Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 6 (1933)
- Issue
- Heft 302 (28.9.1933)
- Date
- 1933-09-28
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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fette 19 DIB STIMM® Nr. 302 — 28. September 1933 Die Nazi In Chile Ein Lener unseres Blattes stellt uns einen Brief aus Santiago de Chile zur Verfügung, in dem es u. a. heißt: «Die hiesigen Deutschen haben sich zum größten Teile der Nazibewegung angeschlossen. Sie haben Wanderredner und machen im Radio Propaganda. In den deutschen Schulen und Kirchen wird über Hitler gesprochen. Sie suchen auch unter der chilenischen Bevölkerung Anhänger für die nationalsozialistische Bewegung. Die hiesigen Juden führen den in einer großen Versammlung beschlossenen Boykott, so weit es möglich ist, durch und suchen sich andere Geschäftsverbindungen in U. S. A., Frankreich, England usw. Gestern gab es hier eine Messerstecherei zwischen Kommunisten und Nazi, letztere vorwiegend Deutsch-Chilenen.» Ahasver in Wien Der Keren Kajemeth Lejisrael Wien hat sich entschlossen, die in vielen Orten Deutschlands und der Tschechoslowakei mit sehr großem Erfolg aufgeführte zionistische Propagandarevue «Ahasver» unter der künstlerischen Leitung von Isi Reiß am 15. Oktober zur Aufführung zu bringen. Di« zionistische Bevölkerung Wiens hat hier zum erstenmal Gelegenheit, ein neues Werbemittel für die zionistische Idee kennenzulemen. Ueberall, wo «Ahasver» aufgeführt wurde, hat er große Begeisterung erweckt. Die Aufführung des «Ahasver» während des Kongresses in Prag erwies, daß es sich hier um eines der besten Werbemittel für die eionistische Idee handelt. Wir erwarten, daß die gesamte zionistische Bevölkerung Wiens sich diese Aufführung ansehen wird. Alles Nähere (Ort und Kartenvorverkauf) wird m der nächsten Nummer bekanntgegeben werden. Hebräisches Lesebuch Ans der Heiligen Schrift, II. Tefl. Für den Israel. Religionsunterricht an den Mittelschulen von Prof. Dr. Manfred Papo (Phaddon-Verlag, Wien 1933) Das Studium der Bibel in der hebräischen Sprache ist für Juden ähnlich wie für Italiener das Studium der Werke Dantes und Petrarcas. Keine tote philologische Arbeit. Das hat Prof. Papo, ein Spaniole, schon im I. Teil, in der Auswahllektüre des Pentateuch bewiesen, die mit wahrer Begeisterung von der jüdischen studierenden Jugend aufgenommen wurde. Freilich, die Mithilfe der Eltern wird hier erbeten. Würden die Eltern, angeregt durch das Lesen der einzelnen biblischen Stücke, nach dem hebräischen Studium greifen, dann würde mit dem Erlernen des Hebräischen ein Entzücken über so viel Schönheit der Bibel Hand in Hand gehen, ein inneres Reicherwerden, ein sehnendes Denken und Fühlen, das dann durchs Leben zur Erfüllung wird. Das Buch Papos enthält eine kurze, aber sehr leichtfaßliche Grammatik und ein gutes Wörterbuch für die Auswahlstücke, alles so schlicht, einfach und leicht er- .ernbar, daß man ausrufen könnte: Hebräischlernen ein Vergnügen. Ich Jioffe, daß man in den oberen Klassen der Mittelschule die ganze Chrestomathie wird durchnehmen können. Dann wird das Verlangen nach einem hebräischen Sprachlehrbuch ä ia Rath von selbst kommen. Aber dann wird rin drittes Buch notwendig werden: eine Chrestomathie für die Privatlektüre der reiferen jüdischen Jugend. Außer Auszügen aus Hiob, Kohelet werden wir darin die schönsten Teile der Sprüche der Väter, einzelne Mischnapartien, synagogale Gesänge, Gedichte Halevis, Gordons, Bialiks, Prosastücke Smolenskis, Achad-Haams, Feierbergs, Klausners usw. finden müssen. Das alte Judentum hat mit der Thora das Studium des Hebräischen begonnen. Es tat sehr gut daran. Aber dann kam schon das Talmudstudium und die Propheten wurden zwischendurch gelernt. Die Schule hingegen verlangt Methodik, die m den Büchern Papos gewahrt wird. Die geisttötende Schulmeisterei, das mechanische Ablesen der Uebersetzungen wird als Gespenst nicht mehr am Horizont X. Geringe Beiträge 2. Hohe Versicherungssummen 3. Keine Wartezeit daher sofortige Wirksamkeit 4. Volle Garantie der Lebensversicherungs^esellschaft „Phönix“ des jüdischen Schülers auftauchen. — Die prophetischen Stücke bergen in sich Geheimnisse, aus denen sich die Form aller Zeiten zusammensetzt. Sie können der jüdischen Jugend ewig neue Hochziele stecken. Ein Ausbauen und Behaupten der geistigen Schätze, die uns zugefallen. Prof. Dr. K. Kupfer. Die Kldder-Stelle der Fürsorge-Zentrale bittet dringendst um Zuweisung von brauchbaren Bekleidungsgegenständen jeder Art, Wäsche, Schuhe usw., für Männer, Frauen und Kinder. Telephonische oder schriftliche Benachrichtigung erbeten an die Fürsorge-Zentrale der isr. Kubusgemeinde Wien, I, Seitenstettengasse 2, Telephon U 25-5-85, welche die Abholung veranlaßt. Mitteilungen des Keren Ka]emeth Wien, I., Kärntnerstraße 28, Tel. R-27-3-20, Postsparkassen* Konto A 100.208. Ausweis Nr. 18. Summe der Eingänge vom 1. bis 31. August S 2.980.06 «Hozaoth» (Aktion des «Herzl-Klubs») vom 1. bis 31. August.„ 126.— Summe der Eingänge von Rosoh Haschanah 5693 . . .. 104.208.73 Summe der «Hozaoth» von Rosch Haschanah 5693 .23.171.78 Spezifikation der Eingänge nach Spendenarten. Büchsen .S 1581.56 Goldbuch .. . , „ 457.— Allgemeine Spenden.„ 327.06 Baumspenden 279.92 Silberbuch 191.20 Thoraspenden 120.50 Imitaschen. 22.82 S 2980.06 «Hozaoth».. 126.— S 3106.06 Goldbuch S 457.—. Für G. B. Gisela Schor 70.—; für G. B. Meier Henisch: Rosa Weinreb 5.—; Sammlung durch Saul Weinreb bei Hochzeit Henny Henisch-Albert Eschkenasy S 32.— (M. Henisch 10.—, Moscher 2.—, üruschka 2.—, Dr. Podhorzer 2. —, Bauer 5.—, Krieger 2.—, diverse 9.—); für G. B. Hermann Schwarz: Ergebnis der Veranstaltung in Vöslau durch Mina Göttinger-Frieda Nemon 200.—; für G. B. Dir. G. Wittlin durch die Mitarbeiter der Füialdirektion 11 des «Phönix» 150.—. Allgemeine Spenden S 327.06. Laura Gutschy 3.—; Julius Fantl 4.—; Dr. B. Gottlieb 20.—; Val. Morawetz 2.—; Arthur Reichenbaum 4.—; Otto KnoII 2.—; Hochzeit Karauer-Steiner 28.10; Hochzeit Seidner-Freund 5.80; Hochzeit Dr. Kläger-Blitz 15.80; Sammlung in Felbring durch Griffel 5.—; Sammtung in Felbring durch Dr. P. Brück 3.30; Julius Fantl 2.—; Altmann <5 Kühne 2.—; Franz Pokorny 3.—; Irma Gold 20.—; Hochzeit Alfred Feßler-J. Maß 6.—; Hochzeit Nandor Wortsmann-Trude Oeger 5.50; Hochzeit Regine Glücksmann-Robert Götzel 4.—; Sammlung bei Herzl-Feier durch Baden 8.31; durch Hans Lang, Graz, 4.45; Sammlung bei Hochzeit Kaufer-Davidsohn durch Hansi Goldschläger 40.—; durch Hansi Reinisch, Klagenfurt: M. Spierer, Völkermarkt, 20.—, N. Scharfberg, Eisenkappel, anläßlich der Geburt eines Sohnes 20.—, Leo Linker, Klagenfurt, 5.—, Sammlung bei der Trauerfeier für Arlosoroff 13.50; durch Trude Pollak, Salzburg, 3.20, Richard Ornstein, Salzburg, 10.—, M. Sonn, Salzburg, 2.—; Hans Heller 2.—; Gemeindevermittlungsamt Brigittenau 2ls Buße in Sachen Goldenberg-Zuckermann durch Dr. Plaschkes 25.—; Gisa Reiß 5.—; Sammlung bei Hochzeit Zimmels- Edelsfein 5.20; Sammlung im Turnertempel am Tischa b’Aw 3. —; Dr. Jäckel 4.90; durch Ing. S. Ehrlich 11.— (Heinrich Kohn 5.—; Dr. Philipp Adler 3.—, Schmerl Preminger 3.—); diverse 9.—. Baumspenden S 279.92. Für Oskar Rosner-Garten: Sammlung am Tischa b’Aw 18.29; Frau Prof. Helene Halberstamm 1 Baum a. N. Marietta Leiter anläßlich ihres Todestages äm 24. Juli 1920 10.50; 5. K«ine Nebengebühren 6. Keine ärztliche Untersuchung 7. Unverfallbarkeit nach zweijähriger Beitragszahlung 8. Keine Aufnahmegebür Dr. Adolf Leser 1 Baum a. N. E. L. 10.50; Frau L);. Pollak 1 Baum a. N. Berta Rokach anläßlich ihrer Vermählung 10.50; für den Ernst Pollak-Garten anläßlich Bar Mizwah Paul NeuwirtJi durch Familie Pollak 10.50; Trude Pollak für obigen Garten 21.—; Hans Heller für Löbl Taubesüarten 6.63; Ottilie Gröbel a. N. Dr. Viktor Singer für nicht angenommenes Honorar im Wizo-üarten 10.50; Sammlung durch Pinkas Eckert auf dem Schiff 13.—; für Garten Hermann Schwarz durch «Ahawath Achim»: Hermann Schwarz 40.—, Verein «Ahawath Achim» 118.—; 1 Baum a. N. Emst Spitzer s. A. anläßlich seines Ablebens 10.50 (Sektionskasse 3.20, Sammlung Schaffer 4.—, Sammlung Rothmann 3.30). Silbernes Buch S 191.20. Hochzeit Apteker-Wagner 30.—; durch KKL.-Kommission Eisenstadt f. S. B. Dir. Jakob Buxbaum 79.20 (Ober- Medizinalrat Dr. Pap 5.—, Sammlung durch Berthold Zehngut 5.—, Dr. Franz Reich 3.—, Dr. Hans Grimm 2.—, Adolf Markus 3.—, Leopold Brunner 2.—, Dr. Alfred Fürst, Oskar Gerö, Oberlehrer 2.—, Eugen Hirschler 2.—, E. u. H. Zehngut 2.—, divers? 44.60, Sammlung in Lackenbach 6.60; Hochzeit Dr. Otto Wohlmann-Regi Neumann durch Dr. Willi Schorr-Fritz Müller 82.— (Neumann 10.—, Dr Schorr 3.—, Griffel 2.—, Rot 2.— , B. T. 3.—, Regine Wohlmann 5.—, S. Müller 5.—, Dr. Brüller 2.—, Dr. Ernst Stengel 5.—, Wohlmann 2.—, diverse 43.—). Thoraspenden S 120.50. N. Brüll 9 50; «Tefilath Jeschur.un» Körner 24.—; «Chewra Beth Hatfilah» 82.—; «Beth Jakob» 2.—; Puder- Schul 2.—; diverse 1.—. Imitaschen S 22.82. Dr. Kurt Stern 9.—; Dr. Edgar Breitner 7.31; Heinrich Zehngut 2.—; Lydia Löwy 2.—; diverse 2.51. Eine neue Musiklchranstalt für Klavier Der bekannte Pianist, Komponist und Pädagoge Professor Julius Wolfsohn hat die künstlerische Leitung und den Unterricht in den Ausbildung»- und Konzertklassen in der neuen Musiklehranstalt für Klavier, die am 1. Oktober eröffnet wird, übernommen. Dortselbst findet auch ein Staatsprüfungskurs statt. Als besonders beachtenswert ist (den Intentionen des Künstlers entprechend) die Berücksichtigung der Klavier- und Kammermusikliteratur der neuen jüdischen Musik im Repertoire des Unterrichtsstoffes, der ansonsten dem der Staatsakademie entsprechen wird. Anmeldungen und Auskünfte täglich Wien, III., Hintzerstraßc 8 (Eingang Pfarrhcfgasse 16). Tel. U-16-1-32. Prospekte gratis. Amtliche Verlautbarungen der Israelitischen Kultusgemeinde Wien Anläßlich des kommenden Versöhnungsfestes werden in nachbenannten Gemeinde- und Bezirkssynagogen sowie temporären Betveranstaltungen der Israelitischen Kultusgememde Wien am Freitag, den 29. September 1933 (Vorabend), bezw. Samstag, den 30. September 1933 (Versöhnungstag), Predigten abgehalten, und zwar: I., Seitenstetteng. 4: Oberrabbiner Dr. D. Feuchtwang. I., Drachengasse 1 (Festsaal des Hotel «Post»): Inspektor Oehler. 1., Dumbagasse 3 (Großer Musikvereinssaal): Rabbiner Dr. A. Kaminka. 11., Tempeigasse 5: Oberrabbiner Dr. I. Taglicht. II., Taborstraße 6 (Festsaal des Hotel «Continental»): Rabbinatskandidat Dr. Benjamin Klar. 11., Pazmanitengasse 6 (am Vorabend und zu Maskir): Rabbiner Dr. Z. Taubes. . 111., Marxergasse 17 (Großer Sofiensaal): Rabbinatskandidat Dr. J. Z. Kanner. III., Untere Viaduktgasse 13 (zu Maskir und Ansprache vor dem Neilohgebete): Rabbiner Prof. Dr, K. Kupfer. V. , Siebenbrunnengasse la (am Vorabend und zu Maskir): Rabbiner Dr. M. G. Mehrer. VI. , Schmalzhofgasse 3: Rabbiner Dr. I. Drobinsky, VIII. , Neudeggergasse 12: Rabbiner Dr. M. Bauer. IX. , Müllnergasse 21 (zu Maskir): Rabbiner Dr. A. Z. Schwarz. X. , Humboldtgasse 27: Rabbiner Prof. Dr. A. Weiner. XL, Braunhubergasse 7: Rabbinatskandidat Dr. S. Margulies. _ XIII., Eitelbergergasse 22: Rabbiner Dr. M. Lewin. XV. , Turnergasse 22: vertretungsweise Prof. Dr. Manfred Pepo. XVI. , Hubergasse 8: Rabbiner Dr. J. M. Bach. XVIII., Schopenhauergasse 30 (Vorabend): Rabbiner Dr. A. Z. Schwarz. XIX. , Dollinergasse 3 (am Vorabend und zu Maskir): Rabbiner Prof. Dr. A. Frankfurter. XX. , Kluckygasse 11 (am Vorabend und zu Maskir): Rabbiner Dr. B. Murmelstein. XXL, Holzmeisterg. 12: Rabbiner Dr. M. Rosenmann. Das Friedhofamt der Israelitischen Kultusgemeinde Wien gibt bekannt, daß feiertagshalber die israelitischen Friedhöfe am 5., 6., 12. lind 13. Oktober d. J. für den Gräberbesuch geschlossen bleiben. Austritte aus dem Judentum Hauser Oskar, geb. 10. September 1891, Wien, g. g., XVIII., Weimarerstraße 4. — Stern Grete, geb. 2. Februar 1916, Wien, ledig, XVIII., Währinger Gürtel 75. — Modern Gertrud, geb. 5. November 1913 ledig, VIII., Lederergasse Nr. 22. — Kriegeis Ernestine geb. Steinau, geb. 1. Jänner 1895, Lemberg, g. g., II., Praterstraße 12. — Götzl Ella, geb. 7. April 1909, Wien, ledig, 11., Obere Donaustraße 12. — Dinkelspiel Dr. Max, geb. 12. Juli 1898, Triest (Italien), ledig, I., Kärntnerstraße 32. — Brück Rosalia, geb. 27. Juni 1900, Wien, ledig, V., Margaretengürtel 10. — Toker Mar* gai'ete geb. Bovinsky, geb. 14. Juli 1899, Hussowitz, XX., Allerheiligenplatz 12. — Mezel Gisela geb. Faludi, geb. 20. April 1886, Oedtnburg, IV., Favoritenstraße 12. — Arnold Jeanette, geb. 3. November 1899, Stanislau, ledig, V., Blechturmgasse 26. — Ellas Karl, geb. 4. Oktober 1902, Wien, ledig, I., Elisabethstraße 13. — Walter Alolsla geb. Prohaska, geb. 23. Jänner 1901, Wien, II., Ausstellungsstraße 31. — Klaar Friedrich, geb. 17. Deaember 1887, Wien, IX., Pelikangasse 10. Rücktritt! Am 13. September 1933: Leon Menasclte, II., Tempelgasse 8, geb. 5. (uni 1892, Ferdinand, Bulgarien. Der „FAMILIENSCHUTZ“ wird von der Wiener Kultusgemeinde befürwortet „FAMILIENSCHUTZ“ Gemeinnützige Vereinigung f. Familienfürsorge Wien, 11., AQfrernbrückengasse Nr. Z Telephon R 43-5oo Durch Monatsbeiträge von S 1.—- bis 10.— kann man bei uns sicherstellen: Studienbeiträge für Töchter und Söhne. Ausstattungsbeiträge für Töchter, Vorsorge für das Alter und für die Hinterbliebenen Unsere Vorteile: fcUgentUmei, Verleget und Herausgeber: Zionistischer Landesverband für Oesterreich, Wien, l., Kärntnerstraße Nr 28. v«-iant wörtlicher Redakteur« Dl. Sigmund Finkeistein. Wien, L, Kärtnerstraße Nr. 28. — Druck: «inva>, Wien, Vll„ Lerchenieiderstraße Nr. 1,