Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 8 (1934-1935)
- Issue
- Heft 425 (12.2.1935)
- Date
- 1935-02-12
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 0 DIE STIMME Nr. 425 — 12. Februar 1035 meines Blutes, woge zurück zum Quell! Gieß Kraft in mich. Herz, segne meinen Segen! Du wählst, ihn Herr! So wird ihn einst umbreiten deiner Erwählten große Einsamkeit. Was um ihn war, wird langsam stumm entgleiten, verdämmern, schattenhaft, fremd, wellenweit.li Darin ist Klang, ist Poesie. Dagegen nehmen wir die Worte Chuschais: ..Nein, wie Joel, Abieehar und Asahel, die lieben sich und stehen für einander und dort Eliab, Davids Bruder.. Das ist nackte Namensaufzählung. Oder diese Stelle: „Da! Hoch oben, Mauersegler sind's! Das schrillt in Brunst lind Zorn und hackt und krallt sich blutig. Vor Morgen gibt es Sturm, die spüren vorher die Luit gewittrig, schwül. Das macht sie verliebter noch und wilder/* Welche Schönheit in dieser Naturscfiildenmg! Dasselbe gilt auch von Davids Worten über Maaeha: .,In Wahrheit fand die Mutter sie am Morgen in einer Lilie Kelch erblüht, um sie: Duft, Frühwind, Summen, Falterflug und Tau, uralte Kräfte nährten sie, verborgnes Quellen, große Tiefe. Gliihn! Es reift um sie! Licht milder Sterne war über ihren Schlummer wach — von all dem blieb noch in ihr!“ Es wird Kritiker geben, die diese Stelle zu poetisch, vielleicht überladen, finden werden. Mir gefällt sie. Andere, zum Glück wenige Stellen, die mir expressionistisch scheinen, will ich übergehen. Man sei nicht kleinlich vor einem großen Dichter! Lobzalcßronilc Generalversttmnilung der Zionistischen Bezirkssektion Alsergrund-Josefstadt.:i:) Der Obmann, Herr Apotheker Groß, eröffnete die Generalversammlung mit einer Begrüßungsansprache. In seinem Rechenschaftsbericht wies er darauf hin, wie erschwert die Arbeit der Sektion im vergangenen Jahre durch das Fehlen eines eigenen Heimes war. Man war gezwungen, die Sitzungen in Kaffeehäusern abzuhalten, der Kontakt mit den Mitgliedern ging dadurch verloren, so daß eine richtige Werbetätigkeit unmöglich war. Die Hauptbemtihungen der Sektion mußten sich daher auf die Schaffung eines Heimes konzentrieren. Die Erreichung dieses Zieles war nicht leicht. Es wurde viel Mühe und Arbeit aufgewandt, bis es dank der Opferfreudigkeit einzelner Mitglieder gelungen war. das neue Heim, das vor einger Zeit der Benützung übergeben werden konnte, zu schaffen. Heute kann die Sektion mit Stolz auf dieses Heim, das gewiß zu den schönsten zionistischen Heimen "Wiens gehört. hinweisen. Nun wird es auch möglich sein, die großen Aufgaben, die einer jeden zionistischen Gruppe und Sektion harren, voll und ganz zu erfüllen. Das Heim soll ein Zentralpunkt für die Mitglieder und immer mehr auch für die Juden des Bezirkes werden. Hier soll ihnen durch Vorträge und Veranstaltungen geistige Nahrung und Belehrung, durch gesellige Zusammenkünfte Zerstreuung und Ablenkung von den Tagessorgen geboten werden. Es wird die Aufgabe des Vorstandes und aller Mitglieder der Sektion sein, dieses neue zionistische Heim zu einer Kraftquelle zionistischen und jüdischen Lebens werden zu lassen. Nach Erteilung des Absolutoriums für den gesamten Ausschuß wurde unter Akklamation Herr Apotheker Groß zum Obmann der Sektion wiedergewählt. In den Ausschuß wurden die folgenden Herren und Damen gewählt: Grete Becker, Malcia Bauer, Dr. N. Blauer, Dir. Birnstein, Dir. W. Epstein, Dr. Z. F. Finkeistein, Prof. Dr. S. Gabe, Dr. J. Grünberger, Dr. A. Grosner, Dir. Rafael Israel, Sch. Keßler, B. Körner, Rosalia Leser, Wolf Leser, Dr. Alfred Löwy, S. Picker, Dr. M. Scheinhorn, Salo Schmerler, Fini Schreier, Meier Schreier, Gustav Seidemann, Ing. Leo Steiner, Leo Strauß, Doktor Georg Weiner, Theodor Rix, Rat M. Weiner, Schwarz Karl. Für die besonderen Verdienste, die sich Dr. Alfred Löwy bei Errichtung des Heimes erwarb, wurde dessen Eintragung ins Goldene Buch des Jüdischen Nationalfonds unter lebhaftem Beifall einstimmig beschlossen. Nach Schluß der Generalversammlung hielt Herr Dr. Z. F. F i n k e 1 s t e i n einen Vortrag über „Pinsker und sein Werk“. In formvollendeter Weise entwarf Dr. Finkeistein ein plastisches Bild über Pinsker und seine Zeit. Finkeistein, der das ganze Material geistig souverän beherrscht und liebevoll behandelt, vermag mit seiner zwingenden Darstellung die ganze Größe jener Zeit und Pinskers Werk dem Zuhörer transparent zu machen. Stürmischer Beifall dankte dem Redner. J. b. M. Zehn Jahre Jung-Wizo „Mirjam“ Am 4. März 1935 feiert die Wiener Jung- Wizo „Mirjam“ ihr zehnjähriges Gründungsjubiläum. Die Gruppe bereitet aus Anlaß ihres Jubiläums eine Reihe von festlichen Veranstaltungen vor. Als erste findet Samstag, den 16. Februar 1935, um %9 Uhr abends, im „Haus der Industrie“ (Schwarzenbergplatz) ein Kultur abend, statt, der unter dem Protektorat Oberrabbiners D r. David F e u c h. t w a n g und Frau Sophie Löwenherz, Präsidentin der österreichischen Wizo, steht. Die Festrede hält die Gründerin und Führerin der , *) Wegen Raummangels verspätet. Jung-Wizo ..Mirjam“, Frau Marie P o 11 a k. Das künstlerische Programm wird von Ernst. Deutsch, Frieda Richard, Joachim Stutschewsky, Berta Kreisberg und einem Sprechchor bestritten. Karten zum Preise von 5, 4, 3 und 2 Schilling bei allen Bundesschwestern und im Heim des Jung-Wizo „Mirjam“, I., Jordangasse 7, Tel. A 24-6-57, täglich von Montag biß Donnerstag von o bis 7 Uhr. Generalversammlung der Bezirkssektion Wieden-Margareten Am 8. Jänner 1935 fand im Ausschußzimmer des neuen Heimes, IV., Hauslabgasse 2. die diesjährige Generalversammlung statt, bei welcher fast alle Mitglieder der Sektion anwesend waren. Für das Landeskomitee erschien dessen Vizopräßhlentiu Frau P a ß w e g. Den Tätigkeitsbericht erstattete der Obmann Herr Fritz Müller und berichtete, daß neun Nummern unserer Zeitung erschienen sind, acht Veranstaltungen großen Stils statt.gefunden haben, die sämtlich einen guten Besuch aufzuweisen hatten. Die Haupttätigkeit bestand in der Errichtung de3 neuen Heimes, welches außer der Wizo noch die Jugendßektion und den Kindergarten beherbergt. Die Hebräischkurse sind gut besucht und konnten dank der Subvention der Kultusgemeinde ohne größere Geldopfer durchgefiihrt werden. Der Obmann erwähnte noch, daß im Berichtsjahre zwei Ausschußmitglieder der Sektion nach Palästina abgewandert sind. Herr Schütz und Fräulein Gruher. Frau Schreier erstattete den Kassabericht, der im Hinblick auf das neue Heim mit einem Defizit endete. Erfreulich war der Bericht über die Tätigkeit der K.-K.-L.-Referentin Frau Stella Hochstim, die mitteilen konnte, daß das Kontingent der Sektion zu 95% erreicht wurde. Dem abtretenden Ausschuß wurde der Dank und das Absolutorium einstimmig erteilt. Bei den Neuwahlen wurden gewählt: Zum Obmann Herr Fritz Müller, Obmanußtellvertreter Herr Dr. Leon Preiß, zur Schriftführerin Fr. Helene Garfunkel, zum Schriftführerstellvertreter Herr Artur Holzer, zur Kassierin Frau Malkah Schreier, Kassierinstellvertreterin Frau Hilde Kriwaczek, Herr Alfred Bernfeld und Kindergarten Frau Stella Hochstim, Hebräischkurse und Jugendreferent Herr Wilhelm Feldscbuh; des weiteren wurde ein aus 21 Mitgliedern bestehender Ausschuß gewählt. Anschließend sprach Obmann Fritz Müller über künftige Arbeit und erwähnte als nächste Veranstaltungen eine großzügige Propaganda und eine Werbeaktion für die „Stimm e“. Zionistische Bezirkssektion Meidling. Montag, den 18. Februar 1935, um K9 Uhr abends, im Vereins-Caf6 Mariensäle, Wien, XIV., Reindorfgasee 1, Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Tätigkeitsbericht des Vorstandes, 2. Kassabericht, 3. Bericht der Revisoren, 4. Neuwahlen, 5. Gesonderte Wahl der Revisoren und Schiedsrichter, 6. Eventuelles. Anträge zur Generalversammlung müssen spätestens drei Tage vorher, das heißt bis 14. Februar 1935, 8 Uhr abends, schriftlich beim Vorstand Doktor Richard Pokorny, Wien, XII., Schwenkgasse Nr. 11/8, abgegeben werden. „Verein für jüdische Geschichte und Literatur.“ In der am 21. Jänner 1. J. stattgehabten Generalversammlung obigen Vereines wurden folgende Wahlen einstimmig vorgenommen: Gewählt wurden zum Präsidenten Prof. Dr. Samuel Krauß; zu Vizepräsidenten Rabbiner Doktor M. Rosenmarm und Obermedizinalrat Doktor Heinrich Haase; in den Vorstand Kommerzialrat Theodor Ehrenstein, Univ.-Dozent Doktor med. Ißidor Fischer, Bankdirektor a. D. Joab Friedmann, Hofrat Dr. Siegmund Fuchs, Alfred May und Sandor Wolf; zu Revisoren Dr. Ernst PSns und Hans Heller. „Die Bedeutung des Allgemeinen Zionismus.“ Samstag, den 16. Februar, A9 Uhr abends, spricht der Präsident des Zionistischen Landesverbandes für Österreich, Herr Dr. Oskar Grünbaum, im Heime der Sektion VIII/IX, IX., Währingerstraße 6/8, über: „Die Bedeutung des Allgemeinen Zionismus“. Zionistischer Vortragshalender Dienstag, den 12. Februar 1. Bez.: Wizo, I., Schottenring 25, 5 Uhr nachmittags: Dr. Emil Gutheil: Eltern und Kinder. 3. Bez.: Sektion III, und Wizo, I., Stübonriiig 18, Wiener Ring-Cafe, '/:9 Uhr abends: Gesellige Zusammenkunft. 4. Bez.: Sektion IV/V, IV., Hauslabgasse 2 (Eingang Draschepark), 8 Uhr abends: Vortragszyklus über jiid. Geschichte. Leitung: Dr. Heinrich Glanz. 6. Bez.: Sektion VI/V1I, VI., Loquaiplatz 11, %9 Uhr abends: Dr. Rieh. Tauesig: Kurs für allgein. Geschichte unter Berücksichtigung der jiid. Geschichte. 9. Bez.: Sektion VIII/IX, IX., Währingerstraße 6—8 (Eingang Hörigasse 2), 148 Uhr abends: Prof Wiesen: Hebräisches Seminar. 14 9 Uhr abends: Chug Iwri: „Thora und Agadah“. 8 Uhr abends: Zusammenkunft der Jugendgruppe VIII/IX. 19. Bez.: Sektion XIX, Vortrag: Dr. Franz Kobler auf den 20. Februar verschoben. 20. Bez.: Sektion XX und Wizo, XX., Jägerstraße 30, 149 Uhr abends: Frau Dr. Amalie Kantor: Die ersten Pionierinnen in Erez Israel. Mittwoch, den 13. Februar 1. Bez.: Wizo, L. Schottenring 25, 8 Uhr abends: Gesellige Zusammenkunft. 1. Bez.: Wizo, I., Schottenring 25, %7 Uhr abends: Dr. Hugo Groß: Die letzte Messe in Tel-Aviv. 4. Bez.: Sektion IV/V, IV., Hauslabgasse 2 (Eingang Draschepark), 8 Uhr abends: Staatsrat Dr. Des. Friedmann, Präsident der Isr. Kultusgemeinde: „Die Lage der Juden.“ 6. Bez.: Klub Junger Zionisten, VI., Loquaiplatz 11: Vortrag, anschließend gesellige Zusammenkunft. 10. Bez.: Sektion X, X., Hasengasse 17, A9 Uhr abends: Dr. Z. F. Finkeistein: Der Dichter Perez Smolenskin. 9. Bez.: Lese- und Redehalle Jüd. Hochschüler, IX., Türkenstraße 9, 9 Uhr abends: Dr. Oskar Grünbaum, Präsident des Zion. Landesverbandes: „Lösung der Parteienfrage im Zionismus. Donnerstag, den 14. Februar 1. Bez.: Wizo, I.. Schottenring 25, 5 Uhr nachmittags: Dr. Viktor Kellner: Ausgewählte Psalmen. 1. Bez.: Sektion I, I., Neutorgasse 6, 8 Uhr abends: Vortragsabend. 2. Bez.: Sektion II und Klub ,Erez Israel, Praterstraße 13: Dr. A. Schmerler: „Aktuelle Fragen im Allgemeinen Zionismus.“ Dr. Ch. Tartakower „Die hebr. Kultur und Perez Smolensky.“ 8 Uhr abends. 6. Bez.: Sektion VI/VII und Wizo, VI., Loquaiplatz 11, %9 Uhr abends: Prof. Doktor S. Rappaport: Die Stellung der Juden in der Weltkultur. 13. Bez.: Wizo, XIII., Hiebzinger Hauptßtraße Nr. 22, Caf6 Hietzingerhof4 A9 Uhr: Frau Dr. Sophie Löwenherz: „Ziel und Zweck der Wizo.“ Frau Dr. Luise Forchi: „Maimonides, der Arzt als Erzieher.“ Kulturrat des Zionistischen Landesverbandes für Österreich Die nächste Sitzung des Kulturrates und der Kulturkommission des Zionistischen Landesverbandes für Österreich findet Mittwoch, den 13. Februar 1935, um halb 8 Uhr abends, statt. Erscheinen der designierten Kultur- und O r ganisation s ref©re n ten Pfl ioh t! Bezirkssektion Josefstadt—Alsergrund, IX., Währingerstraße 6—8 (Eingang Hörigasse 2), Telephon R52-0-12. Hebräischkurse jeden Montag, Mittwoch und Donnerstag für Anfänger von %8 bis %9 Uhr, für Fortgeschrittene von bis %10 Uhr abends. Neuanmeldungen an Kursabenden. — Gesellige Zusammenkünfte Sonntag, Dienstag und Donnerstag ab 4 Uhr nachmittags in den großen Lese- und Geßellschaftsräumen. Es liegen auf: „Haarez“, „Haolam“, „Der Haynt“ sowie zionistische und Tageszeitungen. Verband radikaler Zionisten. Donnerstag, den 13. Februar, %9 Uhr, Saal des Cafö Produktenbörse, 11, Taborstraße 10, Vortrag Dr. Leopold Plaschkes über: „D i e Helden von Tel Chaj“ (zur 15. Wiederholung des Todestages von Josef Trumpeldor). Gäste willkommen. Reichsverband jüdischer Legitimisten Österreichs. Mittwoch, den 13. d., findet um 8 Uhr abends im Cafe Colonnaden, I., RathauspLatz 4, eine Werbeversammlung statt. Donnerstag, den 14. d„ findet im Oafö Habsburg-Exoelsior, um 8 Uhr abends, unter Mitwirkung der Vortragsklinstlerin Frau Esti Freud eine Werbeversammlung des Legiti mystischen Frauenbundes statt Achtung, Jüdische Eltern! Der schlechte Schulfortgamg Ihres Kinde« ist bald behoben. Wenden Sie sich daher an die „Judäa“ (Geeamtverband jüdischer Hochschüler Österreichs), die Ihnen in allen Mittelschulfächern sowie in Hebräisch unentgeltlich bewährt^ Hilfskräfte vermittelt. Auskünfte täglich von 2 bis 5 Uhr nachm.ittage im Sekretariat, IX., Al&erstraße 26, oder Telephon A 25-2-28. Palästina in neuen Bildern. Donnerstag, den 14. d„ um 20 Uhr, findet im Ohajes-Saal der „Judäa“, IX., ALserstraße 26, ein Palästina- Lichtbildervortrag des Prof. Dr. Karl Schieber statt. Dieser Vortrag wurde bereits mit großem Erfolg in der Urania abgehalten. Gäste willkommen. Abendkurse des jüdischen Angestelltenverbandes „Emunah“, I., Biberstraße 17. Montag um A9 bis \410 Uhr und Mittwoch uni 148 bis 9 Uhr: Moderner pädagogischer Hebräisohkurs für Anfänger, nach direkter Sprechmethode, unter Leitung des bekannten Hebräisten Ben-Chaviv. — Dienstag um 7 bis 149 Uhr: Englisch für Anfänger mit Vorkemrtnissen; *49 bis %10 Uhr: Englisch für Vorgeschrittene. — Mittwoch um 7 bis %9 Uhr: Esperanto für Anfänger; 149 bis 10 Uhr: Französisch für Anfänger mit Vorkennt,nissen.mit Unterstützung von Schallplatten. — Anmeldungen im Sekretariat, täglich ab 143 Uhr nachmittags. JÜDISCHER SPORT Jüdischer Sport und „Sporttagblatt“. Ein jüdischer Sportler schreibt uns: In letzter Zeit hat sich die Boxeektion des Makkabi durch schöne Erfolge besonders ,bemerkbar gemacht. Der Referent des „Sporttagblatt“ will dies anscheinend nicht wahrhaben. Der Bericht über den letzten, so erfolgreichen Kampfabend Makkabi« gegen Rapid schließt: ..Der Klubkampf wurde zwar mit dem Ergebnis von 11:3 zugunsten Makkabis gewertet, aber da eß in einzelnen Gewichtsklassen keine Begegnungen gab und auch ein kampfloser Sieg erreicht wurde, ist diese Ziffer ohne besondere Bedeutung.“ Zum Verständnis sei bemerkt, daß der Klubkampf in sieben Kämpfen in sechs verschiedenen Gewichtsklassen auagetragen wurde, wobei der kampflose Sieg Makkabis dem österreichischen Meister Scblänger zufiel, von dem die Vorbesprechung des „Sporttagblatt“ sagte, daß er in Österreich keinen Gegner habe. Auch bei der Besprechung der einzelnen Kämpfer widerspricht sich der mißgünstige Referent fast immer. Die jüdischen Sportler würden es begrüßen, wenn das „Sporttagblatt“ in seiner Boxrubrik bald zum Rechten sehen würde. KUNSTCHRONIK .. Jüdische Bühne, Theater des Jüdischen Schauspielervereines. Wien, n., Praterstraße Nr. 60, Telephon 43-4-59. Der Theaterleitung ist es gelungen, den berühmten Charakterkomiker S. Na tan (in Wien aus den Zeiten der Jüdischen Volksbühne bekannt), die Chatakterdarstellerin Noemi Levinthal und die junge Primadonna Ida Na tan noch für kurze Z.eit zu verpflichten. Premiere Freitag, den 15. d. M. Zur /Aufführung gelangt „Der Gaslen“, große musikalische Komödie von Kalmanowitseh. Der Vorverkauf hat begonnen. Literatur am Naschmarkt im Konzerthaus. Da« Kabarett ,Literatur am Naschmarkt4 absolviert Sonntag, den 17. d., um A4 Uhr im Mittleren Konzerthauesaale ein einmaliges Gastspiel. Diese Künstilerakademie, in der das ganze Ensemble mit seinem Abendprogramm auftritt, findet zugunsten dies Lehrlimgsheimes „Zukunft“ statt. Das Lehrlingsiheim „Zukunft“ erhält derzeit 60 arme Waisenkinder, die durch das Heim auch einem Berufe zugeführt werden. Karten zum Einheitspreise von S 3.50 in der Direktion des Lehrüngsbeimes „Zukunft“, IX., Grüne Torgasse 26, Telephon A 16-3-23. FILM Verbotene Filmaufnahmen. Die Filmstreifen, die von den Bildstellen der kriegführenden Mächte für deren Geheimarchive aufgenommen wurden und die bisher für die Öffentlichkeit unzugänglich in sicheren Safes verschlossen waren, hat die „Fox“-Film zu einem Groß-Reportagefilm zusammengestellt. Die Uraufführung der „Fox“-GroßrepOrtage „Eine Welt in Flammen — Inferno 1914“ findet am 15. Februar im Schweden-Kino statt. Bezugsbedingungen: Monatlich S 1.50, vierteljährlich S 4.20, ganzjährig S 16.—. Für das Ausland: Deutschland vierteljährlich RM 3.—, Tschechoslowakei vierteljährlich Kö 24.—, Jugoslawien vierteljährlich Dinar 40.—, Polen vierteljährlich Zloty 6.50, Ungarn vierteljährlich Pengö 4.20, Rumänien vierteljährlich Lei 120.—, übriges Ausland vierteljährlich Schweizer Franken 4.50. Postscheck-Konti: Österreich Nummer D 113.546, Polen Nr. 191.190, Tschechoslowakei Nr. 500.230, Jugoslawien Nr. 40.879. Eigentümer, Verleger und Herausgeber: Zionistischer Landesverband für Österreich. Wien, I., Marc-Aurel-Straße 5. — Verantwortlicher Redakteur: Imre Kaiser, Wien, I., Marc-Aurel- Straße 6. — Druck: Vernay A.-G., Wien, IX., Canisiusgasse 8—10,