Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 9 (1935-1936)
- Issue
- Heft 524 (18.2.1936)
- Date
- 1936-02-18
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr, 534. *— 18. Februar 1986 DIC STIMME Seit« 5 -7, 0,1 n I | . | IV/I7A Br. JaHob Ef>rltcö, Hat der Staat Wien, JLlonistische Dezirkssektion und WIjLkJ Vizepräsident der Kultusgemeinde: Wieden-Margareten, IV. Hauslabgasse 2 jädlsdien'GesAiJite'' ftfittwoeß, den 19, Februar, '/, 9 U&r abends Klubheim des A.-H,-Ringes Ein alter Wunsch der Im Bing der Alt-Herren-Vexrbände der zionistischen Verbindungen vereinigten zionistischen Korporationen ist am 6. Februar Wirk lieh k eit geworden: Dor Ring konnte ein eigenes Klubheim im Hotel Excelsior-Habsburg (Wien, I., Rotenturmstraßo 34) eröffnen. Aus diesem Anlasse fanden sich überaus zahlreich die A.-H. der dem Ring angefcchlossenen Verbindungen ein, um durch ean erstes geselliges Beisammensein dieses Ereignis zu feiern. In dem mit Blumen, und den nationalen Farben Blau-Weiß, sowie den Farben Österreichs geschmückten Festsaale versammelten eich die Festteilnehmer zu einer eindrucksvollen Feier. Der Präses des Ringes, Rgbr. Dr. Eugen F elix (Robur), unterstützt von den Herren des Ausschüsse« und dem Klubsekretär Siegfried Rauch werger (Unitas), konnte mehr als 120 Festteilnehmer, Damen und Herren, begrüßen. Die besondere Bedeutung dieses Festes wurde durch das Erscheinen des Präsidenten des zionistischen Landeskomitees' Rgbr. Dr. Oskar Grünbaum und des Rates der Stadt Wien Rgbr. Dr. Jakob Ehrlich unterstrichen. Doktor Eugen Felix wies darauf hin, daß das Jilubheim einen Kristallisationspunkt für die geistigen und wirtschaftlichen Interessen der Ringbrilfler bilden werde. In einer Zeit, in der der Gegensatz der Meinungen selbst im zionistischen Lager so tiefgehend sei, besteht die hohe Aufgabe des Ringes darin, eine überparteiliche Plattform zu bilden, auf der die Gegensätze in freundschaftlicher und akademischer /Auseinandersetzung bereinigt und einer gedeihlichen Lösung zugeführt werden können. Präsident Dr. Otto L i f c i s (Kadimah) führte raus: Der Ring will mit der Eröffnung des Klubheimes eine Stätte für die Stärkung des ^Zusammengehörigkeitsgefühles unter den Ringbrüdern schaffen und damit der Idee der Konzentration dienen. Der Präses des A.-H.-Verb. der „Unitas“, Dr. Gustav Stern, verwies aiuf das tragische Moment in der jüdischen Geschichte, daß nämlich immer Zwistigkeiten und Kämpfe gerade dann geführt wurden, wenn Einigkeit und Geschlossenheit notwendig gewesen' wäre. Er erwähnte in diesem Zusammenhang" die" Spaltung im Zionismus und erhoffte sich von der überparteilichen Körperschaft des Ringverbandes eine Belebung aller einigenden 'Kräfte. In einer überaus eindrucksvollen Rede erinnerte der Schöpfer des Ringverbandes und Die Zion. Bezirks-Sektion Leopoldstadt und „Club Erez Israel“ gratulieren herzlichst Herrn Victor uni Frau Ibl Lemberger zur Geburt eines Sohnes und wünschen dessen erster Präses Julius Löwy („Unitas“), daß der Ring unmittelbar nach den Unruhen in Palästina im Jahre 192Ö gegründet wurde. In der konstituierenden Versammlung hat sich der Ring eine Verfassung gegeben, in der er sich auf den Standpunkt des integralen Judenstaatszionismus stellte..An drei Elementen dies jüdiechen Studentenwesens müsse der Ring auch in Zukunft festhalten: unbedingtes Bekenntnis zur Idee, unbedingte Disziplin und unbedingte Bundesbruderschaft. Wir feiern jetzt den 40. Jahrestag des Erscheinens von Heirzls „Judenstaat“. Damals war Palästina nicht einmal ein Begriff und heute ist es dem jüdischen Herzen so nahe gebracht, daß es ein Stück unseres Lebens geworden ist. Wir haben ungeheuerliche Schwierigkeiten bereits überwunden, wir haben noch viel größere vor uns. Wenn alle ihre Pflicht tun werden, können wir auch diese überwinden und das Ziel erreichen: Ein freies jüdisches Volk im freien jüdischen Land. Es sprachen ferner die Herren Dr. H a r n i k, Dr. Jerusalem, Dr. J e 11 i n e k und Doktor Sommer, die dem Präsidium und dem Ausschuß für das Zustandekommen des Klubheimes den Dank aussprachen. Fachmann mit Zertifikat sucht finanznann (Qr Paläst na zor Grunz einer Kinderwagenuni SiahlrohrmSbel- Erzeugung. Zuschriften unter „E. M. 5000“. Ludwig Holländer gestorben Am 9. d. ist in Berlin nach schwerem Leiden Dr. Ludwig Holländer gestorben, bis zum Machtantritt Hitlers Direktor des Zentralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens (jetzt Zentralverein der Juden in Deutschland). Ludwig Holländer war ein Führer der im Zentralverein vertretenen jüdischen Schicht in Deutschland und; zeitlebens ein leidenschaftlicher Verfechter der These „Deutschtum und " Judentum“. Dem Zionismus stand er als Gegner gegenüber, doch ist ihm naohzueagen, daß er das Gebiet der Sachlichkeit und der Ritterlichkeit nicht verließ. Vor einigen Jahren fand im Berliner Logenhaus ein kontradiktorischer Abend statt, bei welchem Holländer und Dr. Blumenfeld ihre Anschauungen entwickelten. Der Züisammenbruch der Assimilation hat Holländer innerlich tief berührt. Die Haltung des Zentral Vereines zur Paläsfcinafrage, insbesondere die Unterferti- •guog des Aufrufes für den Keren Hajessod, hat deutlich gezeigt, daß Holländer und die von ihm geführten Kreise doch die Forderungen der Zeit zu begreifen begannen. Jüdischer Klub ist Baden Sonntag, den 9. Februar, fand die 6. Generalversammlung des Jüdischen Klubs in Baden statt. Nach einem ausführlichen Bericht des geschäftsführenden Obmannes Dr. Leo Katz erstattete Hermann Glück den Kassabericht und überbräobte gleichzeitig Grüße des Präsidenten des Zionistischen Landeskomitees für Österreich, Dr. Oskar G r ti n b a u m. Dr. Alfred G r ü n w a I d referierte über seine Tätigkeit als Keren-Kajemeth-Kommissär, welche im abgelaufenen Jahr sehr erfolgreich war. Die Kultur- und Vortragstätigkeit wurde nicht vernachlässigt. Im Rahmen dieser Abende sprachen in letzter Zeit Ing. Stefan T a u s s i g über Geographie Palästinas, Dr. Moses R o s 1 e r über die politische Lage in Erez Israel und Ludwig Grünwald über die Arten dor kollektiven Siedlungen in Erez Israel. Nach einer längeren Debatte wurde dann zur Wahl des neuen'Vorstandes geschritten, wobei die Herren Bernhard Dollinger, Amtsrat i. R. Bernhard Freiwillig, Ludwig Grünwald, Dr. Leo Katz, Architekt Ing. Kollisoh, Dr. Rudolf Lackenibacber, Gustav Löwinger, Otto Mandl und Dr. Moses Rosler einstimmig gewählt wurden. In der bald darauf stattgefundenen konstituierenden Sitzung wurden gewählt: Kultuspräsident Dr. Rudolf Lackenbacher zum Obmann, Architekt Ing. Otto K o 11 i 8 c h zum Obmannstellyertreter, Dr. M. Rosler zum Schriftführer, Bernhard Dollinger zum Kassier und Otto Mandl zum Keren- Kajemeth-Kommissär. Es ist zu hoffen, daß der Jüdische Klub unter der Leitung des um die zionistische Arbeit in Baden sehr verdienstreichen Präsidenten Dr. Lackenbacher eine neue Aera des Aufschwunges und der Blüte erleben wird. .. . Dr. Amalie Kantor über Mendele Mocfter SSorim Am 10. d. sprach in der WIZO und Bezirkssektion IV/V Frau Dr. Amalie Kantor über Mendele Mocher Sforim. Anschaulich und fesselnd schilderte die Vortragende die Entwicklung und literarische Bedeutung Mendeies. Anschließend an den Vortrag las Sigmund Haber meisterhaft einige Proben aus Mendel es „Benjamin III“, die eine willkommene und dankbar aufgenommene Ergänzung der Ausführungen von Frau Dr. Kantor bildeten. „Eine Narbt in Tel-Aviv1* Es möchte jeder Jude das jüdische Land besuchen — nicht jeder kann es. Aber die Illusion, dort gewesen zu sein, kann sich jeder verschaffen: Er komme am 14. März zum Purim-Ball des Klubs Erez Israel in die Sofiensäle. So kann er „eine Nacht in Tel- Aviv“ verbringen! Auflösung des Vereines der ^Fortsehrittlieh-rellgiösen Juden14 Donnerstag hat eine Generalversammlung des Vereins für fortschrittlich-religiöses Judentum unter dem Vorsitz Dr. Heinrich Haases seine Auflösung beschlossen. Die Organisation, die sieh an die deutschen und die englischen Vorbilder anlebnte, -war nicht imstande gewesen, in Österreich Fuß zu fassen und hat jetzt daraus die Konsequenzen gezogen. Wohl wollen die fortschrittlichen Juden nach der Auflösung des Vereins noch zwängslose gesellschaftliche Zusammenkünfte halten, doch ändert das nichts an der Tatsache, daß der Versuch, das Reform-Judentum in Wien heimisch zu machen, gescheitert ist. Heldengedenktafelerrichtimg der jüdischen Frontsoldaten Die Bezirkßgruppe IX Alsergrund des Bundes jüdischer Frontsoldaten Österreichs beabsichtigt zu Ehren der gefallenen jüdischen Soldaten des IX. Wiener Bezirkes im Müllnertempel eine Gedenktafel zu errichten, welche die Namen der im Weltkriege gefallenen Kämpfer tragen soll. Die Bezirksführung ersucht die Angehörigen, Kameraden und Freunde um Bekanntgabe der Namen, Geburts- und Todestag, Charge, Regiment, Auszeichnung sowie Begräbnisstätte aller gefallenen jüdischen Krieger, die im IX. Bezirk gewohnt haben. Mitteilungen schriftlich an die BOG. IX des Bundes jüdischer Frontsoldaten Österreichs, IX., Liechtensteinstraße 121, oder persönlich jeden Mittwoch ab 20 Uhr abends. Autorenabend Friedrich Torberg. Donnerstag, tierfa 20. d., 19.15 Uhr, liest im Jüdischen Kulturthhiater - (Lj- Kai 3): Friedrich ’;'T Ö t-B e r g, der Verfasser von „Schüler. Gerber hat absolviert“ und „Die Mannschaft“, aus eigenen Werken. Die einleitenden Worte spricht Bruno Heilig. Karten in der Jüdischen Knltunstelle^ I., Kai 3, R 28-2-36. Die Zion. Bezirkssektion Leopoldstadt und Klub „Erez Israel“ drückt ihrem Vorstandsmitglied, Herrn Mordechal Bartfeld und Kindern zum Ableben seiner Gattin, Frau Jente Jehudith Bartfeld s. A. das tiefgefühlteste und Innigste Belletld ausergreifende ‘Stelle, worin Heine die atheistischen Irrtümer seiner Mannesjahre korrigiert und seine nationale Verbundenheit mit Israel zum Ausdruck bringt: „Meine Vorliebe für Hellas hat... abgenommen. Ich sehe jetzt, die Griechen waren nur schöne Jünglinge, die Juden aber waren immer Männer, gewaltige, unbeugsame Männer, nicht bloß ehemals, sondern bis auf den heutigen Tag, trotz achtzehn Jahrhunderten der Verfolgung und des Elends. .Ich habe sie seither besser würdigen gelernt, und wenn nicht jeder Geburfsstolz bei dem Kämpen der Revolution und ihrer demokratischen Prinzipien ein närrischer Widerspruch wäre, so könute der Schreiber dieser Blätter stolz darauf sein, daß seine Ahnen dem edlen •Hause Israel angehörten, daß er ein Abkömmling jener Märtyrer, die der Welt oinen Gott und eine Moral gegeben und auf allen Schlachtfeldern des Gedankens gekämpft und gelitteu haben...“ Nicht bloß zum Gott der Väter, auch nach Zion ist Heine zurückgekehrt, wio sein Jehuda ben Halevy, welcher „starb zu Füßen seiner Liebsten und sein sterbend Haupt, es ruhte auf den Knien Jerusalems.“ Als das neue israelitische Hospital zu Hamburg eröffnet wurde, da stellte Heine eine bange Frage, auE welche ex noch keine Antwort wußte: „Wird einst die Zeit, die ew'ge Göttin, tilgen aas dunkle Wah, das sich vererbt vom Vater hörunter auf den Sohn, — wird einst der Enkel genesen und vernünftig sein und glücklich?“ Das jüdische Volk, das die Heimat wiedergefunden, wird dom großen wissenden Sohne, der die nationale Tragödie des Judentums von einst verkörperte, an seinem Grabe den Kadiäisch sagen.ti Ein Bialilcbudt Ungewöhnlich groß ist in der jüdischen Welt das Interesse der jüdischen Renaissance. Dieses wachsende Interesse ist nicht durch eine pietätvolle Verherrlichung des Gewesenen zu erklären. Es ist vielmehr das Wissen um das Einmalige ihrer Erscheinung, das uns in den Bann zwingt und ihre Gestalten verklärt. Der Mangel an Tradition, der die jüngere Generation kennzeichnet, ist die tiefere Ursache für die Freudlosigkeit, die Erlebensarmut ihres Daseins, für ihre Flucht ins Problematische. Das Geschlecht, das in den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts daran ging, das jüdische Leben neu zu gestalten, es aus der Enge des Ghettos zu befreien, und es zu neuer Entfaltung zu bringen, hatte nicht allein einen heroischen Kampf nach außen und innen zu führen. Es nahm den Kampf gegen eine Welt auf, die ihm unbekannt war, deren Mittel ihm fremd waren — und die es dennoch bezwang. Das Wirken dieser Männer übt über ihren Tod hinaus nachhaltigen Einfluß auf uns, gern lassen wir uns in die Bezirke führen, aus denen unsere Heroen hervorgegangen sind. Deswegen hat jede Einzelheit aus ihrom Leben Reiz und und weckt unser Interesse ans dem Bestreben heraus, die fast verschütteten Quellen wieder t'reizulogen, um aus ihnen neue Kraft zu schöpfen. Ein ausgezeichneter Führer durch weite Gebiete des ursprünglichen jüdischen Lebens ist Benjamin Klar in seinem jüngst erschienenen Buche: 0 h a j i m N a o h m a n B i a 1 i k, Leben für ein Volk (Verlag S. Belf, Wien 1936).' Es ist nicht leicht, über einen großen Dichter, einen der größten aller Zeiten, der das Wissen und Fühlen und Wollen, das Sehnen und Streben seine« Volkes verkörpert, der sein „Herz“ und sein „Gewissen“ ist, zu schreiben. Der Verfasser ist sich dessen bewußt, und er wählt den richtigen, weil einfachsten Weg: Er schildert Umgebung und Verhältnisse und schafft so gleichsam den äußeren Rahmen, den er durch den Dichter selbst aiusftiilen läßt, indem er ihn von der ersten Zeile an selbst sprechen läßt. In auegewählten, teils fremden, teils eigenen Übersetzungen, läßt Klar den Meister seine Kindheit im Dorf — nach welchem er sich Zeit seine« Lebens sehnt — schildern, seine entbehrungsreiche, von harten Pflichten erfüllte Jugend beschreiben. Er läßt uns in die Jeschiwah blicken, aus der der Weg ins Freie führen soll, läßt uns — indem er wieder Bialik sprechen läßt — die Leiden des sich aus altgewohnten Bezirken hervorwagenden Jünglings miterleben: Leiden, die nicht die eines Einzelnen, vielmehr die oinex ganzen Generation waren. Wir sehen dann Bialik auf der Höhe seines Schaffens. Wir sehen den Dichter und Lehrer, den wissenschaftlichen Verleger, der Unschätzbares aus der Vergessenheit zu rotten versucht und dem Volk des Buches die Liebe zum Buch predigt. Wir sehen endlich Bialik in Tel-Aviv als den anerkannten geistigen Führer, der die alten Lebensformen mit neuem Inhalt zu erfüllen sucht und neue schafft. Überzeugt, daß kaum jemand den großen Dichter aus einer Interpretation richtig begreifen und ihm folgen kann, verweist Klar auf da« Original und verzichtet auf eine tiefere Analyse. Doch kann dies gerade als ein Vorzug des fesselnden, flottgeschriehenen Buches betrachtet worden, der geeignet ist, ihm in dio weitesten Kreise Eingang zu verschaffen, Pr. B, A, Klavierabend Nadja Eitingon Eine palästinensische Pianistin stellte sich zum ersten Maie dem Wiener Publikum vor. Es ist kein klavierspielender Nachwuchs ans Erez Israel, denn Frau Eitingon hat ihre Stu«. dien in Kiew und dann bei dem berühmten Klavierpädagogen Prof. Robert Teichmüller in Leipzig absolviert. Die bekannten Vorzüge dieser Schule — männliches Spiel, straffer, eiserner Rhythmus, bravouröse Technik, don* nernde, vom ganzen Arm genommene Oktaven und sonorer Anschlag — sind auch bei Frau Eitingon unverkennbar. Diese Vorzüge legen auf jedes von ihr gespielte Werk ein eigenartig ges Gepräge, manche Details sind interessant. Das Programm war sorgfältig und mit künstle-* rischem Geschmack gewählt, und es wäre wünschenswert und interessant von dieser zweifellos talentierten Pianistin einmal auch etwas aus der Klavierliteratur neuer jüdischer Konzerten usik zu hören. Die Novität des Abends — „Kleiner Marsch des großen Dr. Dolittle“ von dem in Palästina lebenden Komponisten E. W. Stemberg ist durchwegs modern; es wäre aber eine Täuschung, diese Komposition nur des-* wegen als ein Werk jüdischer Musik zu betrachten, weil der Autor in Erez Israel lebt und wirkt. Eher hat der als Zugabe gespielte Ara* bische Tanz von Kugel einige Elemente jüdischer Musijc. Auf die „Les adieux“-Sonate von Beethoven und der H-Moil-Sonate von Chopin folgten eine Reihe von Werken von Debussy, Rachmaninoff Prokofieff und Liszt, dessen Polonaise in E-Dur von Frau Eitingon mit Temperament und sicherem technischen Können gespielt wurde. Das Publikum erzwang sich einige Zugaben. JuL Kolfaohn.