Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 8 (1934-1935)
- Issue
- Heft 484 (17.9.1935)
- Date
- 1935-09-17
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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7fr*. 353 ** 17. PepLmb'er 1035 DIE STIMME Seit« 7 Köpft voU* Hwzumv 2iouisie*iU6ttQteß Karikaturen von Dr. J. Bickels (Lemberg) Sckalom Aach Dr. Schmor ah Dr, Frey Dr. Orünbmm Dr. SeftMtntöeftM Sophie-ZHvfcrilier* rAfa:<Ftehmm$ Verleihung der ersten AusbUduitgSr Stipendien an jüdische Jungärzte Der von der - Vereinigung jüdischer Ärzte ins Leben, gerufene „Ausbildungjefondsfür* Jung-- ärzteVverfolgt den Zweokj solchen? , höbe-* mittelten,würdigen Ärzten, welche wegen Ihrer Zugehörigkeit zum Judentum zur» Dienst in den öffentlichen Spitälern nicht zugelassen werden — soweit sie sich nicht unvschichteu können —, die Möglichkeit einer Ausbildung zu geben. Ein diesbezüglicher Aufruf ist von der jüdischen Ärzteschaft,, die selbst schwer zu kämpfen bat, und vpn jüdischeu Männern gehört worden und wird zweifellos auch, noch vonanderen befolgt werden. Aus den bisher eingelaufenen Verpflichtungen monatlicher Beträge hat d ie V ere in ig ung jüdischer Ärzte schon fünf Kölle gen mo natliohe Aushilfen bewUligt, welche es ihnen ermöglichen sollen, unbeschwert vqu den drückenden Sorgen des Alltages ihrer Ausbildung zu obliegen. Die entsprechenden Summen kamen bereits zur Aua* zahiuhg. Das mit der Verleihung befaßte Komitee ließ, beziehungsweise läßt sich vqu folgenden Richtlinien leiten: Die Bewerber müssen Jungärzte sein, weiche. 1* Mitglieder der. Vereinigung jüdischer Ärzte sind, 2. ihre Eignung und ihren Fleiß dureb Bestätigung ihrer Yorgesetztteh nachweisen und 3. deu Bewein ihrer Mittellosigkeit erbringen können. Gemäß den vorhandenen Mitteln!st die Vereinigung imstande, weiterhin fünf Kollegen Stipendien z u bewillige n, womit die Zahl von zehn Stipendien erreicht wird, die nach Maß-, gäbe der entlaufenden Verpflichtungen hoffentlich bald noch vergrößert werden kann. Ansuchen, betreffend die nächsten fünf Stipendien, wollon an das Sekretariat der Vereinigung jüdischer Ärzte, Ml., Obere Weiß* gärberstraße 11, oder XVMI., Währiugergürtel Nr, 07, achrUMiftb gerichtet werden, £&t!*• jventionen bei Funktionären wegen deren Überlbürdung verbeten.) .; Zum Tode Rabbiner Professor i ,. . ... DK Templers 1 In einem Öadeher Sanatorium1 ist, wie be- '•ri.chfeet, am 22i August rlev l bekannte Wiener :Gelehrte Rabbiner Prof. Dr. Bernhard Temp- ,1 e r einem Herzleiden erlegen. Am 24, wurde 'er auf dem. Friedhöfe in Baden bestattet. Aus Wien war. eine . Abordnung der Frontkämpfervereinigung, der Dr. Templer angehört hatte,;in .Uniform, erschienen,1 sowie der Vorsteher de»- Bethauses, an dem, der Verblichene 80 Jahre hindurch., in uneigennützigster Weise .gewirkt hat, Nach dem vom .Oberkantor Richter, yorgetragjenen Trauergesang .und einer das Leben des Verblichenen würdigenden formvollendeten ■Rede des Oberrabbiners Dr. Carlebach nahm für die. Freunde: de« Toten der Rabbiner Dr. Mpx 0 r u n.wa Id Abschied, Im Namen Idos Wiener Kuitusvorstendcs sprach Kultus- Vorsteher W a 11 n oh* für die Badener Gemeinde ihr Präsident Dr. Lake.nbaoher, am offenen Grab Vorsteher Rausnitz für die Talmud Thora im III, Wiener Bezirk. Von der Familie des. Dahingeschiedoneo. waron seine tiefgebeugte Gattin , und »ein einziger Bruder erschienen. > •.’ Aus den Trauerreden war die dreifache Bedeutung £>r, Templers zu ersehen: als Forscher, als Seelsorger und als. Lehrer. Überaus groß war dio Anerkennung, die Dr. Templer schon als. Student der .Berliner Hochschule bei den Gelehrten fand* I» Wien förderte ihn Dr. Adolf Jnlli ne k, iu Berlin Dr. M ay bäum und. Prpf, St ein t hu 1. : Dr. Templer bat .zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten yerfaßt, darunter die t„UnsterbUoh* keitslehre“, die .„Apologetik. des alten Testaments“ und „Bahnbrechender Frauenemanzipajtiou“, deren Erscheinen er . nicht mehr erlebt hat. Als Fc 1 d.r abb i n er während der ganzen ..Dauer des Krieges wurdeer mehrfach aus-; Hilferui der Jüdischen Bünden | Herr HBfaverein der jüdischen Blindem Wien, ilL, Rembrandtstraöe 18 (Tel. A 47-2-77), der auf . eine dreißigjährige, segensreiche Tätigkeit für die notleidenden . jüdischen Bünden zurückblickt, ist Infolge der wirtschaftlichen Krise der* fetzWm ■ Jälire und infolge der großen Zahl der seine Unterstützung in Anspruch nehmenden*?fn Np* aller Barmittel pnfbjößt. Um die Not dieser' hüflosen Menschen •weiii§stens teilweise Jindemzu können, bittet er,: ihn anläßlich der hohen Feiertage mit Spenden zu bedenken, Pqstsparkassenkonto Nr.. 133.213. ... bo jähriges Berufsjubiläum . : V/>r. kurzem feierte . unser Gesinnungsgenosse, der Zahntechniker Alfred R a u bf feis Q h.ök in Wien sein 6Öjäbriges BerufsjubilübW. Aua den ärmllohsten Verhältnissen her- -vqrg.egangen, sein Vater war. Rotgerbergehilfe, arbeitete sich Rauhitschek durch eigene Kraft zu ’ seiner heutigen Stellung hinauf. Durch keine* fachlichen Kenntnisse wurde man bald in engeren Wiener Fachkreisen aufmerksam und,..seine. Kollegensehaft entsendete ihn in verschiedene fachliche Vertretungskörper. Et gründete die Zeitschrift für Zalmteehuik und. Zahnheilkunde (1898), ein Fachblatt, das dio Interessen des Standes bis heute in faohwissenschaftlichor und in staudespolitisoher Hinsicht mit Erfolg vertritt. In der Republik war . er Vizepräsident,-der. Standesvertretung Wien, Niederösterreichs und des Burgeniandea (192fr bis 1929). Auf. seinen Antrag hin wurde dov-Verband österreichischer Qdcmtoteohuologeu gegründet (1997), Auf .Grund seiner im unentgeltlichen Ehreamte-versehenen Arbeiten wurde Raubitsohek vom;Bundesp.räsidenteu im Jahre 1921 zum, . Kommerzialrat ernannt. Raübltsehek ist mit. der gleioh ihm in Meidling, geborenen Hermine Elkan seit 42 Jahren glücklich verheiratet. Der Ehe entsprossen zwei Söhne, Ernst .und Richard,, und zwei Töchter, FritzL und .Marianne, welche ausnahmslos dem Berufe ihres Vaters folgend, befugte Zahntechniker, . beziehungsweise Zahn- ^«hnikerinaen wurden» ] Als . Mitglied der »ionJitisehes Sektion Meidling :hät sieh Ranbitse .stets als guter Gesinuunggeuopsa bewährt. Zionistischer yortragsbalender Zionistische * Ortsgruppe Gra?. Sar&sfeg, den 21, September, Dr, Oskar Grünbäuim „Die Kenn grosse in Luzern und in Wien.“ " Zionistische Bezirkssektion I (Innere Stadt). Die feierliche Einweihung des Sektionsheimea (I., Neutorgasse 6) findet Donnerstag, deit 10. Oktober des laufenden Jahres statt. Besondere Einladungen werden rechtzeitig ergehen* Die Sektion XX, Jägersträße 30, eröffnet Hebräischkurse für Erwachsene, Anfänger und Vorgeschrittene unter ' Leitung deä Lehrer». I. Wittler. Beginn der Kurse am 8, Oktober. Anmeldungen werden täglich von 7 bis 10 Uhr abends im Heim entgegengenommen. I Hebräische Kurse der Zionistischen Bezirkssektion Leopoldstadt. Die hebräischen Kurse der Zionistischen Bezirkssektion Leopoldstadt worden Anfang Oktober 1935 eröffnet, Anmeldungen. täglich von 8 bis 10 Uhr abends, j Hebräische Schule Wr Kinder. Der Unterricht beginnt Dienstag, den 17. September 1. J,, um 4 Uhr nachmittags, Neueinscbreihungen, Dienstag, den 17„ Mitwooh den 18,, und Don-' nersta&y den 19. September 1935, im Büro der Sektion, IL, Praterstraße 13, Zionistische Bezirkssektion VlII/IX. : Das Heim der Zionistischen Be* zirkssoktion VIM/IX, Währinger* straße 6—8f wird mit einem Vortrage am Samstag, den 2t. September, um i^9 Uhr abends, eröffnet. Ab 22, d, M. finden jeden {Sonntag, Dienstag und Donnerstag, ab 4 Uhr nachmittags, im Sektionsheiro geaellsehaftlicba Zusammenkünfte statt. Über die Eröffnung der hebräischen Kurse wird demnächst berichtet. Achtung Eltern! Die Z i o n U t i soho Be* zirkssoktion Wie den« Margareten macht aufmerksam, daß der Kindergarten IV., Haus lab gas so 2 (ürase hepar k), unter Leitung ihrer bewährten Kindergärtnerin auoh im Schuljahre 1935/36 geführt werden wird. Anmeldungen bei Fritz Müller, IV., Ar« gentimwftÖÄßa §$t U 46-9-66,