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Die Stimme · 1935-04-17 · Heft 443 (17.4.1935) · page 7

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Journal
Die Stimme
Volume
8 (1934-1935)
Issue
Heft 443 (17.4.1935)
Date
1935-04-17
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Nr. US - 17. April 1935 Dil STIMM! leTfe r LOKALCHRONIK Der neue Leiter äer Jüdischen Gemeinde-Bibtiotheh. Wie wir erfahren, wurde Professor Moses Rath zum Leiter der Bibliothek der jüdischen Kultusgemeindo bestellt. Robert Gtüchsmann dreifacher Jubilar Das seltene Zusammentreffen eines dreifachen Jubiläums konnte der um Österreichs Wirtschaft und den jüdischen Sport verdienstvolle Robert Glücks mann am 13. d. feiern. An diesem Tag, seinem 50. Geburtstag, werden es gleichzeitig 30 Jahre, daß er Mitohef der Kartonnagenfirma A. Glücksmann und Söhne, und 10 Jahre, daß er geschäftsführender .Vizepräsident des Sportklubs „Hakoak“ ist. Robert Glücksmann ist Vorstandsmitglied der Genossenschaft, Mitgründer und Vorstandsmitglied der österreichisch-palästinensischen Gesellschaft und Mitglied von nicht weniger als 20 charitativen Vereinen. Als Vizepräsident der „Hakoah“ und als gewesener Präsident des Schwimmklubs hat er auf sportlichem Gebiet Großes geleistet, zuletzt durch die Schaffung des neuen, modernst angelegten- Fußballplatzes in der Krieau, der sein persönliches Werk ist. Zu seinem 50. Geburtstag wurden dem auch in Kunstkreisen angesehenen Mann große Ehrungen bereitet. Prof. N. H. Ehrlich — 60 Jahre alt. Der bekannte Klavierlehrer und Orgelspieler Prof. N. H. Ehrlich (II., Krummbaumgasse Nr. 10, Tür 14), feiert am 29. d. seinen 60. Geburtstag. Prof. N. H. Ehrlich, ein ausgezeichneter Musiker und Pädagoge, erteilt in und außer Haus Unterricht in: Klavier- und Orgelspiel, Theorie, Harmonielehre, Kontrapunkt, Instrumentation und Blattsingen. Übernimmt auch Klaviere zum Stimmen. M «Jo beim seder? * Im nsD Restaurant Stefanie (vorm. Oper er), Wien, II., Taborstr. A finden am 17. und 18. April 1935 feierliche Sederabende statt Vorzügliche Pessachspeisen a la carte und reichhaltige Pessachmenus. Karmel und Palästinaweine in Flaschen und offen* Anmeldungen: Telephon R 46-5-57 Zionistischer Vortragshalender Samstag, 20. April: . Sektion II und Klub Erez Israel, IL, Prateretraße 13, 8 Uhr abends: Akademie mit Tanz. Reichhaltiges Programm. Montag, 22. April: 20. Bez., Sektion XX, XX., Jägerstraße 30, 8 Uhr abends: Cafe Esplanade, IX., Alserbachßtruße öl: Akademie mit Tanz, unter Mitwirkung bedeutender jüdischer Künstler. Donnerstag, 25. April: 1. Bez., Sektion I, I., Neutorgasse 6, 349 Uhr iabends: Regierungsrat Dr. Friedrich Winter: .Auf dem Landwege nach Palästina.“ 4. Bez., Sektion IV/V, IV., Hauslabgasse 2 (Eingang Draschepark), 9 Uhr abends: Palästina-Film von Dr. Rezok: „Palästina, Oktober 1934.“ 6. Bez., Sektion und Wizo VI/VII, VI,, Loqualplatz 11, %9 Uhr abends: Dr. Jakob Ehrlich, Rat der Stadt Wien: „Dürfen wir uns noch ewiges Volk nennen?“ Verband jüdischer Ingoöieure und Techniker für den Aufbau Palästinas, XVIII., Weimarerstraße 7, 8 Uhr abends: Dr. E. David: „Dio Schätze des Toton Meeres und deron Ausbeutung.“ 13. Bez., Sektion XIII. und Wdzo, XHI., Hietzinger Hauptstraße 22, *49 Uhr abends: Dr. M. E. Zweig: „Alltagsleben in Palästina.“ JÜDISCHER KAIENDER 19.-25. April 1935 16.-22. Nissan 5695 Freitag (19.) Sabbath-Elngang . 6 Uhr 50 2. Pessadi Samstag (20.) Sabbath-Ausgang 7 Uhr 50 1. Chol Hinoid Wodienabschnltt: Sabbath! Chol Hamood Mlttwooh (24.).7. Pessaoh Donnerstag (25.).8. Pessaoh Kundmachung Die Wiener Molkerei bringt auch heuer Pes9ach-Koschermilch in allen ihren Filialen zum Verkauf. Die Pessach-Koschermilch wird in ihren Meiereien in Niederösterreich unter streng ritueller Aufsicht der von Sr. Ehrw. Herrn Rabbiner Dr. M. Rosenmann bestellten religiös verläßlichen Organe erzeugt. Jede Kanne und jede Flasche ist mit einer Plombe, respektive einer Schleife versehen mit dem Aufdruck nD3 bv nvs nbn Vom 17. April bis 25. April in allen Verkaufstellcn erhältlich Wiener Molkerei Freitag, 26. April: 10. Bez., Sektion X, X., Hasengasse 17, 8 Uhr abends: Onegg Sabbath. Rabbiner Dr. Weiner: „Maimonides.“ Der Humor am Ravag-Mikrophon. Ein Leser sendet uns den Text einer Zuschrift, die er am 9. d. an die Leitung der Ravag in Wien gerichtet hat: In der am Sonntag, den 7. d. abends gebrachten Übertragung „Zwei Stunden Lache n“, welche auf Grund der Darbietungen keineswegs Lachen erweckten, sondern eher das Gegenteil bewirkten, hat der Conf6rencier, dessen Namen mir entfallen, aber bei Ihnen leicht za finden ist, es für richtig gehalten, höchstwahrscheinlich um die Stimmung der Darsteller zn beben, einen Witz über polnische Juden zu machen. Ich finde es ganz ungehörig, daß zahlende Hörer (nachdem doch ein Großteil Ihrer Abonnenten Juden sind) auf derart öffentliche Weise angegriffen werden. Ein solcher Vorgang wäre mit Ausnahme des Dritten Reiches wohl in keinem Lande der Welt möglich. — Ein Jude im Namen vieler. Bund jüdischer Frontsoldaten. Die Bezirksgruppe Leopoldstädt beabsichtigt eine Votivtafel für die Kriegsopfer des zweiten Bezirkes zur Festhaltung der Namen des fürs Vaterland gefallenen Karaden für immerwährende Zeiten im großen Leopoldstädter Tempel, n., Tempelgasse 3, zu errichten. Zwecke Erfassung sämtlicher in diese Tafel aufzuuehmender Namen werden alle Angehörigen, Verwandten und Freunde von Im zweiten Bezirk ansässig gewesenen gefallenen oder an Folgen vou Kriegsverletzungen usw. daselbst verstorbenen Kameraden gebeten, die genauen Daten: Vor- und Zuname, Beruf, letzte inländische Wohnadresse des verewigten Kameraden, dessen Charge, Truppenkörper, Ort und Zeit des Todes sowie Todesursache, bekanntzugeben. Schließlich auch Name und Beruf, die Adresse und Telephon der anmeldenden Person. Anmeldungen wollen ehestens dem Votivtafelkomitee des „Bund jüdischer Frontsoldaten Österreichs“, Bezirksgruppe Leopoldstadt, H., Praterstraße 66 (Cafö Orient), schriftlich eingesendet werden. Hitachduth Otei Austria. Aus Haifa wird uns geschrieben: Am 25. März fand hier die Generalversammlung der Hitachduth Olei Austria statt. Es waren 75 Mitglieder erschienen. Der Vorsitzende Herr W. Goldschmidt gab einen kurzen Bericht über die bisherige Tätigkeit. Sodann besprach er die zu erfüllenden Aufgaben der Vereinigung, deren wichtigste sind: Unterbringung der Olims nach der Ankunft, Wohnuugsnachweis, Arbeitsnachweis und Stellenvermittlung, Einschulung der Kinder, billige hebräische Kurse für Erwachsene, Berufsberatung und Hilfe bei Berufsumschichtung, Hilfe und Intervention bei den Palästina-Behörden, Errichtung eines Heimes für österreichische Einwanderer, Errichtung der österreichischen Mittelstandssiedlung und Schaffung eines Hilfsfonds. Herr Hirsch sprach über zionistische Propaganda im Zusammenhang mit dem Programm der Olei Austria. Herr Ing. 0 r n s t e i n, Vorsitzender der Olei Austria in Tel-Aviv, berichtete über die Erfolge der Vereinigung und gab wertvolle Ratschläge zu den verschiedenen Punkten des Arbeitsprogrammes, ln die Leitung, respektive Kommissionen der Hitachduth Olei Austria Haifa wurden gewählt die Herren: W. G' old- Schmidt (Präsident), Schur und Moses Weiner (Vizepräsidenten), Dorf Knapp (Sekretär), Ing. Z i e g 1 o r (Kassier), Hirsch (Beisitzer), Arch. Sobelson, Jellinek, Friedr. K a t z (Wirtschaftsberater) und Ing. Krummholz (Mittelstandssiedlung). Die Versammlung fand ihren besonders angenehmen Abschluß durch literarische Vorträgo dos Gastes Herrn Dr. Mayer Praegcr aus Wien. Der Verein für unentgeltlichen Arbeitsnachweis, I., Kohlmessergasse 4, Tel. U-27-0-65, 3ucbt dringend Stellen für: a) Kontoristen, Buchhalter, langj. Geschäftsführer aus der Schuhbranche, Handelshilfsarbeiter, Geschäftsdiener, Packer, Inkassanten, Verkäufer, Ausilagenarrangeure, Kellner, Inne|narchifcektin, Krankenpflegerinnen und Heilmassearinnen, Nackhilfelehrcr und -lehrerinnen für Mittelschulfächer. b) Arbeit für gewerbliche Hilfskräfte aller Art, darunter auch Chemiker, Installateure, Bauingenieure, Herrenschneider, Chauffeure, Seifensieder, sowie ungelernte Arbeiter. c) Handwerkliche und kaufmännische Lehrstellen für Knaben und Mädchen. —■ In demselben Verein sind derzeit offene Stel- 1 e n für: Geschultes Hauspersonal jeder Art, Kinderfräulein mit Sprachkenntnissen, Maschinnälierinneu für Herrenhemden eingearbeitet Spezialkragenüäherinuen), selbständige Schneiderinnen für Mäntel und Kostüme, gut eingearbeitete Konfektionsnäherinnen (auch Heimarbeit), Zuschneiderin für Trikotkleider, Kanditensieder, selbständige Damenschneider, Lagerist aus der Galanteriewarenbranche (Spielzeug, Parfümerie, Papier, Kurzwaren), junger Absolvent der Baugewerbeschale. $ci €c?ättuti00?cantyeiten tturPen 2ogaI*£af>letten rafdj uitb firf>cr. £ogal löft bie fdjäblidjen SBeftanbteile im 23lut; e§ lutrft tu Ijoljem Sftajje al§ inneres SIntijeptifunt. 1—2 Tabletten, redjtjeitig genommen, fönnen @rfältnng§franfl)eiten bereuten, über 6000 Birgte, barunter üiele bebeutenbe s4$rofefforen, betätigen bie Ijerborragenbe SEBirfung be3 Sogal. $n allen Slpoi^elen erijälllidj. $ßrei§ S 2.40. Hlstadruth Ivrlth, II., Kleine Mohrengasse 3. Samstag, den 20. d., 8 Uhr abends, Jom Ivrim. Es referieren Dr. Ohaim Tartakow e r: Das hebräische Buch vom letzten Jahr; Prof. Jona Gelernter über die hebräische Bewegung. Sektion Zwischenbrücken. Nach dem Ableben des Herrn Saal Oppermann wurde zum Obmann der Sektion Zwisehenbrüoken Herr Jakob Rothmann gewählt. Er gehört unserer Bewegung seit seiner Jugend an; er ist eines der aktivsten Mitglieder der Sektion und verfügt über ein großes jüdisches Wissen. Er gehört auch zu den treuesten Mitarbeitern des Keren Kajemeth. Verein zionistischer Hochschüler „Theodor Herzl, II., Krummbaumgasse 10. Samstag, den 20. d., \4 9 Uhr abends, spricht bei uns Doktor Michael Steinberg über das Thema: „Vor dem XIX. Zionistenkongreß.“ Gäste willkommen! Verein „Ahavath-Achlm“ (Wien, VI., Millergasse 43). Montag, den 22. d., 8 Uhr, Maimoni'des-Feier. Festredner: Rabbiner Dr. A. Karn i n k a, Dozent am Maimonides-Institut. „Wizo“. Sprechstunden der Präsidentin von nun ab jeden Montag und Donnerstag von 345 bis 6 Uhr nachmittags im Heime, I., Schottenring 25. „Hilferuf“. Auf Grund des unter diesem Titel veröffentlichten Aufrufes gingen unserer Administration an weiteren Spenden zur Ignaz Drill, Angern b, Wien, S 5.—, Zionistischer Gehörlosenverein S 10.—. Jüdische Feiern in Linz. Aus Linz wird uns geschrieben: Am Sonntag, den 7. d., fand im Ländlersaal eine erhebende Festlichkeit statt. Der Präsident der Kultusgemeindo Linz, Herr Dr. Morgenstern, überreichte nach einer herzlichen und würdigenden Ansprache an die Herren Ehrenpräsident Kommerzialrat Bonedikt Schwager und Ehrenmitglied Emil Bruder di© Diplome der ihnen verliehenen Auszeichnungen. Anschließend sprach Dr. Morgenstern anläßlich der 10. Wiederkehr der Eröffnung der Universität Jerusalem über die Bedeutung dieses Tages und dieser Stätte, und schließlich hielt Prof Dr. Viktor K u r r e i n einen eindrucksvollen Vortrag über die Persönlichkeit und das Werk Maimonides. Die Veranstaltung fand den lebhaftesten Beifall des den Saal füllenden Publikums. SAMSTAG KREUZKIH 1 DSCHUNGEL'REPORTAäE1 1 SA M $ T A 6 KRIUZK1NO Maimonides-Feier. Die Bozirksotrsgrappe H des „Bund jüdischer Frontsoldaten Österreichs*' (Wien, II., Praterstraße 68), veranstaltete am 16. d. in ihrem Heime eine Maimonides-Feier, bei welcher Oberrabbiner Dr. T a g 1 i c h t die Festrede hielt. Anschließend sprach der BundesfUhrerstellvertreter S t i a ß n y über aktuelle Fragen. „Wizo“, I., Schottenring 25. Das Heim bleibt während der Feiertage vom 17. bis 25. d. geschlossen. Ab 26. d. ist das Heim täglich (außer Freitag) von 3 Uhr nachmittags an für unsere Mitglieder und eingeführten Gäste geöffnet. Am 8. Mai: Bridge- und Rummy-Teeabend. — Aus dem Reingewinn des Purim-Abends wurden S 150.— dem Kfar Kremenezky und eid größerer Betrag dem Keren Hanaschim überv mittelt. Jüdischer Angestellten-Verband „EmunahfL I., Biberstraße 17. A b e n d k u r s e: E n g 1 x sdH für Anfänger und Vorgeschrittene, Franz ö* sisch, Esperanto, Hebräisch. Für den demnächst beginnenden, neuenHebräi'sch* k u r s für Anfänger nach moderner direktem Sprechmethode, unter Leitung des bekannten! Hebräisten Ben C h a v i v, werden, noch. An”1 ineldungem im Sekretariat entgegengenojnmeju — V o r t r ä ge: S a ms tag, den 110. d.: tor Emil Pfeffer: „Wie im Mittelalter Frcn zesse abgehalten wurden.“ Mit Lichtbilden. Samstag, den 27. d.: Dr. Wilhelm Steinl „Juden im neuen Europa.“ Gäste herzlichsti willkommen. — Kinovorstellung! Sonntag, den 21. d., 11 Uhr, im Leopold-! städter Volkskino, H., Roten’sterngasse 7 at „David Golde r“, nebst Beiprogramm. Kar* ten im Sekretariat erhältlich. — Die Stellen* Vermittlungsabteilung hält stets eine größere Anzahl von geschulten Personen für Büro, Lager, Verkauf und Haushalt in Vormer* kling. Die Vermittlung erfolgt kostenlos. Büro* stunden an Wochentagen von 15 bis 20 Uhr* Tel. R-24-9-45. _ Kfar Kremenezky Bisherige Eingänge S 8943.^—, unabhängig!' vom Legat und Stiftung von Johann Kreme1nezky. . . „W i z o“ I hat Ihre Purim-Veranstaltung in den Dienst von Kfar Kremenezky gestellt und 50 Prozent des Ertrages S 150.— an den Keren Kajemeth abgeführt (Leitung der Veranstaltung Frau Gg. Magasanik). r Pension Eckstein - Semmering Die Arbeit des Keren Kajemeth Sammlung bei der Revue „Ohne Zertifikate nach Palästina“ von Gg. Abisch Meiseis. Die durch das Ensemble der Jüdischen Künßtlerspiele nach Schluß der Vorstellung im Ansciiluß an ein Keren Kajemeth-Lied ian Zu-, schauerraum durchgeführte Sammlung ergab' bisher S 419.—. Ehrung der Jüdischen Künstlerspiele anläßlich der Aufführung der Revue „Ohne Zertifikat nach Palästina“. Am Donnerstag, den 4. April, fand eine Bene-, fiavorstellung dieser Revue zugunsten des Ver* fassor Gg. Abisch M e i s e 1 s statt. Vor Schluß der Vorstellung überreichte Gg. Dr. P läse likes namens dos Verbandes der Radikalen Zionisten nach einer herzlichen Ansprache dem. Autor das Diplom seiner Eintragung ins Goldene Buch des Koren Kajemeth. Sodann würdigte der Leiter des österreichischen Keren Kajemeth, Dr. Ohaim Tartakower, die Leistungen der Schauspielerinnen Sevilla Pastor Allgemeiner Zionist! Erwirb und verbreite den Schekel!

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