Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 9 (1935-1936)
- Issue
- Heft 502 (26.11.1935)
- Date
- 1935-11-26
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 502 — 26. November 1035 Dil STIMM! Sette 5 verdienten Mann wie Dr. Löwenherz beworfen will, kann weder ihn noch die zionistische Mehrheit in der Kultusgemeinde troffen. Die Opposition erreicht mit ihren Kampfmet,holden, die sio einer aufbauenden Tätigkeit in der Gemeindcstubo vorzieht, nur das Gegenteil dessen, was sie sich erhofft. Das beweisen uns zahlreiche Stimmen der Entrüstung aus niohtzionistischcn Kreisen und das wird ihr auch die Wählerschaft beweisen. Der Fall Kareski Wir haben berichtet, daß ein in London aufgegriffener Mann namens Beneberg bei der Polizei gestanden hat, in den Diensten der deutschen Geheimen Staatspolizei gestanden und jüdische Emigranten bespitzelt zu haben. Beneborg hat ausgeeagt, daß er in seiner Tätigkeit von Dr. Georg Kareski, dem bekannten Berliner jüdischen Politiker unterstützt worden sei. Seine Mitteilungen haben naturgemäß in der jüdischen Öffentlichkeit das größte Aufsehen erregt. Dr. Kareski hat sich, wie bekannt, dem Revisionismus angeschlossen und auch an der Wiener Gründungskonfcreuz der Jabotinsky-Organisation teilgenommen. Er hat in der Angelegenheit Beneberg einen Brief an das „Pariser Tageblatt“ (das die Beschuldigungen abdnickte) gerichtet, in dem er auf den konkreten Inhalt der Aussagen des Spitzels nicht eingeht, sondern nur sagt, daß jede jüdische Persönlichkeit, •die im öffentlichen Leben steht, mit „dieser Behörde oder ihren Exekutivorganen“ zu tun hat, und daß keine Möglichkeit besteht, verlangte Aufklärungen nicht zu erteilen. Wie dae revisionistische Organ „Der Judenstaat“ (Prag) berichtet, hat in Berlin am 13. November eine Tagung von Vertrau ensmännern des „Jüdischen Volke-blindes“ auch z.ur Angelegenheit Kareski Stellung genommen. In der Mitteilung heißt es Nach dem Sensationserfolg der Festpremiere nächste Aufführungen des Palästina-Tonfilms der Fox Sonntag, 1. Dezember, vormittags 7» 11 und 7*12 Uhr im FLIEGER-KINO, IX., LlecDtensteinstrafie 27 Sichern Sie sich sofort Ihre Plätze. Normale Kinopreise. Vorverkaufsstellen: Tageskasse des Flieger-Kinos, Jüdische Kulturstelle, I., Franz Josefs-Kai 3; M. Rath, II., Taborstraße 20a; Org. Heciialuz. XX., Kluckygasse 7; Lanyi, 1., Kärntnerstraße 44; Mejstrik, I., Wollzeile «; Druckmann, XVI., Ottakringerstraße 21; Dr. Goldschmidt, IV., Starhemberggasse 4; Prof. Dr. Schieber, 11., Malzgasae 18 und Kaufhaus Selzer, II., Kleine Sperlgasse la. Von Theodor Monteser Lebendiger als sonst ist gerade jetzt in „Mittelscliullehrer Stiebei kam in seiner Diskussionsrede auch auf die gegen Herrn Kareski von den jüdischen Gegnern erhobenen persönlichen Vorwürfe zu sprechen, die auch in die Presse Eingang gefunden hätten Der Redner betonte mit Nachdruck, daß alle gegen Herrn Kareksi erhobenen persönlichen Vorwürfe jeder B e r e c h t i g u n g e n tbe li r en , und; ‘ lce in e r 1 ei P rii’fun g standgohalten haben. Es sei zu be dauern, daß ein jahrzehntelang bewährter Gemeindepolitiker aus den Bedürfnißsen der innerjiidisohen Auseinandersetzung heraus auch persönlich verunglimpft werde. Die Ausführungen des Herrn Stiebei fanden den lebhaftesten Beifall der Versammlung, die einmütig ihr Vertrauen zu Herrn Kareski in einer besonderen Abstimmung bekundete. Diesen Erklärungen schlossen sich auch die nachfolgenden Redner an, die ebenso wie der Vorsitzende der Versammlung am Schluss« Herrn Kareski baten, sich in der Führung der Geschäfte nicht wankend machen zu lassen und unbeirrbar auf dom bisherigen Wege weiterzugehen. Herr Kareski sprach in seinem mit langanhaltendem Beifall aufgenommenen Schluß referät der Versammlung den Dank für das •ihm erneut bekundete einmütige Vertrauen aus.“ Die Textierung vermeidet es, den Inhalt der ,.persönlichen Vorwürfe“ bekanntzugeben und darum kann diese Mitteilung in keiner Weise als Entkräftung der Anschuldigungen gelten, die durchaus nicht von jüdischen Gegnern erhoben worden sind. Dio Angelegenheit kann auch nicht durch eine Vertrauenskundigebung abgeschlossen werden. Die schwierige Situation, in der sich Kareski befindet, muß jedoch von jedem Unbefangenen gewürdigt werden. Es ist darum unmöglich, in dieser Frago zu einem Urteil zu gelangen und man kann nur hoffen, daß eine Zeit kommen wird, in der dieser Fall wird aufgeklärt werden können. Bis dahin bleiben dio Beschuldigungen Beneborgs eben nur Aussagen eines Spitzels. Generalversammlung der Ortsgruppe Salzburg. Am 16. November 1. J. fand die Generalversammlung der Zionistischen Ortsgruppe Salzburg statt. Dem Boricht des Vorsitzenden entnahmen wir, daß der Ausschuß auf dem Gebiete der zionistischen Propagandatätigkeit und dor Nationalfondo positive Resultate orzielen konnte. Dor Ausschuß beschloß, in Hinkunft oino regere Propaganda für die „Stimme“ zu entfalten. Schließlich sprach dio Generalversammlung dem Zionistischen Landeskonüteo, insbesondere soinom Präsidenten, Horm Doktor Oskar Grtlnbaii m, ihr Vertrauen aus und dankte ihm für soino Bemühungen um dio Ortsgruppe. PERSONALNACHRICHTEN Frl. Berti Hammer, die Tochter dos kürzlich verstorbenen Gesinnungsgenossen Moses H a m m o r, hat eich mit Herrn Igo S c h aton, Cornauti, vermählt. mir die Erinnerung an eine Diskussion über dio Reorganisierung des jüdisch-akademischen Nachwuchses, die gelegentlich eines Stiftungsfestes einer jüdisch-akademischen Verbindung in Wien durch eine Anklagerede des uns leider so früh entrissenen geistigen Führers der Wiener Juden, des Oberrabbiners Prof. Dr. C h a j e ss. A„ vor einem größeren akademischen Publikum knapp vor seinem Tode abgeführt wurde. Ich habe wohl damals die historische Bedeutung der Wiener zionistischen Couleurstudentenschaft für den Zionismus verteidigt, ihre Entwicklung aufgezeigt, und auch eine Erklärung für die von den anderen studentischen Korporationen übernommenen äußeren Formen zu geben versucht, die in mancher Beziehung unjiidisch sind und heute mehr denn je durch die Zeitereignisse überholt erscheinen. Wenn auch auf den Inhalt und den Zweck derVerbindung das H a up tgewicht zu legen ist, so. bin ich. als Alter Herr doch noch nicht alt genug, um nicht zu verstehen, daß die Jugend auch an äußeren Formen ihren Gefallen findet. Nach meinen Erfahrungen sinkt die äußere Form, soweit sie Disziplin und Förderung des Korpsgeistes bezweckt, mit der Zeit zu einer Selbstverständlichkeit herab, der Inhalt, die jüdische universalistische Weltanschauung erhält jedoch bei entsprechender Erziehung in reiferen Jahren das Übergewicht. Das rein Studentische ist vielleicht einem Atavismus vergleichbar, von dem manche Menschen gar nicht oder nur sehr schwer wegkommen. Man muß also nicht das Kind mit dem Bade ausschütten und alles rein Studentische, soweit es dem Zeitgeist angepaßt erscheint, über Bord werfen, nur muß man sich hüten, grotesk oder lächerlich zu erscheinen. Die Frage der Umorganisation der jüdischen Studentenschaft an den österreichischen Hochschulen ist eine so zwingende, daß es überflüssig erscheint, viel Worte darüber zu verlieren, soll nicht der Einfluß der jüdischen Akademikerschaft, die ja ohnedies an den Hochschulen selbst eine be schränkte Wirkungsmöglichkeit hat, voll kommen aus dem Betriebe der’Hochschulen ausgeschaltet werden. Über die Notwendigkeit, daß etwas zu geschehen habe, ist viel gesprochen und auch viel geschrieben worden. Doch scheint es mir viel dringlicher, Taten zu setzen, als fruchtlose Diskussionen abzuführen. Durch das Schwinden des Reservoirs, aus dem die Wiener Hochschulen ihren jüdischen Nachwuchs bezogen haben, ist der Rahmen ja ohnedies sehr stark eingeengt. In den Nachkriegsjahren hat die sozialistische Bewegung viel jildischo Akademiker, nicht so sehr wegen ihrer Ideologie als wegen der Möglichkeiten nach Absolvierung des Studiums zu Amt und Würden und damit zu Lebensmöglichkeiten zu kommen, absorbiert, und so hat sich zuweilon der Fall ergeben, daß „Alte Herren“ jüdischer Verbindung ruhig mit zusahou, wie ihre Söhno nicht in die zionistischen Verbindungen einsprangen, sondern sich außerhalb dieses Rahmens organisierten und betätigten. Es Aväre daher Pflicht aller „Alten Herren“ der bestehenden zionistischen Verbindungen, ihre. Söhno und die Söhne ihrer Freunde in dem Sinne zu beeinflussen, daß sie wieder Anschluß an di e j ü d is c h-ak a d emisch, volksbewußte Korporation finden. Darüber hinaus müßten aber neben der ideellen Unterstützung nach Absolvierung des Studiums, für das praktische Leben greifbare Möglichkeiten geschaffen werden, um den absolvierten Akademikern Ve-rdienstmöglichkeiten zu geben. Beispiele hiefür bieten die Korporationen der nicht jüdischen Studenten. Wohl haben die „Alten Herren“ vergleichsweise kaum annähernd solche Möglichkeiten wie die anderen, aber immerhin Möglichkeiten sind vorhanden und diese müssen in den Dienst der Sache gestellt werden. Wäre es nicht zweckmäßig und durchführbar, zwei oder drei jüdische Studentenverbindungen, deren Aktivitas so gering ist, daß kaum Lebensmöglichkeit besteht, in einer brauchbaren, wirklich aktiven Verbindung zusammenzuscliließen, wobei Namen und Tradition gewahrt werden könnten? Solche Zusammenfassungen sind gewiß keine Schande und erklären sich wie bei anderen Institutionen in einem kleinen Landte, wie es Österreich geworden ist, aus den gegebenen Verhältnissen. Hier, wie überhaupt in dieser öffentlichen Diskussion, spreche ich als Privatmann und nicht als Exponent einer Korporation. Ein weiteres wichtiges Moment scheint mir in der Errichtung von Stipendien gelegen zu sein, die „Alte Herren“ und zionistische Philanthropen ausschließlich für Angehörige jüdisch-akademisch volksbewußter Korporationen schaffen müssen. Stipendien, nicht nur zur Erleichterung von Studien im allgemeinen, sondern spezielle Stipendien, die dazu verwendet werden müßten, um die Bindungen mit dem Lande des Aufbaues, Erez Israel, inni ger zu gestalten. Die in Palästina lebenden Angehörigen jüdisch-akademischer Korporationen müssen Freiplätze für die junge Generation als Angehörige ihrer Korporation schaffen, damit der junge jüdische Stu dent schon während seines Studiums die Möglichkeit hat, Land, Menschen, Entwicklung, Kultur und alles das kennenzulernen, was" in enge Beziehungen zu den Ländern der Galuth gebracht werden muß. Die rasche Inangriffnahme derartiger Schöpfungen scheint nur ein Gebot der Stunde! I abends. Prof. Dr. L. Mene z e r: „D er P a 1 stinage danke in der jüdischen Geschieht e“. Mittwoch, 27. November. 1. Bez., Klub jüdischer Frauen, I., Schottenring 25, VaTi Uhr nachm. Vortrag. 9. Bez.: Sektion VIII/IX, Wiihiingerstraße 6—8, Uhr abends. Cliug Ivri unter Leitung Prof. Käetenba u in s. 9. Bez.: Jugeudgruppe VIII/IX, 8 Uhr abends. Zusammenkunft der Mitglieder mit Vortrag. 10. Bez.: Sektion X, Pernerstorfergasso 25, Ya9 Uhr abends. Generalversammlung. 20. Bez.: WIZO XX, Jiigerstraße 30, 8 Uhr abends. Generalversammlung. Donnerstag, 28. November. 1. Bez.: Sektion I., Neutorgaisse 6, Y0 Uhr abends, Generalversammlung. 1. Bez.: WIZO I., Schottenring 25, Y5 Uhr nachm. Frau Dr. M. Hofmann: EinftihrungSkure III. — YC) Uhr abends. Dr. Z. F. Finke 1 s t e i n: „Palästina li e u t z u t a g e“. 2. Bez.: Sektion II, Praterstraße 13, 8 Uhr abends: Dir. Dr. Viktor K o 11 n e r: „Zionistische Problem o“. 2. Bezirk: Sektion und WIZO Prater, Jungstraße 8, Y9 Uhr abende, Redakteur Bruno Heilig: „O st- und W e s t j u d e n.“ 6. Bez.: Sektion VI/VII, Loquaiplatz 11, 8 Uhr abends. Generalversammlung. 9. Bez.: Sektion VIII/IX, Währingerstraße 6—8. Englischkurs 9—10 Uhr abende. 13. Bez.: Sektion u. WIZO XIII, Y0 Uhr abends, Cafö Hietzingerhof, Hictzinger Hauptstraße 22. Dr. Berta Borger und Dr. Kenni Lichtenstein- Rapp aport: „II a c hs c h a r a h und Frauenarbeit in cler Galuth und Palästina“. 20. Bez.: Sektion XX, Jägerstraße 30, 8 Uhr abends. J. Sonnenschein: »Die jüdische Schul e“. Zionistischer Veranstaltung• hütender Dienstag, 26. November. 1. Bez.: Sektion I. Der bereits für Montag, den 25. November, an,gekündigte „Geschichtekurs“, geleitet von Herrn Rabb. Dr. B. M u rm eist ein, findet Dienstag, den 26. November, Y9 Uhr abends, statt. 3. Bez.: Sektion und WJZO III. Wiener Ringcafe, Stubenring 18, Y9 Uhr abends. Red. Bruno Heilig: „Die deutschen Juden i n P a 1 ä s t i n a“. 4. Bez., Jugendgruppo der Sektion IV/V, Wien, IV., ITauslabgasso 2, 8 Uhr abends, Zusammenkunft der Mitglieder. 18. Bez.: Sektion und WIZO XVIII, Weimarerstraße 7, 8 Uhr abends. Lichtbildervortrag Dr. Max Seidmann: „O s t j ü d i s c h e Volkskunst und ihre Beziehung z u r H e r k u n f t dor O s t j u d e n“. 19. Bez.: WIZO XIX, Cafö Düblingerhof, Billrothstraßo 49, Y7 Uhr abende. Generalversammlung. Anschließend um 8 Uhr abends: Vortrag Frau. Dr. Sophie Löwenherz: „Aufgaben der W I Z O“. 20. Bez.: Sektion XX, Jägerstraße 30, Y0 Uhr WIZO Währing. Samstag, den 16. d. M., fand ein Empfang der WIZO Währing statt, der einen sehr schönen Verlauf nahm. Nach den einleitenden Worten cler Präsidentin der WIZO XVIII, Frau Doz. Olga Wilheim, über die WIZO-Arbeit in Währing sprach Dr. Max Seidmann über die Spareiedlungsbewegung der Fonds. Anschließend folgte eine Akademie, bei der unter andern clie bekannte Sängerin Frau Hilde Dulizkaja jiddische und hebräische Lieder sang und die Jugeudgruppe der Sektion XVIIT mit der „Gesprochenen Zeitung“ für dio Unterhaltung der Gäste sorgte. Verein zionistischer Hochschüler „Theodor Herzl“, II., K r u m mb au m gas s e 10. Dienstag, den 26. November, Y9 Uhr abends, spricht bei uns Dr. Richard Pokorny über das Thema: „Dio Juden als Rasse.“ Hochschüler als Gäste willkommen! Das Leben dichtet. Vor einigen Jahren berichteten die amerikanischen Zeitungen über folgende wahre Begebenheit. Einem jungen Mädchen war von ihrem spleenigen Vater im Testament die Klausel gestellt worden, daß sie nur dann in den Besitz der reichen Erbschaft kommen könne, wenn sie sich längstens drei Tage nach der Teetamentseröffnung verheirate. Um dieser Forderung gerecht zu werden, ging das Mädchen eine Scheinehe mit einem vor der Hinrichtung stehenden, vermeintlichen Mörder ein. Die sich aue dieser Situation ergebenden dramatischen und tragikomischen Effekte sind in der Operette „Der letzte Tanz“, die Freitag, den 29. d. M„ in den „ J ü d i s c h e n K « n s 11 e r s p i e1e n“ uraufgeführt wird, voll ausgenützt. Die Rolle des Man nee’ wird von Sevilla Pastor dargeet-ellt und es wird sicherlich intereeeieren, die berühmte Künstlerin wieder in einem ganz neuartigen Rollenfach bewundern zu können. Premieren der Woche. Das Theater an der Wien präsentierte in der Inszenierung des bekannten Theaterfachmannes Max P r e g e r einen neuen, noch ganz jungen ungarischen Operettenkomponisten Szabolcß F e n y e s. Er stammt merklich aus der Schule Paul Abrahams, erstaunlich das technische Können, um so enttäuschender ist die fehlende Originalität. Das Buch — von Schanzer und W e 1 i s c h bearbeitet — ist ebenfalls nicht originell, aber nicht uninteressant. Die Aufführung hat maneho Lichtpunkte, aber auch zahlreiche Schattenseiten. Die L o s e f f, weiters Stettner und V e r e b e ß waren sehr gut. Weniger gut war die Tenorrolle besetzt, ebenso die Soubretten, die weder stimmlich noch tänzerisch das erwünschte Niveau erreichen. Viel Applaus bekam Treumann in einer ihm zurechtgelegten Rolle, Auch daß Theater in der Josef- Stadt brachte ein ungarisches Stück zur Aufführung. Das neue F odor-Stück: „Die Liebe ist nicht so einfach“ — ist ein impliziertes Stück ohne happy eud, aber gut gemacht und interessant. Inszenierung, Dekoration und Aufführung erstrangig. S t ö ß 1, Nougebauer, T erwin- Mo! e s i, Par y 1 a, Rose S t r a dne r, Friedl C z e p p a, Hans T h i m i g, Frey, R o s a r — alle lebendige, wahre Gestalten. Im llahmon einer FestauffiUirung brachte das Deutsche Volkstheater ein unhißtorisches Spiel Fr. S c h r e y v o g 1 s unter dem Titel „Reiterattack e“ zur Erstaufführung. Ein unbeschwertes, äußerst graziöses' Stück, flott und interessant, farbenprächtig inszeniert, glänzend gespielt. Der Abend gehörte Oßkar Karl weis, der als Duc de Soubise einen seiner größten Erfolge erzielte. Reizend Lizzi W a 1 d m il 11 e r als" dio junge Gräfin, schön und majestätisch Dagnay Servaes als Maria-Thoresia. Neben ihnen II o ni m a, Lesse n. B a c h m a n n, II a. jm a s s y — alle ausgezeichnet.