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Die Stimme · 1833-08-03 · Heft 293 (3.8.1833) · page 9

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Journal
Die Stimme
Volume
6 (1933)
Issue
Heft 293 (3.8.1833)
Date
1833-08-03
Page
– (sequence 9)
Language
German
Belongs to
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Nr. 2'jj — j. August lifjJ’ ÜU1C O b. Ol I.ii.lL. —WriHMT'^im»] ri'MlnrpiTTl V imMIHMI Clft Jahr „Emunah41 Was ein jüdischer Verein auch in Wien hei zielbewußter Leitung zu leisten vermag, zeigte der vor kurzem gelegentlich der Hautpversammlung erstattete Tätigkeitsbericht des Jüdischen Angeslellten-Verbandes «Emunah». Es ist diesem Verbände im letzten Jahre gelungen, nicht nur die vor dem Kriege bereits erreichte und nur infolge der Nachkriegsverhältnisse verlorene Position im Wiener jüdischen Leben wieder zu erringen, sondern darüber hinaus konnte er sogar — was am besten dafür spricht, daß seine Tätigkeit einem wirklichen Bedürfnis der jüdischen Angestelltenschaft entspricht — seinen Wirkungskreis erweitern und zu einem abgerundeten System ausbauen, in dem nichts fehlt, was dem jüdischen Angestellten, in Wien Bedürfnis ist. Es kann heute nicht mehr in Abrede gestellt werden, daß auch die beste gewerkschaftliche Organisation dem jüdischen Angestellten nicht all das bieten kann, was ihm, sofern er bewußter Jude ist, am Herzen liegt. Diese Lücken auszufüllen, fühlte der in der «Emunah» neu erstandene Jüdische Angestelltenverband sich berufen und er hat im abgelaufenen Vereinsjahr auch bereits gezeigt, wie er diese seine spezifisch jüdische Aufgabe auftaßt. Den wirtschaftlichen Verhältnissen Rechnung tragend, mußte vor allem eine Stellenvermittlung geschaffen werden, die trotz der bekannten Schwierigkeiten schon sehr ersprießliche Arbeit geleistet hat. Den besonderen geistigen Bedürfnissen der Mitglieder dienen die reichhaltige Bibliothek, die hebräischen, englischen und französischen Sprachkurse, sowie eine Reihe von wissenschaftlichen und literarischen Vorträgen aus den verschiedensten allgemeinen und jüdischen Gebieten. Aber auch die Pflege der Geselligkeit kommt dabei nicht zu kurz und Tanzkurse, gemütliche Heimabende, eine Clianukah-, Chamlscha-Assar-, Purim- und Langbeomer-Feier, sowie Ausflüge sorgen dafür, daß der jüdische Angestellte in der «Emunah» einen Ersatz für das ihm oft fehlende Heim, für die eigene Familie, findet. So kommt es auch, daß die Abende im Heim der «Emunah», das im Zentrum der Stadt (I., Jordangasse 7, Mirjam-Lokal) untergebracht ist, ein anziehendes Bild bieten und sofort der Eindruck in dem Besucher entsteht, daß sich hier ehre' große Familie gefunden hat. Nicht zuletzt ist es das Verdienst des Obihannes Bernard G r ü n h u t, dieses so anheimelnde Verhältnis geschaffen zu haben und die Hauptversammlung anerkannte dieses Verdienst auch durch seine einstimmige Wiederwahl. Ebenso wurden die übrigen Mitglieder der Verbandsleitung einstimmig gewählt, die alle den Obmann in seinen Bemühungen tatkräftig unterstützen. Es sind dies Max Kurzrock, Max Schwarz, Martha Lischtitz, Lilly Rattner, Erna Klein, Sofie Kalinhof, Josef Schächter, Regine Löwy, Max Brand und Moses Marmer. L. Moses. Der jüdifche Hochfchüler Eine Aktion £üa? jüdische Hochschülec Der Jüdische Hochschulausschuß, die Exekutive der Jüdischen Studentenschaft Oesterreichs hat angesichts der tragischen Lage des jüdischen Studenten beschlossen, Kolleginnen und Kollegen im eigenen Rahmen die Möglichkeit zu schaffen, sich beruflich umzustellen. Mit den Vorbereitungsarbeiten wurde das neugeschaffene Berufsumschichtungs-(Hach8charah-)Amt der Jüdischen Studentenschaft betraut. Das Hachscharah-Amt der Jüdischen Studentenschaft geht daran, in Ausführung des vom Jüdischen Hochschulausschuß gefaßten Berufsumschichtungsplane Kurse für Landwirtschaft und Handwerksfächer, sowie Haushaltungskurse einzurichten. Die Kurse werden anfangs Oktober 1933 beginnen, wobei für die theoretische sowie praktische Ausbildung ein geringer Beitrag zu leisten sein wird. Mittelschulabsolventen, Hochschüler und Hochschulabsolventen, die die ernste Ahslcht haben, sich in landwirtschaftliche und handwerkliche Berufe einzuordnen, und sich womöglich in den Dienst Erez Israels zu stellen, werden aufgefordert, den provisorischen Änmeldungsbogen auszufüUen und ihn umgehend im Sekretariate des Jüdischen Hochschulausschusses, Wien, IX., Zimmermannplatz 8, zuzustellen, wo auch die Hachscharah-Amtsrreferenten Kollege Jakob Landau und Kollege Jakob Nagler jeden Montag und Donnerstag von 1 bis 2 Uhr Auskünfte erteilen. Anmeldeformulare sind im Sekretariat des H. A. erhältlich. jüdische Mädchen vor der Berufswahl Dr.KriigerHeim Wien, II. Malzgasse 7. Tel. A 48-0-77. Zweijärlge Fachschule für Weißnähen und Kleidermachen mit Oeffentlichkeltsrecht, Einjährige Haushaltungsschule und zweimonatige hauswirtschaftliche Vorbereitungskurse für Palästina; streng rituell. Viele sonstige Ausbildungsmöglichkeiten 1 Privat-Volksu. Hauptschule mit Oeffentlichkeltsrecht. Prospekt auf Wunsch. Internat. Mittelstandspreise. Berutsberatung täglich von 10 bis 12 Uhr. Danfiiagiffttf Allen, die mich durch Glückwünsche geehrt und erfreut haben, spreche ich herzlichsten Dank aus. Dr. David F c u c h t w a n g, Oberrabbiner der Isr. Kultusgemeindc Wien. jlnftüfidigiingefi und Mitteilungen Zionistische Sektion Marlahilf-Neubau. Samstag, den 5. August 1933, 8 Uhr abends im Heim des B. J. F., VI., Nelkeiigdsse 6, Gemütlicher Abend. (Heitere Vorträge, Gesang, Jazz, Tanz.) Conference: Erwin Engel. Ferüettkolonie Vöslau. Der Humanitätsverein für die westlichen Bezirke Wiens eröffnete wie alljährlich eine Ferienkolonie in Vöslau, Florastraße 15. Aufnahme finden, schulpflichtige Mädchen und Knaben im Alter von 6 bis 14 Jahren. Der zweite Turnus beginnt am 8. August 1933. Auskünfte und Anmeldungen Im Sekretariat, V., Mollardgasse 85 (Fritz Kramer) von 9 bis 12 Uhr, Telephon B 20-1-65. Jüdischer Schauspfclervereln. Die Vorstellung, die Sonntag, den 5. August 1933, igi Bayrischen Hof, II., Taboretraße 39, stattfinden sollte, wird wegen technischen Schwireigkeiten auf Samstag, den 13. September 1933 verschoben. Die Vorverkaufskarten vom 5. August haben Gültigkeit für den 13. September. Vontln der Prziemysler ln Wien. Mittwoch, den 2. August und jeden Mittwoch während des Sommers ab 8 Uhr abends treffen sich die Przemysler im gedeckten Ki09k des Caf6 Rappaport, L, Franz-Josefs-Kai 45. Schach, Rummy- und Bridgekarten stellt die Vereinsleitung zur Verfügung. Der Akademische Verein Jüdischer Mediziner veranstaltet wegen Ueberfüllung der ersten Reise nach Varna am Schwarzen Meer einen zweiten Turnus, Mitte August, Kosten S 170.—-, darin inbegriffen vierwöchentlicher Aufenthalt mit voller Pension. Fahrt hin und zurück, Visum, Kurtaxen, Abgaben usw. Nach Wunsch der Reiseteilnehmer besteht die Möglichkeit, den Aufenthalt zu verkürzen. Anmeldungen und Auskünfte beim Reiseleiter cand. med. Leinwand im Zentralheim der Judäa, IX., Alserstrnße 26, täglich von 7 bis 8 Uhr abends. Der Jüd. akad. Philosophenverein veranstaltet Samstag, den 5. August einen Schiffsausflug in die Wachau (Melk) für 2 Tage. Abfahrt: 21 Uhr. Preis inkl. Uebernachtcn und aller Nebenausgaben S 6.80. Anmeldungen und Auskünfte bis spätestens 4. August im Zentralheim der JÜd. Studentenschaft, IX., Alserstraße 26, täglich von 18 bis 20 Uhr. Gäste herzlich willkommen! Jüdischer Angestellten - Verband «Emunah», Wien. Neuer Hebräischkurs für Anfänger ohne Vorkenntnisse beginnt am 9. d. M. unter Leitung eines bewährten Pädagogen. Anmeldungen werden nur noch Donnerstag und Morttag von 7 bis 8 Uhr abends in der Kanzlei L, Jordangasse 7, entgegengenommen. Eine PaJästlnareise Bezüglich der vom Jüdischen Hochschulausschuß, Exekutive der Jüdischen Studentenschaft veranstalteten Pa- Iästfnareise finden Anmeldungen und Auskünfte, Montag, Mittwoch und Freitag von 12 bis 2 Uhr, IX., Zimmermannplatz 8, statt. Referenten: Dr. Weisz, Goldberg. Lebensversicherungs-Gesellschaft Phönix. Die 50. ordentliche Generalversammlung ist heute abgehalten worden; von Feierlichkeiten aus diesem Anlaß wird in der jetzigen Zeit abgesehen. Der Versicherungsbestand Ende 1932 umfaßt 845.706 Polizzen mit S 2.685.748.380.— versicherter Summe und S 4,278.331.— jährlicher Rente. Die Prämieneinnahme beträgt S 150,512.096.99, die Erträgnisse der Kapitalsanlagen S 28,740.800.83. An Versicherte und deren Hinterbliebene wurden S 60,181.396.21 ausgezahlt. Der Grundbesitz der Gesellschaft im Gesamtwerte von S 82,717.233.70 umfaßt 117 Realitäten. Der Wertpapierbesitz beträgt Schilling 240,622.383.66, wovon S 229,061.244.94 auf festverzinsliche Anlagewerte und S 11,560.538.72 auf Anteile von Notenbanken, diverse Aktien und Beteiligungen an Versicherungsanstalten entfallen. Die Hypothekardarlehen haben sich auf S 30,413.419.50 und die Darlehen auf eigene Polizzen auf S 55,306.794.40 erhöht. Die gesamten Gewährleistungsmittel der Gesellschaft betragen S 526,946.302.46. In der Gruppenversicherung (gemeinsam mit der Metropolitan Life Insurance Company in New York) ist 42.439 Angestellten und Arbeitern Versicherungsschutz für rund 64 Millionen Schilling geboten worden. Die kostenlose ärztliche Gesundheitsberatung der Versicherten wurde ausgestaltet. Die in- und ausländische« Versicherungsanstalten, an denen die Gesellschaft durch Aktienkapital und gemeinsam mit der Prudential Assurance Company Ltd. in London durch Rückversicherung beteiligt ist, haben sich befriedigend entwickelt. Nach Abrechnung der an die Versicherten ausgeschütteten Gewinnanteile ergibt die Jahresrechmmg einen Ueberschuß von S 788.127.38. Hieraus erhalten die Aktionäre, wie im Vorjahr, 5 Prozent Dividende, d. i. Schilling 200.000.—; aus dem Rest werden die Kapitalsreserven dotiert und S 184.660.18 auf neue Rechnung vorgetragen. E Zu Fuß nach Palästina Ein sechzigjähriger Wiener Handelsvertreter, einer der angesehensten seiner Branche, der bis vor wenigen Jahren sich im Auslände exportbefördernd erfolgreich betätigt hat, ist durch die Wirtschaftskrise seiner Absatzgebiete verlustig und in der Folge notleidend geworden. Vollständig verarmt, will der Bedauernswerte, der dank seines guten Ansehens einige Vertretungen für Palästina erworben hat, aber nicht die Mittel für die Reise »ufzubringen vermag, diese auf dem Landwege über Ungarn, Jugoslawien, Bulgarien, Türkei, Kleinasien, Syrien — zu Fuß — zurücklegen. Da ihm die bescheidenen Mittel für die Sichtvermerke und etwas Zehrgeld fehlen, 'wendet er sich an die jüdische Ocffentlichkeit, durch freiwillige Spenden ihm die Durchführung seines Entschlusses zu ermöglichen. Gefl. Zuwendungen nimmt die Administration unseres Blattes entgegen. Kon gveßvelse Die Zionistische Bezirkssektion Leopoldstadt und der Klub «Erez Israel» veranstalten auch heuer anläßlich des XVIII. Zionistenkongresses ir Prag ihre traditionelle Gesellschaftsreise. Auskünfte erteilt das Sekretariat der Zionistischen Bezirkssektion Leopoldstadt, Jf., Praterstraße 13, Mezzanin (Lloyd-Hof), Tt*l. Nr. R 44-3-45, täglich, mit Ausnahme Freitag, in der Zeit von 6 bis 10 Uhr abends. Wenn Sie eine angenehme, beschwerdelose und vergnügte Reise zum Zionsifcenkongreß nach Prag machen wollen, dann melden Sie sofort Ihre Teilnahme an der vom Klub «Erez Israel» und der «Zionistischen Sektion Leopoldstadt» auch diesmal veranstalteten Kongreßfahrt nach Prag an. Diese Kongreßreise«, vom Klub «Erez Israel» mit größter Aufmerksamkeit für die Teilnehmer durchgeführt, erfreuen sich einer besonderen Popularität und sind noch allen Teilnehmern an den früheren Kongreßfahrten in angenehmer Erinnerung. Auch diesmal sind verschiedene Ausflüge im Programm vorgesehen. Sofortige Anmeldung erforderlich. Die «Pag» teilt mit, daß die 9. Palästinä-Gruppenreise am 31. Juli unter Führung der Herren Glücklich und Saffier von Wien abgereist ist. Die 10. Gruppenreise geht am 27. Augus von Wien ab. Tournee jüdischer Künstler aus Deutschland Jüdische Künstler aus Deutschland, welche bereits in zwei großen Veranstaltungen mit größtem Erfolg vor das Wiener Publikum getreten sind, veranstalten auf vielfachen Wunsch noch einen dritten, letzten Abend im I. Kaffeehaus im Prater am Dienstag, den 8. August, 8 Uhr abends. Karten zu 1 Schilling im Vorverkauf Buchhandlung Rath, II., Taborstraße 20 a. Arme Frau Auf Grund unseres Aufrufes sind an Spende von S. F., III. ..S 5.- eingelaufen. A Anna lillinger Max Druckmaim empfehlen sich als Verlobte MOSES RATH'S „SFAT AMENU” Lehrtüchd. hepstiien spräche für Schul- und Selbstunterricht'int Schlüssel und Wörterverzeichnis mit deutscher, polnischer, ungarischer, rumänischer oder englischer Unterrichtssprache. Einzige Methode zur vollständigen Erlernung der hebräischen Sprache in Wort und Schrift auch ohne Lehrer. Der Preis dieses gut ausgestatteten, 400 Seiten starken Lehrbuches beträgt nur RM 2.—, der englischen Ausgabe RM 4.—. Buchhändler, Schulen, Organisationen und Lehrer erhalten einen hohen Rabatt. Zu beziehen bei M. Rath, Verlaa» Wien, II. Taborstraßc 20 a. VcrbfliKicI Euren Urlaub in Osferreic

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