Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 9 (1935-1936)
- Issue
- Heft 527 (28.2.1936)
- Date
- 1936-02-28
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Na 52-7 — 28. Februar 1036 DIR STIMM! Seit© 3 Die Sensation des Pessachfesfes sind die weltberühmten AZZOTH der Pester Israel. Kultusgentelnde unerreicht an Qualität und Geschmack* Nach einem Versuch kauft jeder die gute Pester-Qualität-Mazzoth, in dünne und (runde) dicke, sowie Mazze-Griefi, Farvel und Mazze-Mehl ln allen einschlägigen Geschäften erhältlich Alleinvertretung für Oesterreich: IGNAZ FROST Lebensmittelhandlung II., Haidgasse 9 Telephon A 49-3-84 Die englischen Universitäten gehen nicht nach Heidelberg Dem Beispiel der Universität Birmingham folgend, hat auch die Universität Oxford beschlossen, der 550-Jahrfeier der Universität Heidelberg fernzubleiben. Man erwartet, daß Cambridge und die anderen englischen Universitäten gleiche Beschlüsse fassen. Wichtig für ieüen Palästina-Interessenten I Reehlshlnwelse für die ErwerbstäüSkelt In Palästina Von Waller Klein, Jerusalem. Inhalt: Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen / Allgemeines Uber die Ausübung von Berufen / Erwerb von Grundstücken / Vertrüge / Wechsel / Urheberrecht und gewerblicher Rechtsschutz / Steuern / Rechtshilfe / Vollstreckung ausländischer Urteile. Die judisdie Bevölkerung Palästinas Wie berichtet, hat die statistische Abteilung der Jewish Agency in Jerusalem die Zahl der Juden Palästinas mit 1. Jänner 1936 auf 375.000 Personen geschätzt. Die gesamte Bevölkerung wird mit 1,260.000 Seelen angegeben. Nach diesen Berechnungen betrug die jüdische Bevölkerung Anfang 1936: in Tel- Aviv und Umgegend 135.000 Seelen (im November 1931, bei der allgemeinen Volkszählung, betrug sie 46.300); in Haifa und Umgegend 50.000 Seelen (im November 1931 — 16.000); in Jerusalem und Umgegend 71.000 Seelen (November 1931 — 53.800); in Tiberiais 7000 Seelen (November 1931 — 5400); in Safed 2000 (November 1931 — 2500); in den übrigen Städten 1000 Seelen (November 1931 — 700). PBEIS Fiton-?""”9 RM -—•40 O. Bauer, Wien, VI., Gumpendorferstraße 10 Toscamm wird in Palästina dirigieren. BronLslaw Hube r m a n, der berühmte Geiger, der sich clie Organisierung eines großen Symphonie-Orchesters in Palästina, das sich hauptsächlich aus aus Deutschland vertriebenen jüdischen Solisten zusammen-1 setzen soll, zur Aufgabe gemacht hat, gibt bekannt, daß Art-uro Tose a n i u i am 24. Oktober das erste Konzert des palästii nensischen Symphonie-Orchesters dirigieren wird. Toscantini hat sich für die nächste, Saison von seinen amerikanischen und an-] deren Verpflichtungen gelöst, um dieser, Verpflichtung in Palästina nachkommen zu ] können.! Zwei Namen - Ein Begriff: Lilly und Emy Schwarz im großen neuen Marz-Programm des RONACHER Täglich 4 u. 8 Uhr - Sonntags 2, 5 u. 8 Uhr Wirtschaftsstruktur Von der Landwirtschaft leben 46.000 Seelen oder 14% der gesamten jlidi sehen Bevölkerung (bei der Volkszählung des Jahres 1931 betrug die Zahl 27.010 oder 18% der jüdischen Bevölkerung); von der Industrie und vom Handwerk loben 23-4% (im Jahre 1931 — 24*7%); vorn Transport- und Verkehrswesen Bei Leuten im mittleren und vorgerückten Lebensalter sichert täglich ein halbes Glas natürliches „Franz-Josef“-Bitterwasser leichten Stuhlgang, guten Appetit, ruhigen Schlaf und höbt die Tätigkeit der Gehirnzellen oft in überraschenden* Weisel 6*l%i (6*4%); vom Bauwesen 12*7% (8*8%); vom Handel 20% (19*1%); Angestellte und Beamte (einschließlich ihrer Familien) sind 8000, das heißt 2*4% (2*2%); freien Berufen gehören 12*4% (11*6%) an; Personen mit gesichertem Einkommen gibt es 2000 oder 6% der jüdischem Bevölkerung (5-7%). (Palcor.) Die Zahl der jüdischen Bevölkerung in den Städten Palästinas beträgt 284.000 oder 75*6% der gesamten jüdischen Bevölkerung. Die Zahl der auf dem Lande wohnenden Juden wird auf 91.000 geschätzt oder 24*4% der gesamten jüdischen Bevölkerung des Landes. In den vier Jahren seit efer letzten allgemeinen Volkszählung ist die jüdische Bevölkerung um 200.000 Seelen gestiegen. Das Museum in Tel-Aviv Tel-Aviv, 23. Februar. Unter großer Beteiligung* und in Gegenwart, dos Distriktskommissars und des Oberkommissäre Wauchopes wurde heute nachmittags das neue Tel-Aviver Museum eröffnet, ein neues dreistöckiges Gebäude, das eine bedeutende Kunstsammlung aufwoist. Bürgermeister Dizcngoff hielt die Eröffnungsrede. Anspruchsvolle, Starkbürllgo, Empfindliche, Eilige, nehmen nur die sanft-scharfe Der Jischuw feiert Henrietta Szold Runzeln und Falten die orig, franz. Creme von Labaratoire PRIMA DERMA Paris Generalvertretung: ADOLF AUTSCH, Wien, VII., Zollerg. 2 Sklfahrer nach Zakopane (Polen). Minus 20 Grad, 8 Meter hoher Schnee, Sonne. Die nächste Sonderfahrt Sonntag, den 1. März, veranstaltet das Erste polnische Verkehrsbüro „Francopol“, IIL, Schw-arzonbergplatz 7 (Ecke Itonnwog). Preis S 30.— Ul. Klasse D-Zug. Polnisches Einreisevisum gratis. Billige Hotel- Arrangemeata, Die Exekutive der Jewish Agency in Jerusalem gab zu Ehren von Henrietta Szold, die ihren 75. Geburtstag beging, einen Empfang, der außerordentlich eindrucksvoll verlief. Gäste aus dem ganzen Lande fanden sich ein. Der Vorsitzende des Waad Leumi J. Ben Zwi, der Präsident der Hebräischen Universität Di*. J. L. Magnes uind das Mitglied der Exekutive der Jewish Agency David Ben Gurion berichteten über das Lebenswerk Henrietta Szolds. Vizebürgermeis ter Rokeach überreichte ihr die Ehrenbürgerschafts ur k u n d e von Tel-Aviv. Ben Zwi kündigte dio Schaffung eines II enr ie tta - Sz old- Fonds an, für den 17.500 Dollar aufge- Weizmann in London Weizmann reist am 29. da. begleitet von Kaplan und Ruppin nach London. Der Präsident der Jewish Agency nimmt in Gemeinschaft mit dem Finanz- und dem Kolonisation sreferenten die Verhandlungen mit der Londoner Zentralregierung auf und es wird der gesamte Komplex der Fragen besprochen, die unnötigerweise durch den Oberkommissär geschaffen worden sind, als gäbe i es der Schwierigkeiten noch nicht genug. Es handelt sich uim den Gesetzgebenden Rat, um die Verschärfung der Einwanderung und um das Bodenverkaufsverbot. Das Organ des Kolonialamtes behauptet ununterbrochen, daß es geringfügige Angelegenheiten wären und die Juden würden sich überzeugen, daß der Schaden gar nicht so groß sein werde. Wir wünschen diese Erfahrung nicht zu machen und auch ein geringer Schaden ist für uns nicht tragbar in einer Situation, in der 400.000 Juden in Deutschland vor dem Untergang stehen, in der Millionen Juden in Polen und in Rumänien mit Anwendung nordischer List arbeitslos gemacht werden und in der viele tausender junger Leute in einer verzehrenden und entnervenden Sehnsucht darauf warten, daß sich ihnen die Tore einer neuen Heimat öffnen. Den Engländern, die die ganze Welt kontrollieren und ein Reich besitzen, in dem die Sonne nicht unbergeht, mögen solche Fragen geringfügig erscheinen. Wir haben nur dieses eine kleine Küstenland für unsere Hoffnungen. Aber im letzten Grunde sind diese Fragen, über welche jetzt ein© Einigung erzielt werden muß, nur Ausdrucksformen der fast verächtlichen Art, mit der England das Mandat, das heißt den jüdischen Teil, behandelt. Wir haben nicht die Aufgabe, England davon zu überzeugen, daß ein jüdisches Palästina auch seinen besonderen politischen Wert hätte. Und wir finden es nicht nur für grundfalsch, sondern auch für gefährlich, wenn auch von zionistischer Seite dieser Revers der Medaille ins Licht gestellt wird. Wir sind als Vertragspartner völlig gleichgestellt und wir haben kein anderes Interesse als das jüdische zu vertreten. Es muß uns am Herzen liegen, daß die Freundschaft zu England wiedenhergestellt und von allen Zweideutigkeiten der Bureaukratie befreit, und daß das Verhältnis zu den Arabern nicht noch durch weitere Mißverständnisse verschlimmert werde. Wir haben nur auf dem Boden des Völkerbundbeschlusses zu bleiben, aber wir dürfen nicht ermüden, immer wieder zu betonen, daß der Vertrag mit dem ganzen jüdischen Volk abgeschlossen ist, dessen Sachwalter die Jewish Agency ist. Der andere Partner ist im Aufträge des Völkerbundes England, und nicht das imperialistische Interesse Großbritanniens ist der entscheidende Faktor, sondern der Zweck des Mandates. Bei jedem Vertrag kommt es weniger auf den Inhalt an als auf die Loyalität der Erfüllung, und hier haben die jüdischen Unterhändler in London leider ein sehr weites Feld der Beschwerde zu öffnen. Die Rücksichten auf die mohammedanisch-arabischen Einwohner in allen Ehren — aber die Juden sind auch vorhanden. Aus ihrer Arbeit sind die 6A Millionen Pfund Budgetüberschüsse entstanden, mit denen der Oberkommissär prunkt, und es ist kein Zweifel, daß sich diese Summe sehr ernstlich verkleinern würde, wenn die Einschränkung der jüdischen Einwanderung und die Verhinderung der geschlossenen Siedelung durch gesetzliche Akte durchgeführt würde, die nicht aus Notwendigkeiten der gesamten Bevölkerung, sondern aus angeblichen alten Versprechungen an die Araber abgeleitet werden. Der Wert der jüdischen Siedlung liegt nicht auf militärisch-strategischem Gebiet, sondern in der Vermehrung des Wohlstandes, in der Auf Schließung des Landes für intensive, moderne Landwirtschaft und für eine mit dem Boden verwachsene Industrie, Auf diesem Gebiet ist nach unserem Bedürfnis noch zu wenig geschehen, aber was erzielt worden ist, ist rein objektiv betrachtet unendlich mehr, als in irgend einem der arabischen Länder in Palästinas Nachbarschaft. Wenn Weizmann seine Besprechungen beginnt, so steht er nicht als armer Mann da. Hinter ihm baut sich das heutige Palästina mit seiner jüdischen Arbeit auf. Die 870.000 jüdischen Einwohner sind nicht eine bloße Zahl, sondern eine ganz ansehnliche •gütige and kratowieU^ eiec xwob jvoJ^ Esset täglich ORANGEN Jaffa-Orangen sind die extra großen Orangen, immer voll süßem delikatem Saft, Sie werden sich immer wohl fühlen. Jaffa-Orangen helfen Ihnen zur Erhaltung Ihrer Gesundheit, halten Ihren Organismus rein und geben Ihnen frisches Aussehen. Essen Sie daher viel Jaffa-Orangen. „Jaffa“ sind überall erhältlich. Verlangen Sie aber ausdrücklich Jaffa Orangen und Grapefruit „Jaffa“ sind saftiger Ein Produkt aus Palästina f tische Kraft. Das weiß auch der Oberkommissär und es ist sein Streben, diese Kraft nicht so rasch anwachsen zu lassen. Daher die so geflissen betonte Sorge um den Arbeitsmarkt, die sich auf rein mechanistische Erwägungen beruft. Das Land könne immer nur so und so viele neue Menschen aufnehmen und absolvieren. Aber neue Menschen erzeugen neue Bedürfnisse, schaffen neue Arbeit. Auf der kürzlich abgehaltenen Konferenz der Histadruth ist mitgeteilt worden, daß der Zahl von 6000 Arbeitslosen, die im Zusammenhang mit den Wirkungen der politischen Spannung im Mitt-eimeer gezählt werden mußten, 8000 Personen gegenüberstehen, die restlos und reibungslos in den Arbeitsprozeß eingegliedert werden könnten. Das ist die volle Widerlegung der uns feindlichen Argumentation der Mandatsverwaltung. Wir hoffen und wünschen, daß es in London gelingen wird, von dem schlecht unterrichteten Oberkommissär an d'it besser unterrichtete Regierung mit Erfolg zu appellieren. Der Konflikt schafft uns keine Freude und belastet unsere Anstrengungen, aus der europäischen Hölle ins Freie zu gelangen. Die englische Öffentlichkeit scheint mit unseren' Fragen nicht vertraut zu sein und es ist auf diesem Gebiete leider fast überhaupt nichts zur Aufklärung geschehen. Aber dieses Übel ist doch nur gering gegenüber der Stellung des gesamten Judentums in Genf, der Institution, der England verantwortlich ist und deren Stärkung auf dem Programm Edens steht. Das Judentum hat seine Vertretung im Völkerbund. Obzwar das Mandat die Jewish Agency als völkerrechtliches Subjekt anerkennt, das der Mandatsmacht in den auf die Errichtung dos nationalen Heims bezüglichen Fragen mit Rat zur Seite zu stehen hat, besitzt sie doch nicht die Möglichkeit, sich entsprechend zu Gehör zu bringen. Nach dieser Richtung isst noch alles zu tun und nur eine autoritative Vertretung des Judentums im Völkerbund kann dio volle Anerkennung unseres Rechtes verbürgen. Wir haben lins gegen die von England seit neuem immer wieder betonte Elastizität der Verträge zu stellen. Vertrag ist Vertrag, und die Loyalität, mit der das ganze Judentum dem Gedanken des Völkerbundes dient, muß durch die gleiche Ehrlichkeit erwidert werden. GRABSTEINE IN WÜRDIGE* FORM AUS 0 f N WERKSTÄTTEN WUIKAN t. NEUBRUNN ARE NN WEG 110- ST. MARX * SEIT \&QZ