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Die Stimme · 1932-11-24 · Heft 255 (24.11.1932) · page 10

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Journal
Die Stimme
Volume
5 (1932)
Issue
Heft 255 (24.11.1932)
Date
1932-11-24
Page
– (sequence 10)
Language
German
Belongs to
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Seite 10 DIE STIMME Nr. 255 — 24. November 1932 tut nicht ohne Erfolg gesprochen; das sali man an der Wirkung. die ihre Rede auf die zahlreich anwesenden Frauen ausübte. Dr. I. K l a b e r und der Vizepräsident der Kultusgemeinde Dr. I. Löwenherz konnten mit Recht den Beifall der Versammlung entgegennehmen, denn sie hatten nicht nur Erfolg mit der Form ihrer Rede, sondern ebenso mit dem Inhalt, der sich mit der großen Arbeit der Zionisten in der Kultus gemeinde befaßte. Als zum Schluß Oberbaurat Ing. Robert Stricker in einer fulminanten Rede mit den «Rothschild-Proletariern» abrechnete, da zweifelte niemand mehr, daß Alsergrund zionistisch wählt. Sehr fleißig sind unsere braven Mitarbeiter kn 3. B ez i r k. Sie sparen nicht mit Versammlungen und sie tun gut daran, denn die Landstraße hört die Zionisten scheinbar gern, sonst wäre nicht jede Versammlung so gut besucht. So zum Beispiel im Cafe Kriegsministerium ist es ein junger Zionist, der durch den Inhalt und den Geist seiner Ausführungen tiefen Eindruck erweckt. Es ist D r. Nahum Samo n s k y, der mit Leidenschaft für Palästina agitiert. Er ist Palästinenser und bei ihm ist die Liebe zum jüdischen Staat wirklich nichts anderes wie Liebe zur Heimat. Er predigt Liebe zur Heimat, Frau Margit Buchbinder Liebe zur jüdischen Jugend und Dr. Löwenherz verbindet Liebe und Pflicht zum Judentum zu einem großangelegten Referat über die Aufgaben der Zionisten in der Kultusstube. M a r i a h i I f will in keiner Weise zurüefstehen. Drei Versammlungen, drei Riesenerfolge 1 Ma.n weiß nicht, welche Versammlungen besser verlaufen könnten als die Mariahilfer. Alle Redner, die bisher dort agitierten, können sicher sein, daß die zionistische Liste in diesem Bezirk, der immer ein Stolz des Wiener Zionismus war, nichts anderes wie einen Sieg feiern wird. Ein kleiner, aber fleißiger Bezirk: XII./XIV./XV. Unsere Freunde haben es dort verstanden, den Zionismus wirklich in die jüdische Gasse zu tragen. Unsere bisherigen drei Versammlungen waren äußerst erfolgreich. Die Zuhörer verfolgten gespannt die Ausführungen der Redner. Mehr braucht die zionistische Liste nicht. Sie hat den Kontakt mit der Wählerschaft dieser Bezirke gefunden und man wird sorgen, daß der Zionismus auch nach den Wahlen dort nur vorwärts- >chreiten kann. Dazu kennen wir unsere Freunde draußen mnmehr zu gut. — Wiede n—M argarete n—F avor i t e n werden nicht versagen. Sie arbeiten mit Hochdruck und die Versammlungen waren ausgezeichnet besucht. Speziell die Versammlung, die am 7. November im Ce c bischen Haus abgehalten wurde, war ein großer Erfolg für die zionistische Liste. So wird es auch am 4. Dezember sein. — Im achten Bezirk arbeitet unter der Leitung eines Generalstabschefs eine Anzahl unserer besten Gesinnungsgenossen. Ihre Versammlung im Schützensaal war überfüllt. Kopf an Kopf füllten die Zuhörer den Saal, D r. Friedmann und Ing. Stricker wurden vor, während und unsere Arbeit von Bezirk zu Bezirk fort. In allen Bezirken das gleiche Bild. Ob es der erste oder siebzehnte Bezirk ist, der eine Wählen ersammlung mit Erfolg organisiert, ob der Redner Dr. Löwenherz oder Dr. Friedmann, Dr. Körner oder Ing. Buchbinder, Prof. Rath oder Dr. Weiner heißt, überall sieht und hört man das gleiche: Zionismus haßt Kampf — aber Kampffür das Judentum, Rettung desjudent u m s. Wir können nicht alle Versammlungen in diesem knappen Raum, der uns zur Verfügung steht, anführen, denn Wir müßten über so viel berichten, daß eine ganze Seite zu klein wäre. Denn überall, wo in Wien Juden wohnen, werden liifc in zionistische Versammlungen geladen. Und überall hm kommen die Juden und überall erlebt man das gleiche Büd: sie hören zu, sind zufrieden und alle werden die «Zionistische Liste» w ä h 1 r zionistische $raii und die üfullusmalllpiopadanda Kulturabend der Wizo Im Saale der «Mirjam» fand am 7. November ein Kulturabend der «Organisation zionistischer Frauen Oesterreichs» statt, der ganz im Zeichen der gegenwärtig brennendsten Frage im öffentlichen jüdischen Leben Oesterreichs, der Frage der Kultuswahlen, stand. Prälegent war Herr Dr Jose Löwenherz, der über «Die Bedeutung der bevorstehenden Kultuswahlen» sprach. Seine Rede wurde mit einem sinnvollen Vergleich eingeleitet der uns zionistischen Frauen geeignet ist, Ansporn zu der zu liefernden Wahlschlacht zu werden. Herr Dr, Löwenherz erzählte, daß die alten Römer, wenn sie in den Kampf zogen, ihre Truppen in vier Reihen zu formieren pflegten. Zu den ersten zwei Rethen gehörte die Jugend, «die weniger Erprobten*. Die dritte und vierte Reibe büdete man aus der «Elite», über deren Treue und Zuverlässigkeit man sicher war. Als diese «Elite» betrachtet der Prälegent die zionistischen Frauen t Mit dieser Reverenz wird der zionistischen Frau ein Vertrauensvotum, ein politisches Reifezeugnis erteilt! Und nun ist es an uns Zionisthmen, der ernsten Arbeit zionistischer Propagandatätigkeit unsere ganze Kraft zu widmen. Es geht jetzt um das ganze. Wir bedürfen der Majorität der zionistischen Mandatare in der Wiener Kultusgememde. Sie allein kämpfen für unsere Frauenrechte, für das allgemeine aktive und passive Wahlrecht, welches wir bis heute in unserer jüdischen Gemeinde noch nicht errungen haben. Die Zionisten allein haben ein Fürsorgeamt, in dem jüdisch fühlende Frauen hres Amtes rühmlich walten, ins Leben gerufen! Sie allein haben jüdische Kindergärten in allen Bezirken geschaffen, wo jüdischen Kindern jüdische Erziehung zuteil wird Sie allein verteidigen mutig die jüdische Jugend, welche von entmenschten Horden mit brutaler Gewalt behandelt wird, und protestiert eindeutig gegen die Verletzung der Minderheitsrechte bei allen zuständigen Behörden! Keine Stunde dür'en wir verlieren, keinen Tag versäumen, um unserem zionistischen Endzweck zum Siege zu verhelfen. Es muß intensivste Agitation von Mensch zu Mensch einsefcen, um unsere Kultusgememde endlich von den «Juden des Selbsthasses», wie Prof. Lessing sie nennt, zu reinigen. Mit einem zündenden Appell «auf zur Arbeit» schloß Dr. Löwenherz seine Ausführungen, dem starker Applaus dankte. Ottilie G r ö b 1. Versatntnlungskalettder der Religiösen Liste „Misrachi* Donnerstag, den 24. November 1932: 8 Uhr abends: Wähtervensammlung »m Caf£ Remb ran dt, II., Untere Augartenstraße 11 (Souterrainlofal). Redner: Kultusrat Viktor Bauminger, Dr. Mendl Rosenberg, Dr. Josef R o s n e r. Freitag, den 25. November 1932: 5 Uhr abends: Wählerversammlung im Beth Haknes e t h, II., Stuwerstraße 46. Redner: Juda K i t a i gorot z k y. 5 Uhr abends: Wählerversammlung im Beth Hakneseth, H., Novaragasse 40. Redner: Dr. Schalom Lilienfeld. Schabbath, den 26. November 1932: Halb 4 Uhr nachmittags: Wählerversammlung im Beth Hakneseth «Tomche und BikkurCholi m», XX., Treustraße 7. Redner: Dr. Mendl Rosenberg, Dr. Schalem Lilienfeld, Juda Kitaigorotzky, Isak Teite 1b a u m. 4 Uhr nachmittags: Wählerversammlung im Beth Hausverein für Kleingewerbetreibende, II., Malzgasse la. Redner: Jakob Josef Schächter, Dr. Mendl R o s e n b e r g, Dr. Scbalom Lilienfeld. Sonntag, den 27. November 1932: Halb 5 abends: Wählerversammlung im Beth Hakneseth «O jseChesed w’E m e s», II., Große Sperlgasse 31. Redner: Kultusrat Viktor B a u m i n g e r, Dr. Mendl Rosenberg. Halb 5 abends: Wählervetsammlun'g im Beth Hakneseth «O r Thora», II., Czeminplatz 4. Redner: Dr. Schalom Lilienfeld, Kultusrat Viktor Bauminger, Jakob Josef Schächter. Halb 5 abends: Wählerversammlung im Beth Hakneseth «Jeschuas Achi m», II., Darwingasse 21. Redner: )r. Josef Rosner, Juda Kitaigorotzky, Dr. Schalom Lilienfeld. Sonntag, den 27. November 1932, halb 8 Uhr abends: Große Wählerversammlung Im «Heinrichshof», XX., Jägerstraße 17. Redner: Löbi Taubes, Kultusrat Viktor Bauminger, Dr. Mendl Ro s e n b e r g, Dr. Josef Rosner, Dr. Schalom L i 11 e n f eld, Kopel Blum. Montag, den 28. November 1932: Halb 5 abends: Wählerversammlung im Beth Hakneseth «Liwias Chen», II., HoUandstraße 2. Redner: Dr. Mendl Rosenberg, Juda Kitaigorotzky, Doktor Schalom Lilienfeld. Dienstag, den 29. November 1932: Halb 5 abends: Wählerversammlung im Beth Hakneseth «Tomche Jeschurun», XX., Allerheiligengasse 1. Kultusrat Viktor B a u m i n g e r, Dr. Schalom Lilienfeld, Juda Kitaigorotzky. Mittwoch, den 30. November 1932: Halb 5 abends: Wählerversammlung im Beth Hakneseth «Agudas Jeschuri m», XX., Gaußplatz 4. Red: ner: Dr. Mendl Rosenberg, Juda Kitaigorotzky. «Jüdische Künstlerspiele» Wegen des großen Erfolges bleibt «Terja der Milchige» bis einschließlich Donnerstag, den 30. d., auf dm Spielplait. „Hisfadruth Ivrifh“ Samstag, den 26., pünktlich 8.15 abends, im Saale der Volksbibliothek «Z i o n», II., Kleine Mohrengasse 3, Vortrag des Herrn Dr. B. K I a a r über: «H a s c h i r a h h aiwrith bithekufath S’f a r a d». Mit diesem Vortrage wird das Seminar für hebräische Poesie im Mittelalter eröffnet. — Samstag, den 3 Dezember, pünktlich 8.15 abends, Vortrag des Herrn Oberkantor J. A. Müller über: «M ekoriuth hanginah haiwrith», mit Ges an gsproben. Einschreibungen für die Bibel-, Midrasch-, Literatur- und Dikdukseminare werden jeden Samstag abends entgegengenommen. Verein für jüdische Geschichte und Literatur in Wien, II., Ferdinandstraße 23/. Montag, den 28. November 1932, im Klubsaal der Hakoah, I., Wiesingerstraße 11 (Cafe Atlashof, eigener Eingang, Souterrain), Vortrag des Herrn Rabbiner Dr. Lazar Schweiger, Neutra: «Spinoza» anläßlich der 300- Jahrfeier. Beginn Y?8 Uhr abends. Eintritt frei. Gäste willkommen. Mitteilungen des Keren Kaje« meth Wien, I., Kärntnerstraße 28, Tel. R 27-3-20, Postsparkassen* konto A 100.208. Büchsenleerung (September 1932): 1. Bezi r k : S 222—. 2. Bezirk: Abr. Dawid 3.—; Heinrich Brand 2.42; Schiffmann Max 30.—; Dr S. Wassermann 5.*—; Isidor Spitzer 2 90; Johanna Stark 2.22; Helene Parnes 6 50; Hugo Neumann 2 15; Josef Wiener 2—; Chaim Schwarz 431; Dr. Armin Kohn 5.10; Amalie Schmidt 3 50; Hella Franzos 2.70; G. Harmelin 4.60; Minna Hauser 6 33; Isak Bernhard 5.13; Dr. Fleischmann 3 75; Mendel Welt 3.—. 3. Bezirk : Dr Herrn. Keh 2.—; Erich Wolf 3.—; Hermann Stiaßny 10.—; Marianne Unger 2.—; Dr. Marek Scherlag 5 63; Anna Tabak 5.—; Dr. Kurt Enler 2.—; Lilly Igra 3.—; Peter Goldschläger 3.—; Baruch Halpern 2.31; Hans Weinberg 10.60; Amalie Rosenblatt 3.26; Alfred Kisch 3.—; Ignatz Kraus-Roubitschek 2.30. 6. Bezirk: Ing. Leo Böhm* 2 05; Oskar Menzel 3.—; Dr. Karl Jellinek 6.20; Friedr. Morgenstern 5 48. 7. Bezirk: Eduard Klaarmann 23.63; Dr. Ernst Glas 2.—. 9. Bezirk: Massadah-Loge 20.77; Else Schwarz 2.—; M. F. Körner 2—. 2 0. Bezirk: Silberbusch 2 47; Leib Czecher 2 44. Graz: Ing. Jonas Landau 22.80; Gottfried Benedikt 21.—; Sarmiel Burstin 10 53; Rudolfine Brecher 7.93; Richard Neurath 6.87; Karl Schwarz 5.80; Josef Bendiner 5—; Isidor Preßner 5.—; Dr. Manka Spiegel 5—; Heinrich Kreisel 4.50; «Charitas» 4.—; Isidor Gelbart 3 57; David Fleißig 3.09; Jetti Altert 3—; Jetti Goldenzweig 3.—; EHas Grünschlag 3.—; Michael Landau 3.—; julius Preis 3.—; Rosa Wurmfeld 3.—; Emil Lichtenstein 2 92; Snlamon Schwarz 2.86; Walter Gut 2 64; Hans Spielmann 2.58; Alexander Holzer 2 50; Simon Kandl 2 50; Leo Lichtenstein 2 40; Friedrich Busch 2 20; Norbert Grummer 2.20; Berta Stößl 2.20; Alfred Klein 210; Elsa Adler 2.—; Albert Altmann 2.—; Sabine Barta 2.—; Siegmund Fürst 2.—; Max Kindermann 2.—; Alexander Landskroner 2—; Dr. Mpd-Rat Jakob N°umann 2.—; Josef Rosenberg 2.—; Richard Schön 2.—; Wilhelm Spielmann 2.—; Dr. Ing. Ernst Wechsler 2.—; Mirko Weiß 2.—. Jüdisches''' iür Oesterreich <5603-1932 33) 240 Seiten — reduzierter Preis S 4"- unter Redaktion von Löbel Taubes und Chaim Bloch FOnrer duren das lOdischewien und die iOdiscten Gemeinden Oesterreichs, siaiisim der Juden oesierreiens Zu bez'ehen durch- Jüdisches Jahrbuch für Oesterreich, Wien, IX.. L’echtensteinsfraße 60/9 Großfleisctinauerei SIEGM. KORNMEHL Zentrale »X, Berggasse lv, fe> A u. A 16-9-34 Lieiernni ür eilans'sl'er Abteilungen für *IE';vFleisch H -• unter Aufsicht des Ebrwürdieei. «abbinati der Israe* itischei Ku tusoemeinde W»en 4uiOBiiRieiiung io»i«n •X, Bersrgasse t XVU' Währin^erstraße 7° Mau In dar dMMaaoalsclian Mfevahi! "Bav'Mizwa" Ein Unterrichtshuch tür jeden indischen Knaben zur Erinnerung des Toflhinlegen* und als passendes Geschenk Dberall erhältlich! Und im Kommissionsverlag 1. D. 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Rückerstattung der eingezahlten Prämien bei Ableben des Kindes) Inraliditäraversicnerong (Zahlung emei Rente bei Eintritt der Erwerbsunfähigkeit and Auszahlung des versicherten Kapitals nach reiiihnger Dauer dei Invalidität) Per Ende 19dl waren beim PbOnix 886.664 Personen versichert 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 L Habensteig 6. Tel. [J 28*7-45 'i*m*Vw,e'1“ “"d H"a‘“«'b*r: ,Nr * - V«....wur.lKl.« KedakLu,: U«. nnkebtem, Wien, I., Kärtncrstraße Nr, 28. — Drack: «tnva», Wien, VII., Lerchenlelderetratte Nr. 1. °

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