Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 9 (1935-1936)
- Issue
- Heft 508 (17.12.1935)
- Date
- 1935-12-17
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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508 — 17. Dezember 1935. Dlf STIMME Seit® 5 Lebensmittetahtion für die deutschen Juden Eine Zuschrift an die „Stimme". Ein Leser unseres Blattes übermittelt uns die folgende Zuschrift, der wir gerne Raum geben: „Man lasse kein Tier und auch keinen Menschen im Winter verhungern!“ Es wäre aber noch eine Parole, die ausgegeben werden müßte: „Helfet den Juden in Deutschlan d!“ Jedem Juden solle ein halbes Kilo Butter, 1 Kilo Käse wöchentlich gratis geschickt werden. Es soll eine Lebensmittelaktion organisiert werden, e s sollen gratis Lebensmittelpakete den deutschen Juden zugesandt werden. An einer solchen Lebensmittelaktion würde sich wohl die ganze Welt beteiligen. Ob Deutschland diese Aktion zulassen würde? Unter dem moralischen Druck der Welt würde vielleicht auch dieses Hindernis beseitigt werden. Diese Aktion soll von Norwegen, Schweden und Engländern in Deutschland organisiert werden. Dieses Projekt möge allen Zentralorganisationen bekanntgegeben werden." werde energisch gegen die Verordnung und gegen die Haltung der Professorenschaft am Polytechnikum, die in der Mehrheit n a tio n a 1 de mo k r a tis ch -an tis emi tis oh gesinnt sei, einechreiten. Am 12. Dezember machten an der Warschauer Universität die nationaldnmokratisohen Studenten wiederum Versuche, die jüdischen Studenten zu zwingen, auf der linken Seite der Hörsäle Platz zu nehmen. Die jüdischen Studenten, die diesem Ersuchen nicht nachkamen, wurden schwer mißhandelt. Weihnachtsgeschenk für Streicher Nürnberg, 13. Dezember. (2. T. A.) Die Stadt Nürnberg hat Juliu Streicher den prachtvollen altertümlichen Cranier-Klett-Palast in Nürnberg mit 50 Wohnräumen, die in größter Eile mit den letzten Errungenschaften des Komforts bei hohen Kosten adaptiert werden, zum Geschenk gemacht. In der offiziellen Ankündigung wird gesagt, das Geschenk erfolge in Anerkennung der Verdienste Streichers um den Nationalsozialismus, na mentlich um die Verbreitung des Antisemitismus. Ein Geheimnis Die Berliner „Jüdische Rundschau“ bringt die folgende Traueranzeige: „Durch ein tragisches Geschick wurden uns plötzlich unsere lieben Verwandten Herr Siegfried Defries, Frau Paula Defries geb. Colinen und Margot Defries durch den Tod entrissen. In tiefer Trauer. Die Anverwandten. Duisburg-Laar, den 23. November 1935. Siegfried Defries war zweiter Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Duisburg-Ruhrort. Goebbels-Propaganda in Japan Die bekannte Schriftstellerin Liili Koerb e r berichtet im „Pariser Tageblatt“ aus Japan, daß die antisemitische Auslandspropaganda Dr. Goebeis auch in Japan Wurzeln faßt. In den herrschenden Schichten Japans besteht eine starke Furcht vor dem Bolschewismus, so daß jeder einreisende Ausländer einem scharfen Kreuzverhör unterzogen wird. Heute sind die Behörden infolge der Goebbels-Propaganda schon so weit, daß sie brave großbürgerliche Handelsjuden und rote Revolutionäre für die gleichen Brüder halten. Die Durchführung des A r i e r p a r a g r aphen für die deutschen Lehrer an den japanischen Unterrichtsanstalten ist im Gange und bleibt wahrscheinlich nicht auf die Deutschen beschränkt. Die japanischen Bibliotheken sind durchsetzt mit aus Deutschland stammendem antisemitischen Material. Es existieren bereits 40 antisemitische Broschüren in japanischer Sprache. Ghetto-Bänke in Polen Lemberg, 13. Dezember. (Z. T. A.) Der Professor am Lemberger Polytechnikum, B a r t o s z o w i e z, unterbreitete eine Verordnung, daß dde jüdischen Studenten zwecke Vermeidung von Zusammenstößen mit den Niohtjudeu Plätze in den Hörsiilen nur rechts einzunehmen haben. Zuwiderhandelnden droht Ausschluß. Die jüdischen Studenten protestierten gegen eine degradierende Absonderung bei der Oberen Hochßchulbehö»-Ie. Der frühere Premiör, Prof. Barrel, erwiderte ihnen, es sei einerlei, wo einer sitzt, wichtig sei, daß der Lehrbetrieb in einer ruhigen Atmosphäre vor sich geht. Abg. Dr. Sommerstein erklärte dem JTA-Vertrete^ der Jüdische Klub Die Brüskierung des Oberrabbiners von Bukarest Horia Carp befaßt sich im „Curierul Israelit“ mit der Haltung des. Metropoliten der Bukowina, W i s a r i o n, die dieser einnahm, als der zur Amtseinsetzung des Metropoliten eingeladene Bukarests Oberrabbiner, Senator Dr. I. N i e m i r o w e r im Eingang des fürsterzbisohöflichen Palastes von dem cuzistischen Abgeordneten R o b u beleidigt und am Eintritt verhindert worden war. Der Verfasser weist darauf hin, daß der Metropolit sich nicht mit der Absendung eines das Vorgehen Robus verurteilenden Telegramms an den Oberrabbiner begnügte, sondern Robu zu den | Sitzungen des Kirchenrates, dem dieser angehört, nicht mehr einlud Als dieser versuchte, den Palast des Metropoliten uneingeladen zu betreten, wurde er festgenommen. Diese Haltung des Kirchenfürsten wird dem Vorgehen derjenigen Kreise gegenüborgestellt, die im Namen des Christentums zum Judenhaß aufreizen. Es wird auch auf das freundschaftliche Verhältnis des Metropoliten zur jüdischen Bevölkerung hinge wiesen, von der er einmal erklärt hat, sie bringe dem Vaterland unschätzbaren Nutzen und trage zu dessen Blüte und Fortschritt bei. Einheitliche Keren-Hajessod• Aktion aller zionistischen Gruppen ln Polen In edmer vom Exekutivkomitee der Zionistischen Organisation einberufen en Konferenz aller zionistischen Gruppen ist nach einer Ansprache des Direktors des Keren Hajessod, Leib J a f f e, zum ersten mal nach drei Jahren, die Proklamierun einer gemeinsamen Keren Hajes sod-Aktion aller Parteien in Form eines Keren Hajessod-Monats beschlossen worden. Der Misrachi war bei dieser Kon ferenz durch Rabbi Nissen,bäum vertreten Tli^llRIINDKUNST Im Jiddischen Theater: Einen lacherfüllten Abend vermittelte die Aufführung von ..Getzl Scblimasl“ mit Sevilla Pastor in der Hauptrolle. Frau Pastor stattet „Getzl Schlimasl“ mit außerordentlich viel Komik, Heiterkeit und Witz aus, und es gelingt ihr, eine geradezu pallenbergischanmutende Figur aaif die Bretter zu bringen. Das Publikum kam aus dem Laehen nicht heraus. Nächstens mehr. Prominente Gäste in den Jüdischen Künstlerspielen. Der sonntägigen Aufführung von „Gotzl Schlimasl“ wohnten unter anderem der Direktor der „Universalülm-Gesellsehaft“ Rappaport, der bekannte Filmproduktionsleiter Joe Pasternak, Regisseur Hermann Kosterlitz und der bekannte Komiker Otto Walburg bei, welche von den Darbietungen Frau Pastors begeistert waren. Das Stück „Getzl Schlimasl1 bleibt infolge des großen Erfolges auch kommenden Freitag, Samstag und Sonntag auf dem Spielplan. Premieren der Wiener Theater. Ein Ehrenabend des Josefstädter-Theaters und dessen neuen Direktor war die Aufführung Grillparzers: „Ein treuer Diener seines Herrn.“ Hofrat Lothar hat neuerlich den Nachweis erbracht, daß wahre künstlerische Überzeugung und echter Theatersinn auf der Bühne noch immer Wunder wirken kann. Immerhin stand ihm ein solcher Künstler wie Bassermann zur Verfügung, dessen Bankbajik zu den höchsten schauspielerischen Leistlingen gehört. Etwas Literarisches erwartete man in der Scala, wo Ödön Horvaths neues Stück: „M i t d e m Kopf durch die Wand“ zur Aufführung gelangte. Das Stück war leider eine Enttäuschung. Von Literatur kann keine Rede sein, auch nicht viel von Unterhaltung,_ die Handlung ist zu kompliziert, die satirische Schärfe will nioht recht gelingen, die Dialoge sind ohne Witz. Die Aufführung — Regie und Schauspieler — versuchten zu retten, was zu retten war, das Publikum konnte sich jedoch nicht erwärmen. Rezitationsabend Jehuda Ehrenkranz. Im Vortragssaal der Jüdischen Kulturstelle (I., Kai 8) wild Jehuda Ehrenkranz, der unlängst im Konzertsaal mit seinen Rezitationen einen großen Erfolg erzielte, vor seiner Abreise Donnerstag, den 19. Dezember, einen Rezitationsabend unter dem Titel „Jüdische Profile der Gegenwart“ geben. Die Veranstaltung beginnt pünktlich M 8 Uhr. Karten erhältlich in der Jüdischen Kulturstelle, I., Franz-Josefs-Kai 8. Tel. R 28-2-36. Jüdische Volkshochschule, Wien, I., Franz Josefs-Kai 8, Tel. R 28-2-86. Dr. H. Weinstein: Hebräisch für Vorgeschrittene. Montag, 19 bis 21 Uhr. Dr. L. Brüll: Hebräisch für Vorgeschrittene. Mittwoch, 19 bis 21 Uhr. Dr. L. Brüll: Hebräisch fiir Anfänger. Dienstag, 19 bis 21 Uhr. Professor Dr. M. Papo: Biblisches Hebräisch. Mittwoch, 20 bis 21 Uhr. Oberkantor E. Fränkl: Entwicklung des Synagogengesanges. Mittwoch, 19 bis 20 Uhr. Dr. A. Weißkopf: Bilder aus der Geschichte des jüdischen Volkes. Mittwoch, 19 bis 20 Uhr. Professor Dr. E. Kupfer: Religion im Haushalt. Donnerstag-, 19 bis 20 Uhr. Dr. E. Lehmann: Bücher der Zeit. (Besprechung von Neuerscheinungen über Juden und Judentum.) Donnerstag 20 biß 21 Uhr. Wiener jüdischer Gesangsverein. Rubinsteinß „Turm zu Babel“ wird am Samstag, den 21. d., im Großen Musikvereinssaal gemeinsam mit dom Orchester des Bundes jüdischer Frontsoldaten aufgeführt. Dirigent ist Dr. Kurt Pah len. — Unmittulbar nachher beginnen die Proben für das große Kompositionskonzert, bei welchen eine Reihe von neuen Werken, die beim Verein eingereicht wurden, zur Urauffüh rung gebracht werden. PorträtS'Ausstellung S. Bojho Am 10. d. wurde im Kreise geladener Gäste die Porträts-Ausstellung des Malens S. Bojko im WIZO-Heim, L, Sehottenring 25, eröffnet Unter den anwesenden prominenten Persönlich keiben der Wiener jüdischen Gesellschaft konnte die Präsidentin der W1ZO, Frau Sophie Löwenherz, auch Herrn Oberrabbiner Dok tor F e u c h t w a n g, dessen Gattin, und Frau Hermine Kadiscii, die Präsidentin der Schwesternvereinigung der B'nai Brith, be grüßen. In ihrer Eröffnungsrede wies Frau Löwenherz darauf hin, daß es der Kulturarbeit der WIZO in verhältnismäßig kurzer Zeit ge langen ist, ihren Mitgliedern die Quellen jüdi sehen Geistes und jüdischer Kunst zu er schließen. Sie dankte besonders Maler Bojko für seine Bereitwilligkeit, mit der er seine Werke zur Verfügung gestellt hatte. Nicht nur daß Maler Bojko das Handwerksmäßige des Porträtierens vollendet beherrscht, so daß jedes seiner Porträts auch vollkommen lebensecht und dem Originale sprechend ähnlich aus dem Rahmen blickt — er wächst auch in den meisten seiner Werke über das Handwerksmäßige hinaus in die Region echter, zeitloser Kunst. So wie uns heute manches Porträt eines alten Meisters nicht mehr als Konterfei der betreffenden, für uns bedeutungslosen Person interessiert, sondern wir an ihm daß Kunstwerk an sich bewundern, so werden manche Bilder des Meisters Bojko auch spätere Generationen zum Betrachten veranlassen. Heute freilich hat es für uns noch einen pikanten Beigeschmack, in diesem oder jenem Bild Herrn Dr. X oder Frau Y zu erkennen, oder gar das kleine, entzückende Mäderl einer guten Bekannten naturwahr auf die Leinwand gezaubert zu sehen. Da die Ausstellung jedem zugänglich und unentgeltlich ist, können Freunde der Malerei sich eine genußreiche Stunde verschaffen, wenn sie den Werken des Meisters einen Besuch ab statten. Rosl Löblowitz. IRDISCHER SPORT Makkabiboxer in Bratislava. Die Sektions leitung des Makkabi wurde eingeladen in vier Gewichtsklassen Starter zu einer Preßburger Boxveranstaltung zu stellen. Im Bantam gewicht schlug Berger (Makkabi) Stern (Siovakia, ProßburgX Der Wiener lieferte einen technisch schönen Kampf und war alle drei Runden seinem Gegner überlegen. Iin Leichtgewicht schlug Bauer (Preßburg') Grünwald (Makkabi) nach Punkten. Grünwald, der erst zum zweiten Male startete, war der Routine seines internationalen Gegners noch nicht gewachsen, was sich gegen Schluß des Kampfes recht fühlbar machte. Doch ist der Makkabimann bestes Material. Groß (Makkabi) unterlag gegen Schmied (Siovakia) nach hartem Kampf nach Punkten. Die Überraschung brachte der Kampf im H a 1 b s c h w e rg e wicht. K o r m u ß, der gegen den slovakischen Meister Zitt hätte starten sollen und dessen Ankunft man fiir 3410 Uhr erwartet hatte, war nicht oingetroffen. Der an diesem Tage zufällig in Preßburg weilende Mittelgewichtler Krauß (Makkabi, Wien) sprang trotz des großen Gewichtsunterschiedes von sieben Kilo für seinen Klubkollegen ein. Er Lieferte einen ganz ausgezeichneten Kampf, indem er eich trotz des Gewichtsunterschiedes seinem Gegner ebenbürtig zeigt3. Punktesieger Zitb. Schwimmen Anläßlich des Sehwimm-Länderkampfes Österreich gegen Tschechoslowakei unternahm Judith Deutsch Rekordvereuche über 100 Meter und 200 Meter Freistil. Es gelang ihr bei beiden Versuchen, die alten Bestleistungen zu unterbieten. Die neuen Marken lauten nun: 1:13.1 für 100 Meter und 2:46.6 für 200 Meter. (Albe Rekorde; 1; 18.8 von Deutsch und Wagner, und 2:47.6 von Deutsch.) Langer wurde über 200 Meter Frei Zweite, in der gleichfalls hervorragenden Zeit von 2:54.4. Die Tschechoslowakei war über 100 Metei durch Dr. Sto'ncr von der Preßburger Bar Kochba vertreten, der hinter dem Österreicher Hnatek den zweiten Platz besetzte. über 400 Meter Frei winde Frucht, der dem gleichen Klub amgehört, Dritter. Außerdem war der Exwiener Beck, der ja jetzt beim Prager Tlagibor spielt, der beste Mann der t.s che ch is dien W nss e r b a 11 inaa n s c ha f t. Tisch-Tennis Der entscheidende Kampf der Herbst- Meisterschaft Hakoah—Vindobona findet Dienetag, den 17. d.. M. im Klubheim der Hakoah, I., Wie-slngerstraße 11, statt. Schach Die Schachsektion Hakoah steht in der diesjährigen Meisterschaftesaison abermals mit zwei Mannschaften im Wettbewerbe. Unsere Ligamannschaft, die erst ein Spiel aus trug, konnte dieses nach hartem Kampfe, knapp, aber sicher, für sich entscheiden, während, unsere zweite Mannschaft aus den bis jetzt ausgetragenen vier Wettkämpfen drei für sich entschied. Touristik und Skiklub Hakoah. Die Weihnachtsskikurse finden in der Zeit vom 24. Dezember bis 1. Jänner statt. Die Kurse stehen unter Leitung tüchtiger Lehrer und biegen Gewähr für wirklichen guten Unterricht. Unterkunft in unserer neuen Hütte. Preise für volle Pension inklusive Skikurs für zwei Tage S 16, für fünf Tage S 38, für acht Tage S 62. Auskünfte und Anmeldungen täglich von 10 bis 12 Uhr und an den Klubabenden am Dienstag und Freitag von 8 bis 10 Uhr abends im Klabil eim, I., Wiesingerstraße 11, Tel. R 25-010. Der jüdische Sport- und Sehützenverein Haganah veranstaltet Samstag, den 21. d., aib 8 Uhr abends, in seinem Heim, IX., Hörigasse Nr 14, eine große Makkabäer-Feier mit anschließender Akademie und Tanz, l’egiebeitrag 50 Groschen. Ab Montag, den 23. d., um '410 Uhr abends, wird Ing. Hutterer eine Vortragsreihe über: „Palästina, Land und Leute“ beginnen. Gäste willkommen. Regiebeitrag 30 Groschen. Die normalen Übungsabende, finden jeden Montag und Donnere tag, präzise 8 Uhr abends, statt. Zionistischer V er ernst alt ungS' holender Dienstag, 17. Dezember. 8. Bez.: Sektion und WIZO III. Wiener Ring- Oaf6, Stubenring 18, 349 Uhr abends, Gesellige Zusammenkunft. 4. Bez.: Jugendgruppe der Sektion IV/V, Haußlabgasse 2, 8 Uhr abends, Zusammenkunft der Mitglieder. 18. Bez.: Weimiarerstraße 7, 8 Uhr abends, zweiter Vortrag Dr. Rappaport: „Jüdische Geschichte in der talmudischen Epoche.“ Mittwoch, 18. Dezember: 4. Bez.: Sektion und WIZO IV/V., Hauslabgasse 2, Vä 9 Uhr abends, Dr. Isidor Kl aber, Richard S t ö s s e 1: „Jüdische Jugenderziehung und Unterricht.“ 6. Bez.: Sektion und WIZO VI/VII., Webgasse 35. Das irrtümlich für Mittwoch, den 18. Dezember 1935 angekündigte Kinder- Chanukkahfest findet Mittwoch, de n 25. Dezember statt. 6. Bez.: Klub Junger Zionisten, VI., Loquaiplatz 11, 349 Uhr abends, Vereinsabend. 9. Bez.: Sektion VIII/IX, Währingerstraße Nr. 6—8 (Hörigasse 2). 349 Uhr abends, Chug Ivri unter Leitung des Prof. Kestenbaum: Awoth. 9. Bez.: Jugendgruppe der Sektion VIII/IX, Währingeretraße 6—8 (Hörigasse 2), 8 Uhr abends. Zusammenkunft mit Vortrag. 10. Bez.: Sektion X, Pernerstorferst-raße 25, 349 Uhr abends, Vereinsabend. 16. Bez.: WIZO XVI/XVII, Ottalcringerstraße 102. Generalversammlung der WIZO XVI/XVII mußte aus technischen Gründen auf Jänner 1936 verschoben werden. Donnerstag, 19. Dezember. 2. Bez.: Sektion II und Klub Erez Israel, Praterstraße 18, 149 Uhr abends, Vereinsabend. 6. Bez.: Sektion VI/VII, Loquaiplatz 11, 349 Uhr abends, Vereinsabend. 13. Bez.: Sektion und WIZO Xni, Hietzinger Hauptstraße 22, 149 Uhr abends, Dr. Viktor E. Pordes: „Die Makkabäer.“ 18. Bez.: Jugendgruppe der Sektion XVHI, Weimarerstraße 7, 8 Uhr abends. Heimabend. Referat mit anschließender Diskussion. IV., V. Bez.: Samstag, den 21. Dezember 1935, findet im großen Saale des Bundes der jüdischen Frontsoldaten, Wien, IAA, Hauslabga=se 2, um 145 Uhr, eine Kinderfeier statt. Um 9 Uhr abends findet eine Makkabäerfeier mit ausgezeichnetem Programm statt. Karten beim Ausschuß. Zeirei w’Hechaluz Hamisrachi, Wien, IL, Praterstraße 60. Wochenprogramm: Mittwoch, von 9 bi* 3411 Uhr abends, Talmud-Kurs. Vortragi n Rabbiner Gottlieb. — Dienstag und Donm :g, von 9 bis 10 Uhr abends, Mischnajot-Knis. Vortragender: Rabbiner G. Horowitz. — Zeiroth Hamisrachi (IL, Tempelgasse 3). Montag und Donnerstag, 349 bis 10 Uhr abends, Hebräisch-Kurs. Leiterin: Frau Lehrerin Kohn- Birnbaum. — Dienstag: Handfertigkeitskure, joiterin: Fräulein Adler-Tiger. — Mittwoch: Geschieht«-Vortrag. Referent Herr Eugen Friedmann. — Freitag, '/»9 Uhr abends, Bibel-Vortrag. Referentin: Fräulein Sohapira. — Am Mittwoch, den 25. d„ um 149 Uhr abends (Rösch Chodesch Tclmth) die große Chanukkah-Feiev der Misracbi-Jugend im Festsaale unseres Heimes, II., Praterstraße 60. Reichhaltiges Programm