Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 6 (1933)
- Issue
- Heft 281 (25.5.1933)
- Date
- 1933-05-25
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Seife 10 DIB STIMME Nr. 281 — 29. Mal 1099 Pie .Stimme* liber all<i Juden, und Japaner Vor einigen Monaten ging durch die Blätter die Nachricht, daß der japanische Historiker Dr. I. Oyabe in Tokio die Behauptung aufgestellt hat, daß Japaner und Juden gleichen Ursprungs s.nd. Nach Oyabe sind die Japaner die Nach kommen der Stämme Gad und Menasse. Sie sollen nach der Zerstörung des ersten Tempels über Mesopotamien und Indien nach Japan eingewandert sein. Oyabe zählt verschiedene, Juden und Japanern gemeinsame Riten auf, B. Ethrog und Lulab. Wie dem immer sei, die Japaner beginnen sich für das Judemuin zu interess:eren. In ganz Japan wohnen nur ungefähr 1000 Juden. Sie stammen aus allen Teilen der Welt und haben nur wenig Beziehungen zum Judentum. Unter ihnen gibt es viele russische Juden. Kürzlich veröffentlichte nun ein Japaner namens Sakai ein Buch unter dem Titel «Mikado und Zionismus«, das weiteste Verbreitung gefunden hat. Sakai schildert anschaulich die Bemühungen der Juden um die Errichtung der nationalen Heimstätte in Palästina. Er hat sogar in Tokio die «Jüdisch-Japanische Gesellschaft» gegründet, welche unter den Japanern Freunde für die zionistische Idee werben soll. Mitglieder dürfen nur Japaner werden. Juden dürfen nur Ehrenmitglieder werden, müssen aber vorher nachweisen, daß sie Zionisten sind und aktiv zionistisch arbeiten. Das Interesse der Japaner wendet sich auch jüdischen Schriftstellern zu. So werden z. B. Werke von Prof. Hermann Cohn, Bergson und Scholem Alejchem ins Japanische aus englischen oder deutschen Uebersetzungen gelesen. Allerdings muß festgestellt werden, daß der Antisemitismus langsam auch in Japan eindringt. Diese antisemitische Bewegung ist allerdings ganz unbedeutend. Die Möglichkeit ihrer Existenz verdankt sie weißgardistischen Flüchtlingen, die sich in Japan niedergelassen haben. MITISEIIITEIBPIEOE! 10 Jahre christlich-deutscher Turnverein In Heraals Das große Ziel ... Wirtschaftsaktion Wir verweisen wieder auf die unserer Wirtschaftsaktion angeschlossenen christlich-deutschen Geschäfte. Bei allen Einkäufen Blockzettel für den Christlich-deutschen Turnverein ve*langen und bei uns abgeben. Wir tragen unser Geld nicht zum jüdischen Kaufmann; wir lehnen bewußt die jüdische* Presse ab, wenn sie auch unter getarntem Namen erscheint. ... Wir lesen folgende Zeitungen: Das Kleine Volksblatt, Neue Zeitung, Reichspost, Weltblatt; Wochenblätter: Jedermann (Illustrierte Zeitung), Kirchenblatt, Schönere Zukunft. Wir lehnen die jüdische oder marxistische Ankündigung rn der katholischen Presse durchaus ab (Krupnik, Göc usw.) und treten, wo wir nur können, für die Reinheit auch im Ankündigungswesen der katholischen Presse ein. Wir empfinden diese Ankündigungen als eine ungemein starke Belastung, die sich immer wieder hemmend dem endgültigen Durchsetzen unserer Presse entgegenstellt. Reinheit in allen Belangen ist Kampfruf der Tumerschaft! Zuerst Kampf gegen das Schlechte im eigenen Lager! Hitler filier Judentum und Z onismus Wir bringen unseren Lesern, die Hitlers Buch «Mein Kampf» nicht gelesen haben, einige Zitate aus diesem Buche über Judentum und Zionismus. Die angeführten Stellen beziehen sich auf die zweite Auflage Den Juden fehlt vollständig die allerwesentlichste Voraussetzung für ein Kulturvolk, die idealistische Gesinnung. (Seite 318.) * Der Jude bleibt einig, wenn eine gemeinsame Gefahr ihn dazu zwingt oder eine gemeinsame Beute lockt; fallen beide Gründe weg, so treten die Eigenschaften eines krassesten Egoismus in ihre Rechte, und aus dem einigen Volk wird im Handumdrehen eine sich blutig bekämpfende Rotte von Ratten. (Seite 319.) * Als wesentliches Merkmal bei der Beurteilung des Judentums in seiner Stellung zur Frage der menschlichen Kultur muß man sich immer vor Augen halten, daß es eine jüdische Kunst niemals gab und demgemäß aiuch heute nicht Mercvrbank E Der Verwaltungsrat der Mercurbank hat am 17. Mai «933 eine Sitzung abgehalten, in der die Schlußrechnungen für das Geschäftsjahr 1932 vorgelegt und genehmigt wurden. Es wurde beschlossen, der Generalversammlung den Antrag zu stell m, von dem ausgewiesenen Ueberschuß per 215.403.13 Schilling, der sich nach Vornahme von Abschreibungen und Rückstellungen, die den krisenhaften Verhältnissen Rechnung tragen, ergibt, den Betrag von 200.000 Schilling zur Dotierung eines Reservefonds gemäß Art I, g 5 des Bundesgu-cr. ts vom 28. Juli 1932, B. G. Bl. Nr. 213, zu verwenden und den Rest auf neue Rechnung vorzutragen. gibt; daß vor allem die beiden Königinnen aller Künste, Architektur und Musik, dem Judentum nichts Ursprüngliches zu verdanken haben. Was er aul dem Gebiete der i^unst leistet, ist entweder Verballhorrusierung oder geistiger Diebstahl. Damit aber fehlen dem Juden jene Eigenschatten, die schöpferisch und damit kulturell begnadete Rassen auszeichnen. (Seite 320.) * * Der Jude ist und bleibt der typische Parasit, ein Schmarotzer, der, wie ein schädlicher Bazillus, sich immer mehr ausbreitet, sowie nur ein günstiger Nährboden dazu einlädt. Die Wirkung seines Daseins aber gleicht ebenfalls der von Schmarotzern: wo er auftritt, stirbt das Wirtsvolk nach kürzerer oder längerer Zeit ab. (Seite 322.) * Indem der Zionismus der anderen Welt weißztvnachen versucht, daß die völkische Selbstbesinnung der Juden in der Schaffung eines palästinensischen Staates seine Betriedi- Rom. (D. P. K.) In Rom und Bologna fanden Festversammlungen anläßl ch des Jubiläums des corpus juris civilis unter Teilnahme der juristischen Kapazitäten der ganzen Welt statt. Auf dem römischen Kongreß waren 16 Nationen vertreten, darunter auch Deutschland. Während ursprünglich die berühmten Zivilrechtsgelehrten, die Professoren Lenel (Freiburg i. Br.), Levi (Heidelberg) und Pringsheira (Freiburg) als Referenten angemeldet waren, mußten sie infolge der inzwischen erfolgten Gleichschaltung dem Kongreß fernbleiben. An Stelle der berühmten deutschen Wissenschaftler erschienen auf dem Kongreß einige völlig unbekannte, dafür aber geeicht nationalsozialistische Professoren und Dozenten als Vertreter Deutschlands. Der Kongreß, dessen Ehrenprotektorat Mussolini übernommen hatte, verlief überaus glanzvoll. Als die deutschen Delegierten gegen jüdische Referenten Einspruch erhoben, wurden sie vom Vorsitzenden zurecht- Schach Im Aufträge der Schachsektion Hakoah redigiert von Oskar Schlesinger Nr. 11 25. Mai 1933 Preis-Problem Von I. Groß (Kaclovac) (W. S. Z. 1927) Schwarz: Ke5, Tb4, Lh8 u. f5, Sg8, Ba7, b3. b5, d3, e6 u. h3 (11 Steine). Weiß: Kd2, Dd8, Tg7, Lf2 u. f3, Sb2, Bc5 u. g2 (8 Steine). Weiß zieht und setzt mit dem zweiten Zuge matt. Dem Verfasser obiger Aufgabe, Herrn Rabbiner Isidor Groß, wurde kürzlich eine hohe Auszeichnung zuteil. Aus Anlaß des 25jährigen Jubiläums des von ihm gegründeten und geleiteten Schachklubs in Karlovac erhielt er den St. Sava-Orden. Isidor Groß ist auch ein bekannter Schachpublizist und Verfasser des ersten Schachlehrbuches in kroatischer Sprache. Unter den Einsendern der richtigen Lösung, die s p ätestens am 1. Juni 1933 in unseren Händen sein muß, gelangt ein Vierteljahrsabonnement auf die *W iener Schachzeitung» zur Auslosung. Nachrichten Hakoah (Cafö Rabel, Wien, I., Wallnerstraße 2) Wettkampf gegen Hainburg. Der für den 28. Mai geplante Revanche-Wettkampf gegen den Schachklub in Hainburg wurde abgesagt- Oesterreich HanptturnJer. ln dem bald zum Abschluß gelangenden Turnier behaupten die Hakoahner Weinstock.und Hauser auch weiter die Spitze. Es dürfte beiden gelingen, sich die Berechtigung zur Teilnahme am Qualifikationsturnier zu erwerben. Ausland Weltmeister Aljechin wird auch in diesem Jahre bei der Olympade in Folkestone in den Reihen Frankreichs kämpfen. Alle Zuschriften sind an «Die Stimme--S--'- ' ' »ion, Wien, 1., Kärntnerstraße 28, zu richten. gung fände, betölpetn die Juden abermals die dummen Gojfca auf das gerissenste. Sie denken gar nicht daran, rn Palästina einen jüdischen Staat aufzubauen, um ihn etwa zu bewohnen^ sondern sie wünschen nur eine mit eigenen Hoheitsrechten ausgestattete, dem Zugriff anderer Staaten entzogene Organisationszentrale ihrer internationalen Weltbegaunerei: einen Zufluchtsort überwiesener Lumpen und eine Hochschule werdender Gauner. (Seife 344.) Personallnn Dr. Berthold Frucht gestorben Knapp vor Drucklegung des Blattes erreicht uns die Nachricht, daß unser Mitarbeiter, Herr Dr. Berthold Frucht, nach längerem Leiden gestorben ist. Auf die Würdigung seiner Persönlichkeit kommen wir in der nächsten Nummer unseres Blattes zurück. Frau Salomen Rottenberg ist nach Paris übersiedelt. Mit ihr verliert die Zion. Bezirkssektion IV/V und die Wizo ein wertvolles, stets opferwilliges Mitglied, das mit unermüdlichem Eifer für die zionistische Bewegung tätig war. Dif besten Wünsche aller Wiener Zionisten begleiten sie. gewiesen. Der faschistische Minister für Justiz, Ercole, erklärte in einer Ansprache, mit erhobener Stimme und deutlich an die Adresse der deutschen Delegierten, «die Wissenschaft kenne keine Rassen- oder konfessionelle Unterschiede, die Wissenschaft ist unpolitisch ...» Größtes Aufsehen erregte sodann der Beschluß de» Kongresses, der von allen Delegierten, mit Ausnahme der deutschen, gefaßt wurde, wonach der polnische Delegierte, der Professor der Jagiellonischen Universität in Krakau Rafael Taubenschlag, ein Jude, beauftragt wurde, im Namen de» Gesamtkongresses die Festrede bei der Uebergabe eine» Ehrendiploms an den Senator Scialoja, den italienischen Völkerbundvertreter, zu halten. Der Kongreß beschloß schließlich, an den Professor Lenel, der von den deutschen Behörden von seiner Freiburger Kanzel vertrieben wurde, ein Bcgrüßungstelegramm zu richten. ffuftbo«! Hakoah aus der Gefahrenzone! Hakoah—Austria 4:1 (2:0) Stadion, 13.000 Zuschauer, Schiedsrichter Dr. Kolbe. Die Hakoahner, die sehr aufopfernd kämpften und zeitweise auch gutes Können an den Tag legten, feierten eine« unerwartet hohen Sieg und konnten sich damit vollständig au» der ungemütlichen Abstiegszone retten: Da von vielen Seiten an den Sieg der Blau-Weißen alle möglichen Kombinationen eknüpft wurden, sei hier in aller Offenheit etwas über dia eellität des Resultates gesagt. Es kämpfte hier eine Mannschaft des Mitteltreffens, die weder Meisterschaftsanwärtef noch Abstiegskandidat ist, gegen eine Mannschaft, derea sportliche Existenz auf dem Spiele stand. Daß die Willenssteigerung der gefährdeten Hakoahner, die auch unter normalen Umständengrößcre Kämpfer als die Violetten sind, ihr Manko an Können wettmachen werde, war absolut zu erwarten. Es ist daher nicht am Platze, von «Schiebung» zu sprechen, da es nicht anzunehmen ist, daß die Austriaspieler nicht siegen wollten. Sie gaben der Hakoah eintn zumindest so ambitionierten Gegner ab wie etwa W. A. C und Admira dem Abstiegskandidaten Liberias gegenüber. Die Hakoahner hatte ihre besten Kräfte in Amster, Donnenfeld, Stroß und Reich. Auch die anderen vier Stürmer arbeiteten zufriedenstellend. Stroß erlitt ura die M!tto der zweiten Halbzeit eine Luxation des Schultergelenkes, mußte ausscheiden und tat dann als Invalider am rechten Flügel mit, während Placzek den Centrehalfnosten einnahm und Heß Flügelläufer spielte. Wie Hakoah siegte Gleich nach Beginn führte ein Vorstoß von Ehrlich Q, dessen Schuß schlecht abgewehrt wurde, anscheinend durch Reich zum Führungstreffer. Bald darauf festigte Stern nach einer Flanke Ehrlich I den Vorsprung der Krieauer. In der 20. Minute der zweiten Halbzeit holte Mock für Austria mit haltbarem Weitschüsse ein Tor auf. In der 28 Minute erzielte Reich aus einem Zuspiel Ehrlich I den dritten Treffer, während sich Stern nach einem Zuspiel Stroß’ knapp vor Schluß mit einem vierten Tor einstelllte. Hakoah: Löwy; Feldmann, Amster; Placzek, Stroß, Donnenfeld; Ehrlich I. Ehrlich II, Stern, Heß, Reich. H. Sp. mmn Mi rin m r Emm cnmi Zentral-Europäische Länderbank Aktiengesellschaft. Gesellschaf t.sknpltal 100,000.000 Francs. Sita der Gesellschaft: Paris, Kue de Costiglione No. 1Z, HunomacDuno Die Herren Aktionäre werden hiemit für Mittwoch, den 7. Juni 1933, vormittags 11 Uhr, zu der im Saale der Soci6t6 des Ingenieurs Civils de France in Paris Rue Blanche Nr. 19, stattfindenden ordentlichen Generalversammlung einberufen. BvüsUievung von Nazi-Juristen in in Italien Minister Ercole weist die deutschen Delegierten zurecht — Abfuhr für antisemitische Exzesse auf einem Kongreß Jüdischer Spovi