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Die Stimme · 1936-03-20 · Heft 533 (20.3.1936) · page 5

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Journal
Die Stimme
Volume
9 (1935-1936)
Issue
Heft 533 (20.3.1936)
Date
1936-03-20
Page
– (sequence 5)
Language
German
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SO. März 1930 Ml IT1MMI Seit« 5 $t. m — Kundmachung Die Wiener Molkerei bringt auch heuer Pe98acta-Ko8cherimlch in allen ihren Filialen zum Verkauf. Die Pe8sach-Koschermilch wird in ihren Meiereien in Niederösterreich unter streng ritueller Aufsicht der von Sr. Ehrw. Herrn Rabbiner Dr. M. Rosenmann bestellten religiös verläßlichen Organe D'pIMtPID erzeugt. Jede Kanne und jede Flasche ist mit einer Plombe, respektive einer Schleife versehen mit dem Aufdruck nos bv “iws abn Vom 6. April bis 14. April in allen Verkaufstellen erhältlich Wiener Molkerei Palästina-Einwanderung im Februars 2500 Juden Im Verlauf des Monats Februar 1936 sind in Palästina in den Häfen von Haifa und Jaffa 2270 jüdische Einwanderer gelandet; dazu kommen eine Reihe Einwanderer, die auf dem Landwege kamen. Von den über Jaffa und Haifa gekommenen Einwanderern waren 661 Kapitalisten, 602 Personen kamen mit Arbeiterzertifikaten der Jewish Agency, 823 als Angehörige von Palästina-Einwohnern auf Grund spezieller Erlaubnisse der Rerierung, 100 als Schüler und Studenten, 27 (mit ihren Familienangehörigen 77 Seelen) als Rabbiner und sonstige religiöse Funktionäre. Leicht Variete "Prater Neuer Rechtsberater der Jewish Agency Palcor meldet: Dr. Bernard Joseph, ein aus Montreal stammender Rechtsanwalt, wurde zum Rechtsberater der politischen Abteilung der Jewish-Agency-Exekutive in Jerusalem ernannt. Dr. Joseph ist 39 Jahre alt; seit 1921 hat er seine Praxis in Palästina. Während des Krieges diente er in der Jüdischen Legion. Abbas Hilmi in Jericho Der Ex-Khedive von Ägypten, Abbas Hilmi Pascha, hat in Jericho ein größeres Gelände erworben, auf dem das Palais für seinen Winteraufenthalt nach den Plänen des Architekten Fritz Epstein in Tel- Aviv (früher Frankfurt a. M.) erbaut wird. Kuranstalt HELIA, Ischias, Rheuma,Naiven Moderne Heilfaktoren. Varträge mit allon Krankankaaaan. I-, Fleischmarkt 17 An» 30# März Radio-Eröffnung in Jerusalem Die Palcor berichtet: Am 30. März wird der Oberkommissär in Jerusalem den neuen Palästina-Sender eröffnen. Nach seiner Ansprache wird Dr. Abraham K a t znelson (vom Vaad Leumi) und Mitglied des Beratenden Ausschusses des Radio, die erste hebräische Ansprache im Radio halten. Dann wird ein arabisches Mitglied des Ausschusses sprechen. Es folgt dann eine Rede Schneurs über Bialik. * Wie unser Korrespondent erfährt, ist es zwischen dem Rabbinat und der Leitung des Rundfunks in Jerusalem zu einem sehr interessanten Abkommen gekommen, das wohl einzig dastehend ist. Diesem Abkommen nach ist es erlaubt, am Sabbathabend Vorträge, Deklamationen und Gesang, nicht aber Instrumentalmusik zu senden. Es wird demnach in der hebräischen Stunde am Freitagabend allwöchentlich der Wochenabschnitt, respektive die Haftaarah, eventuell synagogale Musik von Jerusalem aus gesendet werden. Bund jüdischer Frontsoldaten, Bezirksgruppe II. Samstag, 21. März, findet Im Heim, Praterstraße 66, ein Unterhaltungsabend mit Vorträgen statt. Beginn 20.80 Uhr. Gäste willkommen. Kactea Bll-ß-fiÄ, Warum verlangen Alle Die Mezzoth werden au« feinstem Mehl erzeugt I Seit vielen Jahren genießen die »Sdimidl-Mazzoth« das beste Renommee und werden von allen bevorzugt I Auf die ExtraqualitSt meiner Fabrikate „Marke Sdimidl N. B." auf Mazzoth, Grieß und Farvei wird besondes aufmerksam gemacht Audi beim Kauf von Mazzoth-Grieß wahren Sie Ihr eigenes Interesse und verlangen Sie ausschließlich Schmidl-Mazzoth-Grieß. Sdimidl-Mazzoth weil Sdimidl-Mazzoth in Geschmack und Qualität unübertroffen sindl Sdimidl-Mazzoth werden unter streng orthodoxer Aufsicht des ran nun aninn irm *\m am hergestellt ■JT mI ■ 1hl || a#1 vll#i Leopoldsgasse 43| und in allen besseren /.cniraie: H. DrOaCIZKy einschlägigen Geschäften erhältlich IIIM^ Telephon A 40-0-90, A 60-2-63 u. A 48-4-48 Spanien naturalisiert Sephardim Der spanische Ministerpräsident Professor Manuel A z a n a hat in einem Interview, das er dem Vertreter der Jüdischen Telegraphen-Agentur gewährte, erklärt, die neue spanische Regierung habe dem juristischen Beirat den Artikel 23 der spanischen Verfassung vom 9. Dezember 1931 mit dem Auftrag zugewiesen, entsprechende Maßnahmen für die Durchführung dieser VerfassungsanWeisung zu treffen. Der Artikel i betrifft die Naturalisierung im Ausland | lebender Personen spanischer Herkunft und hat folgenden Wortlaut: „Es ist ein Gesetz zur Erleichterung der Erwerbung der spanischen Staatsangehörigkeit durch die im Ausland lebenden .Personen spanischer Herkunft zu erlassen.“ Der Erlaß eines solchen Gesetzes wäre von besonderer Bedeutung für die große Zahl staatenloser Juden spanischer Herkunft (Sephardim), die in Frankreich, der | Türkei, Griechenland und in anderen Län- | dem leben. Hallo - Hallo I Nicht vergessen, im das Nachtmahl zu essen Vis-ä-vis dem Schweden-Kino Refdihattlge Auswahl in Mittag- und Abend-MenUs und kalte Speisen bis 1 Uhr nachts. — Bier und Wein vom Paß. Inh. Rudolf Stepan, II., Taborstraße 4 Hakenkreuz in Palästina- Aus Jerusalem meldet Palcor: Bei den in Palästina lebenden Deutschen herrschte großer Jubel über die Nachricht von der Besetzung des Rheinlandes durch deutsche Truppen. Die Konsulate flaggen Hakenkreuzfahnen; Glückwunschtelegramme sind an Hitler gesandt worden. Wie die hiesige Presse berichtet, sind hundert . deutsche Christen aus Palästina nach Deutschland abgereist, um ihren Militärdienst anzutreten. Die luden Wiens u. der Provinz sind zur Überzeugung gelangt, daß die Sensation des PeSSRChf estes die weltberühmten MAZZOTH der Fester Israel. Kultusgeinelnde sind, unerreicht an Qualität und Geschmack« Nach einem Versuch kauft Jeder die gute Pester-Qualität-Mazzoth, in dünne und (runde) dicke, sowie Mazze-Grieß, Farvei und Mazze-Mehl In allen einschlägigen Geschäften erhältlich Alleinvertretung I G Mj A 7 E D ft € T II«, Haidgasse 9 tSr Oesterreich s 1 ** l^b«?.l5il«llfaildlui!r * ' TelePhon A 49-3^4 Rishon le Zion nur dieser Name bürgt für Echtheit und Güte beim Einkauf von Palästina - Wem ****£(#« «l* , LjJl! ' *' *&&$**£ VEREINIGTE GROSSKELLEREIEN RISHON LE ZION Sonntag, 22. März, 11 Uhr vm. IMPERIAL-KINO l, ROTENTURMSTRASSE DAS LAND DER VERHEISSUNG ANSPRACHE: IRENE HARAND KARTEN BEI: Bücherstube M. Rath, 11., TaborstraBe 20a, Tel. R 45-305 - Jüdische Kulturstelle, I., Franz Josefskai 3, Tel. R 28-2-36 - Bücherstube R. Löwit, 1., Wollzeile 6, Telephon 25-4-53v - Buchhandlung Lanyi, l.f Kärntnerstraße 44, Tel. B 26-3-33 und an der Kinokassa, Telephon U 22-1-12 Geheime arabische Waffenlager entdeckt Aus Jerusalem wird gemeldet: Nach der Ermordung Abraham Goluthmans in einem Autobus bei T u 1 k a r e m wurden in den benachbarten arabischen Dörfern Waffensuchen durchgeführt. Im Dorf Artoch wurden bei einem gewissen Aref Said Ali 200 Gewehre samt Munition beschlagnahmt. vergessen. daß die tägliche Körperpflege für Ihre Gesundheit unerläßlich ist. Sorgen Sie für Ihr Wohlbefinden und verwenden Sie für Massage (Einreibungen) sowie zur Mund, und Zahnpflege stets und ständig nur FRANZBRANNTWEIN mit MENTHOL Der Entwurf der Palästina- Verfassung Im Verlag der englischen Staatsdruckerei ist das von dem Kolonieaministor im Unterhaus angekündigte Command Paper (ein auf königlichen Befehl dem Parlament vorzulegendes Dokument), über die geplante neue Verfassung Über Palästina erschienen. Die acht Seiten umfassende Druckschrift enthält die Ansprache, die Sir Arthur Wauch o p e am 21. und 22. Dezember 1935 an die arabischen und jüdischen Führer gehalten hat. Voran geht eine Vorbemerkung des Kolonienministers J. H. Thomas, in der erläuternd darauf hingewiesen wird, daß für die drei Glaubensgemeinschaften in Palästina getrennte Wahlkörper geschaffen werden sollen, so daß die Mohammedaner selbständig acht, die Juden drei und die Christen ein Mitglied des Council zu wählen haben. Außer den von dem High Commissioner angekttndigten Maßnahmen seien Bestimmungen über den Wahlapparat und das Wahlvorgehen sowie über Einzelheiten der Geschäftsordnung vorgesehen. In den Debatten des Council sollen englisch, arabisch und hebräisch als die in Palästina offiziell anerkannten Sprachen benutzt werden können. Der dritte Punkt der Vorbemerkung enthält die von dem Kolonienminieter 6chon vor dem Unterhaus gemachte Feststellung, daß es notwendigerweise orhebliche Zeit dauern werde, bevor der Entwurf der Verordnung über die neue Verfassung dem König vorgelegt werden könne,

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