Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 5 (1932)
- Issue
- Heft 256 (1.12.1932)
- Date
- 1932-12-01
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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■;\r. 2ö6 I. Dezember i:u,~ DIE STIMME -Selten Es gibt nur eine zionistische Liste Listenführer Or. Oesider Friedmann. Oberbaurat Robert Stricker, Dr. Josef Löwenhers Wahllokal 34, XIII., Am Platz 2. — Agitationslokal: Cafe «Hietzingerhof», Hietzingcr Hauptstraße 22, Telephon R 33-4-34, R 32-5-04. Agitationsleiter: Leskovitz, Prager. , Wahllokal 35, XIII., Lortzin.ggasse 2. — Agitatiionskrk al: Ga$fhor Grtiber, XIV., Sturzga&se 40. Agitafionsleiter: Erwin Rottcr. Wahllokal 36, XIV, Kröllgasse, M.-Volksschule. Aigitatjonstokal: Gasthof Gruber, XIV., Sfuirzgasse 40. Agitationsleiter: Frau F'ärber. Wahllokal 37, XV., Turnergasse 22. — Agitationstoloal: Sektionsheim, XV., Herklotzgasse 21. Agitabionsleiter: Otto Ruzek. Wahllokal 38, XVI., Hubergasse. 8. — Agitation »lokal: Cate «Alt-Wien», XVI., Ottakrimgerstraße 45, Tel. A 22-4-28. Agitationsleiter: Dr. S. Bohin. Wahllokal 39, XVII., Kastnergasse 29. — Agitabionsfotoal: Cafe StimvoII, Kastnergasse 11. Agitationsleiter: Di* S Poflsk Wahllokal 40, XVIII., Sohopemhauerstraße 39. — Agitattonslokal: Caf6 «Weimarerhof», XVIII., Abt-Karl-Gasse 25, Tel. A 21-0-09. Agitationsleitcr: Dr. Jakob Ehrlich. Wahllokal 41, XVIII , Schopcnhauerstraße 39. — AgitationslokaJ: Cafe «Weimarerhof», XVIII., Abt-Karl-Gasse 25, Tel. A 21-0-09. Agitabionsleiter: Dr. Jakob Ehrlich. Wahllokal 42, XIX., Dolliinergasse 3. — Agibationslokal: Cftf$ «Döblingerhof», XIX., Billrothstraße 49, Tel. B 10-5-45, B 15-1-94. Agitabionsleiter: Dir. Altmann. Wahllokal 43, XIX., Probusgasse 2. — Agitationslokal: Caffi «Döblingerhof», XIX., Billrothstraße 49, Tel. B 10-5-45. B 15-1-94. Agitabionsleiter: Dir. Altmann. Wahllokal 44, XX., Kluckygasse 11. — 1. Agitationslokal: Cafä «Neptun», Gaußplatz 37, Tel. A 42-0-99. 2. Agibationslokal: Rest. Fuchs, Kluckygasse 3. Agitationshitcr: R. Mörse!, E. Nußbaum. Wahllokal 45, XX., Othmargasse 46. — Agitationslokal: Bezirkssektionsheim, XX., Jägenstraße 30. Ag.itationslei ter: Hans Kolb. Wahllokal 46, XX., Allerhei 1 igenpIatz 7. — Agitationslokal: Rest. Zuckermann, XX., Dresdnerstraße 58, Telephon A 43-6-67. Agitationsleiter: Sam. Weinfraub. Wahllokal 47, XXI., Holzmeistergasse 12. — Agitation lokal: Koppelmann, Lendorfethof, Am Spitz 2, Telephon A 61-0-Ö9. Agitationsleiter: Med.-Rat. Dr. S. Ruß. Wahllokal 48, I!., Wittelsbachgasse, Schule. — Agitationslokal: Böoklinstraße 92/5, Tel. B 51-7-05. Agitationsleiter: Berta Taubes. Donnerstag, den 1. Dezember, 20.30 Uhr, Hotel Continental, II., Taborstraße 14 Redner: Dr. Oskar Grünbaum, Ing. Eugen Buchbinder, Dr. David Ro thb 1 u m, Dr. Nahum Samonsky, Dr. Josef Löwenherz, Frau Bauer Juden Wiens! fj/ /J/fi. 10 daß Euere Kultusgemeinde sich nicht bloß um Euer Be* lfcMCX JjfÜC gräbnis kümmere, sondern auch um Euer Leben und üiierv Exis enz «j/ AAl 10* daß Euere Kultusgemeinde wirksam gegen Ab* |fyJüXxJt' JWV fall und Taufe auflrete mm* aAa. 10m da° Euerer Kultusgemeinde alle ywX)AUU* «Afl/i Juden Wiens das freie MÜbestimmungsrecht haben dann wühlet am 4. Dezember die 2 CcmistCscAe tißiste, ötr Ewigkeitswert der Misrochiidee . «Die Misrachiidee ist so alt wie das Judentum, dessen Begriff, sie repräsentiert. Sie ist eine tttwutlösibare Synbhese des Relgiösen und Nationalen, wobei dem Religiösen primäre Bedeutung zukommt. Die jüdische VoUcswerduag erfolgte erst mit der Entgegennahme der Lehre. «Haskeh Uschma Israel, Hajom hase nijesu leam laschem eloi’hechu» (Merke und vernimm es, Israel, heute bist du zum Volke Gottes geworden). Der Prophetenfürst hat damit die exzeptionelle Art des jüdischen Volkstums gekennzeichnet und Israel darauf besonders aufmerksam gemacht, daß dessen Existenz durch dessen konstante Beziehung zu Gott bedingt ist, daß es nur als Gottesvolk und nicht als Volk schlechthin bestehen kann. Diese Tatsache erschien dem Erzpropheten so wichtig, daß er es nicht bei der Mitteilung derselben bewenden ließ, sondern Israel aufforderte, sich diese Tatsache zu merken und sie kritisch zu erfassen. Die Stempelung Israels zum Gottesvolk war für dessen Schicksal im Laufe der Geschichte bestimmend. Die Hintansetzung der Religion bezw. irgend ein Ansatz zur Verleugnung derselben beschwor jeweils die Gefahr der Vernichtung des jüdischen Volkstums herauf. Ich werde das Nichtmeinvolk als mein Volk ansprechen und gelten lassen, wenn es mich afs dessen Gott ansprechen wird.» Das Religiöse im Judentum war immer die unversiegbare Energiequelle, aus der das Judentum in Zeiten schwerster Verfolgungen und Unterdrückungen seine Kräfte schöpfte. Während der Diasporazeit war und ist die Religion dessen wahres; Refugium. . . Kr t. . . Die jüdische Religion ist aber an das Nationale gebunden und wäre ohne das letztere eine körperlose nicht in Erscheinung tretende Seele. Wenn Thomas Mann in seinem Bekenntnis zum Sozialismus darauf verwies, daß die nationale Idee eine Idee der Vergangenheit und nicht der Zukunft ist, so trifft diese An~ sicht hinsichtlich der jüdischnarionaJen Idee als immanenten Faktors des Judentums gewiß nicht zu. Die jüdischnationale Idee ist nicht nur kein Hindernis für die Zusammenfassung mehrerer Völker behufs Bildung einer Schicksalsgemeinschaft, sondern ist vielmehr vermöge ihres hohen ethischen und sozialen Gehaltes zur Förderung solcher Gemehischaf t sbildiunge-n prädestiniert. Bei einer ungehemmten Entfaltung seiner Kräfte wird das Judentum der Wegbereiter solcher Völkerzusammenfassungen werden. Hofmeister, Hauslehrer für Nachhilfeunterricht, ui allen Mittelschultypen, mit Kenntnissen f remder Sprachen, vermittelt prompt und unentgeltlich der Agifafionslokale d. religiösen Liste „Misrachi“ Hauptagitat ionslokal: II., Hollandstraße 10. 2. Bezirk: Cafe Tomek, II., Leopoldsgasse 20, Telephon A 46-3-92; Misrachi, II., Praterstraße 11. Prater« Isnk Wilder, II., Sterneckplatz 7. 9. Bezirk: Cafe «Alsergrund», IX., Roten Löwengasse 2, Tel. A 16-4-26. 20. Bezirk: Hager, XX., Stand in gergasse 14. Die Agiitationslokale in den übrigen Bezirken werden unseren Vertrauensmännern in unserem Hauptagitafionslokal, 11., Hollandstraße 10, bekanntgegeben. Wien, in., zimaermannpuitz l Telephon A 25-2-28. Herrenanzüge, Fasson S 65.—, prima Zugehöre, Umänderungen, Reparaturen billigst. Karte genügt. WORMSER Wien, ll., RcmhnuMfötraoc l* Diese Entwicklung der Dinge sah der Prophet voraus und gab ihr in prägnanten Worten Ausdruck: Es wird zur letzten Zeit der Berg, da des Gottes Haus ist, fest stehen höher denn alle Berge und über alle Hügel erhaben werden, und i hinströmen werden alle Völker, und viele Völker werden hingehen und sagen, laßt uns auf den Berg Gottes gehen, zum Hause des Gottes Jakob, daß er uns lehre seine Wege und wir wandeln auf seinen Steigen, denn von Zion wird das Gesetz atis-f■■•n ”” ’ ’ ^ottnswort von Jerusalem.» Für die Förderung uiescr Ewigkeitswerte besitzenden Judentumsidee hat jeder jüdisch denkende und fühlende Mensch einzutreten. «Nur Ignoranz und Böswilligkeit können in dem Festhalten an dem Jüdischnationalen die Nachahmung moderner chauvinistisch-nationaler Zeitriciitungen erblicken. Die Negierung des Nationalen unter Betonung der Notw der Pflege der Tradition ist ebenso grotesk und u.ii ...scii, wie die Hintansetzung des Religiösen gegenüber dem Nationalen. Die Eliminierung eines der wesentlichen Merkmale des Judentumbegriffes bedeutet die Verhunzung des Judentums.» «Gerade in der jetzigen Zeit allgemeiner katastrophaler Wirtschaftslage und der ungeheuren Judennot — insbesondere, wo mangels einer Existenzmöglichkeit unter dom Einflüsse nichtjüdischer Ideologien jedes die jüdische Jugend mit dem Judentume verknüpfende Band gedöst zu werden drohte ist es die Pflicht eines jeden Juden, sich auf das Wesen des Judentums zu besinnen und den Gefahren der durch Unterstützung für die Erhaltung des Judentums kämpfenden Judengruppen zu begegnen. Diese Pflicht zu erfüllen, bietet der 4. Dezember 1932. Nur wenn die Leitung dieser Gemeinde in Händen wirklicher jüdischer Menschen gelangen wird, ist der Bestand, des Wiener Judentums und dessen Förderung gewährleistet. Dr. Mendel Rosenberg Verfrauensmännerversammlung der „Zionistischen Liste“ IF. Bezirk: Mittwoch, den 30. November, 8 Uhr aben-ds, ff., PratftP» Straße 13. VI./VII. Bezirk: Donnerstag, 1. Dezember, 8 Uhr abends, Cafe Pafcria, Marlahilferstraße 127. VW. Bezirk: Donnerstag, 1. Dezember, Sektionsheim, Bennoplatz 1 a. IX. Bezirk: Mittwoch, den 30. November, Cafe Metropol, Berggasse 33. X. Bezirk: Donnerstag, I. Dezember, JA 9 Uhr, Ansche Emes, Favoritenstraße 106. XIII. Bezirk: Mittwoch, 30. November, y29 Uhr, Caf6 Hietzingerhof, Hretzinger Hauptstraße 22. XVI./XVII. Bezirk: Mitwwoch, 30. November: Cafe Alt-Wien, Ottaikringerstraße 145. XIX. Bezirk: Donnerstag, 1. Dezember, Cafd Döglingerhof, XIX., Billrothstraße 49. XX. Bezirk: Donnerstag, 1 Dezember, Sektionsheim, Jägerstraße 30. Alle Mitarbeiter und Vertrauensleute werden aufgefordert, sich an den angegebenen Tagen verläßlich in ihren Bezirken meiden zn wollen. Klub jüdischer Frauen, Cafe «Altes Rathaus», I., Wipplingerstraße 24. Mittwoch, 7. d. M., 16.30 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Wilhelm Stein: «Die Rassenfrage». Gäste willkommen. J. W. S. V. Haganah. Amtsstunden: Montag bis Donnerstag von 19 bis 22 Uhr, II., Obere Donaustraße 89. Anmeldungen: Montag bis Donnerstag von 19 bis 22 Uhr, II., Obere Donaiustraße 89, IX., Nußdorferstiraße 16, und XIV., Hollergasse 40 Lese- und Redehalle jüd. Hochschüler, IX., Türken» straße 9. Samstag, 3. d. M., findet im Rahmen unsere» Konvents ein Vortrag unseres A. H. Dr. Leo Gottfried über das Thema: «Aktuelle zionistische Probleme» statt. Beginn des Konvents 20 Uhr. Gäste willkommen. Wo und wie haben Sie »u «väfilen? 1. Sie haben ausscmienncii uie «Zionistische Liste» Listenführer Dr. Desidet '• riedmann, Ing. Robert Stricker, Dr. josef Löwenherz zu wählen und zu achten, daß Sie den richtigen Stimmzettel ins Kuvert legen. 2. Der Wahltag ist Sonntag, der 4. Dezember; die Wahlzeit ist von 8 Uhr früh bis 5 Uhr nachmittags ohne Unterbrechung. 3. Als Wählerlegitimation gilt die von der Kultusgemeinde ausgegebene amtliche Wahllegitimation, außerdem haben Sie einen, womöglich mit Lichtbild versehenen Identitätsausweis (Reisepaß, Tramwaykarte, Heimatschein, Gewerbeschein) mitzubringen. 4. Sie haben in das Wahlkuvert zwei Stimmzettel hineinzulegen: einen für die Wahl des Kultusvorstandes und den zweiten für die Wahl der Vertrauensmänner der einzelnen Bezirke. — Achten Sie genau, daß bei Abgabe des zweiten Stimmzettels (für die Bezirksvertrauensleute) der Stimmzettel Ihres Bezirkes ins Kuvert gegeben wird, sonst ist Ihre Stimme verloren! Für die Wahl des Kultusvorstandes ist der Stimmzettel für alle Bezirke einheitlich. 5. Erweisen Sie uns den Gefallen und wählen Sie sozeitüch wie möglich; Sie ersparen der Zionistischen Liste viel Arbeit und Mühe. 6. Lassen Sie sich nicht beeinflussen, eifle andere zionistische Liste wie die «Zionistische Liste» Listenführer Dr. Desider Friedmann, Ing. Robert Stricker, Dr. Josef Löwenherz zu wählen. Keine andere Liste hat das Recht, sich als offizielle zionistische Liste zu bezeichnen. Achten Sie daher, daß Ihnen kein falscher Stimmzettel unterschoben wird. Jüdische Wähl er 1 USewafkvet die van dev JViiIfus« üemeivsde xneesteiiten 'iVatklicöitivnntianen und bringet eie zut Wahl mit! Wer diese £e&itima~ Han verlegt ad er verloren hat, bann am lfJafilfage ein Dupli** $at beim Vorsitzenden der zuit&ndiüen Wufttfrommission verfangen