Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 9 (1935-1936)
- Issue
- Heft 526 (25.2.1936)
- Date
- 1936-02-25
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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m, m - 35. Februar 1930 Oll STIMM! Seite 3 m Schon Kinder sollen die Zahne mit 0 0 OL* Zahnpasta pflegen. ODOL-Zahnpasta erhalt die Zahne schon und gesund KJ*!n* Tut* 8 —00 Groß# Tuba 8 1.40 Land“ sind im Budget 1936 S 93.000 präliminiert, in welchem Betrag die voraussichtliche Unterstützung seitens der Vaterländischen Front nicht enthalten ist. Der Beitrag des Kinderferienwerkes der Vaterländischen Front im Jahre 1935 betrug für diese Aktion rund S 18.000. Für das Jahr 1936 ist auch eine ausgedehnte Bekleidungsaktion für Kinder und Erwachsene vorgesehen. Für Subventionen auf dem Kapi- , tel „Fürsorge“ sind pro 1936 S 75.400 j präliminiert. Für „Wanderfürsorge“ sieht der Voranschlag 1936 S 35.000 vor. Die im Jahre 1934 begründete Gemiluth-Chesed-Kasse entwickelt sich sehr gut und konnte an 847 Darlehenswerbern insgesamt S 140.843.10 unverzinsliche Darlehen zur Auszahlung bringen. Der Voranschlag pro 1936 sieht eine Dotierung der Gemiluth-Chesed-Rasse aus den Mitteln der Kultusgemeinde mit weiteren S 10.000 vor. Für Berufsberatung* und Arbeitsvermittlung’ sind im Voranschlag 1936 aus Mitteln der Kultusgemeinde und der unter ihrer Verwaltung stehenden Fonds S 12.000 vorgesehen. Der Verein für unentgeltlichen Arbeitsnachweis, welcher von der Kultusgemeinde im Jahre 1934 gänzlich reorganisiert und fast zur Gänze von ihr erhalten Wird, konnte im Jahre 1935 1089 Arbeitsvermittlungen durchführen; diese verteilen sich wie folgt; männlich weiblich Erwachsene s * , * . 309 518 'Jugendliche * * . . . 165 97 474 615 Nach Berufen geordnet, ergeben die Vermiittlungen folgendes: & 2 S 1 Ü 2> Erwachsene: ’s ’S * cß N kaufm. Berufe ... . 201 193 394 gewerbl. u. ind. Berufe . Erziehung, Pflege, 103 123 226 Haushalt . . , . . 9 219 228 313 535 848 Jugendliche; kaufm. Berufe . » » . 1.30 71 201 gewerbl. Berufe .... 35 26 61 165 97 262 IV. Friedhof- und Beerdigungswesen Dieses Kapitel weist an Ausgaben S 924.690 auf. Wegen der geplanten Erweiterung des Friedhofes sieht der Voranschlag die Dotierung des Friedhof erhaltu ngs- und Erwerbungsfonds mit S 250.000 für das Jahr 1936 vor und weist gegenüber dem Vorjahr eine Erhöhung dieser Ausgabenpost um S 100.000 auf. Die Zahl der Beerdigungen nahm im Jahre 1935 bedeutend zu und betrug 2543 gegen 2385 im Jahre 1934. Von diesen 2543 Leichenbegängnissen sind 1093 auf Kosten der Kultusgemeinde durchgeführt worden; diese Zahl veranschaulicht am krassesten die Verarmung der jüdischen Bevölkerung. Zu ermäßigten Gebühren, also ebenfalls zu Lasten der Kultusgemeinde, wurden 466 Beerdigungen durchgeführt. Aus dem Verkauf der Grab- und Guftstellen am Zentralfriedhof, I. Tor, sieht der Voranschlag S 51.000 vor, wogegen auf diesem Kapitel beim IV. Tor S 272.000 vorgesehen sind. Für Unterstützungen der Chai u z - U r ga n i s a ti o n e üj Emigranten b e i t r ä g e, für die mit Zertifikaten versehenen Palästina-Auswanderer und für Palästina-Fonde sind im Vorjahre zirka 8 40.000 verausgabt worden und dementsprechend ist auch im Budget 1936 Vorsorge getroffen. Das mit Ende des Jahres 1931 tatsächlich bestandene Defizit im Budget der Kultusgemeinde in der Höhe von S 280.675.70 ist bis Ende 1935 auf S 104.062.05 herabgesetzt worden, wobei zu berücksichtigen ist, daß die Gesamtausgaben im «Jahre 1932 auf S 6,157.623, im Jahre 1933 auf S 6,379.497 und im Jahre 1934 auf S 6,481.334 gestiegen sind. Diese bedeutende Erhöhung der Ausgaben steht mit der Erweiterung des Wirkungskreises der Kultusgemeinde auf allen Gebieten ihrer Tätigkeit im Zusammenhang. Im aktiven Dienst der Kultusgemeinde stehen 527 Personen, wogegen 216 Pensionen und Gnadengaben von der Kultusgemeinde beziehen. Die ordentlichen und außerordentlichen personellen Ausgaben betragen S 1,954.000, Pensionen und Gnadengaben S 515.630, soziale Lasten S 299.460. Bevölkerung sstatistik Jm Jahre 1935 verzeichnete das Matrikelamt der Kultusgemeinde 735 Geburten und 2815 Todesfälle, 369 Eintritte und 500 Austritte aus der jüdischen Religionsgesellschaft. Der effektive Abgang beträgt daher 2211 Personen. In den letzten Jahren hat eine gewaltige Abnahme der Geburten stattgefunden. Die Statistik ergibt folgendes: im Jahre 1923 wurden 2733 Geburten eingetragen, 1924 2563, 1925 2191. Die Ziffer fiel weiter, und im Jahre 1931 wurden 1067 Geburten verzeichnet, 1932 976, 1933 900, 1934 759 und 1935 nur mehr 735. Hievon waren 402 Knaben und 333 Mädchen. Von den im Jahre 1935 verstorbenen 2815 Bilder aus Erez Israel zu unserem Artikel »Deutsche Jugend-Alijah« in der Palästina-Beilage Ankunft in der Knnizah SivlWSSJf:. J&j i-.trs Ai immt -1 J < JatsJiffeö 'f~, > y<-' V i ■ i * ' * Blick auf Ajeleth hachschahar üü SPil iisMi lH _i im« r mmn ÜMÜÜÜ Av A .V A - * J V.' ' SÄiPs A' * x*' - :s*SSs pfllfl « * .'v L ' ‘ Hpi tÄftl Hü Vas Haus der t,Deutschen“ b< Ajeleth hachschahar _v mm llifi MM " lljlt üill IHMI mmm mm iiüi IHhB P|^| _ _'\ r» \ Alle bisherigen Vorstellungen ausverkauft Das Land der ■——— Verheißung MllllllllBliillill Sonntag, 1. März, vormitt. 11 Uhr Vielfachen Wünschen entsprechend wieder im IMPERIAL-KINO ROTENTURMSTRASSE Karten bei: JÜd. Kulturstelle, l.,Franz- Josefs-Kai 3, T. R 28-2-36, Bücherstube Löwit, I., Wollzeile 6, Tel. R 25-4-53, Buchhandluns Lanyi, I., Kärntnerstraße 44, Tel. B 26-3-33 und an der Kinokassa, Tel. U 22-1-12 Personen waren 2731 aus Wien und 84 Ortsfremde. Tm Jahre 1935 sind in den Wiener Tempeln 1211 Trauungen vollzogen worden. Die im Rabbinat der Kultusgemeinde im Jahre 1935 vollzogenen Ehescheidungen betrugen 382. Von den geschiedenen Ehen waren 249 kinderlos. Ein angeblicher Brief Wauchopes an Weizmann Aus Jerusalem wird gemeldet: Die revisionistische Zeitung „Hajeirden“ veröffentlicht einen Brief, den angeblich der High-Commiisioner Sir Artur W a u c h o p e an Dr. Chaihn Weizmann nach Rechowot gesandt hat: „Mein lieber Dr. Weizmann! Ich verstehe sehr gut die Gefühle der Erbitterung und der Erregung, von denen Sie anläßlich unseres letzten Zusammentreffens beherrscht waren. Es ist kein Wunder, daß Sie, der Sie die ganze Last jüdischen Leids in der Welt aiuf Ihren Schultern tragen, eines Leides, für das ich persönlich starkes Mitgefühl empfinde, in solche Erregung gerieten; ich kann Ihnen versichern, daß ich Ihnen dies nicht übelnehme. Die Vorschläge betreffend einen Legislative Council in Palästina, die ich der Bevölkerung gemacht habe, stellen eine alte Zusage und Verpflichtung gegenüber den Arabern dar, deren ich mich nicht entziehen kann. Ich kann Ihnen aber nochmals versichern, daß die jüdische Einwanderung nach Palästina auch in Zukunft ausschließlich auf dem Grundsatz der Aufnahmefähigkeit des Landes aufgebaut sein wind, so wie es bisher der Fall war. Was die geplanten neuen Bodengesetze betrifft, so haben sie keinen großen W e r t. Ich hoffe, daß wir auch weiterhin gute Freunde bleiben werden. Ihr ergebener A. G. Waitchope.“ * Die Echtheit des Schreibens steht nicht fest, darf aber wohl bezweifelt werden. Es ist nicht gut möglich, daß der Oberkoanmissär seine Vorschläge selbst bagatellisiert. Eine lustige Nacht auf der Hakoah- Schutzhütte Dos Ist die Devise, unter der die diesjährige „Blau-weiße Redoute“ der Hakoah am 29. Februar in den Sofiensälen stattfindet. Die Ausschmückung des Saales, die von dem berühmten Theatermaler Ferdinand Moser geschaffen wird, wird wesentlich dam beitragen, jene angenehme, lustige und intime Stimmung herzustellen, die auf unserer Hütte auf dem Semmering zu herrschen pflegt. Der Kartenvorverkauf ist ein derartig reger, daß das Kontingent der für Hakoah-Mitglieder ermäßigten Karten schon fast erschöpft ist. Ebenso ist die Nachfrage nach Logen so stark, daß nur mehr ganz wenige noch zu haben sind. (Im Parterre S 10, auf der Galerie S 5.) Kartenvorverkauf und alle Anfragen an das Sekretariat, I., Wiesingerstraße 11, Telephon R 25-0-10,