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Die Stimme · 1935-08-06 · Heft 472 (6.8.1935) · page 3

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Journal
Die Stimme
Volume
8 (1934-1935)
Issue
Heft 472 (6.8.1935)
Date
1935-08-06
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 472 — 6: August 1935 DIE STIMME Seite 3 Revisionistische Erklärungen Daß ehristlicheozial -monarchistische „Neuigkeits-Weltblatt“ ha.t am 2. August, folgendes berichtet: Tagung der antimarxistischen Juden in Wien. In der Zeit vom 8. bis 14. September wird der konstituierende Kongreß cl. ß r jüdischen Revisionisten, die. eine ähtima+xistischö Teil gruppe des zionistischen Weltverbandes darstellen, in Wien ab ge halten , werden. Den Vorsitz in dieser Tagung wird der russische Zionist Jabotin skv führen, der vor einigen Wochen im Konzerthaus einen Vortrag über die revisionistische Bewegung innerhalb des Zionist- Verbandes hielt. Wie wir erfahren, waren für die Wahl der Stadt'Wien zu dieser Kongreßtagung zwei Gründe imaßgebend: erstens weil die neue staatliche 01 d n u n g in Österreich genau dieselbe ist, die die Revisionisten für den zionistischen Staat anstreben, nämlich die des staatlichen Aufbaues auf religiöser und ständischer Grundlage. Der zweite Gfund, den die Revisionisten für die Wahl angeben, ist der, -daß die falsche Meinung in der Welt, zerstreut werden, soll, nach der a u c h' i n ö s te r r e i c h ein gewisser antisemitischer Kurs besteht. Die Revisionisten ■ meinen, daß gerade die Abhaltung des. jüdischen Kongresses in Wien dje vielenorts vorherrschende Meinung von diesem antisemitischen Kurs am besten zu widerlegen imstande wäre. * Die Gründe, die hier für die Wahl Wiens als. Tagungsort angegeben werden, sind etwas sonderbar: Es dürfte eine .aus- .schließlich jüdische Sorge sein, ob in Österreich ein antisemitischer Kure besteht oder nicht, die Juden mögen sich ruhig gegenseitig von der richtigen Tatsache, überzeugen. -Mit dem angeblichen „antisemitischen Kurs“ aber für eine Tagung Reklame zu machen, die das Gastrecht, Österreich beansprucht u’nd offenbar dem Studium . des österreichischen Staatsbaues gewidmet ist, ist t a k 11 o s. . Die redaktionelle. Bemerkung, die das genannte, Organ seinen Meldungen hin,zufügt, ist zum großen Teil unverständlich; Ob ein antisemitischer Kurs besteht oder nicht, kann doch keiner i chtige Tatsache sein! •Zur Sache.selbst ist zu sagen, daß man nocli ■ selten eine ärgere Ungeschicklichkeit gesehen!: hat,i^ls:..clie. Art, -,miU „der, die: Ver-, an'stalteT ' dieses Appells,- der sich-Kongreß nennt, operieren. Denn die Version-von dem Beweis gegen deu antisemitischen Kurs, die mit Recht von dem „Weltbla,tt“ als taktlos gerügt wird, stammt a.us revisionistischen Kreisen. In einer Pressekonferenz., diie am’ 2. August hier stattgefunden hat, wurden die Herren über diese Angelegenheit interpelliert.. Sie haben dementiert, aiber so, daß alle anwesenden - Pressevertreter da.s Empfinden hatten, es sei tatsächlich eine Erklärung dieses Inhaltes abgegeben worden. Mit einiger Heiterkeit vernimmt man aus dem „Weltblatt“, das sich sicherlich auf Mitteilungen' von revisionistischer Seite stützt, daß die Revisionisten für den zionistischen Staat, die neue staatliche Ordnung Österreichs, nämlich die des staatlichen Aufbaues auf religiöser und ständischer Grundlage als Vorbild zu nehmen beabsichtigen. Bisher hat man gar nicht gewußt, daß die Herren sich über den Aufbau des zionistischen Staates -ein Programm gebildet haben. Sie haben weder .eine religiöse noch eine ständische Grundlage, noch eine Grundlage überhaupt, wie sie das Grund, legen bisher neidlos der alten zionistischen Organisation tiberlassen haben. Was aber unter gar keinen Umständen angelit, das ist das Krebsen mit dem „A n t im a r x i smu s“. Es bestehen innerhalb der zionistischen Organisation einige uncl sehr starke bürgerliche Gruppen — um nicht das Wort Parteien zu gebrauchen — die die sozialdemokratische Orientierung unbedingt ab lehnen. Wenn sich die Revisionisten des Herrn Jabotinsky, deren ganze Tätigkeit auf einen verschärften Klassenlrampf in Palästina hinausläuft, als Antimarxist sich aufspielen — und es sind bei den Vorverhandlungen mit der österreichischen Regierung tatsächlich derartige Aufklärungen erfolgt — so werden damit, implicite die bürgerlichen Zionisten als marxistisch hingestellt. Es ist der Regierung bekannt., daß die bürgerlichen Zionisten diejenigen sind, die seit drei Jahren aus dem Vertrauen der Mehrheit der jüdischen Wählerschaft die Führung der Kultusgemeinde inne haben, und niemand wird ihre Tätigkeit als „marxistisch“ ansprechen können. Was soll sich die Regie-1 rang nun von den «Revisionisten, von den Zionisten, von den Juden überhaupt denken, 'wenn die Partei der Überjuden, um für sich gutes Wetter zu machen, derart vorgeht? Die Revisionisten machen sich keine solchen Sorgen, einfach darum, weil sie in vollständiger Unkenntnis der Verhältnisse und der ganzen Situation leben. Da kommen so ein paar Jünglinge zusammen, die ansonsten in Cafös in Wien oder London oder Paris mitdem Neuaufbau des jüdischen Volkes beschäftigt sind, und bieten sich als Antimarxisten aus. Sie wissen nicht, daß dieses Wort, „antimarxistisch“ hierzulande eine sehr odiose . Nebenbedeutung hat,, die übrigens heute zur Hauptbedeutung geworden ist. Antimarxistisch ißt hier nur eine andere, I .wissenschaftlich klingende Bezeichnung für j Antisemitismus. Da.s wissen hier alle, die keine Scheuklappen tragen; nur die Revisionisten, die Vorbereiter dieses interessanten „Kongresses“ wissen das nicht. Das ist nun ihre Sache, Sache der jüdischen Öffentlichkeit aber ist es, von Herrn Jabotinsky, dem verantwortlichen „Führer“, Aufklärungen darüber zu fordern, ob er diese ganz merkwürdigen Methoden deckt, die in einer Zeit angewendet werden, in der die wirtschaftliche und politische Entmachtung der Juden fast, schon .zur vollen Tatsache geworden ist Resignieren oder kooperieren Von Dr. Max KoIIenscher, Tel-Aviv. i Die Wahlen zum Kongreß werden der Linken, der Histadrath, die absolute Mehrheit bringen. Dieses Ergebnis -ist, wie die Dinge nun .einmal lie- ^_n, in keiner Weise zu beklagen. Es führt vielmehr zur 'reinlichen Scheidung und zur politischen Klarheit., die‘immer die Voraussetzungen . für eine sachliche Erneuerung und Besserung bilden. Eine Mehrheit,. die ür die Dauer der Legislaturperiode^ feststellt, wird in allen demokratischen Staaten gewünscht und ist a.uoh für unseren Staat auf dem Marsche und wünschenswert. Die Mehrheit soll alsdann alle Konsequenzen ziehen, sie soll allein die Regierung ergreifen und die Geschicke des Staates nach ihren Grundsätzen leiten. Diese Konsequenz ist in einer parlamentarischen Staatsform,. für die es noch immer trotz aller Anfeindungen von rechts und von links keinen vollwertigen Ersatz gibt, unabweisbar. Sie wird auch fast lückenlos gezogen. Nur wo. infolge der Zersplitterung der Parteien eine einheitliche Mehrheitsbildung nicht _ z-ustandekommt, hat man als Außhllfsmittel zur Koalition greifen müssen — sie aber immer nur als das geringere Übel gegenüber einer völligen Zersplitterung und einer ständigen Abhängigkeit von Züfallsmehrheiten uigesehen. Wenn deshalb die Histadrut-li auf dem nächsten Kongreß die völlige Herrschaft an ■•ich nimmt, wenn sie die Exekutive ausschließlich mit Persönlichkeiten ihrer Partei besetzt, so kann sie darum 'kein Mensch tadeln.'‘ ... ' v-■ Es scheint aber so, als .ob der Histadrath der Mut zur eigenen Courage’ etwas geschwunden wäre. Ben Gurion hat in Anieika erklärt, daß die Histadrutli, für die auch er die Mehrheit des- Kongresses erwartet, diie Konsequenzen aus diesem bevorstehenden Wahlsiege nicht ziehen wolle, daß sie vielmehr einem angesehenen Allgemeinen Zionisten das Amt des Präsidenten der Organisationanhieten würde. Daß diese Erklärung der allgemeinen Auffassung .entspricht., und daß Ben Gurion nicht wieder von seiner Partei desavouiert werden wird, wie er dies im Falle des Abkommens mit Jabotinsky erlebt, hat, wird durch viele Einzelerscheinungen und durch die allgemeine Stimmung bestätigt. Was die Histadruth, bei der man .bisher eine Verzichtspolitik auf dem Gebiete des inneren Organisationswesens und der Ausbreitung aus Ausweitung ihrer Macht innerhalb 'der Gesamtorganisatio u noch nicht gesehen, hat, zu dieser Bescheidenheit veranlaßt, ist schwer zu sagen. Vielleicht glaubt man nur gewisse Persönlichkeiten " ans anderen Lagern nicht entbehren zu können. Vielleicht, willman die eigene innenpolitische oder außenpolitische Unsicherheit und Schwäche schaanhaft durch ein. fremdes Feigenblatt verhüllen. Vielleicht will man aber auch sich selbst zu gewissen Rücksichten auf andere Anschauungen zwingen'. Diese Frage ist jedoch von der Histadrath selbst zu erledigen und braucht den anderen Kreisen keine Sorgen zu machen. Wichtiger ist die andere Seite der Sache, nämlich die Frage, wie sich andere Parteien und insbesondere die Allgemeinen Zionisten zu einem solchen Angebot zu stellen haben. Eine Koalition ian eigentlichen Sinne wird durch die Annahme dieses Angebotes nicht herbeigeführt.. Eine solche Koalition ist nur gegeben, wenn keine Partei — auch nicht die relativ stärkste — die absolute' Mehrheit hat. Sie muß alsdann andere Parteien hinzuziehein, um zu einer Mebrheitsbiildung zu gelangen. Aus der Tatsache der fehlenden eigenen Mehrheit ergibt sich die Notwendigkeit zu Kompromissen von Fall zu-Fall und dadurch die Möglichkeit gewisser Erfolge auch der Gruppen außerhalb der relativ stärksten Partei Im vorliegenden Fall ist aber nicht anzunehmen, daß die Linke auf ihre Mehrheit in der Exekutive verwehten wird. Sie wird sich bestimmt eine Mehrheit innerhalb der Exekutive sichern' und wird den Exponenten anderer Gruppen nur einiger-Fauteuils ni;v Ruhesitze l'reundüchst einräumen. Diese Persönlichkeiten werden vielleicht sogar technische Dezernate erhalten und _ eine Fülle von „praktischer“ Arbeit zu leisten haben — sie können sich auch überarbeiten —, aber sie bleiben ohne jeden politischen Einfluß, weil ihre Stimme zur Mehrheitsbildung im Kabinett nicht gebraucht wird. Die Aufgabe dieser ’ herbeigesehnten und - doch nur geduldeten' Mitarbeiter _ ist keine beneidenswerte. Sie sollen .durch ihre neutrale Flagge die sozialistische Konterbande decken. Sie sollen einen bürgerlichen nationalen Koscherzettel für eine sozialistisch internationale Geschäftsführung abgeben. Für jeden Menschen, der nicht allein von persönlichem Ehrgeiz und politischer Eitelkeit getrieben wird, der sich sein zionistisches Rückgrat nicht brechen lassen will, ist dies nicht nur ein gewagtes Spiel, sondern der sichere politische Tod. Wer sich da,zu hergibt, einer weltanschaulich fremden Macht Handlangerdienste unter der Maske, eines sachlichen Einflusses zu leisten, wer eine seiner inneren Überzeugung widersprechende Arbeit deckt, hat ebenso wie die Partei, die ihn entsendet und als ihren Exponenten ansieht, jeden politischen Kredit e-ingebüßt; Dieser Weg ist also nicht zu betreten. Es öffnen sich aber zwei andere Mö-glichke-i- 1-ten. Die erste geht dahin, cl i e Mehr- J h e i.t s p a r t e i sich selbst zu überlassen und . ihr affe,. Gewalt a,nzu vertrauen, die die Organisation ihren Instanzen zur Verfügung stellt. Sie mag dann ihr Programm restlos durchführen. Sie soll ä 1 s. d.i e P a. r t ei, die die st. ä r k s t e k a p i t a 1 i s t i s e h e M a c. h t ' hin t’e r sich hat und nac h d e n krassesten kapitalistischen Gesichtsp u n k ten a r b e i t. e t, den internationalen Sozialismus proklamieren; sie soll den 1. Mai g emeins c h a f 11 i c h mit S o wj e t-R u ßl an cl und. H i t 1 e r-D e u t. s c h- I a n cl als den Tag der internationalen Verbundenheit feiern. Sie mag mit noch größerer Einseitigkeit, und Engstirnigkeit als es jetzt schon geschieht alle ihre Genossen zu Funktionären der Organisation machen und sie aus der Organisationskrippe füttern. Die Orga.nisationsfreudigke.it wird dadurch gewiß nicht steigen. Schon jetzt ist sie außerordentlich stark abgefiaut. Der Aus tritt der Revisionisten hat, gewiß andere Ursachen und Gründe — aber er wäre nicht möglich gewesen, wenn der Boden nicht hierzu genügend vorbereitet wäre, wenn man nicht diesem Teil der Schekel-Zahler durch eine Politik der Nadelstiche, der Kränkungen und Zurückweisungen jeden Wunsch auf Zusammenarbeit, menschlich genommen hätte.’ Das psychologische Motiv war hier bestimmt viel stärker als die sachlichen Gegensätze. Wenn jetzt auch die Bauernschaft in Palästina clie Möglichkeit erörterte, Schekel nicht m kaufen und sieh damit auszuscihalten, wenn auch andere Gruppen und Parteien es nötig hatten, erst zu erklären, daß sie am Kongreß te-ilneftmen, so läßt dies alles einen sicheren Schluß darauf zu, wie schwach die Basis ist, auf der die Organisation sich auf baut. Kommt eine ausgesprochene Meh rhei tsherrschaffc der Histad-ruth, und arbeitet sie nach ihrem sachlichen Programm und nach der Praxis, dio sie bisher ausgeübt hat, so wird diese Mehrheit van einem nächsten Kongreß — und. man sollte die Dauer der Legislaturperiode des Kongresses nicht verlängern — mit einem Sturm der Entrüstung hinweggefegt werden. Allerdings darf die g e g e n w ä rtige Opposition sich nicht damit begnügen, nur auf die verantwortliche Arbeit in der Leitung der Organisation zu verzichten. Im Kongreß und im Aktionskomitee muß sie um so stärker ihre Stimme erheben und vor allem muß sie sich selbst ziis a m m e n f a s s e n und organisieren und die zionistische Welt auf klären, den falschen Weg der Exekutive und ihre praktischen Fehler geißeln und der Öffentlichkeit immer wieder das von ihr für richtig erkannte nationale jüdische Programm yorha!t'eu. (Fortsetzung folgt.) Palästina-Regierung Ober die Behandlung der politischen Häftlinge London, 2. August. Im englischen Unterhaus machte der Abgeordnete Thomas Williams den Kolonienminister darauf aufmerksam, daß in Palästina, Gefangene in den Hungerstreik getreten sind, um dagegen zu protestieren, daß sie, obgleich sie nicht a.us kriminellen Gründen inhaftiert sind, zur Arbeit gezwungen werden und Gefangenenkleidung tragen müssen. Unter diesen Gefangenen; die in den Hungerstreik getreten seien, befänden sich Knaben und Mädchen im Alter von 17 Jahren und drei an Tuberkulose leidende Frauen. Verstellungen gegen diese Behandlung der politischen Gefangenen seien ergebnislos gewesen. Kolonienminister Malcolm- ,M a c- Donald antwortete, daß er über diese Dinge keinerlei offizielle Informationen besitze, aber den High Commissioner von -Palästina um einen Bericht ersucht habe. Nun wird in diesem Zusammenhang .in einer soeben erschienenen offiziellen Erklärung. der ' Palästina -Regierung betont, daß die palästinensische Gesetzgebung ebensowenig wie die englische eine Sonderbehandlung politischer Häftlinge vorsieht; die eventuellen Maßnahmen in der Behandlung politischer Häftlinge werden in den gewöhnlichen Fällen dem Ermessen der Gefängni-sbeamten überlassen, es sei denn, daß ■ das Gericht in einem besonderen Falle eine Sonderbehandlung anordnet. ' ' In dem offiziellen Communique wird weiter betont, daß im ganzen drei von den Verhafteten, unter ihnen eine wegen Diebstahls abgeurteilte Frau, Gefängniskleidung tragen. Alle übrigen Teilnehmer am Hunger-; streik dürfen ihre eigenen Kleider tragen. Die im Hungerstreik verharrenden Häftlinge stehen unter, Aufsicht,' von Regieriuigsärzten. Sie . nehmen' Wässer' zu sich, und ihr Gesundheitszustand' gibt zu keiner unmittelbaren! Sorge, Anlaß. Zwei der Hungerstreikenden wurden aus dem Ge-; fängnis entlassen, einer von ihnen ist als tuberkulosekrank in das Regierungshospital, eingeliefert worden. _; Wiederum „illegale“ EUnvanderer im Hungerstreik Jerusalem, 2.. August. Fünf illegale jüdische Einwanderer, aus R u ß 1 a n cl, die im Jerusalemer,’ Gefängnis untergebracht sind, obwohl das 'Gericht ihre' F r e i 1 a s s u n g a n g e o r d-n‘e t' Bat, sind' in den Hungerstreik getreten, in dem sie seit, fünf Tagen verharr-en. über <fOO Amerikaner in Palästina eingetroffen' »: Jerusalem, 2. August. Mit. dem italienischen Dampfer; %,Roma“ sind soeben direkt aus New York über 900 amerikanische Passagiere, 180 -Einwanderer, der Rest Touristen, in Haif a, gelandet. Das japanische Dumping ln Palästina Wie von der Palästina-Regierung offiziell mit,geteilt wird, hat Japan im Verlauf des Jerusalem, 4. August. (Z. -T. A.) von der Japan im Monats März nach Palästina Waren im Werte von 82.477 £ eingeführt und im gleichen Monat aus Palästina Waren im Werte von nur 1 £ bezogen. Der deutsche Cenerdlhonsul in Jerusalem abgesetzt Aus Jerusalem, 3. August, meldet die J. T. A.: der deutsche Geuera 1 kons u 1 in Jerusalem Dr. Heinrich W o 1 f wurde plötzlich seines Amtes enthoben mit-der Begründung, daß seinoFrau von Juden abstammt. Die Kinder des Ehepaares Wolf, die in Deutschland studierten, wurden a u s den S e h u 1 e n a u s g e s c h 1 o. 's s e n. Dr. Wolf übernahm 1932 die Leitung des Cu m .-iPuovulats und pflog gute Beziehungen zu den jüdischen Wirtschaftskreisen. I

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