Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 9 (1935-1936)
- Issue
- Heft 529 (6.3.1936)
- Date
- 1936-03-06
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seit« 0 Oll 8TIMMI Nr. 529 — 6. März 1986 m „Benl fliegt ins gelobte Land"*) Mit ihrem neuen jüdischen Märchenbuch, das diesmal im Schoße des Landes Israel entstanden ist, wo die Dichterin seit einem halben Menschenalter lebt, beschenkt Mirjam Singer ihre kleinen Leser mit einer Fülle teils altüberlieferten, teils von ihr mit feinster Einfühlung erdichteten Märchen- Stoffs aus dem Lande der Bibel, Schon in ihrem ersten Märchenbande „Das verschlossene Bucht* wußte sie mit sicherem Instinkt den Ton und die tiefsinnige Einfalt der Kindesseele zu treffen. Auch hier ist die Einkleidung echt kindertümlich, modern und märchenhaft zugleich: nicht auf den Wildgänsen, wie Nils Hclgerson, sondern auf einem vom Onkel in einem Koffer geschickten Flugzeug (also „Fliegender Koffer“ von modernster Technik) reist der kleine Benjamin ins jüdische Land. Die Dichterin weiß sehr geschickt vier Erzählungen aus den „Agadoth Erez Israel“ von Seew Wilnai in ihre eigene Fabulierkunst einzuflechten. Das Buch ist reizvoll und lebendig geschrieben, packende, farbenbunte und schwarz-weiße Illustrationen von Franz Keisz, machen es noch bildhafter. Es wird in den Kindern die Liebe zur jüdischen Heimat wecken und fördern. Zweifellos wird es darum seinen Weg machen, wie wir es ihm nur vom Herzen wünschen können, __ Dr. Martha Hofmann. *) Von Mirjam Singer, Daganja, Verlag R. Limit, Wien-Jerusalem. Jüdische Künstlerspiele II., Praterstraße 34, Tel. R 45-4-94. Dem Purimfeste Rechnung tragend, hat Direktor Goldfließ ein besonders heiteres Programm zusammengestellt. Freitag, den 6. d., wird Sevilla Pastor wieder einmal in ihrer Glanzrolle in „Die Schickerte“ zu sehen sein. Samstag, den 7. d., und Sonntag, den 8. d., abends, geht, vollkommen neu emstudiert, das Purimspiel A. Goldfadens „Königin Esther*' in Szene. In der hochkomischen Rolle des Weisusu wird man Sevilla Pastor bewundern können. Die Besetzung der anderen Hauptrollen lautet: König Achaschwerosch — Dolly Nachbar; Königin Esther — Erna Siegler; Haman — A, Bell; Mordechai — M. Siegler und das gesamte Ensemble der Jüdischen Künstlerspiele. Von „Königin Esther“ werden nur diese zwei Aufführungen aus Anlaß des Purimfestes gegeben. Sonntag nachmittags wird bei ermäßigten Preisen „Liebe zu verkaufen“ gespielt. Das weitere Programm wurde wie folgt festgesetzt: Montag, den 9. d.: „Getzl Schlimasl“; Dienstag, den 10. d., und Mittwoch, den 11. d.: ,Jankale“, und Donnerstag, den 12. d,: „Liebe zu verkaufen Jüdische Kulturstelle Das Zionistische Landeskomitee und „Die Stimme" gratuCieren Herrn und 7 rau Dr. Ckaim Tartakower kerz fick zur Per» mäkfung ikres Soknes, 2. Bez., WIZO Prater, Stuweretraße 1, 4 Uhr nachmittags: Kinder-Onegg Sabbafch. 2. Bez., Jugendorganisation „Akibah“, Praterstraße 13, 8 Uhr abends: Heimabend mit anflchließendem Referat. 2. Bez.. Sektion II., Praterstraße 13, 9 Uhr abends: Purim-Feier mit reichhaltigem künstlerischen Programm. U. a. wirkt Sevilla Pastor mit. 4. Bez., Sektion, WIZO und Jugendgruppe der Sektion IV/V, im Heim der Jüdischen Frontsoldaten, Hauslabgasse 2, 149 Uhr abends: Lustige Purim-Feier mit Tanz. Es wirken u. a. mit: Die bekannte Jazzkapelle „Blau- Weiß-Boys“ und das heitere Quartett des jüdischen Gesangvereins. Es gelangt das Purim- Spiel „Episode in Schuschan“ zur Aufführung. 6. Bez., Sektion VI/VII, Hotel Palace, Mariahilf erstraße> 99, 149 Uhr abends. Purim- A k a d e m i e mit Tanz. Es wirken mit: Frau Hilda Dulitzkaja, Opernsänger Alb. Feiler, Klaviervirtuose Grünborg und Leo Werter. 9. Bez.: Sektion VIII/IX, Währingerstr. 6—8 (Eingang Hörigasse 2),' 149 Uhr abends: Gemütliche Purim-Akademie mit anschließendem Tanz. Unter anderen bekannten Kunstkräften wirken mit: Gesangsvirtuosm Frau Lorbeer, Konzertsänger Segall-Rosenbach, Prof. Jos. Zimbler und der 10jährige Mundl Hör owitz. 18. Bez., Jüdischer Frauen-Verein Währing. Hotel Continental, Taboretraße, VS 9 Uhr abends: Große Akademie mit Tanz. Zionistische Ortsgruppe Klagenfurt, Doktor Josef Kasteln: „Das Geschichtserlebnis des Jüdischen Menschen.*4 2. Bez.: Ballkomiteesitzung und Beratungsstelle für Kostüme und Gruppen, Klub Erez Israel, Paterstr. 13, 8 Uhr abends. Sonntag, 8. März 1936. 2. Bez., WIZO, Prater. Stuwerstraße 1, 3 Uhr nachmittags: Große K l n d e r-P u r i m-F e i e r mit reichhaltigem Programm. Das Programm wird ausschließlich von den Kindern der hebräischen Schule Prof. Weinsteins und des hebräischen Kindergartens Frau Dr. Asehkenasy bestritten. Jedes Kind erhält ein Geschenk. Gäste herzlich willkommen. Regiebeifcrag 40 g und 50 g. 3. Bez., WIZO HI, Jüdische Künstlerspiele, Praterstraße 34, 1411 Uhr vormittags: K i nder-Purim-Feier. Es gelangt die Kinderrevue: „Purim in Te 1 -Aviv“ von Frau Else Nebenzahl zur Aufführung. 10. Bez.: Sektion X, Rosensäle, Favoriten- Straße 89, 8 Uhr abends: Große Purimaka- Mittwoch, 11. März 1936. 1. Bez., WIZO I, Schottenring 25, 8 Uhr abends, Dr. Franz H i r e c h f e 1 d: „Seelische Hilfeleistun g.“ 2. Bez., WIZO II, im WIZO-Heim, Schottenring 25, 8 Uhr: Gesellige Zusammenkunft. 6. Bez., Klub Junger Zionisten. Loquaiplatz Nr. 11, H9 Uhr abends: Vereinsabend. 9. Bez., Jugendgruppe der Sektion VIII/IX, Währingerstraße 6—8 (Eingang Hörigasse 2), 8 Uhr abends: Vereins- und Vortragsabend. 9. Bez., Sektion VIII/IX, Währingerstraße Nr. 6—8 (Eingang Hörlgasse 2), Pa9 Uhr abends: Ohug Ivri, Prof. Kestenbaum: „Sifruth Chadaschah, J. L. Gordon.“ 10. Bez., Sektion X, Pernerstorfergasse 25, 149 Uhr abends. Kultusrat Dr. I. H. Körner: „Aktuelle Tagesfragen.“ Donnerstag, 12. März 1936. 1. Bez., WIZO I, Schottenring 25, 146 Uhr abends, Dir. Lichtenstein: „Alfred Nobel und die jüdischen Nobelpreisträge r.“ 2. Bez.: BaUkomiteesitzung und Beratungsstelle für Kostüme und Gruppen, Klub Erez Israel, Praterstraße 13. Letzter Abrechnungstag!!! 8 Uhr abends. 2. Bez., Sektion und WIZO Prater, Stuwerstraße 1, 149 Uhr abends, Dr. Willi Pick: „Ärztliche Begabung der Juden.“ 6. Bez., Sektion, und WIZO VI/VII. Loquaiplatz 11, V%9 Uhr abends, Ing. Oskar Bauer: ,,I) ie Sendung des Judentum s.“ 12. Bez., Sektion und WIZO XH., Restaurant Anton Salzer, Breitenfurterstraße la, Doktor Richard P o k o r n y und Dr. Leo Goldhammer: „Zionistische Tagesfrage n.“ 13. Bez„ Sektion Breitensee, Schanzstraße 32: Gesellige Zusammenkunft. 18. Bez., Jugendgruppe der Sektion XVin. Weimarerstraße 7, 8 Uhr abends: Heimabend mit anschließendem Referat. 19. Bez.: Sektion und WIZO XIX, Dollinerlempel, Dollmergösse 3, 149 Uhr abends, Prof. Dr. A. Apsler: „Die soziologische Struktur des Judentums und das Schichtungsproble m“. 20. Bez., Sektion Zwischenbrücken, Engerthstraße 8, 149 Uhr abends, Georg Freilich: „Das Bodenproblem Palästinas.“ 20. Bez., Sektion und WIZO XX, Jägerstraße Nr. 30, 149 Uhr abends, Georg Bise hoff: „Keren Hajessod.“ JÜDISCHER KALENDER 6. bfs 12. März 1936 . . . 12. bfs 18. Adar 5696 Freitag (6.) Sabbath-Elngang . .5«ühr Samstag (7.) Sabbath-Ausgang .6B5Uhr Wochenabschnitt: P’ Tezaweh Sonntag (8.) . Montag (9.). Amtliche Verlautbarungen der Israelitischen Kultusgemeinde Oberkellner Zionist, sprachenkundlff, Vntcr von zwei Kindern, gelernter first Fachmann Im Hotel-, Gast- und Cafögewerbe, bittet um Posten im In- oder Ausland, wie um Übertragung von Arrangements jtld. Veranstaltungen aller Gattungen in und außer Haus. Beste Referenzen. Adresse: E. Prelsler, Wien, IX., Lustkandigasse Nr. 26. Diese Kundmachung wurde unter einem im amtlichen Teil der „Wiener Zeitung“ verlautbart. Der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Wien. * Es wird hiemit bekanntgegeben, daß die Fleischbank des Herrn Michael K r o n I a n d, II., Ilerminengas&e 12, ab 4. März 1936 nicht mehr unter Aufsicht des Rabbinates der Israelitischen Kultusgemeinde steht. 2. März 1936. Das Rabbinat der Israelitischen Kultusgemeinde Wien. * Markus Engels Paulinen-Stiftung. Aus den Erträgnissen der obgenannten Stiftung gelangt der Betrag von 5700 Schilling an hilfsbedürftige Nachkommen der nachbenannten Geschwister des Herrn Markus Engel zur Verteilung. Samuel Engel, Charlotte, geborene Engel, verehelichte (Adolf) Hirsehfeld, Rosa, geborene Engel, verehelichte (Philipp) Blas. Bewerber und Bewerberinnen, welche den vorstehend angeführten Bestimmungen entsprechen, wollen ihre Gesuche bis spätestens 31. März 1936 an das Kuratorium der „Markus Engels Paulinen-Stiftung“, Wien, I., Seitenstettengasse 2, übersenden. Den Gesuchen, welche detaillierte Angaben über alle für die Beurteilung der persönlichen Verhältnisse der Gesuchsteller maßgebenden Umstände zu enthalten haben, sind anzuschließen: Das Geburtszeugnis, eine Lebensbestätigung, ein Mittellestekeitszeugnis, ferner amtliche Dokumente, durch welche die Abstammung des Bewerbers oder der Bewerberin von dem obgenannten Bruder oder einer der obgenannten Schwestern des Herrn Markus Emgel nachgewiesen wird. Das Stdftungskuratoriuim. * Carl und Rosalia Goldschmidtsche Stiftung. Aus dieser Stiftung gelangen für das Jahr 1936 2460 Schilling am arme und bedürftige Personen zur Verleihung, welche ihre Verwandtschaft mit dem am 26. Februar 1902 in Wien verstorbenen Herrn Karl Goldsehmidt, beziehungsweise mit dessen Gattin, der am 20. Dezember 1909 in Wien verstorbenem Frau Rosalia Goldsehmidt, geborene Engel, naekweisem können. > Als Verwandte in Ansehung dieser Stiftung sind solche Personen anzusehen, welche von den Urgroßeltern des Stifters, Horm Kar] Goldschmidt, beziehungsweise von den Urgroßeltern der Stifterin, Frau Rosalia Goldschmidt, geborene Engel, in ehelicher Deszendenz abstammen. Gesuchsbeilagen: Geburtsdokument, Vers wandtschaftsnaohweis im Sinne der vorstehenden Bestimmungen, Armuts- oder Bedürftigkeitszeugmis des Gesuchstellens. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. März 1936. Sonntag, 8. März, 4 Uihr nachmittags, bei kleinen Preisen „Die goldene Kette“, ein ohassidisches Spiel mit Gesang und Tanz von J. L. Perez, deutsch von Siegfried Schmitz, in der Inszenierung von E. Julbad. * Sonntag, 18 Uhr 45: Rezitationealbend Alice Koch „Biblische Gestaltern im Drama“. * Die Musiksektion der Jüdischen Kulturstelle (1. Bez., Kai 3) veranstaltet im Rahmen der sonst Samstag stattfindenden Musik-Abende diesmal Montag, 9. März, 19 Uhr einen Abend, an dem im Zyklus „Werke jüdischer Komponisten“ Kompositionen von Hugo Kauder zur Aufführung gelangen. Karten zu S 0*80 bis S 1*50. * Führung. Sonntag, .8. März: Museum der Gesellschaft der Musikfreunde (im Zyklus „Wiener Musik Stätten“). Leitung: Dr. Hedwig Krauß. Treffpunkt: 1. Bez., Bösendorferstraße 12, vor dem Museum, 11 Uhr vormittags. Zionistischer V er anstaltungskalender Freitag, 6. März 1936. 2. Bez., Sektion und WIZO-Prafcer, Stuwerstraße 1, 148 Uhr abends, Onegg Sabbath. Vortrag Rabbiner Dr. Frostig. Liturgische Gesänge: Arie Feldmann-Scherz 2. Bez.: Sektion II, Praterstraße 13, gemeinsam mit der Jugendorganisation „Akibah“, jmnkt 8 Uhr abends: Onegg Sabbath unter Leitung des Herrn Dr. Chaim Tartakower. Gäste herzlich willkommen! 4. Bez.: Sektion IV/V, Haußlabgasse 2, halb 9 Uhr abends: Onegg Sabbath. Vortrag Rabbiner Dr. Mehrer und kantonale Gesänge. 6. Bez.: Sektion VI/VII, Loquaiplatz 11, 8 Uhr abends: Onegg Sabbath. 20. Bez., Sektion XX, XX., Jägeretraße 80, 8 Uhr abends. Onegg Sabbath. Vortrag: Prof. David Zwi Weinstein. Gesang: Chordirigent Deutsch. Samstag, 7. März 1936. 1. Bez., WIZO, I., Sohottenring 25, 146 Uhr abendä. Onegg Sabbath. Frau Dr. Luise F a r c h y: „Die Bibel.“ 1. Bez., Jüdischer Klub der Jungen (J. K. J.), L, Goldschmiedgasse 9, 9 Uhr abends. Purim- Ball mit Akademie. 1. Bez., WIZO, I., Hotel Imperial, 9 Uhr abends: Gefiellfi°bafteabend mit Tanz. demie mit Tanz. In der Akademie wirken mit: Sevilla Pastor, Herta Schick, Doktor Karl Ritter und Paul Sign er. Saaleröffnung 7 Uhr abends. Montag, 9. März 1936. 1. Bez., WIZO, I., Sohottenring 25, 149 Uhr abends, Dr. Marek S c h e r 1 a g: Aus eigenen Werken. Dr. Max Präger: Humoristisches Allerlei. 1. Bez., Verband Jüdischer Ingenieure und Techniker für den Aufbau Palästinas, I., Kohlmessergasse 4, 8 Uhr abend«, M. Brust: „Bautechnik in Palästina und hier.“ 4. Bez., Sektion und WIZO IV/V, Hauslabgasse 2, 7 Uhr: Ausschußsitzung und Zusammenkunft der Mitglieder der WIZO; 8 Uhr, Vortrag der Frau Dr. Hennie Rappaport- Lichtenstein über: „Die Rolle der jüdischen Frau im Aufbau Erez Israel 6“, mit anschließendem Lichtbildervortrag; 9 Uhr: Ausschußsitzung der Sektion und Zusammenkunft der Mitglieder. 12. Bez.: WIZO Meidling, Sechshauserstr. 52, M9 Uhr abends: Lustiger Purimabend. Ballkomüeesetzung und Beratungsstelle für Kostüme und Gruppen, Klub Erez Israel, Praterstraße 13. Dienstag, 10. März 1936. 1. Bez., WIZO, I., Sohottenring 25, 147 Uhr abends. Dr. Michael Steinberg: „Zionistisches Seminar.“ 2. Bez., Sektion und WIZO Prater, Stuwerstraße 1, 149 Uhr abends, Dr. Martin Buchband, Assistent der Ohrenklinik Neumann: „Hygiene des Ohres.“ 2. Bez., Zionistischer Handwerkerverband „Baaleb Mikzoab“, Prafcerstraße 13, 149 Uhr abends, Georg Freilich: „Das Bodenproblem Palästin a.s.“ 3. Bez., Sektion und WIZO III, Wiener Ringcafö, Stubenring 18, 149 Uhr abends: Gesellige Zusammenkunft. 4. Bez., Jugendgruppe der Sektion IV/V, Hauslabgasse 2, 8 Uhr abends: Vereinsabend. 13. Bez.: Sektion Breitensee, Schamstr, 32, 149 Uhr abends; Gesprochene Zeitung, Doktor Richard Pokorny: „Der Judenstaat*, Robb. Dr. Margulies und Max Sprinzelis: Zionistische Tagesfragen“. 20. Bez„ Sektion XX, Jägerstraße 80,149 Uhr abends, Dr. N. Blauer: „Soziale Fürsorg e.“ Predigten in den Gemeinde- und Bezirkssynagogen. Freitag, den 6. März, werden bei den um 5 Uhr 45 Min. beginnenden Abendgottesdiensten in nachbenaonten Gemeinde- und Bezirkssynaogen Predigten abgehalten, und zwar: I., eitenstettengaese 4: Oberrabbiner Doktor D. Feuchtwang; II., Pazmanitengasse 6: Rabbiner Dr. Z. Taubes: IH., Untere Viaduktgasse 13: Rabbiner Dr. K. Kupfer; V., Siebenbrunnen- »asse 1 a: Rabbiner Dr. M. G. Mehrer; X., Humjoldtgasse 27: Rabbiner Dr. A. Weiner; XV., Turnergasse 22: Dozent Dr. H. J. Zimmels; XVHI., Schopenhauerstraße 89: Rabbiner Doktor A. Z. Schwarz; XIX., Dollinergasse 3: Rabbiner Dr. A. Frankfurter; XXI., Holzmeistergasse 12: Rabbiner Dr. M. Rosenmann. Samstag, den 7. März, beim Vormittagsgottesdienst Schrifterklärung: XX., Kluckygasse 11: Rabbiner Dr. B. Murmelstein. Jugendgottesdienste und Purimfeiern für die Schuljugend. 1. Am Samstag, den 7. März (Schabbae- Sochaur), um 3 Uhr nachmittags, findet im Rahmen des Jugendgottesdienstes der Volks-, Haupt- und Mittelschulen eine Purimfeier für die Schuljugend in allen Gemeinde- und Bezirkssynagogen statt. 2. Besondere Gottesdienste für Mittelschüler und -Schülerinnen der Unterklassen in 2., 9. und 20. Bezirk. Am Samstag, den 7. März, um 145 Uhr nachmittags, in den Synagogen, II., Tempelgasse 5, IX., Müllnergasse 21, und XX., Kluckygasse 11. Kundmachung. Der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Wien hat in Gemäßheit der §§ 91 und 16 des Kultusgemeindesbatuts die Voranschläge der Ein,nahmen und Ausgaben der Kultusgemeinde sowie sämtlicher unter der Verwaltung der Kultusgemeinde stehenden Fonds und Anstalten für das Verwaltungsjahr 1936 in allen Einnahmen- und Ausgabenposten geprüft und feetgestellt. Gemäß der § 91 des Statuts liegt dieser Voranschlag durch 14 Tage, vom Tage der Kundmachung an gerechnet, zur Einsichtnahme der Gemeindemitglieder in der Aratsdirektion der Kultusgemeinde, I., Seitenstettengasse 4, dritter Stock, auf. Die Gemeindemitglieder sind berechtigt, innerhalb dieser Frist Erinnerungen bezüglich des Voranschlages bei dem Kultusvorstand schriftlich zu überreichen, welcher dieselben in Erwägung zu ziehen hat. Einreichstelle: Fürsorgezentrale der Israelitisehen Kultusgemeinde Wien, I., Seitens tot tengasse 2, 1. Stock, Tür 17. Zur Bewerbung sind Gceuchsbögen zu verwenden, welche in der Einreichaingsste 11 e (L, Soitenstettengasse 2, 1. Stock) unentgeltlich zu haben sind; diese Formulare enthalten auch nähere, für die Einschreiter wichtige Bestimmungen. * Ignaz-Blumenfeld-Widmung für Bildhauer, Maler und Musiker. (Bewerbungsausschreibung.) Anzahl der Plätze: Einer im Betrage von 120 Schilling für einen Maler. Bewerbungsberechtigt sind: Der Malerei sich widmende israelitische Jünglinge (junge Männer) mit besonderen Anlagen und bereits bewährten Leistungen. Gesuchsbeiiagen: Geburtsschein, Heimatschein, M i t fcel los igk ei tszeug ni s, Fachzeugnisse; Kunstbeilagen sind erst über Verlangen des Vorstandes zu erbringen. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. März 1936. Einreichstelle: I., S eit ans te t ten gae&e 2, erster Stock, Tür 17, Fürsorgezentrale. Der Vorstand der Israeli tischen Kultusgemeinde Wien. Zur Bewerbung sind Gesucbsbogen zu verwenden, welche in der Fürsorgezentrale, I., Seitenstettengasse 2, unentgeltlich zu beziehen sind; die Geeuchsbogon enthalten aueh nähere, für die Einschreiter wichtige Bestimmungen. * An die mit Fremd onverkohrswerbung betrauten Stollen kommen häufig Anfragen, die die Unterbringung von jüdischen Ausländern als paying guests (zahlende Gäste) in Wiener und österreichischen jüdischen Familien zum Gegenstände haben. Jene Familien, welche hiefür Interesse haben, werden ersucht, Namen, Adresse und Ansprüche (Pensionspreis), forner das Alter der in der Familie lebenden Söhne und Töchter, Komfort und die Möglichkeit zur Sportausübung, Sprachunterricht u. dgl., der Amtsdirektion der Israelitischen Kultusgemeinde, Wien, I., Seitenstottengasso 4, 3. Stock, bekamntzugoben, welche diese Adressen unverzüglich an die kompetente Stelle weiterleiten wird. Aus oitier Spendo der Firma Oslos Steinfohl, Wien, wurdon für die Winterbilfsaktion der Israelitischen Kultusgemeinde Wien 250 Paar Überschuhe zur Verfügung gestellt,