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Die Stimme · 1936-01-17 · Heft 515 (17.1.1936) · page 10

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Journal
Die Stimme
Volume
9 (1935-1936)
Issue
Heft 515 (17.1.1936)
Date
1936-01-17
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Seite 6 DIE STIMME Nr. 515 — 17. Jänner 1996 klälrung der Nichtjuden und die konsequente 22 Bekämpfung des Antisemitismus mit geistigen Mitteln den Juden die Ruhe verschaffen. An einer anderen Stelle sagt er aber wieder, man könne nicht wissen, ob das, was in Deutschland geschehen ist, ein Höhepunkt oder nur ein Vorspiel gewesen sei. Kr sagt es allerdings dort im Zusammenhang mit den „nichtassiimilierton Ostjuden“. Man muß den Grafen fragen, ob er, wenn er das Buch vor etwa zehn Jahren geschrieben hätte, auch nur zu ahnen gewagt hätte, daß es in Deutschland zu so grauenvollen Exzessen kommen könne. Er müßte nein sagen. Wie kann er dann die Gefahren für die Juden heute auf ein bestimmtes Gebiet abgrenzen? * Was hier gesagt wird, soll kehl Vorwurf sein. Es ist eine Frage, die Frage an einem ehrlichen Menschen. Wir sind uns klar über den Zionismus, wir brauchen keine Rechtfertigung und keine Bestätigung für ihn. Aber gerade die Ansicht des Grafen Coudenhove-Kalergi interessiert uns brennend und gerade bei ihm möchten wir wünschen, daß er zu einer klaren und eindeutigen Auffassung komme. Für das Buch danken wir ihm bei allen Vorbehalten. Es ehrt ihn wie ihn alles ehrt, was er sagt und schreibt. Bruno Heilig. d., „Tanzt, Jüdalech tanzt“, und Donnerstag, den 23. d., „Bannizwah“. Ehrenabend Lea Weintraub-Graf. Die bekannte jüdische Schauspielerin Lea Weintraub-Graf tritt. Montag, den 20. d., im Rahmen einer Sondervorstellung in den Jüdi sehen Künstlerspielen als Sure in „Opferung Isaaks“ von Goldfaden auf. Den Isaak spielt Sevilla Pastor. Die Zionistische Ortsgruppe Graz bringt Sonntag, den 19. Jänner 1936, um y 11 Uhr vormittags, im Union-Kino den vom Keren Hajessod hergestellten preisgekrönten Palästina-Tonfilm „Land der Verheißung“ zur Aufführung. Es ist der beste von den bisher gedrehten Palästina-Filmen. Vorher wird der Tonfilm „Rund um den Zionistenkongreß“, der namhafte zionistische Führer zeigt, vorgeführt Die Zionistische Ortsgruppe Graz erwartet, daß alle Grazer Juden ohne Parteiunterschied ihr Interesse an Palästina durch den Besuch der Aufführung bekunden werden. Karten zum Preis von 1 bis 2.50 Schilling im Vorverkauf bei den Firmen: Zahnatelier Alfred Klein, Conrad-von-Hötzendorf-Straße 7, Tel 1451; Alexander Landskroner, Annenstraße 28, Tel. 7183; 0. Lichtenstein, Jakominiplatz 4, Tel. 4371; A. Welisch, Herrengasse 7, Tel. 1338; Karl Zilz, Annenstraße 11. Tel. 3362. Dr. Moritz Pachtmaiut — ein Siebziger In Drohobycz feiert dieser Tage die Zionisti sehe Organisation den 70. Geburtstag ihres Gründers und Führers Dr. Moritz Pacht mann. Pachtmann gehört zu den Pionieren unserer Bewegung. Er hat im Jahre 1885 als neunzehn jähriger Hochschüler den Verein „Zion“ Drohobycz gegründet. Im Kampfe um die na tionalen Rechte der altösterreichischen Juden heit war Dr. Pachtmann ebenfalls Führer. Während des Krieges und eine Zeitlang nach her hat er auch im Wiener Zionismus und im Wiener Judentum aktiv mitgewirkt: in der Leitung de* Wiener „Joint“ und in der ost galizischen Delegation des Jüdischen National rates sowie im Verein „Zion“, der damals den zentralen Sammelpunkt der galizischen Zioni sten in Wien bildete. JüdischekJUUtluUtst In der Jüdischen . Kulturstelle gab Doktor Ritter, der sich auf einer Tournee durch Mitteleuropa befindet, einen Abend, an dem das Wiener jüdische Publikum Gelegenheit hatte, die Eigenart und Gestaltungskraft der Darbietungen dieses Künstlers zu bewundern. Was Dr. Ritter bietet, ist geistvolles Kabarett und jüdisches Kabarett im besten Sinne des Wortes. Er stellt jüdische Typen im Kostüm und Maske dar, verwandelt sich blitzschnell aus der alten Tante Fanny in Karlsbad in den jüdischen Siedler aus Holland, spricht charakteristische, von Ihm selbst verfaßte Texte und verbindet seine einzelnen Darbietungen mit einer Plauderei, die uns glauben läßt, Künstler improvisiere: und das ist ja Wesen des Kabaretts. Humor, Gemüt, Philosophie und politische Aktualität geben diesen so neuartigen und anziehenden Darbietungen ihr Gepräge. der das tiefe Jüdische Künstlerspiele Auf Wunsch der jüdischen Kreise Wiens hat sich die Direktion der Jüdischen Künstlerspiele entschlossen, die große nationale Revue von A. Meiseis „Ohne Zertifikat nach Palästina“ wieder auf den Spielplan zu setzen. Es sind aber nur vier Aufführungen dieser Satire auf das Zertifikatwesen möglich, da bereits die nächste große Premiere, die sensationelle Warschauer Reportage „U r k o N a c h a 1 n i k“, vorbereitet wird. Die Aufführungen der Revue finden Freitag, den 17., Samstag, den 18., Sonntag, den 19., und Dienstag, den 21. d„ statt. Es wird sicherlich interessieren, welche Abenteuer Sevilla Pastor erlebt, bis sie nach Palästina kommt. Sonntag, den 19. d., nachmittags, geht bei ermäßigten Preisen der Saisonschlager „Tanzt, Jüdalech tanzt“ in Szene. Der weitere Spielplan lautet: Montag, den 20. d. „Opferung Isaaks“, Mittwoch, den Konzert Igo Cuttmann Im Saale der jüdischen Kulturstelle veran staltete Igo Guttmann ein Konzert, das wohl bei allen Anwesenden einen tiefen Eindruck Unterlassen hat. Der bedeutende Künstler sang ein Programm, das hauptsächlich Werke jüdischer Autoren umfaßte. Gebet und Arie aus Halevys „Jüdin“ hat man selten mit solcher Innigkeit vorgetragen gehört; erschütternd wirkte Samsons Klage (aus Saint-Saöns „Samson und Dalila“), in der alles Elend des gepeinigten Judentums auf klang, ebenso wie in Sulzers ..Kol Nödre“, das der Sänger darauf folgen ließ. Daß der Liedereänger Guttmann dem Opernsänger ebenbürtig sei, konte man am Vortrag von Mendelsohn- und Rubinstein-Liedern erkennen. Igo Guttmann besitzt alle Eigen schäften, die einen Sänger zum wahren Künstler machen: ein warmes Herz, hohen Intellekt, Suggestionskraft und ein mustergültiges Können. Dr. E. Müller am Flügel war dem Künstler ein feinfühliger Begleiter. W—r. Jüdisches Kulturtheater Im Jüdischen Kulturtheater (I., Franz-Josefs- Kai 3, Tel. R 28-2-36) findet Sonntag, 19. Jänner, A12 Uhr vormittags, eine Vortragsmatinee des bekannten Schauspielers Lothar R e w a 1t statt. Der Künstler bringt ernste und heitere Rezitationen. Aus dem Programm: Bibel, Scholem Alejchem, Asch, Beer-Hofmann, Bialik, Heine, Perez, Rosenfeld, Zuckermann und andere. Karten von 60 Groschen bis 2 Schilling in der Jüdischen Kulturstelle, I., Franz-Josefs-Kai 3, Tel. R 28-2-36, bei Gronner, I., Gralien, Buchhandlung Rath, II., Taborstraße 20, Buchhandlung Mejstrik, I., Wollzeile 2. Die Musiksektion der Jüdischen Kulturstelle bringt am 19. Jänner, A8 Uhr abends, in den Kunstspielen, I„ Riemergasse 11, unter der musikalischen Leitung von Siegmund Löwenherz einige interessante Werke, darunter auch zwei Uraufführungen. Es spielt das Jüdische Kammerorchester. Besonders hervorzuheben ist diie von Rudolf Neumann inszenierte Minuten-Oper „Der befreite Theseus“ von Darius Milhaud und die OfTenbach-Operette Die Zaubergeige“. Karten erhältlich in der Jüdischen Kulturstelle, I., Franz-Josefs-Kai 3, Tel. R 28-2-36. Führung: Sonntag, 19. Jänner: Bundesmobiliendepot, VI., Mariahilferstraße 88. (Im Rahmen des Führungszyklus „Kunstgeschichte des Möbelbaues“.) Leitung: Hugo Friedmann. Treffpunkt: 'All Uhr vormittags, VI., Mariahilferstraße 88. Karten für sämtliche Pfmvat- und Bundestheater sowie Konzerte in der Jüdischen Kulturstelle (1., Franz-Josefs-Kai 3, Tel. R 28-2-36) erhältlich. Hasmonea-Makkabi. Sonntag, den 19. Jänner, A9 Uhr abends, findet Im Festsaal des Caf6 Orient B. I. F., Wien, II., Praterstraße 66, ein Gesellschaftsabend mit Akademie und anschließendem Tanz statt. Histadruth Ivrith. Samstag, den 18. Jänner, 8.15 Uhr aibcnds, spricht im Heime, II., Kleine Mohrengasse 3. Herr Zewi Sofer aus Palästina iibei das Thema: „Mechaje haara-wim b’Erez Israel.“ — Seminare der Histadruth: Samstag, den 18 Jättner, 6.30 Uhr abends, Literaturseminar. 7.30 Uhr abends: Seminar für Publizistik. Klnus Hamorim Haiwrlm. Lehrerkonferenz des Hebräisch-Lehrerverbandes der Histadruth Ivrith am 19 Jänner 1936 im Chorziminer, Tompelgasse 3. um 7.30 Uhr abend«. Vortrag de« Lehrers D Z. Weinstein: „Kejzad morim?“ Konzertsängerin Maria WInkler-FIalko veranstaltet am 21. d. M. im Großen Ehrbarsaal einen Arien- und Liederabend, der teilweise dem Schaffen zeitgenössischer Autoren gewidmet ist. Mitwirkend: Philharmoniker Josef Geringer (Violine). Am Flügel: Walter Fischer. Karten von S 4.— bis S 1.50 bei Gronner, Graben 28. Akademischer Verein jüdischer Mediziner, IX., Alserstraße 26. Mittwoch, 22. Jänner, findet anläßlich des 35. Todestage« des bedeutenden Chirurgen Eduard Albert, im Vereinsheime ein Vortrag des Herrn Medizinalrat Dr. M. Stransky über das Thema; „Albert, als Mensch, Arzt und Dichter“ statt Beginn präzise 8 Uhr. Gäste willkommen. Der Jüdische Sport- und Schützenverein „Haganah“ hält «eine Übungsabende jeden Montag und Donnerstag zwischen 8 und 10 Uhr abends im Heim, IX., Hörigasse 14. Jeden Samstag abends gesellige Zusammenkünfte. Samar ft erinnengruppe: Einführungskur« für ..Erste Hille“ jeden Montag ab 8 Uhr abend« im Vereineheini. Hug Akademi Ivri des Gesamtverbandes jüdischer Hochschüler Österreichs „Judäa“, Wien. IX.. Alserstraße 26. Freitag, den 17. d.. findet um 8 Uhr abends im Zentralheim der „Judäa“ IX., Alserstraße 26, die nächste Zusammen kunftmit einem Referat über I. L. Perez statt Gäste willkommen! Jüdischer Hochschulausschuß. Donnerstag den 23. d„ 8 Uhr abends, im Zentralheim der „Judäa“, Wien, IX., Alserstraße 26, Vortrag des Schlonio Auerbach über „Allgemein menseh liehe Motive in Bialik« Dichtung“. Gäste will kommen! Jüdischer Volksbildungsverein „Bialik“, VH., Kaiserstraße 30, Montag, 20. Jänner, 8 Uhr abends, Seminarvortrag heiliger Schriften „Buch Ijob“. Vortragender Dr. Benjamin Klar. — Dienstag, 21. Jänner, 8 Uhr abends Vortrag über “Völker und Judentum“. Vor tragender David Nebenzahl. — Donners tag, 23. Jänner, 8 Uhr abends, Talmud-Vortrag Traktat „Bawa-Mezia“. Vortragender Dr. O J. Glaser. Misrachi Landesverband für Österreich, Wien II., Praterstraße 60. Freitag, den 17. Jänner um 8 Uhr abends, findet ein großer „Onegg Sabbath“ statt. Es spricht Rabbiner Dr. Morde ohai Gerstel. Liturgische Gesänge. Der be rühmte Vorbeter Abraham Margulies und der talentierte Chorknabe Bobbi Griinwald usw. Gäste willkommen. Die Zionistische Frauengruppe WIZO II veranstaltet Sonntag, den 19. Jänner, um 5 Uhr nachmittags im WIZO-Heim, I„ Schottenrin Nr. 25, einen musikalischen Tee, zu dem alle Mitglieder und Freunde höflichst eingeladen sind. „Das Land der Verheißung“ Wie bereits berichtet, findet am kommenden Sonntag, den 19. Jänner, in Wien keine Aufführung des Palästina-Tonfilms „Das Land der Verheißung“ statt; an diesem Tage wird der Film in Graz im Rahmen einer von der dortigen zionistischen Bezirksgruppe veranstalteten Sondervorstellung gespielt. An den folgenden Sonntagen aber, wird „Das Land der Verheißung“ mit der hochinteressanten Tonfilmreportage „Der Luzemer Zionistenkongreß“ im Beiprogramm in gewohnter Weise wieder in Wien vorgeführt. Um den vielfach geäußerten Wünschen nach einer Vorführung des Films in einem Kino des ersten Bezirkes zu genügen, finden die nächsten Wiener Aufführungen am 26. Jänner, vormittags All und %12 Uhr im Imperial-Kino, I., Rotenturmstraße, statt. * Heute: „Es geschah in einer Nacht.“ Heute gelangt, die von Frank Capra inszenierte amerikanische Filmkomüdie „Es geschah in einer Nacht“ („It happened one night“) 7Air Erstaufführung. Die Hauptrollen . verkörpern Clark Gable und Claudette Colbert. Opern- und Votivpark-Kino bringen die englische Originalfassung mit einkopierten deutschen Fußtiteln, im Stafa-Kino wird eine nachsynchronisiert.0 deutsche Fassung gezeigt. Der Film spielt zwischen Miami und New York. Dr. Robert Sonnenwald, ier Präsident der Grazer Kultusgemeinde, der mit lern Ritterkreuz ies österreichischen Verdienstordens lusgezeichnct Worten ist. Er ist seit April J926 auf seilem Posten, Die Grazer Gemeinde ''■st als erste jüdische Gemeinde in Österreich unter zionistische Führung gekommen. Vortrag Schalom Aschs Im Großen Konzerthaussaal Samstag, den 25. Jänner 1936, 8 Uhr abends, spricht im Großen Konzerthaussaa], III., LothringerstraOe 20, der berühmte jüdische Dichter Schalom Asch, Präsident des Jüdischen Penklubs und Ehrenmitglied des Welt-Penklubs, über das Thema „D e r Sinn des Judentum s“. Asch kommt als Gast des Bialik-Klubs. Karten beim Keren Kajemeth, I., Marc-Aurel-Straße 5, U 29-1-29. srsHnoxB nnBBKs Zionistische Bezirkssektion Landstrasse! I., Wiener Ring-Cafö, Stubenring 18 Dienstag, 21. Jänner 1936 ya 9 Uhr abends. Dr. Oskar Grünbaum, Präsident des Zionistischen Landesverbandes für Österreich: „DER LEGISLATIVE COUNCIL" WIENER THEATERGILDE, L, HOFBURG, (MARSCHALLSTIEGE) AUTORENABEND MARTHA HOFMANN Mitwirkend; Burgschauspielerin Elisabeth Ortner-Kallina Konzertsängerin Marianne Mislap-Kapper Dienstag, den 21. Jänner 1936, 7,8 Uhr abends, Im Beethoven-Saal der Hofburg (Innerer Burghof) Karten im Sekretariat der WlZO, I., Schottenring 25 (Tel. A 11-6*26)/ sowie in der Kanzlei der Theatergilde (Te*. R 23-8-32)/ und an der Abendkasse/ I./ Hofburg, innerer Burghol/ Marschallstiege/ sowie Kartenzentrale ■Gronner, I,, Graben 28 ui....■■■.... .. ' , M Amtliche Verlautbarimgen der Israelitischen Kultusg ent ein de Predigten in den Gemeinde- und Bezirkssynagogen. Freitag, den 17. Jänner 1936, werden bei den um 4 Uhr 30 Minuten beginnenden Abendgottesdiensten in nach,benannten Gemeinde- und Bezirkssynagogen Predigten abgehalten, und zwar: II., Temp-elgasse 5: Oberrabbimer Dr. I. Taglicht; VI., Schmalzhofgasso Nr. 3: Rabbiner Dr. J. Drobinsky; VIII., Neudeggergasse 12: Rabbiner Dr. M. Bauer; IX., Aliillnergas.se 21: Rabbiner Dr. A. Z. Schwarz; X., Humboldtgasse 27: Rabbiner Dr. A. Weiner; XIII., Eitelbergergasse 22: Rabbiner Dr. M. Lewin; XVI., Iiubergasse 8: Rabbiner Dr. J. M. Bach; XIX., Dollinergasee 3: Rabbiner Dr. A. Frankfurter; XX., Kluckygais.se 11: Rabbiner Dr. B. Murmelstem. Samstag, den 18. Jänner 1936, beim Vormittagsgottesdienst Schrifterklärungen: XX., Kluckkygasse 11: Rabbiner Dr. B. Murmelstei.n; XXL, Holzmeistergasse 12: Rabbiner Dr. AI. Rosenmann. Jugendgottesdienst für Volks-, Haupt- und Mittelschüler (Schülerinnen). Samstag, den 18. Jänner 1936 um 3 Uhr nachmittags in allen Gemeinde- und Bezirkssynagogen. Besondere J u g e’n d g o 11 e s d i e n «t e für Mittelschüler und -Schülerinnen für Unterklassen im II., IX. u n d XX. Bezirk. Samstag, den 18. Jänner 1936 um A5 Uhr nachmittags im Leopoldstädter Tempel, n„ Tempelgasse 5, und in den Bezirkssynagogen, IX., Müllnergasse 21, und XX., Kluckygasse 11. Gottesdienst für die reifere Mittelschuljugend (IV. bis VIII. Klasse). Freitag, den 17. Jänner 1936 um 6 Uhr abends im Stadttempel, I., Seitenstettengasse 4 (Ansprache Prof. Dr. Manfred Papo über „Die Berufung Moses“). * Julius-Engelberg-Ausstattungsstiftung. G esamtverleihungsbetrag: S 400, und zwar je ein Stiftplatz für eine in Lezajsk (Polen) und eine in Wien geborene Bewerberin. B ewerbung «berechtigt sind: Arme, würdige, im Brautstand befindliche Mädchen, die in Wien oder Lezajsk geboren sind. G esuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Brautstandsnachweis, Sittenzeugnis. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 29. Februar 1936. Einreichstelle: Wien, I., Seitenstettengasse 2, Fürsorgozentrale, 1. Stock. Bewerberinnen, welche «ich vor der Verleihung des Stiftungsbetrages verehelichen, verlieren die Bewerbungsberechtigung. Zur Bewerbung sind Gesuchsbögen zu verwenden, welche in der Einreichstelle (Fürsorgezentrale, Wien, I„ Seitenstettengasse 2, 1. Stock) unentgeltlich ausgefolgt werden. Die Gesiichsbögen enthalten auch nähere, für die Bewerberinnen wichtige Bestimmungen. * Kundmachung. Im Sinne dies Gesetzes vom 21. März 1890, RGBl. Nr. 57, untersteht die Erzeugung uncl der Verschleiß von rituellen Osterbroten dor Aufsicht des ehrwürdigen Rabbinats der Israelitischen Kultusgomeindo Wien. Jene Mazzotherzeuger, welche für das Jahr 1936 Mazzoth zu erzeugen beabsichtigen, worden aufgefordert, sich unverzüglich mit dem KuTtusamt, L, Seitenstettengasse 2, wegen Bringung der Aufsichtsbowilligung und Festsetzung der Modalitäten ins Einvernehmen zu setzen. Dor Vorstand der Israelitischen Kultusgeimeimde Wien, * Die Jüdische Gemeinde in Madrid teilt uns mit, daß ein Herr Rafael Corri y Rodity die Absicht hat, hier Geld für die Veröffentlichung eine« Buches zu sammeln und sich als Vertreter dieser Gemeinde ausgibt. Die Gemeinde Aladrid ersucht, der öff itliclik ‘it zur Kenntnis zu bringen, daß der Genannte keinerlei wio immer geartete Autorisation von ihr zur Vertretung dieser Gemeinde und zur Samm* hmg vom Geldmitteln besitzt.

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