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Die Stimme · 1932-11-24 · Heft 255 (24.11.1932) · page 1

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Journal
Die Stimme
Volume
5 (1932)
Issue
Heft 255 (24.11.1932)
Date
1932-11-24
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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1‘:h!£i‘Dh:lvorsltäts- •ibliothck, y y j.*Universität l. BEZUGS- BEDINGUNGEN Oesterreich tnottat lieh S 1 50, vierteljihrl S 4'20, gen* jihrl . . S 16'— >eutschld viertel ihrl HM Vschechoslowakci viertelj Kr 24— Jugoslawien viertel jlhri Din 40- Po ervierteijlhrlieh Zloty 6 50 Ungarn vierteijlhr lieh Pengö 4 20 Humfmen viertel jlhri Lei 120- Uehriger Ausland vierteljlhrl Schw Franket 4’50 T Jüdische Zeitung Preis 35 g Ertcfcnint jeden Donnerstag Redaktion and Administration Wien, 1„ Klrntner strafte 28 Tel R-27 4-86 Postsparka ssenkonti: Oesterr D 113.546 Polen 191.199 Tschechoslowakei 500.230 Jugoslawien 40.879 5. Jahrgang Wien, Donnerstag, 24. November 1932 (25. Marcheschwan 5693) Nummer 255 Vevsammiungshatendev dev „Zionistischen Liste*4 Listenfunrer Dr. Desider Friedmann, Ing. Robert Stricker, Dr. Josef Löwenherz Donnerstag, den 24. November 1932: Mariensale, XIV., Reindorfgasse 2, halb 9 Uhr abends. Redner: Richter, Dr. Jakob Ehrlich, Prof. M. Rath, Dr. Samonsky. Caf6 Mariahilf, VI., Mariahilferstraße 89a: halb 9 Uhr abends: Redner: Leo Sendrowicz, Frau Margit Buchbinder, Dr. Egon Zweig, Ing. Robert Stricker. Bethaus Ansche Emes, X., Favoritenstraße 106, halb 9 Uhr abends: Redner: K. R. Waltuch, Dr. M. Steinberg, Dr. Nahum Samonsky. Restaurant Führer (Schützensaal), VIII., Albertgasse 43, halb 9 Uhr abends: Redner: Ing. Eugen Buchbinder, Frau Dr. R a p p a p o r t, Dr. Jakob Weiner, Dr. Löwenherz. Cafö Döblingerhof, XIX., BiHrothstraße, halb 9 Uhr abends: Hofrat Dr. L. Werner, Dr. Viktor Kellner, S. Graubart, Dr. P. Diamant, Dr. D. Friedmann. Samstag, den 26. November 1932: Caf£ Lovrana, III., Löwengasse 36, halb 9 Uhr abends: Redner: Fritz Richter, Prof. Rath, Dr. Jakob Ehrlich, Frau Dr. Rappaport. Restaurant Heinrichshof, XX., Jägerstraße, Ecke Staudingergasse, halb 9 Uhr abends: Redner: Ing. Robert Stricker, Dr. Sanel Beer, Ing. E. B u c h b i n d e r, Dr. N. Samonsky. Gasthol Zuckermann, XX., Dresdnerstraße 58, halb 9 Uhr abends: Redner: Dr. Viktor Kornniehl, Dr. 0. Oriinb a u m, Dr. J. L ö w e n h e r z. Hotel Continental, II., Taborstraße 4, halb 9 Uhr abends: Redner: Frau Margit Buchbinder, Dr. J. H. Körner, Ing. Robert Stricker, Dr. M. Steinberg, Prof. M. Rath. Verein der Lemberger, Restaurant Barschak, II., Große Schiffgasse 5, halb 9 Uhr: Redner: Dr. Fink eis tein, M. Schräge, Dr. J. L ö w e n h e r z, A. Tarier. Prater, Gasthaus Sängerhalie, II., Ausstellungsstraße, halb 9 Uhr abends: Redner: Dr. J. H. Körner, Dr. N. Samonsky, Dr. Finkeistein. Cafc Zentrum, IX., Roten Löwengasse 7, halb 9 Uhr abends: Redner: Dr. Alfred Löwy, Dr. Salomon Wolf, Dr. I. | 3 b 6 r Bethaus Jeschuah Achim, 11., Darwingasse 21, 8 Uhr morgens: Redner: Prof. Moses Rath. Verein der Gewerbetreibenden, II., Malzgasse 1, 3 Uhr nachmittags: Redner: Josef Fränkel, Dr. A. Schmerle r, Prof. Moses Rath. Sonntag, den 27. November 1932: Bethaus Machsike Thora, V., Wiedner Hauptstraße 83, halb 6 Uhr abends: Redner: K. R. W a 11 u c h, M. Schwertf i n g e r, Dr. N. S a m o n s k y. Votivpark-Kino, IX., Währingerstraße 12, 10 Uhr vormittags: Redner: Dr. J. L ö w e n h e r z, Frau Margit B u c h b i nd e r, Ing. Robert S t r i c k e r, Dr. Willy P e r 1. Bethaus Mejdisch Jeschuah, II., Josefmengasse 7, halb 7 Uhr abends: Redner: Max Schiffmann, S. Sperling, Dr. J. Löwen herz, Dr. N. Samonsky. Cafö Rappaport, 1., Franz-Josefs-Kai 45, 10 Uhr vormittags: Redner: L. Sendrowicz, Dr. Viktor Kornmehl, Dr. N. Samonsky, Dr. Desider F ri« d m a n "• . ... Bethaus Eines Weschalom, II., Große Schiffgasse 24, 5 Uhr nachmittags: Redner: Dr. Dagobert Rybaczewski, Samuel Kantor, Dr. Nahum Samonsky Bethaus Liwlath Chen, 11., Hollandstraße 2, 5 Uhr nachmittags: Redner: Dr. Abraham S c h m e r 1 e r, Prof. Moses Rath. Montag, den 28. November 1932: Restaurant Fuchs, III., Rennweg 7, halb 9 Uhr abends: Redner: Frau Buchbinder, Fritz Richter, Benno Bayrischer Hof, H., Taborstraße 39, halb 9 Uhr abends: Redner: Alfred May, Dr. Willy Perl, Dr. Josef Löwenherz, Ing. Robert Stricker. Sängerhalle, XX., Denisgasse 33: Redner: Alfred May, Fritz R i c h t e r, Dr. J. H. K ö r n e r. Dienstag, den 29. November 1932: Hotel Union, IX., Nußdorferstraße 23, halb 9 Uhr abends: Redner: Dr. Willi Perl, Dr. Nahum Samonsky. Mittwoch, den 30. November 1932: Restaurant Kohn, XX., Heinzeimanngasse 1—3, halb 9 Uhr: Redner: Dr. N. Samonsky, Dr. Paul Diamant, Ing. Robert Stricker. Goldener Engel, XXI., Am Spitz 2, halb 9 Uhr abends: Redner: Dr. Des. F r i e d m a n n, Dr. Josef Löwenherz, Dr. Jakob Ehrlich. Lokal: siehe Einladungen, halb 9 Uhr abends: Redner: Fr»tz Richter, I. H. Körner, Dr. N. Samonsky, Dr. Josef Löwenherz. Weitere Versammlungen siehe Tagespresse. Landenfwltklungsdlreklor Lewis French zuriickgeireten Sein Plan zusammengebrochen Jerusalem. Wie der Jüdischen Telegraphen-Agentur aus offizieller Quelle mitgeteilt wird, Ist der Director of Development in Palästina, Lewis French, bereits am 8. November d. J. von seinem Posten zurückgetreten; sein Rücktrittsgesuch wurde genehmigt. Lewis French wurde im Juu 1931 vom damaligen Kolonienminister I ord Passficld zum Director of Development für Palästina ernannt miit dem bestimmten Ziele, einen Landentwicklungsplan aufzustellen und ihn mit Unterstützung des damaligen High Cömmissioner Sir John C h a n ce 11 o r durchzuführen, I-rench hatte vor längerer Zeit seinen Plan der Regierung überreicht und ihn nach Rücktritt von Lord Passfield auf Ersuchen des Colonial Office einer Umarbeitung unterzogen, wo dann die Regierung diesen modifizierten French- Bericht der Jewish Agency und der arabischen Exekutive zur Begutachtung unterbreitete. Während der jetzige High Commissioner für Palästina Sir Artur Wauchope vor seiner Weiterreise nach Genf in London weilte, hatten sich zwischen ihm und Lewis French starke Meinungsverschiedenheiten in Bezug auf den Landentwicklungsplan ergeben. Der High Commisioner versagte mehreren Vorschlägen von French seineBilügung v.nd verlangte weitere Modifikationen, zu denen sich" French, wie es heißt, nicht verstehen wollte. Auf diese Meinungsverschiedenheiten wird der Rücktritt Frenchs zurückgeführt. Von anderer informierter Seite wird der JTA erklärt, French sei zurückgetreten, weil seinem Plan die eigentlichen Grundlagen entzogen worden waren. Der Plan war darauf aufgebaut, die depossedierten Araber aus den Mitteln der 2y2 Millionen-Anleihe für Landentwicklung, die aufgelegt werden sollte, anzusiedeln. French selbst fand aber, daß die Zahl der sogenannten depossedierten Araber weit geringer war, als antänglich angenommen, anderseits bestand keine Aussicht, in der gegenwärtigen Zeit die Anleihe unterzubringen, so daß für die Durchführung des Planes kein Geld verfügbar ist. Wie die JTA weiter erfährt, hat die Jewish Agency ihr Memorandum zum French-Bericht bereits im vergangenen Monat unterbreiten sollen, allein der High Commissioner dehnte die Frist zur Ueberreichunig dieser Gegenvorschläge! zum French-Bericht bis zu dem Zeitpunkt seiner Rückkehr hach Palästina aus; diese Tatsache wird dahin interpretier^ daß die Regierung selbst den Plänen Frenchs eine aktuelle; Bedeutung nicht mehr beimißt. j Lewis French wurde im Oktober 1931 in den Palestine j Government Executive Council kooptiert, und es hieß da- | mals, er werde dauernd als Direktor des Landwirtschafts-Departements der Palästina-Regierung an Stelle des Herrn Sawyer in Jerusalem verbleiben. Das Colonial Office hat da- Imals der JTA auf ihre Anfrage erklärt, dies Gerücht habe keine Grundlage, French werde nach Beendigung seinef Untersuchungen bezüglich des Development Scheme nach London zurückkehren. Amerika und Palästina Oie Regierung der Vereinigten Staaten will in der Paiästina- Manda sfrage gehört werden London. Im Unterhaus richtete Lord A p s 1 e y an den Außenminister die Frage, ob das in der Korrespondenz zwischen den Regierungen Großbritanniens und der Vereinigten Staaten von Amerika, betreffend die Haltung der Verein gten Staaten in der Angelegenheit des Irak-Mandates, niedergelegte Prinzip auf alle von Großbritannien verwalteten Mandatsterritorien Anwendung findet. An Stelle des abwesenden Außenministers Sir John Simon erwiderte der Premierminister MacDonald, diese Korrespondenz sei vor kurzem dem Generalsekretär des Völkerbundes zwecks Informierung der Permanenten Mandatskommission übermittelt worden und wird in dem offiziellen Journal des Völkerbundes veröffentlicht werden. Wie verlautet, war der Inhalt der Korrespondenz zwischen der englischen und der amerikanischen Regierung der, daß die amerikanische Regierung in Zusammenhang mit der Aufhebung des Irak-Mandates den Anspruch kundtat, in Mandatsfragen gehört zu werden, wobei darauf verwiesen wurde, daß die Vereinigten Staaten sich ja ebenfalls mit dem Mandate zu befassen haben. Vor kurzem veröffentlichte Dr. Seren Andrews, der amerikanische Staatsmann für Mandatsfragen, in der «New York Times» einen Artikel, in dem darauf hingewiesen wurde, daß die beiden Häuser des amerikanischen Parlamentes sich mit dem Palästina-Mandat befaßt und es durch eine autoritäre Resolution gebilligt haben, und daß auch die vor einiger Zeit unter ausdrücklicher Billigung des Präsidenten Hoover vollzogene Bildung des American Palestine Committee aus hervorragenden amerikanischen Staatsmännern dartue, daß Amerika in entscheidenden Mandatsfragen gehört werden wolle. Nachdem Amerika dem Palästina-Mandat zugestimmt hat, hat es Anspruch darauf, ein Wort darüber mitzureden, wie das Mandat ausgeübt werden solle. O. E. D’Rvigdov Goldsmid legi die Präsidentschaft im Board of Depuiies nieder London. Wie die Jüdische Telegraphen-Agemtur erfährt, hat der Präsident des Board of Deputies of British Jews, 0. E. d’Avigdor Goldsmid, dem Board mitgeteilt, daß er sein Präsidentenamt niederlegt. Der Board hat sich in seiner am Sonntag, den 20. November, abgeihaltenen Sitzung mit dieser Angelegenheit betaßt: cs verlautet, daß Anstrengungen gemacht werden, um d’Avigdor Goldsmid zur Rücknahme des Rücktrittsbeschlusses zu bewegen. D’Avigdor Goldsmid hat bereits im Jahre 1931 — kurz nach Veröffentlichung des Passfield-Weißbuches über Palästina — seinen Rücktritt vom Amt eines Präsidenten des Board of Deputies erklärt; auf Drängen vieler Mitglieder des Board, die ihn auf die durch das Passfield-Weißbuch geschaffenen außerordentlichen Verhältnisse hingewiesen hatten, erklärte er sich jedoch bereit, das Präsidentenamt noch einige Zeit zu bekleiden. Damals hatte er als Grund seines Rücktrittes angegeben, es sei notwendig, jüngere und unverbrauchtere Kräfte in die Leitung zu bekommen. Diese seine Ansicht wird wohl auch für seinen jetzigen Rücktrittsbeschhiß maßgebend gewesen sein, um so mehr, als seine Schwerhörigkeit, an der er seit einiger Zeit leidet, zugenommen hat. Osmond Elim d’Avigdor Goldsmid wurde 1877 in W i e n als Sohn des berühmten Ingenieurs Elim d’Avigdor, Vorstehers der sephardischen Gemeinde in London und Führers der englischen Ohowewe Zion, geboren. Vom König erhielt Osmond Elim die Erlaubnis, seinem Namen de» Namen Goldsmid hinzuzufügen und das Wappen der Gold* smids zu führen, nachdem er das Erbe des Vetters seine* Vaters, Sir Julian Goldsmid, angetreten hatte. Im Weltkrieg wurde er zweimal militärisch befördert und mit dem Rang eines Oberstleutnants entlassen. Von 1921 bis 1926^ war er Präsident der Anglo-Jewish Association, seit 1926 ist ef Präsident des Board of Deputies of British Jews. Er gehört ferner dem Verwaltungsrat der J. C. A. an und hat als Mit* glied des Economic Board for Palestine den Zielen der zionistischen Bewegung praktische und politische Unterstützung zuteil werden lassen. Professor Felix Frankfurter Gastprofessor in Oxford New York. Professor Dr. Felix Frankfurter, vo» 1914 bis 1920 Inhaber des Lehrstuhles für Rechtslehre an de* Harvard Universität und seit 1920 Professor fön Verwaltungsrecht an der gleichen Anstalt, wurde^ gebetet* als Gastprofessor an der Universität Oxford, U. S. A., M wirken

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