Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 7 (1934)
- Issue
- Heft 364 (26.6.1934)
- Date
- 1934-06-26
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 6 DIE STIMME Nr. 364 — 26. Juni 1034 friilior Veröffentlichungen in dem Danziger nationalsozialistischem Parteiorgan, dem orposten", das ja a.ls Regierungsorgan gelten müsse. Anlaß zu einer Beschwerde gegeben haben. Ferner ersuchte der Vorstand der Jüdischen Gemeinde um Klärung über die Einstellung der Regierung zur Boykottfrage, da zwischen der Rede, die Senatsvizepräsident Greiser zuletzt in der Messehalle gehalten hat, und der Erklärung, die Vizepräsident Greiser am 21. August 1933 über die Lage der Juden abgegeben hat, ein Gegensatz besteht. Greiser hat seine Erklärung vorn 21. August 1933 bekanntlich kurz vor dem Zionistenkongreß in Prag abgegeben. und ihr Bekanntwerden hat die beabsichtigte Wirkung gehabt: sie hat bei den auf dem Kongreß anwesenden jüdischen Repräsentanten aus allen Ländern eine starke Befriedigung ausgelöst und den Wirtschaftsinteressen Danzigs genutzt. Die Zeitschrift .,Danziger Echo“ schreibt in einem Kommentar zu dem Protestschritt des Gemeindevorstands beim Senatsprä .-identen, die seinerzeitige Erklärung Greiscrs habe verhindert, daß die wirtschaftlich interessierten jüdischen Kreise in der Tschechoslowakei ihre seit Jahren Danzig-freundliche Einstellung, die sich für Danzig selbst in dem überaus wichtigen Transitverkehr auswirkt, änderten. Aus Franken Prag, 22. Juni. Die ..Mainfränkische Zeitung" berichtet aus Höchberg: ..Man eolte es kaum für möglich halten, daß es hier immer noch Leute gibt, die von jüdischen Hausierern Waren kaufen. Diese Volksverräter boykottieren bewußt deutsche Geschäfte. Auch Vieh-Juden sieht man wieder recht zahlreich in unserem Ort. Diejenigen, welche Juden in dieser Weise berücksichtigen, sind Volksverräter und öffentlich zu brandmarken, und es wird mit allen Mitteln dafür gesorgt werden, daß dies geschieht. Die Judenfrage wird auch hier noch einmal geklärt; die Auflassung der hieeigen Judenschule haben viele Leute hier bedauert (!). Wir Nationalsozialisten dagegen weinen ihnen bestimmt keine Träne nach, am besten hätten die Juden, als sie hier fortzogen, gleich alles, was hier noch jüdisch ist, mitgenommen. Der Neuanstrich ihrer Synagoge wäre dann überflüssig geworden und die Kosten hiefür hätten sie zum Neuaufbau einer solchen in Palästina verwenden können. Wir Nationalsozialisten haben ja eine Engelsgeduld, aber einmal ist <sie doch zu Ende.“ Dieselbe Zeitung klagt, daß in der Umgebung Würzburgs marxistische Elemente an einigen Gebäuden die „bekannten Schmierereien“ angekleckst hätten. — Saarbrückener „Deutsche Freiheit“ erfährt, daß Nazis Synagoge und Schule in Höchberg mit Hakenkreuzen und Schmutzinschriiften beschmiert hätten, was Neuanstriche seitens der Juden notwendig machte. Die Tat soll nun „Marxisten“ in die Schuhe geschoben w erde n. Treue und Dankbarkeit Palästinensische Zeitungen berichten, daß die Einwohner des deutschen Dorfes Sar o n a (schwäbische Siedler) bei Tel-Aviv beschlossen haben, an Juden keine Z i in rnor zu vermieten. Zugleich wird über einen Vorfall bei einem Vortrag in Sarona berichtet, an welchem auf Einladung des Vortragenden, eines aus Afrika gekommenen Deutschen, a uch zwei Juden a u s T e 1 - A v i v teilnehmen wollten. Die jüdischen Gäste wurden durch die Haltung des Publikums genötigt, sich wieder zu entfernen. Die schwäbischen Templer, die in Palästina zwei Dörfer besitzen, Sarona und W i 1 h e 1 m a, wurden nach der Besetzung 'des Landes durch die Engländer ausgewiesen, ihr Besitz beschlagnahmt. Durch Intervention der zionistischen Exekutive haben sie ihr Eigentum ungeschmälert zurückerhalten und sind durch die Nacbbnrmhaft Tel-Avivs reich geworden. Ihr I)“ bis Bekenntnis zum Hakenkreuz. KUNSTCHRONIK Alex Stein in Wien Der bestbekannte jüdische Schauspieler, das hervorragende Mitglied der „Willi a er Truppe, Alex S t, e i n. weilt, seit einigen Tagen in Wien. Auf Wunsch zahlreicher Freunde und Anhänger von Steins Schauspielkunst, findet F r e itag, den 29. d„ im Theatersaal des „Hotel Stefanie“ eine Aufführung des Dramas Rev. Silber von Schalom Asch statt. Nebst Alex Stein wirkt Frau Magda K a rmen, ehemaliges Mitglied des Josefstädter Theaters, mit. Zionistischer Vortragskalender Mittwoch, 27. Juni 1934 Sektion XII. Kraßmitzky-Mariensäle, Reindorfgasse 3. Hcr/.l-Gedenkfeier. Gedenkrede: Dr. Oskar Grünbaum, Präsident des Zionistischen Landeskomitees für Österreich. Dr. Hugo Groß: Bericht über meine Palästinareisc. XVII. Bezirk: Sektion XVI)XVII, Rötzergasse 9, Vs 9 Uhr abends. Herzl-Gedenkfeier. Festrede: Dr. Tulo Nuesenblatt. X. Bezirk: Sektion X, Hasengasse 17, \4,v Uhr abends. Ing. Otto Braun: Palästina, Land und Leute. Donnerstag, 28. Juni 1934 VI. Bezirk: Sektion YljVIL Loquaiplatz 11, 149 Uhr abends. Herzl-Feier. Dr. Tulo Nussenbiatt: Theodor Herzls Vermächtnis an das jüdische Volk. XIII. Bezirk: Sektion XIII und Wizo, Hietzinger Hauptstraße 22. Cafe Hietzinger Hof. Doktor Z. F. Finkeistein: 40 Jahre nach dem Prozeß Dreyfus. Akademischer Verein jüdischer Mediziner. Am 27. Juni 1934 findet im Kasino Zögetnitz, XIX., Döblinger Hauptstraße 7G, ein Gartenfest mit Tanz statt. Beginn 8 Uhr. Erstklassige Jazz. Bei schlechter Witterung findet die Veranstaltung im Prachtsaal statt. Nach Schluß Autobus nach allen Richtungen. Karten im Hoch-schulausschuß. IX., Alserstraße 26. und bei sämtlichen Funktionären. Mitteilungen des Keren Kajemetli Wien, I., Kärntnerstraße 28, Tel. R 27-3-20, Postsparkaseen-Konto A 100.208. Spezifikation der Bezirks-Sektionen und Gruppen (alphabetisch geordnet). Zentrale S 1317.25. Bnai Brith 12.19, Brith Bilu 55.45, Bruckneudorf 70.—, Chajes-Realgymnasium 51.89, Eisenstadt 2.—, Erez Israel 5.—, Gdud Zirim 15.86, Groß-Enzersdorf 37.—, „Haboneh“ 15.—, Hasehomer Hadati 13.84, Haschomer Hazair 3.47, Hechaluz 70.—, Herzl-Klub 1035.40, Hisfcadruth Gordonia 1.67, „Jedldäa“ 1.80, Judenstaats-Pareit 2.—, Jüdischer Pfadfinderbund Österreichs 2.91, Jugend-Vereinigung radikaler Zionisten 6.49, Krems 29.58, Lackenbach 4.50, Lese- und Redehalle 0-82, „Omer“ 92.45, Sektion I 65.26, Sektion II 121.87, Sektion Prater 37.42, Sektion III 29.—, Sektion IV/V 142.— Sektion VI/VII 20.—, Sektion VIII/IX 245.50, Sektion X 30.—, Tischgesellschaft Meidling 30.—, Sektion XIII 95.—, Sektion XII/XIV/XV 42.14, Sektion XVI/XVII 3.79, Sektion XVIII 110, Sektion XIX 100.—, Sektion Zwischenbrücken 15.—, Tcheleth Lawan 14.07, V. Z. II. Theodor Herzl 52.50, Verband radikaler Zionisten 10.50, „Wizo“ 51.27, Zionistische Jugendgruppe Hietzing 24.—, Zirenu 35.44, Ziroth Misrachi 23.71. Selbstkontingentler und Einzelsammler (alphabetisch geordnet). Aschkenasy, Frau Dr. 28.—, Aschkonas Rosa 20.—, Brormer, Professor Dr. Jakob: ölbäume 45.—, Kfar Ussischkin 15.—, Biele Otto 50.—, Beieer 11.—, Bauer Malka 22.—, Brandes Felicitas 6.—, Donner 22.97, Epstein, Dir. W. 55.—, Fleischmann Geza 40.—, Grübel, Dir. Friedrich 139.—, Grün Lazar 27.—, Grosncr, Dr. Alfred 30.—, Groß-Enzersdorf: Kultusgemeinde Thora-Spenden 37.—, Hochzeit Doktor Hammer 22.—, Hochzeit Dr. Dulborg — Lusia Seher 50.50, Hochzeit Dankner—Weidhofer 10.—, Hochzeit Maximilian Stern— Else Kunstadt (Telegramm und Sammlung) 53.26, Hochzeit Hans Hacker—Elisabeth Gutherz 61.—, Hochzeit Austern—Tauncnbaum 7.—, Hudes Golde 7.22, Herzl-Klub 1000.—, durch Hochstimm: Wette Neumann—Hochstimm 10—, Kohn, Kammerrat Moritz 30.—, Kleinrnann Jenny 70.—, Keßler Heinrich 25.—, Keßler Schaul 10.—, Kultusgemeinde Thora-Spenden 35.15, Kantor, Frau Dr. Amalie 5.—, Kende Hans (Isak), Schiffssammlung 37.—, Löwy, Dr. Alfred 35.40, Liechtenstein Käthe 7.60, Metzger Irma. 20.—, Nassau, Dr. Fritz 5.—, Palästina-Amtgebühren 9.90, Reiß, Frau im Turnverein Makkabi II 7.—. Rothmann Jakob 19.64, Seidemann Gustav 21.—. Singer Moses 6.70, Segall Mauryce 29.—, Silfelfeld 9.50, Schwadron Klara 13.60, Stern, Dr. Kurt 53.26, Schmiedt Jeluida. 31.—, Schwadron Klara 13.60, durch Schräge für Goldbuch Isidor Lebensohn 5.—, Schieber. Dr. Chaim 40.—, Tennenhaus Esther 6.—. Werner, Dr. Georg 15.—, Werner, Dr. Walther 12.19. Wieselberg Leo 16.10. Einzelspender (alphabetisch geordnet). Aschkenasy. Dr. 10.—, Axel Kalmann 5.—, Axel Julius 10.—, Auerbach, Dr. Josef 20.—, Ambor für Garten Dr. Leo Goldhammer 52.50, Aschkenas Zwi 10.—, Bruckneudorf: Bar Mizwah Neuer 70.— (Neuer fiir Sohn 10.—. Neuer für Neffen Berger 10.—, Preiß aus Wien 10.—, Eugen Goldmann 5.—, Dr. Freund 5.—, Wolf Demner 5.—. Neuer 5.—, Neufeld 5.—, Demner 5.—, Weinstein 5,—, diverse 5.—), Bahnt Leo 50.—, Badian Mgr. Max 10.—, Bauer Malka 5.—. Berger. Dr. Josef jr. 5.—, Bick Charlotte und Otto 10.—, Brill Jenö 9.50, Brüll Josef 10.—, Brill J. 5.—, Bronner, Professor Dr. Jakob 10.—, Chajes Saul für Goldbuch Lebensohn 10.—, Czeczowiczka, Dr. 5.—, David Mayer 5.—, Dulberg, Dr. 20.—, Deutsch Benno 24.—. Doll, Dr. Benjamin 27.50, E. R. 10.—, Eidelberg, Dr. 5.—, Friedmann Michael für Dr. Beidalff-Gartcn 22.15, Feldscharek. Frau Tina 10.—, F. N. (durch Dr. A. Grosner) 10.—, Fried 5.—, Fleischmann M. 5.—, Feiger Szymon 5.—. Frey, Dr. für Goldbuch Lebensohn 12.50, Fleischmann, Dr. A. 10.—, Fleischmann Julius 10.—, Fleischmann Geza 10.—, Fleischmann Molly 10.—. Fleischmann, Frau 5.—, Findler Hans 5.—, Gottlieb—Krebs, Hochzeit 6.60, Goldschmiedt, Dr. Heinrich 10.—, Gang Mgr. 10.—, Gottesmannt Dr. 5.—, Grün Lazar 5.—, Grüß, Frau 5.—, Gaspard Simon, Ivfor Ussischkin 10.—. (Di er Betrag wurde im Ausweis 14 irrtümlicherweise unter dem Namen Mgr. M. Oberweger ausgewiesen.) Geier, Doktor N., Thora-Spende 9.50, Glanzmann, Thora- Spende 9.50, Grünmann 11.—, Guttenberg Salomon, Thora-Spende 47.50, Gutherz 10.—, Giskalah Hochzeit 5.—, Ilasko, Dr. Karl 10.—, Herzl-Klub 35.40, Hacker 5.—, Jolles Josef 20.—, Irom Moses, zwei Bäume a. N. Hilde Bachner—Erwin Blau 21.—, Jakob, Dr. Wilhelm 10.—, Karpeles, Dr. Karl 5.—, Kohn, Kammerrat Moritz 10.—, Karpuls, Baurat Doktor 10.—, Kleinmann Jenny 10.—, Klein Berthold 10.—, Kleinrnann Emil 10.—, Kleinmann Lya 5.—, Kiwe, Dr. M. 10.—, Klinger Geza 20.—, Körner 20.—, Körner S. 5.—, Keßler Heinrich 10.—, Keßler Schaul 10.—, Kohn, Dr. Clarisse 5.—, Krupnik Julius: Hochzeit Dankner—Weidhofer 10.—, Kampf Hirsch 5.—, Kindergarten Favoriten für Dr. Josef Polatschek-Garten 30.—, Kanner Simon 5.—, Krausz, Professor Dr. Karl 10.—, Klar, Doktor Benjamin 5.—, Metzker Irma, Hochzeit 10.—, Mannheim, Dr. Julius, ein Baum a. N. Dr. Bernhard und Luisa Dulberg 10.50, Melon D. 10.—, Merwin, Dr. 5.—, Nußbrecher, Doktor Ignatz 50.—, Neumann Georg 5.—, N. N. (durch Frau Dr. Aschkenasy) 10.—, Nadel. Ingenieur Simony 10.—, Neumann Hermann 10.—, Pick II. II. aus einer Kartendifferenz 40.—, Pais, Dr. Mair 5.—, Preis, Dr. Leon 10.—, Pollak Julius 9.50, Rosenthal, Dr. Paul für Goldbuch Dr. Siegfried Plaschkes 50.—, Reiß Max, Thora-Spende 5.—, Selka—Griinleld, Hochzeit 12.—, Sieber Paula anl. Bar Mizwah 5.—, Spitzer, Frau Jenny 10.—, Sperber, Doktor Zeno 10.—, Seidemann Gustav 5.—, Sperling Hans für Goldbuch Lebensohn 5.—, Smetana, Wohlfahrtseinrichtung 5.—, Silber, Frau Regina 10.—, Silber Benno 10.—, Sommer 5.—, Sternberg, Dr. Friedrich 5.—, Stiel 5.—, Steif, Dr. Bcrthold 5.—, Steiner, Ing. 35.—, Stöckel, Dr. Moses 10.—, Stern, Dr. Paul 5.—, Schiller—Goldberger, Hochzeit 8.*—, Schwarz Esther 10.50, Schladina Oskar, Thora-Spende 5.—, Schlichter 5.—, Scharfstein M. 10.—, Sehwoner, Generaldirektor Dr. Benno 15.—, Schwätzer, Dr. Emil 20.—, Schorr Siegmund 5.—, Schnell, Dr. Josef 10.—, Schieber, Doktor Chaim 5.—, Tomehej Jeechurun 10.— und 5.—, Tempelverein Döbling 100.—, Tempelverein Bchma.lzhofgu.sse 20.—, Topf Michael a. N. Erich Gabriel Wolf, ein Baum anl. Pidjon Haben 10.50, Tcnnebaiun Leo 7.50, Tschasny, Dr. Kurt 10.—, Wolf, Ing. Julius 5.—, Weidenfeld Max 5.—, Werner, Hofrat Dr. Ludwig 10.—, Weiß Hugo 5.—, Weiß Rudolf 10.—, Weinstock Sarnuel 10.—, Zappler 10.—. Kinder als Selbstkontingentler. Elimelech Walter Scidmann 2.—, Willi Muhlivver 2.42, Klara Reiß 3.50. NEU ERSCHIENEN --— Z.F.Finkelftein Sddcks-ats&tunden eines füheees 128 Seiten, reich illustriert Preis S 3- Zu beziehen durch den SAWIT RA-VERLAG l.,Wipplingerstr.12 sowie alleBuchhandlungen •. t.v:-yr fr**,'. •' 's ■ ■ V Heute „Der Boxer und die Dame“ Max Bner bringt in dem Film den Schlager „Lueky Fella“ zum Vortrag. ,.L)ev Boxer und die Dame“ erseheint heute im Scliweden-Kino. „Die Canaille“ mit Harry Baur. Der große französische Tonfilm mit dem berühmten Charakterdarsteller Harry Baur erscheint ab 29. Juni in mehreren Wiener Kinns. „Die Schatzgräber vom Missouri.“ Dieser neue George-Ü’Brien-Film der Fox, der eine Goldmine des amerikanischen Westens zum Schauplatz hat, erlebt seine Uraufführung am 20. d. M. im Kreuz-Kino. ■BWBBgaBiiww—a——a»wiuimniiyimiijiiiiwwimiTiiffr.jiwfc Wie erleichtert man das Los des Kranken um wenig Geld? (Vom Chef der Verleihzentrale für Krankenptlegeartikel B a n d a gen - M i k o 1 a s e h.) Die Wirtschaftskrise macht sich mit größter Grausamkeit dort fühlbar, wo es um höchstes Gut geht: um die Gesundheit. Wie schmerzlich cs ist. wenn man die zur Rettung des Kranken und zu seiner Erleichterung notwendigen Behelfe wegen Geldmangels nicht beschaffen kann, weiß nur der. der Kranke leiden gesehen hat, ohne ihnen helfen zu können. In den Zeiten erhöhter gesundheitlicher Fürsorge für den wirtschaftlich Schwachen ist cs nun die Aufgabe der Arzte und der einschlägigen Finnen, den Kranken alle notwendigen Apparato zugänglich zu machen. Tatsächlich, sind heule die wichtigsten Beliebe für die häusliche Krankenpflege gegen eine geringe Leihgebühr zu entlehnen. Gegen eine geringe Leihgebühr gibt ca Rückenlehnen (Bettstützen), um den Kranken höher' zu lagern, Bettheber zum Selbstaufrichten, Krankenbettieehchen. um das Lesen und Essen zu erleichtern und vieles andere. Zürn Beispiel ist. die monatliche Leihgebühr fiir Krankenbetlischchen S 3.—, Bcstrahlungsiampen von S 6.— aufwärts usw. Galvanisierungs- und Faradischc Apparate, Krankenfahrstüiile für Zimmer und Straße, Kloscttstühlo, Luftkissen. Sitz-, Fuß- und Badewannen sind oft unentbehrlich in der häuslichen Kranken-! pflege. Bad Fusch (1231 m) ist nach den weltberühmten Gasteiner Bädern der bekannteste aller Salzburger Badeorte. Seine radioaktiven Heilquellen, die in ihrer Wirkung jenen von Gastein ähnlich sind, haben diesem Orte einen weitverbreiteten guten Ruf verschafft. Seiner anmutigen Lage sowie lohnender Spaziergänge, Ausflüge und Touren wegen wird Bad Fusch auch als Sommerfrische viel besucht. Den Heilsuchendcn empfehlen wir zur Unterkunft Dr. Ardittis Kuranstalt, den Sommerfrischlern das Ilotnl Post, die beide unter gleicher Leitung stehen. Polen «nd Rumänien bieten Ihnen scliöno Ferien und glänzende Erholungsmöglichkeiten um wenig Geld. Benützen Sie zur Reiso dorthin den verbilligten Sonder-Schnellzug der „Czernowitzer Allgemeinen Zeitung“, welcher am 8. Juli nach Krakau— Lemberg—Czornowitz und allen Zwischenstationen führt. Die Rückkehr erfolgt am 5. August und am 6. September. Auskünfte und Prospekte beim Reisedienst der „Czernowitzer Allgemeinen Zeitung“, Wien, I„ Scluilcrstraßo 1—3 („Der Tag“), Tel. R 21-6-78. Ferienreisen nach Polen. Unter bewährter Leitung finden am 1. und 8. Juli i934 billige Reisen nach Polen statt, Krakau, Lemberg, Stanislau usw. Reservierte Plätze, mäßigo Preise. Näheres: Büro Dr. S. Tockcr, L, Kärntnerring 12, Tel. U-40-301. Bezugsbedingungen: Monatlich S 1.50, vierteljährlich S 420, ganzjährig S 16.— Für das Ausland: Deutschland vierteljährlich RM 3.—, Tschechoslowakei vierteljährlich Kö 24.—, Jugoslawien vierteljährlich Dinar 40.--, Polen vierteljährlich Zloty 6.50, Ungarn vierteljährlich Pengö 4.20. Rumänien vierteljährlich Lei 120.—. übriges Ausland vierteljährlich Schweizer Franken 4.50. Postscheck-Konti: Österreich Nutnnier D 113.546. Polen Nr. 191.199. Tschechoslowakei Nr. 500.230. Jugoslawien Nr. 40.879. Eigentümer. Verleger und Herausgeber: Zionistischer Landesverband für Österreich. Wien, I.. Kärntnerstraße 28. — Verantwortlicher Redakteur: Dr Rudolf Glücklich Wien 1., Kärntnerstraßo 28. Druck: Vernay A G., Wien, IX., Canisiusgasse 8—10.