Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 5 (1932)
- Issue
- Heft 240 (11.8.1932)
- Date
- 1932-08-11
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 8 DIE STIMME Nr. 240 — 11. August 1982 (fersonatnadkritfktem Trauung Am 14. d. M. findet um M>4 Uhr im Pazmanitentempel die Trauung des Frl. Pepi Schmidt, der Tochter unseres bewährten Gesinnungsgenossen und gewesenen Präsidenten der Zion. Bezirkssektion Prater Jehuda Schmidt, mit Herrn Samuel Hacker, Kaufmann in Wien, statt. Das Zionistische Landeskomitee gratuliert herzlich! Die Ehrung Eisig Torczyners durch den Keren Kajemeth Anläßlich der Eintragung des hochverdienten Gg. Herrn EisigTorczyner ins Goldene Buch des Keren Kajemeth entsendete das Präsidium des Wiene*' Bureaus des Keren Kajemeth zwei ihrer Mitglieder zu Herrn Torczyner, um ihm das Diplom zu überreichen. Herr Torczyner nahm, sichtlich gerührt, die Wünsche des Präsidiums, daß er auch im 80 Lebensj ihr in Fortsetzung seiner zionistischen Arbeit eine Ehrung seiner zionistischen Freunde erlebe, entgegen. Rabbiner Moses Horowitz an einer neuen Wirkungsstätte Kürzlich wurde Rabbiner Moses Horowitz, der Koslower Raw, in die neue Synagoge des Vereines «Bnai Britin in der Brigittenau engagiert. Rabbiner Horowitz, ein ergebener Zionist und hervorragender Redner, erfreut sich seit langem einer ai:ßcrordcntl:chen Beliebtheit in a’len jüdischen Kre.sen Bekannt sind seine periodischen Vorträge aus dem Talmud u. a„ die er auch im Maimonides Institut oft absolvierte. Horowitz entstammt der berühmten galizischen Familie der Rabbiner Horowitz ist ein Enkel des Rabbi Meschulem Horowitz und der Sohn des derzeitigen Stanislawer Raw, welcher Mitglied der Jewish Agency ist. Mit dem Einzug Horowitz’ in die Brigittenau wird dortselbst eine Versärkung des religiösen Lebens erwartet. Oberkantor David Resnik aus Rechowoth — Vorbeter Im Minjan, Sektion XX Es wird hiemit bekanntgegeben, daß die zion. Sektion XX„ Jägerstraße 30, wie alljährlich ein Minjan zu den hohen Feiertagen veranstaltet. Herr Oberlcantor Dawid Resnik aus Rechowoth (Palästina) hat sich bereit erklärt, uneigennützig als Vorbeter zu fungieren. Herr Oberkantor Resnik wird am Freitag, den 12. August um %8 Uhr abends und Samstag, den 13. August um 9 Uhr vormittags im Heim der Zion. Sektion XX, Jägerstraße, vorbeten. Der Verband Ostjüdischer Vereine in Wien hat beschlossen, ein Rechtsschutzbüro, das den Mitgliedern des Verbandes Rechtshilfe erteilen soll, zu eröffnen. Beginn der Tätigkeit: 1. September. Sitm „David Golder“ im Helios-Kino Am Freitag, den 12. August, erscheint im H e 1 i o s - K i n o, Wien, II., Taborstraße 36, der |roße jüdische Tonfilm «David Gold er» in Neuaufführung. Da der Film nur bis inklusive 18. läuft, erscheint es geboten, sich Karten für dieses Meisterwerk zu sichern. Fox Tönende Wochenschau bei den Olympischen Spielen Fox Tönende Wochenschau bringt demnächst die ersten Aufnahmen von den Olympischen Spielen in Los Angeles. Nicht weniger als 15 Kamera- und Ton-Leute befinden sich zurzeit in Los Angeles, um alle bedeutenden Wettbewerbe der Olympischen Spiele in Bild und Ton festzuhaiten. Im alten Fox-Studio in der Western Avenue in Los Angeles wurde eine besondere technische Abteilung eingerichtet, um die Aufnahmen sofort kopieren und zurechtschneiden zu können. Um eine ständige Verbindung mit der Hauptredaktion in New York zu haben, wurde eine Fernschreibanlage eingebaut. «Das Ende der Welt» im Film Abel G a n c e, der Regisseur der großen Welterfolge «J’accuse» und «Napoleon», zählt zu den bedeutendsten Erscheinungen des internationalen Films. Sein letztes Werk, an dem über zwei Jahre gearbeitet wurde und das annähernd 18 Millionen Frank verschlang, ist der Monumentalfilm «Das Ende der Welt», der am 19. August im Busch-, Kärntner-, Haydn-, Rotenturm- und Flieger-Kino in deutscher Sprache erscheint. Es handelt sich hier unr einen Film von ganz außergewöhnlichen Ausmaßen, Kollossalbauten und Massenszenen. Carl Ludwig Diehl ln Wien Der Hauptdarsteller des Ufa-Kriminalfilms «Schuß Im Morgengrauen», Carl Ludwig Diehl, ist zu Filmaufnahmen nach Wien gekommen. Er spielt als Partner von Dolly Haas die männliche Hauptrolle in dem Film «Scnmpolo». Der Künstler wird der Premiere seines ■■Jüdische Mädchen» ■■vorder Berufswahl!! Zweijährige Fachschule für Kleidermachen und Wäschewarenerzeugung mit öffentlichkeitsrecht Staatsgültige Zeugnisse Einjährige Koch- und Haushaitungsschule mit erweitertem Lehrplan für allgemeine Bildung Dr. Krüger-He m, 2., Malzgasse 7, Tel. A-48-0-77 Internat. Samstag Schulfrei Berufsberatung täglich von 11 bis 12 Uhr »vr.i *• HAlUT» AMTtUiB.1 WR'MAIUI« PMltSCN nrM«» niiKE«euwiw i«M(n EUGEN KUKYER.ROMA BAHN BIH ROTO’FILM OERö.P. IM VERIEVU OCR ATuANTl»* Wif ri Ufa-Films, die Freitag, den 12. d., Im Gartenbau-, Ufa- Ton-, Stafa-, Wienzeile- und Kolosseum-Kino stattfindet, persönlich beiwohnen. «Schuß im Morgengrauen» erzielte in Berlin einen ganz großen Erfolg und läuft bereits mehrere Wochen vor ausverkauften Häusern. Lucie Englisch verlobt sich Lucie Englisch verivbt sich... und gleich dreimal und zur gleichen Zeit, nur damit sie der Ehe mit Herzog Ottokar-Albert Paulig entrinnen kann. Willi Schur ist der zweite, Curt Vespermann der dritte und letzte Bräutigam, an den die drollige Lucie ihr Herzchen schließlich wirklich verliert. «Dreimal verlobt» heißt die ganze lustige Angelegenheit, die am Hofe eines kleinen Fürstenhauses spielt und am 12. d. im Busch-, Kärntner-, Haydn- und Heimat-Kino als Tonfilmposse ihre Erstaufführung erlebt. Musik: Artur Guttmann. Jüdistfier fport Hirschl in Los Angeles Der jüdische Meister, der als Oesterreicher zur Olympiade gefahren war, mußte sich diesmal sowohl im freien Ringkampf als auch im griechisch-römischen Stil mit einem dritten Platz und daher nur mit zwei bronzenen Medaillen begnügen. Im freien Ringkampf wurde der Hakoahner zuerst vom Schweden Richthoff und dann auch von dem Amerikaner Riley geworfen. Dies war hier nicht weiter verwunderlich, da Hirschl diese Kampfart, die hier nicht geübt wird, nicht gut beherrschte. Der Schwede blieb dann auch vor dem Amerikaner Endsieger. Im griech’sch-römischen Stil enttäuschte Hirschl. Man muß aber betonen, daß er auch ausgesprochenes Mißgeschick hatte, denn es wäre dem Teschoslowaken Urban, der hier bereits von Hirschl besiegt worden war, niemals gelungen diesen zu werfen, wenn er nicht eine schmerzhafte Verletzung gehabt hätte. Hirschl hatte auch die sichersten Aussichten den Schweden Westergren zu besiegen, da dieser dem deutschen Meister Gehring unterlegen war, welcher wiederum seinerzeit von Hirschl geworfen wurde. Auch der Italiener Donati, der übrigens bereits aus dem Kampfe ausgeschieden ist, war hier bereits von Hirschl besiegt worden. — Es hle:bt uns nur die Hoffnung, daß es Hirschl in vier Jahren gelingen möge, seine heurige Scharte auszuwetzen. Juda. Ein Notschrei des F. C. Hakoah Von der Hakoah erhalten wir nachstehenden Aufruf. Ihr alle erinnert Euch noch an jene Zeiten, da Zehntausende in Begeisterung den grünen Rasen umsäumten, auf welchem der F. C. Hakoah Begeisterungsstürme auslöste, wenn er in den jüdischen Farben Sieg und Ruhm an die Fahne des Judentums heftete. Ihr gedenket alle noch der Zeiten, da es der Hakoah als einzigem Klub der Welt gelang, England auf eigenem Grund und Boden niederzuringen. Damals zählte die Hakoah 10.000 von Anhängern, die ihr materiell und moralisch zur Seite standen und nur sie waren es, die immer wieder die 11 Vertreter unserer Farben zu neuen Heldentaten anspornten. Dies ist leider anders geworden. Einige wenige Personen, die man an den Fingern herzählen kann, bemühen sich in grenzenloser Aufopferung, den F. C. Hakoah zu erhalten und ihm die einstige Größe wieder zu verschaffen. Dies ist aber nur dann möglich, wenn die große jüdische Oeffentlichkeit wie einst in allen Belangen ihrer Mannschaft im Kampfe um Ruhm und Ehre zut Seite steht. Es ist eine falsche Auffassung, wenn man glaubt, daß im Beru ssport Spitzenleistungen erzielt werden können, ohne jeden moral:schen und finanz:eilen Rückhalt von seiten de1, breiten Oeffentlichkeit, und die Leitung des F. C. Hakoah will — wie aus den Tageszeitungen bereu.s bekannt — aus der Interesselosigkeit ihrer Anhänge*1 auch die folgenschwere Konsequenz ziehen, an dem Meisterschaftsbewerb 1932/1933 nicht mehr t e i 1 z u n e h ni e n Juden Wiens! Unsere Mannschaft hat im Frühjahr in hero sehen Kämpfen bewies n. (Mt sie noch irr re d t alte Hakoah-Geist beseelt und daß sie, moralisch durch Euch gestärkt, auch weiterhin in der Lage sein könnte, eine führende Rolle im Fußballsport wieder zu spielen. Der F C. Hakoah, der durch die grundlose Absage seiner Polentournee in eine schweer finanzielle Krise geraten ist, bittet Euch in zwölfter Stunde um' Hilfe. We.bet für unseren schönen Zweck und laßt Euch täglich in der Zeit von 18 bis 20.30 Uhr im Sekretariat (1., Wiesingerstraße 11) Aufklärung über beabsichtigte Aktionen geben, damit das Schlimmste verhütet wird. Die Arbeit des Keren Kaje* meth Spendeneingänge im Monat Juli S 5988.— (im Juli 1031 S 4145.—). Dazu kommt: Hazaoth Juli 1932 S 923.— (im Juli 1931 S 1508.—). Insgesamt somit im Juli 1932 S 6911.— gegen S 5653 im Vorjahre. Verrechnung der Büchsenleerung der Provinz, ln der letzten Zeit wurde die Büchsenleerung durch die Nationalfonds-Kommissäre folgender Provinzorte verrechnet und die Gelder an uns abgeführt: Graz S 280.—; Klagenfurt S 67.85; Eisenstadt S 40.66; Innsbruck S 164.— und St. Pölten S 22.20. Briefpapier mit Ansichten aus Palästina. Da der Vorrat der letzten drei Bestellungen vollständig ausverkauft wurde, hat das Keren Kajemeth-Büro eine neue Sendung aus Jerusalem bestellt, die bereits eingelangt ist. Preis einer Serie (12 verschiedene Ansichten) S 1.80. Liederkarten. 12 palästinensische Lieder, enthaltend den Originaltext samt Noten, sind zum Preise von 15 Groschen pro Karte erhältlich. Tozereth Haarez. Oel und Seife aus Palästina sind im Keren Kajemeth-Büro erhältlich. V. Z. H. «Theodor Herzl». Alle in Wien weilenden Bb, Bb werden ersucht, sich ehestens beim Feriafleiter Otto Meißner, IX., Porzellangasse 24, Telephon Nr. A-l 1-1-73, zu melden. — Samstag, den 13. d., Zusammenkunft im Heim, II., Krummbaumgasse 10, 20 Uhr. . Mitteilungen des Keren Ka]emeth Wien, I., Kärntnerstraße 28. — Telephon R 27-3-20. — Postsparkassenkonto A 100.208. Büchsenleerung Der Ausweis der Büchsenleerung erscheint in der Woche, in welcher der normale Spendenausweis nicht erscheint. Er umfaßt Beträge, welche die Jugendgruppen und sonstigen freiwilligen Mitarbeiter in der Ausweisperiode an den Keren Kajemeth abgeführt und verrechnet haben. 1. Bezirk: Pension «Elite» 5.—; J. Gelles 17.02; J. P. I. 16.42; Dr. E. Breiitner 7.22; Dr. Alfred Vogel 5.—. 2. Bezirk: Dr. Friedländer 3.—; Max Heftmann 301; Otto Pickholz 5.—; Feuer 3.72; Josef Stahl 6.40; J. Nußbaum 9.37; Dr. W. Grüß 55.—. 3. Bezirk: Siegfried Wolf 10.—. 6. Bezirk: Leopold Fried 4.15; Josef Rathsprecher 3 12. 7. Bezirk: Leo Lord 3.—; Hermann Schwarz 3.—; Julius Teltscher 3.—; Isi Geiger 4.39; Franz Herz 3.—. 8. Bezirk: Martin Kornmehl 3.—; Klara Trommer 14.42; Alfred Heimer 3.—. 9. Bezirk: Dr. Max Friedmann 3.—; Dr. Alfred Löwy 5.—. 10. Bezirk: Is. Schächter 3.53. 20. Bezirk: Cafe Neptun 5.27. St. Pölten: 22.20: Z. Körner 3.23; Nelly Wulkan 3:50; M. Lang 7.30; Marci Simon 3.50; diverse 4.67. Austritte aus dem Judentum Hacker Rennä, -geb. 10. Jänner 1912, Stuttgart, wohnhaft VIII., Lerchenfelderstraße 8. — Gottlieb Eugen, geb. 17. Jänner 1912, Wien, wohnhaft VII., Neustiftgasse 76. — Dorner Ernestine, geb. 1894, Lemberg, wohnhaft XVI., Do-mbacherstraße 9. — Patriasz Otto, geb. 24. Dezember 1898, Wien, wohnhaft XVII., Neuwaldeggerstraße 4. — Holzer geb. Mathilde Thieman, geb. 17. Mai 1902, Wien, wohnhoft XVII., Bergsteiggasse 44. — Beck Olga, geb. 10. August 1905, Wien, wohnhaft in Graz. — Angel Otto, geb. 8. September, Wien, wohnhaft, VII., Döblergasse 2. — Angal Klaus, geb. 18. Juni 1926, wohnhaft VII., Döblergasse 2. — Zipper Hans, geb. 14. Oktober 1912, Wien, wohnhaft VII., Zieglergasse 29. — Spitzer Ernestine, geb. 13. August 1907, Troppau, wohnha t XX , Jägerstraße 11. — Spitzer Thomas, geb. 18. September 1929, Wien, wohnhaft XX., Jägerstraße 11. — Grünwald geb. Johanna Bauer, geb. 10. Juli 1881, Wien, wohnhaft V., Hamburgerstraße 7. — Schwitzer Elisabeth Helene, geb. 20. September 1910, Wien, wohnhaft II , S'.reichergasse 6. — Hohn Ernst, geb. 24. August 1902, Aussig, wohnhaft III,, Krieglergasse 8. — Kohn Erich, geb. 17. August 1928, Wien, III., Krieglerg. 8. — Jockl Siegmund, geb. 4. Jänner 1875, Olmlitz, wohnhaft V., Schloßgasse 7. — Töpfer geb. Amalie Dewidels. geb. 1. September 1854, Prag-Smichov, wohnhaft V., Klabergasse 1 a. — Horn Julius, geb. 7. Juni 1896, Wien, XVII., Gcblergasse 69. — Eibschitz geb. Sumbera Katharina, geb. 7. Juni 1881, Höhnen, wohnhaft XII., Schallergasse 28. Jüdisdiew Kalender I HHy1» -T—"TT— August 1932 I Aw 5692 1 12' u Freitag -fQ' 8abb. Eing. 7« | 13 Samstag 4 4 8abb Autg- 7* ml, Woohanabaobnitt Waathohanan 4 14 Sonntag 12. % 15 ‘t Montag 13a $ 16 D<ensag 14a I 17 Mittwoch 15. | |18 Donnerstag 16a Grabsteine Friedlämler & Deutsch Wien l . Seitens)Htengasse Nr. L Tel. U 8*1-28 XI., Zeniralh*)<Mlliof, neben dem ) loi Tel V 18.0.86 Eigentümer, Verleger und Herausgeber: ZinmstiSLhet Landesverband tUi Oesterreich, Wien, I., Kämimrsiialie Nr 28 - Veraniwurtlitlier Pinkelatein, Wien, L, Kärtneratraße Nr. 28. — Druck: «Inva», Wien, VII., Lerchenlelderstraße Nr. 1. Redakteur: Ur. Sigmund 1