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Die Stimme · 1933-10-19 · Heft 305 (19.10.1933) · page 1

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Journal
Die Stimme
Volume
6 (1933)
Issue
Heft 305 (19.10.1933)
Date
1933-10-19
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Heute: Frauenbeilage Seite 7 Erscheint Jeden Donnerstag Redaktion und Administration: Wien, 1, Bet., Kärntnerstraße Nr. 28, Teiephon R-27-4-85 Redaktionsschluß: Dienstag abends Bezugsbedingungen: Monati. 8 1.80, vierteljährlich 8 4.20, ganzjährig 8 16.—. Für das Ausland: Deutschland vierteljährlich RM 3.—, Tschechoslowakei viertelj. Ko 24.-—, Jugoslawien viertelj. Dinar 40.—, Polen viertelj. Zloty 6.50, Ungarn viertelj. Pengö 4.20, Rumänien viertelj. Lei 120.—, übriges Ausland vierteljährlich Schweizer Franken 4.S0. Postscheck - Konti: Oesterreich Nr. D 113.546, Polen Nr. 191.199, Tschechoslowakei Nr. 500.230, Jugoslawien Nr. 40.879. In Deutschland verboten V.b.b. Preis einer Hummer »9 JÜDISCHE ZEITUNG 6. Jahrgang Wien, Donnerstag, 19* Oktober 1933 (09* Tlschri §694) Nummer 30§ OllOIIOIIOIIOIIOIIOilOIIOIIOIIOIlOIIO 9 .um 0 0 ö 2 WM Ile TreMsHe 0 0 beim Bankhaus 0 0 Or. Thausing & Schlesinger 0 I., Tegetthoffstraße 4, Tel. R 23-3-92. OllOIIOIIOIIOIIOIIOIIOIIOIIOIIOtlOIIO Rasiere Dich gut und billig SMS oesierreicniscnes Quaiiiais-raDribai Ueberall erhältlich New York Compass Tours York Wien Paris Wien IX. Spitaluasse 3 6. Gelelllchafts nach Palästina 1. November 1933 .mit dem Luxus- ExpreBschiff ^Vulcania^ (36.000 Tonnen) Aber Rom, Neapel, Athen Auskünfte und Anmeldungen: Wien IX., Spitalgasse 8 Telephon B 42-5-88 Ein brennendes Palästina-Problem JKangel^an^Jüdis^er^^rbeiierbänden Tel-Awlw. Delegierte der Arbeiterräte Ln den Städten und in den Kolonien Palästinas haben zusammen ndt Vertretern des Zentralkomitees des Verbandes landwirtschaftlicher Arbeiter und der Kolonisationsabteilung des Merkas Chaklal eine Konferenz abgehalten, in der beschlossen wurde, im Hinblick auf den ernsten Mangel an jüdischen Arbeitern ln der Landwirtschaft von den Arbeitgebern im ganzen Lande zu verlangen, daß sie Bau- und andere öffentliche Arbeiten zweiter Wichtigkeit auf einen späteren Zeitpunkt verschieben, um überschüssige Arbeitskräfte für die unaufschiebbaren landwirtschaftlichen Arbeiten freizumachen. Der Mangel an jüdischen Arbeiterhänden ist jetzt zu einem brennenden Problem in Palästina geworden. Am ernstesten Ist die Lage dfesbezügticti in den Pflanzerkolonien. Aber auch kn städtischen Baugewerbe und in den ihm angeschlossenen Handwerkszweigen, wie Tischlerei, mechanische Werkstätten, Eisenbearbeitung, Tapeziererwerkstätten u. ä. m., fehlt es an Arbeiterhänden. Jiidisdie Dodenkfiufe in Palcisdina Jerusalem. Wie der arabischen Tageszeitung «Fa- I e s 11 n» aus Beisan berichtet wird, steht die grundbücherliche Eintragung von jüdischen Bodenkäufen im Gesamtausmaße von 29.000 Dunam im Distrikt Beisan unmittelbar bevor. Dieser Meldung zufolge sollen 10.000 Dunam im Beisan-Tal, 4000 Dunam im Gebaa-Geblet, 2800 Dunam kn Basthouwaoui-Gebiet, 8200 Dunam im Bouatton-Gebiet und 4000 Dunam im Ghazzawia-Gebiet aus arabischen in jüdische Hände übergegangen seän. Jaffa. Nach der Meldung der arabischen Zeitung «Marat-el-Schark» sollen Juden vor kurzer Zeit 5000 Dunam Boden in Berseba (Süd-Distrikt) gekauft haben. Eine Bestätigung dieser Nachricht war nicht zu erhalten. Nach bisher unbestätigten Gerüchten sollen noch im Norden Palästinas Juden einen größeren Bodenkomplex gekauft haben. SHe ‘Unsidkertkeit Fremder in &euisdtfand London. Der südafrikanische Staatsangehörige König, ein Jude, wurde in Frankfurt a. M. wegen Verweigerung des Hitler-Grußes von SA-Leuten schwer mißhandelt. Auf Einschreiten des britischen Konsulates drückte der Polizeipräsident Frankfurts sein Bedauern aus und versprach die Entlassung der schuldigen SA-Leute sowie Vergütung der ärztlichen Kosten an den Mißhandelten. Prag. Die dem heutigen Deutschland nicht unfreundlich gegenüberstehende Zeitung «Bohemia» bringt den deutschen Behörden den dokumentarisch belegten Fall der schweren Mißhandlung des in Chicago geborenen jüdischen Matrosen und Boxers Zlsu Feinstein, der rumänischer Staatsbürger ist, zur Kenntnis. Feinstein nächtigte in der Nacht zum 8. September im Berliner Männerheim in der Germannstraße. Als er morgens vor der Tür stand, nahte sich dem Heim ein Zug Hitler-Jugend. In diesem Augenblick schlug der Leiter des Heims, dem bekannt war, daß Feinstein Ausländer ist, diesem mit einem großen Brotmesser über den Kopf, so daß Feinstein eine klaffende Stirnwunde davontrug und vom 8. bis 18. September im Städtischen Kranken- Wegen verbotenen Schächten» zu vier Monaten Gefängnis verurteilt Leipzig. Das Leipziger Amtsgericht hat den jüdischen Privatlehrer Jacob Jakobowitz wegen Vergehens gegen § 1, Abs. 1, des Reichsgesetzes über das Schlachten von Tieren vom 21. April 1933 zu vier Monaten Gefängnis, seine Frau wegen Beihilfe zu 50 Mark Geldstrafe verurteilt. Jakobowitz war von der Polizei überrascht worden, als er mit seiner Frau Hühner schächtete. Das Gericht war der Meinung, daß ein außerordentlich grober Verstoß vorliege und ging deshalb weit über die Mindeststrafe hinaus. haus damiederlag. «Bohemia» sagt den Berliner Behörden, es sei Ihnen ganz leicht, in diesem klar liegenden Falle das Nötige zu veranlassen. ab WIEN 2«. November 1933 tt Thvtttt Slave Kohle Kokt •Anlhrazif Saloniki Vola Piräus Alexandrien Port Said Jaffa Haifa Beyrouth Tripolis Cypem Rhodos Piräus Volo Saloniki D-Zug / Speise-. :.gen / Hotel / Auto / Gepäcktransport / 2- bis 4bettige Außenbord-Kabinen / gute Verpflegung Tagsüber Aufenthalt in d. Mittelmeer - Hafenstädten Zusammen ab Wien bei 2 Klasse Sctiiii s hl- Rückfahrt kann in Palästina wöchentlich innerhalb von 90 Tagen angetreten werden! Die bequemste, genußreichste und billigste Palästina-Reise; Prospekte durch „PAG" reglstr. Gen. m. b. N. WIEN VI.. CAPISTRAKGASSE 2 HÖCHSTER OUAtBTÄTEN Sprechstunden nur halb 10 bis 12 Uhr Dienstag bis Freitag von Tel. B 25-3-81 Bosch» IV. Arqenlinterslr« 22« Tel. Sorte U 41-5-40 i Schriftlichen Anfragen ist intern. Rückportoschein beizulegen 798154

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