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Die Stimme · 1935-09-20 · Heft 485 (20.9.1935) · page 7

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Journal
Die Stimme
Volume
8 (1934-1935)
Issue
Heft 485 (20.9.1935)
Date
1935-09-20
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Nt* 480. — 20, Sepffmbcr 1005 STIf^fl Seil© 7 Der Z. t.4. V. „Rar-Koch ha“, Wien gratuliert herzlichst seinem lieben A. H. ‘Dr. Josef Sommerstein anläßlich seiner Vermählung mit Fräulein Franzi Pfeffer /. d. A. H. V. Oskar Reich Aclivitas cand. merc. iA. Heilpern „Der gute Onkel Fröhlich" Vor niifi Iieirt eine „Broschüre“, welche in Hannover gedruckt wurde, und in letzter Zeit in Deutschland verbreitet wird. Liest man die Quellen, die benützt wurden — cs sind dir« ,,Der Stürmer“, „Handbuch der Juden frage“ und „Der Jude, als Rassen Schänder“, — so könnte mau sich ungefähr eine Vorstellung von dem Niveau dieser Pornographie machen, wenn nicht der Inhalt, weit hinter jeder Mutmaßung stehen würde und wenn die aufgestellten Behaup-, tungen nicht so maßlos absurd wären. Mau muß sich wundern, daß so ein Machwerk überhaupt gelesen wird. Da ist ein Kapitel ,.Die Rasse der Sexua.lverbroeher und speziell Kinderschänder“, welches Fälle aufzählt, wie Juden sich an deutschen Frauen vergehen. So schreibt dieses Blättchen wörtlich: „Der Judo K, M. (der Namen ist ausgeschrieben) belästigte sein christliches Dienstmädchen so lange, bis es sich ihm fügte. Als es schwanger wurde, schlachtete er es mit Hilfe seines Vaters regelrecht ab. Dann zerstückelten beide die Leiche... Von der Polizei zum Tatort geführt, flötete der freche Judenbengel noch Schlager.“ „Der Jude L. S. in Nürnberg war mehrfacher Fabrikbesitzer und ließ durch eigens dazu beauftragte Mädchen nicht.j irdische Mädchen ... in seine Wohnung locken. Hier wurden sic zuerst durch Wein und Likör betrunken gemacht, dann narkotisiert, entkleidet-, gepeitscht und schließlich gescliän- Billigste Reisen nach - Palästina und A«9ypt«n durch PALESTINE & ORIENT LLOYD Generalvertretung für Oesterreich: Nordisch«* Reisebüro (Reiseleitung N< M. Racker) Wien, I., Graben Nr. 10, — Telephon R 24-2-31 Besuchen Sie die« Matumdwl* „UNIVERSUM Wien, IX., Garnisongasse 3. Tel. A 20-4-48 Beginn neuer Kurse am 16. Sept. det. Darnach brannte ihnen der Jude sein Monogramm L. S. mittels glühend gemachtem Draht auf den Leib, damit, sie niemals zu einem andern Manne gehen könnten.“ Es wird von Juden berichtet, die mit Christinnen Umgang hatten, zuerst mit der Tochter, dann mit der Mutter und schließlich mit zwei- und dreijährigen Kindern. Die sogenannten Sexualverbrechen., werden beson ders von jüdischen Brotherren an christlichen Angestellten verübt und es handelt eich nach Ansicht des famosen Herausgebers ,,u m die p l a n m ä ß i g e . V e r n i c htu n g der deutschen V o1k s k r a f t durch Entsittlichung deutscher Frau e n u n d Mädclu n.“ Es wird wieder von den entdeckten Protokollen gefaselt und natürlich sind die Juden nicht nur am Weltkrieg, der Revolution und der Inflation schuld, sondern sie -streben „den Geburtenrückgang in Deutschland an, damit Deutschland von dem sieh rapid vermehrenden Slawentum erdrückt werde“. Und was Bel verdorbenem Magen, Darmgäranigen, üblem M undgesclunack, Stirnkopfschmerz, ■Fieber, Erbrechen, Durchfall oder Stuhlverhaltung wirkt ec-hcm ein Glas natürliches „Franz- Josef“-Bitte nv as«er sicher, schnell und jederzeit angenehm erleichternd. sind“. Und wieder einmal wird der Ritualmord aufgetischt, und zwar „werden Knaben unter 7 .fahren in Judcnwohnungen gelockt und geschlachtet, nur um jeden Tropfen Blut nufztifangen.“ Und nach einigen Hieben auf die katholische Kirche wird der Annahme Ausdruck gegeben, daß Christus gar kein Jude gewesen sei, sowie seine Jünger, natürlich außer Judas, dem Verräter-r lind nun wird die Bibel zitiert und gesagt, daß der Judengott sein Volk zu Grausamkeiten und Massenmorden, auch an Frauen und Kindern, aufgefordert habe uncl „zur Erinnerung an die ermordeten 75.000 Perser feiern die Juden heute noch da<s Purimfest“. Kanu man dazu noch ein Wort verlieren? Oder was wäre dazu zu sagen, daß die zehn Gebote nur für Juden Geltung haben? Für den Umgang mit An dersgUtubigen existiert ein umfangreiches Gesetzbuch, „Talmud“ genannt-, der in die ser Pornographie „das unmoralischeste religiöse Gesetzbuch der Welt“ genannt wird. Wenn behauptet wird, daß dieser Talmud v o r s c h r e i b t, a n d e r s g 1 ä u b i g e Mädchen zu schänden, wenn sie drei Jahre und einen Tag alt sind, wenn gesagt wird, daß Frauen, die zu jüdischen Ärzten gehen, nur scheinbar geheilt werden, denn nach dem Talmud darf kein Jude einen Christen kurieren. Und was soll man sagen, wenn mitgeteilt wird, daß* jüdische Ärzte auf dem Sterbebette beichten, daß sie Christen statt Medizin Gift gegeben hätten und sich rühmten, Hunderte von Christen aus der Welt geschafft zu haben? Der famose Herausgeber, der nicht genannt ist (verantwortlich zeichnet ein gewisser M. C o r 1 e i s in Hannover), vertritt die Ansicht, daß die christliche Kirche deshalb für die Juden .Sympathie empfindet, weil Judenblut in die höheren geistlichen Stellen eingednutgen ist. Keine Gemeinheit ist dom Autor zu niedrig, keine Geschichtsverfälschung zu schlecht, um sie seinen lüsternen Lesern vorzusetzen. Und es zeigt, wie tief manche Kreise eines früher kultivierten Volkes houte gesunken sind, wenn eine derart verlogene Schrift überhaupt verbreitet werden darf. Zum Schlüsse etwa« Uber die beigefügten Photos: Ein prononciert jüdisch aussehender Mann, in der einen Hand eine Tafel Schokolade, in der andern eine Tüte Bonbons lockt schulpflichtige Kinder an sich. Darunter steht „Der gute Onkel F r ö h 1 i c h“. Und die Rückseite des Heftes bringt die Abbildung der beiden Seiten dos „Halsordens des Logenmeisters der Andreas-Meist-erloge, der großen Landeßlogo von Deutschland“ mit folgendem Text: „Das liegende Andreaskreuz aus muldenförmigen Balken (zum Auf fangen des Blut e s) mit dem darauf lobend genagelten Germanen versinnbildlicht die Fesselung und Ausblutung des Niohtjuden auf Geheiß J e h,o v a s, dessen Namen im Dreieck auf der. Rückseite des Ordens in H e b r ä i« c h geschrieben efceht.“ Worauf zu bemerken ist, daß die jüdischen Schriftzeichen keineswegs den Namen Jehovas bedeuten und der germanische Autor die deutsche Sprache nicht meistern kann. Deutschland wird viel gutzumachen haben.,* G, Ö, Lank ergänzen v e r m ö g e n. Das gleiche g. auch. für. die öelbstkon'ingemIcr. Bis dali.ii sind auch a 11 e R ü c k s Ui n d o (Materialien) zu begleichen und alle S a m m e 1 b o g t: n, I m i f a schon u » d P i n k a-’s s i m zu vir-* rechnen. Gisela Blauer s. A.-Garten. Der von der „Wizo“ Österreich* auf den Na-* men der verewigten Gisela Blauer s. A. ge-* stiftete Garten ist durch Sammlungen vervolb ständlgfc worden. Bei der Silber n e it II o o h zeit Julius u n d Nell y Sonn e nf e I d und Verlobung Lisi B o a m t u n d K u r t Pete r s e 1 k a wurde durch Magister: Oberwoger der Betrag von S 220— gesammelt und an den Keren Kajemeth abgeführt. G«gen den Strich zeigt sich die Qualität. Elastisch, rasch und sicher gleitet di« SWING Amtliche Verlautbarungen der Israelitischen Kultuggemeinde JÜDISCHER KALENDER 20. bis 26. September 1935 22, bis 28. Etui 5695 Freitag: (20.) Sabbath-Eingang.S5* Uhr Samstag: (21.) Sabbath-Ausgang ..... 63* Uhr Sonntag (22.) bis Donnerstag (26.): SHdtoth Wodtenabschnltt: Kezawins-Wajelech •arische Wüstlinge anbulungt, so sind sie n u r d tt r c h „V o r j u d u n g“ Wüstlinge geworden. Und diu jüdischen Gattinnen sind stolz auf die Erfolge ihrer Männer bei Christen fniuon und sie haben, so schreibt diese Broschüre, nach dem Talmud kein Recht, den Umgang ihrer Männer und ihrer »Söhne mit Christinnen zu verhindern, ja, i m G e g o n t o i 1, man nimmt nicht nur christliche Dienstmädchen der Arbeit wegen, sondern um dem Manne und den Söhnen das Ausgebern zu ersparen. Daß dabei auch der g e s c h ii f 11 i c h c T e i l nicht vergessen wird, geht aus einem Passus hervor „es liegt nicht im Rahmen dieses Heftes, näher auf die vielen Freimaurer- und Ritiialmorde einzttgehen, da hierüber kleine Spezialhofte schon von £"> Pfennig an in allen BuChlüdon zu haben Eine Beschwerde und ihre Aufklärung Vom Vo re tan9 $er Israelifcichen Kult u »gemein de Wien erhalten wir die folgende Zuschrift! W i e n, 17. September. An die geehrte Redaktion der Zeitschrift „Die Stimme“ W i e n. Die jüdische Wochenschrift „Die Wahrheit“ hat in ihrer Nummer 37 vom 13. September 1935 unter der Überschrift: „Nach wie vor: Mißstände im Beerdigungswesen“, eine Zuschrift des' Hörrn Med. Dr. Josef Goldberger ans Gras Ditz veröffentlicht, in welcher er sieh über die Höhe der ihm für seine hier im Sanatorium verstorbene Frau berechneten BecrdigUngsgebtihren beschwert und „seine Erlebnisse bei der Israelitischen Kultusgemeinde Wien“ schildert. Wir haben an die „Wahrheit“ nachstehende A u f k 1 ä r u n g mit dem Ersuchen tim Veröffentlichung übermittelt: „Herr Dr. Josef Goldberger (der übrigens a n s d.e m Judentum a u s g etreten i s t), verlangte die Mitwirkung von vier Mann Chor und dio Bestellung eines lvlassengrabes. Die Gebühren Uiefür belaufen sich nach dom Tarif, einschließlich der Gebühr für die Abholungaus dem Sanatorium und der Nebengebühren, auf S 930.—, welche Herr Dr. Goldberger zu hoch fand. Auf seine Frage, was geschehen würde, wenn er den verlangten Betrag aüfzubriugen nicht ln der Lage wäre, wurde ihm von dem amtierenden Beatmten pflichtgemäß die Auskunft erteilt, daß in diesem Falle das Begräbnfe vorläufig imentgeltlieh vorgenommen werden würde, wobei die Kultnsgemeinde sich selbstverständlich das Recht d e r n a e h t r ä g 1 i.c h e n G eb ü li re n v o r s c h r e i b u n g auf Grund der zu pflegenden Erhebungen über die Vermögensverhältnisse der Hinterbliebenen vorbehält. Es kann demnach von einem .Mißstand im Beerdiguugswesen1 und von einem ,Überspannten des Bogens* nicht die Rede sein.“ Wir beehren une Ihnen Vorstehendes zur gefl. Kenntnis zü bringen. Mit vorzüglicher Hochachtung Der Präsident: Dr, Friedmann, Engel für den Amtsdirektor und ersten Sekretär. Die Arbeit des Keren Kajemeth September-Büchsenleerung. Die September-Büchsenleerung findet in der Zeit vom 12. bis 25. September statt. Bei dieser Leerung werden die Mitarbeiter Legitimationen in blauer Farbtj erhalten, die an den Sprenge 1 bogen befestigt sein werden, so daß der Buchseninhaber automatisch in ditä Legitimation wird einsehen können. Von nun an wird bei jeder Leerung, wie bisher eine besondere Legitimation (jedoch je. d e sm al in e i ner a udo r e n Farbe) ausgegeben werden. Ale anderen bisherigen Legitimationen verlieren ihre Gültigkeit. Alle bis Endo September eingehenden Büchsenleorungsgelder werden nach dem Kontingent von 5695 gutge schrieb'e n. Das Leeren an Sabbaten, jüdischen Feiertagen sowie an den späten Nachmittagen der Vortage ist absolut unstatthaft. .. Niemand ist berechtigt, die Keren-Kajemeth- Büohsen zurückzunehmen, der nicht einen speziellen Auftrag vom Keren Kajemeth hiezu hat. Abschluß des Geschäftsjahres 5695. Ende September geht das alte Geschäftsjahr des Keren Kajemeth zii Ende. Alle Gruppen >erden darauf aufmerksam geniacht» .damit;.s-i^ ittrefKöütiugtjnfce,. zu Befreiung der jüdischen Kinder vom Schreiben, Zeichnen und Handarbeiten usw. an Sabbathen Der ötadtechulrat für Wien hat sub Z. 2316/Ila ex 1930 an alle Unterriclitßanstalteri den folgenden Erlaß hinausgegeben: „Die Direktionen (Leitungen) werden auf den K. U. M.-Erlaß vom 21. Jänner 1876,. Z. 1208 (Vorschriftensammhmg: Die Mittelschulen Österreichs von Halma Schilling, Seite 43), und auf den K.U. M.-Erlaß vom 19. Februar 1876, Z. 1683, M.-V.-Bl. Nr. 9, aufmerksam gemacht, wonach bei Verfassung der Stundenpläne auf das israelitische Gebot, am Sabbath des Schreibens^ Zeichnens, überhaupt der Handarbeiten sich zit enthalten, tunlichst Rücksicht zu nehmen und jeder direkte oder indirekt e Zwang zur Übertretung dieses Gebotes zn unterlassen ist, Stadtschulrat für Wien,“ Vom Vorstand der IsraeliiL s oh. e n Ku 1.1 u & ge m ein de Wien werden die jüdischen Eltern dringend ersucht, von dis.sem ihnen zustehonden Rechte Ge-i brauch zu machen. Dispens der jüdischen Schüler vom Schulbesuche an den hohen jüdischen Feiertagen Der Stadtschulrat für Wien hat die Direktionen (Leitungen) aller dem Stadtschulrate unterstehenden Unterrichtsanstalten in Kenntnis gesetzt, daß die israelitische Schuljugend an den Tagen des Neujahrs-, Versöhnungs-, Laubhütten-, Passah- und Wochenfeste Anspruch machen kann, vom Schulbesuche befreit zu werden. Vom Vorstand der Israeliti-* sehen Kultusgemeinde Wien' werden die jüdischen Eltern dringend ersucht, von diesem ihnen zu st eben den Rechte Geb ratto h z u mache n. Hebräische Sprach- und Bibelscbule der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, II., Tempelgasse 3 Der regelmäßige Unterricht an der hebräischen Sprach- und Bibelschule der Israelitischen Kultuegeanoindo Wien, II., Tempel-» gasse 3, beginnt M 0 n t a g, den 23. S e pt e m b e r d. J., und zwar in folgender Einteilung: M o n t a g, d o n 23. S e p t e mb e r: 4. Klasse Volksschule, Mädchen. 2 bis 4 Uhr nachmittags; 1. und 2. Klasse. Hauptschule, Mädchen und Knaben, 3 bis 5 Uhr nachmittag«; 3. und 4. Klasse Hauptschule, Mädchen und Knaben, 4 bis 6 Uhr nachmittags. D i e u ß t a g, d e n 24. S e p*. tember: 3. Klasse Volksschule, Knaben, 2 bis 4 Uhr nachmittags; 4. Klasse Volksschule, Knaben, 3 bis 5 Uhr nachmittags; 1. und 2, Klasse Haupt- und Mittelschule, Knaben, 4 bis 6 Uhr nachmittag«. — M i t fcw o c h, d e n 25. S o p t e m Ixe r: 2. Klasse Junge Klavierpädagogin Afrsolv. i-J. St-nnttäkiule-miü, tUnlsu. reifepreprll/i, Fr/ina« shmidt-Si'hitlerin, Ul'i'mimmt Stuivlen; geht auch nachm, i Kinder« m. Nanhhilf». Hertha Krasny, XIX., Arbesbadi. «asse 15. Tel. R 12-7-68

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