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Die Stimme · 1932-05-19 · Heft 228 (19.5.1932) · page 10

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Journal
Die Stimme
Volume
5 (1932)
Issue
Heft 228 (19.5.1932)
Date
1932-05-19
Page
– (sequence 10)
Language
German
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?elte 10 DIE STIMME Nr. 228 — 19. Mal 1932 RnflhcfpillP Friedländer & Deutsch Ul UUlllulllU Wien. I.,Seitenstettengasse Nr.2 Tel. U 28*1-28 XI., Zentralfriedhof, neben dem 1. Toi, Tel. U 18-0-86 Schnell aßen wir in Tiberias zu Mittag und fuhren fast ohne Aufenthalt nach Jerusalem. Wir sind (wieder im Gegensatz zti den armen anderen) herrlich im Hotel Tel-Awiw untergebracht; Herr Neumann kommt als Reiseleiter immer mehr in Form!! Morgen werden wir die Stadt sehen, heute ist es schon zu spät. Schöner Erfolg der palästinensischen Fußballer Die in Erez Israel gastierende Auswahlmannschaft Aegyptens spielte gegen eine repräsentative Elf des Hapoel in Tel-Awiw 3:1 und gegen dasselbe Team in Jerusalem 2:2. Diese Spiele bedeuten einen großen Erfolg für den palästinensischen Fußball und insbesondere für den Hapoe!, da Aegypten zu den tüchtigsten Fußballmannschaften der Welt gehört. Das Finale um den Palästina-Cup bestreiten Hapoel Haifa und Middlesex. Regt. — Zwei Mitgliedesder Wiener Hakoah bilden die Stützen jüdischer Fußballteams: Stern (Hapoel Haifa) und Lumek (Makkabi Petach-Tikwah). Sport und Völkerverständigung Bei der Würdigung der Makkabiah in Tel-Awiw wurde wiederholt hervorgehoben, daß dieses Sportfest keineswegs eine nationalistische Demonstration und auch nicht als Provokation der Araber Palästinas gedacht war, sondern im Gegenteil u. a. auch den Zweck verfolgte, durch das internationale Band des Sportes ein Element der Völkerverständlung und der Geme nsamkeit nach Palästina hineinzutragen, iese Bestrebungen werden, wie uns nritgeteilt wird, auch weiterhin verfolgt. In diesem Zusammenhang ist es von Interesse, daß bei dem Länderwettkampf Palästina gegen Syrien, der demnächst in Beirut stattfindet, Palästina durch ein gemischtes Team vertreten ist, dem neben Juden auch Engländer und Araber angehören. Den Hauptteil bilden freilich Juden, was eine natürliche Folge des intensiven jüdischen Sportlebens Palästinas ist. Jüdischer Turn- und Sportverein Linz Die Vereinsleitung hat beschlossen, im Laufe des Monates Juni ein Schlußturnen im Freien zu veranstalten. Es wird hiebei ein Dreikampf in leichtathletischen Disziplinen sowie verschiedene Sport- und Turnspiele absolviert werden. Näheres wird noch verlautbart. Tennis-Sektion. Das heurige Junioren-Turnier wird noch vor Schulschluß ausgetragen werden und heuer außer Einzelspielen auch Doppelspiele umfassen. Die Sektionsleitung ist bemüht, demguten sportlichen Fortschritt ihrer Juniorengruppe auch in bezug auf die Siegerpreise Rechnung zu tragen und heuer besonders schöne Preise zur Verteilung zu bringen. Der Termin der Schlußkämpfe wird noch bekanntgegeben werden. Gartenfest der „Haganah“. Donnerstag, 2. Juni, 20 Uhr, Hh Kasino Zögernitz, XIX., Döblinger Hauptstraße 76, Akademie, Tanz. Eintritt S 2.50. Vorverkauf bei den Leitungsmitgliedern. Touristik und Skiklub Hakoah. 22. Mai: Kaltenleutgeben—Wöglerin von Mauer führt Herr Ernst Gerstenfeld. — 22. Mai: Dürre Wand—Oehler (Voranmeldung!), führen die Herren Dynes und Ing. Krauß. Abfahrt nach Gutenstein Südbahn 6.20 Uhr. 1 wendigkeit der Schaffung einer neuen, gesunden, jüdischen Wirtschaft in einem Land, das zwar noch schwer kämpft, aber unleugbar im Aufstieg begriffen ist und große Entwicklungsmöglichkeiten zeigt. In der «großen Welt» der Bankiers und Spekulanten wird man nun auf die Rentabilität der Investitionen in Palästina aufmerksam und ernste, nüchterne Finanzleute beginnen hier Geld zu investieren. Juden aus aller Welt, die an den Börsen aller Welt Riesenvermögen verloren haben, bringen die letzten Mittel hierher, um sie in Sicherheit zu haben, um sich die Vermögensreste für ihre Existenz zu retten. Leider bedurfte es erst der großen Bank- und Börsenkrachs, ihre Ohren der lauten Forderung der palästinensischen Wirtschaft nach Kapital zu öffnen. Hätte man vor Jahren begonnen, der Wirtschaft hier Mittel zuzuführen, es stünde heute besser um die eingeschmolzenen Vermögen und wir wären ein großes Stück weiter. Aber es ist doch gut so. Wir bewundern und verehren zwar diese Menschen nicht, die nur deshalb hierher kommen, weil sie anderswo nicht mehr existieren können, denn der Aufbau braucht Menschen, die nur der Heimat willen herkommen und deshalb hier bleiben, weil sie die Heimat lieben. Doch wir wissen auch, daß das Land private GTmdungen und Anlagen benötigt, uin vorwärts zu kommen. Und dann erfüllt es uns auch mit Genugtuung und neuer Zuversicht, daß die palästinensische Wirtschaft" heute stabilisiert ist, daß man in sie vertraut, daß es trotz der vielen Erschütterungen und Krisen vorwärts geht. Man fängt draußen an, den Zionismus ernst zu nehmen, er ist nicht mehr die «idealistische Schwärmerei einiger empfindsamer, hirnrissiger Phantasten», sondern für viele «Vernünftige», die leider nicht früher vernünftig wurden, die letzte Rettung. Und dies müssen wir richtig erfassen und mit all unseren Kräften ausnützen. Allzuviele Gelegenheiten, den Zionismus durchschlagend zu propagieren, wurden versäumt. Der Aufbau des Landes erfordert eine fest fundierte Wirtschaft und die Voraussetzungen für diese sind Geld und Arbeit. Die jüdische Wirtschaftsnot ist ein mächtiges Schwungrad, das wir nun rasch in Bewegung setzen müssen, um mit allen Mitteln hier eine neue, gesunde Wirtschaft zu bauen. Die Verwirklichung unseres Ideals ist heute eine Frage des Tempos, wir müssen rasch handeln, denn was wir jetzt versäumen, können wir vielleicht nie mehr nachholen. 300.000 Besucher der Levante-Messe Transaktionen in Höhe von 175.000 Pfund abgeschlossen Montag, den 9. Mai, wurde die Levante-Messe in Tel- Awiw für beendet erklärt. Dies geschah in einer im Hauptgebäude der Messe abgehaltenen grandiosen Feier, der die Beamten der Regierung, die Konsuln der auswärtigen Mächte und ein tausendköpfiges Publikum beiwohnten. Bürgermeister D i z e n g o f f teilte mit, daß die Messe von etwa 300.000 Personen besucht worden ist und daß die auf der Alesse abgeschlossenen Transaktionen eine Summe von 175.000 Pfund betreffen. Palästina hat bei Gelegenheit der Messe mit den entferntesten Ländern Handelsbeziehungen angeknüpft. Chefsekretär der Regierung Y o u n g führte aus, die Levante-Messe war ein glänzender Erfolg gewesen, der Pavillon der Palästina-Industrie habe sich außerordentlich eindrucksvoll präsentiert. Er, Yotmg, selbst sei durch die Mannigfaltigkeit der ausgestellten lokalen Produkte sehr überrascht gewesen. Dem Leben wiedergegeben Der „Manchester Guardian“ veröffentlicht einen ausführlichen Bericht seines palästinensischen Korrespondenten werden in lebenspendende Düngemittel umgewandelt. e* gibt wenige Orte ln der Welt, so schließt der Bericht, wo so augenfällige Wandlungen vor sich gehen können. Mitteilungen des Keren Kajemeth Wien, 1., Kärntnerstraße 28, Tel. R 27-3-20, Postsparkassenkonto A 100,208. März-ApriLBüchsenleerung. Die Büchsenleerung erscheint in der Woche, in welcher der normale Spendenausweis nicht e-scheint. Er umfaßt Beträge, vvelche die Jugendgruppen und sonstigen freiwilligen Mitarbeiter in der Ausweisperiode an den Keren Kajemeth abgeführt und verrechnet haben f. Bezirk: Josef Weiß & Co. 3.—; Sandor Wolf 4.25; Anna Schaue- 8.50; A. Stern & Sohn 5.—; Adolf Tarier 4.52; Dr. Fritz Eckstein 3 02; Dr. Isido- Klaber 3.43; Dr. Alfred Lanzer 6.—; Salomon Königfest 5.61; Armin Biel 3 39; Dr. Desider Friedmann 3.04; Dr. Leopold Plaschkes 3.80; Max Ekstein 29 40; D-. Eugen Kalmus 3.—; Ing. Fedor Ackermann 5.—; Baurat Goldnc- 3.—; Dir. Hermann Goldschläger 5.—; Neuman & Co. (Sandor Kohn) 3.30; Nemiich & Co. 3.62; II. Bezirk: Otto Löw 10.50; Abraham David 3.10; Franziska Feuerstein 3—; L. KHiger 3.28; Charlotte Silbiger 9.—; Walter St'aße 22 80; Georg Poilak 3.60; Dr. Siegfried Seidner 5—; Malwine Groß 3 01; Lazar Drimmer 5.35; Benjamin Griffel 3.—; Moritz Tauber 4 40; Elka Berlin 3.88; Dr. Leo Menczer 3.—; Hugo Braun 4.65; Willi Steppier 3.63; Menasche Baron 4—; Gcdalje Mülle- 5.30; Sandor Günsberg 4.74; Simon Eichner 4.28; Dr. Joachim Grübel 3.18; David Schwarz 3.—; Albert Freud 4.11; Helene Parness 3.—; Anna Zollschan 4.30; Dr. Hugo Knöpfelmacher 5.—; Dir. Paul Halpom 5.—; Elias Blumenfeld 3.—; Teitelbaum 3.10; Ing. Kirchenbaunr 5—; Dr. Mo-itz Rosen 5.—; Hermann Tropp 15.—; Geza Klinger 12.42; E. Friedmann 4.—; Ottilie Löwenthal 24.—; Martha Bondi 9.—; Neumark 4.26; Ing. Robert Stricker 5.10; S. Goldberger 3.—; Ing. Guttmann 1233; Kandt 3.30; G. Harmelin 3.—; Anna Hauser 9.40; Dr Fleischmann 6.60; Mendel Welt 3.—; Moses Stadtmauer 3.07; III. Bezirk: Tempel Unt. Viaduktgasse 11.70; Nissan Taffet 3.—; Jaques Bailog 3.90; Hermine Löwy 9.10; Siegmund Hoffmann 11.34; Dr. |awetz 3.02; IV. Bezirk: Dr. Amalie Kantor 3.04; V. Bezirk: Ing. Max Goldschläger 35.82; Baruch Weißmann 8.—; VI B e z i r k: B Spira 10.—; Kupfermann 3.—; Dr. Max Deutsch 5.—; V 111. B e z i r k: D-. Emil Teich 5.—; IX. Bezirk: Elsa Schwarz 3.—; Philipp Munk 5.72; Paul Frieß 3.30; X. Bezirk: Karl Ettinger 3.36; Dr. Benjamin DoM 21.27; Ing. Josef Mahirer 5.—; XII. Bezirk: Dr Ernst Gutfreund 6.—; XIII. Bezirk: Hermann Kudisch 4.—; Bernhard Spergel 5.—; XIX. Bezirk: Norbert Stiaßny 4.—; Dir. Tiebergef 3.—; Dora Schwarz 11.24; Ing. Otto Rrasny 12.01; Siegfried Weinrer 4.62; XX. Bezirk: Josef Segall 3.—; Dr. Emst Duschak 4.16; Dr, J Ungar 3 —; Dr. S. Modlinger 3.— Fritz Weiß 7—; Siegmund Elend 7.55; Prof. Hersch Habe- 14.—; Elias Springer 3.21; Naftali Bardaeh 5.50. Amtliche Verlautbarungen der Israelitischen Kultus* gemeinde Wien Wirts£fkaft Eine Frage des Tempos Von Robert Lustig J e »r u s al e m, im Mai. Vor größter Bedeutung ist die Tatsache, daß heute der größte 'Feil der Judenheit sich merklich für Palstina zu interessieren beginnt, nicht aus nationalen, nicht aus religiösen, sondern aus rein wirtschaftlichen Gründen. Die in letzter Zeit katastrophal gewordene Wirtschaftsdepression in Europa und Amerika, der daraus entstandene Wirtschaftsantisemitismus, weisen mit zwingender Gewalt auf die Notüber die Entwicklung der Arbeiten der Palestine Potash Company, die die Ausbeutung der Mineralschätze des Toten Meeres unter Leitung von Ing. Novomeisky durchführt. Dabei wird geschildert, welche Belebung das durch Jahrhunderte verödete Gebiet des Toten Meeres nunmehr erfahren hat. Abgesehen von den Fabriksbauten, Arbeiterhäusern usw. plant man die Errichtung eines Kurhotels am Toten Meer, von dessen Bädern man sich Heilwirkung verspricht, auch wird alle Art Wassersport getrieben werden; schon jetzt vermag ein Eilboot in wenigen Stunden das ganze Tote Meer zu umfahren, während bisher nur ein altmodisches Motorboot zur Verfügung stand, das drei Tage und drei Nächte benötigte, um die Runde um das Meer zu machen. Die Stätte des Todes verwandelt sich in eine Stätte des Lebens, die alles abtötenden Salze B CE 0 B B B B B B B B B B B B B B B B B B B B B mm Lebensversicherungs- DLJHMIV Gesellschaft I llUrllA GEGRÜNDET IM JAHRE 1880 Versicherungsbestand per Ende Juni 1930 . 2560 Millionen Schilling Garantiemitte! pei Ende 1929 . 378 Millionen Schilling Prämien- und Zinseneinnahmen im Jahre 1929 . 150 Millionen Schilling Auszahlungen an die Versicherten im Jahre 1929 .. 351/, Millionen Schilling Tätigkeitsgebiet det Gesellschait: Oesterreich. Deutsches Reich. Tschechoslowakische Republik, Belgien. Holland. Frankreich. Spanien, Italien. Ungarn, Polen. Jugoslawien. Bulgarien. Griechenland. Rumänien. Palästina. Syrien, Türkei, Aegypten. Die Gesellschaft schließt zu billigen Prämien und günstigen Bedingungen Kapitals- und Rentenversicherungen jeder Art ab Neueingeführt: kinder-versorgungs-versicherung (Auszahlung eines Kapitals bei Verheiratung. Studienbeitrag, Rückerstattung der eingezahlten Prämien bei Ableben des Kindes) InvaliditätBversicherung (Zahlung einer Rente bei Eintritt der Erwerbsunfähigkeit und Auszahlung des versicherten Kapitals nach - reijähriger Dauei der Invalidität) T,üdBJ ’-T Jugendgottesdienst. Samstag, 21. d. M., findet um 15 Uhr der Jugendgottesdienst für die israelitische Schuljugend in den Gemeinde- und Bezirkssynagogen statt. Austritte aus dem Judentum Ebel Alfred, 12. November 1898, VIII., Aiserstraße 43. — Manusberger Therese, 18. Februar 1907, XIV., Sechshauserstraße 45. — Alexander Hermine, 8. März 1902, XI.X, Billrothstraße 23. — Mayer Lydia geh. Heine, 11. Mal 1893, III., Kübcckgasse 9. — Reti Anna, 3. Oktober 1910, III., Rennweg 5. — Prezes Rost recte Wechsler, III., Stammgasse 11. — Koranyi Hans, 20. Oktober 1908, XI., Auer- III., Rennweg 5. — Prezes Rosa recte Wechsler, III., Stamm- Emilian, 6. Juli 1879, XI., Simmeringer Hauptstraße 11. —• Kramer Sigmund, 18. Oktober 1879, I., Dorotheergasse 6. — Sindelai Leopoldine geb. Ernst, 17. Oktober 1887, Sindelai Hertha, 3. Juni 1926, Sindelai Josef, 27. November 1881, XIV., Storchengasse 19. — Kollinsky Gusti geb. Wolf, 13. Mai 1893, IX., Porzellangasse 19. — Tersoh Alice, 16. Februar 1912, X., Laxenburgerstraße 16. — Heber Moritz, 12. April 1886, X., Gudrunstraße 168. — Susohitzky Ruth, 21. August 1893, X., Erlachgasso 95. — Lewin Josefine Katharina geb. Kreiwich, 20. Dezember 1882, V., Vogelsanggasse 8. — Großer Walte^ 16. April 1918, X.. Laubeplatz 4. isHsasnu Jüdischer Malender Mai 1932; 20 Freitag Sabb. Eing. 7» | 21 Samstag Sabb. Ausg. 8** Id» Woohanabsehnitt Bahar f 22 Sonntag 16. \ 23 Montag 17a; 24 Dienstag 16« I 23 Mittwoch 19. | 26 Donnerstag 20, l]ar 5692 Eigentümer, Verleger und Herausgeber: Ziumstischei L amJesverbuml iüi Oesterreich, Wien, KrirntnersiratJe Nr. 28. — Verantwo: pinkelstein. Wien, 1.. Kärtnerstraße Nr. 28. - Druck: «lnva». Wien, Vll., Lerchentelderstraße Nr. 1.

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