Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 5 (1932)
- Issue
- Heft 220 (24.3.1932)
- Date
- 1932-03-24
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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V. b. b. BEZUGS- BEDINGUNGEN Oesterreich monatlich S I SU, vterieljährl. S 4 20, gen* lährL . . . S 16 - ()eutschld viertel jihrl.... HM V— Tachechoalotikakei vi>rtelj . Kr 24 — utiOitlawien vettel führt . Ihn 40 - Po an vteiieijähr lieh . ’/Aoty SO Ungarn vienr'iähr lieb . . t>ngo 4 20 Rumioten vierte) jShri. . . l e< 120 •— 1 lehrt ge* Ausland vierteljlhrl. Schw. Franken 4 SO cWüme/ Jüdisdte Zeitung Preis 35 Ertdieb jecen Donnerst; Redaktion und Adminiatr«' Wien, I , Kürnti etrefie 2b Tel R 2748 Postsparkass konti: Oeaten. l) 113. Polen . . . 101.199 Tschechoslowakei . S00.230 Jugoslawien 40.879 n kl K) H* H» * tfet CZJ I—1 |—» 2 H* O r~* < » C. .r C vj in; v c p: i—* 71 cilo: cf- 01 f Ss |ahr^ang Wien, Donnerstag, 24. Marz 1932 (16. Weadar 5692) Nummer 220 PaintevG Uber den Zionismus Unser Berichterstatter (D. Sch.) hatte Gelegenheit, mit dem vorübergehend in Wien weilenden ehemaligen französischen Ministerpräsidenten Paul Painlev6 zu sprechen. Beim Interview war auch der französische Gesandte in Wien» C1 a u z e 1, anwesend. Painlcvg bekundete vor allem seine wärmste Sympathie für die zionistische Idee und sprach von seinen besten Beziehungen zu führenden zlonis‘Ischen Persönlichkeiten. Sein Glaube an die’ Verwirklichung des zionistischen Ideals und den Aufbau der Heimstätte in Palästina ist unerschütterlich. «Im Jahre 1917» — sagt Painlevö — «habe ich mit Lord Baitour wegen der später erlassenen Deklaration verhandelt. Der zionistische Gedanke war mir schon damals nahe und ich hoffe, daß es den vereinten Bestrebungen der gesamten Judenhcit gelingen wird, diese herrliche Idee in Wirklichkeit umzuwandeln.» Painlev6 ist bekanntlich Präsident des französischen Propalästinakomitees. . " i Erleichterung der Einwanderung von Mitteistandsangehörigen in Palästina Ein Kapital von 800 Pfund* statt wie bisher 4000 Pfundf pro Einwanderer genügt Die Exekutive der Jewlsh Agency ist von der Palästina-Regierung offiziell benachrichtigt worden, daß die folgende neue Kategorie von Palästina-Einwanderern normiert worden ist: Landwirte, Kaufleute und Industrielle, die sich über den Besitz eines Kaplm HA/5ER5TR. m AT. ÄLSERSTR. 6 1S-S20-S 28 ■.VW”' tals von 500 Pfund (jetzt 7600 Mark) ausweisen können. dürfen in Palästina einwandern. Bisher betrug der Der High Commissloner General Sir Arthur Wauchope hat sich bereit erklärt, am 7. April die Levante- Messe in Tel-Aviv offiziell einzuweihen. Der ägyptische Premier, Sldki Pascha, und der Gouverneur von Cypern werden dem Einweihungsakt beiwohnen, bei dem auch die Regierungen Polens, Rumäniens, der Schweiz und Lettlands offiziell vertreten sein werden. Im Rahmen der Ausstellung werden folgende Veranstaltungen stattfinden. Am 8. April beginnen die großen Schachmeisterschafts-Wettkämpfe; am 17. Aprü beginnt die Weltkonferenz der jüdischen Studenten; der 21. April wurde als der Tag der Palästina-Arbeiterschaft proklamiert; am 24. April findet aus Anlaß der 50jährlgen Arbeit M. M. Usslschkins in der zionistischen Bewegung Mindestkapitalsbesitz, über den sich der Einwanderer auszuweisen hatte, 1009 Pfund. Diese neue Einwanderer-Unterkategorie, teilt die Regierung weiter mit, bezieht sich nicht auf die Klasse der finanziell unabhängigen Einwanderer, die sich auch weiterhin über einen Besitz von 1000 Pfund, und nur unter gewissen Bedingungen über einen von 500 Pfund ausweisen müssen. Die Verordnung vom Jahre 1925 über die Einwanderung ln Palästina hatte bereits vorgesehen, daß finanziell unabhängige Einwanderer sich über den Besitz eines Kapitals von 500 Pfund ausweisen müssen. Die Palästina-Regierung hat später die für diese Kategorie vorgesehene Mindestsumme von 500 Pfund auf 1000 Pfund erhöht. Auf dem letzten Zionistenkongreß wurde über ein Arrangement mit der Regierung berichtet, wonach unter gewissen Umständen und Uebernahme von Garantien eine Erleichterung der Norm Platz greift MB——■■■■! eine Usslschkin-Feier statt; am 25. April beginnt die Tozereth Haaretz-Konferenz, die über Wege und Mittel zur Propagierung des Absatzes von Palästina- Produkten in den verschiedenen Ländern der Welt beraten wird. Die Fortsetzung d. Romanes mußte in dieser Nummer infolge Raummangels Wegfällen Die Redaktion Unserer heutigen Nummer ist die Gratis-Beflage «Purimnacht in Tel-Aviv» beigelegt. Palästina im Brennpunkt der Ereignisse Mehr denn je wenden sich in diesen Tagen die Blicke des Weltjudentums Palästina zu. Die Schiffe, die nach Palästina unterwegs sind, bringen aus allen Ländern jüdische Menschen nach Erez Israel zur ersten Makkabiah, Herzl hat das Wort von den Judenjungen geprägt, die durch den Zionismus aufrechte junge Juden werden. Diese jungen Juden aus allen Ländern der Welt werden sich bei dem großen jüdischen Sportfest in Tel-Aviv mit der Jugend des Jischuw zu einer Manifestation für die Einheit des jüdischen Volkes und zu einer Manifestation für den Aufbau des Jischuw vereinigen. In derselben Zeit wird sich auch ein Strom von Besuchern ins Land ergießen, um die Levantemesse in Tel-Aviv zu besuchen. Auch in diesem Falle muß an den prophetischen Geist Theodor Herzls erinnert werden. Herzl war es, der richtig voraussah, daß Palästina, im Schnittpunkt zweier Kontinente gelegen, dazu vorausbestimmt ist, ein wichtiges Wirtschaftszentrum zu werden. Herzls Träume, die er in seinem «Altneuland» spann, nehmen Gestalt an. Tibsrias ist ein wichtiger Stützpunkt des Flugverkehrs nach Indien und in Haifa wird die Oelleitung, die von Mossul aus gelegt werden wird, endigen. In der Bucht von Haifa wird ein wichtiges Fabriks- und Handelszentrum entstehen. Dank der Voraussicht des Keren Kajemeth befindet sich der gesamte Boden der Haifabucht im Eigentum des jüdischen Volkes. Die Touristen und Messebesucher werden den Jischuw sehen, wie er lebt und schafft. Sie werden seine Leiden kennen lernen, sie werden das hebräische Tel- Aviv, jüdische Felder und Wälder und jüdische Orangerien sehen. Sie werden das Elektrifizierungswerk Ruthenbergs bewundern und die Betriebe der Potasche-Company am Toten Meer. Sie werden schließlich die ungeheuren brachliegenden Landstrecken sehen, die noch der Erlösung harren und werden, wenn sie zu ihren Familien zurückkehren, ein Gefühl der Verantwortung für den Jischuw mitnehmen. Dieses Gefühl wird zweifellos die Erkenntnis für die Notwendigkeit praktischer Betätigung im Zionismus und persönlicher Opfer für das Aufbauwerk stärken. £ Auch politisch betrachtet steht Palästina wieder tf£ einmal im Brennpunkt der Ereignisse. Die Art und ij^- Weise, wie diese Ereignisse betrachtet werden, gibt vv ein getreues Spiegelbild unserer traurigen partei- V politischen Verhältnisse. Die Revisionisten tun so, als ob die Exekutive den Ereignissen freien Lauf ließe. Die Revisionisten glauben die patentierten Entdecker der Tatsache zu sein, daß England dem Geiste und dem Wortlaute des Mandats Gewalt antut und halten sich für die Entdecker der politischen Idee, daß wir mit England nicht für ewige Zeit verbunden sind und daß in den Mandatsfragen noch andere Mächte ein Wort mitzusprechen haben. Wer aber die Ereignisse genau verfolgt und daran denkt, daß die Exekutive sich nicht jene Freiheit und Zügellosigkeit der Schlagworte gestatten darf, die sich die Revisionisten selbst zugebilligt haben, wird finden, daß die Exekutive seit dem Kongresse einen neuen Weg geht, zwar schrittweise, aber doch zielbewußt, und daß sie England zu erkennen gibt, daß wir seinen Lukes, Der High Commissloner weiht die Levante-Messe am %. April ein Nur bei diesen PALÄSTINAWEINBN mit der Marke KARMEL-ORIGINAL, welohe nachweisbar direkt von den bestrenommierten Friedmannsohen Weinkellereien in Petach-tikwa in diesem Jahre geliefert wurden, tragen die Flasohen umstehende Vignette,welche die beste Gewähr sowohl für verläßlich Kasohruth als f. die Originalität d.Weine in allen 8 Sorten leistet.Zu bestellen bei N.Spindel, I,Liureuzeroerg 5, Tel. R-29-7-34 Dieser Palästinawein, geliefert von der Fa, S. Friedmann & Söhne, Petach-Tikwah ist unter Aufsicht des Wiener Rabbinates (5692) Im Namen des Rabbinats Josef Babad m. p,. nDB1? ’jtn»» ntt bv t* JTB V331 tö’TlD-tt 'BPIÖ mn w’i srran nrmro T3N3 P1DV X"-QDED