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Die Stimme · 1932-08-25 · Heft 242 (25.8.1932) · page 2

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Journal
Die Stimme
Volume
5 (1932)
Issue
Heft 242 (25.8.1932)
Date
1932-08-25
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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Seite 2 DIE STIMME "Nr. 242 — 25. August 1932 *■ 9chen Judentums die Einberufung des Weltkongresses befürwortet hatte, gal) Deputierter Dr. Rosmarin-Lemberg eine eingehende Analyse der Situation des polnischen Judentums unter besonderer Berücksichtigung der wirtschaftlichen Verdrängung der Juden. Der Redner trat im Namen des Klubs der jüdischen Abgeordneten in Polen für die Einberufung des Weltkongresses ein. — Der New Yorker poalezionistische Führer B. Zuckermann erblickt die Bedeutung des Weltkongresses weniger in eventuellen Maßnahmen zur Verstärkung des Abwehrkampfes nach außen als in der Möglichkeit, sich über die eigene Lage Rechenschaft zu geben. Der Aufbau Palästinas, die konstruktiveste Leistung des jüdischen Volkes, könne aus seinem Programm nicht ausgeschlossen werden. Die jüdische Arbeiterschaft, einer der aktivsten Teile des jüdischen Volkes, müsse in Jiohem Maße zur Mitarbeit herangezogen werden. — Als Vertreter des W a a J I ’ ei.t |o«.;-’i S p r i n z a k-Je: usalem, der Waad werde, obwohl er offiziell noch nicht Stellung zum Weltkongreß genommen habe, sich an diesem Kongreß, der die Aufgabe haben werde, einerseits den Kampf für die jüdischen Rechte in der Galuth zu organisieren und anderseits den Aufbau Palästinas zu fördern, zweifellos teilnehmen. — Oberrabbiner Senator R u b i n s t e i n-Wilna erklärte, die W :!n a e r jüdische Gemeinde sei einstimmig für den Weltkongreß, dar die jüdische Solidarität wiederherstellen solle, eingetreten. Trotz der antisemitischen Welle dürfe man das Vertrauen auf das Weltgewissen nicht verlieren. Als nächste Redner sprachen Joseph Fischer-Paris, der die Notwendigkeit der Heranziehung des sephardischen Judentums bei den Arbeiten des Weltkongresses betonte, der Bürgermeister von Tel-Awiw M. Dizengoff, De. Jochelmann- London, der Oberrabbiner von Finnland Dr. Federbusch und J. Naiditsch-Paris. Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Warschau E. M a z u r betonte, die Warschauer Gemeinde habe es als größte jüdische Gemeinde Europas für notwendig befunden, auf der Konferenz vertreten zu sein. Zum Weltkongreß könne der Redner im Hinblick darauf, daß die Gemeinde alle Parteien unvasse, noch nicht definitiv Stellung nehmen. Man solle sehr vorsichtig zu Werke gehen und, bevor man den Kongreß einberuie, genau prüfen, ob er auch imstande sein werde, seine Aufgaben zu erfüllen. Die Zersplitterung der Juden in vielen Ländern erschwere die Einberufung des Kongresses. Seine Hauptaufgabe mü^se es sein, Hilfsmaßnahmen gegen die jüdische Not zu treffen und den Abwehrkampf ge-gen den Antisemitismus zu organisieren. Warnung vor einer Unterschätzung der antisemitischen Gefahr in Deutschland Nachdem Dr. Jakob H e 11 m a n n-Riga die Lage der Juden in Lettland und den fortschreitenden Abbau der jüdischen Autonomie in diesem Lande besprochen und Advokat M. G o i d s t e i n-Paris auf die Notwendigkeit einer Ucberwindung der inneren Zersplitterung des jüdischen Volkes durch seine Einigung auf einem Weltkongreß hingewiesen hatte, ergri f der Präsident des zionistischen Aktionskomitees Leo M o t z k i n das Wort. Er warnte vor einer Unterschätzung der Gefahren, die die Juden infolge der gegenwärtigen politischen Situation in Deutschland bedrohen. Er habe den Eindruck, daß die Vertreter der deutschen Judenheit, die bisher auf der Konferenz das Wort ergriffen hätten, diese Gefah-en eher zu leicht genommen haben. Auch die russischen Juden hätten niemals geglaubt, daß Pogrome und Blutvergießen in ihrem Lande möglich sein würden, bis es tatsächlich zu den Pogromen gekommen sei. Das Schicksal der deutschen Juden sei eine Warnung für die ganze Welt. Abwehr des Antisemitismus sei notwendig, sie müsse sich aber neuer Methoden bedienen. Verleugnung des nationalen Charakters des Judentums stärke den Antisemitismus. Wenn die Zionisten für den Weltkongreß eintreten, so täten sie dies aus allgemein jüdischen Erwägungen heraus, denn von ihrem Parteistandpunkt aus häti-n s;-j eher Grund, ihn nbztüehnen. Zum Schlüsse betonte Motzkin die ungeheure Bedeutung der Errichtung eines jüdischen Nationalheims in Palästina für die Hebung des Ansehens des jüdischen Volkes in der ganzen Welt und die Stärkung seiner Position. Namens des jüdischen Handwerkerverbandes in Polen erklärte Dep. R a 11 n e r-Warschau, alle großen jüdischen Organisationen in Polen seien bereit, sich an dem Weltkongreß zu beteiligen, doch müßten Garantien für seine Ueberparteilichkeit gegeben werden. — Als Delegierter der jüdischen Kriegsteilnehmer begrüßte E. Krouker- ■ä-i der. Geciruiiivr: cks \Vd:kongres..vs, nr von.) 'Dr transsyivanischen B n e i - B r i t h - Logen Ingenieur Tibor von Adler-Arad, der für die Einberu ung des Kongresses schon im nächsten Jahre eintrat. — Als nächste Redner sprachen Hans Klee-Berlin im Namen des Weltverbandes der jüdischen Studenten, Z. Aberson-Genf und Dep. Jäger-Lemberg im Namen der jüdischen wirtschaftlichen Verbände Polens und Dep. J. Grünbau m-Warschau namens des Zentralkomitees der zionistischen Organisation Kongreßpolens. Schlußwort ür. Nahum Goldmanns Die Ergebnisse der allgemeinen Aussprache wurden von Dr. Nah um Gold mann in einem Schlußwort zusammengefaßt. Er gab der Hoffnung Ausdruck, daß der jüdische Weltkongreß in etwa 1 >/2 oder spätestens 2 Jahren zusammentreten werde, von der Einberufung schon im nächsten Jahre wolle man im Hinblick da-auf, daß der Kongreß dann mit dem Zionistenkongreß kollidieren würde, absehen. Als Kongreßort habe man Genf bestimmt, da die Einberufer ihre Arbeit nicht im Verborgener, führen wollen, sondern im Gegenteil größten We't darauf legen, die Aufmerksamkeit der Oef.entlichkeit in stärkstem Maße auf den Kongreß zu lenken. Unter den gegenwärtigen Umständen sei der jüdischen Sache am besten gedient, wenn man erkenne, daß jetzt eine möglichst kraftvolle Kundgebung vor breitester Oeffentlichkeit durchaus gerechtfertigt sei, und demgemäß handele. Die Genfer Jüdische Weltkonferenz wurde am 17. August, ö Uhr abends, nach Schiußansprachen von Dr. Stenhan Wißt* Leo Motzkin und Dr. Nahum Goldmann in gehobener Stimmung geschlossen. Ungeachtet mancher Differenzen zwischen den zionistischen und nichtzionistischen Teilnehmern der Konferenz, die insbesondere auch bei der Bildung des mit der Vorbereitung des Weltkongresses beauftragten Exekutivkomitees in Erscheinung traten, gaben die Konferenzteilnehmer aller Richtungen ihrer Entschlossenheit, das Zustandekommen des Kongresses nach Kräften zu fördern, Ausdruck. Jüdischer Weltkongreß im Sommer 19341 Beschluß der Organisations-Kommission Die Organisations-Kommission der Jüdischen Weltkonferenz in Genf hat auf Vorschlag der Subkommission für Kongreßfragen einstimmig beschlossen, den jüdischen Weltkongreß für Sommer 19 3 4 e i n z u b e r u f e n, Zur Leitung der eigentlichen Vorbereitungsarbeiten für den Kongreß wurde ein Exekutivkomitee gewählt, dem folgende Persönlichkeiten angehören: Bernard S. Deutsch, M. Dizengoff, Dr. Mayer Ebner, Dr. Nahum Goldmann, Rabbi Abe Goldberg, J. Grünbaum, J. Jefroikin, M. Jocheimann, Dir. Georg Kaireski, L. Krainin, Dr. E. Margulies, L. Motzkin, Dr. M. Nurook, Dr. H. Rosmarin, Robert Stricker, Dr. J. Tennenbaum-New York, Dr. Stephen Wise, Baruch Zucke,-mann. Drei Plätze wurden reserviert, und zwar: einer für einen Vertreter des Waad Leumi und zwei für Vertreter der zionistischen Arbeiterparteien, die von der„ Dan ziger Konferenz der Poale Zion und Hitachduth nominiert werden sollen. Außer dem Exekutivkomitee ist ein aus 50 bi« 60 Mitgliedern, die die einzelnen Länder und Gruppen repräsentieren sollen, bestehender R a t vorgesehen Das Exekutivkomitee erhält das Recht, den Rat nach Fühlungnahme mit den einzelnen Ländern und Gruppen zu nominieren. Im Sommer 1933 soll dieser Rat zu einer Vorkonferenz zusammentreten. Der Wortlaut der Resolutionen Die Resolution der Organisationskommission Uber die Einberufung des Kongresses wurde, nachdem sie von Dr. N. Goldmann namens der Kommission begründet worden war, nach kurzer Debatte einstimmigangsnommen, Sie hat folgenden Wortlaut: 1. Die Genfer Jüdische Weltkonferenz gibt Ihrer tiefen Ueberzcugung Ausdruck, daß die kritische Lage des jüdischen Volkes, die Gefährdung seiner bürgerlichen und nationalen Rechte in vielen Landern, die Verelendung der jüdischen Massen und die Notwendigkeit durchgreifender Besserungsniaßnahmen sowie die der heutigen jüdischen Generation obliegende Aufgabe des Aufbaus des Jüdischen Nationalheims in Palästina die Organisierung des jüdischen Volkes und die Einberufung eines Jüdischen Weltkongresses zur zwingenden Notwendigkeit macht. Dieser Weltkongreß, basierend auf dem Begriff des jüdischen Volkes als eines einheitlichen Volksorgunismus, soll eine legitime Repräsentanz darsteilen, berechtigt und verpflichtet. a..e Fiagen des jiküscv.en Lebens zu behändem und das jüdische Volk im Kampfe für seine bürgerlichen und nationalen Rechte nach außen zu vertreten. 2. Die Delegierten des Weltkongresses sollen hervorgehen aus direkten, geheimen und proportioneilen Wah- Magenschmerzen, Magendruck, Verstopfung, Darmfäulnis, galliger Mundgeschmack, schlechte Verdauung, Kopfweh, Zungenbelag, blasse Gesichtsfarbe werden häufig durch Gebrauch des natürlichen «Franz-Josef»-Bitterwassers, ein Glas voll abends kurz vor dem Schlafengehen behoben. — In sämtlichen Apotheken und Drogerien erhältlich. len, an denen jeder Jude und jede Jüdin teilzunehmen berechtigt ist. Das aktive Wahlrecht soll an das Alter von 18, das passive an das Alter von 24 Jahren geknüpft sein. 3. Das Datum der Einberufung des Weltkongresses sowie die Zeitpunkte der Abhaltung der Wahlen Tn den einzelnen Ländern sollen vom Initiativkomitee bestimmt werden. Doch muß der Weltkongreß spätestens im Sommer 1934 zusairimentreten. Die Resolution der politischen Kommission Der Anspruch des jüdischen Volkes auf nationale Existenz — Protest gegen die Verletzung der Gleichberechtigung auf kulturellem und wirtschaftlichem Gebiet und ln der Rechtsprechung sowie gegen die Androhung gesetzlicher Entrechtung — Das jüdische Volk will die Gestaltung seines Schicksals in die eigene Hand nehmen Als Berichterstatter der politischen Kommission legte Dr. Emil Margulies der Konferenz folgende Resolution vor, die einstimmig angenommen wurde: Das jüdische Volk, das in seiner Gesamtheit seit mehr als 18 Jahrhunderten über die ganze Welt zerstreut ist, durchlebt jetzt in der Epoche der allgemeinen politischen, soziaJen und wirtschaftlichen Erschütterung in der Diaspora eine Zeit besonders schwerer Not. Nachdem die große französische Revolution durch die Emanzipation die bürgerliche Gleichberechtigung des jüdischen Individuums eLngeledtet hatte, ist in den durch den Weltkrieg herbeigetührten staatlichen, politischen und rechtlichen Umwälzungen, welche so vielen Völkern die Befreiung und nationale Unabhängigkeit auf eigenem Boden gebracht haben, auch dem jüdischen Volke die Anerkennung als Volk geben und sein Anspruch auf nationale Existenz anerkannt und im Völkerrecht vzuankert worden. Von der Durchführung dieser Rechte sind aber die Juden in vielen Ländern noch weit entfernt. Die staatsbürgerliche Gleichberechtigung des Juden wird oftdur ch die PraxisderAdministrationillusorisch gemacht. Die jüdische Jugend wird von den Stätten der Bildung und dem Zugang zur Kultur durch Aufrichtung gesetzwidriger Schranken systematisch ferngehalten. Dass dem Menschen eingeborene unentziehbare Recht auf Arbeit in Stadt und Land wird dem Juden verweigert Und die Umschichtung zum Bauer und Handwerker behindert. Wo Staat, Stadt oder andere öffentliche Körperschaften Arbeit zu vergeben haben, wird der jüdische Handwerker und der Unternehmer des Mittelstandes durch Maßregeln der Behörde im Wettbewerb benachteiligt. Sogar die Rechtsprechung bietet in manchen Ländern in Anpassung an Instinkte der Gasse dem angegriffenen Juden nicht den ihm nach dem Gesetze gebührenden gleichen S c h u t z f ü r E h r e, Leben und E i g e n t u ni. Neben dieser faktischen Aufhebung der Gleichberechtigung der Angehörigen der jüdischen Minderheit machen sich in den Völkern mit verstärktem Gewicht und in bedrohlicher die die Frauen Gewerbeschule mit Vorzug absolvierte, suche ich Anstellung i. erstklassigem Wiener Schneidersalon, ohne Bezahlung, Krankenkassa und sonstige Abgaben leiste ich. Zuschriften sind unter «Fleißig und ernst“ an die Administration erb. Weise Bestrebungen geltend, die Gleichberechtigung auch in der Gesetzgebung aufzuheben und die Juden unter Ausnah ms recht zu stellen und zu enteignen. Auf wirtschaftlichem Gebiete vollzieht sich als Begleit* erscheinung der ökonomischen Krise die planmäßige Verdrängung der Juden aus allen Gebieten ihrer Betätigung, und zwar sowohl in der Privatwirtschaft wie bei der Monopolisierung einzelner Wirtschaftszweige. Aus den Bezirken geistigen und künstlerischen Schaffens wird in wichtigen Ländern der Jude hinausgedrängt und ausgeschlossen. Die allgemeine Krise hat unter dem Einflüsse dieser Tendenzen die wirtschaftliche Situation der Juden in den Ländern der Diaspora außerordentlich verschärft und zu einer Verarmung auch derjenigen dünnen Schichten und wenigen Gemeinschaften im Judentum geführt, die noch bis vor kurzem in materiell günstiger Position waren. Die Massen des Volkes sind in äußerster Not und dem Hunger preisgegeben. Die gesetzlich garantierten Ansprüchfi-auf nationales Eigenleben auf dem Gebiete der Kultur, des Unterrichtes und der Erziehung werden nicht verwirklicht. Juden, welche durch die neuen Grenzziehungen in Ländern, in denen sie und ihre Vorfahren gelebt haben, Fremde geworden sind, werden durch Verweigerung der Aufnahme in den Staatsverband zu Zehntausenden heimat- und staatenlos. Die in den krisenhaften Verhältnissen der Welt verstärkten Tendenzen des Hasses der Völker gegeneinander und der Unterdrückung andersnationaler Minderheiten, die schon immer gegenüber den jüdischen Minderheiten in besonders krasser Form sich äußerten, sind heute in verschiedenen Ländern der Diaspora zu einer Bewegung hemmungslosen, auf Vernichtung und Ausrottung gerichteter Propaganda des Hasses gegen alles liidisrhe geworden. Heß und Gewalttat schänden sogar die Friedhöfe, die allen Völkern geheiligt sind. Auch Völker, welche selbst die Schicksale nationaler Minderheiten erleiden, bleiben von der Haßpropaganda nicht frei. Es ist ein in der zivilisierten Völkergemeinschaft geltender Rechtsgrundsatz, daß der Anspruch der Minderheiten auf staatsbürgerliche Gleichberechtigung des einzelnen und auf Freiheit des Eigenlebens der Gemeinschaft in den Grundprinzipien der Zivilisation und Kulturgesinnung, auf , der die heurige menschliche Gesellschaft aufbaut, begründet ist. Die ungehemmte Ausbreitung und die Duldung dieser auf Unterdrückung und auf völlige Vernichtung der jüdischen Minderheiten gerichteten Bestrebungen, bedroht die Grundlagen dieser Gesellschaft. Die in Genf versammelten Vertreter des jüdischen Volkes, eines der ältesten Kulturvölker der Erde, das Jahrhunderte furchtbarster Verfolgung und Vergewaltigung erlebt hat. das trotzdem weder seine Mitarbeit am Fortschritt der Menschheit vermindert noch seinen Glauben an den Sieg derldeedernationalen undsozialen Gerechtigkeit verloren hat und das sich heute wieder als gleichberechtigtes Glied der Gesellschaft der Völker fühlt, erheben Protest gegen den Rückfall in die Ideen der Herrschaft roher Gewalt und rücksichtslose' Beherrschung der Schwachen durch die Starken und den Irrglauben an die Macht; sie erheben Protest gegen die auf Vernichtung gerichteten antijüdischen Angriffe und gegen deren Duldung und offene oder heimliche Förderung. Die Entscheidung über das Schicksal eines Volkes liegt bei dem Volke selbst. Auch das jüdische Volk wird die wirksamen Waffen zu seiner Verteidigung und Befreiung nur in der Sammlung seiner Gemeinschaft und um den Gedanken der Wiederaufrichtung seiner nationalen Existenz und nur dann finden, wenn es die Gestaltung seines Schicksals i n die eigene Hand nimmt. Nur ein in sich und in seinem nationalen Lebenswillen erstarktes jüdisches Volk wird die Unterstützung der ö fentlichen Meinung der Welt finden. In der Organisierung der Vertretung des jüdischen Volkes zum Weltkongreß erblicken wir einen entscheidenden Schritt auf diesem Wege. meine 17i8hri«e Tochter Empfänge Beim stellvertretenden Sekretär des Völkerbundes. Der stellvertretende Sekretär des Völkerbundes J. Avenol empfing am 17. August das Präsidium der Genfer Jüdischen Weltkonferenz. Der Präsident der Konferenz Doktor Stephen Wise, der Präsident des Amoncan Jewish Congreß Bernard S. Deutsch, der Präsident des Comitö des ölegations Juives und des zionistischen Aktions-Comitees Leo Motzkin und der Bürgermeister von Tel-Awiw M. Dizengoff legten Herrn Avenol Ziele und Au gaben der Konferenz und des geplanten Jüdischen Weltkongresses dar. Herr Aveno- rwic'eriv, er mme sich, die De egai n ucir Jüdischen Weltkonferenz begrüßen zu können. Der Völkerbund habe großes Interesse an der Bildung von Organisationen für internationale Kooperation und wünsche darauf gerichteten Bestrebungen vollen Erfolg. Bei der jüdischen Gemeinde Genf Die jüdische Gemeinde Genf veranstaltete zu Ehren der Teilnehmer an der Genfer jüdischen Weltkonferenz einen Empfang, bei dem der Vorsitzende der Gemeinde, Herr Meyer, an die Delegierten eine herzliche Begriißungsansprach hielt und der Konferenz vollen Er olg für ihre Arbeiten wünschte. Dizengoff dankte und feierte die Stadt Genf als Symbol des Friedens und der Verbrüderung zwischen' den Völkern, als eine Stadt, in die man kommt, um in einer Zeit von Not und Leid Trost und neue Inspiration zu suchen. Im Anschluß daran sprach Bürgermeister Dizengoff über die Rolle, die Jerusalem in der Menschheitsgeschichte als Hort des Friedens, der Verständigung und Gerechdgkeit zu spielen berufen ist. Hierauf dankte Dr. Alfred Klee dem Gemeindepräsidenten fiir cLe der Konto; enz in (ienf zuteil gewordene herzliche Aufnahme. J Gedeuet fes Keren lii t

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