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Die Stimme · 1935-02-26 · Heft 429 (26.2.1935) · page 6

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Journal
Die Stimme
Volume
8 (1934-1935)
Issue
Heft 429 (26.2.1935)
Date
1935-02-26
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 Dil STIMM! Nr. 429 .. — 26. Februar 1935 auch die schöne Form, in der das Heim seinen Ausdruck gefunden habe, ebenso schöne innere Werte hebräischer Kititer beherbergen möge. Eine formvollendete Rezitation von Frau Doktor Revai aus A b e I e s' ..Zehn Jüdinnen“ schloß die für Kärntens Judenecbaft denkwürdige Einweihungsfeier. Norbert R u d n i k. Jubiläumsfeier für Jzchak Herzberg. Anläßlich des 30jährigen Wirkens Jzchak H e r z b e r g s als hebräischer Lehrer, veranstaltete der jüdische Elternverein XX. Sonntag, den 17. Februar, in der Toynbe-Halle eine intime Feier, an der die Ausschußmitglieder wie auch einige geladene Gäste teilgenommen haben. Der Obmann des Elternvereins. Herr Lachs, begrüßte im Namen des Vereins den Jubilar samt Gattin und überreichte dem Jubilar einen vom Elternverein gespendeten silbernen Pokal. Zwei Schülerinnen der Sehlde Herzberg, XX.. Othmargasse 46. überbrachten ihrem Lehrer in deutscher und hebräischer Sprache die herzlichsten Glückwünsche. Prof. Dr. Leo M cn e z e r würdigte in gelungener Rede die 30jährige Tätigkeit des Jubilars. Lehrer Huber, Xußbäum (Hebr.L Ehrenpräsident Halpern und der gewesene Obmann Strickmann lobten den Lehrer Herzberg als hebräischen Lehrer und Erzieher der jüdischen Jugend, besondere hoben eie seinen Kampf und Ausdauer auf diesem Gebiete, wie auch sein Wirken im Zionismus hervor. Daraufhin überreichte ihm Herr Xußbaum das Diplom der Eintragung ins Silberne Buch des K. K. L. durch den jüdischen Elternverein XX. Herr Kotier überbrachte dem Jubilar die besten Wünsche des jüdischen Elternvereins von Zwischenbrücken. Der Jubilar Herr Herzberg dankte gerührt für die ihm zuteil gewordene Ehrung, schilderte in schlichten Worten, welche Umstände ihm vor 30 Jahren die Kraft und Ausdauer verliehen haben, den Kampf für die hebräische Sprache aufzunehmen und wieso er diese Kraft noch heute besitzt. Ein Festessen beschloß die Feier, die Teilnehmer blieben bis spät nachts gemütlich beisammen. D. K. Auszeichnung eines Mitgliedes der Legitimistischen jüdischen Frontkämpfer. Auf Einschreiten der Legitimistischen jüdischen Frontkämpfer im „Eisernen Ring“ (Bundesführer Generalmajor Emil Sommer) hat der Bundespräsident dem Mitgliede dieser Vereinigung, prakt. Arzt Dr. Otto Hahn, in Anerkennung tapferen Verhaltens und der unter Lebensgefahr dem Bundesheer geleisteten ärztlichen Dienste während der Kämpfe im Februar 1934 in Floridsdorf, das „Österreichische Goldene Verdienstzeichen“ verliehen. Anläßlich einer Führertagung am 19. ds. überreichte im Aufträge des Staatssekretärs für Landesverteidigung General d. Inf. Zehner der Bund es führe r der Legitimistischen jüdischen Frontkämpfer im „Eisernen Ring“, Generalmajor Emil Sommer, dem tapferen Arzt die ihm verliehene Auszeichnung und verwies in seiner Ansprache auf die Erfahrungstatsache, daß die österreichischen Juden gerade in schwersten Stunden immer ihren Mann stellen werden, wenn ihnen die Heimat — wo immer — Gelegenheit bietet, sieh als Kämpfer für die Heimat zu bewähren. Jüdischer Angestelltenverband „Emunah“, I., Biberstraße 17, Donnerstag, den 28. d., %8 Uhr, Hauptversammlung. Zutritt nur für Mitglieder. Zahlreiches Erscheinen notwendig. Zionistische Sektion Prater — Ausspeiseaktion. Wie wir erfahren, haben sich die Wiener Ankerbrot.werke über Intervention des Ausschußmitgliedes der Sektion, Frau Ilona Abraham in liebenswürdiger Weise bereit erklärt, der Au&speiseaktion der Sektion Prater unentgeltlich 20 Laib Brot täglich zur .Verfügung zu stellen. Der Jüdisch-akademische Juristenverein teilt mit, daß der für heute angekündigte Vortrag des Herrn Dr. iur. et phil. Fritz Fiandrak über „Die Aufgaben des Verteidigers“ auf Dienstag, den 5. März, verschoben wurde. Beginn Punkt 20 Uhr; IX., Alserstraße 26. Zionistischer Vor trag skaten der Dienstag, 26. Februar: 1. Bez„ Wizo, I., Schottenring 25, 5 Uhr nachmittags: Dr. B. Murmelstein: „Erziehung des Kindes im Talmud“. Dienstag. 26. Februar, Uhr abends, Sektion XIII und Wizo, Wiener Ring-Cafe, Stubenring 18: Gesellige Zusammenkunft. 4. Bez., Sektion IV/V, IV., Hauslabgasse 2 (Eingang Drasehepark), 8 Uhr abends: Vortragszyklus über jüdische Geschichte. Leitungi Dr. Alfred Apsler. 6. Bez.. Sektion VI/VII, VT., Loquaiplatz 11, K>9 Uhr abends. Dr. Rieh. Taussig: Kure für allgemeine Geschichte unter Berücksichtigung der jüdischen Geschichte. 0. Bez., Sektion V1II/IX, IX., Währingerstraße 6—8 (Eingang Hörigasse 2), %8 Uhr abends, Prof. Wiesen: Hebräischee Seminar; t?9 Uhr abends, Chug Iwri: „Thora und Agadah“; 8 Uhr abends: Zusammenkunft der Jugendgruppe VUI/IX. 18. Bez.. Wizo, XVIII., Weimarerstraße 7, H8 Uhr abends, Frau Dr. Sophie Löwenherz: „Die Gegenwartsprobleme der jüdischen Frau“. 20. Bez., Sektion, XX.. Jägerstraße 30, 9 Uhr abends: Vortrag Ing. Otto Braun: „Ein Volk kehrt heim.“ , Mittwoch, 27. Februar: 1. Bez., Wizo, I., Schottenring 25, K7 Uhr abends, Dr. Michael Steinberg: „Die neueste Geschichte des Zionismus“. 6. Bez., Klub junger Zionisten, VI., Loquaiplatz 11: Vortrag, anschließend gesellige Zusammenkunft. 10. Bez., Sektion X, X., Hasengasse 17, Vi% Uhr abends, Prof. Dr. Leo Menczer: „Zionismus und Assimilation“. 17. Bezirk, Sektion XVI/XVII, Cafe Baldiahof, XVI., Ottakringerstraße 102, K9 Uhr aböhds, Bernhard Blumenkranz: „Zionismus und Antizionismus in Hitler-Deutschland“; %9 Uhr abends, Redakteur Brunno Heilig; „Hitlers Buch: ,Mein Kampf’ Donnerstag, 28. Februar: 1. Bez., Wizo, I., Schottenring 25, 5 Uhr nachmittags: Vortrag Dr. Richard Pokorny: „Jud Süß und ähnliche Schicksale.“ 2. Bez., Sektion Prater und Wizo, Jungstr. 8, 8 Ehr abends. Der bereits für den 21. Februar angekündigte Vortrag des Dr. N. Frey über ..Angina pectoris“ mußte wegen Erkrankung des Vortragenden auf Donnerstag, den 28. Februar. verschoben werden. 2. Bez., Sektion II und Klub Erez Israel, II., Prateretraße 13, %9 Uhr abends, Oberbaurat Ing. Ludwig Fischer: „Umschichtung durch jüdische Lehrwerkstätten“. 6. Bez., Sektion und Wizo VI/VII, VI., Loquaiplatz 11, 149 Uhr abends, Prof. Dr. M. Rath: „Probleme der jüdischen Erziehung“. 18. Bez., Sektion und Wizo, XIII., Hietzinger Hauptstraße 22, Uhr nachmittags: Bridge- Abend. 20. Bez., Sektion XX, Jägdrstraße 30, 8 Uhr abends: Diskussionsabend. Mitteilungen des Keren Kafemeth "Wien, I., Marc-Aurel-Straße, 5, Tel. U 29-1-29. Po3tsparkassen-Konto A 100.208 Dezember-Leerung: 1. Bezirk: „Wizo“ 8.52; Dr. Oskar Schwarz 2.40; Josef Schein 2.—; Horowitz & Weintrab 2.84; Georg Bischof! 4.50; M. Deutsch 5.50; Dir. Oskar Weiß 3.29; Dr. Desider Friedmann 3.10; Dr. Leopold Plaschkes 6.03;. Dr. Ferdinand Knecht 3.—; Brüder Keßler 10.50; Samuel Kern 3.23. 2. Bezirk: Julius Rosenfeld 4.25; „Akiba“ Sekretariat 2.14; ,Akiba“ Klein 2.86; Isidor Spitzer 3.10; Anme Taub 2.—; Carl Löw-Beer 7.50; Moses Wahl 2.24; Dr. Isidor Klaber 5.—; Lazar Rokach 4.—; Israel Reis- 2.02; Isak Hirschhorn 5.—; Fischl Hirsch 2.—; Schoschanah Aschkenas 3.—; M. Fürst 5.51; Karl Glasberg 3.18; Singer 5.50; M. H. Fröhlich 4.57; O. M. Andermann 2.—; Gerson Wittlin 3.—; Pepi Engelberg 5.45; Bernhard Mainiber 5.71; David Pomeranz 2.40; Rabb. Salomon Friedmann 7.33; Josef Diamand 2.56; Josef Geiger 3.—. 3. Bezirk: Hermann Gelband 4.—; Salomon Körner 2.—; Jakob Aberdam 3.—; Jacques Balog 2.—. 4. Bezirk: Brunno Altmann 2.34; Ing. Josef Rozentvaic 6.12; Prok. Richard Berger 4.91; Moses Weiß 2.86; Dr. Richard Baeeh 5.—; Dr. Heinrich Offenberger 14.20. 5 Bezirk: Regi Neumann 3.70; Elia« Apfelgrün 2.35; Leopold Guter 10.—; Dt. Hans Flach 2.35; Mandl Kahan 2.—; Leo Drimmer 3.—; Oberbaurat Flora Bronner 2.26. 6. Bezirk: Ignaz Morgenßtern 2.—; Doktor Max Deutsch 4.—. 7. Bezirk: Lisi Schwarzimam® 18.79; Josef Krüger 2.—; Heinrich Kirscbner 2.—; Gertruds Katz 2.30; Max Eisenfcraft 2.—; Emil Börger 4.40; Ernst Kufler 5.21; Markus Blum 2.—; Max Brett 2.—; Alice Goldenberg 3.60; Josef Igel 6.85. 8. Bezirk: Leo Liechtenstern 7.50; Weiden- IN JEDES JÜDISCHE HAUS Am „DIE STIMME" feld 2.—; Apotheker Isidor Groß 5.06; Gisa Sußmann 6.26; Sofie Breier 2.50. 9. Bezirk: Dr. Isa Sommer 2.30; Dr. Moses Märgulies 2.88; Edmund Läufer 2.—; Simon Picker 2.80; Adolf Bräun 2.3Ö; Rafael Deutsch 3.15; Adolf Ginsberg 2.—; Zellermeier 2.—; Richard Pappenheim 12.70; Dr. Jehny Halpern 2.92; Ernst Zw eigen thal 2.17; Ing. Franz Guttmann 4.58; Dr. Isidor Sadger 3.60; Alois Fantl 4.37; Dr. Herbert Eliie 3.10; Dr. Josef Nobel 15.—; Karl Liebcl 5.—: Abraham Morer 9.—; Abraham Pechtalt 2.47; Otto Sputz 4.—; Aron Perlberger 2.—; Dr. Georg Weiner 2.47; Leo Van-Jung 3.—; Ing. Max Spitzer 3.80; Anna Löw 2.50; Kalman Litman 4.—; Alois Schwarz 2.53; Sala Hirschhorn 3.; Klara Holz 3.—; Dr. Julius Mannheim 269; Simon Zück ermann 2.30. 10. Bezirk* Ing. Leopold Adler 5.—; Doktor Karl Neumann 3.29; Gretl Löwinger 7.,—; Dr. Alfred Knie 2.68; Dr. Alois Lustig 2.60; Siegmund Blütenthal 5.66; Eduard Horowitz 2.65; Risa Steiner 7.52 12. Bezirk: Pb. Schönmann 2.80; Else Robitschek 3.—; Oskar Reis 3.—. 13. B ö z i r k: Abraham Stein 2.31; Moritz Lamberg 2.—; Ernst Schlesinger 3.—; Prof. Bela Rim 2.50; Dr. Julius Tamar 3.—. 15. Bezirk: Isak Silberschutz 6.20; Doktor Tobias Sternberg 2.—. 16. B e z i r k: S. Wasservogel 4.20. 20. Bezirk: Korczyn 3.50; Rubin Brand 4.20; Moses Arntauber 6,—. . Provinz: Eisenstadt 33.41: Julius Wellisch 3.54, Siegmund Zehngut 4.15. Heinrich Politzer 2.75, Renne Klopfer 2.—, Isidor Politzer 2.35, diverse 18.62; Semmering, Pension Eckstein 14.—. JÜDISCHER SPORT Schwere Niederlage Hakoahs Hakoah—Rapid 1:8 (1:0) Der Start der jüdischen Mannschaft in der Frühjahrsmeisterschaft, die vorigen Sonntag begann, gestaltet sich recht unglücklich. Nach der im ersten Meisterschaftskampf erlittenen schweren Niederlage von 0:4 gegen Liber t a s eetzte es diesen Sonntag im Kampf gegen den Altmeister und alten Rivalen Rapid eine geradezu katastrophale Niederlage von 1: S Toren ab. Diese; schwere Niederlage, die die jüdische Mannschaft an die letzte Stelle der Tabelle gebracht hat, ist umso schmerzlicher, als die Leistungen der jüdischen Spieler, insbesondere in,der ersten Halbzeit, die ihnen gleich 6 Verlusttore brachte, keinen erfreulichen Ausblick für die nächßten Kämpfe gewähren. Damit das Maß voll weide, wurde in den ereten Minuten nach Beginn der zweiten Halbzeit der Tormann der Hakoah, Kohn, durch' einen Tritt eines Gegners kampfunfähig gemacht, so daß er vom Platz getragen und .auf die Unfallstation transportiert werden mußte. Seine Verletzung hat sich leider als ernst erwiesen. Den Posten im Tor übernahm Donnenfeld, der sich hier überrasohend gut hielt, wie denn überhaupt in der zweiten Halbzeit die jüdische Mannschaft, trotzdem mit nur 10 Mann spielend, in ihrer Abwehrarbeit ganz respektable Leistungen vollbrachte. In diesem Zeitraum konnten die Rapidler in der Tat nicht mehr als 2 Treffer erzielen. Den Ehrentreffer der Hakoah brachte Ehrlich II beim Stande von 0 : 5 auf sein Konto. Dem nächsten Meisterschaftskampf, der die jüdische Mannschaft mit der Vienna zusammenführt, sieht die Hakoah, durch die Verletzung ihres Tormanns besonders gehandikapt, mit einiger Besorgnis entgegen. Hakoah spielte in der folgenden Aufstellung: Kohn; Stroß, Weiß; Breitfeld, Platschek, Schindler; Ehrlich I, Zwiebel, Ehrlich II, Donnen feld, Reich, Makkabäus. Hasmonea-Makkabi—S. C. Praterstern 4:2 (2:1), Aufstellung’: Grüber; Silberstein, Hausknecht; Mondschein, Kohn, Grünbaum; Stroß, Rotter, Quartner, Schöntal, Bleiberg. Hasmonea. konnte das erste Meisterschaftsspiel der Frühjahrsaison glatt für sich entscheiden. In einem ’ überaus’ interessanten Kampf konnte man feststellen,'daß die jüdische Mannschaft gut vorbereitet in die Frühjahrskonkurrenz eintrat. Hasmonea spielte aufopfernd und gefiel. Obwohl <ja« gesamte Team gut zu nennen ist, zeichneten «ich Silberetein, Schöntal und Rotter 'besonders aus; die einen sehr guten Tag hatten.- . Die Tore erzielten Bleiberg,. Quartner, Rotier nnd Stroß. Stroß ha,tte das Pech, beim Stande 0:1 einen Flfer wuchtig an die Stange zu ßchJeßen.' Durch diesen Punktegewinn ist Hasraonea in der Tabelle ziemlich aufgerückt. Schiedsrichter gut. . ■ Zehn Jahre Palästina-Schiffahrt In > diesen Tagen begeht der „Lloyd Triestirto“ ein kleines Jubiläum, welches nicht unbemerkt vorübergehen sollte: Es werden nun zehn Jahre, seit die Triester Schiffahrtsgesellschaft in Voraussicht der Entwicklung eine direkte Linie Triest—Palästina einrichtete. Es war dies die erste direkte Linie nach Palästina nnd bis heute ist es die bequemste und schnellste Verbindung von Europa nach Palästina geblieben. Die Grundlage der Entwicklung dieses Schiffahrtszweiges bildete ein Abkommen zwischen dem ..Lloyd Triestino“ und der „Jewish Agency“ in London, welches immer wieder erneuert wurde, und zwar zur Zufriedenheit beider Vertragspartner und vor allem der Passagiere: es handelt, sich hier um die Beförderung von Einwanderern nach Palästina auf Grundlage der von der Mandatsregierung erteilten Zertifikate, und zwar zu Preisen, welche den Ärmsten der Amon — und um solche handelte es sich zum größten Teil — die finanzielle Möglichkeit zur überfahrt nach dem Lande der Verheißung boten. Seitens des „Lloyd Triestino“ geschah alles, was im Zusammenhang mit dem Zweck dieser Linie wünschenswert erschien. Das Dampfermaterial wurde ständig verbessert, so daß jetzt die Schwesterschiffe „Gerusalemme“, „Galilea“ und „Palästina“ mit ihrer geradezu vorbildlichen Touristenklasse den Auswanderern ohne Preisaufschlag zur Verfügung stehen. Auf die Einrichtung und Qualität der Ka.binenunferkunft, der Salons, der rituellen Küche, einer immer wachsenden Bibliothek von klassischen und modernen Werken der hebräischen Literatur und von zeitgenössischen Werken über das Zielland in allen Sprachen, einer Kultstätte an Bord, wurde das größte Gewicht gelegt. Jüdische Mannschaft wurde vorzugsweise auf dieser Linie verwendet, der Kommandant eines der Schiffe der Palästinalinie des „Lloyd Triestino“ ist Jude und durfte kürzlich das Jubiläum seiner hundertsten Überfahrt nach Palästina feiern. Die Schiffe der Linie versehen sich auf der Fahrt vorzugsweise mit Produkten Palästinas und haben natürlich nicht wenig zum Warentransport Palästina—Europa beigetragen. Hier sei auch erwähnt, daß die zur gegenseitigen Messebeschickung erforderlichen Waren- und Muster-Transporte besonders begünstigt war» den. Auch die kulturellen Beziehungen zwischen Palästina und Italien wurden inniger gestaltet. Jüdische Studenten werden zum Studium an den italienischen Hochschulen ermutigt und an allen nautischen Schulen Italiens sind palästinensische Studenten inskribiert. Eine Ziffer läßt die Bedeutung der Beziehungen erkennen, welche sich in den letzten zehn Jahren entwickelt haben: über eine Viertelmillion , Passagiere haben in diesem, Zeitraum die PalästinaPinie des „Lloyd Triestino“ benützt.f Diese Ziffer spricht eine beredte Sprache für die nun bereits zur Tratidion gewordene Verbindung der Begriffe Palästina und „Lloyd Triestino“. FILM Donnerstag: „Letzte Liebe“ im Apollo. In dem Film „Letzte Liebe“ zählt der Wiener OpernbaU zu seinen prominentesten Gästen Albert Bassermann, Michiko Meinl, Hans Jaray, Hans Homma und Oskar Karlweis, der noch dazu einen musikalischen Faux-pas, betitelt „Ich laß mir meine Träume nicht verbieten“, begeht. Diesen Wiener OpernbaM gestaltete der Regisseur Fritz Schulz zum Höhepunkt des österreichischen Spitzenfilms „Letzte Liebe“, dessen Premiere Donnerstag im Apollo stattfindet. Fritz Lang inszeniert „Liliom‘f Im Rahmen der Erich-Pommer-Produktion, für die Fox hat der Meisterregisseur Fritz Lang das bekannte Theaterstück von Franz M o 1 n a r „L i 1 i o m“ in Paris verfilmt.. Cba-rles Boy er als der romantische Jahrmarktaus r ufer Liliom, MadeJeine Ozeray und. Flor eile wirken mit. Aufführung ab 1. März im Schweden-Kino. Bezugsbedingungen: Monatlich S.1.50, vierteljährlich S 4.20, ganzjährig S 16.—. Für das Ausland: Deutschland vierteljährlich RM 3.—, Tschechoslowakei vierteljährlich Kö 24.—, Jugoslawien vierteljährlich Dinar 40.—, Polen vierteljährlich Zloty 6.50, Ungarn vierteljährlich Pengö 4.20, Rumänien vierteljährlich Lei 120.—, Übriges Ausland vierteljährlich Schweizer Franken 4.50. Postscheck-Konti: Österreich Nummer D 113.546, Polen Nr. 191.190, Tschechoslowakei Nr. 500.230, Jugoslawien Nr. 40.879. Eigentümer, Verleger und Herausgeber: Zionistischer Landesverband für Österreich. Wien, I., Marc-Aurel-Straße 5. — Verantwortlicher Redakteur* Imre Kaiser, Wien, I„ Marc-Aurelstraße 5. — Druck: Vernay A.-G., Wien, IX* Canisiusgasse 8—10. Zionistische Bezirkssektion und WIZO Hietzing Großer G esel Isdia ftsabend j In Hübners Park-Hotel Schönbrunn, XIII., Hietzinger Hauptstraße 12/141 am 9. Mlrx 19*1 Beginn 9 Uhr abends! 1. Heiteres Kdbarett 2. Eine Stpnd« lin „Walzerparadies“ ein Querschnitt durch die gleichnamige Operette von Oskar Straus unter penölilicner Leitung des Kompo* nistuit und.Tn der Originalbesefzung (Liebtegg, S tö sse I, H o 1 z s c h u b, S t e 11 n e r) TANZ.. Kapelle: l«l Qolfltr Vorverkaufskarfen su 14'- (an dar Abandkaasa S 5*-) erhältlich bei: Zion. Landeskomitee: I., Marc-Aurel-Straße 5 Eugen Prager: I., Spiegelgasse 25 B. Pasternak: XIII., Nlsselgasse 8 Zion. Bez.-Sektlon u.Wlzo: XIII., Hletz. Hauptstr. 22 (Hietz. Hol) Budihandlung I. L. Pollak; XY., Marlahllferstraße 140

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