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Die Stimme · 1933-02-16 · Heft 267 (16.2.1933) · page 8

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Journal
Die Stimme
Volume
6 (1933)
Issue
Heft 267 (16.2.1933)
Date
1933-02-16
Page
– (sequence 8)
Language
German
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IcNi DTK STIMM8 Nr. 3B7 — TÄ, Februar TM Ztoni«Hsch*sUI>cii in Wien Verlavtbarung des Landeshomltees für Österreich Dem Zionistischen Laitdeskomltee für Oesterreich wurde vonpriraterSelteder Betrag von S 500.— zur Gründung eines Jugendheimes zur Verfügung gestellt Diese Widmung ist an die Bedingung geknüpft daß weitere S 2500 — für die Erhaltung des Jugendheimes bis CndeFebruard.J. aufgebracht werden. Das Helm samt Einrichtung steht bereits zur Verfugcttg. Die Sektionen und alle Gesinnungsgenossen werden daher ersucht durch sofortige Spenden, die an das Landeskomitee zu überweisen sind, die Etablierung des Jugendheimes zu ermöglichen, welches für die Heranbildung unserer Jugend von größter Wichtigkeit ist Sabine Passweg, Dr. Oskar Grünbaum, Dr. Michael Steinberg. Theaterauffüiinsiig des Zion« Landeskomitees Das Zion. Landeskomitee veranstaltet am 7. März d. J., um 8 Uhr abends, im Festsaa'e des Hotels Bayrischer Hof, I!., Taborstraße, eine Aufführung des Propagandastückes: «Die einzige Lösung». Sitzplätze von S 1.— bis S 2.—, Stehplätze zum Preise von 50 Groschen sind ab Montag, den 20. d. M., im Bureau des Zion. Landeskomitees und bei den Bezirkssektionen erhältlich. Vorankündigung Die feierliche Eröffnungssitzung des Delegiertentages findet S a mr s t a g, den 4. März d. J. um 8 Uhr abends im Festsaale des n.-ö. Gewerbevereines, I., Eschenbachgasse 11, statt. Am 5. März d J. findet die fortgesetzte Tagung des Delegiertentages im Chajes-Saale der Bezirkssektion Leopoldstadt, II., Praterstraße 13, statt. Die Arbeit des Keren Kaje* meth Chajes-Aktion. Bisher sind insgesamt ein* gegangen S 6390.65. ln der letzten Woche gingen ein? Zentrale S 1004.97; Histadruth Gordonia S 35.07; Sek* tion Prater S 20.—; Sektion III S 20.—; Sektion VII 8 21.—; Sektion XX S 33.—. Für den «Chajes-Wald» sind bisher insgesamt 8627 Bäume eingegangeo. Es fehlen noch zur Ergänzung 1373 Bäume. «Böhm-Haln». Für den Böhm-Hain sind weiters 100 Bäume eingegangen, darunter durch Gg. J. K. S 420.—, C. T. S 525.—. Unter den Sammlern für den Böhm-Hain in der vorigen Woche befindet sich auch Gg. Dir. Gerson Wittlin mit S 630.—. Bis nun sind also insgesamt 526 Bäume eingegangen. Zur Komplettierung dieses Haines fehlen somit noch 474 Bäume. Goldbuch-Eintragung Dr. Josef Löwenherz. Diese von der Zion. Bezirkssektion Prater eingeleitete und durchgeführte Goldbuch-Eintragung Dr. Josef Löwenherz ist komplett. Goldbuch-Eintragung Abraham Bloch. Gg. Abraham Bloch wurde anläßlich seiner Alijah durch seine Freunde ins Goldene Buch des Keren Kajemeth eingetragen. Goldbuch-Eintragung Prof. Beta Diamant s. A. Auf die durch die Kollegen und Schüler des Verewigten eingeleitete Goldbuch-Eintragung sind weitere S 100.— eingegangen. Insgesamt ergibt die bisherige Sammlung S 591.—. Großer Ertrag einer Büchse. In der Büchse des Herrn Michael Karten wurde bei der letzten Leerung der Betrag von S 62.10 vorgefunden. Endgültige Büchsenleerungs-Verrechnung. Die Dezember-Jännet-Leerung wurde endgültig verrechnet durch die Gruppen Chajes-Realgymnasium und Z. M. V. Jedidäa. Hochzeit Freudmann-Mendel. Das Hochzeitspaar hat zu ihren Einladungen Keren Kajemeth-Telegramme samt an es gerichtete Retourkuverts mit dem Ersuchen beigelegt, statt eventueller Telegramme sich der Telegrammblankette des Keren Kajemeth zu bedienen und den Gegenwert in Briefmarken dem Keren Kajemeth zu überweisen. Jubiläum von Löb 1 Taubes Löbl Taubes, einer der ersten Pioniere des nationalen Judentums, der während seiner jahrzehntelangen zionistischen Propaganda Unvergängliches geleistet und, fast könnte man sagen, der Vater des Zionismus im Osten des alten Oesterreichs war, wird 70 Jahre alt. Ein Komitee hat nun beschlossen, den alten Führer zu feiern. Dem Komitee gehören u. a. das Zionistische Landeskomitee, der Verband der Ostjuden, der Misrachi und andere Organisationen, sowie zahlreiche Persönlichkeiten und Schriftsteller an. Unter anderen gehanten Ehrungen für den Jubilar wird in der Puriin- W' he ein Bankett veranstaltet. Es wird auch eine SL .u^g auf den Namen Taubes im Rahmen des Keren Kajemeth errichtet „Die einzige Lösung“ Eine gelungene Aufführung. Mittwoch, den 1. d. M., fand die Wiener Premiere des vom Keren Kajemeth erworbenen und von Mitgliedern des «Makkabi Hazair» gespielten Stückes «Die einzige Lösung» statt und wurde, wie überall in Deutschland, zu einem großen Erfolg. Sein ürundgepräge erhält das Stück durch Verwendung eines Sprechchores. Die gemeinsam gesprochenen und gesungenen Texte üben, von Musik und Scheinwerfern unterstützt, eine unheimlich aufwühlende Wirkung aus, die Worte vermitteln die einfachsten Gedanken der zionistischen Ideologie. Aber auch die verschiedenen Szenen, die bei offenem Vorhang blitzschnell wechseln, indem jeweils eine andere Partie aus dem Dunkel mittels Scheinwerter hervorgehoben wird, sind von durchschlagender propagandistischer Wirkung; so die Szene bei Direktor Kahn, die Szene im zionistischen Informationsbureau, im englischen Kolonialamt, im arabischen Cafe: mitreißend aber auch die Worte des Zionisten, durch dessen Person in Form einer geschickt konstruierten Handlung d>e einzelnen Teile miteinander verbunden werden. — Das Stück, das aufrufen, beweisen, überzeugen will, beweist, überzeugt, ruft auf zur sofortigen aktivsten, ungefärbten zionistischen Arbeit — zum Eintritt in die zionistische Organisation. * Wir hoffen nur, daß eine größere Anzahl uns noch fernstehender Juden, als sie das Volksbildungshaus an einem Abend fassen konnte, sich dieses Lehrstück ansehen und die Konsequenzen ziehen wird. Wie wir erfahren, bestehen bereits Besprechungen zwischen zionistischen Verbänden und Korporationen und dem Makkabi-Hazair, der sich bereit erklärt hat, zugunsten des Keren Kajemeth die Aufführung für genannte Verbände zu wiederholen, * Vor Beginn des Stückes tanzte Getrud Kraus, die mit ihren künstlerisch durchdachten Darbietungen «Beduinischer T a n zs, «Mädchen aus dem Ghetto», «Orientalische Impression» das Publikum vollständig für sich gewann. * Zum Gelingen des Stückes haben insbesondere Juda Glücklich und Robert Marchfeld beigetragen, aber auch den übrigen Darstellern, dem «Z:onisten» Richard Müller, dem Leiter der Chöre Norbert Königsberger, den Mitgliedern des Chores und last not least dem technischen Personal gebührt vollste Anerkennung. Ziele des Wiener Jüdischen Gesangvereines Der seit zwölf Jahren bestehende Gesangverein hat eine große Reihe künstlerischer Großtaten vollbracht, und es erübrigt sich, über dieses Vergangene zu sprechen. In erster Linie ist der Verein eine künstlerische Institution. Fast alle namhaften jüdischen Komponisten stehen mit uns in Verbindung, und es gibt keine wertvolle Chorkomposition, welche nicht in unseren Konzerten aufgeführt worden ist. Die amerikanischen Komponisten. Alman, Löw, Saminsky senden uns ihre Werke ein und betrachten den Verein als eines ihrer wertvollsten Instrumente. Das Bestehen eines solchen Vereines gibt ja den jüdischen Komponisten erst die, Anregung und Möglichkeit zu schaffen und gehört zu werden. Der Verein hat außerdem das jüdische Volkslied in Wien zu neuem Leben erweckt. Außer dieser rein künstlerischen Sendung strebt der Wiener jüdische Gesangverein an, ein Konzentrationspunkt des Wiener Judentums zu sein, und unabhängig von politischen Tagesströmungen sollen Juden und Jüdinnen in der reinen Luft künstlerischen Schaffens frohe Stunden erleben und ihr jüdisches Zusammengehörigkeitsgefühl stärken. Alle Schichten der jüdischen Bevölkerung sollen gesellschaftlich und menschlich durch gemeinschaftliches künstlerisches Arbeiten verbunden werden. Es gibt nichts Schöneres und Höheres als einer Institution anzugehören, welche den Gedanken des Judentums sowohl nach außen als auch nach innen manifestiert und hochhält. Es ist aber ein Charakteristikum unseres Volkscharakters, daß er sich an Ideen wohl begeistern kann, aber selbständig mitzuarbeiten nicht immer bereit ist. Während die künstlerisch interessierten n-ichtjüdiseiven Kreise es sich als Ehre anrechnen, in einer Singakademie oder im Wiener Männergesangverein mitzutun, muß der jüdische Gesangverein immer die Werbetrommel und menst vergebens rühren, um seinen Mitgliederstahd nur halbwegs aufrecht zu erhalten. Es geht nicht an, daß die vielen interessierten Juden und liidinnen sagen, auf mich kommt es nicht an! Nein! Auf jeden kommt es an, und nur das Ineäianderarhe-'ten von ** künstlerisch interessierten Schu-hteii kann eine imposante itidische Chorvere’nigung schaffen, welche den Ruf des Wiener Jüdischen Gesanges weit über die Grenzen unseres Vaterlandes hinauszutragen imstande wäre. Unter großen Opfern wurde der Wiener jüdische Gesangverein geschaffen und unter noch größeren Opfern erhalten. Wir bitten die jüdische üeffentlichkeit, zu uns zu kommen und uns zu helfen, «'* ni Verein dkse Stellung zu verschaffen, welche ihm, einer Judengemeinde von zirka 200.000 Juden entsprechend, gebührt. Das Chafes-Werk (Reden, Vorträge, Biographie) Eine Novität, die auf dem Büchertisch keines gebildeten Juden fehlen darf, ist das soeben erschienene Chajes.Werk. In zwei Monumentalbänden zum Preise von S 25.— ist es zu beziehen von Dr. M. Rosen fei d, XX., Brigittenauerlände 46. Rezitationsabend Samuel Schwager Samstag, den 18. Februar 1933, um 8 Uhr abends, im TheatersaaJ «Post», 1., Fleischmarkt 24, spricht Samuel Schwager, singt Hilde D u 1 i c k a j a, spielt N. L e i b or«wic& Ho—rack nach Palästina! Das politische Kabarett bringt als erstes Programm eine Revue von Bobby Weiser unter dem Titel «Ho-ruck nach Palästina». Der Autor nimmt in seiner Revue in satirischer Form Stellung zu politischen Tagesfragen rund um das Judentum sowie zu innerzionistischen Problemen. 100 Prozent Aktualität und 100 Prozent Humor dargestellt von einem aus zionistischen Jugendbünden und Hochschülerkreisen zusammengestellten Eliteensemble garantieren dem Publikum eine originelle Unterhaltung, fern von der Schablone bisheriger zionistischer Unterhattuncrsahende. Die Bilderfolge führt nach einem Rundgang durch die Assimilation «Meschiach oder Birobidschan» zum österreichischen Bilderbogen, der im Bilde «Abel kontra Abeies» ein Streiflicht auf die Hochschulverhältnisse wirft, im nächsten Bilde die «S. A.nierung der Credit-Anstalt» zeigt und schließlich im Bilde «Wann man die luden liebt», die Sommerfrischenfragen grell beleuchtet. Es folgt nach einem «Tutti-Frutti» aus allerlei Politik, eine «Zionistische Wochenschau» und schließlich als Schlußbild «Wien ohne Juden» oder «Die Fahrt ins Blau-Weiße». Die erste Aufführung der Revue, der man mit vollem Recht erwartungsvoll entgegenschaueu kann, findet heute Donnerstag, den 16. Februar, 8 Uhr abends, in den «Künstlerspielen», I., Riemergasse 11, statt. Restliche Karten sind noch an der Abendkasse erhältlich. Ein palästinensischer Konzertsänger Der Verein «Kongreß-Polen» hat am 11. d. M. eine «Chamsichah-Assa»-Feier veranstaltet. An diesem Abend hatten wir Gelegenheit, in dem palästinensischen Konzertsänger Elijahu K r y b u s einen prachtvollen lyrischen Tenor kennen zu lernen, dessen mit vollendeter Meisterschaft vorgetragenen Uedem und Arien das Publikum stürmischen Beifall zollte. Verband der Sabbathfreunde «Schomre Schabos» Wien» II., Leopoldsgasse 16, TeL A 48-4-15) 1. Stellenvermittlung. Offene Stellen: Lehrling als Setzer in Buchdruckerei unter 16 Jahren; Schneiderlehrling bis zu 16 Jahren; Praktikanten im Alter von 14 bis 16 Jahren; Praktikant für ein Lebensmittelgeschäft; ausgelernte Monogrammstickerin für Maschine in Ajouranstalt; Sekretär und Religionslehrer für österreichische Provinzstadt (ledig unter 30 Jahren); Köchin für alles. Stellengesuche: Tüchtiges, geschultes, verläßliches kaufmännisches und gewerbliches Personal. 2 Schnelldienst. Der «Schomre Schabbos» beabsichtigt einen «Schnelldienst» tinzurichten, der jederzeit in der Lage sein sollte, gegen telephonische oder schriftliche Verständigung innerhalb einer. Stunde jede gewünschte Arbeitskraft für Botengänge Bestelldienst' u. dgl. zur Verfügung zu stellen. Um fcstzustellen, ob genügenJ Interesse für i nen solchen «Scnnelldienst» vorhanden ist, bezw. mit weicher Inanspruchnahm d Frchmng rechnen könnte, werden hiemit alle jüdischen Firmen ersucht, dem «Schomre Sdvbbos» (Sekretariat II., Leopoldsgasso 16, Tel. A 48-4-1"; telephonisch oder schuftlich ui ve*h:ndlich mitzuteilen, ob s: ‘ den «Schnelldienst» nach der erfolgten Litirnhlung in Anspruch nehmen würden, bezw. voraussichtlich vu oft in der Woche. Verein der Buczaczer in Wien Der vor vier Jahren gegründete Verein hat es verstanden, die Buczaczer in Wien organisatorisch zu erfassen und auf einer Reihe von Gebieten W e r t v o 1les zu leisten. Wenn man den Tätigkeitsbericht des Vereines durchgeht, wird man gewahr, daß der Verein für die in Wien lebenden Buczaczer bereits unentbehrlich geworden ist und daher die höchste Förderung verdient. Leistungen in sozialer Fürsorge, Gewährung von Darlehen und Unterstützungen. Bereitstellung von Rechtshilfe, Pessach- und Kohlenaktionen — das ist nur ein kleiner Ausschnitt aus der Fülle des vom Verein Geleisteten. Die am 25. Dezember abgehaltene Generalversammlung wählte den neuen Ausschuß, und zwar zum Obmann des Präsidiums C. H. Ederer, zu Vizeobmännern die Herren Dr. |. Kraminer und A. G i n s b e r g. Herr L. Fried wurde zum Ehrenpräsidenten gewählt. Der Aufschwung des Vereins ist um so mehr zu begrüßen, als er sich gerade in der Epoche der stärksten wirtschaftlichen Krise vollzog. Der Verein der Buczaczer hat beschlossen, zugunsten des Armenfonds, beziehungsweise für die P e s s a c h - A kt io n am 26. Februar im Hotel Continental eine Akademie mit Tanz unter Mitwirkung bedeutender Kunstkräfte zu veranstalten. Mit Rücksicht auf den Zweck werden sämtliche Buczaczer Freunde zu diesem Abend ganz besonders eingeladen. Sprechsaal der Stimme Für die Mitteilungen, die in dieser Rubrik erscheinen, übernimmt die Redaktion keine Verantwortung. Verehrllche Redaktion! In den ersten Jahren unserer Bewegung brachte die «Weits allwöchentlich Anregungen betreffs der Vergrößerung der Mittel des Keren Kajemeth. In unserer Zeit erweist es sich als immer dringender, dem Keren Kajemeth zu gtoßen Eingängen zu verhelfen, damit ef allen Schichten der Judenheit, Mttelständlern und Chaluzim, Boden zur Verfügung stellen kann. Wie dringend diese Aufgabe ist. ersieht man daraus, daß der Bürgermeister von Tel-Awiw eine Propagandareise für den Keren Kajemeth unternimmt, damit für ein Industriezentrum in Tel-Awiw nationaler Boden bereitgestellt werden könne. Ich rege nun folgendes an: In allen Tempeln werden stets Beträge zu Händen der Verwaltung gespendet. Diese verteilt sie nun nach eigenem Gutdünken. F.s ist nur recht und billig, daß ein entsprechender Prozentsatz dem Keren Kajemeth zugeführt werde. Die Zionisten in den Tempeln brauchten bloß dafür einzutreten, und es könnte gewiß zur nationalen Selbstverständ* lichkeit werden. Hochachtend mit Zionegruß M. ft

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