Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 6 (1933)
- Issue
- Heft 311 (30.11.1933)
- Date
- 1933-11-30
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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m smuifc; t 11 IS Sette t /fr. *11 — *6. November 193$ Hl! S;;v '■» < . i t < fi f. . <4 i Der Haschomer Hazair hat einen S p a r t a g für Mlfal Arlosoroff für seine Mitglieder beschlossen. Die bezügliche Parole lautet: Durch persönliche Einschränkung für das Arlosoroff-Werk! An der Aktion beteiligen sich fast alle zionistischen Richtungen. Das Sekretariat der allgemeinzionistischen Jugend inPalästina hat ein aus Petach-Tikwah datiertes dringendes Schreiben an die Hauptleitung der allgemein-zionistischen Jugend in Polen gerichtet, in welchem auf die besondere Wichtigkeit der Aktion hingewiesen wird und die energischeste Mitarbeit der allgemein-zionistischen Jugendgruppen gefordert wird. ln Oesterreich ist die Sammelarbeit in vollem Gange. Einzelne Gruppen und Sektionen erweisen eine besondere Rührigkeit. Es ist notwendig, die nächste Zeit zur Aktivierung aller Kräfte auszunützen und es ist zu erwarten, daß die verantwortlichen .Gruppenleitungen alles daransetzen werden, um in ihrem Arbeitsbereich einen vollen Erfolg der Aktion zu verbürgen. Lord Winterton zieht sich zurfick London. Im Anschluß an die Sitzung des Unterhauses, ln der die Einsetzung des Legislative Council angekilndigt wurde, fand eine Besprechueg der proarabischen Parlamentarier statt. Zu der im Parlamentsgebäude abgehaltenen Besprechung waren zwar zahlreiche arabische Politiker, jedoch von den eingeladenen Parlamentariern nur drei Mitglieder des Oberhauses und drei Mitglieder des Unterhauses erschienen. Daraufhin zog sich der Führer der proarabischen Parlamentsvereinigung, Lord Winterton, von der Besprechung mit der Erklärung zurück, daß er angesichts des von den englischen Parlamentariern bekundeten geringen Interesses die von ihm selbst vorgeschlagene Resolution nicht unterstützen könne. Er sei der Meinung gewesen, daß es sich bei dieser Sitzung in erster Reihe um eine Besprechung von Parlamentariern handeln würde. Da es sich jetzt zeigte, daß die Zusammenkunft einen ganz andern nicht parlamentarischen Charakter habe, könne er sich mit der Aktion nicht länger identifizieren. . . * London, ln Beantwortung der vom Abgeordneten Bamett Jänner im Unterhaus gestellten Frage betreffend die Einwanderung aus Transjordanien nach Palästina erklärte der Minister für die Kolonien, Sir Philip Cunliffe-Lister, daß in den neuesten offiziellen Berichten der Zuwachs der palästinensischen Bevölkerung infolge Einwanderung aus Syrien und Transjordanien im Laufe der Jahre 1922 bis 1931 nicht größer ist als 4000 Seelen. Der Abgeordnete Peter Macdonald fragte, ob es Statistiken über die Zahl der in den letzten Monaten nach Palästina eingewanderten Juden und den Umfang der Einwanderung aus Transjordanien in derselben Zeit gebe. Der Minister antwortete, Ziffern über die Einwanderung aus Transjordanien nach Palästina in letzter Zeit lägen nicht vor. Anfrage im Unterhaus über geplante antiiüdische Maßnahmen In Oesterreich London. Im Unterhaus richtete Colonel Wedgwood an den Außenminister die Frage, ob er bekannt* geben wolle, weiche Erklärung zu der Mitteilung der österreichischen Regierung an die britische Regierung, betreffend die in Oesterreich geplanten antisemitischen Notverordnungen abgegeben worden seL Sir John Simon antwortete, die britische Regierung habe keine Mitteilung der österreichischen Regierung zu dem erwähnten Gegenstand erhalten. Berichtigung In meinem in der letzten Nummer der «Stimme* unter dem Titel «Die jüdische Schule» veröffentlichten Aufsatz muß es in der 2. Spalte, Z. 2 ff. v. o. lauten: «Das Streben nach Einheit und Ganzheit, das jeder echte Erzieher in die Herzen seiner Schüler pflanzt, kann junge Juden, die es wahrhaft erfüllen wollen, nur nach Palästina führen.» Auch ist zu berichtigen, daß das von mir geleitete Institut kein Gymnasium, sondern ein Realgymnasium st. Dr. Viktor Kellner. TOIÄTTI® / IFDIM dkaut mit d&i (Xahface) (Eine «United Artists» Produktion) Nun hat Wien wieder die Möglichkeit die Filme der «United Artists», einer der größten amerikanischen Prpduktionsfirmen, zu setzen. Als ersten Film bringt sie «Der Mann mit der Narbe», einen Unterweitstilm, der aber in seinem Genre unzweifelhaft eine Spitzenleistung darstellt. Unter Howard Hawks* routinierter Regie rollt die Handlung blitzschnell ab. Sie soll zeigen, wie BRIGITTEN AU ER ISRAEL. TEMPEL-VEREIN, Wien, XX., Kluekygasee 11 Fest-Gottesdienst Anläßlich des 80. Geburtstage» des Obmannes Josef Kohn am 10. Dezember 1933, 3 Uhr 46. Mitwirkend: Oberkantor J. Mann aua Brünn, verstärkter Chor der Israel. Kultuagemelnde unter Leitung des Herrn Kurt Fuchsgelb. Karten in der Tempelkanzlei täglich von 4 bla 6 Uhr erhältlich. — Das Reinerträgnla fließt den Vereinen sur Auaspelsung armer Kinder und Brwachaener des 20. Bezirkes zu. die amerikanischen Gangster gar nicht ffit Helden sind, als die sie sonst dargestetlt werden, sondern meist Feiglinge, die ihre Verbrechen aus dem Hinterhalt und in Ueberzähl begehen und dann verschwinden. Einer von ihnen, Scarface, der Mann mit der Narbe, tötet seinen Bandenchef, der ihm zu zaghaft war, und beginnt einen wilden Krieg mit <fcr Konkurrenzbande, der mit Maschinengewehren, die von vorbeirasenden Autos abgeschossen werden, geführt wird. Scarface gelingt es in diesem Kampfe Sieger zu werden und allein die Alkohotversorgung in die Hand zu bekommen. Ate er jedoch einen unbedachtsamen Mord begeht, soll er von der Polizei verhaftet werden. Allein, von aiten Freunden verlassen, wird er, einst der Schrecken der Stadt, zur Memme, die um Gnade fleht und bei einem Fluchtversuch erschossen wird. Diesen Mann spielt Paul Muni, d:r uns ja aus dem Film «Ich bin ein entflohener Kettensträfling» bekannt ist, besonders in der letzten Szene mit höchster Meisterschaft. Seins Partnerin ist die schöne Karen Morley. Auch die übrien Darsteller, Ann Dvorak, Georges Raft u. a. m. geen ihr Bestes. Im Vorprogramm ist Imr B u r g k 1 n o etwas für Wien ganz Neues zu sehen: «Lillys Symphony». Etwas ganz Reizendes hat hier der Zeichner der Micky-Maus-Filme geschaffen, nämlich den farbigen Zeichenfilm. Nicht mehr schwarz und weiß gezeichnet, nein in herrlichen Farben prangend können wir die Geschichte der Arche Noah bewundern. Es ist dies wohl das Vollkommenste, was im gezeichneten Filmr bisher gezeigt wurde. Kein Wunder, daß das Publikum begeistert ist und «Lillys Symphony» sich im Fluge die Herzen aller erobert hat. Auch mit dem Beiprogrammfilm hat die «United Artists» Produktion ihre hohe Qualität erwiesen und man kann auf ihre weiteren Filme hohe Erwartungen setzen. J. P. JUdische Kunststelle II., Aspernbrückengasse 2 Tel. R 48-2-91 — Büro: 9 bis 18.30 Uhr Den Mitgliedern stehen ermäßigte Karten für folgende Theater zur Verfügung: Stäätstheater, Scala, Deutsches Volkstheater, Kammerspiele, Komödie. Theater a. d. Wien. Konzerte: Erica Morini, 5. Dezember, Großer Konzerthaussaal; Moritz Rosenthal, 7. Dezember, Großer Musrkvereinssaa;l Hanigun, jüdischer Mannerchor aus Deutschland, 7. Dezember, Großer Konzerthaiissäal (Wiederholung wegen des Sensationserfolges). Vorträge: Dr. Oskar Rosenfeld, 5. Dezember, Vortragssaaf Mirjam, I., Jordangasse 7, «Jüdische Kunst und Freiheit»; Volksbildungiverefn Jüdisches Volkiheim* Wien, IL* Bltnftaaergasse 1 Oonilirstas. 36. SW. INI 20 Uhr 30, Vort.ag: Dr. ITMl WllfRIII. „Jadentrage u. Mlnderheltenreeht“ 88818181,?. DNIRlDir INS. 2u Ihr 15: KMl ROSirflldaidNiafeind. Ausführende: fflMNill Slljir: . Des Dich teta Werke und Leben'*. Oherkai.tor Gera. Marge lies: (Lieder) Rezitationen aitti vnikommiii Anmeldungen für Abendkurse täglich 18—20 Uhr Wien, II- Hlumauergaese 1 Fritz Grünbaum, 7. Dezember, Vortragssaal Mirjam, I., Jordangasse 7, «Humor als Weltanschauung». Künstlenhaus: Reclame-Ausstefiung. Nach dem geradezu sensationellen Erfolg, den der Chor «Hanigun», die 30 jüdischen Sänger ans Deutschland, mit seinem ersten Wiener Konzert bei Publikum und Presse einstimmig erntete, hat die Konzertdirektion Dr. Hohenberg den Chor für ein zweites Konzert eingeladen, das am Donnerstag, den 7. Dezember, im Großen Konzerthaussaale mit neuem Programm stattfinden wind. Dieses Auftreten ist das letzte Konzert des Chores vor seiner großen Amerika-Tournee. Karen sind an der Konzertkasse Dr. Hohenberg, I., Operngebäude, und an der Konzerthauskasse erhältlich. Konzert jüdischer Musik. Joachim Stutschewsky, der bekannte Violoncefl-Virtuose, Komponist und Propagator jüdischer Musik, veranstaltet am 18. Jänner 1934 im Offenbachsaal unter Mitwirkung von Hanna Schwarz, Israel Brandmann und anderer Künstler ein Konzert neuer jüdischer Musik. Näheres wird noch rechtzeitig bekanntgegeben. Alle jüdischen Verein« werden gebeten, auf dieses Datum Rücksicht zu nehmen und keine Veranstaltungen um diese Zeit anzuberaumen. Eljahu Krybus, der bestbekannte Palästina-Konzertsänger, wirkte beim Festabend anläßlich des einjährigen Bestandes des Bundes jüdischer Frontsoldaten, Bezirksgr. II, am Samstag, den 18. November, mit und erzielte durch den Vortrag hebräischer und jüdischer Lieder sehr großen Beifall. Das Konzertbüro Benno Ue hat Gg. Eljahu Krybus eingetaden, bei der Chanukkahfeier des Bundes jüdischer Frontsoldaten, welche am 17. Dezember *m Großen Konzerthaussaale stattfinden wird, mitzuwirken. Zionistisches Lefcen in Wien Verlautbarungen des Landeskomitees An alle Sektionen und Ortsgruppen Die Bundesregierung hat für (üe Zeit vom 7. Dezember 1933 bis zum 15. Jänner 1934 ein Versammlungsverbot erlassen. Während dieser Zeit dürfen keinerlei Generalversammlungen oder Mitgliederversammlungen stattfinden, ebenso auch keine sogenannten Paragraph 2-Versammlungen. Versammlungen im geschlossenen Raum sind nur dann zulässig, wenn es sich um Versammlungen für nachweisbar wohltätige Zwecke handelt. Die Polizeidirektion hat dem Präsidenten des Landeskomitees die Auskunft erteilt, daß in jedem einzelnen Falle tatsächlich der Nachweis erbracht werden muß, daß es sich um eine Zusammenkunft zu wohltätigen Zwecken handelt und daß für den Fall der Übertretung des Verbotes, Strafen verhängt werden. Der Herr Polizeipräsident hat. das . Recht, gewisse 'Vereinsversämmlungen in Ausnahmsfällen nicht zu untersagen, wenn in vollkommen zweifelsfreier Weise feststeht, daß die Versammlung der Besprechung von unaufschiebbaren rein wirtschaftlichen Fragen dient . Die Polizeidirektion steht auf dem Standpunkt, daß Ausschußsitzungen, Generalversammlungen, Vorträge usw. nicht als unaufschiebbar anzusehen sind und bis nach dem 15. Jänner 1934 verschoben werden müssen. Dagegen sind gesellige Zusammenkünfte in Kaffeehäusern und in den Heimen der Bezirkssektionen ohne weitere« gestattet, falls kein Vorsitzender vorhanden ist, kein Vortrag geihalten wird und die Zusammenkunft lediglich der Unterhaltung, Belehrung und der Geselligkeit dienen. Es sind daher Unterrichtskurse, ferner rein gesellschaftliche Veranstaltungen vom Versammlungsverbot nicht betroffen. Gesellschaftliche Veranstaltungen sind bloß gemäß den bestehenden Vorschriften über Lustbarkeitsabgabe beim Magistrat Wien anzumelden. Es wird jedoch aufmerksam gemacht, daß die Veranstaltung von sonstigen Vorträgen unter das Versammlungsverbot fällt und unstatthaft ist Die Hebräischkurse sind durch da« Versammlungsverbot natürlich nicht betroffen. Die Ortsgruppen werden aufmerksam gemacht, daß dieses Versammlungsverbot vorläufig nur für Wien gilt und daß die Veranstaltungen in der Provinz soweit hier bekannt ist, dem Verbot nicht unterliegen. Die Bezirkssektionen werden aufgefordert, in der mehrfach genannten Zeit gesellschaftliche Zusammenkünfte der Mitglieder in Kaffeehäusern und in den Heimen zu veranstalten. Ab 2. Jänner 1934 wollen sich die Bezirkssektionen wegen der Neufestsetzung von Vortragsabenden mit dem Landeskomitee (Dkr. PikchoLz) wieder ins Einvernehmen setzen, da das Landeakomitee ab 16. Jänner 1934 Werbeveranstaltungen (Versammlungen, Kinovorführungen usw.) durchzuführen gedenkt, ebenso eine Werbeaktion für die «Stimme». Das Landeskontitee (Jugendhüfswerk) eröffnet demnächst ein Jugendheim in Wien, IL, Augartenstraße 35. Die Sektionen, die ein eigenes Heim haben, werden ersucht, auch ihrerseits, soweit dies noch nicht geschehen ist, Jugendgruppen zu bilden. Hiebei ist mit dem Jugendreferenten des Lamdeskomitees das Einvernehmen zu pflegen. Bei. dieser Gelegenheit geben wir bekannt, daß Herr Josef Rundstein aus Palästina mit der Führung unserer Jugend betraut wurde. Gg. Rundstein hat bereits die Arbeit aufgenommeh und‘steht allen Sektionen in Fragen der Jugendorganisation' zur Verfügung. , Grotte Makkabäerfeier Das zionistische Landeskomitee für Oesterreich veranstaltet am Samstag, den 16. Dezember 1933, um %9 Uhr abends im Schwarzenberg-Kasino, Wien, L Schwarzenbergplatz, eine Makkabäerfeier, bei welcher der Präsident der israelitischen Kultusgemeinde Wien, Dr. Desider Friedmann, die Festrede halten wird. Herr Oberkantor Qerson Margolies wird die Chanukkah- Lichter anzünden. Namhafte Kunstkräfte haben ihre Mitwirkung zugesägt, so u. a.: Jakob Feldhammer (Rezitation), Sarah Tomascboff, Bratislava (Gesang), Prof. Julius Wolfsohn (Klavier) usw. usw. Es wird empfohlen, die Karten im Vorverkauf zu besorgen. (Preise der Karten S 2.— bis 5.—.) Karten sind erhältlich: Zion. Landeskomitee, I., Kärntnerstraße 28, Tel. R 27-4-86; Bücherstube Rath, IL, Taborstraße 20a, Tel. R 43-1-58; Klub «Erez-Israel», IL, Praterstraße 13, Tel. R 44-3-45; Jüdische Kunststelle, IL, Aspernbrückengasse 2, Tel. R 48-2-91; Eugen Prager, Herrenmode, 1., Spiegelgasse 25, Tel. R 22-3-90; Wäschegeschäft Epstein, VIII., Skodagasse 30, Tel. B 40-7-78. Zionistische Frauengruppe VIII/IX (Wizo) Einmalige und einzigartige Attraktion für das zionistische Wien Große Kindev-ChmmkHo$eiee welche am fclonntag, den 17. Dezember 1938, um 8 Uhr uachmittags im Festsaal des Hotel Post, Wien, I., Fleischmarkt 24, Eingang Drachengasse, stattfindet. Karten: bei der Mirjam, I., Jordangasse 7, von 5 bis 7 Uhr; Frau Dr. Blauer, IX., Pfluggasse 9, Tel. A 19-6-14; Frau Dr. Finkeistein, IX., Alserstraße 50, Tel. B 41-3-58; sowie bei allen Damen des Vorstandes.!■ II —II——— I— ———i———-»—■————m—iwmmmmmmm—i«II—1 ■ ä