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Die Stimme · 1932-10-13 · Heft 249 (13.10.1932) · page 9

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Journal
Die Stimme
Volume
5 (1932)
Issue
Heft 249 (13.10.1932)
Date
1932-10-13
Page
– (sequence 9)
Language
German
Belongs to
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Nr. 249 — i3. jktooer 1932 DIE STIMME Seift! Zionistisches Loten ln Wien Die Arbeit des Keren Hajemeth Landeskonferenz des Keren Kajemeth. Die dies- Whrtpe Landeskonferenz des Keren Kajemeth findet atri Donnerstag, den 20. d. M., V48 Uhr a b e r d s, statt (und nicht, wie bereits angezeigt, am Montag, den 17. d. M.), und zwar im Saale der Zionistischen Bezirkssektion I!., Praterstraße 13. Tagesordnung: 1. Wozu braucht der Keren Kajemeth eine Bodenreserve? Referent Gg. Adolf Böhm. 2. Bericht über das vergangene Jahr. Referent Gg. Dr. Chaim Tartakower. 3. Die Arbeit des neuen Jahres. Referent Og. Doktor Chaim Tartakower. 4. Debatte. 5. Neuwahlen. 6. Verlesung der ln den «Plnkas» des Keren Kajemeth Eingetragenen. Goldbuch-Eintragung Heinrich Bard. Anläßlich seines siebzigsten Geburtstages wird Uber Anregung von Freunden des Gg. Heinrich Bard, derselbe ins Goldbuch des Keren Kajemeth eingetragen werden. Die erste Anzahlung von S 50.— wurde beim Keren Kajemeth erlegt. Auf Namen des Gg. Ing. Josef Mährer wurden anläßlich seiner Alija vom «Hechaluz» 3 Bäume im van der Waide-Oarten gestiftet. Verrechnung der Büchsen-Leerung. Die September- Büchsenleerung wurde weiters verrechnet durch die Balfura, Chajes Realgymnasium und Mirjam. Separat-Bestätigungen von Büchsenleeningen über S 10.—. Aus ErsparnisrUcksichten wird der Keren Kajemeth bis auf weiteres solche bisher übliche Separatbestätigungen an die Büchseninhaber nicht versenden. Die betreffenden Sender werden gebeten, die Bestätigung in dem Keren-Kajemeth-Ausweis nachzuprüfen. Pinskers Autoemanzipation in einer Neuausgabe, veranstaltet vom Keren Kajemeth Deutschland, ist Im Keren-Kajemeth-Bureau zum Preise von 50 Groschen erhältlich. Diese wunderbare Schrift Pinskers besitzt aktu-e listesinteresse. Keren Kajemeth-Kommission Graz Nachtrag des Spenden Verzeichnisses:! ' (Siehe Nr. 24t der «Stimme*.) Heller Max S 2.—, Rosenberger Hermann 2.—, S. Fürst, Radkersburg 5.—, M. Weinberger, Frohnleiten 2.*--, Nathan Jagoda' 2.—, Herminn Berger weitere 3.—, Gartenberg Satamon weitere 2.—. Wichtige Neuerung zugunsten des Keren Kajemeth. Alle Og. und Freunde des Keren Kajemeth besorgen alle ihre Fahrkarten beim Reisebureau, I.. Seilergasse 3, unter Berufung auf den Keren Kajemeth. Normale Preise ohne Zuschlag! Generalversammlung der Sektion Landstraße Statutengemäß fand vergangenen Dienstag die diesjährige Generalversammlung der Zionistischen Sektion «Landstraße» unter dem Vorsitz des Übmannes Bruno R a b i n 0- W i t z statt. Die Generalversammlung wurde mit einem Referat des Vorsitzenden über die «Kongresse und Konferenzen» im abgelaufenen Sommer eröffnet, kn Anschluß daran referierte noch ergänzend Frau Feder n-Lipschütz über die Wizo-Tagung und benützte diese Gelegenheit, da sie als Delegierte der Wizo erschienen war, ihren Mitarbeiterinnen im dritten Bezirk für die vorbildliche Mitarbeit den Dank und die Anerkennung auszudrücken. Hierauf erstattete der Vorsitzende einen kurzen Bericht über die bevorstehenden Kultuswahlen und gab die Erklärung ab, daß sich diese Sektion, wie immer, dem zionistischen Wahlkomitee zur Verfügung stellt und daß man hofft, auch bei diesen Wahlen einen großen Erfolg im Bezirk erzielen zu können. In einigen einleitenden Worten zum Jahresbericht Stellte der Obmann fest, daß dank der einmütigen und gegenseitig fördernden Mitarbeit nicht nur der Vorstandsmitglieder, sondern aller Mitglieder der Sektion, ein Jahr fruchtbarer und erfolgreicher Arbeit hinter uns liegt. Auf allen Gebieten waren trotz der allgemeinen schweren Lage Fortschritte zu konstatieren. Die Dienstag-Abende, die Vortrags- und Zusammenkunftsabende darstellten, hatten sich eines stets steigenden Besuches zu erfreuen und die Verpfllichtungen gegenüber der Organisation wurden erfüllt. Herr Prof. Batscha erstattete dann einen detaillierten Arbeitsbericht. Es wurden Vorträge Uber die verschiedensten Gebiete abgehalten, a) Jüdische Geschichte (die Herren Bato und Dr. Stein); b) Ausschnitte aus dem Leben der Galuth (Dr. Des. Friedmann, Red. Siegfr. P 011 a k, Hans Hacker); c) über Juden in der Wirtschaft und Wissenschaft (die Herren Benno Deutsch, Redakteur Monteser und Dr. Z. F. F i n ke 1 st ei n); über zionistische Fragen (Dr. Z. F. Finkeistein, Dr. Jakob Weiner, Frau Dr. Henriette Liechtenstein-Rappaport, Mendel Singer); Vorträge allgemeinen Inhalts (Dr. Löwe nfeld). Es fanden ferner heitere und festliche Veranstaltungen statt: a) Schallplattenkonzert Über jüdische Musik, b) Makkabäerfeier (Dulitzkaja-Abend), c) Purimfeier (heitere gesprochene Zeitung), d) Keren-Kajemeth-lubiläumsfeier (Festrede Dr. Is. Waldmann), «) Begrüßungsfeier für die Palfistinabesucher unserer Sektion. Sehr gelungen und von großem propagandistischen Wert waren die K i n d e r f e i e f n: a) Chanukkahfeier, b) Chamischah-Assar-Feier im BQrgerkino mit Palftstinafilm, c) große Purimfeier in den Pan-Sä!en. Alle diese Kinderfeste sind von mehreren hundert Kindern besucht gewesen und hatten dank der Tätigkeit der Damen der Sektion vollen Erfolg. Herr G a s p a r d erstattete den Kassabericht und jenen für den Keren Kajemeth und konnte ebenfalls mit Befriedigung konstatieren, daß die Finanzen der Sektion in vollster Ordnung geblieben sind. Nach der nun per aedamation vorgenommenen Erteilung der Decharge für den abtretenden Ausschuß wurde derselbe vollständig wiedergewählt. Zum Obmann wurde nunmehr Herr Dr. Emil Schmitz gewählt. Hierauf ergriffen noch Herr Präsident Dr. Oskar Grünbaum für das Landeskomitee und Herr Dr. Ch. T a r t a k 0 w e r für den Keren Kajemeth das Wort zu herzlichen Ansprachen, worauf die gut besuchte Generalversammlung geschlossen wurde. Gg. Heinrich Bard — ein Siebziger Gg. Hein-: ich Bard besitzt ein großes jüdisches und allgemeines Wissen Der Chibbath-zion. Bewegung schloß er sich sehr bald an und nachher natürlich der von Herzl geschaffenen Bewegung. Die Liebe zur hebräischen Sprache und Kultur brennt ständig in seinem Herzen und daher ist er bis zum heutigen Tage ein treuer Leser und Käufer hebräischer Bücher. Aus Anlaß seines 70. Geburtstages wird er durch seine Freunde ins Goldbtich des Keren Kajemeth eingetragen werden. Das Palasfinaamf Wien hilf mit, daß am 27. September und 4. Oktober d. J., u-m 7.40 Uhr früh, 70 Chaluzim aus Polen, die vom Warschauer Palästinaamte abgefertigt worden sind, auf der Durchreise nach Erez Israel Wien passierten. Für die Palästinafahrer wurde seitens des Palästinaamtes ein Frühstück bestellt, das, wie bei früheren Chaluztransporten, von der Z. M. V. «Mirjam» am Wiener Bahnhofe den Durchreisenden verabreicht worden ist. Der nächste Palästinaauswanderertransport aus Polen, etwa aus 150 Personen bestehend, dürfte in einigen Tagen durch Wien reisen. Indusfrieauskünffe über Palästina Herr Ing. J 0 r n s te i n aus Tel-Awiw hat sich bereit erklärt, Informationen über Palästina an industrielle Interessenten zu erteilen und ist zwischen 9 und 11 Uhr vormittags im Büro des Palästina-Aufbauwerks, I., Kärntnerstraße 28, zu sprechen (täglich, außer Samstag und Sonntag). $He Hebräische {ßtwegunjt Generalversammlung der «Histadruth Ivrlth» Dienstag, den 18. Oktober, 8 Uhr abends, findet im Heime, II, Praterstraße 13 (Mezzanin) die ordentliche Generalversammlung de"- Histadruth Ivrith mit folgender Tagesordnung statt: 1. Eröffnung: Präsident Dr, D. Rothblum; 2. Präsidium wähl; 3. Tätigkeitsbericht; 4. Unser Arbeitsprogramm für das nächste Jahr: Dr .D. Rothblum; 5. Debatte; 6. Neuwahlen. — Stimmberechtigt sind nur diejenigen, die den Sela gekauft haben. Besondere Einladungen werden nicht ausgeschickt Jüdischer Sport Fußball Ein SGlifiner Erfo'g der Hoftoah Hakoah—B. A. C. 3 : 0 (2 :0). W. A. C.-Platz. 8000 Zuschauer. Schiedsrichter Czerny. Die Hakoahner mußten zu diesem Spiele mit Ersatz für Placzek und Mausner antreten. Die Neuerwerbung Heszky (Bratislava) konnte wegen Freigabe-Schwierigkeiten ebenfalls nicht herangezogen wenden, hingegen debütierte Reich (früher B. A. C.) mit ganz großem Erfolg. Der Sieg der Hakoahner war bei weitem nicht so sicher, als es das Resultat besagt. Die Mannschaft weist jetzt einige Schwächen auf, die bei ausgeglichenen und guten Gegnern ein Debakel herbeiführen könnten. Löwy spielte fehlerlos, und auch Feldmann und Amster konnten zur Not befriedigen. Katastrophal ist der Formrückgang Donnenfelds, der wieder eine jämmerliche Leistung bot. Drucker war ausgezeichnet, Stroß war nur Defensivhalf. Die Flügelläuferposten sind also derzeit äußerst schwach besetzt. Im Angriff führte sich Reich ausgezeichnet ein. Er schoß den Führungstreffer und bereitete auch das zweite Tor mustergültig vor. Eisenhofer war der eigentliche Angriffslenker und konnte voll befriedigen. Heß versagte vollkommen. Nicht genug gerügt kann aber das unerhörte Verhalten des Hakoah-Anhanges werden, der diesen verdienten Spieler ununterbrochen verhöhnte. Heß ist ein technisch und taktisch ausgezeichneter Spieler. Da er erst in der letzten Zeit wieder zu trainieren begann und sich daher noch nicht in Kondition befindet, konnte er eben seine Fähigkeiten nicht voll anwenden. Dieser Spieler verdient Lob, weil er sich in selbstloser Weise dem Verein, der ihn rief, zur Verfügung stellte und sich in seiner derzeitigen Form einer Blamage aussetzte. Es ist eine Schande, wie schlecht das jüdische Publikum diesem verdienten Spieler gedankt hatl Ehrlich spielte zeitweise recht gut, Weiökopf machte sich durch seine Schnelligkeit bemerkbar. Schiedsrichter Czerny benachteiligte durch seine vielen Fehlentscheidungen hauptsächlich die Hakoahner. Togal hilft! Bei rheumatischen, gichtischen Beschwerden sowie verwandten Krankheitserscheinungen liegt eine Stoffwechselstöruing infolge fehlerhafter Blutbeschaffenheit vor. Zur Ausscheidung der schädlichen Bestandteile im Blut ist nun Togal in hervorragender Weise geeignet. Togal hemmt die Ansammlung der harnsauren Salze und vermehrt ihre Ausscheidung, Im Anfang ist B. A. C überlegen. In der 13. Minute diktiert der Schiedsrichter einen Elfmeter gegen Hakotih wegen angeblichen Fouls Stroß’. Der BaJ! geht von der Seitenkante ins Out. In der 17. Minute wird endlich Reich durch Eisenhofer in Front gebracht, ein kurzer Dribbeflauf, und der Debütant erzielt mit placiertem Schrägschuß den Führungstreffer. In der 30. Minute wieder eine Vorlage Eisenhofens, ein Lauf Reichs mit vorbildlicher Flanke, und Ehrlich erhöht mühelos auf 2 :0. Bis zur Halbzeit hat Hakoah reichlich Olück, einmal rettet die Querstange. Nach Halbzeit folgt eine Offensive der Brigittenauer, die aber wirkungslos bleibt. Hakoah befreit sich. Reich wird hn Strafraum hingelegt, den Elfer verschießt Fetdmann. Weißkopf und Reich flanken sehr gut, die Innenstürmer sind aber nie am Platze. In der 41. Minute tritt Eisenhofer aus 30 m Entfernung auf gut Glück einen Freistoßbai! und sieht zu seinem nicht geringen Erstaunen den Schuß im gegnerischen Tor landen. Es war ein Glückstreffer, aber trotzdem auf originelle und höchst sensationelle Art erzielt. Hakoah: Löwy; Feldmann, Amster; Donnenfeld, Drucker, Stroß; Weißkopf, Ehrlich, Heß, Eisenhofer, Reich. Sp. Fordert die Makkabi-Siedlung! Zwischen dem Präsidium des Makkabi-Weltverbande* und dem Hauptbureau des Jüdischen Nationalfonds ist ein Vertrag zustande gekommen, demzufolge der Makkabi es auf sich nimmt, im Laufe von zwei Jahren 5000 Pfund für den Nationalfouds aufzubringen, der steh seinerseits verpflichtet, den für dieses Geld erworbenen Boden für eine Makkabi-Siedlung bereitzustellen. Diese Summe setzt sich zusammen: 1. aus den normalen Eingängen, die durch die Makkabim in allen Ländern Zusammenkommen, und 2. aus speziellen Aktionen für diesen Zweck. Das Hauptbureau des Jüd. Nationalfonds hat alle seine Landessammelstellen angewiesen, mH dem ihnen zur Verfügung stehenden Apparat diese Akt'onen zu unterstützen. Es ist daher unbedingte Pflicht aller Führer und Mitglieder des Makkabi, die Natlonalfondsarbeft Innerhalb der Vereine zu Inteslvferen und auf großzügige Welse die Aktion für den Natlonatfonds zum Zwecke der Schaffung einer Makkabi-Siedlung einzuleiten. Makkabi IX (Liecfitensteinsfraße 20) Eröffnung des Turnbetriebes Damenturnen: Pepi Kreisler-Schalft, gymnastische Schulung des Frauenkörpers. Dienstag, Freitag, 7 bis 8 Uhr abends. Beitrag S 5.— monatlich. Herrenturnen: Boxen, Turnen, Jiu-Jitsu. Leitung: Boxmeister Kraus, Ingenieur Patlaschenko. Montag, Donnerstag, 8 bis >/210 Uhr abends. Beitrag S 2.60 monatlich. — Für ältere Herren. Leiter: Prokurist Löbd. Montag, Donnerstag, 1/27 bis 8 Uhr abends. Wehrturnen für Burschen: Boxen und Jiu- Jitsu. Mittwoch, Samstag, %8 bis 9 Uhr abends. 20 Groschen pro Stunde. Geräteturnen für Damen und Mädchen: Mittwoch, Samstag, y27 bis %8 Uhr abends. Kinderturnen in neuer Form: Geleitet vo* Oertrud Kraus. Mittwoch, Samstag, /25 bis %7 Uhf abends. Beitrag S 4.— monatlich. Sprechsaal der Stimme Für die Mitteilungen, die in dieser Rubrik erscheinen, übernimmt die Redaktion keine Verantwortung. Geehrte Redaktion! Mit großem Interesse habe ich in der letzten Nummer Ihres Blattes den Bericht über den Hakenkreuzüberfall auf das improvisierte Bethaus in der Sperlgasse gelesen. Leider vermißte ich im- Anschluß daran die Vermeriomg der Tatsache, daß die Wiener Presse zum Teil eigenartig auf diesen Vorfall reagiert hat. Es muß doch wenigstens di« jüdische Bevölkerung davon in Kenntnis gesetzt werden, daß Blätter, wie das «Wiener Journal» und das «Tagblatt», die beide hauptsächlich jüdische Leser und Abonnenten haben, sich damit begnügten, ganz unauffällig unter dem Titel «Der Qautag der Nationalsozialisten* so nebenbei von dem durch Schüsse aus dem Cafe, in dem vorher ein jüdischer Gottesdienst stattgefunden hat, provozierten Scharmützel zu berich**** Die jüdische Presse muß solche Tatsachen der Beriml* erstattung einiger als «jüdische Presse» verschrienen Zeitum» gen festnageln und die Juden auffordem, Ihre Konsequenzen aus der Handlungsweise der Herausgeber dieser Blätter zu ziehen Ein eifriger Leser. Geehrter Herr Redakteur! Es ist geradezu rührend, mit welcher Uninteressiertheit die österreichischen Behörden an den drei großen Feiertagen der Juden, die einen beträchtlichen Prozentsatz der Bevölkerung und noch beträchtlicheren Anteil an der Steuerleistung in der Stadt und im Staate haben, vorbei* gehen. Es gibt viele Länder, in denen diese drei Tag« offizielle Landesfeiertage sind, es gibt wieder andere, die im Kalender von vornherein darauf Rücksicht nehmen. Da toird ein «V a t e r t a g» von der Vereinigung def Kaufleute ausgerechnet so veranstaltet, daß der wichtigste Einkaufstag auf den ersten Tag des Rosoh-Haschanahfestes fällt, an dem doch ein großer Teil der jüdischen Kaurnrann» schaft die Läden gesperrt hat. Die Gemeinde veranstaltet ihren Blindensammeit a g am Rosch-Haschanahfest, nicht ohne damit dem Zwecke selbst zu s c h a d e n. Das große jüdische Blimdeninstitut ist zwar am Erträgnis dieser Sammlung nicht beteiligt, aber die Juden hätten trotzdem ihren Obolus, wie Immer, beigetragen. Und endlich weiß die Polizei bei Erteilung der Bewilligung zum Gautag der Hakenkreuzler nicht, daß der Termin mit dem größten jüdischen Festtag im Jahr zusammenfälit. Das heißt: wir wollen entgegenkommender Weise annehmen, daß die Polizei von dieser «Zufälligkeit des Zi* sammenfallens» nicht Kenntnis hatte! Daß die Geiichtsbehörden bei Ansetzung von Verhandlungen selbst den Versöhnungstag nicht im Kalender zur Rücksichtnahme vorgemerkt haben, sei nur nebenbei vef* merkt. Ein Aufmerksam et. Aerztliche Nachricht Dr. 8. Steiner, Facharzt für Orthopädie, hat seine Tätigkeit in seiner orthopädischen Anstalt, U„ Praterstraße 25. wieder aufgenommen und finden daselbst die orthopädischen Turnkurse für Kinder und Er* wechsele täglich von 11—1 Uhr und von 3—6 Uhr »ta*t, Telephon R 40-8-86,

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