Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 8 (1934-1935)
- Issue
- Heft 394 (23.10.1934)
- Date
- 1934-10-23
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seit» 6 Dil STIMM! Nr; 3fil — 23. Oktober 1934 Eotealcfyronihi Jubiläum des Hofrates Professor Frankfurter Der frühere Leiter der Universitätsbibliothek, Hofrat Dr. S. Frankfurter, feierte dieser Tage das 25jährige Jubiläum als Konsulent für Mittelschulen, Bibliothekswesen und jüdische Kultusangelegenheiten im Unterrichtsministerium. Aus diesem Anlaß war der jüdische Gelehrte Gegenstand herzlicher Gratulationen. Staatssekretär Doktor F e r n t e r richtete an den Jubilar ein herzlich gehaltenes Schreiben, in dem die besonderen Verdienste Hofrat Frankfurters gewürdigt werden. Zionistischer Vortragskalender Dienstag, 23. Oktober 1934, 8 Uhr abends. 3. Bez., Sekt. III, I., Stubenring 18, Wiener Ringcafc. Prof. Julian Silberbusch: „Volk und Land." 20. Bez., Sekt. XX, XX., Jägerstraße 30. Dr. Eduard Bimstein: ..Zionsgedanke und Galuthbejahung.“ Donnerstag, 25. Oktober 1934, 8 Uhr abends. 1. Bez., Sekt. I, I., Neutorgasse 6. Oberb. Ing. Ludwig Fischer: „Umschichtung durch jüdische Lehrwerkstätten." 2. Bez., Sekt II und Klub Erez Israel, II., Praterstraße 13. Dr. Oskar Grünbaum, Präsident des Zionistischen Landeskomitees für Österreich: „Neuorientierung des Allgemeinen Zionismus in Palästina und in der Galuth.“ 6. u. 7. Bez., Sekt. VI/VII., VI., Loquaiplatz Nr. 11. Prof. Artur Freud: „Privates und nationales Kapital im jüdischen Aufbauwerk." 10. Bez„ Sekt. X, X., Hasengasse 17. Frau Dr. Hennie Rappaport-Liechtenstein: „Was kann die jüdische Frau für ihr Volk leisten?“ Prof. Dr. Wilhelm Stein: „Das Judentum in den Kämpfen der Gegenwart.“ 13. Bez., Sekt XIII, und Wizo, XIII., Hietzinger Hauptstraße 22, Cafö Hietzingerhof, Dr. Desider Friedmann, Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde: „Die gegenwärtige Lage des Judentums.“ Zionistische Bezirkssektion IV, V. Der hebräische Kurs hat bereits begonnen. Der Unterricht findet im Tempelgebäude, Siebenbrunnengasse 3, jeden Montag und Donnerstag abends von 8 bis 9 Uhr für Anfänger und. von 9 bis 10 Uhr für Vorgeschrittene, statt. Juden Favoritens! Wenn ihr über alle das jüdische Volk betreffenden Fragen informiert sein wollt, dann leset „Die Stimme“, die am meisten verbreitete, größte und reichhaltigste jüdische Zeitung Österreichs. Die „Stimme“ ist das offizielle Organ dee Zionistischen Landesverbandes, für Österreich und verfügt über die zuverläßlichsten Informationen auf allen Gebieten des jüdischen Lebens. Sie erscheint zweimal wöchentlich. Abonnements nehmen alle Ausschußmitglieder der Zionistischen Bezirkssektion Favoriten und die Trafik, X., Keplerplatz 1, wo auch Einzelexemplare erhältlich sind, entgegen. $ Probeexemplare können jederzeit gratis von der Verwaltung „Die Stimme“ bezogen werden. Sitzung des Jugendrates der Histadruth Ivrith. Dienstag, den 23. Oktober 1934, 8 Uhr abends, findet im kleinen Saale der Bibliothek Zion, 1L, Kleine Mohrengasse 3, eine Sitzung de3 Jugendrates der Histadruth Ivrith statt. Alle Jugendbünde worden aufgefordert, ihre Kulturreferenten zu dieser Sitzung zu entsenden. Lernet Hebräisch! Eltern, Kursleiter und Hebräischlernende! Bedient euch immer bei jedem Bedarf des Hebräisch-Lebrerverbandes der Histadruth Ivrith, II., Kleine Mohrengassc 3. — Hehräischkurse für Erwachsene unter der fachmännischen Leitung des Herrn M. E. Kienbein werden eröffnet. Anmeldungen schriftlich oder mündlich täglich zwischen 1 und 3 Uhr nachmittags, Wien, II., Krummbaumgasse 2/21. Achtung, Jugendbünde! DerJugendreferentder Histadruth Ivrith, Herr Doktor Patron, besucht in diesen Tagen zwecks Reorganisierung der hebräischen Arbeit alle Jugendheime. Wir bitten, ihm bei seiner Arbeit behilflich zu sein. Jüdische Kulturstelle. Für die Volksheimaufführungen der Jüdischen Kulturstelle werden theaterfreudige Damen und Herren zur Mitarbeit eingeladen. Anmeldung joden Dienstag von 18 bis 20 Uhr im Sekretariat, II., Aspernbrückenstraße 2 (Tel. R 48-2-91). Verband radikaler Zionisten. Mittwoch, den 24. d., A0 Uhr im Saal des Cafe Produktenbörse, II., Taborstraße 10. Vortrag Professor Juilian Silberbusch (Bukarest) über: „Die einzige L ö s u n g.“ Hebräischkurs für Kinder (nachmittags A3 bis \<A Uhr), unter Leitung Professor Weinstein, beginnt demnächst. Anmeldungen von fi bis 7 Uhr abends im Verbandsheim. Sehr mäßige Beiträge. „Haboneh“, Bund zionistischer Ingenieure und Techniker, I., Hegelgasse 3. Mittwoch, den 23. Oktober, 8.30 Uhr abends, Lichtbildervortrag des Herrn Dr. Hugo Groß: „Die Levante- Messe in Tel-Aviv.“ Gäste willkommen. Legitimistische jüdische Frontkämpfer im „Eisernen Ring“, Bezirksgruppe I und IU„ Donnerstag, den 25. d., präzise H8 Uhr abends,.im Wiener Ring-Cafe, I., Stubenring 18, Vortragsabend: „Der monarchistische Gedanke im Judentum.“ Es sprechen: Oberstleutnant Sebastian Blumauer, Chefredakteur Hans Kandl, Dr. Siegfried Bogad u. a. DIE ARBEIT DES KEREN KAJE- MET U Landeskonferenz des Keren Kafemeth Die diesjährige Landeskonferenz des Keren Kajemeth findet am 1. November 1934, % 10 Uhr vormittags, im Heim der Zionistischen Bezirkssektion Leopoldstadt, II., Praterstraße 13, statt. Tagesordnung. 1. Bericht über das vergangene Jahr: Dr. Chaim Tartakower. 2. Der gegenwärtige Stand des Bodenproblems in Grez Israel: Adolf Böhm. 3. Der Keren Kajemeth als Erziehüdgsfakton Prof. Julian Silberbusch, Delegierter des Hauptbüros des Keren Kajemeth. 4. Erfahrungen mit einer Keren Kajemeth- Konkurrenz innerhalb eines zionistischen Jugendbundes: Fritz Fischl. 5. Debatte. 6. Die Arbeit des neuen Jahres: Dr. Chaim Tartakower. 7. Resolutionen. 8. Verlesung der in den „Pinkas“ des Keren Kajemeth wegen ihrer Verdienste um den Keren Kajemeth eingetragenen Gruppen und Einzelpersonen. 9. Wahlen. Als Delegierte sind zugelassen: für jede Gruppe, die mindestens 10 Pfund aufgebracht hat, 1 Delegierter, für Gruppen, die 50 Pfund und darüber aufgebracht haben, 2 Delegierte. Abrechnung der September-Büchsenleerung. Die Gruppen und Einzelpersonen, die die Septemberleerung durchgeführt haben, werden dringendst ersucht, sie mit unserem Büro zu verrechnen. Dr. Simon Horowitz s. A.-Garten. Zwecks Verbindung des Namens des verewigten Leiters des Paläetinaamfces mit Erez Israel wird vom Palästinaamte und von Freunden des Verewigten ein Garten im Chajes-Walde gestiftet. Die Veröffentlichung der Spender wird erst nach Abschluß dev Aktion zirka Mitte November erfolgen. Gisela Blauer s. A.-Garten. Bei der dem Andenken der Verewigten gewidmeten Trauerfeier der „Wizo“ wurde für den Garten eine Sammlung durchgeführt, die S 215.30 ergab. Die einzelnen Spenderinnen werden im regulären Ausweis veröffentlicht. Silbernes Buch des Keren Kajemeth. Salomon Mehl durch den Bethausverein „Tomchej Jeschurun“ (Nr. 244); Emil Nimmhäuser durch die General- \ersammlung der Zionistischen Bezirkssektion XX (Nr. 245); Dr. Simon Horowitz s. A. durch den Makkabi Hazair-Brith Ziretiu (Nr. 246); Ella Nagle r—Jakob G o 1 d b e r g durch die Hochzeitsgäste (Nr. 247). Feststellung. Wir haben vor kurzem den Aufsatz „H e r z 1 und der D r e y f u sp r o z eß“ von Dr. Alex Bein- Jerusalem veröffentlicht. Wir werden nun von dem Autor um die Feststellung gebeten, daß dieser Aufsatz nicht aue seiner Herzl-Biographie, die demnächst im Wiener Fiba-Verlag erscheint, stammt, sondern eine besondere Arbeit darstellt. JÜDISCHER SPORT Dortnenfetds Erfolg: Hakoah—Liberias 2:2 (1:1) Hakoah mußte in diesem Spiel, wiewohl sie, wie wir es in unserer Vorbesprechung schon hervorhoben, über die besseren Einzelspieler verfügte, an Libertas einen Punkt abgeben. Das bessere Stürmerspiel wurde denn auch von der Hakoah vorgeführt. Im Sturm des jüdischen Vereines stach wieder Donnen feld hervor, dessen blendendem Spiel dae Unentschieden in erster Linite zu verdanken ist. In Donnenfeld besaß die Hakoah jedenfalls den besten Stürmer auf dem Felde. Donnenfeld war es auch, der die zwea Treffer der Hakoah vorbereitete. Nächst .ihm wäre im Sturm Mausner hervorzuheben, der als Mittelstürmer große Durchschlagskraft bewies. Er schoß auch in der 8. Minute vor Halbzeit das erste Tor. Zwiebel, der in der 10. Minute nach Halbzeit den Ausgleichstreffer zustandebrachte, Ehrlich I und Reich taten sich nur wenig hervor. Die Läuferreihe sowie die Verteidigung entsprachen im großen und ganzen, obwohl beide Formationen in diesem Kampf bisweilen ihre frühere Sicherheit vermissen ließen. Knapp vor Schluß versetzte der Libertas-Spieler Früh wirt dem Ilaköahner M a u s n e r bei der Exekution eines Freistoßes gegen die Hakoah, während diese. die „Mauer“ bildete, eine Ohrfeige. Frühwirt wurde wegen dieses Rohheitsaktes vom Schiedsrichter ausgeschlossen. Makkabäus. KUNSTCHRONIK Gastspiel der Bukarester jüdischen Komödie. Jüdische Künstlerspiele. Der erste Abend des Gastspieles der Bukarester jüdischen Komödie gestaltete sich zu einem durchschlagenden Erfolg. Sevilla P astör hat gleich bei ihrem ersten Auftreten das Publikum erobert. Mit viel Humor gibt Sevilla Pastor die Rolle des „Jankele“ in der Komödie „M a s e 11 o v“. Ihre Partnerin Erna Siegler, erzielte ebenfalls großen Erfolg. Es gab viel Beifall. — Die Komödie „Maseltov“ bleibt bis inklusive Donnerstag, 25. d. auf den Spielplan. FILM Anna Sten und Zolas „Nana“. „Die Königin von Paris“, der erste amerikanische Anna-S t e n-Film, verwendet Motive aus Zolas „Nana“. Die Premiere des Films „Die Königin von Paris“ findet diese Woche in der Originalfassung (mit deutschen Schrifttiteln) im Burg- und Rotenturm-Kino statt. Welturaufführung „Polenblut“ in Wien. Die nächsten Freitag in Wien stattfindende Premiere, des von Carl Lamac nach Oskar Nedbals weltberühmter Operette inszenierten Tonfilms „P o 1 e n b 1 u t“ ist gleichzeitig auch die Welturaufführung dieses Films. Die weibliche Hauptrolle spielt Anny Ondra, die männliche spielt Iwan P e t r o v i c h. Die beiden Komikerrollen sind Hans Moser und Rudolf Carl anvertraut. Die Regie führte Carl Lamac. Premiere von „Polenblut“ Freitag im Imeperial-, Opern-, Schottenring-, Lustspieltheater- und Flotten-Kino. Amtlich« Verlautbarungen 4er leraelltliehen Kultuegemeinde Chorsängerstellen. Bei der israelitischen Kultusgemeinde Wien gelangen Chorsängerstellen in den Gemeinde-* tempeln für ersten Tenor und zweiten Baß zur Besetzung. In Betracht kommen nur musikalische Bewerber mit vorzüglichen Stimmitteln (Blattleser), die das 35. Lebensjahr nicht überschritten haben, einen sittlich-» religiösen Lebenswandel nachweisen können und die österreichische Bundesbürgerschaft besitzen. Nähere Auskünfte erteilt die Amtsdirektion der israelitischen Kultusgemeinde Wien, I., Seiten8tettengasse 4, III. Stock. Stapellauf der „Queen Mary“. Im Radio-Wien sprach lezten Samstag Ernst D e c s e y über den Stapellauf des „Queen Mary“. . Das größte Schiff der Welt, „Queen Mary“, wurde kürzlich seinem Elemente übergeben. Unter atemloser Spannung verharrte die Menge, als die Königin von England, die dem Schiff ihren Namen verlieh, das Zeichen zum StapeL lauf gab. Man zählte vier Sekunden, und schon begann der Stahlkoloß sich auf seiner glatten Bahn dem Clyde entgegen z^u bewegen, und keine 60 Sekunden dauerte es, bis er in den aufschäumenden Wogen ruhig lag. Nun erst konnte man die ungeheuren Dimensionen und die Schönheit der Linien 60 recht bewundern, Der Jubel war unbeschreiblich, mit dem dieses letzte Wunder der Technik begrüßt wurde, das im Aufträge der Cunard Linie von John Brown & Co. m Clydebank gebaut worden ist, und dessen Bau ungefähr. 250.000 Menschen Arbeit gab. Bei strömenden Regen ging die Feier vor sich, doch tat dies der allgemeinen Begeisterung keinen Abbruch. Auf die Be-, grüßungfiansprache des Präsidenten der Gunard White Star. Linie, wies der König in seiner Rede auf den großen Fortschritt hin, den der Schiffsbau genommen hat. „Kaum 100 Jahre sind es her, daß Samuel Cunard seinen geregelten Schifffeverkohr zum Zwecke der Postbeförderung über den atlantischen Ozean nach Amerika mit kleinen hölzernen Raddampfern aufnahm. Diese Dampfer hatten eiue Größe von 1150 Tonnen. Es werden-sieh gewiß noch einige wenige Menschen erinnern können, daß mau in ihrer Jugendzeit mit Staunen von diesem Beweis menschlicher Beherrschung der Natur sprach. Heute haben wir die frohe Aufgabe, das stattlichste Schiff (73.000 Tonnen) das existiert, hinauszusenden.“ Aufsehen erregte es, als im Laufe der Festlichkeit der Präsident der Cunard White Star Ltd., die Mitteilung machte, daß der Bau eines zweiten gleich großen Schiffes geplant sei und die Arbeiten daran sobald als möglich in Angriff genommen werden sollen. Nock werden 18 Monate vergehen müssen, bis der Dampfer „Queen Mary“, der einstweilen in ein zweites Dock gebracht worden ist, seiner Bestimmung zugeführt werden wird. Nun wird der Aufbau und die Innenausstattung hergestellt, in vorbildlicher Weisender alten Tradition der Cunard und White Star Linien entsprechend, deren beide Flaggen er führen wird. Unsere geschätzten Leser werden auf die Buchhandlung Hermann Tuchner (siehe Inserat) besonders aufmerksam gemacht, wo. für alle Lehranstalten sämtliche Schulbücher, auch antiquarisch, zu ermäßigten Preisen erhältlich sind. Leihbibliothek eröffnet. 10 C röschen täglich. Keine Nebengebühren. Für Anfragen Telephon R 41-4-20. « . ■ Bezugsbedingungen: Monatlich S 1.50, vierteljährlich S 4.20, ganzjährig S 16.—. Für das Ausland: Deutschland vierteljährlich RM 3.—. Tschechoslowakei vlerteljährli :h Kö 24.—, Jugoslawien vierteljährlich Dinar 40.—, Polen vierteljährlich Zloty 6.50. Ungarn vierteljährlich Pengö 4.20. Rumänien vierteljährlich Lei 120.—. übriges Ausland vierteljährlich Schweizer Franken 4.50. Postscheck-Konti: Österreich Nummer D 113.546, Polen Nr. 191.199. Tschechoslowakei Nr. 500.230. Jugoslawien Nr. 40.879. Eigentümer. Verleger und Herausgeber: Zionistischer Landesverband für Österreich, Wien, l.. Kärntnerstraße 28. — Verantwortlicher Redakteur: Imre Kaiser, Wien. I., Kärntnerstraße 28. — Druck: Vernay A. G., Wien, IXn Canislusgasse 8—10. Sektion Favoriten, X., Hasengasse Nr. 17 Donnerstag, den 25. Oktober 1934, 8 Uhr abends Große — Werbeversammlung Frau Dr. Hennie Rappaport-Licktenstein: „F a m i I i e und Volk" Professor Dr. Wilhelm Stein: „Das Judentum in den Kämpfen der Gegenwart" 360657647173