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Die Stimme · 1934-06-22 · Heft 363 (22.6.1934) · page 12

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Journal
Die Stimme
Volume
7 (1934)
Issue
Heft 363 (22.6.1934)
Date
1934-06-22
Page
– (sequence 12)
Language
German
Belongs to
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Seit© 12 DIE STIMME Nr. 363. - 22. Juni 1984. KUNSTCHRONIK Joseph Schmidts Triumph imGroßeiftMusikvereinssaal Das Auftreten Joseph Schmidts im Rahmen der Wiener Festwochen, das in dem bis aufs letzte Plätzchen gefüllten Großen Musikvereinssaal ganz im Zeichen eines großen gesellschaftlichen und künstlerischen Ereignisses vor sich ging, gestaltete sich zu einem grandiosen Triumph des berühmten Sängers. Joseph Schmidt kam. sang und siegte. Seine Wunderstimme klang vielleicht noch nie so schon wie an diesem Abend. Eine vielhundertköpfige Menschenmenge hörte, wie von einem märchenhaft schönen Klang verzaubert und verzückt, dem Schmidtschen Singen zu. Schmidt sang italienische Romanzen, Arien aus ..Tosca". der ,,Jüdin", der ..loten Staat'1 u. a. m. Aber es ist eigentlich gleichgültig, was er singt. Mit unvergleichlichem Klangzauber erfüllt er jeden seiner Vorträge. In der Kantilene einer italienischen Romanze ist Schmidt heute kaum zu übortreffen. Diese Weichheit im Ton, dieses schillernde Gold, dieses beseelte Piano sind von solch unermeßlicher Schönheit, daß man gerührt und gebannt diesem Wunder menschlicher Stimme lauscht. Die Recha- Arie zeigte überdies Joseph Schmidt auf unerreichter Höhe. Das Publikum jubelte ihm zu, es tobte vor Begeisterung und erzwang sich immer wieder Zugaben, die Schmidt im Besitze seines Reichtums in verschwenderischer Geberlaune zeigten. Der Abend brachte Joseph Schmidt, dem Künstler und dem über alles sympathischen Menschenkinde, einen gewaltigen, stürmischen Erfolg. j. r. Theodor Herzl, des Schöpfers erstes Wollen Zum Todestage Herzls erschien soeben im F i b a - Verlag (Wien), der sich in lobenswerter Weise immer mehr in den Dienst der zionistischen Literatur stellt, ein eigenartiges, hochinteressantes Werk unter obgenanntem Titel, Der Autor Josef F r a e n k e 1 behandelt hier eine bisher gewiß noch nicht eingehend genug gewürdigte Materie aus dem Leben Theodor Herzls, und zwar dessen Wirken. Streben und Kämpfen als Dramatiker. Wir behalten es uns vor. das schon durch den Reich tum an bisher noch nicht veröffentlichten Briefen und Dokumenten wertvolle, reizend ausgestattete und mit zahlreichen Bildern versehene Werk demnächst einer eingehenden Besprechung zu unterziehen. FILMNACHRICHTEN Max Baer der Welsboxmeister „Der Boxer und die Dame“ als Fest vor.Mining. Der mit Spannung erwartete Max Baer- Film „Der Boxer und die Dame“, erscheint im Rahmen einer großen Festvorstellung, die Montag, den ho. d., um 9.15 Uhr abends, im Schweden-Kino stattfmdet. Regie führt W. S. van Dyke, der berühmte Regisseur von „Weiße Schatten“ und „Trader Horn“, die Hauptrollen werden von Max Baer, Primo Camera, Jack Dempsey, Walter Huston und der reizenden Myrna Loy, gespielt. In Berlin ist der Film unter dem Titel „Männer um eine Frau“ im Capoitol 14 Tage vor axisverkauftem Haus gelaufen und wurde dann verboten, da „die Tatsache, daß ein Jude die Hauptrolle spielt, dem nationalsozialistischen Empfinden widerspricht.“ BeiDrucklegungdesBlattes Berufungsverfahren im Stavsky-Prozeß erst Mitte Juli Jerusalem, 20. Juni. Der Hauptverteidiger im Arlosoroff-Prozeß Horace Samuel ist an Blinddarmentzündung erkrankt und mußte sich einer Operation unterziehen. Mit Rücksicht darauf wird das Berufungsverfahren zur Revision des Urteils gegen Abraham Stavs k y nicht vor Mitte Juli eröffnet werden können. Vorläufig sind vereidigte Gerichtsübersetzer damit beschäftigt, die Zeugenaussagen ins Arabische zu übertragen, da dem Berufungsamt zwei arabische Richter angehören. JÜDISCHER KALENDER zz.—28. Juni 1934 9.—ij. Tamus 3694 Freitag 22. Sabbath-Eingang 7 Uhr jj Samstag 23. Sabbath-Ausgang 8 Uhr 33 Wochenabschnltt s Chukath Zionistischer Vortragskaiender Samstag, 23. Juni 1934 II. Bezirk: Zionistisches Landeskomitee für Österreich, II.. Hotel Continental, Taborstraße 4. Große Herzl-Feier. X. Bezirk: Sektion X., Hasengasse 17. Jugendbund X, %9 Uhr abends, Sichah. Sonntag, 23. Juni 1934 Her zI-Grabgang am Döblinger Friedhof. Montag, 25. Juni 1934 II. Bezirk: Sektion II und Klub Erez Israel, II., Praterstraße 13. Diskussionsabend. 8 Uhr. Mittwoch, 27. Juni 1934 VI. Bezirk: Klub junger Zionisten, Loquaiplatz 11, K9 Uhr abends. Dr, Michael Steinberg: „Theodor Herzls Schöpfung.“ Sektion XII., Kraßmitzky-Mariensäle, Reindorfgasse 3, Herzl-Gedenkfeier. Gedenkrede: Dr. Oskar Grünbaum, Präsident des Zionistischen Landeskomitees für Österreich. Dr. Hugo Groß: „Bericht über meine Palästinareise.“ XVII. Bezirk: Sektion XVI/XVII, Rötzerga-sse 9, Uhr abends. Herzl-Gedenkfeier. Festrede Dr. Tulo Nussenblatt. X. Bezirk: Sektion X, Hasengasse 17, %9 Uhr abends. Max Offner: Palästina, Land und Leute. Donnerstag, 28. Juni 1934 VI. Bezirk: Sektion VI/VII, Loquaiplatz 11, H9 Uhr abends. Herzl-Feier. Dr. Tulo Nussenblatt: „Theodor Herzls Vermächtnis an das jüdische Volk.“ Histadruth Ivrith, II., Kleine Mohrengasse 3. Samstag, den 23. d„ R.3 Uhr abends, spricht Herr Josef Baratz aus Palästina über: „Sch’eloth aktualioth b'Eretz Israel.“ Seminar für neuhebräische Literatur: 7 Uhr abends. Amtliche Verlautbarungen der Israelitischen Kultusgemeinde Israelitische Gottesdienste. 1. Jugendgottesdienst für Volks-, Haupt- und Mittelschüler (Schülerinnen). Samstag, den 23. d., um 3 Uhr nachmittags, in allen Gemeinde- und Vereins-Synagogen. 2. Besondere Jugendgottesdienste für Mittelschüler und -Schülerinnen für Unterklassen im II. und IX. Bezirk. Samstag, den 23. d., um!45 Uhr nachmittags, im Leopoldstädter Tempel, H„ Tempelgasso 5 und in der Vereins- Synagoge, IX., Mtillnergasse 21. KINOPROGRAMME DER WOCHE Uopoidstildter Volkskino T e I e*i) h o n B R*^0-0-23 Vom 22. Juni bin 24. Juni Jan Kiepura in: EIN LIED FÜR DICH Von) 2') Juni bis 20. Juni Greta Garbo in: MENSCHEN IM HOTEL Wochentags 7,6. 7,8, 7,10 Uhi. Sonn u. Felertiigfi ’/,4 Uh) ■wnEBIgt« Semmerprels« Der 30« Todestag Theodor Herzls und der Keren Kajemeth Der Keren Kajemeth, das Lieblingskind Theodor Herzls, hat mehr als alle von ihm geschaffenen Institutionen die Entwicklung genommen, die dem Schöpfer unserer Bewegung vorgeschwebt hat. Er wurde zum wahren Volksfonds, der allen Schichten unseres Volkes dient. Juden Wiens, ehret, das Andenken Theodor Herzls an seinem 30. Todestag in jüdischer Art durch Spenden für den Keren Kajemeth. Die Landeskonimission des Keren Kajemeth. Die Arbeit des Keren Kajemeth Kfar Ussischkin. Bisherige Eingänge der Gruppen (alphabetisch geordnet): Baden 67.60, Brith Bilu 150.—, Bruck-Neurlorf 120.—, Cbajes-Gymnasium 111.50, Eisenstadt 26.80, J. A. V. Emu nah 112.03, Gdud Zirim 3.20, Gordonia 131.31, Innsbruck 74.24, Z. M. V. Jedidäa 100.—, Haschomer Hadati 36.—, Haschomer Hazair 57.32, Hechaluz 99.80, Herzl-Klub 275.20, J. P. Oe. 106.97, Judenstaatspartei 66.—, Jugendgruppe Hietzing 73.30, Jugendverb, radik. Zionisten 25.—, Lese- und Redehalle 16.30, Mirjam 222.20, Misrachi 196.80, Mödling 48.60, Union d. Zionisten Revisionisten 15.—, Sektion I 457.44, Sektion II 854.87, Sektion III 451.60, Sektion Prater 437.93, Sektion IV/V 300.—, Sektion VI/VII 246.72, Sektion VIII/1X 571.20, Sektion X 31.—, Sektion XII/XIV/XV 231.-. Sektion XIII 334.-. Sektion XVIII 784.47, Sektion XIX 89.-, Sektion XX 260.28, Tcheletb Lawan 148.83, Technikerverband 18.—, Tischgesellschaft Meidling 267.—, Verband radik. Zionisten 300.—, „Wizo“ 1767.30, Zirenu 540.78, Sektion Zwischenbriicken 25.30, Zirej Misrachi 18.70. Abrechnung für Klar Ussischkin. Wir ersuchen die Gruppen, Selbstkontingentler und sonstigen Mitarbeiter um Abrechnung der Kfar Ussischkin-Aktion. Wir erinnern, daß in das Sefer Sikkaron (Gedenkbuch) anläßlich der Kfar Ussischkin- Aktion nur folgende Personen, respektive Gruppen eingetragen werden: Sektionen und Gruppen, die mindestens 4 Dunam Boden erlösen, das sind S 1200; größere Jugendgruppen, wenn sie S 600 aufbringen, kleinere S 300. In der Rubrik „Mitarbeiter und Selbstkontingentier“ werden nur diejenigen Personen und Gruppen, die mindestens S 100 aufgebracht haben. Einzelpersonen, wenn sie mindestens S 10 gespendet haben, eingetragen. Es ergeht daher an die Jugendgruppen, respektive Einzelpersonen das Ersuchen, ihre Sammelergebnisse mindestens auf diese Höhe zu bringen. Büchsenleerung. Die Juni-Biichsenleerung findet in der Zeit vom 10. bis 24. Juni statt. Die Büchseninhaber werden daran erinnert, daß nur denstattet werden darf, die eino spejenigen Personen die Leerung gezielte Legitimation vorweisen, welche nur und ausschließlich für die Juni-Leerung Geltung h a t. Die Büchseninhaber werden ersucht, von den Mitarbeitern des Keren Kajemeth unbedingt die Vorweisung der Legitimation zu verlangen. Die Mitarbeiter sind verpflichtet, auch unaufgefordert die Legitimation vorzuweisen. Das Leeren an Sabbatheu, jüdischen Feiortagen sowie an den späten Nachmittagen der Vortage ist absolut unstatthaft. Dr.-Josef-Polatschek-Garten. Auf diesen Garten, der von der Zion. Bezirks- Sektion X inauguriert wurde, sind bisher S 61.50 eingegangen. Silbernes Buch des Keren Kajemeth. David Hauser — Berta Toi toi durch Abraham Bloch, Moses Salzhauer, Gcrschon Schräge und Pinkas Silborhorz (Nr. 233). P i n k a s Silborhorz durch das Präsidium des Keren Kajemeth (Nr. 234). Schiffssammlungen. Auf der letzten Reise der Eroz-lsrael-Auswanderer hat Gg. Hans Kendo den Betrag von S 37.— gesammelt und an das Hauptbüro fiir Rechnung des Keren Kajemeth Österreich abgeführt. Die Gg., dio bei den nächsten Transporten diese Sarnlungen durchzufiihron bereit sind, werden ersucht, sich beim Koren Kajemeth zu melden. BESUCHEN SIE DIE XIV. INTERN. OST¬ MESSE IN LWÖW (Polen) 1. bis 16. September 1934 Sie gehört zum Verbände der intern. Messen und ist von dieser als größte im Osten Europas, sowie als vorzüglicher Coeffizicnt im internationalen Warenaustausch anerkannt. Zahlreiche Begünstigungen, wie einfuhrfreie Contingente, Fahrt- und Flugermäßigungen. Visa gratis, Zollcrleichterungen, usw. Nähere Auskünfte: Die Generalrepräsentanz der internationalen Ostmesse in Lwow, Poin. Verkehrsbüro „Francopol“. Wien, III., Rennweg 1, Telephon U 16-4-90 Orth. PENSION KOHN Balatonssemes am Plattensee (Ungarn) bochliegend, z Minuten vom Karl und Bahnhot, großer sandiger Strand Anerkannt vorzügliche Küche. Verlangen Sie Prospekte. Referenzen in Wien: Oberkantor Simon Weiß, IV., Belvedereg. 42. Izab Preniinger, JV., Rainerg. 2!. S. Stern, II., Taborsfr. f»2a. Dr. R. Weiß, Vl.,MariahiU'erstr. 05. Julius Kohn,Il.,Rembrandtslr. 17/6, Km. Hoffmann, VI., TJnieng. 34. In Bratislava : H. Buxbuum, Zochova 3. In der von der Gesellschaft (IEI-Hahar“ neugegründeten gemeinwirtschaftl. Kolonie in Klar Etzion bei Jerusalem sind einige Einheiten zu je 25 Dunam, auszuzahlen innerhalb 3 Jahren, zu vergeben. Nähere Auskünfte erteilt: Ing. I. laszkowitz III., Landstr Gürtel 19, Tel. B 52-3-58 Eine Stütze, wie eine feste Hand sind alle unsere Mode- und Maßsdiuhe, denn sie sind alle nach orthopädischen Grundsätzen gebaut LEOPOLD JELLINEK nur VII., Burggasse 5 Hut dev „Judäa" nadl NOVS (Dalmatien) 2 Wochen S 125, 3 Wochen S 154 nach VARNA 15. VII. - 13. VIII. 5 175 29. VII. - 27. VIII. - S 175 Auskünfte: Montag bis Freitag 12 bis 1 DJir, Montag bis Donnerstag 6 bis 8 Uhr, Tel. A 25-2-28; „Judäa", IX., Älserstraße 26 Die Elteinvcreinigung der hebräischen fchule d. Zion. Besirkssekt. Leopoldstadt gratuliert herzlichst ihrem Lehrer Herrn Jakob Donner zur Geburt eines Sohnes, der bei der Brith Milah den Namen Arnos erhielt Warten Sie auf das neue, praktische Lehrbuch „Lerne Hebräisch von B e n-C h a v i v erscheint demnächst Friedländer & Deutsch Wien i. Seitenstettengasse Nr 2 Tel. U 28-1-28 XL, Zentralfriedhof, neben dem i. Tor Tel. U 18-0-85 Polen und Rumänien bieten Ihnen schöne Ferien und glänzende Erholnngsinögliclikeiten um wenig Geld. Benützen Sie zur Reise dorthin den verbilligten Sonder-Schnellzug der „Czernowitzer Allgemeinen Zeitung“, welcher am 8. JuLi nach Krakau—Lemberg—Czernowitz und allen Zwischenstationen führt. Dio Rückkehr erfolgt, am 5. August und am G. September. Auskünfte und Prospekte beim Reisediensfc der „Czernowitzer Allgemeinen Zeitung“, Wien, I.. Sehulerstraßo 1—3 („Der Tag“), Tel. R 21-6-78. Wichtig für Polenreisende! Wer angenehme und billige Ferien in Polen verbringen will, der soll die bewährten Sonderfahrten des polnischen Verkehrsbüro „Francopol“, Wien, III., Rennweg 1 (Tel. U 16-4-90), benützen. Aufenthaltsdauer 4 bis 6 Wochen. Paßbegünstigungen auch für polnische Staatsangehörige. Bezugsbedingungen: Monatlich S 1.50, vierteljährlich S 4.20, ganzjährig S 16.—. Für das Ausland: Deutschland vierteljährlich RM 3.— Tschechoslowakei vierteljährlhh Kö 24.—, Jugoslawien vierteljährlich Dinar 40.—, Polen vierteljährlich Zloty 6.50. Ungarn vierteljährlich Pengö 4.20. Rumänien vierteljährlich Lei 120.—. übriges Ausland vierteljährlich Schweizer Franken 4.50. Postscheck-Konti: Österreich Nummer D 113.546, Polen Nr. 191.199, Tschechoslowakei Nr. 500.230. Jugoslawien Nr 40.879. Eigentümer. Verleger und Herausgeber: Zionistischer Landesverband für Österreich. Wien. I,. Kärntnerstraße 28. - Verantwortlicher Redakteur: Dr. Rudolf Glücklich Wien. I., Kärntnorstraße 28. 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