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Die Stimme · 1935-09-13 · Heft 483 (13.9.1935) · page 7

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Journal
Die Stimme
Volume
8 (1934-1935)
Issue
Heft 483 (13.9.1935)
Date
1935-09-13
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Nr. 483 — 13. September 1035 DU ItlMMI «•ff« * mrnmm MKfijolei^bjlJJijfldjieggi Abreisen jeden Sonntag. Rückfahrten am lö. September u. 21.0ktob. D-Ziiffs. Pmima’iwajM aal ruwlirti Pitt Reisebüro „IN DIE WELT» (Dr. S. Tocker) IX,, Liech'ensteinstra.?« 2 — Telephon A 14-504 Stille statt. Die kantoralen Funktionen ver* sah Kantor Baläban. Oberrabbiner Doktor Feuchtwang würdigte in einem kurzen Nachrufe die echönen persönlichen Eigenschaften der Verblichenen und ihren glücklichen Lebensweg, der durch einen sanften Tod sein Endo fand. Der geprüften Familie wendet, sich die allgemeine Teilnahme zu. Weltkonferenz der Im Ausland lebenden polnischen Juden London, 11. September. (2. T. A.) Im Woburn House, dem jüdischen Zentrum Londons, wurde die erste Weltkonferenz der im Ausland lobenden Juden aus Polen eröffnet. Es nehmeu an ihr 72 Delegierte teil, die Verbände in 18 Ländern vertreten. Die Eröffnungsansprache hielt der Vorsitzende des Verbandes der polnischen Juden in England, A. Tarlo. Dr. Tygel referierte ausführlich über den Plan einer konstruktiven Hilfe für die Juden in Polen, von denen ein Drittel ohne jeden Erwerb und zum Hungertod verurteilt ist. Die Steuerbehörde drückt besondere die jüdische Stadtbevölkerung. Der Staat als der größte Arbeitgeber (von den 3 Millionen Stadteinwohnern im Jahre 1926 wurden .1,100.000 vom Staate beschäftigt) beschäftigt Juden nur in geringem Maße. Obwohl die Juden 40% der Stadtbevölkerung ausmachen und 44% aller direkten Steuern leisten, sind sie unter den Staatsangestellten mit nur etwas mehr als 1% vertreten. Der Zutritt zu den freien Berufen wird ihnen im- Kook*Strmße in Tet-Avtv Tel-Aviv, 11. September. (2. T. A.) Dör Stadtrat von Tel-Aviv benannte eine Straße im Ostteil der Stadt nach dem verstorbenen Oberrabbiner Kook. LOKALCHRONIK DU Arbeit des Keren Kajemeth September-Büchsenleerung. Die September-Büchsenleei'ung findet in der Zeit vom 12. b i s 25. September statt. Bei dieser Leerung werden die Mitarbeiter Legitimationen in blauer Farbe erhalten, die an den Sprengelbogon befestigt sein werden, so daß der BUcliseninhaber automatisch in die Legitimation wird einseben können. Von nun an wird bei jeder Leerung wie bisher eine besondere Legitimation (jedoch jedesmal in einer anderen Farbe) ausgegeben werden. Alle anderen bisherigen Legitimationen verlieren ihre Gültigkeit. Die Gruppen können sich das Lcerungsmaterial ab Mittwoch, den 11. September, im Büro abholen. Der „Verein der Buczaczer" veranstaltet, wie alljährlich, auch heuer anläßlich der Hohen Feiertage einen j in den Sälen, Wien, Bl., Untere Augartenstraße Nr. 38 Kartenverkauf dortselbst allabendlich von 6—8 l» Alle bis Endo September eingehenden Büchsenleerungsgelder werden noch dem Kontingent von 6695 gutgeschrieb e n. Das Leeren an Sabbathon, jüdischen Feiertageu sowie an den späten Nachmittagen der Vortage ist absolut unstatthaft. Niemand ist berechtigt, die Keren-Kajemeth- Büclusen zurückzunehmen, der nicht einen speziellen Auftrag vom Keren Kajemeth hiezu hat. mer mehr erschwert. In Polen gibt es 200.000 jüdische Arbeiter und 47.000 Angestellte, 60% unter ihnen sind arbeitslos, die wenigsten aber partizipieren an der Arbeitslosenversicherung. Ein Drittel der jüdischen Bevölkerung Polens - eine Million Seelen — machen die Handwerkerfamilien aus. Ein Drittel von ihnen ist arbeitslos. Neue Gesetze bedrohen die Zukunft des jüdischen Handwerks. 38% der jüdischen Berufstätigen in Polen sind Händler. Die Juden werden systematisch aus Industrie, Haiidel und Handwerk hinausgestoßan. Ein Drittel der jüdischen Schulkinder ist auf Schulspeisung angewiesen. Als konstruktive Hilfe kommen in erster Reihe billige Kredite für Kaufleute und Handwerker in Betracht, ferner eine planmäßige Aktion zwecke Heranführung der jüdischen Massen, besondere der Jugendlichen, an die Produktion. Das jüdische Handwerk muß modernisiert und rationalisiert werden. Auch die jüdischen Händler müssen sich modernen Arbeitsmethoden anpaseen, um konkurrenzfähig zu bleiben. »■ ---■*= rrrrss , i, :.:s Verwöhnt« Strohwitwer speisen vorzüglich im RESTAURANT HOTEL STEFANIE (vorm. Opererl U„ laborstraOe 12 Telephon K 4Ö-5-S7 ■>«■»■> Ausgiobige Braten-Menüs S l*RO Oeflüeet .. S 2*20 sowie ft la Carte. Speisen am Ros* Schöner staubfreier Garten i-ff'Tg.S:,, 1 D::r4=".n ■’ ... n 'ai-iat Ein panardbischer Kongreß Ankara, 11. September. Nach einer Meldung aus Transjorda* n 1 e n trifft die dortige Regierung Vorbereitungen zur Einberufung eines panarabischen Kongresses, zu dem nahezu 2000 Abgeordnete aus allen arabischen Staaten erwartet werden. Die Anregung zu diesem Treffen ist v o n dem Kronprinzen von Saudisch- Arabien ausgegangen. Die Pläne hiefür fiollöri bei dom Besuch, den döf Kronprinz kürzlich dem Emir von Tranßjordanien abstattete, festgelegt worden seih. Als Tagesordnung der Konferenz werden genahnt: Die Unverletzlichkeit der arabischen K’nigreiche, Widerstand gegen die Macht gelüste der europäischen Staaten und Eihtreten für dio Rechte von in fremden Ländern ansässigen Arabern, Abschluß des Geschäftsjahres 5695. Ende September geht das alte Geschäftsjahr des Keren Kajemeth zu Ende. Rabbiner Salomon Friedmann veianstaltet anläßlich der Hohen Feiertage in den prächtigen Sälen des Misrachi-Ländesverbandes, Wien, II., Praterstr. 60, ein pD* bei welchem Herr Rabbiner Salomon Friedmann persönlich vorbeten wird. Sitzplätze täglich Im Sekretariat des Misrachi, II«, Praterstraße 60 (Tel. B 61001), von 10 Uhr vorm, bis 10 Uhr abends, erhältlich Allo Gruppen werden darauf aufmerksam gemacht, damit eie ihre Kontingente zu ergänzen vermögen. Das gleiche gilt auch für die Relbstkontingeiitler. Bis dahin sind auch alle Rückstände (Materialien) zu begleichen und alle Sammelbogen, Iraitasohen und Pinkassim zu verrechnen. Der Bund jüdischer Frontsoldaten in Eisenstadt hebt von seinen Mitgliedern allmonatlich einen Beitrag für dem Keren Kajemeth zusammen mit den Bundesbelträgori ein. Er führt halbjährlich diese Beträge für den \ Keren Kajemeth ab. Dies hat er für das letzte Halbjahr neuerlich getan. Diagramm-Plakate des Keren Kajemeth. Das Hauptbüro des Keren Kajemeth hat 1 wunderschöne Keren-Kajemeth-Diagramme in Form von Plakaten herausgebracht, die in mehreren Farben gedruckt sind. Diese Plakati stellen in künstlerischer Weise dio Leistungen , des Keren Kajemeth dar. Wir empfehlen sic allen Gruppen für ihre Heime. Die jetzt horausgebrachte Serie umfaßt sechs solcher Plakate, und ist zum Preise von 8 6.— im Keren Kajemeth erhältlich. Amtsstunden des Keren Kajemeth. Mit Beginn der neuen Arbeitsperiode erinnert dor Keren Kajemeth, daß der Parteien- ^orkehr von 11 bis H2 Uhr vormittags und von Hi bis Ht Uhr nachmittags stattfindet. Sprechßtundon des Leiters tftglioh von 11 bis 1 Uhr, nachmittags von 5 bis Hl Uhr. Dor Keren Kajetnetli ersucht' dringendst im Interesse der inter-i neu Büroarbeit^ sich an diese! 8tnaden für den Parteienverkehr strikte zu halten. „Jüdische Künstlerspiele“ II.. Praterstraße Nr. 34, Tel. R 45-4-94. Jac R e c h t z e i t, der jüdisch-amerikanische Star, begmnt Samstag, den 14. September, %9 Uhr, sein Gastspiel in der lustigen Komödie „Genejwis c h c Lieb e“ von A, Friedmann. Der Kartenverkauf für dieses Gastspiel bat bereit« begonnen. Freitag, den 13. September, geschlossen. Professor Josef Zimhler übernimmt noch einige Schüler für Violinunterricht und Kammermusik, IX., Hahngasse 31, Tel. A 12-8-28. Bfesudien Sie die* Maturaschule „UNIVERSUM" Wien, IX., Garnlsortgasse 3. Tel. ASO-4-48 Beginn neuer Kurse am 16. $ept. Prof. Joachim S t u t s c h e w s k y ist von Obernberg (Tiiol). wo er einen zweimonatigen erfolgreichen Sonnnerkurs abhieil, nach Wien zurückgekehrt und hat hier seine Unterriclitstätigkeit wieder aufgenommen. (Tel. U 48-8-25.) Prof. N. H. Ehrlich, Wien, II., Krummbaunigasse 10/14. erteilt in und außer Haii3 Unterricht in: Klavier- und Ürgelspiei, Theorie, Harmonielehre, Kontrapunkt, Instrumentation und Blattsingen. Übernimmt auch Klaviere zu stimmen. Elternverein „Tarbuth“ zur Erhaltung der hebräischen Schule, XX., Othmargasse 46, Saal 12. Der Unterricht in unserer Hebräisch- Sclnile unter Leitung der bestbekannten Frau Esther Schwarz beginnt Dienstag, den 17. September, 4 Uhr nachmittags, im Saal 2 und können Neueinschreibungen jeden Nachmittag von Montag bis Freitag von 4 bis 7 Ubr vorgenommen werden. Der Unterricht ist unentgeltlich. Hebräische Kurse der Zionistischen Bezirkssektion Leopoldstadt. Die hebräischen Kurse der Zionistischen Bezirkssektion Leopoldstadt werden Anfang Oktober 1985, eröffnet. Anmeldungen täglich von 8 bis 10 Uhr abends. Hebräische Schule für Kinder. Der Unterricht, beginnt Dienstag, den 17. September 1. J., um 4 Uhr nachmittags. Neueirischreibungen Dienstag, den 17., Mittwoch, den 18 und Donnerstag, den 19. September 1935, im Büro der Sektion. II.. Praterstraße 13. Die Zionistische Bezirkssektion Prater* H., Jungstraße 8, veranstaltet an beiden Tagen Rosch-Hasehanah und Jom Kippur im Lokal , Zum Marokkaner“, Prater, Straße des 1. Mai, ein Minjan. Als Vorbeter wird Herr Pinkas Eckert aus Haifa fungieren. Kartenverkauf ab 8. September — Samstag ausgenommen -» von 5 bis 9 Uhr abends. Minjan an den hohen Feiertagen Rosch Haschanah und Jom Kippur! Anläßlich der hohen Feiertage veranstaltet Herr Rabbiner Salomon Fried mann in den Säten des Misrachi, Wien, II., Praterstraße 60, ein M i n j a n, woselbst Herr Rabbiner Salomon Friedmann persönlich vorbeten wird. Sitzplätze sind täglich dortselbst zwischen 10 bis 12 Uhr vormittags und 3 bis 9 Uhr abends erhältlich. Telephonische Vormerkungen: B 51001. Wollen Sie Zeit. Ile und Geld sparen? Dann gratulieren Sie Ihren Verwandten, Freunden und bekannten, Kunden und Klienten zu Rosch Haschanah durch „Die Stimme“ die in verstärktem Umfang mit interessanten Festheiträgen am 27. September erscheinen wird Der Preis für das Eiriheit6inserät beträgt S 0*—-, in doppelter Größe S IO*— „DIE STIMME» Administration Richard Latiyf, Buchhandlung, Wien, L, verlängerte Kärntnerstfaße 44 (Telephon B 25-6-75), gibt bekannt: Die BOcher der Bibel. Das Ftinfbuch Moses. — Das Buch Jostta. — Die Sprüche. — H ob. — Der Prediger. — Ruth. — Jona. — Esther. — Daniel. — Die Psalmen. — Die Klagelieder. — Das Hohelied usw. — Luxusausgabe mit e i n ig e n ICO Bildern von E. M. Liften; 3 Bünde; 1182 Seiten; Orig.-Leinen; i-tntt s 120 nur.8 14*70 3 Bde. in Orig.IIalbleder statt S 144 nur. S 16*00 Dora Newman: „Ellenblüten.“ Das schönste Märchenbuch für Kinder von 8 bis 12 Jahren. Mit 31 (zum Teil farbig.) Tafeln. Halbleinen (S 21'60).S 4*45 Ferdinand Avetiarlus: „Hausbuch deutscher Lyrik,“ Ulustr. . S 5*85 „Balladenbuch.“ Ulustr. 352 Seiten . . S 5*85 „Das fröhliche Buch.“ Illustr. 312 Seiten. Leinen .S 5*85 Albert Freiherr von Margüttl: „Kaiser Franz Joseph.“ Persöni. Erinnerungen. Mit 10 Bildern und Handschriften. Orig.-Leinen. Statt S 15*75 nur . ... . . . S 5*— August Leiß: „Durchs Land der 1000 Inseln.“ Fahre teil durch Dalmatien. Mit 40 Bildtafeln. Orig.-Leinen. Statt S 10*56 nur S 3*15 Venedig in Bildern. „Orbis Urbium.“ Mit 96 Bildern. Leinen. ' (S 13*50).S 4*85 Ebner-Eschenbach: Sämtliche Werke in 12 Ltmishalbfranzbänden. (Enthaltend alle 37 Werke!) Jeder Band (3 bis 5 Werke) auch einzeln zu S 2*85 bis S 4*20. Alle 12 Bände in Kassette auf einnial . S 39—- Arnold Zweig: „Streit um den Sergeanten Grischa“ Orig.-Leinen (S 16*85) S 4*85 (Kart. S 3-45; „De Vriendt kehrt heim** Leinen (S 13-50) S 4*85 (Kart S 3-45) „Junge Frau von 1914“, Leinen (S16-85) S 4*85 (Kart. S 3-45) Joseph Roth: „Radetzky-Marsch.“ Kart. S 3*15, Leinen S 4*85 Eml! Ludwig: „Napoleon.“ Mit 21 Bildern. Leinen . 6 3*8§ „Goethe.“ Mit 21 Bildern. Orig.-Leinen S 3*85 „Bismarck.“ Mit 20 Bildern. Lernen . S 3*8§ „Genie und Charakter.“ Mit 19 Bildern. S 3*85 „Juli 14“ Mit 4 Bildern. Kart. . . . S 1*9Ö „Lincoln.“ Mit 12 Bildern. Orig.-Leinen S 4*85 „Geschenke des Lebens.“ Mit 13 Bildern S 4*85 Besichtigen Sie meine neuen Schaufenster* Karlsplatz Nr. 1. — Der neue Nachtrag zutti 8. Katalog gratis und franko. E Minjan der Zionistischen Bezirkssektion Leen* pbldstadt, II., Praterstraße 13. Wie alljährlich veranstaltet auch heuer die Zionistische Bezirkßsektion Leopoldstadt anläßlich der hohen Feiertage einen feierlichen Gottesdienst mit Predigt im Zentrallokal, II., Tabarstraßo 8. Es ist der Sektion gelungen, den besthekannten Kantor Hersoh Larrdskron (Hersohaly) als Vorbetör zu gewinnen. Kartenverkauf ab Sonn* tag, den 8 September, täglich von 10 Uhr vormittags bis 8 Uhr abends im Zentrailokal und von 8 bis 10 Uhr abends im Heime der Sektion, II., Praterstraße 13. Alle Bethausbesucher, die auch heuer auf ihre Sitze reflektieren, werden ersucht, möglichst rechtzeitig die Bettkarten zu beheben. Kranke Frauen erfahren durch den. Gebrauch des natürlichen „Franz-Josef“-Bitterwaesers ungehinderte, leichte Darmentleerung, womit oft eine außerordentlich wohltuende Rückwirkung auf die erkrankten Organe verbunden ist. Minjan der Hebräischen Schüfe, II., Praterstraße. Wie alljährlich veranstaltet die Hebräische Schule in den Räumen der Zionistischen Bezirkssektion Leopoldstadt, II., Praterstiraßo 13, einen feierlichen Gottesdienst. Besitzkarten werden täglich von 6 bis 10 Uhr ausgefolgt. Minjan. Anläßlich der hohen jüdischen Feiertage veranstaltet die Israelitische Kinderbewahranetalt, II., SchifTamtsgasse 15, wie alljährlich so auch heuer in ihren Räumen einen feierlichen Gottesdienst. Bethaussitze 6iud täglich in der Zeit von 9 bis 12 Uhr vormittags im Sekretariat der Anstalt erhältlich. (Telephon A 45-0-79.) Zeire We Hechaluz Hamisrachi. Samstag, den 14. d„ findet in unserem Heime, II., Praterstraße 60, ein Vortrag des Chawer M. S. Brafmann über ..Die Stellung des Misrachi zum 19. Zionistenkongreß“. Anschließend Diskussion. Gäste willkommen. Beginn 8 Uhr abends.

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