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Die Stimme · 1933-09-01 · Heft 298 (1.9.1933) · page 10

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Journal
Die Stimme
Volume
6 (1933)
Issue
Heft 298 (1.9.1933)
Date
1933-09-01
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Sette m DIE STIMME Nr. 298 — 1. September 1933 Aus €tex-Jsraet Der neue Oberrabbiner der Agudaftt Dem Ende August in Palästina ein getroffenen neuen öbemabbiner der Agudah, Jisroel Rabbi Joseph Zwi Düse h i n s k i, wurde bei der Landung in Jaffa ein enthusiastischer Empfang bereitet. Gegen die Einschränkung der Einwanderung Der Stadtrat von Tel-Awiw hat eine Resolution gefaßt, in der gegen die neue Einwanderungsverordnung der Regierung schärfster Protest erhoben wird. Für Sabbathruhe Im Heiligen Land Eine Delegation, bestehend aus dem Vorsitzenden des Waad Leumi Isaak Ben Zwi, dem Bürgermeister von Tel-Awiw Meir Dizengoff, Oberrabbiner Kook und den Rabbinern Uziel und Aaronsohn aus Tel-Awiw, überbrachte dem High Commissioner die Forderung nach Erlaß einer Sabbathschutzverordnung für das jüdische Palästina. Durch eine solche Verordnung soll in den jüdischen Gebieten, insbesondere in Tel-Awiw, das Offenhalten von Geschäftsläden am Sabbath untersagt werden. Der High Commissioner brachte seine Sympathie für diesen Vorschlag zum Ausdruck. * Wegen unerlaubter Straßenansammlung, Widerstand gegen die Polizei und öffentlicher Ruhestörung standen a c h t M i t g 1 i e d e r der Gesellschaf t fürSabbathschutz vor dem stellvertretenden Distriktskommissar von Jaffa. Die Beschuldigten hatten an einem der letzten Samstage versucht, den Straßenverkehr in der Allenby-Street aufzuhalten. Sie wurden verhaftet, jedoch gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt. Berliner jüdischer Chirurg nach Tel-Awiw berufen Dr. Max Marcus, Privatdozent an der Berliner Universität, der zuletzt als leitender Chirurg am Berliner Krankenhaus am Friedrichshain tätig war, wurde als chirurgischer Chefarzt an das Krankenhaus der Hadassah in Tel- Awiw berufen. «Jüdische Ecke» auf einer historischen Ausstellung Anläßlich des 7. internationalen Historikerkongresses, der dieser Tage in Warschau abgehalten wurde, wurde auch eine Ausstellung historischer Werke veranstaltet. Das Jiddische wissenschaftliche Institut hat auf dieser Ausstellung eine «Jüdische Ecke» zusammengestellt, in der alle seit dem Jahre 1918 erschienenen Neuausgaben von Büchern und sonstigen Schriften historischen Charakters ausgelegt sind. Das neue Unterrichtsjahr am Wiener Hebräischen Pädagogium Das Hebräische Pädagogium in Wien eröffnet im Oktober 1933 sein 16. Unterrichtsjahr. Im letzten Jahre ist eine vielversprechende Reorganisation des Pädagogiums vorgenommen worden und dank einer Subvention der Kultusgemeinde und der Opferfreudigkeit der Lehrer konnte der volle Lehrbetrieb aufrechterhalten werden. Die Hörerzahl ist seither beträchtlich gestiegen. Auch für die Zukunft ist der Bestand der Anstalt gesichert. Der Umstand, daß das Hebräische Pädagogium seinen Sitz in Wien hat, also in einer Stadt mit vielen allgemeinen Bildungsmöglichkeiten, übt gerade auf Hörer aus osteuropäischen Ländern eine besondere Anziehung aus und macht die Anstalt zu einem der bedeutendsten Stützpunkte der jüdischen Kulturbewegung in Europa überhaupt. Die Einschreibungen für das Unterrichtsjahr 1933/34 haben bereits begonnen. Schriftliche Anmeldungen sind zu richten an das Sekretariat des Hebräischen Pädagogiums in Wien, II., Tempelgasse 3. Kostenloses Prüfungsschwimmen bei der Hakoah Einem vielfach geäußerten Wunsche folgend, wird an den Badeabenden, und zwar Dienstag von halb 7 bis viertel 9 Uhr und Donnerstag von dreiviertel 7 bis halb 9 Uhr im D i a n a b a d jeder Jugendliche (Damen und Herren) von 13 bis 18 Jahren, der glaubt, für Schwimmen besondere Begabung zu besitzen, vollkommen kostenlos und ohne Einhebung einer Eintrittsgebühr auf seine Fähigkeiten überprüft (Damen bei Fräulein Fr. Löwy und Frau Hedy Wertheimer). Man verlange in diesem Falle nur einen Passierschein und wird etwa eine halbe Stunde vor Badeschluß eingelassen. — Wirklich talentierte Schwimmer erfahren dann jede Unterstützung durch den Schwimmklub. — In derselben Zeit wird allen Neueintretenden die Einschreibegebühr erlassen (Mitgliedsbeitrag nur S 1.—) und wird ein Crawl- sowie ein Wasserballkurs für Anfänger durch geführt. Werbezeit: 1. September bis 15. Oktober. Turnen «Makkabi II» gibt bekannt,,daß er ab 4. September 1933 wieder seinen Turnbetrieb in Wien, II., Leopoldsgassc Nr. 3, aufnimmt, und zwar für Damen und Herren: Montag und Donnerstag, halb 8 bis 9 Uhr: Rhythmische Gymnastik (Ledtung: geprüfter Sportlehrer Ing. Patlaschenko); Montag und Donnerstag, halb 7 bis halb 8 Uhr: Jiu- Jitsu (Leiter: Ing. Patlaschenko); Mittwoch, 7 bis 9 Uhr: Geräteturnen (Leiter: Prof. Reisz). Für Kinder: Montag und Donnerstag, halb 6 bis halb 7 Uhr. Wir bitten insbesondere alle unsere ehemaligen Mitglieder, wieder mitzuarbeiten, da im Herbst ein Wetturnen und ein Bühnenschautumen geplant ist. Ankündigungen und Mitteilungen Gründungsfeier des Bethauses «Obere Landstraße» Am Samstag, den 26. August, fand die feierliche Einweihung des neuen Bethauses, das sich im Jeiteles-Stiftungshaus, III., Steingasse 18, befindet, statt. Eine sehr zahlreiche Gemeinde hatte sich eingefunden, um der Eröffnung beizuwohnen. Die Räumlichkeiten, die unter Leitung des Fürsorgerates H. Adolf F1 a s t e r für die Zwecke des Bethauses adaptiert wurden, entsprechen den an sie gestellten Ansprüchen vollkommen und fanden allgemeinen Änkläng. Seitens des Bethausvorstandes begrüßte der Obmann H. Ignatz Rosmann die Delegierten und Gäste und sprach dem Fürsorgerat Flaster den Dank für seine Bemühungen um die Schaffung des neuen Gotteshauses aus. Dann ergriff Rabbiner Prof. Dr. Kupfer das Wort zur Einweihungsrede, die einen tiefen Eindruck auf die Anwesenden machte. Hierauf sprach namens des Kultusvorstandes Vizepräsident Dr. Ornstein, namens der Bezirkskommission für den dritten Bezirk Dr. Simon Händler und sodann Kultusvorstand Redakteur Dr. Löwy. Im Namen des Bethausvereines «Viaduktgasse» sprach Herr Ing. K o d i c z e k. Zum Schluß gab Fürsorgerat Adolf Flaster als Verwalter des Stiftungshauses Aufklärungen über die geleisteten Vorarbeiten und dankte bei dieser Gelegenheit seinen Mitarbeitern und den Spendern, vor allen den Herren Leser Peretz, Jakob Wittels, Benedikt Steiner und Siegfried Kurfürst. Für ihr Erscheinen, dankte der Redner noch den Herren Med.-Rat Dr. Benno S c h a 11 i n g e r, der auch eine wertvolle Spende gewidmet hat, Komm.-Rat Adolf U n g e r, Jakob Maier, Dr. Sinnreich, Dr. Horn, Direktor Arnold Reich, Leopold Grünspan u. v. a. Diese Feier hat auf alle Anwesenden einen tiefen Eindruck gemacht Das neue Bethaus entspricht einem dringenden Bedürfnis derauf der Oberen Landstraße wohnenden Juden und wird zweifellos lebhaften Zuspruch haben. Maurice S e g a I. Die Zionistische Bezirkssektlon Leopoldstadt veranstaltet auch dieses Jahr, wie alljährlich, an den hohen Feiertagen einen Gottesdienst im Zentralgebäude, II., Taborstraße 8. Die Hebräische Schule veranstaltet zu den hohen Feiertagen einen Gottesdienst in den Räumen der Zionistischen Bezirkssektion Lcopoldstadt, II., Praterstraße 13. Hebräische Kurse in der Zion. Bez.-Sektion Leopoldstadt, II., Praterstraße 13, beginnen am 15. September. Der Jüdische Hochschulausschuß teilt mit, daß die Teilnehmer an seiner Palästinareise Sonntag, den 27. v. M., um 5 Uhr nachmittags, abgefahren sind. Die Reisegesellschaft bestand aus 140 Personen, die sich am Ostbahnhof unter reger Anteilnahme der jüdischen Bevölkerung von Wien verabschiedeten. Jüdischer Angestelltenverband «Emunah», Wien. Unser Verbandsheim befindet sich ab 1. September d. J. nicht mehr in der Jordangasse 7, sondern Wien, I., S a I z g r i e s 14. Sprechstunden an Wochentagen von 7 bis 9 Uhr abends. Anmeldungen offener Stellen erbitten wir an unsere neue Adresse oder telephonisch U 26-0-60. Konzert Krybus-Postulow ln Sauerbrunn. Der große Anklang, den der kürzlich stattgefundene Liederabend des palästinensischen Konzertsängers Krybus fand, hatte zur Folge, daß Sonntag, den 27. v. M., ein zweites Konzert jm Cafö Rathaus veranstaltet wurde. Diesmal wurde das Programm, das Arien, jüdische Volkslieder und synagogale Gesänge umfaßte, von den Herren Krybus und Oberkantor Postulow bestritten. Beide Künstler ernteten, dank ihrem herrlichen Vortrage, großen Beifall. Der Bethausverein «Machsike Thora», V., Wiedener Hauptstraße 83, veranstaltet heuer wie alljährlich anläßlich der hohen Festtage seinen feierlichen Gottesdienst in den «Drei Engel-Sälen», IV., Große Neugasse 36. Die kantoraJen Funktionen versehen erstklassige Vorbeter. Karten erhältlich täglich ab %7 Uhr abends im Vereinslokal, V., Wiedener Hauptstraße 83. Austritte aus dem Judentum Metzl Ida, geb. 15. April 1899, Deutschbrod; ledig, VII., Schrankgasse 14. — Simmel Lina geb. Koffler, gesch. Haber, geb. 27. Dezember 1895, Lemberg; VII., Schrankgasse 4. —. Deutsch Walter, geb. 8. Juni 1908, Wien; ledig, ll., Hollandstraße 14. —- Kollmann Leo, geb. 8. März 1898, Wien; ledig, XVI. , Rosensteingasse 14. — Strobl Ferdinand Franz, geb. 18. August 1900, Wien, IV., Schleifmühlgasse 11. — Lojen Bernhard, geb. 7. Mai 1906, Wien; ledig, VI., Volkswehrplatz 9. — Küble Alfons, geb. 19. September. 1901, Wien; j ledig, 11., Brigittenauer Lände 4. — Kubie Stefanie Erna, geb. I Pokorny, geb 2. November 1905, Breitenlee; ledig, Breitenlee. — Steiribr Karl, geb 10. September 1896, Budapest; ledig, V. , Hamburgerstraße 2. — Weiß Leopoldine geb. Benda, geb. 18. September -1906, Wien, ger. g., II., Dietrichgasse 31. —. Weiß Ingeborg, geb. 10. Mai 1927, Wien, II., Dietriohgasse 31. — Lippa Heinrich Leon, geb. 11. Juli 1867, Wien, verw., XVII. , Hauptstraße 137. — Hoffmann Henriette, geb. 18. Februar 1892, Terschblica; ledig, II., Pfefferhofgasse 1. — Bartkowsky Fritz Maier, geb. 7. Juli 1914, Berlin; ledig, VI. , Linke Wienzeile 16. — Weiß Elisabeth geb. Zolledich, geb. 9. November 1904. — Kralink, ger. g., XV11I., Dittesg. 3. — Huß Leopold, geb. 16. März 1856, Eibenschitz; VII., Zieglergasse 44. — Huß Mathilde geb. Wallis, geb. 9. Juli 1864, Brünn; VII., Zieglergasse 44. — Leclerc Hermine geb. Gronet, geb. 10. Februar 1908, Nagyszöllös; XX., Lände 140. — jollesch Margarethe, geb. 5. März 1906, Rozschegyfouvgyar; ledig, I., Franz-Josefs-Kai 53. — Neumann Philipp, geh. 11. Oktober 1879, Wien, XX., Dresdnerstraße 130. — Neumann Sofie geb. Hofmann, geb. 4. November 1883, Wien, XX., Dresdnerstraße 130. — Konrad Walter, geb. 3. Jänner 1910, Wien; ledig, II., Taborstraße 49. — Walter Kurt, geb. 19. August 1892, Golleschau; II., Ausstellungsstraße 31. — Zottl Elsa geb. Raab, geb. 4. Oktober 1904, Wien, IX., Hebragasse 2. — Neuwalder Kurt Gustav, geb. 29. Oktober 1912, Wien; ledig, IX., Liechtensteinstraße 12. — Bochacs Elisabeth Marie geb. Forstner, geb. 4. November 1893, Wien; XI., Hauptstraße 131. Zu den jüdischen Feiertagen nach Polen fährt der Sonderzug am 18. September 1933 nach Krakau, Lemberg, Stanlslau usw. Pullmanwagen, reservierte Plätze. Wir bieten den Teilnehmern wie bei unseren Sommerreisen alle Bequemlichkeiten und verschicken auf Verlangen gratis unseren Prospekt. Näheres durch Reisebureau E. Ferstel, Wien, I., Kärntnerring 12, Telephon U 40-301. Wir machen unsere geehrten Leser auf die heutige Einschaltung der bekannten Ofenfabrik lg. Reich, IV., Preßgasse 28, aufmerksam. Wir empfehlen den unverbindlichen Besuch in den großen Ausstellungsräumen. JüMsdterjfport Förderung des jüdischen Sports in Oesterreich Bei einer Besprechung zwischen Lord M e 1 c h e 11 und dem Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde in Wien Dr. Dwider Friedmann wurde u. a. die Frage des jüdischen Sportes und seines Ausbaues in Oesterreich besprochen. Es wurde eine Reihe von Maßnahmen für den Aufstieg des jüdischen Körpersportes in Oesterreich mit Hilfe der Israelitischen Kultusgemeinde in Wien einvernehmlich ins Auge gefaßt und beschlossen. Jüdischer Kalender i.—7. santambar isn 10.—18. Elill 5893 Freitag (1.) SabbsUeSlBgur 630 Samstag (2.) wocUio.blielinIi?: KI’B«. Lebensversicherungs-Gesellschaft PHÖNIX Aus dem Jahresberichte 1932; .Versicherungsbestand Prämien- und Zinsen- Etnnaflvmen Garantiemittel Auszahlungen an die Versicherten S 2.728,000.000.— „ 179,000.000.— * 527,000.000— „ 60,000.000— Tittgkaltsgeblat: Oesterreich, Deutsches Reich, Cechoslovaklsche Republik, Belgien, Holland, Frankreich, Spanien, Italien, Fürstentum Liechtenstein, Ungarn, Polen, Jugoslawien, Bulgarien, Griechenland, Rumänien, Palästina, Syrien, Türkei, Tunis and Aegypten. Eigentümer, Verleger und Herausgeber: Zionistischer Landesverband für Oesterreich, Wien, 1., Kärntnerstraße Nr. 28. — Verantwortlicher Redakteur: ür. Sigmund ßakelstdn. Wien, L, KArtneistraSe Nr. 28. — Druckt «inva», Wtea, V1L, Urchentelderatraße Nr. t.

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