ing. Karl Meisl 10.—; Dir, N. Moniee 2.—; Dr. Eg. Melder 5.—^ M. Morgenstern 5.—; M. Marian 2.—; Ing. M. Mühlbauer 5.—; Adolf Markus 5.—; Dr. Felix Omstein 3.—; SLegfr. Ochsenhorn 3.—; Dr. Arthur Polaczek 2.—; Oslos Preminger 2.—; Oskar Preminger 2. —-; Paul Präger 5.—; Ignatz Römer 4.—; Dr. D. Rumstein 2.—; Paul Riemer 4.—; Dir. L. Recht 2_; Dr. J. Reich 3.—; N. Robinsohn 3. —; Rokach Lasar 5.—; Marek Spitzmann 3.—;. Schuhhaus Salza 3.—; Schwarz Hermann 3.—: Markus Schlaffer 5.—; Rieh, Schwarz 5.—; Straseer Emmerich 2,—; Dr. B. Sterasebuß 5.—; David Steigmann 2.—; Ing. Eng. Sternschuß 5.—; Dr. Phöbus Tuttmann 5.—; Joachim Tennenbaum 2.—; Dr. Walter Werner 3.—; Siegmund Werner 10.—; S. Weiß 2—; Oskar Weizmann 5.—; Rudolf Weiner 5,—; Leo Weinreb 5 .—. WIZO, I., Schottenriisg 2§ Sprechstunden während der Sommermonate: Sekretariat: Dienstag und Freitag von 10 bis 11 Uhr vormittags. Präsidium: Montag und Donnerstag von VA bis A6 Uhr. Zionistischer Veranstaltungskalender Dienstag, 9. Juni 1936: 2. Bez.: Brith Zion, Prater, Stuwerstraße 1, A9 Uhr abends: Heimabend mit Referat.’ Es spricht Elias Rubin: „Diesseits und jonseibs dos Ghettos.“ 3. Bez.: Sektion und WIZO HI, Wiener Ringcafö, Stubenring 18, %9 Uhr abends: Vereinsabend. 4. Bez.: Brith Zion IV/V, Hauslobgasso 2, 8 Uhr abends: Heimabend. Mittwoch, 10. Juni 1936: 1. Bez.: WIZO H, Sohottenring 25, 8 Uhr abends: Gesellige Zusammenkunft. 1. Bez.: Baalök-Mikzooh, I., Marc-Aurelstraße 5, 8 Uhr abends: Zusammenkunft der Mitglieder. Anschließend: Referat über die Ereignissö in Palästina, 1. Bez.: Sektion und WIZO IV/V, Jüdisches Kulturtheater, Franz-Josefs-Kal 3, %9 Uhr abends; Wiedorholung der Aufführung dos Schauspieles „Die Grenz e“. 6. Bez.: Brith Zion. Klub junger Zionisten, VI., Loquaiplatz 11, 8 Uhr abends; Heimabend. 9. Bez.: Brith Zion VIII/IX, Währingerstraße 6—8, 8 Uhr abends: Heim- und Vortragsabend, 9. Bez.: Sektion VIII/IX, Uhr abends: Chug Ivri unter Leitung Prof. Kestenbaum: „Sifruth ohadaschah-tkufah“, Band XI. 10. Bez.: Sektion X, Pernerstorfergasso 25, A9 Uhr abends: Erwin Rotter: „Der allgemeine Zionismus und seine Juge n d“. 12. Bez.: Sektion XU, Meierei Silier, Hetzendorf, Schönbrunner Allee 66, lA0 Uhr abends: Prof. Dr. Wilhelm St ei n; „D ie Juden i m neuen Europ a“. Donnerstag, 11. Juni 1936; 1 2. llez.: Sektion und WIZO, S.‘uw erst ruße 1, 9 Uhr abends: Dr. A. Groß: „Unsere Antwort.“ | Zionistische Sektion VliVIL und WIZO. VI, I Loquaiplatz 11: Gedenkfeier für Nahum So/mh I low (anläßlich schloschim). Gedenkrede: Dn&* ior Chajm Tartakower. 18. Bez.: Brith Zion XVIII., Weimarerstraße Nr, 7, 8 Uhr abends: Heimabend. Sektion und WIZO Prater, II«, Stuwerstraße 1 Aus technischen Gründen wurde der Lieder und Arienairend für Dienstag, den 23. Juni 1936 verschoben. Mitwirkend: Igo Guttmann* Opernsänger, Berlin. Flügel: Dr. Ernst Müller.* — Programm: Brüll: Sechse, sieben oder acht. Thomas: Arie aus „Mignon“. Meyerbeer: Arie aus „Hugenotten“. Üuttmann: Wschomru bno jisroei. Bizet: Duett au3 „Carmen“; Arie aus „Lakme“. Halevy: Arie ans „Jüdin“. Samborsky: Sohir Haemek, Duett. Sait-Saens: Rezitar tiv und Arie aus „Samson und Dalila“. Lied, aus „Veilchen von Montmartre. Korngold: Lied. Lehar: Wolgalied aus „Zarewitsch“. Das Gartenfest des Akademischen Vereines jüdischer Mediziner, das infolge schlechten Wetters am 23. Mai verschoben wurde, findet nunmehr endgültig bei jedem Wetter am Samstag, den 18. d., im Kasino Zögernitz, . XIX„- Döblinger Hauptstraße 76, statt. Mitternachtsakademie! Jazz: Elite-ICiddies! Die .gelösten Karben behalten ihre Gültigkeit. Todesfall. BimdesMir erstell vertuet er cles „Bund jüdischer Frontsoldaten Österreichs“, Dipl.-Kaufmann Ernst St i a 6 s n y, hat durch das Ableben 6 ein er Mutter, Frau The-: reee Stiassny, einen schweren Verlust erlitten. Das Leichenbegängnis hat am 4. Juni stattgefunden. Die Legitimistischen jüdischen Frontkämpfer, im „Eisernen Ring“ veranstalten am Mittwoch, den 10. Juni d. J„ pünktlich A9 Uhr abends* im Saale des 2. Kaffeehauses, Prater, Hauptallee 9, einen Kameradschafbsabend unter der Devise „Ernstes und Heiteres“. Auftreten erst-* klassiger Kunstkräfte. Regiebeitrag 50 Gro-* sehen. Maimonides-Institut. Vorlesungen im Sonn mensemester 1936: Jeden Montag, Rabbiner Dr. M. Bauer, von 6 bis 7 Uhr: En Jakob; von. 7 bis 8 Uhr: „Llckarim“. Jeden Dienstag, Doktor. S. Rappaporfc, von 6 bis 7 Uhr: Midrasch; von 7 bis 8 Uhr; Aus Geschichte und Literatur, Jeden Mittwoch, Rabbiner Dr. Zickier, von 6 bis 7 Uhr: Talmud; von 7 bis 8 Uhr: Jad Chasaka. Jeden Donneresbag, Rabbiner Doktor A. Kaminka, von 6 bis 7 Uhr: I. Buch Samuel; von 7 bis 8 Uhr: More Nebuchim. Jeden Sams* tag, von 4 bi® 5 Uhr, Rabbiner Dr. A. ICiaminka: Spreche der Väter. Todesfälle vom 28. Mai bis 5. Juni 1936t Hausner ICathi (83), Kirschen Leo (63), Gold-* blatt Ernestine (59), Eisler Anton (76), Spitzer Adele (69), Winkler Oskar (36), Saphier Leo (36), Kohn Moriz (86), Kranz Lazar (60), Ivorst Robert (58), Rein' Gittel (73), Neumann Desider (48), Unger Bertha (83), Kläger Emil, Professor, Redakteur und Gerichtssaalrubrikreferent der „Neuen Freien Presse“ (55), Sperber Sigmund (59), Thieber Jacques (51), Pfeffer Fanny (69), Klein Hermann (75), Sohlapobersky Rosa (60), Marmorstein Hermann (66), Faltitschek Amalie (79), Stiassny Therese (72), Kranz Josefine (83). Kreisler Sofie (69), Merksamer Sophie (72), Münzer David, Fabrikant (75), Schwarz Adolf (84), Fiscklor, Dr. Sigmund, Rechtsanwalt (77), Melon David, Direktor des „Phönix“ (69), Kbuner Therese (58), Hirschler Julie (86), Mandl Regine (63), Grätzer, Dr. Theodor, Rechtsanwalt (56), Jokl Fanny (86), Halm Leopold (52), Eichen, Dr. Adolf, Rechtsanwalt (73), Braver Elka (55), Kosenotz Isak (75), Winkler Mendel, Magister. JÜDISCHER SPORT ———————■WBCTUUIlMIMIH'ip "1 Das PStngstmeeting des W. A. C« Das Pfingstmeeting des W. A. C. war die erste größere Veranstaltung des Jahres, bei der. die Athloten der Hakoah auf die ernte österreichische Klasse trafen. Dieses Zusammentreffeu war um so interessanter, als fast allo österreichischen Spitzenkönner unter dom Olympiatrainer Bruce, die Hnkonimer aber unter ihrem eigenen Trainer Bierbrauer arbeiten, und man auf das Ergebnis dor beiden Trainingsmethoden außerordentlich geepan nt war. - Mit so großen und so überzougenden Erfolgen der Schützlinge Bierbrauers hatte eigentlich niemand gerechnet. Seine Leute gingen in sechs Bewerben an den Start und errangen drei erste, einen dritten und zwei vierte Plätze. Das Meeting begann mit dom 100-Meter- Laufen, wo sich Präger mit oiner Voriaufzeit von 11.2 ins Finale durchkämpfte, dort wurde er zwar nur Vierter, doch lief er immerhin glatt 11 Sekunden. Über 100 Meter für Damen war Gretl Neumann ihren Gegnerinnen um eine Klasse überlegen, sie lief ihnen mühelos auf und davon und erzielte sogar mit 12.7 einen neuen Hakoah- und Makkabi-Weltrokord. Die 400 Meter brachten ein Duell zwischon König und dem österreichischen Meister Gudenus, der augenblicklich in Berlin traimorÜ und nach Wien gekommen war, um König zu schlagen. Er lief auch ein tapferes Rennen und lag nach 300 Metor noch immer knapp vor dem h 'w .:",v" ' ’ .. ..^miiiTni’'ii i'' ' iitrtr’llfiiiiaiiiiifiiiir^^-«***» k jj t 1