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Die Stimme · 1933-08-24 · Heft 296 (24.8.1933) · page 1

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Journal
Die Stimme
Volume
6 (1933)
Issue
Heft 296 (24.8.1933)
Date
1933-08-24
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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Kongreßnummer v. b. b. BEZUGS¬ BEDINGUNGEN Oesterreich tnonat lieh S HO, viertel jlhrl. S 4’20, gaiut jlhrl. . . . S 16 — Deutschid. viertel jlhrl.. .. RM 3 - Tschechoslowakei vierielj. . Kc 24'— juRoslawIen viertel jlhrl. . Din. 40 - Polen vierteljVhr lieh . . Zloty 6 50 Ungarn vierteljlhr lieh . . Pengö 4 20 Rumlnien viertel CHrl.. . Lei 120 — ebrlges Ausland vierteljlhrl. Schw. Franken 4 50 6« Jahrgang Jüdisdte Zeitung Wien, Donnerstag, 24. August 1933 (2. EIul 5693) Preis 35 g Erscheint Jeden Donnerstag Redaktion und Administration Wien, L, K Immer* strafte 28 Tel. R-27 4-85 Postsparkassenkonti: Oesterr. D 113.546 Polen . . 19U99 Ischechoslowakei .500.230 Jugoslawien 40>879 Nummer ’i96 Telephon U 29-4-51 u. U 23-1-81 Michael Schatim WIcr.!♦. Hoher Markt Nr. 12 Spezialverkehr: Wien—Palästina. Gewissenhafte Beratung, Kulante Bedienung Das Palästinawar Innerhalb 8 Wochen vergriffen! 2. Auflage soeben erschienen kundigen Kritik: Das tesie luch seinr tri! II Präzise Beantwortung aller Fragen über Palästina- I Verwaltung, Steuer, Recht, Zoll, Verkehr, Touristik, | - Einwänderungsbestimmungen, ExistenzmöglichkWten, J Zionismus. —Führer durch das Land. — Hebräisches I Vokabularium in Lateinschrift 120 Oktavselten Tatsachen und Ziffern! Eine Landkarte. Jntlniand S 4.20, im Ausland M. 2.50, Schw. Fr. 3.—, Pengö 4.—, Zloty 5.—, Kc 20.—, Dinar 45.— bei Voraus- Zahlung, rn-kl. Porto. „PAG“ r. I. m. d. H.. Wien. m.. Lannsiraier BBriel 9 Campass Tours NewYork Wien Paris IX. Spitaloasse 3 Einzige offizielle Kongreßreise nach Palästina 7. September-3. Oktober 1933 ' des Riesen-Ozean-Luxusdampfers ..Roma^ (51.000 Tonnen) Unterwegs Aufenthalt ln Rom,Neapel, Athen, eventuell Kairo Auskünfte und Anmeldungen im Kongreßbüro und im Paläsünaamt in Prag Per XVin, ZlonlstenkongreB In Prag eröffnet Von unserem nach Prass entsandten Redakteur Dr. Jakob Rosen• tkat P r a g, 21. August 1933. Die Stadt Prag steht im Zeichen des Zionistenkongresses. Das Repräsentationshaus, in dessen Räumen der Kongreß tagt, ist mit großen blau-weißen Fahnen geschmückt, und von massenhaften Kongreßteilnehmern belagert. Die ganze Umgebung des Kongreßgebäudes bietet ein vielfarbiges und bewegtes Bild, das von den aus aller Herren Ländern zusammenströmenden Kongreßbesuchern beherrscht wird. Viele Häuser haben blau-weißen Flaggenschmuck angelegt. Noch in den letzten 24 Stunden sind Tausende von Gästen in Prag eingetroffen. Das Interesse, das diesmal vom Publikum und von der Presse der zionistischen Tagung entgegengebracht wird, ist ein ganz außergewöhnliches. Die Eröffnungssitzung vor 8000 hemchen Das gewaltige Interesse kam bei der Eröffnungssitzung des Kongresses; di£*-Montag abends unter allen Zeichen eines besonderen Ereignisses im großen Lucernasaal stattfand, zur Geltung. Etwa 8000 Menschen, Kopf an Kopf dichtgedrängt,'füllten den festlich beleuchteten Riesensaal. 370 Delegierte nehmen das vordere Parkett ein; auf der Tribüne nehmen Exekutive und Aktionskomitee ihre Plätze ein. Das Podium ist von über 200 Pressevertretern aus aller Welt vollbesetzt. In den Logen bemerkt man den Vertreter der tschechischen Regierung, Gesandten Flieder, Persönlichkeiten aus dem Prager diplomatischen Korps, den Vertreter der Gemeinde Prag, Vertreter der Armee sowie vieler nichtjüdischer und jüdischer Korporationen. Im Hintergrund hängt ein riesengroßes, mit blau-weißem Fahnentuch drappiertes Herzl-Bild. Nach den traditionellen Hammerschlägen durch den Kongreßleiter Dr. Franz Kahn betritt die Exekutive die Tribüne. Präsident S o k o 1 o w eröffnet den Kongreß mit einer ausführlichen h e b r ä ischen Ansprache. In französischer und englischer Sprache begrüßte Präsident Sokolow die Vertreter der tschechischen Behörden sowie die diplomatischen Vertreter und dankte der Stadt Prag für die dem Kongreß erwiesene Gastfreundschaft. (Die Rede des Präsidenten Sokolow bringen wir auszugsweise an anderer Stelle unseres Blattes. Anm. d. Red.) Es folgten zahlreiche Begrüßungsansprachen: des Vertreters des internationalen Arbeitsamtes in 0it«rr«lclti ältest* Klnaerwagenfabrik DD AM'* Pr«K-H**«»»Iker „rKMFI Fabrik, VII. Nenbaa«a>(e fi5. V. S40*— VI. Marlahllferatrafi« 1A. Genf, des Vertreters der Minoritäten der tschechoslowakischen Republik, des Abgeodneten Goldfein, der Vertreter der jüdischen Gemeinden der tschechoslowakischen Republik, der Prager Kultusgemeinde und der Führer der zionistischen Landesorganisationen. Den zweiten Teil des Abends füllte eine Trauerkundgebung für den ermordeten Arbeiterführer Doktor Arlosoroff. Ein jüdischer Choral, vorgetragen von deutschen Emigrantensängern, leitete die stimmungsvolle Feier ein. Dann sprach der palästinensische Arbeiterführer Katzennelson in hebräischer Sprache die Gedenkrede, die die Anwesenden mächtig ergriff. Spät nach Mitternacht wurde der Eröftnungsabend des XVIII. zionistischen Kongresses . beschlossen. SUuaiionsbeeiehi auePvag (Von unserem Kongreß-Korrespondenten.) Das Aktionskomitee, das nach der Eröffnungssitzung im Lucernasaal seine Beratungen wieder aufgenommen hatte, hat die ganze Nacht von Montag auf Dienstag hindurch beraten, und seine Arbeiten heute wieder aufgenommen. Der Antrag der Linken, eine Spezialkommission zur Untersuchung der Tätigkeit gewisser revisionistischer Gruppen und einer etwaigen Verantwortung der revisionistischen Partei für diese Tätigkeit einzusetzen, wurde vom Aktionskomitee mit den Stimmen der Linken, der Allgemeinen Zionisten und der Radikalen angenommen. Gegen den Antrag stimmten bloß die Revisionisten der Großmann- Richtung, während die Jabotinsky-Revisionisten und der Misrachi sich der Stimmen enthielten. In dem Antrag wird verlangt, daß die Kommission «alle ihr erreichbaren Tatsachen untersuche» und dem Aktionskomitee einen Bericht erstatten soll, wodurch das Aktionskomitee über weitere Schritte zu entscheiden haben werde. Der Untersuchungskommission gehören an: Ussischkin, Rabbi Meir-Berlin, Dr. Nahum Goldmann, Dr. Viktor Jakobsohn-Genf, Leo Motzkin-Paris und Prof. Brodetsky-London. In der vorangegangenen Aussprache über den von der Arbeiterpartei gestellten Antrag erklärte Prof. Brodetsky, eine solche Kommission sei eine vitale politische Notwendigkeit zur Beseitigung einer dem Zionismus drohenden Gefahr. Gegen den Antrag der Arbeiterpartei hatten sich Dr. Stefen Wise und Dr. Gronemann auf Grund außenpolitisch-zionistischer und juridischer Bedenken ausgesprochen. (Siehe «Letzte Nachrichten».) Die „Stimme" zum XVIII. Zlonistenkongreö Der XVIII. Zionistenkongreß, der Montag in Prag eröffnet wurde, steht im Zeichen großer historischer Ereignisse, die das jüdische Volk aufs tiefste berühren. Mit Rücksicht auf die Wichtigkeit und die historische Rolle dieses Kongresses, als der einzigen parlamentarischen Tribüne des jüdischen Volkes, hat die Redaktion der «Stimme» für die Dauer des Kongresses in Prag einen speziellen Inform ations-undNachrichtendienst eingerichtet. Die «Stimme» hat in Prag eine eigene Redaktionsabteilung geschaffen, die unsere Leser ständig über alle Vorgänge auf dem Kongresse und in der Kongreßstadt aufs genaueste informieren wird. Als ständigen Korrespondenten hat die «Stimme» ihren Redakteur Herrn Dr. Jakob R o » e n t h a 1 nach Prag entsandt. Ueberdies werden die österreichischen Delegierten, die Herren Chefredakteur Dr. Z. F. Finke 1 s t e i n und Präsident Dr. Oskar Grflnbaum sowie eine Reihe anderer hervorragender Mitarbeiter durch aktuelle Kongreßbeiträge in unserem Blatte vertreten sein. Während der Zeit des Kongresses erscheint die «Stimme» zweimal wöchentlich. Die nächste Nummer unseres Blattes erscheint daher schon Montag, den 28. d., abends. 422934

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