Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 9 (1935-1936)
- Issue
- Heft 535 (27.3.1936)
- Date
- 1936-03-27
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/3053752-3054243-3054291--5778-3061551- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
titai 6 DIC STIMM! wp. sw — st. m* fern Oe«terreidier im Keren Kajemeth Der jüdische Nationalfonds, Keren Kaje meth, hat in diesem Jahre das 35. Jahr seit seiner Gründung gefeiert. Das kann viel leicht Anlaß sein, den Anteil Österreich! scher Juden an seiner Arbeit, rückschauend, »u betrachten. Die Idee des Keren Ka.jemefth stammt bekanntlich von dem russischen Juden Pro fessor Hermann S c h a p 1 r a. Das Ver dienst, die grundsätzlichen Schwierigkeiten seiner endlichen Begründung überwunden m haben, gebührt schon dem Österreicher Johann Kremenezky. Kremenezky, der übrigen Welt als Techniker und als einer der Gründer der modernen Beleuohtungs Industrie bekannt, ist für uns der Mann, der sein ideales Lebensziel im Keren Kajemeth sah. Er begann mit dem kleinsten Sammel mittel, der Marke, und konnte vor seinem Tode noch den Keren Kajemeth als den Besitzer von nahezu 400.000 Dunam Volks boden in Erez Israel sehen. Der nächste Österreicher ißt dann Theodor H e r z 1 selbst, der seine ganze organisato rische Kraft und Begabung neben seiner politischen Arbeit an das Erstehen des Keren Kajemeth wandte. Oberfinanzrat Hugo Benedikt war der erste Sekretär des Keren Kajemeth. Dr. Egon Zweig, zunächst Präsident des österreichischen Keren Kajemeth, war dann Sekretär des Hauptbüros im Haag und bewerkstelligte dessen Übertragung nach Jerusalem. Er sorgt insbesondere für die Versicherungsabteilung des KKL. Er ist allen Mitarbeiter des KKL. durch seine außer ordentliche Präzision bekannt und durch seine Bereitwilligkeit, auf jede vorgetragene Idee einzugehen und sie aufs genaueste zu prüfen. Er sprach auf der letzten Wiener Landeskonferenz des KKL. den Satz: „Von unten her müssen die Anregungen für das Neue kommen und die oberen Instanzen haben sie zu prüfen und durehzuführen.“ Dem Wiener Publikum ist er als seinerzeitiger Obmann des innerösterreiohisobön Distriktskomiftees und als gerne gehörter Redner bekannt. Präsident des österreichischen Keren Kajemeth ist Adolf Böhm, lange Zeit auch Mitglied des Direktoriums in Jerusalem, ehe er seinen Platz freiwillig abgab. Böhm ist nicht nur der Theoretiker und Historiker des Zionismus überhaupt — eben erschien der erste Band seiner Neubearbeitung seiner „Geschichte des Zionismus“ —, er hat auch als erster die Geschichte des KKL. geschrieben. Seiner profunden Kenntnis aller zionistischen Dinge und der Beherrschung aller Hilfswissenschaften, seien sie rechtlicher, Ökonomischer, soziologischer oder ideologischer Natur, entsprang neben dem ganzen praktischen und literarischen Werk der konstruktive Vorschlag des „zentralen Bodeneinkaufs“, der leider noch immer nicht voll verwirklicht ist. Dr. Chaim Tartakower ist seit Beginn 1922 Leiter der Wiener Sammelstelle des KKL. Neben seiner unermüdlichen Tagesarbeit fand er Zeit zu einer ansehnlichen konstruktiven Arbeit, die auf vielen Gebieten des KKL. richtunggebend geworden ist. Von ihm stammt vor allem die Idee der gjtllllllllllllll!llll||!!|!|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||i|||i||||||||||||||||||||||||H|||||||||||||||!l||||!|||t|||l£ Die Halle des Sonnen-Tagesheims für jüdische Kinder in d-er Rauscherstraße. Selbstkontingentierung. Nicht nur die einzelnen Gruppen Übernehmen Aufbringungskontingente, sondern auch die einzelnen Mitglieder der zionistischen Gruppen und sonstigen Freunde des KKL. Er zog die Erwachsenen zur Mitarbeit heran. In Österreich bringen die Selbstkontingentier schon ein Drittel aller Spenden auf. Als nächstes ßohuf er, wenn wir nicht irren erstmalig, einen Begünstigungsvertrag mit der Versicherungsgesellschaft „Phönix“, der Dr. Jakob Ehrlich und Frau laden zu der am Samstag, den 4. April 1936 vormittags im Stadt- Tempel (Seitenstettengasse) stattfindenden Bar - Mizwah ihres Sohnes Paul ein (Statt besonderen Anzeigen) diesen Erfolg glauben müsse. Wir Juden aber j~* o.'.VTiT brauchen den Optimismus heute nötiger denn Seminar“. dann auf die ganze Welt ausgedehnt wurde | jn Sß]-nen Weit.pren Ausführunp-pn vp.rsiip.hte 2. Bez.: Sektion und WIZO Prater, Stuwer- , , T.„T ... ,. _. ,, je. In seinen weiteren Ausführungen versuchte und dem KKL. bisher an die 66.000 Pfund j der Vortragende eine Brücke zu finden zwibrachte. Dr. Tartakower hat die zielbewußte! sehen der wehrhaften Einstellung des jüdischen Beeinflussung der Jugend eingeführt und er Couleurstudenten und der des sportlich sich betätigenden Akademikers. Vielleicht wäre eine hat die „WIZO“ unmittelbar nach ihrer Begründung in Österreich zu einem wertvollen Mitarbeiter des KKL. gemacht. Ferner hat Reorganisation der Korporationen durch Hinzufügung des sportlichen Momentes möglich. Unter anderen hatten sich zu diesem Vorer systematisch durchgeführt: die 10%ige' eiP£eflLn(?e*1: Staatsrat Kultuspräsident ., ,, , ° , Dr. Desider Fnedmann und Gattin, Kultusvor- Abgabe von Veranstaltungseinnahmen und steher Ing. Buchbinder, der Vizepräsident des den Grundsatz „alle Ehrungen durch den österr. Makkabikreises Baurat Ing. Deutsch, so- Keren Kajemeth“ (Eintragungen in Gold-* 1 2 * 4 * 6 die meisten Wiener Teilnehmer an den und Silberbuch) Er ha<.auch^als erster die hafte!””’ ** Idee „Stiftungen durch den KKL.“ im Leben realisiert. Gerade in diesen Tagen ist die, PÄ ■ i ■ a Kremenezky-Stiftung perfekt geworden. R®Sl3MI*3Hl BlIlCSl Dr. Siegfried P1 a s c h k e 8, der Orgamij sator der jüdischen Ärzteschaft Österreichs, hat die Idee des „Silberbuchea“, eines kleineren Bruders des „Goldenen Buches“ gebracht, die bis heute 400 Eintragungen ergab. Ferner hat er gleichzeitig und unabhängig vom Hauptbüro des KKL. die Idee zum neuen „Sefer Hajeled“, zum Buche des Kindes, gehabt. Er. arbeitet zur Zeit an einem neuen Sammelmittel. Zum Schluß sei noch eine Persönlichkeit Nr. 6—8 (Eingang Hörig. 2), ^9 Uhr abendsi Saul-Tschernicnowsky-Abend. Es spricht Schlome Auerbach. 17. Bez.: Sektion und WIZO XVIIXVII, Frauengasse 9, H9 Uhr abends: Eröffnung des neuen Heimes. Programm: Begrüßung der er« schienenen Ehrengäste durch den Obmann der Sektion Heinrich löwy. Anbringungt der, Mesusah durch Rabbiner Prof. Dr. Bach. ,,Mah towuh“, gesungen van Oberkantor K o* g a n unter Mitwirkung des Tempelchors XVL Festrede gehalten von Dr. Oskar Grün» bäum, Präsident des Zionistischen Landes• verbandes für Österreich. Rezitation: Dr. Max Präger. Montag, 30. März. I. Bez.: WIZO I, Schottenring 25, Uhr abends, Dr. Tulo N u s s e n b 1 a 11: „Neue Ergebnisse der Herzl-Forschung. 1. Bez.: Verband Jüdischer Ingenieure und Techniker für den Aufbau Palästinas, Kohlmessergasse 4, 8 Uhr abends: Vereins- und Vortragsabend. 2. Bez.: Sektion und WIZO Prater, Stuwerstraße 1, 349 Uhr abends: Lichtbildervortrag. Dr. K. Schieber: „Palästina von gestern und heute“. 4. Bez.: Sektion und WIZO IV/V, Hauslabgasse 2, 7 Uhr abends: Ausschußsitzung der WIZO und Zusammenkunft der Mitglieder. — 149 Uhr abends, Vortrag Prof. Dr. Leo Menczer: „Der Zionismus in der Nachkriegszeit“. — 9 Uhr abends: Ausechußsitzung der Sektion. 6. Bez.: WIZO VIIVII, Cafe Helenenhof, 8 Uhr abends, Frau Dr. Ilenni Lichtenstein: „Die Aufgaben der WIZO“. 12. Bez.: Sektion Meidling, Sechshauser straßc Nr. 52, Y39 Uhr abends, Dr. Margulies: „Die nationale Bedeutung des Purim und des Pe ssac h“. 20. Bez.: Sektion Zwischenbrücken, Engerthstraße 81, 149 Uhr abends: Generalversammlung. Tagesordnung, Dr. F. P i c k h o 1 z: „Die gegenwärtigen zionistischen Probleme“, Bericht des Obmannes der Sektion. Neuwahlen. Eventuelles. Dienstag, 31. März. 1. Bez.: WIZO I, Schottenring 25, 147 Uhr abends, Dr. Michael Steinberg: „Zionistisches ■W3 Bestrenommierte Küche Reichhaltige Menüs ä S 1*90 u.2'60 H.,Hammerpurgstal!gasse3 (nächst Salztorbrücke) Zionistischer Veranstaltungskalender Freitag, 27. März. 2. Bez.: Sektion und WIZO Prater, Stuwer- ... , , , . . . .. , Straße 1, 8 Uhr abends: Onegg Sabbath. Vor genannt, die weder direkt dem zionistischen j trag a Horrowitz: „Dichter Mordechai Gott- Kreis, noch der Bewegung des KKL. ange- fried“. Rezitationen über Bialik: Prof. Weinhörfc und doch ira Begriff ist, eine ganz große stein. Liturgische Gesänge. Il wenn sie durch den Genuß von § 1 SH EM EN-OLIVENÖL 1 Ü verhindert werden können § I Daher benützet zu Pessach feinstes I 1SHEMEN-OLIVENOL I I nosb “To nt m j»wS §j in Vii 7># 7i> 27j, 5 u. 25-KilO’Po<fcungcn § 1 Shemen-Salat-, Kochu. Speiseöle | | Shemen-Tolletteu. Haushaltseifen ( | Shemen-OlivenOl-Zahnpasta u.Zatinselfen ( § Verlangen und beziehen Sie durch f | - Ihre Einkaufsquelle (Delikatessenf § geschähe und Parfümerien) | i Generalvertretung für Österreich : 1 (S. RABINOWITSCH | I Wien, II., Zirkusgasse 10 (Tel. R 48-7-38) I fiiiiiiiiii!i:iii!iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii!iiiiii|iniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiininiini!iiiiiiiii)iiiiiiiiiiiiii Leistung für den nationalen Bodenerwerb zu erbringen. Es ist dies Hauptmann Siegmund von Friedmann, Führer des Bundes jtidi scher Frontkämpfer und Präsident des Weltverbandes jüdischer Frontkämpfer, dem etwa 400.000 Mitglieder angehören. Der Weltverband will in Erez Israel das „Dorf der 12.000“ errichten und damit erstmalig und in großzügiger Weise dem Grundsatz ins Leben helfen, daß künftig jüdische Tote durch einen Grab stein auf dem Grab und durch einen Baustein in.Erez Israel geehrt werden sollen. Dr. Max Seidmann. Ring der Alt-Herren-Verbände der zionistischen Verbindungen Am Montag, den 16. März 1. J„ hielt Dr. Moriz H a r n i k einen interessanten Vortrag über die H. Makkabi-Winterspiele in Banska- Bystrica, an denen der Vortragende und seine Gattin aktiv teilgenommen hatten. Dr. Harnik wies darauf hin, daß die sportliche Betätigung nicht nur vom medizinischen, sondern auch vor allem vom psychologischen Standpunkt für die jüdische Jugend von ungeheurer Bedeutung sei, denn sie erziehe den Menfichen zum Optimisten, der — um Erfolg zu haben — auch an 2. Bez.: Sektion II, Praterstraße 13, gemein sam mit der Jugendorganisation „Akibah“, punkt 8 Uhr abends: Onegg Sabbath unter Leitung des Herrn Dr. Chaim Tartakower. Gäste herzlich willkommen! 4. Bez.: Sektion IV/V, Hauslabgasse 2, halb 9 Uhr abends: Onegg Sabbath. Vortrag Rab biner Dr. Mehrer und kantonale Gesänge. 6. Bez.: Sektion und WIZO VI/VII, Loquaiplatz 11, 8 Uhr abends: Onegg Sabbath. 10. Bez.: Sektion X, Pernerstorfergasse 25, 8 Uhr abends: Onegg Sabbath. 20. Bez.: Sektion und WIZO XX, Jägerstraße 30: Onegg Sabbath. Samstag, 28. März. 1. Bez.: Verein der Zion. Gehörlosen, I„ Marc-Aurel-Straße5, 7Uhr abends: Generalversammlung. 1. Bez.: WIZO, I, Schottenring 25, 6 Uhr abends: Onegg Sabbath. Frau Dr. Luiso Farc h y: „Die Bibel“ 2. Bez.: WIZO Prater, Stuwerstr. 1, 4 Uhr nachmittags: Kiuder-Onegg-Sabbath. 4. Bez.: Sektion IV/V, Hauslabg. 2, 8 Uhr abends: Bridgeabend. 6. Bez.: Klub Junger Zionisten, Loquaipl. 11, 349 Uhr abends: Tanzunterhaltung unter der Devise „Eröffnung des Vergnügungspavillonß auf der Levante-Messe“. Erstklassige Jazz. Überraschungen. Kostüme erwünscht. 9. Bez.: Sektion VIII/IX, Währingerstraße s.traße 1, 349 Uhr abends, Kultuevorsteher Dr. Isidor Klaber: ,3echt der Jugend und Pflicht der Eltern“. 3. Bez.: Sektion und WIZO HI. Wiener Ringcafe, Stubenring 18, 349 Uhr abends, Direktor Georg Bischof f: „Engländer und Jude n“. 4. Bez.: Jugendgruppe der Sektion IV/V, Hauslabgasse 2, 8 Uhr abends: Vereins- und Vortragsabend. 12. Bez.: Sektion und WIZO Meidling, Gasthaus Eisen, Schönbrunnerstraße 186 (Eingang Kobingergasse), Y,9 Uhr abends: Große Ker e n-K ajemet h-W erbeversammlung. Es sprechen die Herren: Dr. Eduard Bloch, Dr. Oskar Grün bau m, Präsident des Zionist. Landesverbandes für Österreich, Dr. Leopold Plaschkes, Dr. Mendel R osenberg und Vizepräsident der Israelitischen KuUusgemeinde, Oberbaurat Ing. Robert Stricker. 13. Bez.: Sektion Breitensee, Schanzstr. 32, 349 Uhr abends: Vereinsabend. 18. Bez.: Sektion und WIZO XVIII, Weimurerstraße 7, 8 Uhr abends: 2. Vortrag Prof. Dr. W. Stein: „J ü dis c he Geschichte vom 15. Jahrhundert bis Mendelsso hn 20. Bez.: Sektion und WIZO XX, Jägerstraße Nr. 30, 349 Uhr abends: Vortragsabend. 20. Bez.: Sektion Zwischenbrücken, Engerthstraße 81, 349 Uhr abends: Vereinsabend. Mittwoch, 1. April. 1. Bez.: WIZO II, Schottenring 25, 8 Uhr abends: Gesellige Zusammenkunft. 2. Bez.: WIZO Prater, Stuwerstraße 1, 8 Uhr abends: Zionistisches Seminar unter Leitung Frau Dora H a l p e r n. 6. Bez.: Klub Junger Zionisten, Loquaiplatz Nr. 11, J49 Uhr abends: Vereineabend. 9. Bez.: Jugendgruppe der Sektion VIII/IX, Währingerstraße 6-^8 (Eingang Hörlgasse 2), 8 Uhr abends: Vereins- und Vortragsabend. 9. Bez.: Sektion VIII/IX. Währingerstraße Nr. 6—8 (Eingang Hörig. 2), 349 Uhr abends: Chiug Ivri, Prof. Kestenbaum: Sifruth Chadascha, J. L. Gordon“. 10. Bez.: Sektion X, Pernerstorfergasse 25, Yt9 Uhr abends, Dr. A. Groß: „Die gegenwärtige Lage der Jude n“. Donnerstag, 2. April. 1. Bez.: WIZO II, Schottenring 25, 346 Uhr abends, Dr. Ernst Dichter: „Jüdische Berufsberatun g“. 2. Bez.: Sektion und WIZO Prater, Sttmerstraße 1, Y9 Uhr abends, Prim. Doz. Doktor A. Blau: „Innere Sehr et io n". 13. Bez.: Sektion Breitensee, Schanzstraße Nr. 32, YiQ Uhr abends, Dir. George A. B ischof f. Bekenne Dich zum Palästina-Aufbau! Erwirb und verbreite den Schekel I (Preis S 1*50). Oer Schekel Ist In allen Sektionen und Ortsgruppen und bei der WIZO erhältlich.