Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 8 (1934-1935)
- Issue
- Heft 391 (12.10.1934)
- Date
- 1934-10-12
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 8 Dil ITIMME Nr. 891 — 12. Oktober 1934 and Land in der nachbiblischen Zeit.“ 8 Uhr abends. 12. Bezirk, Sektion XII. Cafe Niederhof, XII., Rosaliagasse 11, Dr. Alfred Apsler: „Kritische Epochen im Judentum.“ 8 Uhr abends. 1. Bezirk, Wizo, I., Jordangasse 7, >57 Uhr, Trauerfeier für Frau Dr. Gisella Blauer, >58 Uhr, Generalversammlung. Dienstag, den 16. Oktober 1934. 5. Bezirk, - Sektion IV/V, Restaurant Koci, V., Margaretenplatz 7, 8 Uhr abends, Professor Julian Silberbusch: „Schicksalsfragen des Jüdischen Volkes“; Prof. Dr. Leo Menczer: „Aufgaben des Zionismus in der Galuth.“ 20. Bezirk, Sektion XX. Jägerstraße 30, Uhr abends, Dr. Z. F. Finkeistein: ..David Wolfsohn und seine Zeit, anläßlich seines 20. Todestages.“ Mittwoch, den 17. Oktober 1934. 15. Bezirk, Sektion XIV/XV, Rabbiner Doktor Philipp Goldberger: „Jüdische Ethik“, H9 Uhr abends. Donnerstag, 18. Oktober 1934. 2. Bezirk, Sektion II und Klub Erez Israel, II., Praterstraße 13, Dr. Leo Goldhammer: „Meine Eindrücke über Palästina“. 8 Uhr abends. 6. Bezirk, Sektion VI/VII, VI., Loquaiplatz 11, Dr. Michael Steinberg: „Aktuelle Zionistische Probleme“. >59 Uhr abends. 13. Bezirk. Sektion XIII, Cafe Hietzingerhof, Hietzinger Hauptstraße 22, Prof. Julian Silberbusch: „Schicksalsfragen des Jüdischen Volkes“, 8 Uhr abends. Jüdische Kunststelle. Mit Rücksicht auf die besonderen Aufgaben innerhalb der jüdischen Volksbildung, bleibt die Kunststellenorganisation der Jüdischen Kultursteile im Einvernehmen mit den zuständigen staatlichen und städtischen Behörden, sowie der österreichischen Kunststelle, selbständig. Alle Auskünfte im Sekretariat, II., Aepernbrückenstraße 2 (Tel. R 48-2-91) und in der Zweigstelle. VI., Loquaiplatz 11 (Tel. B 20081). JÜDISCHER SPORT Großer Erfolg Donnenfelds in der österreichischen Nationalmannschaft Das Debüt des Hakoahners Donnenfeld im Kampfe der österreichischen Nationalmannschaft gegen Ungarn gestaltete sich zu einem durchschlagenden Erfolg des blendenden Hakoahspielers. Die gesamte ,Wiener Sportpresse zollt dem ausgezeichneten All-roimd-Spieler uneingeschränktes Lob. Donnenfeld hat sich geradezu im Sturm die Herzen aller Sportler erobert. Er wird als der einzig würdige Nachfolger des berühmten Internationalen der Döblinger G s c h w e i d 1 bezeichnet. Trotzdem der Kampf für Österreich verlorenging, war es Donnenfeld, der überdies auf mehreren Posten kämpfte — er tauschte in der letzten Phase des Spieles sogar mit dem kleinen Horvath den Platz und spielte als Flügelstürmer mit großem Erfolg— der dem prächtigen Auswahltormann der Ungarn, H a d a, durch seine herzhaften Schüsse, die in diesem Auswahlkampf geradezu eine Seltenheit waren, die schwierigsten Aufgaben stellte. Ein Freund unseres Blattes, der beim Länderkampf in Budapest anwesend war, stellt uns die folgenden Mitteilungen über das Spiel Donnenfelds zur Verfügung: „Der Hakoahner DonnenfeM war einer der rührigsten Spieler des österreichischen Angriffs, obwohl er von seiner Umgebung als Stiefkind behandelt wurde. Das einzige Tor, welches die österreichische Mannschaft erzielte, war durch Donnenfelds Vorarbeit zustandegekommen. Donnenfeld war in sehr guter Kondition und stand das ganze Spiel sehr gut durch. Der Hakoahner ist nicht nur taktisch und technisch gut beschlagen, sondern er besitzt genügend Energie, Wucht und Schußkraft. Er war der einzige, welcher das ungarische Tor beschoß; daß er kein Tor erzielen konnte, ist nicht sein Verschulden, sondern der ausgezeichneten Arbeit des ungarischen Tormannes zuzusohreiben. P.“ Jüdischer Turnverein „Makkabi, Wien II.“ Der langjährige Obmann des T. V. Makkabi II, Leopoldstadt, und Mitglied des Makkabi-Kreises Österreich, Herr Otto Carniol, fährt in den nächsten Tagen nach Erez-Israel und wird dort, im Aufträge des Kreises, die Vorarbeiten für die österreichische Expedition zur zweiten „Maccabiah“ leiten. LETZTE NACHRICHTEN Jüdische Wahlkurie in Saloniki wird aufgehoben Athen, 11. Oktober. Das griechische Abgeordnetenhaus bat heute mit 130 Ja-Stimmen gegen eine Neinstimme bei zwei Stimmenthaltungen das von der Regierung T s a 1 d a r i s ihr unterbreitete Wahlgesetz, welches die. Abschaffung des besonderen jüdischen Wahl sektors in Saloniki vorsieht, angenommen. Kein Luftschutz für Juden Berlin, 11. Oktober. Von einer gutunterrichteten im Hitler- Lager stehenden Persönlichkeit wird rnitgeteilt, in den von der deutschen Regierung ausgearbeiteten L uf t s ch u t zb es t immun g e n sei vorgesehen, daß die in den verschiedenen deutschen Städten getroffenen und noch zu treffenden Vorkehrungen zum Schutz der Bevölkerung bei feindlichen Luftangriffen, wie zum Beispiel bombensicheren Unterständen usw., den Juden soweit sie nicht Frontkämpfer gewesen sind, verschlossen bleiben sollen. Bestrebungen seitens gewisser christlicher Kreise, auch der Reichswehr,- diese Bestimmungen zu Gunsten der Juden ab®uändera, scheiterten bisher an der Unnachgiebi'gikeit der zuständigen Regierungen männer. . .. JÜDISCHER KALENDER 12. bis 18. Oktober 1934 3. 9. (hesdiwan 5695 Freitag (12.) Sabbath Eingang 5 Uhr 10 Samstag (13.) Sabbath Ausgang 6 Uhr Wödienabsdinitt: Hoah Di« Arbeit des Keren Kofemetfi Gisela Blauer-Garten. Für diesen Garten sind im Keren Kajemeth die ersten Beträge von folgenden „Wizo“- Gruppen eingegangen: Wizo^Zentral, Wizo II, Wizo Prater, Wizo III, Wizo IX und Wizo XIII. Bisher sind auf diesen Garten S 130.— eingegangen. Dr. Beidaff-Garten. Auf diesen Garten sind bisher S 373-33 eingegangen. .. - . Schiffssammlung. Auf der Reise nach Erez Israel hat Gg. Dr. Ohaim Schieber für den Keren Kajemeth gesammelt und den Betrag beim Hauptbüro erlegt; ebenso hat er auf der Rückreise, u. zw den Betrag von 8 24.50 gesammelt, welchen Betrag er beim Keren Kajemeth Wien abgeliefert hat. „WIZO“. Diesjährige Generalversammlung, Montag, 15. Oktober, 7.30 Uhr abends, l„ Jordanstraße 7. — Die Trauerfeier für Frau Gisela Blauer findet um eine Stunde früher statt. Zionistische Bezirkssektion Innere Stadt. Hebräische Kurse im neuen Vereinsheim, I., Neutorgasse 6. Beginn Mittwoch, den 17. Oktober, 8 Uhr abends. Anmeldungen (mündlich oder schriftlich) an die Bezirkssektion, Innere Stadt, I„ Neutorgasse 6. Die Sektiou bittet ihre Mitglieder, sich durch Geldspenden, beziehungsweise Beistellungen von Einrichtungsgegenständen für das neue Vereinsheim, zu beteiligen. Zionistische Bezirkssektion Leopoldstadt, II„ Praterstraße 13, Hebräische Schule für Kinder, Anmeldungen werden täglich, ab 4 Uhr nachmittags, entgegengenommen. Hebräische Schule filr Erwachsene: Anfänger: Montag und Donnerstag von %8 bis 349 Uhr; Vorgeschrittene: Dienstag und Mittwoch, von >58 bis 159 Uhr. Leitung: Lehrer Herzberg. Ab Montag, den 15. Oktober, Volkszyklus des Prof. Dr. K- Kupfer über „Land und Volk in der nachbiblischen Zeit“. — „Oneg Sabath“, ab Freitag, den 19. Oktober, jede Woche, >58 Uhr abends, wird der Oneg Sa-bath mit Vortrag und Gesang abgehalten. — Lesehalle ist bereits eröffnet. Hebräischkurse der Sektion XX. Hebräischkurse für Erwachsene: Montag und Donnerstag, 8 Uhr abends. Anmeldungen im Sektionsheim, XX., Jägerstraße 30. Dieses Heim ist täglich von 6 bis 10 Uhr abends geöffnet. Zeitungen und Schach stehen den Mitgliedern zur Verfügung. Zionistische Sektion Zwischenbrücken. Die hebräischen Kurse unter Leitung des Lehrers Braunfeld, wurden am 4. Oktober wieder eröffnet. Einschreibungen im Schullokale, XX.. Pasettistraße 54. Der Unterricht wird unentgeltlich erteilt. Generalversammlung der Histadruth Ivrith. Samstag, den 13. Oktober, >58 Uhr abends, findet' im Heime der Histadruth, II., Kleine Mohrengasse 3, die Generalversammlung der Histadruth Ivrith mit folgender Tagesordnung statt: 1. Eröffnung und Nachruf nach Ch. N. Bialek — Präsident Dr. D. R o t h b 1 u ni. 2. Tätigkeitsbericht — M. Ungorfcld. 3. Debatte. 4. Wahlen. Besondere Einladungen werden nicht ausgesendet. Hebräischlehrerverband der Histadruth Ivrith. Sonntag, den 14. Oktober, 8 Uhr abends, im Heimo der Histadruth, II., Kleine Mohrengasse 3, die Ase-fah klalithn. Mensa acadetnica judaica. Der Küchenbetrieb der Mensa academioa judaica, IX. Bezirk, Zimmermannplatz 8, wird Montag, den 15. Oktober d. J„ um 12 Uhr mittags, wieder eröffnet. Klub junger Zionisten, VI., Loquaiplatz 11. Samstag, 13. Oktober, Tanzabend mit Jazz. Beginn y2 9 Uihr. Eintritt S 1.—. AMTUCHE VERLAUTBARUNGEN DER KULTUSGEMEINDE Predigten ln den Gemeinde• und Bezirkssynagogen Israelitischer Jugendgottesdienst Jugendgottesdienst für Volks-, Haupt- und Mittelschüler (Schülerinnen). Samstag, den 13. Oktober d. J„ um 3 Uhr nachmittags, in allen Gemeinde- und Bezirkssynagogen. Barmizwah-Kurs. Der Vorstand der Israelitischen Kultus* gemeinde Wien bringt zur Kenntnis, daß die Einschreibungen für den ersten Barmizwah- Kurs für Kinder mittelloser Eltern im Schuljahre 193-1/35 Freitag, den 12. Oktober, und Freitag, den 19. Oktober 1934, jedesmal von 2 bis 3 Uhr nachmittags, im Lehrzimmer der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4, IV. Stock, stattfinden werden. — Der Unterricht findet jeden Freitag von 2 bis 4 Uhr nachmittags im genannten Schullokale statt. FILM Greta Garbo-Premiere Im Schwedeii-Klno Heute findet, im Schweden-Kino die Premiere des größten Greta Garbo-Films der Metro Goldwyn Mayer „Königin Christine“ statt. Dieser großo Prunk- und Ausstattungsfilm zeigt das Leben und Liebesabenteuer der Königin Christine von Schweden. Regie führt Rouben M e m o u 1 i a n. „Die Rothschilds“ ~ 3. Woche Der Erfolg ist den Rothschilds auch im Film treu geblieben; der George Arliß-Film „Die Rothschilds“ übt im Burg- und Rotenturm- Ivino eine derartige Zugkraft aus, daß er filr die 3. Woche prolongiert wurde. „Jud Süß“ mit Conrad Veidt „Jud Süß“, der berühmte Roman von Lion Feuchtwanger, der in 17 Sprachen übersetzt wurde, schildert das abenteuerliche Leben des Josef Süß Oppenheimer, des Finanzdirektors des Herzogs von Württemberg, Karl Alexander, der bis zu den höchsten Machtstellen im Herzogtum emporslieg, um dann jäh in die Tiefe zu stürzen. Die Filminszenierung des Romans erfordert ganz gewaltige Mittel und konnte erst jetzt in England erfolgen, wo in letzter Zeit eine Reihe von großen Filmen (wie „Katharina die Große“, „Ahasver“, „Heinrich VIII.“ u. a.) entstanden sind. Die Titelrolle dieses neuen Englischen Monumentalfilms spielt Conrad V e i d t, Premiere am 16. Oktober im Mariatheresien-, Löwen-, Schwarzenbergplatz- Kino. II., Praterstraße 54 Tel. R 47-0-41 empfiehlt seine reichhaltigen Menüs: Suppe, fasoh.Lungenbraten, Gern., Mehlspeise S —-95 Suppe, Braten, Gemüse, Mehlspeise . S 1-30 Suppe, Braten oder V« Huhn, Gemüse, Kompott, Mehlspeise.S 1*60 Kalbs- und Rindsbraten ä la carte . . . S —*90 10 dkg gebratenes Gansl.S —*55 Kfar Ussischkin. Die Gruppen und Einzelpersonen, die noch nicht endgültig die Kfar Uesischkin-Aktion verrechnet haben, werden hiemit dringend ersucht, dies umgehend zu tun. September-Oktober-Büchsenleerüng. Die Gruppen und Einzelpersonen werden ersucht, die Büchsenleerung mit dem Büro endgültig zu verrechnen, da der Leerungstermin schon abgelaufen ist. Ehrung des Herrn Dr., Simon Horowitz 8. A. Anläßlich des Todes des Leiters des Wiener Paläfitinaamtes, Herrn Dr. Simon Horowitz s. A., wurde er durch den „Makkabi Hazair-Brith Zirenu“ ins Silberne Buch des Keren Kajemeth eingetragen. Der „Hechaluz“ Wien spendete S 10.— als Ma&kir-Geld Ijom Hamitha schel Dr. Horowitz s. A. Freitag, den 12. Oktober 1934, werden bei den um 5 Uhr 10 Minuten beginnenden Abendgottesdiensten in nachbenannten Gemeinde- und Bezirksynagogen Predigten abgehalten, und zwar: II., Tempelgasse 5, Oberrabiner Dr. I. Taglicht; III., Untere Viaduktgasse 13, Rabbiner Dr. K. Kupfer; V., Siebenbrunnengasse 1 a, Rabbiner Dr. M. G. Mehrer; VI., Schmalzhofgasse 3, Rabbiner Dr. J. Drobinsky; IX., Müllnerga&so 21, Rabbiner Dr. A. Z. Schwarz; X., Humboldgasse 27, Rabbiner Doktor A. Weiner; XVI., Hubergasse 8, Rabbiner Dr. J. M. Bach; XIX., DoIIinergasee 3, Rabbiner Dr. A. Frankfurter; XX„ Kluckygasse 11, Rabbiner Dr. B. Murmelstein. Samstag, den 13. Oktober 1934, Schrifterklärungen: Beim Vormittagsgottesdienste, XX., Kluckygasse 11, Rabbiner Dr. B. Murmelstein; beim Abendgottesdienste, XIII., Eitelbergergasse 22, Rabbiner Dr. M. Lewin. Sektion Wieden-Margareten, V., Margaretenplatz 1, Restaurant Koci. Dienstag^ dan Qroße Werbeversammluiig Prof. Julian Silberbusch, Dalaglarler d. Hauptbureaus d. K. K. L. Jerusalems „Schicksalsfragen des Jüdischen Volkes“. Prof. Dr. Lao Mencseri „Die Aufgaben das Zionismus In der Oaluth“. II. Jahrgang, Nr. 12 Oktoberheft, soeben erschienen, 44 Seiten, reich illustriert, S1*-. Bel den Kolporteuren erhältlich oder direkt zu beziehen vom Verlag, Wien.I., Petersplatz Nr.7 In jedes jüdische Haus: Das Wiener jüdische Familienblatt Tel. U 21-0-17 Bezugsbedingungen: Monatlich S 1.50, vierteljährlich S 4.20, ganzjährig S 16.—. Für das Ausland: Deutschland vierteljährlich RM 3.—. Tschechoslowakei vierteljährlUh Kö 24.—, Jugoslawien vierteljährlich Dinar 40—, Polen vierteljährlich Zloty 6.50. Ungarn vierteljährlich Pengö 4.20. Rumänien vierteljährlich Lei 120.—. übriges Ausland vierteljährlich Schweizer Franken 4.50. Postscheck-Konti: Österreich Nummer D 113.546. Polen Nr. 191 199. Tschechoslowakei Nr. 500.230. Jugoslawien Nr. 40.879. Eigentümer. Verleger und Herausgeber: Zionistischer UatKlosverband für Österreich. Wien, l.. Kärntivrstraße 28. — Verantwortlicher Redakteur. Imre Kaiser, Wien, I., Kärntnerstraße 28 Druck: Vernay A. G., Wien. IX., CanUiusgas&e 8—10. Jmten! Zionisten! Schicket Euere Kinder in den Allgemeinen Zionistischen Jugendbund G*dud Z'irim! Heime: ll.f Untere Augartenstr. 35 II., Inmtraße 6 VI., Loquaiplatz 11 IX., 5?lga5ic 13 XVI., Rötzergasse 9/11 XXL Hauptstraße 45 m um—"!■■■——