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Die Stimme · 1833-08-03 · Heft 293 (3.8.1833) · page 1

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Journal
Die Stimme
Volume
6 (1933)
Issue
Heft 293 (3.8.1833)
Date
1833-08-03
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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V. b. t, BEZUGS¬ BEDINGUNGEN Oastarraich monatlich S 1'50, vierteljihrl. S 4’20, ganz* jihrl. . . . S 16 — DeutachldL vierteljihrl.. . . RM 3 — Tschechoslowakei viertelj. . Kc 24'— Jugoalawien viertel jihrl. . Din. 40*— Polen vierteljihr lieb . . Zloty 6*50 Ungarn vierteljihr lieh . . Pengö 4*20 Ruminien viertel- Chrl.. . Lei 120 — ebrigea Ausland vierteljlhrl. Schw. Franken 4*50 <&e/P Jüdische Zeitung Preis 35 g Erscheint jeden Donnerstag Redaktion and Administration Wien, I., KUrntnerstreike 28 Tel. R-27 4-85 Postsparkassen* konti: Oesterr. D 113-546 Polen . . 191.199 Tschechoslowakei . 500.230 Jugoslawien 40.879 6. Jahrgang Wien» Donnerstag» 3. August 1933 (11. Ab 5693) Nummer 293 Palästinensische Staatsbürgerschaft für staatenlose Juden London, den 28. Juli. Bei der gestrigen Sitzung des englischen Parlaments brachte das konservative Parlamentsmitglied Commander Locker-Lampson einen Gesetzentwurf ein, der die Staatsbürgerschaft für Juden außerhalb des britischen Imperiums vorsieht. Dieses Gesetz soll besonders die deutschen -Juden berücksichtigen, welche durch das Hitler-Regime ihrer Staatsbürgerschaft beraubt wurden. Der Gesetzentwurf wurde in der ersten Lesung angenommen. Bei dieser Gelegenheit hielt Abgeordneter Locker- Lampson eine begeisterte Rede im Interesse der deutschen Juden, wobei er insbesondere die Leistungen des hervorragendsten deutschen Juden Albert Einstein als Muster eines europäischen Staatsbürgers hinstellte. Das große deutsche Volk, erklärte der Redner, wird durch seine Führer in einen Abgrund getrieben. Deutschland hat nicht seine Mörder und Räuber aus seinen Grenzen gewiesen, sondern die erlauchtesten jüdischen Geister, die den deutschen Namen in die Welt getragen haben. Dieses Deutschland hat sogar den traurigen Mut aufgebracht, seinen berühmtesten Bürger als vaterlandslosen Juden zu kennzeichnen. Alle können dem Geschicke dankbar sein, daß diese Horde von Hunnen den Krieg nicht gewonnen hat Was wäre mit der deutschen Minderheit in England, wenn wir gegen sie die Verfolgung aufnehmen wollten? Die Rede des Abgeordneten, insbesondere die Stelle über Einstein, sowie seine Forderung, den Völkerbund im Interesse der deutschen Juden anzurufen, fand stürmische Zustimmung des ganzen Hauses. Jfeue Erschwerung der Einwanderung nach Palästina Jeursalem. Das Amtsblatt der Regierung veröffentlicht den Entwurf eines neuen Einwanderungsgesetzes, der bereits vor Jahresfrist ausgearbeitet, dessen Veröffentlichung jedoch auf Einspruch der Jewish Agency 4, ■ „ hinausgeschoben: wurde. Der Entwurf enthält neue Erschwerungen für die Einwanderung, besonders für jene Einwanderer, die sich zunächst als Touristen aüsgeben und dann im Lande bleiben. Eine Anfrage im englischen Parlament über die Judengreuel in ^Deutschland London. In der letzten Sitzung des englischen Parlaments richtete der liberale Abgeordnete Barnett- Dzenner eine Anfrage an die Regierung, ob und welche Schritte sie gegen die Verfolgungen der Juden in Obercchlesien, wie sie im Berichte des Völkerbundes anläßlich des Bernheim-Prozesses geschildert wurden, zu unternehmen gedenke. Der Abgeordnete fragte weiter, ob der Regierung bekannt sei, daß die oberschlesische Presse gegen die jüdische Minderheit eine Hetzkampagne führt, um sie vollständig zu verdrängen. Die Interpellation beantwortete der Unterstaatssekretär des Aeußern, indem er angab, daß ihm bezüglich der Reformen bisher keine Informationen zugekommen sind, die Deutschland im Sinne der Erklärung anläßlich der Debatte im Völkerbund in Aussicht gestellt hat. Er werde sich allenfalls mit dem Berichterstatter des Völkerbundes ins Einvernehmen setzen und dem Hause diesbezüglich berichten. Anfragen im englischen Parlament in Angelegenheit des Prench~P$erichtes London. Bei der letzten Sitzung des Abgeordnetenhauses wurde an die Regierung in Angelegenheit Palästinas eine Reihe von Fragen gerichtet. Der Deputierte Barnett-Dzenner fragte, ob Bestimmungen vorgesehen wurden, denen zufolge eine gerechte Anteilnahme der Juden an den öffentlichen Arbeiten Palästinas, die .—i——m aus den Anleihemitteln vorgenommen werden, gesichert ist. Der Kolonial-Minister antwortete, daß die Arbeitsbedingungen noch geprüft würden. Er erklärte auch, die Kammer werde Gelegenheit haben, die Probleme, die mit der Anleihe im Zusammenhang stehen, noch zu diskutieren. Die Araber verlangen die Anerhennung des Pwench-Plerichtes Der Führer des extremen arabischen Flügels «Istakal», Abdul Hadi, erklärte in einem Gespräch mit einem jüdischen Journalisten, daß die Araber es insolange ablehnen, mit den Engländern über den French-Bericht zu verhandeln, als England diesen Bericht nicht als offizielles Dokument anerkennen und dasselbe zur Grundlage seiner weiteren Politik machen wird. Compass Tours New York Wien Paris IX. Spitalgasse 3 Einzige offizielle Kongrefireisen zu Rosch-Hascbanah nach Reise 1 7. September 1933 mit d. Riesen-Ocean-Luxusdampfer „Roma1151.000 T Reise II 1Z. September 1933 mit dem Eildampfer „Martha Washington** Billige Ferienreisen nach Polen im August, für 30 und 6 Tage Abreise 9. August. Keine Paß- oder Visagebühren Nähere Auskünfte u. Prospekte: Reisebureau Schenker & Co., 1., Schottenring Nr. 9, Telephon R 50-5-10 und Bureau Ferstel, I., Kärntnerring 12, Tel. U 40-301 Reservieret rechtzeitig Plätze. Telephon U 29-h-51 u. 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