Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 9 (1935-1936)
- Issue
- Heft 509 (20.12.1935)
- Date
- 1935-12-20
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
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509 — 20. Dezember 1935 DIC STIMM! Sette 11 JÜDISCHER SPORT KM Walter Frankl (Tel-Aviv): „Das ist das Land!" Ein wohlgelungenes Makkabi-Lanilessportfest mit Hindernissen in Nathanyah. Für den 9. November war ßdion seit, einigen Monaten in der aufblühenden Kolonie Natlianyali der zweite große Makkabi-Kinus (Landestreffen angesetzt worden. Der Makkabi-Landeeverband hatte das Protektorat übernommen und den technischen Leiter der 1. und 2. Makkabiah. den Chawer Jehoschuah AIuv, als Feßtleiter bestimmt. In allen Vereinen wurde ganz mächtig gerüstet und spezielle Vorbereitungen wurden in der Kolonie selbst, getroffen, wo unter Anleitung des Clia.wer Oskar Scharf ein eigenes Sportstadion gebaut wurde. Traktoren, Pferde- und Mensehenkraft echafften bereits einige Monate an diesem Werk. Die Bevölkerung von Nathanyah und der benachbarten Siedlungen des Emek Hofer halfen tüchtig mit, und eine Fülle herrlicher Preise winkten den Siegern der «sportlichen Wettkämpfe, die im ganzen Lande durch Plakate und Zeitungsreklame sehr populär gemacht wurden. Am 8. November setzte «sich das Makkabivolk im ganzen Lande in Bewegung, um am Kinns von Nathanyah teilzunehmen. Von Tel- Aviv fuhren zwölf vollbesetzte Autobusse — eine lange IColonno bildend, aue der Garageritation — in Petach Tikw-ah-Rananah und Kfar Saba schlossen ßich ihnen die dortigen Chawerim an. Gegen 6 Uhr abends wurde das arabische Städtchen Qualquilyah passiert, als plötzlich ein furchtbarer Sturm anhob und ein wolkenbruchartiger Regen auf die Autokolonne herunterpvasßelte, ein Regen, der im Nu die Straßengräben anfüllte, die Sicht verstellte, die uiclitasphaltierten Sandwege in Sümpfe und Seen verwandelte und den Lenkern der überfüllten Autobusse eine ungeheuere Verantwortung auflud. Bis Tul-Kerem schleppten wir une recht und schlecht, in kleinen Abständen fahrend, die ..ägyptische Finsternis“ der Regenwolken mit Scheinvverferlicht durchdringend, als ein plötzliches „Halt“ des vorderen Wagens uns etoppen ließ. Der Regen, der mächtige Waesermassen von den Schomron-Bergen ins Tal spülte, hatte die einzige Brück, die über den Waadi (Schlucht) zwischen Tul-Kerera und Kfar Jonali führte, einfach weggerissen. Nun standen wir — faßt 500 Makkabim — wie unsere Vorfahren, vor dem Roten Meer und warteten auf das „Große Wunder“. Der Regen hatte inzwischen nachgelassen und die palästinensische Vollmondnacht mit allen ihren romantischen Schönheiten kam zur vollen Geltung. Vor uns ein 15 Meter breiter und faßt zwei Meter tiefer Wasseretrom. dessen Strömung die Kraft hatte, eine aus Beton und Eieen gebaute Brücke einfach wegzureißen — — — und hinter uns die Unmöglichkeit, umzukehren, da die Autobusse unabwendbar im Sandmorast stecken bleiben mußten. Ein „Kriegsrat“ der Gruppenführer wurde oinberufen und es wurde der technisch einzig mögliche Beschluß gefaßt: Kadi m ah! — Vorwärts!... Aber wie? Makkabim in Erez Israel wiesen sieb zu helfen — auch ohne Wunder. Die Kleinen wurden in den Autos schlafen gelegt, das wenige Essen wurde ehrlich geteilt, die Musikkapelle zog die Instrumente hervor und gab oin Konzert zum Besten und die 200 Sportler begannen, eine Brücke zu bauen. Lange Ketten wurden gebildet, Steine, Bretter, Pfosten, Drähte von Hand zu Hand weiter gegeben, bis nach ungefähr ■zwei Stunden dev Übergang vollzogen werden konnte. Einige berittene Schomrim hatten inzwischen die benachbarten Dörfer alarmiert und dieee schickten uns Traktoren, die durch heldenmütige Arbeit die leeren Autobusse innerhalb einer Stunde durch den Waadi schleppten, dessen Wasserbett inzwischen auf zirka einen halben Meter gesunken war. Das SportSest Der nächste Tag brachte uns nicht nur blauen Himmel und Sonnenschein, sondern auch eine ausgezeichnete Stimmung, die uns über manchen organisatorischen Fehler einfach hinweg half. — Nicht so glücklich war die Makkabi- Expedition aus Haifa und Chederah, die erst nachmittags bis Nathanyah Vordringen konnte, und die Expedition aus Jerusalem, die umkehren mußte. Die sportlichen Kämpfe litten natürlich unter den schweren Bodenverhältnissen und unter der schlechten körperlichen Kondition der »Brückenbauer“. Das Hauptprogramm war der Jugend Vorbehalten. Die Resultate der Erwachsenen waren auch meistens viel schwächer, wio die der Jugend, sowohl bei den Mädchen, wie bei den Männern. Den Preis in der Gosamtwertung für die meisten Punkto aus allen Bewerben gewann Athid, Tel-Aviv, vor Makkabi, Tel-Aviv. Das Verhältnis der Punkte war folgendes: Männliche Jugend: 1. Athid, 97 Punkte; 2. Makkabi, Tel-Aviv, 80. P.; 3. Makk., Rischon le Zion, 29 P.; 4. Makk., Haifa. 8 P. und Makk., Petach- Tikwah. 8 P.; Makk., Reohoboth, 7. P. Weibliche Jugend: 1. Athid, 112 Punkte (!): 2. Makkabi, Tel-Aviv, 26. P.; 3. Makk., Haifa, 23 P.; 4. Makk., Reohoboth, 6 P.; 5. Makk., Benyamina, 8 P. Im Volleyballepiel standen sieh zwei alte Rivalen gegenüber: Die Mannschaften der landwirtschaftlichen Siedlungßkwuzah aus Rananaih und der Plugoth-Avodah-Makkabi aus Nathanyah, Die ßonst ideologisch sehr verschiedenen Gruppen, die sieh auf dem Makkabi-Weltkongreß in Brünn als zwei verschiedene Pole gegenüberstanden, fanden eich hier als sportliche Gegner zusammen. Bekanntlich ßind beide Anwärter auf das neue Kfar Hamakabi. In Brünn heim Kongreß „siegte“ der Makkabi Hazair aus Rananali und im Volleyballspiel „revanchierte*' sich die Plugah mit einem überlegenen Sieg, der ihr einen schönen Pokal einbrachte. Die Boxergruppe des Athid unter der Führung des Borliners Geel und die Hockeyinannßchaften des Athid unter der Führung des ehemaligen Berliner Bar-Kochbanens Ferry Groß führten Exhibitionen vor, die vom Publikum — besonders von den zahlreichen englischen Polizeioffizieren — mit großem Beifall bedacht wurden. Don Höhepunkt des Kinue bildete das Erscheinen der fünfköpfigen Radfahrergruppe das Athid, die den 70 Kilometer langen und äußerst gefahrvollen Weg in drei Stunden per Rad absolvierte und noch fähig war, eine Ehrenrunde im Stadion zurückzulcgen. Der Bürgermeister von Nathanyah und der englische Distriktskommlfißär eilten von der Tribüne herunter, begrüßten die tüchtigen Sportler und lobten ihren Mut. Abends wurde den Führern Martin Baer und dem Makkabiahsieger Kowany ein Pokal fiii die Athid-Radfahrgruppe überreicht. Die Fahrer leisteten am Wege sogar einem arabischen Auto Hilfe, indem sie dessen versunkene Räder ausgruben und später die Behörden verständig teil. Durch den Waadi mußten sie — die Rädei hochhebeud — bis zum Gürtel im reißender Wasser watend, durchkommen. Vor Sonnenuntergang wurde im Stadion eir Appell abgehalten, wobei alle Fahnen mit Er innerurgßchleifen bedacht wurden. Dann setz ten ßich die Makkabim und die vielen Zuschau mit der Musikkapelle an der Spitze in Bewegung und ein schöner Fackelzug führte unis vor das Gebäude der Ortsverwaltung, wo Herr Ben-Ami, der Vorsitzende, eine Ansprache hielt. Mit der Preisverteilung und der Intonierung der Hatikwah wurde der zweite Kinus geschlossen. Hakoah ist Meister! In einem erbitterten Ringen gelang es der Mannschaft der „Hakoah“, das Finale der Vereinßmeisterßchaft gegen die favorisierte „Vindobona“ 9:6 zu gewinnen. Dieser Erfolg ist vor allem ein Verdienst Ferry Weiß’, der sich Dienstag1 in Überform befand und alle seine Gegner, darunter den besten Österreicher Göbel und den hocheingeschätzten Bergmann, schlagen konnte. Er war geradezu unheimlich sicher, wartete immer ruhig und besonnen auf seine Chance, um dann sein gefürchtetes wuchtiges Vorhand rechts und links in die Ecken zu jagen. Sein Kampf gegen Bergmann war wirklich sehenswert, da dieser sich mit stoischer Ruhe verteidigte und auch die allerschärften Bälle noch aus der Luft fischte. Weiß gewann den dritten Satz, in dem es Ballwechsel gab, die wie akrobatische Darbietungen wirkten, durch eine besondere Energieleistung 30 : 28, nachdem sowohl er wie sein Gegner mehrere Matchbälle gehabt hatten. Aber auch die anderen, Flußmann, Altmann und Abeleßz hielten sich ganz ausge zeichnet, Flußmann und Altmann schlugen Morgenroth und Ludwig überlegen, Abelesz war etwas unsicher und ließ sich durch das Verteidigungsspiel seiner Gegner zu rasch aus dem Konzept bringen, aber sogar der alte Routinier Flußmann wurde im Eutscheidungsset gegen Bergmann plötzlich nervös und un ruhig und kam ganz außer Schlag. Znsammenfassend kann man sagen, daß sich diesmal das forcierte Angriffsspiel der Hakoahner gegen das Verteidigungssystem ihrer Gegner erfolgreich durchgesetzt hat. F. A. Präger. Touristik- und Skiklub „Hakoah“. Weihnachtsskikurso am Semmering in der Zeit vom 24. Dezember bis 1. Jänner. Unterkunft in unserer neuen Hütte. Die Kurse stehen unter Leitung erstklassiger Skilehrer und bieten Gewähr für wirklich guten Unterricht. Volle Pension inklusive Skikurs für zwei Tage S 16.—-, für fünf Tage S 38.— und für acht Tage S 62.—. Anmeldungen und Auskünfte täglich im Sekretariat in der Zeit von 10 bis 12 Uhr vormittags, und an den Klubabenden Dienstag und Freitag ab 20 Uhr, I., Wiesingerstraße 11, Tel. R 25-0-10. Der „Erste Wiener Jüdische Turnverein Makkabi“ Wien, IX., Liechtensteinstraße 20, veranstaltet Samstag, den 21. Dezember d. J., im Festsaal des „Hotel de Franke“ eine Chanukkah-Feier mit anschließendem Tanz. (Beginn 9 Uhr.) Konsumation, Entree und Garderobe S 2.—. Jedermann herziiehst willkommen! Die sporttreibende jüdische Jugend Wiens ist bei dieser Feier herzlich willkommen geheißen! — Sonntag, den 22. Dezember, nachmittags, findet im Turnsaal, Wien, IX.. Liechtenstein,Straße, eine Kinder-Obanukkäh-Feier des „Makkabi“ statt, bei der Kinder und Eltern herziiehst willkommen sind. JUBISCHER KALENDER 20.-26. Dez. 1935 . 24.-30. Kfslew 5696 Freitag (SO.) Sabbath-Eingang.4 Uhr Samstag (21.) Sabbath*Aus:ang.4snUhr (Sabbath-Chanukkah) Freitag (20.) 1. Anztlnden ..'er ChanukkahAkhter Donnerstag (26.) 1. Tag Losch (hodesdi Tebeth Landau 87 Kahrs alt Der Vater des Präskienten der Jiiui sehen Telegraphen-Agentur, Herr Moses Herseih Landau, ein alter Angehöriger der Chowewe-Zion- Bewegung, feierte Donnerstag, den 19. Dezember (23. Kislew) seinen 87. Geburtstag. Schon gelegentlich seines 80. Geburtstages, vor sieben Jahren, ist eine Stiftung im Jüdischen Waisenhaus zu Baden zu Ehren M. H. Landaus geschaffen worden. Zu seiinem 87. Geburtstag wenden sich ihm die herzlichsten Glückwünsche seiner zahlreichen Freunde zu. Der Verein für unentgeltlichen Arbeitsnachweis, Io, Kohlmesser* gasse 4f Tel. U 27"®&5» sucht drin* gendst Stellen für: A) Kontoristen, Buchhalter, Handeishilfsarbeiter, Geschäftsdierier, Packer, Inkassanten, Verkäufer, Auslagenarrangeure, Kellner, Krankenpflegerinnen, Nachhilfelehrer- und -lehrerinnen für Mittelschulfächer, Musiker für Konzert-, Stimmungs- und Jazzkapellen. B) Arbeit für gewerbliche Hilfskräfte aller Art — darunter auch Chemiker, Elektrotechniker, Installateure, Bau- und Maschineningenieure, Chauffeure sowie ungelernte Arbeiter. C) Handwerkliche und kaufmännische Lehrstellen für Knaben und Mädchen. Im selben Verein sind derzeit offene Steilen für: Lagerist aus der Seidenbranche mit Invalideneinstellschein, Kinderfräulein mit und ohne Sprachkenntnisse für In- und Ausland, Erzieherinnen mit Mittelschulnachhilfe und Fremdsprachen, gut eingearbeitete Konfektionsnäherinnen (Werkstätten- und Heimarbeit), geschultes Hauspersonal jeder Art. Diverse Auslandsstellen für deutsche Emigranten. Große Makkabäer-Feier der Sektion VIII/IX. Samstag, den 21. Dezember, pünktlich 9 Uhr abends, findet im österreichischen Handel,smuseum, .IX., Berggasse 9, eine große Makkabäer-Feier der Sektion VIII/IX statt. Festrede: Mediziualrat Dr. Isidor S c h a 1 i t. Außerdem wirken hervorragende Kunstkräfte mit. Karten bei den Ainssehußmitgliedern und a« der Abemdkassa erhältlich. 9. Bez.: Sektion VIII/IX, Währingerstraße 6, 7 Uhr abends: S. Auerbach: „Jesaja“. WIZO XVIII. Die Jüdische Kindergemeliiide im Heime XVIII., Weimarern fräße 7,"lädt für Samstag, den 21. Dezember, 5 Uhr nachmittags, zu ihrer Kinder-Chanukkah-Feier ein. Lichterzünden: Herr Oberkantor Groß. Festrede: Herr Prof. Dr. A W e i ß k 0 p f. Regiebeitrag: Kinder 30 Groschen, Erwachsene 50 Groschen. Die Hebräischkurse der Sektion Wieden- Margareten finden Dienstag und Donnerstag von 8 bis 10 Uhr abends unter der bewährten Leitung des Herrn J. M. Breitbart in Wien, V., Siebenbrunnengasse lb, statt. Anmeldungen dortselbist bei Heren Feldschuh und in der Sektion an den Veroinsabenden. Neuer Anfängerkurs für Hebräisch der Bezirkssektion VIII/IX, Währingerstraße 6 (Eingang Hörlgasso 2). Dienstag, den 2. Jänner, 9 Uhr abends, beginnt ein neuer Anfängerkurs für Hebräisch. Anmeldungen von 7 bis 10 Uhr abends im Sektionsholm. Zionistische Sektion Zwisclienbrücken. Hebräische Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene finden Montag, Dienstag und Donnerstag von y2 bis Uhr unentgeltlich statt. Auskunft beim Schulreferenten Benno Schaffer, XX., Salzachstraße 2. Das gute jüdische Buch in deutscher, hebräischer und jiddischer Sprache finden Sie in der Volksbibliothek „Zion“, II., Kleine Mohrengasse 3. Bibliotheksstunden: Montag bis Donnerstag von bis A9 Uhr abends, Sonntag von ‘AU bis ‘Al Uhr mittags. Monatsbeitrag 80 Groschen. Für Jugendliche 50 Groschen. K. e i n e Band gebühr. lüdisdies Ferienheim „ATID" bietet Ihrem Kinde 14 Tage Wintersport vom 21. Dezember bis 5. Jänner in den Schladminger Tauern (1300m), unter ständiger ärztlicher und pädagogischer Aufsicht bei reichlicher, sehr guter ritueller Verpflegung. Verpflegskosten inkl. gemeinsamer Hinu. Rückfahrt f. 14 Tage S 85'—. 8 Tage S 60.—. Mindestalter 10 Jahre. Anmeldungen im Sekretariat: Wien IX.,Schwarzspanierstr.l 2,Tel. A 26-3-73 Zionistische Bezirkssektion III-WIZO III veranstalten am 21. Dezember in den Räumen des Bundes jüdischer Frontsoldaten, III., Landstraßer Hauptstraße 9, eine Chanukkahfeier. Jüdisches Volksbildungsheim „Bialik“, Wien, VII., Kaiserstraße 30. Wochenprogramm vom 15. bis 21. Dezember 1985. Seminarvorträge: Montag, 8 Uhr abends: Heilige Schriften, Buch Amos & Ijob. Vortragender: Prof. Dr. Benjamin Klair. — Mittwoch, $45 Uhr nachmittags: Hebräißchkurse für Jugendliche Kinder), Lehrerin Fr. Engelberg. — Donnerstag, M8 Uhr abends: Talmudvortrag, Traktat, Bawa Mezia. Vortragender: Prof. Dr. O. J. Glaser. — Hebräischkurse für Erwachsene (Anfänger) jeden Montag von 141 bis %8 Ulm abends und jeden Donnerstag von 7 bis 8 Uhr abends; für Fortgeschrittene (Erwachsene) jeden Dienstag von y%l bis ]4 8 Uhr abends und Donnerstag von 8 bis 9 Uhr abends. Anmeldungen für Hebräisch-Kurse jeden Montag, Dienstag, Donnerstag und Samstag ab 7 Uhr abends. — Samstag, den 21. Dezember, y9 Uhr abends, Chanukkah-Feier mit reichhaltigem Programm. — Aviso! Englisch-Kurse in Vorbereitung. Anmeld ungen in obbezeichne ten Stunden. Zionistische Bezirkssektion Mariahilf-Neubau veranstaltet am Samstag, den 28. Dezember, Yi 9 Uhr abends, in den Festsälen, VI., Königseggasse 10, eine große Makkabäer-Feier. Festredner: Dr. Oskar Grtinbaum. Anschließend Künstlerakademie und Tanz. Mitwirkend unter anderen Jehuda Ehrenkranz, der Kammerchor des Wiener jüdischen Gesangsvereines, die Künstlerkapelle Max Geiger. Karten im Zionistischen Landesverband, I., Marc-Aurel-Straße Nr. 5, im Heime der Bezirkssektion, VI., Loquaiplatz 11, sowie bei sämtlichen Aus- Schußmitgliedern erhältlich. Zionistische Frauengruppe Mariahilf-Neubau veranstaltet am Mittwoch, den 25. d„ im Heime des B. J. F., VI., Webgasse 35, 3 Uhr nachmittags, ein großes K i n d e r-C h a n u k k a h-< Fest. Zur Aufführung gelangt u. a. das Singi spiel „Der arme Jomr‘; aufgeführt a/usschließ-< lieh von Kindern. Reigen, Spiele, Belustigungen aller Art. Jedes „Kind ..erhält ein Geschenk. Hebräischkurse: Für Kinder unter 14 Jahre: Dienstag und Donnerstag von y,6 bis für Jugendliche: Dienstag von y2 8 bis M9, Donnerstag von 8 bis 9; für Erwachsene: Dienstag von y9 bis % 10, Donnerstag von 7 bis 8. Anmeldungen zu diesen Kursen, sowie zum Kurse für Fortgeschrittene werden täglich von 6 bis 8 Uhr abends entgegengenommen. Kursleiter .Dr. Michael Patron. Histadruth Ivrith, H., Kleine Mohrengasse 8. Samstag, den 21. Dezember, 8.15 Uhr abend«, spricht im Heim der Histadruth, H., Kleina Mohreingasse 3, ' Herr Dr. J. Orechow über; „Lejowel hamea schel Mendoh mooher sefarim“ Seminare der Histadruth. Samstag, den 21. &.* 6.30 Uhr abends, Literaturseminar. 7,30 Uhr: P ubl i z is tiksemin ar. Klub jüdischer Frauen: Mittwoch, den 25. Dezember, Mueikabend in den Klubräumen der „WIZO“, 1., Schottenring 25. Beginn Y5 Uhr. Ausführende: Margarete Bum, Adolf Baller, Felix Galimir, das Galimir-Quartett. Regiebeitrag 70 Groschen. „Jüdische Volkskunstschule Watin“, VI., Gumpendorferstraße 65. Unterricht täglich von 6 bis 8 Uhr abends, außer Freitag und Sonntag. Misrachi - Landesverband für Österreich, II., Praterstraße 60. Am kommenden Freitag, den 20. d., um 8. Uhr abends, findet bei uus ein Oneg-Schabbat statt. Gesang: Der berühmte Kantor Hecrschele. —■ Zeirei w/Hechal'Uz Hamisrac.hij U„ Praterstraße 60. Große Chamikkah - Feier der Misrachi - Jugend. Mittwoch, dien 25. d., um A9 Uhr abends, findet im Feetsaale unseres Heimes, H„ Praterstraßo Nr. 60, eine von der Misrachi-Jugend Wiens veranstaltete Chanukkah-Feier mit reichhaltigem Programm statt. — Samstag, den 21. d., um 8 Uhr abends, findet in unserem Verba,ndsheira, II., Praterstraße 60, eine große Chanukkah-Feier statt. Aus dem Programm: Lieb» teranzünden: Herr Oberkantor Emanuel Fränkel. Festrede:. Dozent Dr. Levkovitz, Prag, usw. Gäste herziiehst ■willkommen! Die Chanukkah-Veranstaltung der Wiener Talmud-Thora-Schule, Wien, II., Malzgasse 16, findet zugunsten ihrer Sohülerauaspeisung am 21. Dezember 1935 um 7 Uhr abends im Hotel Post, Wien I., statt. Restliche Karten an der Abendkasse. „Zukunft“-Isr. Handwerkerverein. Verein zur Erziehung und Erhaltung jüdischer Lehrlinge, Wien, IX., Grüne Torgasse 26, Tel. A 16-3-23. Samstag, den 21. Dezember 1935, (25. Kislew 5696), 7 Uhr abends, veranstalten wir im Lehrlingsheim unseres Vereines in Wien, IX.* Grüne Torgasee 26, eine Chanukkahfeier. Der Josefstädter Frauenverein, unter rühriger Leitung der Präsidentin Frau Nina Nobel, hat auch heuer wieder, trotz der schwierigen Zeit, 50 Kinder komplett bekleidet und dankt auf diesem Wege allen Gönnern und Spendern. Personalien. Herr Ernst Schweiger, Sohn des Prof, Doktor Albert Schweiger, Rabbiner der Israelitische« Kultusgemeinde Mödling, wurde zum Doktor der gesamten Heilkunde promoviert, '