Mannheim
Compact Memory

Die Stimme · 1936-03-24 · Heft 534 (24.3.1936) · page 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Stimme
Volume
9 (1935-1936)
Issue
Heft 534 (24.3.1936)
Date
1936-03-24
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/3053752-3054243-3054290--5770-3061542
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

6 entity mentions

Nr. m — 24. MSrz 1Ö36 DK HIMMB Seit« 3 i... Kurze Nadtridifen aus Erez Israel Die Regierung begann in den letzten Tagen mit Vermessungen zwischen dem Yarkon und Bethhakkerem nördlich von Jaffa, die eich bis auf zwei Kilometer ins Meer hinein erstrecken. Die Vermeesungen, dio etwa ein Jahr beanspruchen werden, gelten der Anlage eines neuen großen Hahn* fflr Jaffa und Tel-Aviv. * Der Oberste Gerichtshof erklärte die durch don Obersten Muslimischen Rat durchgeführte Ernennung des Schech Mehrned thufahah zum Mufti von Schchem für gesetzwidrig. Ilasean IChalid Paschah, der früher Ministerpräsident war und eich zuletzt in London aufhielt, wurde vom Emir von Transjordanien zurückgerufen und zu seinem Ratgeber ernannt. In den lezten Tagen scheint die Unsicherheit im Norden des Landes wieder zu steigen. Nachdem vor einigen Tagen bei einem überfall auf ein Lastauto ein jüdischer Passagier eines gleichzeitig vorbeifahrenden arabischen Autobusses getötet und ein Araber verwundet worden war, wurden in einer der letzten Nächte die Telcpbondrähto zwischen Jerusalem und Schchem von unbekannten Tätern abgesohnitten. In Tel-Aviv wurde der Grundstein zur „Yeshivav Tel-Aviv“ als Andenken an den .verstorbenen Oberrabbiner von Tel-Aviv Ahronson gelegt. In Aleppo kam es zu einer großen Demonstration der jüdischen Jugendverbände für die Unabhängigkeit Syriens. Die demonstrierenden Schüler zogen durch die mohammedanischen und christlichen Viertel, wo sie mit großem Beifall empfangen wurden, und brachten dann vor den Häusern der nationalen Führer diesen Ovationen dar. Wie dio arabische Presse meldet, werden in der nächsten Zeit die im Zusammenhang mit I den Augustunruben 1929 Verurteilten, unter ' denen ßich auch ein Jude befindet, freigelassen werden. ' * Die arabischen Zeitungen „Ailiwa“ und „Alislamis“ wenden sich wiederum scharf gegen den Legislative Council und gegen eine arabische Beteiligung daran. v Die Palästina-Verwaltung der PICA kündigt an, daß der Präsident, Herr James de Rothschild, im März zu einem 14-tägigen Aufenthalt eintreffen wird, um das künftige Tätigkeitsfeld der PICA in Palästina zu diskutieren. * Die Irak Petroleum Company beginnt mit dem Bau eines Raffinierwerkes in Haifa. 30 Ölreservoirs sind bereits gebaut worden. Die Arbeiten für die Erweiterung der Rutenbergsobem Eisenbahnlinie von Tiberias nach Safad für das gesamte obere Galiläa werden in Kürze beginnen. * Die Sammlungen für den Arbeitsloeenfonds der Histadruth Haowdim, dio auf der Grundlage der Selbstbesteuerung vor sich gehen, haben bereits die Summe von 50.000 Pfund weit überstiegen. Allein in Haifa wurden in zehn Tagen 10.000 Pfund aufgebracht. * In einem der Presse übergebenen Bericht, kündigt die Palästina-Regierung den Ausbau des Eisenbahnnetzes an. In erster Reihe ist der Bau einer neuen Linie von Jaffa—Tel- Aviv nach dem in der Nähe der großen jüdischen Kolonie Petaoh Tikwa gelegenen Magdiel vorgesehen. In Tel-Aviv und Jaffa werden neue Bahnhöfe gebaut. Die beiden Stationen nehmen den Güterverkehr auf und der Jaffaer Bahnhof wird durch eine Zwciglinio mit dem Hafen verbunden. Englands Schützling Aus Jerusalem vom 18. d. meldet Palcor: Einem Bericht aus dem Yemen zufolge, hat Iman Yehis im Zusammenhang mit dem Auswanderungsverbot für Juden nach Palästina angeordnet, daß Häuser von Juden, die ohne Erlaubnis das Land verlassen, zerstört werden sollen. Jüdische Kulturstelle Donnerstag, 26. März, 19 Uhr 15, findet im Jüdischen Kulturtheater (I., Kai o), ein Autorenabend Alfred Werner statt. Aus den Werken des Dichters liest Maria Gutmann. Einleitende Worte; Dr. Os&ar Bencljßn&r, „Schönere Zukunft4 Dio katholische Zeitschrift „Schönere Zukunft“, dio in Österreich für den Papon- Katholizkmus wirbt, enthält in ihrer Nummer 22 vom 1. März einen Artikel von Dr. Stephan Ze 11 e r (Graz) unter dom Titel: „Wi e sich Dr. Seipel die Lösung der Juden fr ago in Österreich dacht e.“ Der Artikel bespricht den Inhalt des bekannten vom Staatsrat Kunsehak verfaßten und vom eeinerzei tigen Bundeskanzler Seipel mit Anmerkungen versehenen Projektes über die Reohtsverhältnipiso der jüdischen Nation. Wir halien diesen famosen Entwurf in der „Stimme“ bereits besprochen. Der Entwurf widerspricht in jedem Punkt der Verfassung und dem Minderheitfificlmtzbestinimungen des Friedensvertrages. Er ist undiskutabel. Der Artikel Dr. Zollers beginnt folgendermaßen: „Die Lösung der Judcnfrage ist in Österreich dringlicher als in manchen anderem Staaten, denn das Judentum ist hier i.m Besitz ganz besonders starker Positionen; sein Einfluß vornehmlich auf das kulturelle und wirtschaftliche Leben steht in keinem erträglichen Verhältnis zu seinem zahlenmäßigen Anteil an der Gesamtbevölkerung. Im Bereich von Presse, Literatur, Theater, Film, Finanzwirtschaft übt das Judentum österreichß eine höchst ungesunde Vorherrschaft aus, welche die Reinheit der österreichischen Kultur bedroht. So ist zum Beispiel die Presse Wiens zum größeren Teil noch immer in jüdischen Händen, gewisse Berufe sind noch immer vorwiegend eine Domäne des Judentums (schätzungsweise sind 75 Prozent der Wiener Rechtsanwälte und Ärzte Juden), ein allzu großer Teil der Wiener Theaterdirektoren und Schauspieler sind Juden usw. Das Ziel, das sich seinerzeit die chrisUichsoziale Bewegung der Lueger und Liechtenstein gesteckt hat: die Zurückdrftngung des jüdischen Einflusses in die Ihm gebührenden Schranken, ist trotz begrüßenswerter Teilerfolge nicht erreicht. Freilich ist die Lösung der Judenfrage in Österreich nicht nur dringlich, sondern auch besonders schwierig. Wenn sogar das große und mächtige Deutsche Reich infolge des jüdischen Weltboykotts, der nach dem Erlaß der ersten Judengesetze organisiert wurde, sehr empfindliche Nachteile erleiden mußte, dann hat das kleine Österreich, das wirtschaftlich weit mehr mit dem Ausland verflochten ist als das Deutsche Reich, wohl noch viel Schlimmeres zu erwarten, falls es eine radikale. Lösung seiner Judenfrage versucht. Dieser Sachverhalt läßt es begreiflich erscheinen, wenn die Taktik Österreichs in der Judenfrage eine vorsichtige ist und wenn nur schrittweises Vorgehen erfolgt. Mit der Zeit aber muß das Problem doch bereinigt werden, nicht zuletzt deshalb, weil die ungelöste Judenfrage den Nährboden staatsfeindlicher Strömungen bildet.“ Diese Auslassungen unterscheiden sich in ihrer Gesinnung dureh nichts von den bekannten nationalsozialistisch en Proaseerzeugnissen. Bemerkenswert sind sie durch die besondere Naivität, mit der in aller Öffentlichkeit ein Rezept dafür angegeben wird, wie man den „jüdischen Weltboykott“ oder „noch viel Schlimmeres“ für den Fall einer — aeh ßo sehr ersehnten — „radikalen Lösung der Judenfrage“ von Österreich abwenden könnte. Wer wird sich otwa durch folgcndo Phrasen bluffen lassen: „Den Österreichern schwebt oine Lößung der Judenfrago ohne Gewalt im strengen (lahmen des Rechts und der Gerechtigkeit vor. Es soll den Juden zugemessen werden, was ihnen nach dem Naturrecht zukommt. La wird daher eino Regelung gesucht, die einen vernünftigen Ausgleich der natürlichen Rechte des Wirtsvolks mit den berechtigten Ansprüchen der jüdischen Minderheit gewährleistet.“ Wir haben es hier mit einem Glied in der Kette einer ständig wacheenden antisemitischen Propaganda in Österreich zu tun, die unbekümmert um die Verfassung die Juden degradieren, will.. Diese Propaganda wurde auch bei der eben stattgefundenen Wiener Messe bestrichen. Die „Schönere Zukunft“ mit dem Artikel des Herrn Doktor Zeller wurde im Pavillon „Katholisches Pressewesen“ gratiß an die Messebesucher verteilt, auch an die jüdischen. Es wurde damit den nach Wien auf Einladung aller mit Fremdenverkehr und Wirtschaft befaßten Stellen gekommenen jüdischen Interessenten gesagt, daß man ihre Volksgenossen in Österreich am liebsten in die Konzentrationslager sperren, jedenfalls aber ihre Posten besetzen möchte. Die Juden haben in Österreich einiges geleistet: Juden haben (unter Verleugnung ihrer jüdischen Ansprüche) die österreichische Presse geschaffen, Juden haben das Wirtschaftsleben organisiert, Juden haben die Handelsbeziehungen Österreichs zum Ausland nach dem Krieg wieder hergestellt, Juden haben den Ruf der Wiener medizinischen Schule begründet. Sic haben den Tisch gedeckt, an dem jetzt andere ihre „schönero Zukunft“ zu finden hoffen, als lachende Erben jüdischer Tüchtigkeit. Das „schrittweise Vorgehen“ der Zellersohen Taktik bestraft sich allerdings selbst, in dem Augenblick, wo — um mit seinen Worten zu reden, „daß kleine Österreich, das wirtschaftlich weit mehr mit dem Ausland verflochten ist als das Deutsche Reich“ von den Juden des Auslandes, denen die „Schönere Zukunft“ gratis verabreicht wird, genauer besehen wird. In solchen Fällen pflegt die bodenständige Presse über jüdische Hetze zu jammern. Eine jüdische Hetze gibt ee nicht, wohl aber wird sie von denen betrieben, die eine vorsichtige Taktik befürworten und nicht eich, wohl aber den Staat der Kritik aussetzen. Wir empfehlen also die „Schönere Zukunft“ und die Autoren ä la Zeller der Aufmerksamkeit aller derer, die in Hitze geraten, wenn draußen ein jüdisches Blatt die Katze eine Katze nennt. Zionistischer Veranstaltuisgskalender Dienstag, 24. März 1936. 1. Bez.: WIZO, Scbottenring 25, 147 Uhr abends: Zionistisches S e m i n a r unter Leitung von Dr. Michael Stoinberg. 2. Bez.: Sektion und WIZO Prater, Stuwerstraße 1, 149 Ohr abends: Frau Dr. Henni Liechtenstein - Rappaport: „Neudicht ungin P al ästin a.“ 4. Bez.: Jugendgruppe der Sektion IV/V, Hauslabgasse 2, 8 Uhr abends: Vereins- und Vortragsabend. 18. Bez.: Sektion Breitensee, Schanzstraß-e 82, 349 Uhr'abends: Vereinsabend. 20. Bez.: Sektion und WIZO XX. Jägoretraße Nr. 80, 149 Uhr abends: Vortragsabend. . 20. Bez.: Sektion Zwiscbenbriicken, Engerthstraße 81, 349 Uhr abends: Vereinsabend. Mittwoch, 25. März 1936. 1. Bez.: WIZO, Mirjam, Schottenring 25, 8 Uhr abends: Dr. Arthur Pi nee: „Palästinavortrag mit Lichtbildern.“ 2. Bez.: WIZO Prater, Stuweretraße 1, 8 Uhr abends: Zionistisches Seminar unter Leitung Frau Dora H a 1 p e r n. 6. Bez.: Klub Junger Zionisten, Loquaiplatz Nr. 11, 149 Uhr abends: Veroinsabend. 9. Bez.: Jugendgruppe der Sektion VIII/IX, Währingorstraße 6--8 (Eingang Hörigasse 2), 8 Uhr abend«: Vereins- und Vortragsabend. 9. Bez.: Sektion VIII/IX. Währingerstraßo Nr. 6—8 (Eingang Hörlgasee 2), 149 Uhr abends: Chug Ivri, Prof. Kestenbaum: „Sifrufch Chadascha, J. L. Gordou.“ 10. Bez., Sektion X, Pernerstorfergasse 25, 149 Uhr abends: Ausschußsitzung. Donnerstag, 26. März 1936. 1. Boz.: WIZO, Schottenring 25, 14ß Uhr abends: Frau Dr. Martha Hoffmann: „Dio jüdische Dichterin Else Lasker- Schule r.“ 2. Bez., Sektion und WIZO Prater, Stuwerstraße 1, 14 9 Ohr abends, Bat der Stadt Wien, Dr. Jakob Ehrlich, Vizepräsident der Kultusgemeinde: „Aktuelle zionistische Prägen.“ 7. Bez., Sektion und WIZO VlfVII, Cafd Kandlhof, Kaiserstraße 61, 149 Ohr abends, Dr. A. Groß: „Judentum und Juden der Gegen loar t." 12. Bez.: Sektion Meidling, Arndtstraße 88, Gasthaus Cechota, 149 Ohr abends: Spreng einer sammln n g. Redner: Dr. Leo Goldhammer und Dr. Richard Po korny. 18. Bez.: Sektion Breitensee, Schanzstraße 32, 349 Uhr abends: Gesellige Zusammenkunft. 18. Bez.: Jugendgruppe der Sektion XVIII, Weimarerstraße 7, $49 Uhr abends: Vereins- und Vortragsabend. 19. Bez.: Sektion und WIZO XIX, Dollinergasse 3, Dollinertempel, 149 Ohr abends: Oberfinanzrat Dr. Hugo Benedikt: „ün bekannte Episoden aus der Jüdischen Geschieht e." 20. Bez.: Sektion Zwischenbrücken, Engerthstraße 81, 349 Uhr abends: Vereinsabend. Sektion und WIZO Meidling. Dienstag, den 31. März, 14i) Uhr abends, veranstaltet die Sektion und WIZO Meidling ira Gasthaus Eisen, Schöubrunnerstraße 186 (Eingang Kobingergasse), eine große Keren Kajemeth-Werbevorsammlung. Es sprechen die Herren Dr. Oskar Grünbaum, Präsident des Zionistischen Landesverbandes für Österreich, Oberbaurat Ing. Robert Stricker, Dr. Eduard Bloch und Dr. Mendel Rosenberg. Sektion und WIZO XVI/XVII. Samstag, den 28. März, 149 Ohr abends, findet die Ein web Sonntag, den 29. März 1936, findet Im KREUZ-KINQ, Wien, I., Wollielle 17, die festliche Uraufführung des llfip illMlA llRflA1ll^ ersten jüdischen Jugendfilmes |y vv II Jona l39|90 vlmonl^Ssl statt Karton erhältlich: Zion. Lnndeslcoinitee Wie», I., Marc-Aurel-Straße 6. Bücherstube M. Kat h, II., Tabnrslrnßo 20a. Jüdische KultursteUe, Wien, J„ Frana-Josefs-Kal 2 und in den Heimen des üdud Zlrlm II., Uisshmleilncrplut'/ II., InnstrnÜü 0. VI., Loqimlpluta 11. Vll„ Kuiserstrn(,e 00, IX., Hörlgasso 18. XV., Sohanzstraße 32. XVU., Beheini gusse 30. XX., Denisgasse 33. XX., Bngerthstraßo 81 oder auf telephonischen Anruf It 41-1-21. hung des neuen Heimes der Sektion und WIZO XVHXVll, XVII., Frauengasse 9, sMt. Die Festrede hält Dr. Oskar Grünbaum, Präsident des Zionistischen Landesverbandes für Österreich. Klub Junger Zionisten. Der Klub Junger Zionisten, VI., Loquaiplatz 11, veranstaltet am 28. März um 149 Uhr abend« ein Feßt unter der Deviße: „Eröffnung des Vergniigungspavülons auf der Levante-Messe." Erez Israels Aufbau im Lied Unter diesem Motto bot J. Segal-Ro&erH bacha Liederabend in der Jüdischen Kultur-» stelle eino reiche und interoseante Auswahl aus dem neu-hebräischcn Liedschaffen. Von den erläuternden Worten Joachim Laatz* geführt, erlebten die Hörer die Sehnsucht nach Erez Israel und ihre Erfüllung in Vertonungen nach Texten von Bialik, Tchernikovski und andere, denen dio Führer der jüdischnationalen Komponisten, Joel Engel voran, das musikalische Gewand gaben. Auch elu Nichtjude, der Russe Michael Glinka, kam mit dem besondere schönen „Sohir liajohudim“ zu Gehör. Der Künstler, der stimmlich prachtvolle Momente hatte, bewies bei diesen Lie-» dem durch eigene Bearbeitung sein fundiertes musikalisches Können; um so mehr aber ist die völlig mißlungene Fassung des Emek- Liedes abzulehnen, dessen zündende Rhythmik zugunsten tenoraler Artistik zerrissen wurde. Segal-Rosenbacb, den wir als Herold jüdischnationaler Kunst hoobschätzen, sollte auf europäische Schablone verzichten können. Frl. Lilly Riegler unterstützte den Sänger bei den teilweise recht schwierigen Nummern sicher und gut. gü— Die Zionistische Ortsgruppe Kisgessfurt teilt mit, daß am 28. März 1. J. um 20 Uhr die Gene* ralversammlung im Zionistischen Heim, Gabelsbergerstraße 1$, statt« findet. Die Mitglieder werden um pünktliches Erscheinen ersucht. In KXagenfurt findet Sonntag, den 29. März 1. J. um 10 Uhr vor« mittags im Volks-Kino, Stadt St. Ruprecht, die Vorführung des Films „Das Land der Verheißung“ statt. Die Ansprache hält Landes« rabbiner Dr. Josef Baibad« Photo-Ausstellung. Dio Photosektion der. Jüdischen KultursteUe hat vor einigen Tagen eino Werbe-Ausstellung in ihren Räumen, Wien, I., Franz-Josefskai 3, eröffnet, die besonders sehenswert ist. Die Mitglieder der jungen Vereinigung haben Bilder aus allen Gebieten der Landschaft und des menschlichen Lebens, vor allem de« jüdischen, beigestellt, die sich durch technische und künstlerische Qualität auszeiehmen. Besonders hervorzuheben sind die Arbeiten der Herren Casparius, Kn oll, Kornfeld, Löwyn, Mendeshausen, Stengel und vieler anderer. A. M. Jüdischer Angestelltenverband „Emunah'* (Wien, H., Praterstraße 11, 1. Stock). Donners-» tag, den 26. d. M., Vereinsabend. Vorlesung Dr. Kurt Sonnenfeld aus eigenen Werken. Beginn 20 Uhr. Eintritt frei. Gäste willkommen. Familiennachricht, Samstag, den 28. d. M., findet um 9 Uhr vormittags, im Seitenstetten- Tempel die Barmizwah des Schlomah Jaacob (Herbert) Hahn, Sohn de« Rechtsanwaltes Dr. Karl und der Frau Bronia Hahn, statt. Roman Wachtel. In unserer letzten Nummei/ haben wir eine der Karikaturen reproduziert, mit denen die Sophien-Säle zum Purimball des Klubs Erez Israel geschmückt waren („Der besitzlose Araber“). Aus Versehen war der Schöpfer der Zeichnung nicht genannt. Es ist der Innenarchitekt Roman Wachtel. Er hat auch das große Panoramabild von Tel-Aviv gezeichnet. Todesfälle. Puschitzky Lazar (66). Kunewälder Julius (86). Chlamtatsch Max (70). Brünner Anna (77). Mandl Moriz (77). Abisch Gittl (71). Fisehl Ida (64). Hofstätter Abraham (84). Zehngut Paula (75). Mandl Richard (53). Fleischmann Josef (57). Arons. Dr., Gustav (68). Weiß Berta (63). Weißbartl .Markus (65). March (Karl) Berl (43). Langer Berta (72). Rebensaft Samuel (71). Newerly Gisela (71). Perlmutter Rachela (75). Schlesinger Moriz (70). Popper Arnalia (72), Korbei Markus (50). Friedmann Eugenie (56). Altschul Rudolf (66). Friedmann Ludwig (51). Biel Julius (67). Unger Golde (87). Mandl Adolf (78). Hecht Berta (79). May Regino (65). Schmiedl Elsa (40). Herschthal Cäciiie (54). Gabel Inhiel (69). Reichsfeld Hermann (61). Goldsand Charlotte (78). Frisch Anna (69). Löwy Emilie (79). Ronai Josefine (46). Verständig Bernhard (76). Stark Sophie (82). Fürst Marie (48). Barber David (78). Flesch Franz (57). Fleisehmann Moriz (60). Kraus Sigmund (74). Glatter Esther (71). Ohassei Wolf (78). Rosenkranz Olga (47). Politzer Rosa (72). Weiniger Berta (75). Das Polnische Reisebureau „Francopoll“, III., Schwarzenbergplatz 7, veranstaltet außerordentlich günstige Sondorzüge zu Ostern nach Polen. Auskunft „Francopol1', IJ 16-4-90, redok, I, Kärntnerstraße 32, U 23-4-88, Gerngroß, VII., Mariahilferstraße 42, B 38-2-68.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.