Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 6 (1933)
- Issue
- Heft 306 (26.10.1933)
- Date
- 1933-10-26
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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In Deutschland verboten Erscheint Jeden Donnerstag Redaktion und Administration: Wien, 1. Bei., KMrntnerstraße Nr. 28, Telephon R-27-4-85 Redaktionesohluß: Dienstag abends Bezugsbedingungen: Monatl, S 1.50, vierteljMhrlioh 8 4.20, ganzjährig S 16.—. Für das Ausland: Deutschland vierteljährlich RM 3.—, Tschechoslowakei viertelj. Ko 24.—, Jugoslawien viertelj. Dinar 40l—, Polen viertelj. Zloty 6.50, Ungarn viertelj. Pengö 4.20, Rumänien viertelj. Lei 120.—, übriges Ausland vierteljährlich Sohweizer Franken 4.50. Postaoheek' Konti: Oesterreioh Nr. D 113.546, Polen Nr. 191.199, Tschechoslowakei Nr. 500.230, Jugoslawien Nr. 40.879. V» he he Preis einer Nummer es? JÜDISCHE ZEITUNG 6. Jahrgang Wien, Donnerstag, 36. Oktober 1933 (6. March. §694) Nummer 306 Die nächste Nummer der „Stimme“ erscheint wegen des Feiertages am I. November statt Donnerstag, am Freitag, den 3. November, Rasiere Dich gut und billig oesierreicnisches Qualiiais-FabriHai Ueberall erhältlich m KAtSERSTR. 123 #. ÄLSERSTEL 6 Sl6 - S&- S20.- >PA6 ab WIEN 21. November 1935 Saloniki Volo Piräus Alexandrien Port Said Jaffa Haifa Beyrouth Tripolis Cypem Rhodos Piräus Volo Saloniki D-Zug I Speise -.vagen / Hotel / Auto / Gepäcktransport / 2- bis 4bettige Außenbord-Kabinen / gute Verpflegung Tagsüber Aufenthalt in d. Mittelmeer - Hafenstädten Zusammen ab Wien bei 2ÄM0.- Rückfahrt kann in Palästina wöchentlich innerhalb von 90 Tagen angetreten werden 1 Die bequemste, genußreichste und billigste Palästina-Reise; Prospekte durch „PAG" registr. Gen. m. b. H. WIEN VI.. CAPISTRANGiSSE 2 Sprechstunden nur Dienstag bis Freitag von halb 10 bis 12 Uhr Tel. B 25-3-81 Schriftlichen Anfragen ist intern. Rückportoschein beizulegen Statt 24.000 nur 7000 Zertifikate Jerusalem. Wie der J. T. A.-Vertreter aus zuverlässiger Quelle erfährt, hat das Einwanderungsamt der Palästinaregierung dem Einwanderungsdepartement der Jewish Agency mitgeteilt, die Regierung sei bereit, der Jewish Agency für das laufende Halbjahr Oktober 1933—März 1934 7000 Einwanderungszertifikate auf Grund der Arbeiterschedule zu gewähren, wobei die auf Konto der neuen Schedule bereits ausgegebenen 2000 Zertifikate für deutsche Juden von der neuen Halbjahrsquote ln Abzug gebracht werden würden. Die Jewish Agency hatte für das laufende Halbjahr 24.000 Zertifikate angefordert und ln einem begleitenden Memorandum konkrete Zahlen betreffend den im Lande herrschenden Mangel an Arbeitern genannt. Im Verlauf der zwischen dem High Commissioner nach seinem Wiedereintreffen im Lande upd den Mitgliedern der neuen Exekutive der Jewish Agency stattgefundenen Unterredung machte der High Commissioner geltend, daß das Einwanderungsamt der Regierung auch seinerseits Untersuchungen über die herrschende Arbeitslage angestellt hat und dabei zu ganz anderen Ergebnissen als die Jewish Agency gekommen ist. Die Verhandlungen werden fortgeführt. Der „Deutsche Tag“ in New York verboten New York. Der Bürgermeister von New York J. P. O’Brien hat die Abhaltung des sogenannten «Deutschen Tages» am Sonntag, den 29. Oktober, der als Feier des 250. Jahrestages der deutschen Einwanderung in Amerika gedacht war, verboten. Ursprünglich war der «Deutsche Tag» als Kundgebung aller Deutschen in Amerika ohne Unterschied der Richtung gedacht, und auch der Bund deutsch-jüdischer Vereine sollte an ihr teiinehmen. Später bemächtigte*;,eich auf Veranlassung der deutschen Botschaft die Nationalsozialisten der Sache, wodurch die fortschrittlichen und die deutsch-jüdischen Elemente abgedrängt wurden. Der Führer der deutschen Nationalsozialisten Spanknöbel erging sich in Drohungen gegen die Andersgesinnten und kündigte an, er werde 400 Nationalsozialisten zum Schutze des «Deutschen Tages» ausrüsten. Da nun die Ordnung gefährdet schien und sich weite Kreise durch das Auftreten der Nazi abgestoßen und bedroht fühlten, ist der «Deutsche Tag» verboten worden. 1 \ \MAN—«■im 1 Siedlung in Damaskus. «Alif Ba», die einflußreiche moslemitische Tageszeitung von Damaskus, bringt eine Unterredung mit einem prominenten arabischen Führer aus Palästina, dessen Name nicht genannt wird, über «zionistische Aspirationen, nach Syrien vorzudringen und hier Land zu erwerben». Der palästinensisch-arabische Führer erklärt, die Zionisten hätten Gelegenheit, in Syrien soviel Boden zu erwerben, als sie nur wollen. Moslemitische Großgrundbesitzer in Syrien seien bereit, zionistische Bewerbungen um den Kauf großer Landgebiete zu akzeptieren; sie versprechen sich davon eine Besserung ihrer eigenen wirtschaftlichen Notlage mi der Wirtschaftslage Syriens im allgemeinen. Wenn eine größere Zahl Juden, besonders aus Deutschland, in Syrien Geld investiert, so werden die hieraus resultierenden wirtschaftlichen Vorteile alle anderen Bedenken überwiegen. Mehrere syrische Bodenbesitz«r haben der Zionistischen Organisation Syriens Boden zum Kauf angeboten, und zwar handelt es sich um Gebiete im Hauran, nahe der Palästinagrenze. Die Jüdische Welthilfskonferenz in London London. Die Vorbereitungen zu der für den 29. Oktober vom Joint Foreign Committee des Jewish Board of Deputies und der Anglo Jewish Association gemeinsam mit großen jüdischen Organisationen Europas und Amerika nach London einberufenen jüdischen Welthilfskonferenz sind ln vollem Gange. Die Mehrzahl der zur Konferenz eingeladenen Körperschaften hat bereits zustimmend geantwortet und die Delegationen zur Konferenz nominiert. Die allgemein zugängliche Eröffnungssitzung der Konferenz wird am 29. Oktober morgens Im Hause des Board of Deputies abgehalten werden. Ob Lord R e a d i n g in dieser Sitzung, wie ursprünglich geplant, den Vorsitz führen wird, steht vorläufig noch nicht fest. Im Hinblick auf Gerüchte, denen zufolge von gewisser Seite auf der Konferenz ein Entschließungsantrag eingebracht werden soll, in dem ein Boy- , kott deutscher Waren verlangt wird, erklärt das Vorberei- | tungskomitee, daß ein solcher Antrag, falls er wirklich ge- I »r Thnc Stars“ Kehle» Koke »Anthrazit mmmmmmm höchster ouauthtbh ■■nHHBni Basch. IV- Araenfinievsfr. 22. Tel« Serie U 47-5*40 stellt werden sollte, nicht nur nicht zur Abstimmung gebracht, sondern nicht einmal zur Erörterung zugelassen werden würde, da er mit dem Gegenstand der Beratung, die ausschließlich aufbauender Hilfe für deutsche Juden gewidmet sein wird, nichts zu tun hätte. CompaßTours NEW YORK WIEN PARIS IX., Spital gasse 3 ö. Gesellschaftsreise nach Palästina 1. November 1933 Sonderfahrt mit dem Luxus-Expreßschiff M¥ulcaniaM (36.000 Tonnen) iftl*«b* Roben. N«« in fei, Athen Auskünfte und Anmeldungen: Wien, IX., Spitalgasse 3 Telephon B 42-5-38