Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 8 (1934-1935)
- Issue
- Heft 437 (26.3.1935)
- Date
- 1935-03-26
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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DIS STIMM! Seite 3 Nr. 437 — 36. März 1035 Jüdische Meister führend im Schachspiel Das von den Schachspielern in der ganzen Welt mit gespanntestem Interesse verfolgte Moskauer Turnier, an dem die Schachmeister aller Länder teil genommen haben, ist am J4. Mari zu Ende gegangen. Den ersten und, zweiten Preis teilen mit je 13 Punkten der junge tschechoslowakische Meister F lohr und der sowjelrussische Meister Botwinnik; dann folgen Doktor Emanuel Lasker, der einstige jahrzehntelange Weltmeister, mit 12% Punkten, der Kubaner Capabianca, der einst Lasker besiegte, mit 12 Punkten, Spielmann mit 11 und Löiccnfisch mit 10% Punkten. Flohr, Botwinnik und Lasker sind Juden. Botwinnik führte die ganze Zeit und wurde erst in der letzten Runde von Flohr eingeholt. Botwinnik war vor zehn. Jahren, als das erste internationale Turnier in Moskau stattfand, ein Mjähriger Junge, ln einer Sinudlanvorstellung spielte er gegen den damaligen Weltmeister Casablanca und gewann. Bereits im nächsten Jahre wurde er Champion von Leningrad, später von der Sowjetunion. S. Flohr ist um drei Jahre älter als Botwinnik, er wurde 1908 in tiorodenka (Galizien) geboren und ist seit 1917 in der Tschechoslowakei ansässig, seit 1930 tschechoslowakischer Staatsbürger. Der frühzeitig seiner Eltern beraubte Junge wurde in Waisenhäusern in Wien und Nikolsburg erzogen und kam 1919 nach Leitmeritz. Man hält ihn für den emstesten Kandidaten auf einen Kampf mit dem Weltmeister Al je chm. Die eigentliche Sensation des Turniers war der alte Dr, Emanuel Lasker. Als er nach vieljähriger Pause vor kurzem wieder begonnen hat, sich an Turnieren zu beteiliegen, wandte sich ihm alle Bewunderung zu. Im Moskauer Turnier ist er wieder in die erste Reihe aufgeriiekt und hat sogar Anwartschaft auf eine neue Weltmeisterschaft. Dr. Lasker ist auch als philosophischer Denker sehr geachtet. Er ist deutscher Jude und mußte nach der Machtübernahme durch Eitler in die Emigration gehen. Unter den 20 Teilnehmern am Moskauer Turnier waren zwölf Juden: Lasker, Botwinnik, Flohr, Spielmann, Lilienthal, Rabinowitsch, Älaterzeio, Kahn, Romanowski, Tschechower, Rakusin und Löwenfisch. Demnach sind die ersten fünf Gewinner alle Juden. Lasker hält Flohr für den künftigen Weltmeister. ln einem Gespräch mit Moskauer Journalisten erklärte Dr. Lasker, Flohr habe in dem jetzigen Kampf die bereits gehegte Annahme bestätigt, daß man ihn mehr als irgend jemand anderen, aus der Schachjugend als den künftigen Weltschachm e i s t e r betrachten könne. Ich selbst, sagte Dr. Lasker, werde nach sechs Monaten oder einem Jahr neuen Trainings in den Kampf um die Weltmeisterschaft treten. BILLIGE OSTERFAHRTEN Ra,h POLEN und CZERNOWITZ Abfahrten nra 18. (abends) und 16. (früh) April 1085 RUckkenr tun 2. Mai 1035 Anmeldungen und Auskünfte „Francopbi“ Wien. Ul.. Rennweg 1 (Telephon U 16-4-00) Nord. Reisebüro, I., Graben 10 (Tel. R 26-0-02) Reisebüro K. Ferstel, I., K&rntuerr. 12 (T. U 40-801) Von 9 Preisträgern 6 Juden Die Warschauer Violin-Konkurrenz-en In der Warschauer Philharmonie wurden zu Ehren des berühmten polnischen Virtuosen und Komponisten W i e n i a w s k i internationale Violin-Konkurrenzen veranstaltet. Den ersten Preis des Presidenten der Republik im Betrage von 5000 Ziöty und damit auch den 10.000 Francs betragenden Preis der französischen Regierung sowie mehrere andere Preiso gewann die 15jährige französische Jüdin Ginetto Neveu, Den zweiten Preis des Unterrichtsministeriums und andere Preise gewann der Sowjetbürger David Ostrejch, den dritten Preis gewann der englischo Jude Henry Temjonka, den vierten Preis der 13jährige Sowjetbürger Gustav Goldstein, den fünften Preis der jugoslawische Jude L. Spiller, den siebenten Preis die 11jährige Jüdin Ida Hendel. Von neun Preisen fielen sechs an Juden. Die Leiden der Illegalen Ein Leser unseres Blattes stellt uns einen Brief seines Sohnes zur Verfügung, der illegal nach Palästina auswanderte. Wir bringen einen Auszug aus diesem Briefe, um die Jugend zu warnen, sieh in derartige Abenteuer einzulassen. Die Ited. Nach achttägiger Meerfahrt erreichten wir Tripolis. Damit hatten wir die Romantik der Fahrt abgeschlossen und unseren Leidensweg angetreten. Unsere Reisegesellschaft bestand aus drei Gruppen: eine tschechische, eine polnische und eine Wiener Gruppe. Die eine Hälfte fuhr weiter nach Beirut, die andere Hälfte wurde schon in Tripolis ans Land gesetzt. Zu dieser letzteren gehörte auch ich. In Autobussen sausten wir mit unheimlicher Geschwindigkeit nach Bikfaya. Dieser Ort liegt in 900 Meter Seehöhe im Libanongebirge. Man sperrte uns in ein großes Hotel ein, damit wir nicht auffallen. Es könnte uns sonst sehr leicht irgend ein Araber verraten. Wir sollten auf die Beiruter Gruppe warten. Der Oberführer, der in Wien die Reise zusammengestellt hatte, wollte mit dreizehn Leuten einen Versuch machen, wurde aber an der Grenze gefangengenommen. Unser Geld — er hatte es uns auf dem Schiffe abgenommen, um eventuelle Nebenkosten rationeller decken zu können, und sodann mit uns abzurechnen — war also verloren. Die anderen Führer drohten täglich, uns, wegen Geldmangels, auf die Straße zu setzen. Wir waren hilflos und ihnen gänzlich ausgeliefert. Ihre Drohung sollte schon verwirklicht werden, als Ende der Woche der erwartete arabische Führer kam. Bei den Schmugglern spielt Politik keine Rolle. Diese Individuen haben nichts dagegen, wenn Juden eingeschmuggelt werden, die Hauptsache ist für sie, daß sie dabei Geld verdienen. Die Hotelrechmmg wurde für uns bezahlt. Ein Teil von uns mußte sofort und ohne Gepäck die Reise antreten. Die meisten Wiener, ich auch, waren bei dieser Gruppe. Drei Stunden lang rasten wir in Autobussen in rabenschwarzer Nacht über Beirut, Seyden, längs der felsigen Meeresküste dahin. Dann blieben die Wagen plötzlich stehen, das Licht wurde abgeblendet, die Türen aufgerissen und blitzäugige Araber zogen uns förmlich heraus. Sie schrien: Jalla! Jalla! (Dies heißt: Schnell! Schnell!) Wir mußten bis zu einem an der Brandung liegenden Fels auf dem Bauche rutschen. Hier hielten wir uns so lange verborgen, bis das Küstenwachtschiff mit seinem Scheinwerfer die Stelle abgestreift hatte. Wieder auf dem Bauche rutschend, krochen wir zum Strand, sprangen in bereitstehende kleine Boote. Einige feste Ruderschläge und wir befanden uns vor einem Fischerboot. In diese furchtbar stinkende Kiste wurden wir, wie Fische, hineingepfercht. Wir sahen noch, wie die Segel hodiflogen, sich blähten und dann begann auch schon das herzbeklemmende Schaukeln. Jeden Augenblick glaubten wir herausstürzen zu müssen. Nach einigen Stunden gewöhnten wir uns daran. Rühren konnten wir uns nicht, denn sonst hätten wir uns gegenseitig verletzt. Der Gestank, war unerträglich, hiezu kam noch, daß die meisten erbrachen, und die Angst, so daß alle stöhnten, jammerten und viele in Ohnmacht fielen. Ganz schlaff, gleichgültig, wie lebende Leichname, lagen wir drei Tage und drei Nächte in diesem widerlichen Hohlkörper. Ohne Nahrung und nur mit ganz wenig Trinkwasser versehen. Furchtbar war das Geschrei der Leute anzuhören, die in Weinkrämpfe verfielen. Wie ganz anders war jetzt das Verweilen auf hoher See! Wie erbärmlich uns zu Mute war, dazu bin ich leider zu unfähig, um das schildern zu können. Ich hätte nie gedacht, daß drei Tage und drei Nächte so endlos lange währen können. Wir konnten es nicht glauben, als wir am Ende der dritten Nacht endlich geweckt wurden. Taumelnd krochen wir, so gut es ging, gleichgültig, teilnahmslos, wie Menschen, die nichts.mehr zu verlieren hatten, in die bereitstehenden Boote, die uns zu viert ans Land bringen sollten. Noch immer hatten wir nicht genug, denn abennals wurden wir das Spielzeug der brausenden Wogen, die uns auf- und abschleuderten. So oft wir uns der Küste näherten, wurden wir von einer Sturzwelle erfaßt und das Boot füllte sich unheimlich mit Wasser. Rasend vor Verzweiflung stiegen wir aus und wateten, bis zum Bauch ira Wasser, ans Ufer. Endlich der langersehnte Boden! Und überhaupt, fester Boden unter den Füßen! Noch jetzt, so oft ich an diesen Augenblick denke, muß ich, wie damals, weinen. Ja, wir alle weinten, wie kleine Kinder. Es war drei Uhr nachts. In gänzlich durchnäßter Kleidung, völlig erschöpft, in gebückter Haltung, gingen wir im tiefen Sand, teilweise auf allen vieren, bis zu einem Felsen, wo wir uns sicher genug fühlten. In rabenschwarzer Nacht überließen uns hier die Araber unserem Schicksal. Wir sollten gehen, bis wir Licht sehen. Bekanntlich unterscheidet sich das arabische nicht vom jüdischen Licht. Nun sollten wir, ‘nach den furchtbaren Strapazen, vom Unglück ereilt werden? Ist es möglich, daß wir soviel Leiden vergeblich mitgemacht hätten? Es war gleich, welchen Weg wir einschlugen. Jeder war ein Weg ins Ungewisse. Wir sahen nichts, spürten nur einen unebenen, sandigen, mit stacheligen Pflanzen bewachsenen Boden. Eine entsetzlich bange halbe Stunde marschierten wir, als wir plötzlich zwei Reitersilhouetten gewahrten. Sie ritten geradewegs auf uns zu. Krampfhaft faßten wir uns bei den Händen. Wir sind verlören. Ganz in der Nähe angelangt; riefen sie uns hebräisch an. Wir weinten und umhalsten uns gegenseitig vor Freude. Es waren zwei schwerbewaffnete jüdische Feldhüter, die uns in ihre Zelte brachten und labten. Frühmorgens wurde ich geweckt, denn je einer von den zwei Zelten mußte unauffällig nach Tel-Aviv — unserem Ziel — gebracht werden. Ein jämmerlich ächzender Autobus führte uns teils durch jüdische Kolonien, teils durch arabische Dörfer. Der Wagen brauchte 2% Stunden, bis er uns in Tel-Aviv auslud. Gestern erfuhr ich, daß die zweite Gruppe, die vier Tage später denselben Weg, wie wir, eingesohlagen hatte, von arabischer Polizei gefangengenommen wurde. Ein Bekannter besuchte mich und erzählte mir, daß er gegen eine' Kaution von 120 Pfund, die seine Verwandten für ihn erlegten, bis zur Verhandlung freigelassen wurde. Er erzählte, wie sie im Gefängnis behandelt werden. Aneinandergekettet führte man sie in Zellen, wo Verbrecher, die bis zu 20 Jahren Kerker Strafe hatten, saßen. Das Essen war ungenießbar und wegen der geringsten Sache wurden sie geschlagen, ja sogar gepeitscht. Die arabische Polizei tobte sich förmlich aus. Ein ungarischer Freund von mir wurde wahnsinnig. Mir hat der Verlust meiner letzten Habseligkeiten sehr weh getan, aber nachdem ich das gehört habe, war ich froh, nicht in einem arabischen Gefängnis verkommen zu müssen.- Durchreise von Chaluzlm Das Wiener Palästinaamt teilt mit: Am 27. März 1935 trifft ein Sammelzug mit etwa 700 Palästinafahrern aus Polen auf der Durchreise am Wiener Nordbahnhof um 2 Uhr nachmittags ein. Die Weiterfahrt nach Triest erfolgt gegen l%3 Uhr nachmittags. Während der Wartezeit erhalten die Durchreisenden vom Wiener Palästinaamt eine Jause. Der Bewirtungsdienst liegt in den bewährten Händen der Z. M. V. „Mirjam“. Wir leben hier, sagte der Minister, wie Brüder, wenn wir auch verschiedenen Religionen angehören. Der Ministerpräsident gab seiner vollen Zufriedenheit darüber Ausdruck, daß die nach Palästina übersiedelten bulgarischen Juden ihre gut loyalen Gefühle gegenüber Bulgarien bewahrt haben. Den Präsidenten des Konsistoriums, Hairn Farchi, der sich in diesen Tagen nach Palästina begibt, um die Bedingungen für die Gründung einer neuen Kolonie bulgarischer Juden zu untersuchen, bat der Minis terpräsident, dem Judentum in Palästina und speziell den bulgarischen Juden dort seine besten Grüße zu übermitteln. Der Ministerpräsident sprach die Hoffnung aus, daß die bulgarischen Juden im jüdischen Vaterland die alte bulgarische Heimat nicht vergessen werden. Sephardische Weltkonferenz in London Auf der unter dem Vorsitz von Sir Francis Monte f ior i in London abgehaltenen Jahresversammlung der Ältesten der Spanischen und Portugiesischen Synagoge in England teilte der „Parnas“ Dr. Be nzecry mit, daß der Weltverband Sephardischer Juden beschlossen habe, seine Konferenz im Mai 1935 in London abzuhalten< Dr. Benzecry fügte hinzu, der Ältesten-Ausschuß werde mit Freuden der Weltkonferenz der Sephardim seine Gastfreundschaft angedeihen lassen und die notwendigen Erleichterungen für die Konferenz treffen. Es wurde klargestellt, daß die Sephardim-Konferenz nichts mit Politik zu tun haben uierde, sondern daß es ihr Ziel sei, alle sephardischen Gemeinden in der Welt in einer Organisation zu vereinigen. KUNSTCHBÖN1K Konzert junger Dirigenten Am 14. März stellten sich einige junge Dirigenten der Kapellmeisterschule des Neuen Wiener Konservatoriums dem Wiener Publikum vor. Das Stil- und geschmackvoll abgefaßte Programm — Bachs und Händels Werke — gab den jungen Leuten Gelegenheit, ihre Begabung zu entfalten. Allerdings ißt es nicht jedermanns Sache, gerade Bach oder Händel dirigieren zu können. Romano P i c u 11 j scheint eine ausgesprochene Dirigentenbegabung zu sein, wenn auch alles dafür spricht, daß er sich bei den Romantikern oder gar bei seinen Landsleuten — etwa Verdi, Puccini oder Respigbi — heimischer fühlen würde. Ihm ebenbürtig' als Orcbesterführer ist der blutjunge, sehr talentvolle Siegmund Löwenherz, der die himmlisch-schöne Bach’sche Suite in H-Moll mit vollem Verständnis, überaus klarer und präziser Zeichengebung leitete; die Phrasierung war durchwegs stilvoll und dynamisch abgerundet. Vornehmes Taktgefühl, Ernst, Fleiß und zielbewußte Sicherheit scheint der junge, verheißungsvolle Dirigent von seinen uns allen bekannten Eltern geerbt zu haben. Siegmund Subak zeigte in einigen Nummern aus dem Oratorium „Messias“ von Händel Geschicklichkeit, Silviau Feldstein und Dr. Raimund Skuhravy fleieu nicht besonders auf. Jul. W 0 1 f s 0 h n. Schriftstellerin Franziska Bloch-Maliler 50 Jahre alt. Vor kurzem feierte die auch unseren Lesern bekannte Schriftstellerin Franziska B 10 c h - M a h 1 e r, eine Verwandte Gustav Mahlers, ihren 50. Geburtstag. Seit Ihrem 10. Lebensjahre Dichterin, entstammen zahlreiche jüdische Prosamärchen, Legenden und Balladen, über 1000 sonstige Prosa inärehen, ebensoviele Kindergedichte, Balladen, zahlreiche Märebenspiele, zirka 2000 Buchsprüche usw. ihrer Feder. Demnächst hält sie in Wien und in Prag neuerdings jüdische Vortragsabende ab. Aus Anlaß ihres Geburtstages wurde Frau Bloch-Mahler und ihr dichte riech es Schaffen in zahlreichen Zeitungen des In- und Auslandes gewürdigt. Die Juden in Bulgarien Wie uns ans Sofia berichtet ird, empfing der bulgarische Ministerpräsient, General Zlateff, eine Abordnung ss Zentralkonsistoriums der Juden Bularieus, bestehend aus dem Präsidenten des onstistorium-s Hahn F a r 0 h i, dem Vizeräsidenton Dr. Nissim Lewy und dem übglied des Konsistoriums Jao Pardoff. ie Abordnung überbrachte dom neuen Re- [erungschef die besten Glückwünsche der ulgarischen Juden. Ministerpräsident General Zlateff gab araufhin im Namen der Regierung die folende Erklärung ab: „Die jetzige Regierung Bulgariens hält obedingt m der Politik der Gleichbereohtigung gegenüber den Juden und gegenüber allen anderen Minderheiten fest; sie will gerne diese seit Bestehen Bulgariens befolgte Politik weiterhin in Geltung lassen. Die Regierung sieht in den Juden durch aus loyale u n d g leichwertige Bürger. Er, der Ministerpräsident selbst, hatdie Juden während seines mehrjährigen Dienstes kennen und schätzen gelernt, er weiß, daß die Juden alle P flieh ton und Lasten im Frieden wie im Kriege genau wie alle anderen bulgarischen Bürger tragen. Besonders hervorzuheben sind die ehrliche Pflichterfüllung uud die Opfer der Juden in den letzten Kriegen, die Bulgarien hat führen müssen. Es bestehen absolut keine Gründe fiir eine unterschiedliche Behandlung der Juden Bulgariens*