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Die Stimme · 1935-11-08 · Heft 497 (8.11.1935) · page 7

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Journal
Die Stimme
Volume
9 (1935-1936)
Issue
Heft 497 (8.11.1935)
Date
1935-11-08
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Nr. 497 — 8. November 1935 Dil STIMM! Seile 7 Die Zionistische Sektion Prater gratulVt ihrem Vorstandsmitglied Leo Morgenstern und Frau Blanko zur Silbernen Hochzeit uud wünscht ihnen 31B 7tD kor St-rnsburger, obwohl oh bewußt falsch ist, denn dieser nicht, einmal in Deutschland geborene, sondern aus Warschau eingewanderte polnische Judo ist in den Augen der ganzen Welt der große deutsche Botaniker und wird es vermutlich auch immer bleiben. Und das eben ist der Kern der S-che. Denn was immer wir Juden im Rühmen der anderen Kulturkreise leisten, w.:s immer wir jüdischen Forscher an positiven Werten für die Menschheit un-d für die anderen Völker geleistet haben und jetzt leisten, ist für (tos Judentum als solches fast verlorenes Wirken gewesen. Gewiß,- es ist notwendig, daß wir selbst alle die Großtaten jüdischen Geistes sammeln und die Schöpferkraft dieser jüdischen Forscher betonon, heute notwendiger als je. Es ist schon deshalb notwendig, um es der Welt immer wieder sagen zu können, weil wir es immer von neuem sagen müssen, denn sie merkt es sich kaum von einem Tag zum andern, auch wenn sie uns glaubt. Es ist aber auch notwendig für uns selbst, dringend notwendig, unser eigenes Selbstbewußtsein zu stärken in diesem ungeheuren Kampf, den das Judentum heute zu bestehen hat. Es ist notwendig, daß wir die Daten und Leistungen unserer großen Forscher sammeln, weil sie sonst auch für uns verloren gehen, so wie sie in einer Unzahl bereits verloren gegangen sind, von denen wir nicht mehr wissen, daß sie Juden waren oder sind. Auch für die Forscher selbst und für ihre Arbeit ist es notwendig, denn vielen von ihnen ist es Rückhalt, und W 1 Antrieb bei dem Übermaß von Hemmungen und Zurücksetzungen, denen sie von außen her ausgesetzt sind. Und noch etwas: DIo Zeit ist nicht mehr ferne, in der diese zahllose Reihe stolzer Namen als jüdische Reihe auch bei den andern Anwert Anden wird, dann nämlich, wenn sie von einem jüdischen geistigen Zentrum nicht als Apologetik, also nicht als Verteidigung, sondern als Selbstverständlichkeit in die Welt hinau «getragen und von ihr auch als solche empfunden wird und nur dann wird sie im Bewußtsein dieser Welt a.ueh haften bleiben. (Fortsetzung folgt.) Dr. Israel Reichert, Leiter der ptlanzenpathologiseben Abteilung der landwirtschaftlichen Versuchsstation in Rechowoth, in einer wissenschaftlichen Mission seinen Institutes gegenwärtig in Wien. Namen« seiner Ansta 11. hat er an dom internationalen botanischen Kongreß in Amsterdam teilgenommen. Dr. Reichert ist Mitglied dieser Versuchsstation vom Beginn ihrer Gründung an. Ei hat auch seine Abteilung gegründet und eingerichtet. Die Aufgabe dieser Abteilung ist es die Krankheiten der palästinensischen Pflanzen zu studieren und speziell der Zytrusfrüchte, weswegen diese Abteilung von großer -wirtschaftlicher Bedeutung für das Land ißt. Unter anderem hat er eine spezielle Krankheit der Zedern des Libanon entdeckt und wurde deswegen vom maronitischen Patriarchen zu Besprechungen eingeladen. Seine Gattin, Frau Nadja Eatlngon-Reicbert, ist eine der besten Pianistinnen des Landes. Art hierzulande weniger Aufmerksamkeit und Wertschätzung gefunden hat als andere Lärmendere, aber gewiß nicht Wertvollere, aber die Anerkennung und Würdigung, die •er verdient, in nicht allzu ferner Zeit gewiß noch finden wird. Dr. Fritz Rodnck. ension Eckstein - Semmering Pensionspreis bei Mindestaufenthall von 3 Tagen S 10*— inklusive Abgaben Dee HlaUc Friedrich Jeeuscdeit* Das Judentum, durch Jahrtausende zu abstrakter Gottesanschauung und zu abstraktem Denken erzogen, und die Malerei, die sinnliohrfarbige Wiedergabe erschauter Außenwelt — es war nur selbstverständlich, daß das Judentum der Malerei jahrhundertelang fremd und beziehungslos gegenüberstand. Erst seit der Emanzipation gibt es zwar keine jüdische Malerei — trotz der von manchen Künstlern mit Vorliebe und manchmal, auch mit Meisterschaft gemalten jüdischen Sujets —-, wohl aber jüdische Maler und Zeichner, und zwar gleich eine ganze Fülle reicher Begabungen. Von einem dieser wegen seines stillen und unauffälligen Schaffens in Österreich wenig bekannten, aber wertvollen Malertalente soll hi-er die Rede sein. Der Maler Friedrich Jerusalem, ein gebürtiger Österreicher, der lange in München und Frankfurt a. M. gearbeitet und dort beachtenswerte Erfolge errungen hat, jetzt in Tirol lebt und tätig ist, ist durch Neigung, Lehrgang und Schicksalsfügung zu einem besonders hochstehenden und anspruchsvollen, aber vom banausisch-kaufmännischen Standpunkt betrachtet, besonders undankbaren Zweig der Malerei hingeführt worden: 'zur großen Wandmalerei, zum Fresko. Das Fresko und sein immanenter Stil dulden keine Details, keine Kleinmalerei, sie müss-en das, was sie darstellen, in knappsten Linien und Formen, gleichsam in sublimierter Konzentration vermitteln. Aber da das Frosko eine heute sehr selten mehr geübte Kunstgattung ist, führte der Schaffensdrang Jerusalem nicht zum Ölgemälde, sondern mit innerer Notwendigkeit zum Aquarell — aber zu einer ganz besonderen Art von Aquarell, die von einem englischen Galorieleiter zutreffend als „detinetly out of tho ordinary“, als ganz abseits von den gewöhnlichen Wegen der Aquarellmalerei charakterisiert wurde. Nicht aus Üborlegung, sondern einem inneren Gesetz folgend, wendet er auf seine Aquarellmalerei die Prinzipien des Freskos an: er gibt mit knappsten Strichen und mit zarten, sparsamen Farben weniger den äußeren Schein, als vielmehr das innere Wesen, die Idee der Dinge, das Wesentliche einer Landschaft, einer Blume, eines Tieres. Alle Realität ist Im Lichte aufgelöst, aber ganz anders als bei den französischen Impressionisten, nicht |n die Sgektraifarben, zerleg^ @q da§ der Beschauer aus den knappen Konturen und Linien und den sparsamst, oft nur hauchartig verwendeten Farben einen Eindruck empfängt, der sein Vorstellungsvermögen zu ergänzendem Mitschaffen zwingt. Gerade deshalb sind diese verhältnismäßig großformatigen Aquarelle außerordentlich eindrucksvoll, klar und lebendig. Jerusalem malt den fast greifbar weichen Schnee einer1 Tiroler Winterlandschaft, im Lichte aufgelöste und deshalb vom Licht unerhört er füllte Nillandschaften, die zarten Schleier eines Regentage« und den Rhythmus der Wellen an der Riviera, er malt nicht eine Kuh oder ein Reh, sondern d i e Kuh und das Reh. Alles ganz ungesucht und selbstverständlich aus der innoren Notwendigkeit der Erscheinung und des eigenen Ichs heraus. So hat er ohne bewußte Anlehnung an die altchinesische Malerei, mit der er manches gemeinsam hat, ungewollt und ungesucht seinen eigenen, unendlich reizvollen Stil gefunden, im Gegensatz zu den vielen, allzu vielen Werken anderer moderner Künstler, die krampfhaft sich selbst und ihren eigenen, möglichst aparten Stil suchen und an denen sich daher immer wieder das Goethe-Wort bestätigt: „Man markt die Absicht und man wird verstimmt“. Deshalb fühlt man sich auch, wieder im Gegensatz zu den Werken vieler anderer Moderner, in Gesellschaft der Aquarelle Jerusalems unendlich wohl. Es ist ein reines Vergnügen, diese mit so einfachen Mitteln und mit so viel Intuition und Bescheidenheit gaschaffenen Kunstwerke zu betrachten. Hier arbeitet ein jüdischer Künstler, der wegen seiner stillen und selbstgenügsamen LOKA1CHROWIK Zionistischer Vortragskatenäer Freitag, 8. November: 2. Bez.: Sekt. Prater, II., Jungstraßo 8, 8 Uhr abends, Onegg Sabbalh. Gäste willkommen. — Sekt. II und „Akiba“, Praterstraße 13, 8 Ulir abends. Onegg Sabbat!]. 4. Bez.: Sekt. u. WIZO IV/V, IV. Hauslabgasse 2, 8 Uhr abends. Onegg SabDath. Vortrag: Rabbiner Dr. Mehrer, Gesang: Kantor Ehren teil. Gäste willkommen. 20. Bez.: Sekt. XX, XX., Jägerstraße 30, 8 Uhr abends. Onegg Sabbath. Vortrag: Rabbiner Dr. Gerstel, Gesang: Isidor S e h n e id e r. Freitag, j^8 Uhr, Zionistische Sektion Prater, Jungstraßo 8: Önogg-Sabbath mit Vorträgen und kantoralen Gesängen. Gäste willkommen! Samstag, 9. November: 1. Bez.: WIZO I, I., Schottenring 25, 5 Uhr nach mittags, Dr. Luyse F a r c h y: ,,D i e Bibel 4. Bez.: Sekt. u. WIZO IV/V, IV., Hauslabgasse 2, 8 Uhr abends. Bridge-Abend. 9. Bez.: Sekt. VIII/1X, IX., Wäh ringe rstrnße Nr. 6—8 (Eingang Hörigasse 2), Saaleröffnung 'A8 Uhr abends. Beginn des Vortrages pünktlich A9 Uhr abends. Es spricht Prof. Dr. Wilhelm Stein über: „Die Juden im neuen E U r 0 p a.“ 9. Bez.: Zion. Jugcndgomeinschaft „Brith Herzl“, IX., Servitengasßo 8, Tiefpartcrre A9 Uhr abends, Dr. A. Schmerlen „Die soziale Struktur des jüdischen Volke 6.“ Montag, 11. November t Bez.: WIZO, I., Schottenring 25, A7 Uhr abends. QberrabbLner Dr. David Feucht w a n g: „Abessinien in alter und neuer Z e i t.“ 4. Bez.: Sekt. u. WIZO IV/V, IV., Hauslab gasse 2, 7 Uhr abends. Ausschußsitzung der WIZO und Zusammenkunft der Mitglieder. /9 Uhr, Vortrag des Prof. Dr. Binem As chic enasy: „Einzelne Kapitel aus clor jüdischen Geschieht e.“ — 9 Uhr: Ausschußsitzung und Zusammenkunft der Mit glieder der Sektion Wieden-Margareten. An dem Vortrage nehmen die Mitglieder der Sektion, der WIZO und der Jugendgruppe teil* Es wird-um 'pünktliches und 'Zahlreiches Erscheinen gebeten. Die Sitzungen uud der Vortrag beginnen genau zur, angesetzten Zeit. Dienstag, 12. November: 2. Bez.: WIZO, Prater, II., Jungstraße 8. 8 Uhr abends. Generalversammlung. Es spricht Fra.u Dr. Sophie Lüwenherz über die W I Z 0. 3. Bez.: Sekt. u. WIZO III, Wiener Ring- Cate, I., Stubenring 18, A9 Uhr abends. Doktor Oskar Grünbaum, Präsident des Zionistischen Landesverbandes iür Österreich: „Die Lage In der Zionistischen Organisation und in der jüdischen Welt nach dem Luzerner Kongreß.“ 4. Bez.: Jugendgruppe der Sekt. IV/V, IV., Hauslabgasse 2, 8 Uhr abends: Vereinsabend. 18. Bez.: Sekt, u. WIZO XVIII, XVIII., Weimaronstraße 7, 8 Uhr abends. Dr. Max S e i dm a n n: „Ein« S p a r s i e d 1 u n g s b e w eg u n g.“ Interessenten als Gäste willkommen. Anschließend Diskussion. 20. Bez.: Sekt. u. WIZO XX, XX., Jägerstraße 30, A9 Uhr abends. Dr. Eduard Birnstoin: „Zionismus verpflichte t.“ Mittwoch, 13. November: 1. Bez.: WIZO, I., Schottenring 25, %7 Uhr abends. Erster jüdischer Autorenabend.. Es spricht Dr. Emst W a 1 d i n g e r: Aus e i g enen Werken. 6. Bez.: Klub Junger Zionisten, VI., Loquaiplatz 11, Yi9 Uhr abends, Vereinsabend. 9. Bez.: Jugendgruppe der Sektion VHI/IX, TX., Währingerstraße ß—8, 8 Uhr abends, Vereinsabend. Donnerstag, 14. November: 1. Bez.: WIZO, I., Schottenring 25, lAf> Uhr nachmittags. Dr. Martha H 0 f f m a n n: „E i n- Hlhrungskurs in d -e n Zionismus und in die WIZO.“ — A6 Uhr abends, Dr. Paul Amann; „Der neue Turm zu Babe 1.“ 2. Bez.: Sekt. u. WIZO II, II., Praterstraße Nr. 18, A9 Uhr abends, Vortrag. 2. Bez.: Sekt. u. WIZO Prater, II., Jungstraße 8, H9 Uhr abends, Dr. Oskar Grünbau ra, Präsident des Zionistischen Lumlesver- JÜDISCHER KALENDER 8. bis 14. November 1935 12. bis 18. Cheschwan 5696 Freitag (8.) Sabbalh-Elngang.4** Uhr Samstag (9.) Sabbath-Ausgang.5ls Uhr Wochenabschnitt: LecH-LeChah bandes für Österreich, und Dr. N. Frey? „Die Lage ln der zionistischen Welt nach dem Luzerner Kongreß.“ Jüdischer Volksbildungsverein „Biallk“, Am 20. Oktober fand di« feierliche Eröffn nungssitzung dieses Vereines statt, der in den westliehen Bezirken jüdische und hebräiech« Kulturarbeit leisten will. Der Obmann und Gründer Gg. Hermann Schwarz konnte in dem schönen Vereiusheim, VII., Kaiserstraße 30. zahlreiche Gäste begrüßen. Unter andern waren erschienen: Staatsrat Doktor Dciiider Friedmann, Dr. Löwenherz, Oberratv bin er Dr. Feuchtwang, Rabbiner Dr. Kamiuka* die für das Institut bestimmten Lehrkräfte Dozent Dr. Zimmels und Prof. Dr. Glaser, der Präsident des zionistischen Landeskomitees Dr. Grünbaum, der Misrachivertreter Dr. Roscnberg, Dr. Tartakowor, für den Turnertempel Kommerzialrat Karl Altmann, für den Storclientempel Vorstand Gärtner, für da« Bethaus Ahawath Achim Bethausvorstand Kupfermann, für das Betbaus Neubau der Obmann Unterberg, der Obmann der Bezirkskommission VI/VII Dr. Sane] Beer, ferner der Letter der Gemeindebibliothek Prof. Rath eowie die Herren Dr. Finkeistein und Beno Deutsch und die Vertreter der Hakoab. Herr Schwarz setzte nun die kulturellen Ziele des neuen Vereines auseinander und gab der Erwartung Ausdruck, daß clor neue Verein durch eine intensive Bildungstätigkeit dem Namen Bialiks Elim machen werde. Der nette Verein will ständige Vortragsabende abhalten und eine Bibliothek anlegen. Hierauf begrüßten Oberrabbiner Dr. Feuchtwang, Dr. Friedmann, Dr. Grünbaum, Dr. Rosenberg, Dr. Löwenherz und Dr. Kaminka den Verein. Die Festrede hielt Dr. Tartakower. Oberkantor Dr. Müller sang mit prächtiger Stimme „Mab tamou“ und „Mismar schir chamikath“. Obmann Schwarz dankte hierauf allen Rednern und Festgästen und den Spendern und! erklärte das Heim für eröffnet, Palästina. Die soeben im Fiba-Verlag, Wien, erschienene Oktober-Nummer, Nr. 10/1935, enthält einen besonders instruktiven Aufsatz von Michael Assaf: Die Veränderungen im arablsehen Parteileben. Ferner enthält die Nummer Aufsätze über: 25 Jahre Dagania, Die Anleihe Tel Aviv«. Fachorganisation und Fachpresse. Hygienische Streifzüge. Es foL gen: Bericht der Abteilung für landwirtsehaffc* liehe Kolonisation und Tozereth Haarez (Pro* paganda für die Landesprodukte). In dar Rundschau entwirft Spectator in „Jewiali Agency“ ein klares und anschauliches Bild der auf dem Zionistenkongreß behandelten Fragen. 3CUNSTCHRON1K WIZO Zionistische Bezirkssektion und Prater, II., Jungstraße 8 Donnerstag, den 14. November 1835, 7,8 Uhr ebenda Dr. OSKAR QITÜNBAUM Präsident das Zionistischen landemrbandn für Oesterreich ood Dr. N. FRiYi „Die Lase in der Zionistischen Organisation und in der jüdischen Weit noch dem Luzerner Kongreß“ IN JEDES JÜDISCHE HAUS Jmt DIE STIMME" Oberkantor Margolies, der nun schon seit mehr als zwei Jahrzehnten Oberkantor bei der Wiener Israelitischen Kultusgemeinde tätig ist, reist, wie wir hören, dieser Tage nach Palästina. Während der ganzen Zeit seiner Wiener Berufstätigkeit hat Oberkantor Mtargolies seine Kiinstlersehaft auch in den Dienst der nationalen Sache gestellt. Er war Mitbegründer des Ersten Wiener Hebräischen Gesangvereines, der es sich zur Aufgabe gemacht hatte, durch Verbreitung des jüdischen Liedes für die hebräische Sprache zu demonstrieren. Er hat deshalb bei seinen eigenen Konzerten sowohl, wie allen öffentlichen Veranstaltungen, bei denen er mitwirkte, stet« auch hebräische Lieder zum Vortrage gebracht. Er hat durch seine Mitwirkung bei den, von Prof. Artur Wolf in Wien veranstalteten großen hebräischen Konzerten in Gemeinschaft mit den Wiener Opernsängern und bekannten Wienern Künstlern, zu den Erfolgen dieser Veranstaltungen wesentlich beigetragen. Es ist gewiß nicht zu viel gesagt, wenn behauptet wird, daß seit 20 Jahren in Wien keine größer© indische Feier stattfand, bei der Oberkantor ffargolies nicht selbstlos und opferfreudig mltgewirkt hätte. Wir wünschen ihm glückliche Fahrt und angenehmen Aufenthalt in Erez Israel. Sevilla Pastor in einem neuen Stück, In den Jüdischen Künstl erspielen (II., Praterstir. 34) findet heute die Wiener Eretaufführung der musikalischen Komödie „Reisei macht K a r r i e r e“, mit Sevilla Pastor in der Titelrolle, statt. Die beliebte Künstlerin wird in diesem Stück wieder Gelegenheit haben, neue Seiten ihres großen Können« unter Beweis zu stellen. „Reisei macht Karriere“ bleibt auch Samstag, Sonntag (abends) und Dienstag auf dem Repertoire. Sonntag nachmittags (zu ermäßigten Preisen) „Die Schickerte“, Montag und Mittwoch „Der Pinczewer Jojreßch“, Donnerstag „Fyn Kasriliwke bis New York“, Sevilla Pastor •— für arme Kinderl Bei der am Dienstag-, den 12. d. M., ira Theater Reklame, II., Praterstraße 34, stattflndenden Wohltätigkeitsvorstellung des Vereines „Mathilde“, Verein zur Bekleidung armer iüd’scher Schulkinder, Insbesondere Waisenkinder, spielt die beliebte Künstlerin Sevilla Pastor die Titelrolle in der musikalischen Komödie „Reisei macht Karriere“. Da« Reinerträgnis fließt der Aktion zur Bekleidung armer j ü d i s e her Schulkinder zu,

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