Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 9 (1935-1936)
- Issue
- Heft 530 (10.3.1936)
- Date
- 1936-03-10
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 890 - 10. März 1966 DIB STIMMB fette * Uraufführung im Kulturtheater: f DU goldene KetU /✓ //' es Wenn man sich in Wiener jüdischen Kreisen wieder dessen besinnt, daß auch das jüdische Theator eine „moralische A n s t a 11“ ge mäß der Forderung Schillers zu sein hat, dann verdanken wir diesen begrüßungswerten Um . schwung dem Direktor J u b a 1, der mit dem gediegenen Ensemble des Jüdischen Ku turtbeaters in wenigen Monaten schöpfe rische Erziehungsarbeit geleistet hat. Schon durch die Wahl seiner beiden ersten Stücke „Höre, Israel“ und „Lopes’ Erb schaft“ distanzierte er sich (und jenen Teil des jüdischen Publikums, der mitging!) von jenen übleren Nachfolgern des üblen Budapester Orpheums, von den sentimentalen oder zotigen Machwerken amerikanischer Pro venienz, die leider noch bei dom Gros der jüdischen Spießbürger wie auch der nicht jüdischen und jüdischen Antisemiten als jüdisohe Theaterkunst gelten! Eine große Tat bedeutet nun die deutsche Uraufführung des Dreiakters „Die goldene Kette“ von Jizchok Lein Perez dieses Dramas einer chassidisohen Familie, über welches wir bereits eingehend berichtet haben. Durch die Aufführung dieses Stückes, welcher der Dichter selbst als die Krönung seine« Lebonswerkes wissermaßen als seinen „Faus t“, empfunden hat und welche« ein so profunder Kenner der jüdischen Literatur wie Nathan Birnbaum als Meisterwerk preist, hat Jubal die deubschsprechende jüdische Bevölkerung Wiens um eine Erlebnismöglichkeit bereichert, die auch noch den entjudeten Juden sich seines Mutterbodens, seines Väterglau bens intensiver bewußt werden läßt, als manche flammende Rede vermag. E3 ist erstaunlich, wie Jubal auf der Liliputbühne das Raumproblem zu lösen und nicht bloß, Sta.nisla.wski übertreffend, Mystik und Halbdunkel der ostjüdischen Atmosphäre mit einfachsten Mitteln zu schaffen vermag (worin ihn das btthnenbildnerische Genie des jungen Martin Eisler unterstützte), sondern vor allem mehr als ein Dutzend Schauspieler auf diesen paar - Quadratmetern ■ zu gruppieren ihren mühelosen Auf- und Abgang zu bewerkstelligen weiß, ohne die strengen Linien seiner plastischen Komposition zu verwirren! Noch bedeutungsvoller als die Einheitlichkeit der szenischen Gestaltung erscheint das Zusammenspiel der prächtigen Schauspieler, die selbst noch in. den Chargenrollen ausgeprägte Individualitäten verspüren lassen. Ergreifend schön ist die Liohtgestalt des hoheitsvoEen uralten Rabbi Salomon (Frank Hermann), des Urgliedes der goldenen Kette, der eich weigert, Hawdala zu machen, weil er der Judenheit das Zurücksinken in das Werktagselend ersparen will. Meisterlich getroffen mit Gebärdenspiel, Gesang und Tanz ist die Stimmung des Sabbath, unwillkürlich erinnert man sich an das schöne Wort Bialiks: „Der Sabbath ist vielleicht das jüdische Kunstwerk.“ Strenge ednes Großinquisitors spricht aus Salomos „schwarzem“ Sohne und Nachfolger Rabbi Pinchas (Joachim Laatz), voll dialektischer Wucht ist dessen Zusammenprall mit dem kalten Aufklärer Dr. Bergmann (Robert G u t), der dessen Enkelin (Berti E i s e n b e r g) den „Weg des Lichte«“ führen will. Von starkem Zweifel gequält, erscheint der schwache Sohn des Zeloten, Rabbi Mosche (Rudolf Weiß), der angesichts der Tragik der vom Schicksal?er- «pellten Tochter, des stillen Leides der Mutter (Alice Koch) Gott herausfordert und von ihm zerschmettert wird, märchenhaft lieblich der Jüngste der Familie, Leabs träumerischer Bruder, das „apme Unruhkind“' Jonathan (Marco» Lorner), das vom Gabbe (Arthur H o f f), dem Herold, dem Reiohsverweser und dem Volke zum Nachfolger des Zusammengesunkenetn, zum Rabbi ausgerufen wird, auf daß die goldene Kette nicht reiße! Die deutsche Übertragung von Dr. Siegfried Schmitz ist bemüht, den ekstatischen Ton des Originals zu treffen, gerät aber oft in den Expressionismus ä la 1920. Jubal behebt durch seine Bearbeitung diesen Mangel, indem seine Aufführung die ekstatischen Akzente unterstreicht und die blühende Schönheit des Dichterwortes wieder aqferstehen läßt. Dr. Alfred Werner. 82 Jahren gefitorben. Er wurde 1854 in Zaleszcyki (Oetgalizien) geboren, gab 1883 in Lemberg die Monatsschrift, „Ha’or“ („Das Licht“) heraue. Seine Erzählung „Dim’at aschukim“ („Tränen der Bedrückten“) aus der Leidensgeschichte der Juden in Rumänien, erschien 1887 im „Keneseet Jferael“ und später wiederholt in Buchform. Von seinen späteren vielen Novellen und Skizzen hat besonder« die Erzählung „Ma’asse beischa aohat“ („Geschichte einer Frau“), Wien 1923, viel Beachtung gefunden. In jiddischer Sprache erschien 1916 von ihm eine Sammlung von Erzählungen und Skizzen unter dem Titel „Strechalech“, in denen das Leben der Kriegsflüchtlinge geschildert wird. Im Jahre 1933 Übersiedelte der greise Schriftsteller von Wien, wo er Jahrzehntelang gelebt hat, nach Palästina, Ein Ballkarte als Schiffskarte Auf dem diesjährigen Ball der Wiener Zionisten, der am Samstag, den 14. März, in sämtlichen Soßensälen unter der Devise „Eine Nacht in Tei-Aviv" stattfindet, gelangt auch eine in liebenswürdiger Weise vom Lloyd Trieslino geschenkte Gra t is- Frei hart e _ für die Schiffahrt Triest—Haifa—Triest auf einem der bekannt ausgezeichneten Lloyddampfer inklusive Verpßegung zur Verlosung. Jede Eintrittskarte zum Ball kann also in eine Schiffskarle nach Palästina umgewandelt werden. Wollen Sie also, daß auch Ihre Eintrittskarte zur Schiffskarle werde, dann besorgen Sie sich noch heule Ihre Eintrittskarte zum Purimhall für den 14. März im Sofiensaal Karten erhältlich: Zionistischer Landesverband Marc-Aurelstraße 5, Tel. U 22-2-11, und im Klub heim „Erez Israel", II., Praterstraße 13 (Lloyd-Hof), Tel. R 42-4-07. Der Effektenhandel in Palästina David Jesaja Silberbusch gestorben Aus Jerusalem meldet JTA: Der hebräische Schriftsteller David Jesaja S i Ifcojbusfih jgt in Jerusalegn jjn Alter von Die Wirtschaftstelle des Palästina-Amtes schreibt uns: In T o 1 - A v i v kommen nun seit einiger Zeit die Disponenten der diversen Banken täglich zusammen und stellen die Tageskurse fest. Die Banken handeln, übernehmen und überlassen ihre und andere Wertpapiere nur zu diesen Kursen, wodurch die Kundschaft gegen jede Benachteiligung in der Kurserstellung gesichert ist. An dieser Miniaturbörse werden außer diverser Effekten bereits Goldmünzen und Valuten notiert. Die günstige Entwicklung des Landes im wirtschaftlichen Sinne, die außerordentliche Geldflüssigkeit, hervorgerufen durch den immerwährenden Zustrom neuer Geldmittel und die Gründung weiterer namhafter Industriegebilde werden dieser Tel-Aviver Einrichtung bald Format verleihen und die Zeit scheint nicht so ferne, wo die Tel-Aviver Börse sich würdig den international anerkannten und volkswirtschaftlich bedeutungsvollen Finanzbörsen anreihen wird. Die gangbarsten der verschiedenen, konstruierten Wertpapiere sind die festverzinslichen Werte, wie Pfandbriefe und Obligationen, die eine im Voraus bestimmte Verzinsung unabhängig vom Jahresergebnis des Emissionsinstitutes garantieren und die Aktien, die entsprechend dem Ergebnis der Jahresbilanz Gewinnanteile, sogenannte Dividenden an die Aktienbesitzer zur Verteilung bringen. Zwischen diesen Kategorien gibt, es noch eine ganze Anzahl von Effekten, die sowohl eine bestimmte Verzinsung als auch einen Anspruch auf Gewinnverteilung bieten. Das bedeutendste Emissionsinstitut des Landes ist die General Mortage Bank of Pa lest ine, Ltd. Schon seit Jahren hat den Emigranten, die mit Kapital ins Land kamen und sich wirtschaftlich einordnen wollten, der Pfandbrief dieses Institutes als vorläufige Anlage gute Dienste •*<*- leistet. Diese Hypothekenbank hat sowohl 5%ige als auch 6%ige Emissionen in Umlauf gebracht, die sich durchwegs großer Beliebtheit erfreuen und durchschnittlich dem Besitzer eine Rendite (Verzinsung) von pro anno beim heutigen Kurse bieten. Seit vergangenem Sommer, eine Periode, in welcher international an allen Börsenplätzen große Erschütterungen mit schweren Kursrückfällen auftraten, haben die General Mortage Debentures ihr Kursniveau fast gar nicht verändert, so daß die 5%-Obligationen nach wie vor bei zirka 97, die 6% bed 102 das heißt bei 100 gehandelt werden. Die Bank gab im September, Oktober und November 1935 insgesamt 300.000 LP Hypotheken aus. Der Gesamtbetrag der im Umlauf befindlichen Schuldverschreibungen erreicht eine Höhe von mehr als 1-5 Millionen Pfund. Spärliche Umsätze finden auch in den 2A %-0 bligationen desK. K. L. statt. Der Kurs bewegt sich bei 72. Vom Verzinsungs Standpunkt nicht mehr günstig, da dies nur eine, zirka 3 'A %-Rendite danstellt.. Jedoch sind für dieses Papier nationale Gründe ausschlaggebend. Von den palästinensischen Industriegesellschaften, deren Aktien im Publikum placiert sind, wären vor allem die P a 1 e s.t i n e Potash Ltd. (PPL.) zu vermerken, eine Gesellschaft von 200.000 LP Aktienkapital, die die alleinige Konzession zur Ausbeutung des Toten Meeres besitzt. Das ungeheure Vorkommen an Kali und anderen hochwertigen Chemikalien gibt der Gesellschaft einen Aktionsradius, der eine heute noch gar nicht abschätzbare Entwicklungsmöglichkeit birgt. Die Aktien, werden an der Londoner Börse gehandelt und wurden in der Höhe von LP 350.000 ausgegeben. Die Kursentwicklung war nicht einheitlich. Der höchste Kurs vor der allgemeinen Krise war über 120%, während er heute etwas unter 90% beträgt. Dies ist jedoch die normale Bewegung aller oder der meisten internationalen Werte. Die Hoffnung, auf eine entsprechende Dividendenausschüttung ist jedoch gegeben, uncl erst in diesem Zeitpunkt ist mit einer Kurssteigerung zu rechnen. Von nicht geringerer Bedeutung ist die Aktie des Ruthenbergischen Elektrizizitätswerkes, die gleich falls an der Londoner Börse notiert ist. Das Aktienkapital dieser Gesellschaft (PEC.) be trägt LP 2,100.000 und wurde die letzte Emission von Vorzugsaktien in London auf gelegt und wesentlich überzeichnet. Die Ge Seilschaft hat bekanntlich die alleinige Kon Zession der Belieferung mit Strom für ganz Palästina mit Ausnahme von Jerusalem, und die Einnahmen steigen mit der Wirtschaft liehen Entwicklung, da der Verbrauch durch die stets neue Einwanderung im weiteren Anwachsen begriffen ist. Die Kursbewegung dieses Papieres zeigt, wie sehr dasselbe geschätzt wird, denn trotz internationaler Krise und allgemeiner Kursrückgänge ist der Kurs der PEC. von 85% aiuf 115% gestiegen. An der Londoner Börse sind bereits mehrere Emissionen kotiert. Der Ertrag ist noch nicht sehr günstig, derzeit zirka 5%, man erwartet jedoch für die nächste Ausschüttung eine wesentliche Erhöhung. Weiters werden an der Börse, die für die Landwirtschaft außergewöhnlich wichtige Aktie der P a 1 e s t i n e La nd Development C o m p a n y (PLDC) gehandelt, die ein Stammkapital von zirka 110.000 Pfund besitzt. Die Aktie notiert derzeit zirka 108% und hat.im letzten Jahr 8% Dividende den Aktionären geboten. Die Spinney’s Ltd., . die sieh mit Lebensmittäleinführ großen Stils befaßt, und zu der Hotels, Restaurants und Mineral wasserfabriken als Konzern gehören, könnte im Bedarfsfälle zu Kriegslieferungen herangezogen werden, so daß die Entwicklungsmöglichkeit derzeit gar nicht abschätzbar ist. Der Kurs, der stetig im Steigen begriffen ist, bewegt sich um 160%. ,Die letzte 5000-Pfund-Emission wurde zu 150% emitiert und prompt; placiert. Im letzten Jahr Schüttete die Gesellschaft eine 10%ige Dividende aus, die Schätzungen für das laufende Jahr sind wesentlich höher, so daß mit einer weiteren Kurssteigerung gerechnet werden kann. . Die Cold Storage & Supply Co., ein Kühlhausunternehmen, besitzt ein Aktienkapital von LP 70.0000 und hat im letzten Jahre 9% Dividende bezahlt. Die Aktien Stehen gegenwärtig bei zirka 126%. ' Von den anderen noch an der Börse gehandelten Werten soll ein anderes Mal gesprochen werden, da der Zweck dieser •Zeilen nicht ein Kursbericht sein soll, sondern eine kürze Übersicht über den Umfang des gegenwärtigen Effektenhandels. Die Kursbewegung all der liier angeführten Werte zeigt, wie gut fundiert und zukunftsreich die Palästina-Unternehmen aufgebaut sind. Denn die Kurse beweisen, wie sehr die Besitzer der Obligationen und Aktien nicht nur Vertrauen in die Entwicklung der einzelnen Gesellschaften, sondern in die Entwicklung des ganzen Landes setzen., PL denen Ländern zur Verfügung zu stet* len, wozu beide Herren sich bereit erklärt haben. Gesellschaftsabend der WIZO Samstag veranstaltete die WIZO in dert Sälen des Hotels Imperial einen Gesellschaft«-! abend, der sich zu einem der schönsten Feste der Saison gestaltete. Über fünfhundert Personen waren erschienen. Man sah die leitenden Funktionäre der Israelitischen Kulitusgemeinde, die führenden Persönlichkeiten der zionistischen Organisationen und viele andere repräsentative Vertreter defl Wiener jüdischen Lebens. Es waren diesmal auch Kreiee vertreten, die früher an zionistischen Veranstaltungen nicht teilgenommen haben. Die vorbildliche Rührigkeit und Aktivität der WIZO hat sich wieder einmal bewährt. Die Leitung des Komitees lag in den Händen der Damen Altmann, Apter, Borak, Guirari und Magazani. Das Fest setzte mit einem Walzer als Einführungstanz ein, dessen Arrangement und Ausführung ungeteilten Beifall fand. Dann begann der allgemeine Tanz. Der Reinertrag de« Festes, das ein Höhepunkt des jüdischen gesellschaftlichen Lebens von Wien war, kommt den Organisationen der WIZO zu. Wirfschaftssftelle des Palästinaamtes Die Wirtischa.ftssteile des Palästina-Amtes gibt bekannt, daß infolge gesteigerter Inanspruchnahme die Anzahl der Sprechstunden von zwei auf sieben Wochenstunden erhöht wird, und zwar .werden ab 2. März dlie Sprechstunden jeden Montag, Mittwoch und Freitag von 10 bis 12 Uhr vormittags und außerdem für dringende Fälle eine Sprechstunde, in der der Leiter der Wirtschaftsstelle zur Verfügung steht, in den Räumen der Wirtschaftsstelle, Wien, I., Marc- Aurel-Straße 5, abgehalten. Ebenso wird auch das Betätigungsfeld entsprechend erweitert. Die seit Jahren angelegte Kartothek, die reichlich vorhandene Literatur und der enge Kontakt mit den wirtschaftlichen Organisationen in Palästina und Europa ermöglichen die Erledigung und Beantwortung auch der schwierigsten Spezial fragen. E« ist ratsam, auf schriftlichem Wege Anfragen zu richten (Rückporto' beilegen),: da die Kürze der in den Sprechstunden zur Verfügung stehenden Zeit eine gründliche Behandlung oft nicht ermöglicht. * Schweizer Regierung zur Messe in Tel-Aviv Aus Jerusalem wird gemeldet: Die Leitung der Levante-Messe in Tel-Aviv erhielt aus Bern eine offizielle Erklärung der Schweizer Regierung . über die Reteili-: gung der Schweiz an der .Levante-Messe.' In dieser Erklärung heißt es: „Ein besonderer „Schweizer Tag“, der auf der Levante-Messe in Tel-Aviv veranstaltet werden soll, wird dazu beitragen, die freundschaftlichen Beziehungen zur Bevölkerung Palästinas zu stärken und unserem Willen Ausdruck geben, uns an dem wirtschaftlichen Aufstieg Palästinas zu be- Palästinensischer Rundfunk Der palästinensische Rundfunk wird am 30. März die Sendungen aufnehmen. Bei der Eröffnung der Rundfunkstation werden der High Commissioner und, nach ihm, jüdische und arabische Führer Ansprachen halten. Der Hilfsverband der jüdischen Kriegsopfer, Invaliden, Witwen und Waisen in Wien hält seine diesjährige Generalversammlung am Sonntag, den 15. März 1. J., um % 10 Uhr vormittags, in seinem Verbandslokale, VIII., Bennoplatz 1 a, ab. Das Mitgliedsbuch ist unbedingt mitzuibringen. Ein Fonds für den jüdischen Weltkongreß Aus Paris wird uns berichtet: In der Sitzung des Exekutivkomitees des Comite de«s Delegations juives- und des jüdischen Weltkongresses wurde beschlossen, ein F i n a n zk ö m i t e e einzusetzen, das für die Beschaffung der notwendigen Mittel zur Vorbereitung des Weltkongresses und einer verstärkten Führung der politischen Arbeit zur Verteidigung der vielfach bedrohten jüdischen Rechte und Positionen sorgen soll. Dem Komitee gehören an: die Herren Doktor Stephen S. Wlse, Jacob Leichtman, Louis Sturz (New York), MM. I. Jefroykin, I. Naiditch (Paris), M. H. Davis, L. C. C. (London). Das Exekutivkomitee hat seine beiden Mitglieder, Dr. Nurock (Riga) und Dr. Krämer (Cernauti), ersucht, sich für einige Monate für die Organisation der Aktion für die Vorbereitung des Weltkongresses durch Reisen in verschie¬ Todesfälle Freireich Ernestine (77), Friedenthal Rosa (91), Pollak Leopold (92), Kohn Camilla (51), Holzer Norbert (36), Spitzer Gisela (57), Blumerschein Regime (81), Singer Eduard (65), Weiß Lotti (58), Giwnerver Markus (19), Maxi Hermine (63), Stummer Isaak (37), Lilien Moses Josef (68), Weiß Rosa (59), Berger Armin (59), Hilberg Sabine (69), Steiner Heinrich (71), Koppels-Koppmann Elise (76), Brodmann Betti (85), Steinhart Wilhelm (77), Becher Osias (60), Tillinger Susanne (26), Klinger Jakob (75), Kohn Wolf (83), Großmann Bernhard (71), Pin8les, Prof. Dr. Friedrich (67), Fischer Ludwig (56), Ribakoff Bertha (76), Freund Isidor (65), Kiesler Bertha (78), Frankel Otto (38), Freund Bertha (86), Schehr Jetti (73), Luft Jakob (64), Kreisler Jakob (78), Grosser Bernhard (71), Kert Maria (12), Koditschek Lazajr Alois (78), Baß Arthur (62), Seidmann Klara (58), Schnürdreher Auguste (44),. Bernadt Liba (50), Reischer Bernhard (58), ‘ Hanf Jonas (76), Zimmer Gustav (68), Pick Emil (60), Keßler Bernhard (70), Hauser Max Maier (65), Gläser Charlotte (83), Schiller Seraflne (26) und Kind, Steiner Armin (75), Schleifer Samuel (63), Löwy Leopold (58), .