Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 7 (1934)
- Issue
- Heft 365 (29.6.1934)
- Date
- 1934-06-29
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Sette 8 DIE STIMME Nr. 365 — 29. Tun! 1934 '■ ..mm* Abschluß der KFAR - USSISCHKIN-AKTION 15. JULI 1934! London verhandeln soll. In Kreisen der britischen Regierung: wird entschieden bestritten. daß ein solcher Plan erwogen wird und daß mit dem Emir Abdullah seitens der Regierung diese oder andere Verhandlungen geführt werden. Die hebräische Universität in Jerusalem schuldenfrei Jerusalem, 25. Juni. Wie der aus den Vereinigten Staaten zurückgekehrte Kanzler Dr. J. L. Mag ne s mitteilt, haben es die Freunde der Hebräischen Universität in Amerika übernommen, das im Laufe der letzten Jahre entstandene Defizit der Universität abzudecken und diese vollständig sc h u 1 d e n f r e i zu machen. Außerdem konnte der Kanzler die amerikanischen Förderer dazu bewegen, auch zur Deckung des normalen Budgets für das kommende Jahr eine gewisse Summe zur Verfügung zu stellen. Der Etat für das kommende Jahr wurde mit 58.000 Pfund, das ist um 15.000 Pfund mehr als im letzten Jahre, festgesetzt. Von einer ungenannt sein wollenden Persönlichkeit wurden außerdem 40.000 Pfund für Krebsforschung an der Jerusalemer Universität gezeichnet. Dieser Betrag gelangt im Verlaufe von zehn Jahren zur Auszahlung. Das Komitee der Freunde der Hebräischen Universität in Amerika hat dem Kanzler ferner versprochen, die Errichtung einer pädagogischen Fakultät zu ermöglichen. LOKALCHRON1K JÜDISCHER KALENDER 29. Juni bis j. Juli 1934 16.—22. Tamus 3694 Freitag 29. Sabbath - Eingang 7 Uhr jj Samstag 30. Sabbath-Ausgang 8 Uhr jj Wochenabschnitt: Balak Dienstag, 3. Juli (20. Tamus) 30. Todestag Theodor Herzls Zionistischer Vortragshalender Samstag, den 30. Juni 1934. Ortsgruppe Salzburg: Dr. Oskar Grünbaum, Präsident des Zionistischen Landeskomitees für Österreich: Der Schicksalsweg des jüdischen Volkes.“ 20. Bez.: Sektion XX und Wizo, XX., Jägerstraße 30, A9 Uhr abends, Herzl- Gedenkfeier: Dr. J. F. Finkelstein: Gedenkrede; Vorlesung aus Herzls Schriften: Dr. Oskar Teller. Dienstag, den 3. Juli 1934. 20. Bez.: Sektion XX, XX., Jägerstraße 30, *49 Uhr abends, Generalversammlung, Dr. Richard Pokony: »Die Aufgaben des Allgemeinen Zionismus.“ Mittwoch, den 4. Juli 1934. 10. Bez.: Sektion X, X., Hasengasse 17, Zwanglose Zusammenkunft, 8 Uhr abends. Donnerstag, den 5. Juli 1934. 6. Bez.: Sektion VI/VII und Wizo, VI., Loquaiplatz 11, Bruno Rabinowitz: Wirtschaftsmöglichkeiten in Palästina; Bericht über die Levante-Messe, XA9 Uhr abends. Vom Keren Hajessod Bei der jüngst stattgefundenen Konstituierung des Keren Hajessod wurde Hofrat Dr. Ludwig Werner zum Vorsitzenden, zu dessen Stellvertreter Direktor S. Altmann gewählt. Dem engeren Ausschuß gehören ferner an: Dr. Herbert Schutzmann und Architekt Em. M e ub r u n n. Weiters Mitglieder des Komitees sind: Adolf Böhm, Dr. Max Bari Dr. Fritz E k s t e i n, Frau Blanka F ed e rn, Dr. Leo Goldhammer und M. N i w e s. Talmud-Thora Verein für den IV. und V. Bezirk, Wien, V., Wiedner Hauptstraße 83. Die öffentliche Schlußprüfung in unserer Sprach- und Bibelschule findet am Sonntag, den 1. Juli 1. J., tim A W Uhr vormittags, im Tempelgebäude. V., Siebenbrunnengasse 1, statt. Protestversammlung — Literarischer Abend Die zionistische Bezirkssektion Wieden- Margareten hielt, am 12. Juni eine Protestversammlung ab, welche sich mit. der Zertifikatssperre der Palästinaregierung befaßte. Nach einer überzeugenden Ansprache Dr. Goldhammers brachte Herr Holzer eine Re- 1 u t. i 0 n zur Abstimmung, in welcher die E rhöhung der Zertifikate von der englischen Regierung gefordert wird. Diese wurde einstimmig angenommen. Anschließend an die Versammlung las die Schauspielerin Alice Koch das Buch Judith. Die Künstlerin fesselte durch eine von starkem Empfinden getragene Wiedergabe, wobei ihr ein prachtvolles Organ zustatten kommt. Stürmischer Beifall dankte ihr, sowie Martin Miller, der das packende Gedicht ..Q u ar a n t ä n e vor H a i f a“, ein Gedicht des jungen Wiener Zionisten Robert Weiser, und Dichtungen von Perez und Schalom A1 echem äußerst wirkungsvoll zum Vortrag brachte. — Der bis aufs letzte Plätzchen gefüllte Saal bewies, daß es die zionistische Bezirkssektion Wieden-Margareten verstanden hat. ihre Veranstaltungen zu einem Sammelplatz der Juden dieser Bezirke zu machen. Ortsgruppe Eisenstadt des „Bundes jüdischer Frontsoldaten Österreichs1'. Am 24. Juni fand in Eisenstadt die feierliche Enthüllung einer Gedenktafel für die im Weltkriege Gefallenen der jüdischen Gemeinde statt. Auf einer schlichten, schwarzen Marmortafel an der Tempelmauer stehen 20 Namen und legen Zeugnis für das Blutopfer, welches diese kleine Gemeinde brachte. Die Feier fand .unter militärischer Assistenz einer Ehrenkompagnie des Feldjägerbaons Nr. 1 (ehemals I. R. 76) mit Fahne und Musik, einer ■ Ehrenkompagnie des Bundes jüdischer Frontsoldaten mit Fahne und eines Zuges der Burgenländischen Landesschützen im Beisein zahlreicher Persönlichkeiten statt. Landeshauptmann Ing. Sylvester erklärte in seiner Ansprache: In einer Zeit, die viele Vorurteile gegen die Juden hege, ist diese Tafel ein Zeugnis dafür, daß auch die Juden das Verständnis haben für das größte Opfer, das Blutopfer der Vaterlandsliebe, und wer dieses Verständnis habe, der habe auch Verständnis und Liebe zum Vaterlande. Es hielten ferner Ansprachen: Der Landesführer der burgenländischen Landesschützen, Landesrat Ing. Strobl, Direktor Schulrat Alois Derfler in Vertretung des Kameradschaftsverbandes der 76er, der Bundesführerstellvertreter des B. J. F. Diplomkaufmann Stiaßny und von Seite der Eisenstädter Gemeinde der Bürgermeister Gabriel, der Oberrabbiner Schlesinger, Dr. Franz Reich, der Präsident der Kultusgemeinde Schneider und der Führer der Ortsgruppe des B. J. F. Oberlehrer Gero. Todesfall. Der Wiener Jüdische Gesangverein muß auf diesem Wege seinen Freunden die traurige Nachricht geben, daß sein langjähriges und treues Vorstandsmitglied, Herr Oskar Blüh, nach qualvollem Leiden gestorben ist. Er war unser rührigster Mitarbeiter und hat speziell in letzter Zeit für den Verein und damit auch für die jüdische Kunst Großes geleistet. Wir werden unseren lieben Freund stets in guter Erinnerung behalten. Das Begräbnis fand Dienstag, den 26. d., statt. Hofmeister, Hauslehrer für alle Mittelschultypen mit Kenntnissen fremder Sprachen, auch über die Ferien, vermittelt prompt und unentgeltlich der Jüdische Hochschulausschuß, Wien, IX., Alserstraße 26, Tel. A 25-2-28. Mit der „Judäa“ nach Novi (Dalmatien); zwei Wochen S 125—, drei Wochen S 154.—; nach Varna, 15. Juli bis 13. August S 175.—; 29. Juli bis 27. August S 175.—. Auskünfte: Montag bis Freitag 12 bis 1 Uhr, Montag bis Donnerstag 6 bis 8 Uhr, Telephon A 25-2-28. „Judäa“, IX., Alserstraße 26. Hlstadruth Ivrith, II., Kleine Mohrengasse 3. In den Ferienmonaten werden in der „Histadruth Ivrith“ keine Vorträge abgehalten. Der Anspruch der Hebräischlehrer auf den vollen Gehalt für die Ferienmonate. Der Hebräisohlehrerverband der Histadrut.h Ivrith fordert seine Mitglieder auf, ausnahmslos den vollen Gehalt für die Ferienmonate zu verlangen. In Streitfällen wende man sich sofort an das Präsidium. — Die Histadruth Ivrith richtet an alle Schul- und Kursleiter. Eltern und Hebräischlernende die dringende Bitte, diesen gerechten Forderungen der Hebräiechlehrer bedingungslos entgegenzukommen. Hebräischer Unterricht Scblomo Auerbac h, der bekannte Hebraist und Pädagoge, verbleibt über den Sommer in Wien und erteilt, hebräischen Unterricht sowie Unterricht in hebräischer Literatur aller Zeiten an Einzelne und Gruppen gegen mäßiges Ferienhonorar. Für Olim- und Palästinareisende schnelle Einführung in die Sprache nach eigener erfolgreicher Methode. Mitteilungen des Keren Kajemeth Wien, I.. Kärntnerstraße 28, Tel. R-27-3-20, Postsparkassenkonto A 100.208. Ausweis Nr. 16 für die Zeit vom 1. bis 15. Juni 1934. Der Keren-Kajemeth-Spendenausweis in neuer Form. Wir haben mit dem letzten Ausweis eine Reihe von Neuerungen eingefübrt. Sie dienen der Anspornung der Gruppen, der Selbstkontingentier und sonstigen Einzelmitarbeiter und schließlich der leichteren Auffindbarke i t der Einzelspender. Der Ausweis wird drei Gruppen enthalten: 1. Die Sektionen und Gruppen und die von ihnen in der Ausweisperiode aufgebrachten Beträge (alphabetisch!). 2. Die Selbstkontingentier und sonstigen Einzelsammler und ihre aufgebrachten Beträge (alphabetisch geordnet!). 3. Die Einzelspender, und zwar a 1p h a b e t i s c h geordnet, mitsamt .ihren Spenden. Der besondere Anlaß, wenn ein solcher angegeben sein wird, wird hervorgehoben werden. Nur Spender von S 5.— angefangen werden angeführt. Im Büchsenausweis, der in der Woche, in welcher ein allgemeiner Spendenausweis nicht erscheint, veröffentlicht werden wird, tritt keine Änderung ein. Spenden von mindestens S 2.— werden auch weiterhin ausgewiesen werden, und zwar bezirksweise —- wie bisher. Sehr erfolgreiche Büchsenaufstellung Der Jugendbund Zirenu bat bisher 520 neue Keren-Kajemeth-Biichsen, und zwar im Kreise der Verwandten und Bekannten seiner Mitglieder aufgestellt. Juni-Leerung. 1. Bezirk: Mary Berger 2.28; 2. Bezirk: David Blum 2.—; Josef Schwarz 2. —; Nachtrag zur März-April- Le e r u n g: II. Werner 2.—; Hans Kamm 22.50; 4. Bezirk: Na hum Magasanik 2.—; Doktor C. David 2.—; Sidonie Pilszer 2.02; 5. Bezirk: Viktor Feldmann 2.40; Feinberg 3. —; Hedwig Zucker 3.70; Jg. Schapira 2.—; Josef Mandelbaum 2.—; 6. Bezirk: Tina Augenstein 2.30; Edmund Spitzmann 5.—; Ing. Fritz Pollak 2.—; 7. Bezirk: Kom.-Rat Rudolf Wiener 2.10; Ernst Stiassny 2.—; Richard Löwy 9.54; Doktor Schell 2.80; Isaak Kalisch 2.—; Martin Slitzker 2.66; Josef Igel 6.60; 8. Bezirk: Olga Stein 2.79; 9. Bezirk: Max Möller 22.—; Isidor Leib 2.—; Akad. Verein jüd. Mediziner 7.35; Fritz Hußsorl 4.—; Hermino Paschkos 2.—; Wilhelm Schwarz 2.—; Schmaje Schnierer 2.80; Doktor Samuel Goldstern 11.10; Otto Löffler 2; Dr. Siegfried Plaschkes 4.—; Cbaim Schärf 3.77; Heinrich Baran 2.—; Dr. Josef Alt 2,—; Abraham Singer 3.20; Alois Pollak 8.—; Ludwig Lury 2.80; Karl Stössler 3.—; Arthur Hausknecht 3.58; Leo Tauber 3.—; Leitner 3.95; Warnung Drei junge Leute, von denen einer an* geblich Friedler und ein anderer angeblich Rath heißen soll, sprechen bei Privaten, Firmen und Instituten unter Vorweisung eines gefälschten Empfehlungsschreibens des Zionistischen Landeskomitees um Unterstützung vor. Das Zionistische Landeskomitee ersucht, die Schwindler im Betretungsfalle der Polizei zu übergeben. Im übrigen erklärt das Zionistische Landeskomitee, daß es prinzipiell nie Empfehlungsschreiben zum Zwecke der Sammlung von Unterstützungen ausstellt. Paul Fries 3.—: M. F. Körner 2.—; Lehrlingslieim Zukunft, 2.7-1: Siegmund Ungar 2.10; Moritz Freund 2.—; Sala Hirschhorn 10.—; Hans Tischler 2.—; Chaim Unger 2.—; Salomon Friedmann 4.69; Simon Gang 2.—; 13. Bezirk: Dr. Rudolf Landau 2.10; 14. Bezirk: Dir. J. Fuchs 3.—; Robert Goldstein 3.10; S. Du-bsky 10.—; Dr. Norbert Urmann 2.—; 15. Bezirk: Ing. Friedrich Prinz 5.28; Dr. Clara Kohn 3.—: Dr. Karl Jellinek 2.26; Eduard Lurion 2.—: Trikotagenfabrik 2.80; Hans Mieses 2.—; Isaak Silberschütz 7.—; Dr. Tobias Sternberg 2.20; 18. Bezirk: Josef Fischer 2.—; S. Grimminger 2.54; Max Kohn 4.88; David Schwarzbard 2.—: Provinz: Innsbruck 120.—: Dir. Lembergcr 5.—; Friedrich Patsch 3.68, Julius Pasch 5.—, Lilly; Fuchs 2.—, Anna Seidl 5.—, Dr. Heuer 5.—■, R. Meisel 16.47, Schulhof 2.—, Kurt Schwarz 2—, I. Krieser 2.—, Dr. Riemalt 3.24, A. Rado 2.—, M. Spindel 3.—, Julius Weiß 2.—, B. Dirnand 2.60, M. Steiner 2.—, Stiassny 5.—, Flora Bauer 3.—, Fritz Adler 2.—, Richard Schwarfc 5.—. E. Hacker 3—, Paula Bauer 6.—, Smetana 2. E. Dimand 2.—, Dr. Gerber 2.—, Doktor W. Bauer 2.—, Karl Bauer 3.—, Dr. E. Link 2.—, H. Klein 2.—, diverse 18.01. Völkermarkt: Mathias Spierer 10.—. Amtliche Verlautbarungen der Kultusgemeinde Israelitischer Jugendgottesdienst. Feierlicher Schluß-Jugendgottesdienst für Volks-, Haupt- und Mittelschüler (Schülerinnen). Samstag, den 30. d., um 3 Uhr nachmittags, findet in allen Gemeinde- und Bezirks-Synagogen der feierliche Schluß-Jugendgottesdienst für die Schüler und Schülerinnen der Volks-, Haupt- und Mittelschulen statt. FILMNACHRICHTEN Heute „Die Canaille“ Heute findet im Gartenbau-, Kärntner-, Busch-, Haydn-, Kolosseum- und Votivpark- Kino die Premiere des großen französischen Filmwerkes „Die Canaille“ statt. Das Werk zeigt alle charakteristischen Merkmale des französischen Films und ist von Künstlern geschaffen, deren Name internationalen Klang genießen, wie Anatol Litvak als Regisseur, Gurt Courant als Kameramann, Andrej Andrejev als Architekt und Harry Baur, Alice Field und Pierre Blanchard als Hauptdarsteller. Der Film erscheint in Wien in der Originalfassung’ mit deutscher Beschriftung. Bezugsbedingungen: Monatlich S 1.50, vierteljährlich S 4.20, ganzjährig S 16.—. Für das Ausland: Deutschland vierteljährlich RM 3.—, Tschechoslowakei vierteljährlich Kö 24.—, Jugoslawien vierteljährlich Dinar 40.—, Polen vierteljährlich Zloty 6.50. Ungarn vierteljährlich Pengö 4.20, Rumänien vierteljährlich Lei 120.—, übriges Ausland vierteljährlich Schweizer Franken 4.50. Postscheck-Konti: Österreich Nummer D 113.546, Polen Nr. 191.199, Tschechoslowakei Nr. 500.230, Jugoslawien Nr. 40.879. Eigentümer, Verleger und Herausgeber: Zionistischer Landesverband für Österreich. Wien, I.. Kärntnerstraße 28. — Verantwortlicher Redakteur: Dr. Rudolf Glücklich. Wien. I., Kärntnerstraße 28. — Druck: Vernay AG., Wien, IX.. Canisiusgasse 8—10. ZIONISTEN! JUDEN! jüdischen "ugendbund Gdud-Z’irim HEIME: II., Untere Augartenstraße 35 * VI., Loquaiplatz II * IX., Hörigasse 13 * XII., Arndtstraße 33 * XVII., Rötzergasse 9