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Die Stimme · 1932-10-27 · Heft 251 (27.10.1932) · page 9

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Journal
Die Stimme
Volume
5 (1932)
Issue
Heft 251 (27.10.1932)
Date
1932-10-27
Page
– (sequence 9)
Language
German
Belongs to
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Nr. 251 — 27. Oktober 1932 DIL SUMME Seite 9 mk Artur Glogau gestorben Wie ein Blitz aus heiterem Himmel erreicht uns die Nachricht, daß unser bewährter Gesinnungsgenosse, Herr Artur Glogau, in der Blüte seiner Jahre und seines Schaffens einer tückischen Grippe erlegen ist. Glogau war stets ein aufrechter und kampfbereiter Zio nist. Nicht nur als Führer seiner Organisation — der «H a b o n e h» stand er Jahre vor — sondern auch in der Sektion Landstraße hat er durch Jahre Im Ausschuß und als Mitglied seine Pflichten treu und aufopfernd erfüllt. Wir finden keine Worte des Trostes für seine wackere Gattin, die ihm stets auch ln der zionistischen Arbeit beiseite gestanden ist. Glogau wird uns unvergeßlich bleiben. Die Arbeit des Keren Ka]e* meth Versicherungsabteilung. Der Keren Kajemeth Oesterreich erhielt für das erste Halbjahr 5692 den Betrag von S 16.200.—. Dieser Betrag entspricht fast zur Gänze demjenigen, den der K, K. im ersten Halbjahr 5691 erhalten hatte. Nach Durchführung der Verrechnung fürs andere Halbjahr wird der Gesamtbetrag dieses Zweiges der K. K.-Arbelt die Höhe des Vorjahres erreichen. Fahrkarten aller Art kaufen alle Og. zu Originalpreisen unter Berufung auf den Keren Kajemeth Im Reisebureau, 4 Seilergasse 3. Das Interesse für diesen neuen Einkommenszweig des K. K. ist im Steigen begriffen. Es bedienen sich dieses Reisebureaus zionistische Gruppen und Einzelpersonen. Silberbuch des Keren Kajemeth. Dir. Gerson W i 111 i n durch die Bezirkssektion II (119). Klara Aberbach durch Ihre Tochter Salomea Rottenberg (120). Pinkas. Anläßlich der diesjährigen Landeskonferenz des Keren Kajemeth wurden in den Pinkas folgende Gruppen und Personen eingetragen: Gruppen, resp. Prövinzorte: Brith Herzl (NF.-Kommissär Siegfried Schneider), Chajes-Realgymnasium (Robert Feuerstein), Gdud Zeirim (Elijahu Freibrunn), Güssing (jehuda Deutsch), Haschomer Hazair (Philipp Schreier), Herzl-Klub (Dr. Alfred Löwy), Hlstadruth Gordoiiia (Judith Feuchtbaum, Jenö Fülöpp), J. A. V. Jordania (Dr. Kurt Offenberger), Klagenfurt (Frau Hänsi Relnisch), Leoben (Simon Gewing), Linz (Plesinger), Mattersburg (Emmerich Moses), Z. M. V. Mirjam (Frau Grete Lustig), Mischmar Haowdim J. S. A. J. (Leo Chomet), Salzburg (Frau Trude Pollak). (Fortsetzung folgt.) . die ftebiüiscfte ~ föfiregung „Oakim“, hebr. pädagogische Zeitschrift, herausgegeben vom «T a r b u t h» in Polen. Als Redakteur zeichnet der bekannte hebräische Pädagoge Dr. Zwi Zohar Die ersten zwei Hefte, die bisnun erschienen sind, lassen erkennen, daß die Zeitschrift von einem Fachmann redigiert wird. Jedes Heft ist reich ausgestattet. Der erste ge- J'lückte Versuch also, dem hebräischen Erzieher in der Gauth das schon lang ersehnte pädagogische Organ ln die Hand zu geben. Gh. Zweigel kommt in seinem Aufsatz «Die Erziehungskräfte» zum Schluß, daß die faktischen Erzieher des Kindes heute am allerwenigsten die Eltern sind. An ihre Stelle kommen die verschiedenen Jugendbünde, denen sogar die Schule Konzessionen zu machen gezwungen ist. Und dann die ,.Oa6se und ihre schädlichen Auswüchse, die Politik, das Kino usw. Nur die sogenannte «Schülerrepublik» ln der Schule, das gemeinsame Schaffen und die selbständige Leistung, können das Kind in die richtige Bahn leiten. — Dr. Z. Zohar und S. Ständig widmen einen warmen Nachruf dem Begründer der «Arbeitsschule» G. Kerschensteiner. J. Baraz und Budnlk berichten über die Resultate des Erziehungsheimes Emek-Hajarden. A. Alwel unterbreitet eine Unterrichtsmethode für hebräische Kunst in der Schule. Interessant Ist der Aufsatz: «Der Keren Kajemeth ln derhebrä- 1 sehen Schule», aus der Feder Dr. Z. Zohars. Schließlich folgen Aufsätze über «Körperliche Erziehung ln der Schule (M. Jakobowicz), «Naturunterricht im Freien» (S. Färber), über Handarbeiten, Kinderspiele und Bücherrezensionen. Die Hefte sind auch reich illustriert. «Bar-Mlzwah» von J. Herzberg, ein Unterrichtsbuoh für das Tefillinlegen mit Ansprachen und Illustrationen. ln diesen schwere« Zeiten, wo das Erlernen der Quellen des Judentums für viele unmöglich ist, gebührt den Verfassern aufrichtiger Dank für die glänzende Idee, ein Büchlein herauszugeben, welches unserer Jugend das vermittelt, was sie für Bar-Mizwah-Feier braucht. Das Buch Ist wahrhaft eine Prachtausgabe. Es enthält im hebräischen Texte alle notwendigen Gebote. Die Musteransprachen sind in einer schönen hebräischen Sprache geschrieben. Das schönste wohl Ist die Zusammenstellung der Zitate aus Jesaja. Das ganze Buch trägt den Stempel von Ernst und Liebe zur Sache. Je mehr solche Bücher unter der jüdischen Jugend, um so mehr Kenntnis von unseren alten Schätzen, und Liebe zu unserer Tradition. M. Lelserowiez. Kleine Kuminachvtchien Verein für jüdische Geschichte und Literatur in Wien, II., Ferdinandstraße 23/8. Montag, 31. d. M., im Klubsaal der «Hakoah», I., Wiesingerstraße U (Caf6 Atlashof, eigener Eingang, Souterrain), spricht Dr. Benjamin Klar über «Die Rolle der Poesie im Kulturleben der spanischen Juden». Beginn 19.30 Uhr. Eintritt frei. Gäste willkommen. Schlomo Auerbach, der bekannte Hebräer, erteilt hebräischen Unterricht (Sprache, Literatur. Konversation, und zwar sowohl alte als neue Literatur) nach besterprobten Methoden zu mäßigen Preisen, Adresse: XIX., Grinzinger a i 1 e e 7/33. Jüdische Künstlerspiele, Die Sondervorstellung, welche für Donnerstag, den 27. d. M. angesetzt war, wurde aus technischen Gründen für Donnerstag, den 3. November, verschoben. Freitag, den 4. November, Eröffnung der wintersaison mit neuengagierten Kräften. Näheres in den Tageszeitungen. — Samstag, den 29., und Sonntag, den 30. Oktober 1932, «Der Landstreicher», Volksstück in drei Akten von Markovitsch. Unter Mitwirkung der Herren L. Jungwirth und A. Griminger. Beginn der Vonstellungen y29 Uhr. Jüdisdket 'Spott fußball Hakoah in Lausanne geschlagen Sports (Lausanne)'—Hakoah 4:2 (4:1). Hakoah mußte ihre Tournäe, die sie in die Schweiz, nach Frankreich und Belgien führt, unter den denkbar unüästigsten Auspizien antreten. Die Hakoahner sind durch pielerverletzungen stark gehandikapt, da Amster kampfunfähig und auoh Donnenfeld nicht fit ist. Die Leitung war daher genötigt, zwecks Komplettierung der Mannschaft den Ex-Hakoahner Guttmann heranzuziehen. Da auoh Reich gleich im ersten Spiel verletzt wurde, muß man den kommenden Ereignissen mit Besorgnis entgegensehen, da sich weitere Spielerverletzungen in Anbetracht des Fehlens von Ersatzleuten katastrophal auswiirken könnten. Der erste Kampf gegen Sports, Lausanne brachte gleich die oben erwähnte Niederlage. Das Spiel fand bei strömendem Regen unter der Leitung eines unzulänglichen Schiedsrichters statt. Das Versagen Druckers als Centerhalf sowie eine Reihe von taktischen Fehlern Guttmanns, der rechter Verteidiger spielte und sich für diesen Posten als viel zu langsam erwies, verschaffte den Schweizern bereits vor Halbzeit vier billige Tore, denen die Hakoahner nur einen Tretfer durch Reich entgegenstellen konnten. Nach Halbzeit tauschte Guttmann mit Stroß Platz, und Reich mußte wegen einer Verletzung durch Donnenfeld ersetzt werden. Die Hakoahner waren nun stark überlegen und kamen d>urch Ehrlich zu einem zweiten Tor. Eine Anzahl von Stangenschüssen und das Versagen Mausners, der die günstigsten Gelegenheiten ausließ, machten eine weitere Verbesserung des Resultates unmöglich. Hakoah: Löwy; Gutmann, Feldmann; Stroß, Drucker, Placzek; Weißkopf, Mausner, Ehrlich, Eisenhofer, Reich (Donnenfeld). — 3000 Zuschauer. Das nächste Spiel bestreiten die Hakoahner im Rahmen eines Nachtspieles im Brüssel am 27. Oktober gegen Diables rouges. Sp. Handball Wiener Sportklub—Hakoah 5:2 (2:0) ln diesem Cupspiel gegen die Erstklassigen lieferte die Hakoah ein gutes Feldspiel und wurde erst in den letzten fünf Minuten entscheidend geschlagen. Der Tormann Feri hielt viele schwere Bälle, ließ aber auch zwei haltbare Tore -durch* MQnis..spklte bese«r_ajfi Rosenfeld, welcher das Tempo nicht durchhielt. Der beste Mannschaftsteil war die Halvesreihe Schläger, Blau, Wiesner, die den prachtvollen Sportklub-Angriff gut hielt. Der Sturm kann nicht schießen und vergab eine Menge Chancen. Das treibende Element war Krauß, die Übrigen spielten im Felde gut, verloren aber vor dem Tor die Energie. Die Treffer erzielten Krauß und Stein. * Ein Handballsonntag auf dem Hakoah-Platz. Am kommenden Sonntag trägt die Hakoah auf ihrem Platze eine Reihe von Spielen aus. Um 10 Uhr tritt die Schüler-Elf gegen Mödling an, und um 11 Uhr spielt die Erste gegen die führende Vienna. Wenn die Blau-Weißen Meister werden wollen, dann müssen sie gewinnen. Da die Fußballer auswärts weilen, ist mit einem stärkeren Besuch zu rechnen. Um y2l Uhr spielen die Reserven, die bisher ungeschlagen sind, gegen die führende Vienna, um %3 Uhr die Damen ebenfalls gegen Vienna, und um |A4 Uhr tritt die Seniorenmannschaft der Hakoah an. Der Einheitseintrittspneis beträgt 60 Groschen, Kinder und Schüler 30 Groschen. S diwlmmen Für das internationale Meeting der Hakoah, das ein sportliches Ereignis zu werden verspricht, stehen bereits folgende Nennungen fest: Aus Ungarn kommt die Wasserballmannschaft des U. T. E., deren Mitglieder zum großen Teil das internationale ungarische Team darstellen, das im Sommer dieses Jahres in Los Angeles Olympiasieger wurde, außerdem noch der Meisterschwimmer Halasy und die Rekordschwimmerin Szep. Aus der Tschechoslowakei kommt die 4 mal 100-Meter-Rekordstaffel mit Dr. Steiner und Getreuer, ferner schweben noch Verhandlungen, um mehrere Meister aus Deutschland und dem übrigen Ausland in Wie» an den Start zu bringen. * Skikurse des Touristik* und Skiklubs «Hakoah», Wien, I., Wiesingerstraße 11. Die diesjährigen Weihnachtsskikurse finden in Spital a. S. und in den Hohen Tauern statt. I. Anfänger- und Fortgeschrittenenkurs, drei- und achttägig in Spital a. S.; II. Tourenfahrerkurs, achttägig, in den Hohen Tauern. Der Klub verfügt Uber eine Reihe nach der Arlberger Technik ausgebildeter Skilehrer, so daß für jedermann Gelegenheit gegeben ist, den Skilauf zu erlernen. Jahresbeitrag S 7.—. Anmeldungen werden jeden Freitag abends von 8—10 Uhr entgegengenommen. Anüündi£uni£en und Mitteilungen Promotion. Herr Paul Koeser-Kawinor, von dessen aufsehenerregenden Doktorarbeit über Jüdische Kunst wir berichteten, wird Donnerstag, den 3. November, um 12 Uhr mittags, im großen Festsaal der Wiener Universität zum Doktor der Philosophie promoviert. Zion. Sektion I. Bei der am 20. d. M. stattgefundenen Ausschußwahl der Sektion Innere Stadt wurden nachstehende Herren gewählt: Obmann; Dr. Karl Ettinger, Rechtsanwalt, I., Nibelungengasse 1; Obmannstellvertreter: Josef H. Waltuch, Börsenrat, I., Maria-Theresien-Straße 24; Schriftführer: Dr. Eduard Birnstein, Rechtsanwalt, I., Fischhof 3; Kassier: Alfred Friedmann, Kaufmann. I.. Rudolfsplatz 3. . Die Zionistische Sektion Prater hält Samstag, den 29. Oktober, im eigenen Heim, II., Jungstraße 8, um 8 Uhr abends, ihre ordentliche Generalversammlung ab Anschließend spricht Dr. Josef Löwenherz über «Die Bedeutung der Kultusgemeinde für die Ostjuden» und laden wir hiezu alle Mitglieder, Gesinnungsgenossen, Parteifreunde und Bekannte höflichst ein. Um1 pünktliches und zahlreiches Erscheinen wird gebeten. Die erste Grundlage einer jüdisch-nationalen Erziehung bei einem nichtschulpflichtigen Kinde bietet ein jüdischer Kindergarten, welcher allein berufen ist, dem Kinde die Saat jüdisch-nationaler Entwicklung, zu streuen. Ein solcher, unter bewährter Führung der Frauengruppe der zionistischen Sektion Prater und unter Leitung einer pädagogischen erstklassigen Kaft, wird Dienstag, den 1 November, in den hygienischen, luftigen Räumen der Sektion, II., Jungstraße 8, eröffnet. Eltern I Leget den Orundstein zur nationalen Erziehung Eurer Kinder und schicket sie in unseren Kindergarten! Zionistische Bezirkssektion Brigittenau, Wien, XX., lägerstraße 30. Wir geben hiemit bekannt, daß in den Räumen der Bezirkssektion ein ständiges reichhaltiges Büfett eingerichtet ist, weiches wir unseren Gesinnungsgenossen bestens empfehlen. — Generalversammlung: Am Sonntag, den 30. Oktober, um 3 Uhr nachmittags findet Im Saale der Zionistischen Bezirkssektion Brigittenau, XX., Jägerstraße 30, die 2. ordentliche Generalversammlung statt. Der Bericht erscheint in der nächsten Nummer dieses Blattes. — Wochenprogramm: Donnerstag, 27. Oktober, >/28 Uhr: Sichah klalith. Samstag, y2 6 Uhr: Kwuiah «Dror» und Kindergruppe, V28 Uhr: Plenarversammlung mit anschließendem Vortrag. Sonntag. 8 Uhr früh: Halbtägsausflug, Abmansch vom Heim; 3 Uhr nachmittags: Generalversammlung. Montag, 8 Uhr: Chaluzkwuzah. Dienstag, 8 Uhr früh: Wanderung; Abends Zusammenkunft im Heim (Dianabad). Mittwoch, y2 Uhr: Kwuzah «Tikwah». Donnerstag, i/28 Uhr: Vortrag. Der Verein zur Förderung jüdischer Musik veranstaltet im Saale der «B’naj Brith», Wien, IX., Universitätsstraße 4, Sonntag, den 30. Oktober 1. J., um punkt y26 Uhr nachmittags seinen ersten Kammermusikabend in dieser Saison. Zur Aufführung gelangen Werke von M. Stillmann (Uraufführung), Jul. Wolfsohn, Ernest Bloch, Szaminsky, Jos. Achron, Lewin und Rosowsky (Erstaufführung). Die Ausführenden sind: Herbert Weiß (Gesang), Israel Brandmann (Violine), Elsie Stein (Viola), Dr. Erich Simon (Klarinette), Rob. Walt. Spitz (Klavier), Dr. J. Torbe (Vortrag). Entrde frei. Maimonldes*Institut, Wien, II., Praterstraße 11. Wintersemester 1932/33: Eröffnung: Samstag, 29. Oktober, %4 Uhr nachmittags. Vorläufiger Plan der Vorlesungen: Montag: Rabbiner Dr. A. Kaminka, 6—7, Psalmen; More Nebuchim, 7—8. — Dienstag: Dr. N. Goldstein, 7—8, Aboth d’Rabbi Nathan. — Mittwoch: Rabbiner M. Horowitz, 6—7, Midrasch; Ikkarim, 7—8. — Donnerstag: Rabbiner Dr. A. Kaminka, 6—7, Geschichte der Geonim und der karäischen Sekte; Dr. N. Goldstein, 7—8, Talmud, Baba Batra. — Samstag: Rabb. Dr. A. Kaminka, Uhr, Vortrag über .die Sidra. — Der Zeitpunkt der Wiederaufnahme der Vorlesungen an der Universität wird einer späteren Festsetzung Vorbehalten. Jüdischer Verein «Nord-Ost», II., Taborstraße 21. Die diesjährige Generalversammlung findet Sonntag, den 30. d., 4 Uhr nachmittags tot Vereinsheim,' statt. Erschein eil-aller Mitglieder Pflicht. Jüdischer Angesteittenverband «Eniunah», I., Jordangasse 7. Samstag, den 29. Oktober, 8 Uhr abends, Vortrag Hans Kandl übnd «Die gegenwärtige Lage der jüdischen Angestellten und ihre Zukunftsaussichten». Gäste willkommen. Sonntag, den 30. Oktober, 3 Uhr, Beginn des Tanzunterrichtes der Tanzschule Erdstein, I., Werdertorgasse 7. Kursbeitrag 5 3.— monatlich. Jüdische Mittelschüler! Kommet alle zur Festkundgebung. Fünf Jahre V. Z. M. Oe. Samstag, 29. Oktober, um 148 Uhr abends im Feststaal des «Alten Rathauses», I., Wippüngerstraße 8. 1. Eröffnung und Begrüßung. 2. «Die Not der jüdischen Jugend», Redner: Herr Prof. W. Stein. 3. Generalbericht. 4. Festrede: Fünf Jahre Verband zionistescher Mittelschüler. Chaw. Bern. Blumenkranz. Erscheinen aller Mitglieder Pflicht! Der V. Z. H. (Verband zionistischer Hochschüler) teilt mit: Unsere nächste Veranstaltung findet Dienstag, den 1. NovembeK um 8 Uhr abends, in der zionistischen Bezirkssektion, II., Praterstraße 13, statt. Es wird Dr. Jakob Weiner über «Das Judentum Im Abwehrkampf» sprechen. Bei dieser Gelegenheit können auch Anmeldungen zu unseren Hebräischkursen für Anfänger und Fortgeschrittene, ferner zu dem Gymnastikkurs und dem zionistischen Redner- und Propagandisfcenseminar (Leiter Prof. Stein) erfolgen. Amtsstunden und Anmeldungen: Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag von 7 bis halb 10 Uhr abends. IX., Nußdorferstraße 16. J. W. S. V. Haganah. Jüdische Toynbeehalle, XX., Denisgasse 33. Mittwoch, den 2. November 1932,19 Uhr. Vortrag, Medizinalrat Dr. Max Stransky: «Das Wunder in der Heilkunde». Mit Diskussion. — Samstag, den 29. Oktober 1932, 19 Uhr. Eröffnungskonzert 1932. Adele Bauminger (Violine); Marianne Mislap- Kapper (Gesang); am Flügel Prof. Franz Mittler; Konzert- Pianistin Alice Schwarz; Herbert Weiß (I. Bassist der Volks» oper); am Flügel Kapellmeister Walter Schlöslnger. Regiebeitrag 20 Groschen. Sprechsaal der Stimme Für die Mitteilungen, die in dieser Rubrik erscheinen, übernimmt die Redaktion keine Verantwortung, Aus Ischl erhalten wir die folgende Zuschrift: In der Vorwoche hat in Ischl das Germanentum neuerliche Beweise seiner überragenden Kultur gezeigt. Ein jüdischer Geschäftsmann aus Gmunden hat hier ein Geschäft gemietet. Kaum daß er seine Waren untergebracht und zum Verkauf angeboten hatte, wurden die Auslage»* lenster und beide Seitenwände der Türe und der Fenster mit zeitgermanlschen Sinnsprüchen, wie «Juda verrecke», «Saujud», «Horuck nach Palästina» verziert. Alles dies auf def Esplanade, der Erholungsstäte sehr vieler und auch «prominenter» Juden. Sollte man Bad Ischl nicht auch in das Verzeichnis jener Sommerfrischen aufnehmen, die von Juden zu meiden wären? Ich denke, dieser Vorfall kann diesmal nicht so vertuscht werden wie die Anrempelungen kn Cafe Ramsaiuer, die sich in der Sommersaison 1931 ereigneten. Ich bitte, sich dieser kleinen Episode bei Gelegenheit zu bedienen. Mit Zionsgruß (Der Name ist d«r Redaktion bekannt^

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